Schlagwort: Dürre

  • Leben ohne Wasser: So meistern die Bewohner von Durban-Corbières die Dürre

    Leben ohne Wasser: So meistern die Bewohner von Durban-Corbières die Dürre

    In Durban-Corbières, einem kleinen Dorf im Département Aude, hat die Dürre voll zugeschlagen. Seit drei Tagen wird das Wasser von 14 Uhr bis 6 Uhr morgens abgestellt. Das trifft die 645 Einwohner hart – und bringt vor allem die lokale Wirtschaft ins Wanken.

    Täglicher Überlebenskampf

    Stell dir vor, du kannst nachmittags und nachts nicht einfach den Wasserhahn aufdrehen. Für zwei Rentner im Dorf ist das Realität: Sie können nicht mal ein Glas Wasser füllen. Was tun sie? Sie haben Wasser gebunkert, um die durstigen Stunden am Nachmittag und Abend zu überstehen. Es ist eine neue, unangenehme Routine.

    Tourismus in der Krise

    Laurence Arajol, die ein Gästehaus führt, hat besonders zu kämpfen. Jeden Morgen informiert sie ihre Gäste über die Wasserknappheit – und erntet Absagen. „Täglich verliere ich zwischen 300 und 500 Euro,“ sagt sie bedrückt. Die Dürre kostet nicht nur Nerven, sondern auch bares Geld.

    Wasserflaschen für alle

    Doch die Gemeinde zeigt sich solidarisch. Täglich gibt es kostenlos Wasserflaschen für die Dorfbewohner – zwei pro Kopf. Das lindert zwar die Not, ist aber keine dauerhafte Lösung. Im örtlichen Restaurant füllen die Köche kurz vor der Wassersperre große Behälter. So schaffen sie es, den Betrieb mittags und abends aufrechtzuerhalten. Aber wie lange noch? Die Toiletten müssen abends geschlossen bleiben, was den Gästen sauer aufstößt.

    Wirtschaftliche Folgen

    Für das Restaurant bedeutet der Sommer normalerweise den Höhepunkt des Jahresumsatzes – etwa 50% des gesamten Einkommens. Doch unter diesen Bedingungen schrumpft der Gewinn. Es stellt sich die Frage: Wie soll man unter solchen Umständen ein Geschäft führen?

    Ein Dorf kämpft

    Die Bewohner von Durban-Corbières stehen vor einer gewaltigen Herausforderung. Wie kann ein Dorf ohne fließendes Wasser überleben? Die Dürre zeigt auf brutale Weise, wie abhängig wir von dieser lebenswichtigen Ressource sind. Ein weiterer Weckruf für uns alle, sparsamer mit Wasser umzugehen und nachhaltigere Lösungen zu finden.

    Durban-Corbières kämpft weiter, mit Mut und Zusammenhalt. Und vielleicht, mit ein wenig Glück und Regen, wird sich die Lage demnächst wieder verbessern. Doch bis dahin bleibt das Dorf auf sich und die Solidarität seiner Bewohner angewiesen.

  • Dürre: Eine Gemeinde im Aude ist 16 Stunden täglich ohne Wasser

    Dürre: Eine Gemeinde im Aude ist 16 Stunden täglich ohne Wasser

    Durban-Corbières: Ein Dorf kämpft gegen die Trockenheit

    Durban-Corbières, eine kleine Gemeinde im Departement Aude, erlebt seit Montag, dem 15. Juli, drastische Wassereinschränkungen. Die etwa 650 Einwohner müssen von 14 Uhr bis 6 Uhr morgens ohne Wasser auskommen – ein drastischer Schritt, den die Gemeinde bislang noch nie erlebt hat. Grund dafür sind die ausgetrockneten Grundwasserspeicher, eine Folge der anhaltenden Trockenheit in der Region Occitanie, die seit zwei Jahren immer wieder von Rekorddürreperioden betroffen ist.

    Ein Dorf am Rande der Verzweiflung

    Die Bewohner von Durban-Corbières sind an Wasserausfälle gewöhnt, aber eine solch lange tägliche Abschaltung des Trinkwassers stellt eine neue Herausforderung dar. Ab nächstem Montag soll die Gemeinde durch Tankwagen mit Wasser versorgt werden. Doch diese Lösung bringt ihre eigenen Probleme mit sich. Die Gemeinde muss für die Lieferung bezahlen, was die finanzielle Belastung erhöht. Schon 2021 mussten ähnliche Maßnahmen ergriffen werden, damals wurde das Wasser jedoch kostenlos bereitgestellt. Der Bürgermeister, Alain Laborde, erinnert sich: „Allein für den Transport haben wir 2021 fast 20.000 Euro ausgegeben.“ Diesmal sind die Mittel sehr knapp und die Gemeinde ist auf die Solidarität ihrer Bürger angewiesen, um Wasser zu sparen. Doch wie effektiv kann das sein?

    Tourismus im Strudel der Trockenheit

    Die Wassereinschränkungen treffen die Gemeinde zu einer denkbar ungünstigen Zeit – mitten in der Touristensaison. Alexis Pranovi, Inhaber des Cafés Prano, befürchtet das Schlimmste: „Wir haben kein Wasser für die sanitären Anlagen zur Verfügung und riskieren, schließen zu müssen,“ erklärt er. Trotz zahlreicher Reservierungen für die kommenden Abende sieht er keine finanzielle Entschädigung in Sicht, da Versicherungen den Ausfall wegen Wassermangel nicht abdecken.

    Jean Robinson, der fünf gehobene Gästezimmer im Dorf betreibt, ist ebenfalls verzweifelt. „Wir wurden erst im letzten Moment informiert“, beklagt er. „Wenn alle meine Kunden absagen, verliere ich täglich 520 Euro.“ Eine bittere Pille für alle, die sich auf den Tourismus als Einkommensquelle verlassen.

    Was nun?

    Wie soll eine kleine Gemeinde wie Durban-Corbières mit dieser Krise umgehen? Können Tankwagen wirklich die Lösung sein? Die Kosten sind hoch und die Belastung für die Gemeindekasse immens. Die Einwohner sind aufgerufen, Wasser zu sparen – aber reicht das? Es scheint, als würde eine langfristige Lösung benötigt, um solche Situationen in Zukunft zu vermeiden.

    Die Trockenheit in der Region ist kein neues Phänomen, doch ihre Intensität und Häufigkeit nehmen zu. Ein Zusammenspiel von Klimawandel, steigenden Temperaturen und unvorhersehbaren Wetterbedingungen verschärft die Lage. Durban-Corbières steht beispielhaft für viele kleine Gemeinden, die mit ähnlichen Problemen konfrontiert sind.

    Zukunftsperspektiven

    Langfristig müssen Lösungen her, die über das bloße Reagieren hinausgehen. Innovative Bewässerungstechniken, nachhaltiger Umgang mit Wasserressourcen und vielleicht sogar infrastrukturelle Anpassungen könnten Wege sein, um solche Krisen zu bewältigen. Doch das erfordert Zeit, Geld und vor allem politische Entschlossenheit.

    Durban-Corbières zeigt uns, wie fragil unsere Wasserversorgung ist – und wie abhängig wir von einer Ressource sind, die wir oft als selbstverständlich ansehen. Es stellt sich die Frage: Wie viele Dörfer müssen noch dursten, bevor wir ernsthaft handeln?

  • Hitzewelle in der Provence: Erste Dürre-Warnung des Sommers

    Hitzewelle in der Provence: Erste Dürre-Warnung des Sommers

    Die erste Dürre-Warnung des Sommers in der Provence erfolgte am Freitag, dem 5. Juli. Privatpersonen und Golfplätze müssen ihren Wasserverbrauch reduzieren.

    In Aix-en-Provence (Bouches-du-Rhône) sind der Fluss Arc und seine Nebenflüsse zwar noch nicht ausgetrocknet, aber sie zeigen bereits erste Anzeichen von Trockenheit. Aus diesem Grund hat die Präfektur zum ersten Mal in diesem Sommer eine Dürre-Warnung ausgegeben. Golfplätze im Pays d’Aix dürfen tagsüber nicht mehr bewässern und müssen ihren Wasserverbrauch insgesamt senken. Auf einem 60 Hektar großen Golfplatz, davon 25 Hektar Rasen, werden Wasserlecks entlang des Kurses genau beobachtet. Die Einschränkungen werden eingehalten, doch die Warnung kam für den Besitzer überraschend.

    Betroffene Gemeinden

    Für Privatpersonen gelten ebenfalls strikte Regeln: Gartenbewässerung, das Befüllen von Pools und Autowäsche sind jetzt verboten. Diese Maßnahmen werden von den Bewohnern in der Regel gut akzeptiert. Insgesamt sind 27 Gemeinden, darunter Aix-en-Provence, von dieser ersten Warnung der Saison betroffen. Die Präfektur ruft zur Vorsicht auf, da ein heißer und trockener Hochsommer 2024 erwartet wird.

    Wasser ist Leben: Warum Vorsicht geboten ist

    Wasser ist in vielen Regionen der Provence ein kostbares Gut. Die Flüsse und Bäche, die diese Landschaft versorgen, sind nicht nur wichtige Lebensadern für Flora und Fauna, sondern auch für die Landwirtschaft und den Tourismus von entscheidender Bedeutung. In den letzten Jahren haben wir erlebt, wie die Auswirkungen des Klimawandels diese Balance zunehmend stören – extreme Trockenheit und Wasserknappheit sind längst keine Seltenheit mehr.

    Einschränkungen im Wasserverbrauch sind daher nicht nur eine vorübergehende Maßnahme, sondern ein notwendiger Schritt, um die vorhandenen Ressourcen zu schützen. Die diesjährige Warnung mag überraschend kommen, doch sie spiegelt eine Realität wider, der wir uns alle stellen müssen: Wasser ist kostbar, und jeder Tropfen zählt.

    Überraschung und Anpassung

    Für viele Golfplatzbesitzer, wie den oben genannten in Aix-en-Provence, kam die Warnung unerwartet. Ein 60 Hektar großer Platz erfordert eine sorgfältige Planung und Anpassung, um den Wasserverbrauch zu reduzieren und dennoch den Rasen in gutem Zustand zu halten. Das Aufspüren von Wasserlecks ist dabei nur ein Teil der Lösung. Es bedarf kreativer Ansätze und Innovationen, um die Herausforderungen einer solchen Dürre zu meistern.

    Aber wie steht es mit den Bürgern? Sind sie bereit, ihre Gewohnheiten zu ändern? Der Verzicht auf das tägliche Bewässern des Gartens oder das Füllen des Pools mag zunächst als lästige Pflicht erscheinen, doch viele erkennen die Notwendigkeit dahinter. Der Gemeinschaftssinn und das Bewusstsein für die Umwelt haben in den letzten Jahren zugenommen. Die Bewohner der betroffenen Gemeinden verstehen, dass ihre individuellen Handlungen einen Unterschied machen können.

    Der Ausblick auf einen heißen Sommer

    Was erwartet uns in den kommenden Monaten? Die Prognosen für den Sommer 2024 sehen nicht gerade rosig aus: noch heißer und trockener als die Jahre zuvor. Das bedeutet, dass die jetzigen Maßnahmen möglicherweise nur der Anfang sind. Weitere Einschränkungen könnten folgen, wenn die Temperaturen steigen und die Wasserreserven weiter schwinden.

    Hier stellt sich die Frage: Wie können wir uns langfristig auf solche extremen Bedingungen vorbereiten? Innovative Technologien und nachhaltige Praktiken im Wasserverbrauch sind ein Ansatz. Gleichzeitig ist es wichtig, das Bewusstsein für die Bedeutung von Wasser zu schärfen – nicht nur in trockenen Regionen wie der Provence, sondern weltweit.

    Gemeinschaft und Verantwortung

    Es liegt in unserer gemeinsamen Verantwortung, auf die Natur zu achten und sorgsam mit unseren Ressourcen umzugehen. Die Dürre-Warnung in der Provence ist ein deutliches Signal, dass wir alle gefordert sind. Jeder kann einen Beitrag leisten, sei es durch das Sparen von Wasser im Haushalt, die Nutzung wassersparender Geräte oder das Bewusstsein für den eigenen ökologischen Fußabdruck.

    Die Herausforderungen mögen groß erscheinen, doch sie sind nicht unüberwindbar. Mit einem bewussten Umgang und gemeinschaftlichem Engagement können wir den Auswirkungen der Trockenheit begegnen und eine nachhaltigere Zukunft gestalten.

    Die erste Dürre-Warnung des Sommers in der Provence ist eine Mahnung, unsere Beziehung zu Wasser zu überdenken und nachhaltiger zu handeln. Von den Golfplätzen bis zu den Gärten der Privatpersonen – jede Maßnahme zählt. Ein heißer und trockener Sommer steht bevor, aber gemeinsam kann man Lösungen finden und verantwortungsbewusst handeln.

  • Regenschauer als Segen: Hoffnungsschimmer für die Pyrénées-Orientales

    Regenschauer als Segen: Hoffnungsschimmer für die Pyrénées-Orientales

    Nach einer beunruhigend langen Dürreperiode erlebten die Pyrénées-Orientales jetzt eine willkommene Abwechslung – endlich Regen. Das Departement, das als das trockenste Frankreichs gilt, atmet auf.

    Ersehnter Niederschlag
    In Perpignan griff man erleichtert zu Regenjacken und Schirmen. „Dieser Regen bringt uns all das, was wir seit mehr als zwei Jahren ersehnt haben“, erklärte ein Passant erleichtert. Seit dem Frühjahr 2022 blickten die Bewohner auf ausgetrocknete Flussbetten und rissige Böden, aus denen jede Feuchtigkeit mit dem Ende des Winters verschwunden war.

    Zukünftige Wasserbeschränkungen?
    Diese Dürre, ein extremes Klimaereignis, hat das gesamte landwirtschaftliche System der Region empfindlich getroffen. Fruchtproduzenten können zumindest für einige Tage ihre Bewässerung etwas einschränken. Doch selbst nach den reichlichen Niederschlägen der letzten Tage konnten die Grundwasserreserven des Departements nicht ausreichend aufgefüllt werden, und die Pyrénées-Orientales stehen möglicherweise vor einem weiteren Sommer mit Wasserverbrauchsbeschränkungen.

    Kann dieser Regen wirklich die drohende Krise abwenden? Oder ist es nur ein Tropfen auf den heißen Stein in einem anhaltenden Kampf gegen die Naturgewalten? Es bleibt spannend, wie sich die Situation entwickelt. Denn Wasser ist Leben – und jeder Tropfen zählt.

  • Gartenarbeit: Wie bereitet man sich auf Dürreperioden vor?

    Gartenarbeit: Wie bereitet man sich auf Dürreperioden vor?

    Dürreperioden werden immer häufiger, daher ist es wichtig, sich frühzeitig darauf vorzubereiten, um die verheerenden Auswirkungen auf den Garten zu minimieren. Hier sind einige wesentliche Strategien, wie Sie Ihren Garten schützen und welche Materialien am besten geeignet sind, um Böden und Pflanzen vor der sengenden Sonne zu bewahren. Pflanzenauswahl Die Wahl der richtigen Pflanzen ist […]

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Pyrenäen: Schneefall diesen Winter so gering wie seit 24 Jahren nicht mehr

    Pyrenäen: Schneefall diesen Winter so gering wie seit 24 Jahren nicht mehr

    Der Schneemangel bereitet Sorgen. In den Pyrenäen wurde eine kritische Schwelle erreicht. Experten schätzen, dass es seit 24 Jahren noch nie so wenig Schnee gegeben hat.

    Mitten im Februar weht ein Hauch von Frühling durch die Pyrenäen. Der Schnee ist knapp und die Gipfel der Berge werden grün. Das Ausmaß dieses Phänomens wird einem erst bewusst, wenn man in die Höhe steigt. In der gesamten Gebirgskette hat die Schneedecke zwischen 2021 und heute deutlich abgenommen. Wenn man auf das Departement Ariège schaut, ist der Schnee in nur einem Jahr fast ganz verschwunden.

    In Font-Romeu, (Departement Pyrénées-Orientales) zeichnen sich nur die Pisten von der ansonsten grünen Landschaft ab, die von Schneekanonen beschneit werden. „Es beginnt ein wenig zu schmelzen, aber letztendlich gibt es noch genug Schnee, um einigermaßen Ski zu fahren und die Bedingungen sind gut, es gibt Sonne“, meint eine Touristin auf dem Sender France 2. Mehrere Skigebiete waren in diesem Jahr bereits gezwungen, zu schließen.

    In den Pyrenäen hat es seit 24 Jahren nicht mehr so wenig geschneit. Dies könnte schwerwiegende Folgen wie eine starke Dürre im Sommer haben. Der Schnee ist eine wichtige Wasserreserve, die im Frühjahr die Flüsse und das Grundwasser speist.

  • Dürre in Katalonien: Spanische Behörden rufen den Notstand aus

    Dürre in Katalonien: Spanische Behörden rufen den Notstand aus

    Die katalanischen Behörden sehen sich gezwungen, Maßnahmen zur Bekämpfung der Dürre in der spanischen Provinz zu ergreifen. Sechs Millionen Menschen dürfen ab sofort nicht mehr als 200 Liter Wasser pro Tag und Person verbrauchen.

    In Katalonien steht eine Kirche aus dem 11. Jahrhundert in einem Stausee normalerweise zu zwei Dritteln unter Wasser. Aufgrund der Dürre steht sie wieder vollständig auf dem Trockenen. Da es seit vielen Monaten nicht mehr geregnet hat, wurde in Katalonien die Alarmschwelle für alle Trinkwasserreserven überschritten. Eines der Reservoirs versorgt die 100.000 Einwohner der Stadt Girona mit Trinkwasser. „Ich selbst habe den Stausee zum ersten Mal so gesehen, so leer, das ist traurig“, sagt ein Einwohner auf dem Sender France 2.

    Um dieser historischen Krise zu begegnen, verhängten die katalanischen Behörden jetzt den Wasser-Notstand: Sechs Millionen Einwohner wurden aufgefordert, nicht mehr als 200 Liter Wasser pro Tag und Person zu verbrauchen, was dem Äquivalent von drei Duschen entspricht. Zum ersten Mal dürfen Hotels und Campingplätze, von denen es an der Costa Brava sehr viele gibt, ihre Schwimmbäder nicht füllen und auch nicht mehr nachfüllen. Auch der Industriesektor muss seinen Verbrauch um 25 % senken, doch am stärksten betroffen sind die Landwirte.

    Ein Schafzüchter tränkt seine Schafe weiterhin wie gewohnt, aber das Gesetz schreibt ihm theoretisch vor, die Wassermenge, die er ihnen täglich gibt, um 50 % zu reduzieren. „Wenn ich ihre Ration um die Hälfte reduziere, ist das Tierquälerei, ich kann das nicht tun, das ist unmöglich“, sagt der ratlose Landwirt. Die Behörden haben Kontrollen und Geldstrafen für Privatpersonen und Gemeinden angekündigt, die sich nicht an diese Einschränkungen halten. Sollte es in den kommenden Wochen weiterhin nicht regnen, könnte es zu noch strikteren Wassersperren kommen.

  • Dürre in den östlichen Pyrenäen: Das hat man in der Geschichte Frankreichs noch nie gesehen

    Dürre in den östlichen Pyrenäen: Das hat man in der Geschichte Frankreichs noch nie gesehen

    Auch wenn man nicht von „Wüstenbildung“ sprechen kann, haben wir „eindeutig ein Dürre-Problem“, erklärt Emma Haziza, Expertin für die Anpassung an den Klimawandel.

    In den östlichen Pyrenäen „erleben wir eine Reihe von historischen Rekorden, die wir in der Geschichte Frankreichs noch nie gesehen haben“ und „die sich noch weiter verschärfen“, stellt Emma Haziza, Hydrologin und Spezialistin für die Anpassung an den Klimawandel sowie Präsidentin und Gründerin des Forschungszentrums Mayane, am Freitag, dem 26. Januar, im Gespräch mit dem Sender Franceinfo fest.

    Im Departement Pyrénées-Orientales wurden auch am vergangenen Donnerstag mehrere Temperaturrekorde über den Tag verteilt gebrochen: 25,6 Grad in Vivès gegenüber 23,9 Grad beim letzten Rekord, 25,1 Grad in Saint-Paul-de-Fenouillet gegenüber 21,1 Grad. „Wenn man sich umschaut, sind die Pyrénées-Orientales ein Gebiet, das sich in einer Kippphase befindet“ mit einem chronischen Regenmangel seit 2017, akzentuiert durch überdurchschnittlich hohe Temperaturen.

    „Man hat den Eindruck, dass dieses Gebiet seit nunmehr acht Jahren von den Regenfällen vergessen wurde“, sagt die Klima-Expertin Emma Haziza, diese außergewöhnliche Situation führt dazu, dass sich die Region in einem Zustand befindet, den man so noch nie gesehen habe. In den östlichen Pyrenäen kann man „noch nicht vollständig“ von Wüstenbildung sprechen, aber es handelt sich „eindeutig um ein semiarides Gebiet“.

    „Es wird energiepolitische Konsequenzen geben“, prognostiziert die Wissenschaftlerin, „da die Wasserfrage in erster Linie eine Frage der Energiegewinnung ist“, und nennt als Beispiel Staudämme in Portugal, die in dieser Zeit zu 90% gefüllt sein sollten jedoch nur zu 6% gefüllt sind. Die Folgen betreffen auch die Landwirtschaft, in einem Gebiet mit viel Obstanbau und man sehe sich in einer „Konfrontation zwischen den Akteuren des Tourismus und den Landwirten“.

    „Im letzten Sommer waren wir am Rande des Abgrunds“, erinnert sich Emma Haziza, „wir hatten Bohrungen, in denen noch 10 cm Wasser standen, wir hatten kein Trinkwasser mehr für die Einwohner. Wenn ich also sage, dass es knapp wurde, meine ich, dass wir eine Krisensituation erlebt haben, die zu einer globalen Blockade hätte führen können. Und wenn man kein Trinkwasser mehr hat, wird ein Gebiet unbewohnbar. An dieser Grenze sind wir angelangt“.

  • Spanien: Katalonien von historischer Dürre betroffen

    Spanien: Katalonien von historischer Dürre betroffen

    Katalonien leidet seit drei Jahren unter der schlimmsten Dürre seit Beginn der Aufzeichnungen, und die Bewohner bereiten sich auf erhebliche Wassereinschränkungen vor. Das Ausbleiben von Niederschlägen in der Region ist äußerst besorgniserregend.

    Seit drei Jahren regnet es in Vallirana (Katalonien) nur sehr wenig. Diese historische Dürre führte dazu, dass die Gemeinde mit etwa 16.000 Einwohnern vor zwei Monaten den Notstand ausrief. Aufgrund der verhängten Wasserbeschränkungen sind die Anwohner auf Tanklastwagen angewiesen, um sich mit Wasser zu versorgen. Das Auffüllen ihrer Wasserbehälter ist zu einer Notwendigkeit geworden, um ein normales Leben führen zu können. „Wir können nicht spülen oder unsere Wäsche waschen“, bezeugt ein Anwohner gegenüber dem französischen TV-Sender Franceinfo.

    Grundwasserspiegel im roten Bereich
    Nach einem heißen Sommer und einem ungewöhnlich trockenen Winteranfang befinden sich die Grundwasserstände in Katalonien im tiefroten Bereich. „Wir hatten drei Jahre mit sehr unterdurchschnittlichen Niederschlägen“, erklärt Eva Martínez Morales, Bürgermeisterin von Vallirana. Das Ausbleiben des Regens ist vor allem in den Wäldern gut sichtbar. Die Stauseen, die Katalonien mit Wasser versorgen, weisen allesamt sehr niedrige Pegelstände auf.

  • Grundwassersituation in Frankreich bessert sich – aber große Sorge herrscht im Mittelmeerraum

    Grundwassersituation in Frankreich bessert sich – aber große Sorge herrscht im Mittelmeerraum

    Laut dem Bureau de recherches géologiques et minières (BRGM) liegt die Mehrheit der Grundwasserspiegel in Frankreich derzeit über den normalen Werten der Saison. Die Behörde ist aber besorgt über die Situation im Mittelmeerraum.

    Der Grundwasserspiegel steigt in ganz Frankreich wieder an. Das geht aus dem Lagebericht hervor, den das Bureau de recherches géologiques et minières (BRGM) am Mittwoch, dem 17. Januar, veröffentlicht hat: In den letzten Wochen hat sich die Situation des Grundwassers im Land insgesamt stark verbessert, vor allem dank der Regenfälle im November und Dezember. „Die Situation verbessert sich weiter: 56% der Pegel liegen im Dezember über den monatlichen Normalwerten“, beschreibt das BRGM die derzeitige Lage.

    Die Situation ist wesentlich entspannter als vor einem Jahr, als 72% der Pegel unter den Normalwerten lagen. „Das lässt auf zufriedenstellende Pegelstände am Ende des Winters in einem großen Teil des Landes hoffen“, so das BRGM, das damit nach einem von Trockenheit geprägten Jahr 2023 einen Hauch von Optimismus vermittelt.

    Heikle Situation im Mittelmeerraum
    Die Überwachungsbehörde sieht jedoch Probleme in Bezug auf die Grundwasservorkommen im Mittelmeerraum, insbesondere im Roussillon, wo die Grundwasserstände weiterhin besonders niedrig sind.

    „Die Wiederauffüllung der Grundwasservorkommen in der Roussillon-Ebene und im Corbières-Massiv scheint noch nicht begonnen zu haben“, so das BRGM: „Die Situation muss besonders im Mittelmeerraum überwacht werden, da die Grundwasservorkommen durch eine starke Niedrigwasserperiode und das Fehlen nennenswerter Wiederauffüllungsepisoden geschwächt sind“. Das BRGM hält es insbesondere für „schwer vorstellbar, dass die Grundwasserreserven im Roussillon bis zum Frühjahr wieder aufgefüllt werden oder sogar überdurchschnittliche Pegelstände erreicht werden“.

    Nach einem Jahr, das von einer historischen Dürre in der Region Pyrénées-Orientales geprägt war, ist diese Situation nicht wirklich überraschend. Das Departement Pyrénées-Orientales war 2023 von zahlreichen Einschränkungen der Wassernutzung betroffen. Im Jahr 2023 war die Niederschlagsmenge dort auf dem niedrigsten Stand seit 1929. Auch derzeit hält das Niederschlagsdefizit an, obwohl es sich beim Winter um die Zeit der Grundwasserauffüllung handeln sollte.

    Auf nationaler Ebene liegen derzeit noch 36% der Grundwasserreservoirs unter den monatlichen Normalwerten. 8% der Grundwasserspiegel lagen innerhalb der Norm und 56% liegen über der Norm.