Schlagwort: Dürre und Hitze

  • Dürre: Im Departement Ain retten Fischer die Fische aus einem ausgetrockneten Fluss

    Dürre: Im Departement Ain retten Fischer die Fische aus einem ausgetrockneten Fluss

    Die Hitzewelle der letzten Tage hat die Dürre insbesondere im Departement Ain noch weiter verschärft. In der Nähe von Bourg-en-Bresse starteten Fischer jetzt Rettungsaktionen, um die Fische zu bergen.

    Der Fluss is nur noch eine Kieswüste. Das Wasser ist an vielen Stellen vollständig verschwunden. Das wenige Wasser, das noch fliesst, wird immer schwächer und versickert schließlich in der Erde. Aus den wenigen Tümpeln, die noch übrig sind, müssen die noch vorhandenen Fische gerettet werden. Die hohe Wassertemperatur macht es nicht besser. Ab 18 °C schränkt die Forelle ihre Aktivität stark ein und nimmt keine Nahrung mehr zu sich.

    Ohne die Rettungsaktion wäre die Fischpopulation gefährdet. „Der Sommer 2022 hat bereits geschadet, die Wassermengen haben auch im vergangenen Winter keine zufriedenstellende Wiederbesiedlung des Flusses ermöglicht, also bleibt nur noch ein bisschen was zu retten“, erläuterte Pierre Bompard, Direktor des Fischereiverbands des Departements Ain auf dem Sender France 3. Die geretteten Fische werden dann weiter oben, näher an der Quelle des Flusses in kühlerem Wasser wieder ausgesetzt.

  • Ungewöhnliche Dürre in Spanien: Welche Folgen hat das für Frankreich?

    Ungewöhnliche Dürre in Spanien: Welche Folgen hat das für Frankreich?

    Spanien wird in diesem April von einer ungewöhnlich frühen Dürre heimgesucht, die für Verluste bei den Ressourcen des Landes verantwortlich ist. Das kann Folgen auch für Frankreich haben.

    In diesem April wurde Spanien von einer frühen Dürre mit Temperaturen von bis zu 40 Grad heimgesucht, die zahlreiche wirtschaftliche und ernährungswirtschaftliche Folgen für das Land mit sich brachte. Die Iberische Halbinsel leidet unter den Auswirkungen der globalen Erwärmung durch „die Zufuhr warmer Luft aus dem Maghreb, die eine Verschiebung des Klimasystems und einen Treibhauseffekt verursacht“, erklärt der Klimatologe Alain Mazaud gegenüber La Dépêche du Midi. Diese warmen Winde, die hauptsächlich aus der Sahara kommen, könnten seiner Meinung nach „nach Frankreich aufsteigen“. Abgesehen von den zu erwartenden klimatischen Folgen, welche Auswirkungen könnte diese Hitzewelle auf die französische Wirtschaft haben?

    Karte mit den am stärksten von Trockenheit betroffenen spanischen Regionen Staatliche spanische Wetteragentur.

    Höhere Nachfrage nach französischen Produkten
    Als Folge des bereits erlittenen und noch zu erwartenden Niederschlagsdefizits wird Spanien „die Produktion von Regenfeldfrüchten, insbesondere Wintergetreide, erheblich reduzieren“, wird Sergio Vicente-Serrano, Forscher am Pyrenäeninstitut für Ökologie in Saragossa, von Euronews zitiert. Spanien wird also Getreide importieren müssen und dieses mehr als bisher in Frankreich einkaufen, um den entstandenen Mangel zu beheben.

    Französischer Mais, aber auch ukrainischer Mais sind übliche Importquellen für Spanien. Werden die französischen Erzeuger dadurch mehr verdienen können? Nichts ist weniger sicher, denn die Folgen der allmählich auch in Frankreich einsetzenden Dürre könnten die spanischen Maiseinkäufer bald dazu zwingen, sich auf der Suche nach ausreichenden Mengen nach Lateinamerika zu wenden. Die spanische Regierung lockerte daher bereits Mitte März die Einfuhrbestimmungen für argentinischen und brasilianischen Mais zur Verwendung als Tierfutter.

    Wird Obst und Gemüse teurer?
    Spanien steht auch vor wachsenden Problemen bei seinen Exporten. Der größte Olivenöl-Produzent, könnte wegen der anhaltenden Trockenheit bald einen 70% geringeren Ertrag erwirtschaften. Bisher produzierte Spanien etwa 1 Million Tonnen Oliven pro Jahr, vor allem in Andalusien. Auch die Produktion von iberischem Schinken wird zurückgehen, da sein Trocknungsprozess Wasser benötigt. Auch hier wird der Export sinken.

    Bei Obst und Gemüse ist Spanien bisher der größte Produzent in Europa. Die Folgen der Dürre könnten hier zwar unter Kontrolle gehalten werden, da in Spanien die Produktion in Gewächshäusern weit verbreitet ist. Experten geht davon aus, dass es bei de spanischen Agrarprodukten nicht sofort zu Engpässen kommen wird, aber die Preise werden steigen.

    Weniger Ressourcen für französische Fischer
    Aufgrund der Dürre verdunstet das Wasser in Stauseen, das Grundwasser regeneriert sich nicht schnell genug und die Wasserstände sind niedrig. Um dem entgegenzuwirken, sieht sich Spanien gezwungen, immer mehr Meerwasser zu entsalzen. Die Entsalzungsanlagen stören jedoch das Ökosystem der Küste, auch der benachbarten französischen Küste.

    Die Freisetzung von Salzlauge sowie die durch den Prozess der Entsalzung verursachte Erwärmung des Wassers wirken sich auf die Fischerei. Die Folge: Französische, aber auch marokkanische und italienische Fischer sehen ihre Fänge zurück gehen.

    Auch der Tourismus leidet unter den Hitzewellen
    Die spanische Regierung denkt über restriktive Maßnahmen in Bezug auf den Wasserverbrauch nach. Aus Angst vor Wasserknappheit und einem heißen Sommer könnten ausländische Touristen, insbesondere Franzosen, von einer Reise nach Spanien in diesem Jahr absehen. Sie werden möglicherweise in gemäßigtere Gebiete reisen.
    Angesichts der Gefahr eines Einbruchs des Tourismusgeschäfts haben sich die Behörden die Einführung eines „Trockentourismus“ ausgedacht. Hierbei geht es beispielsweise darum, dass bisher unter Wasser versunkene Bauwerke wie die Kirche Sant Romà de Sau in Katalonien zur Besichtigung freigegeben werden…

  • Spanien wird in dieser Woche mit einer historischen Hitzewelle konfrontiert

    Spanien wird in dieser Woche mit einer historischen Hitzewelle konfrontiert

    Spanien soll eine Woche mit ungewöhnlich hohen Temperaturen erleben, wobei in einigen Teilen des Landes das Thermometer auf bis zu 40 Grad steigen wird. Die Hitze kommt zu einem großen Mangel an winterlichen Niederschlägen hinzu.

    Spanien steht eine Woche mit Temperaturen bevor, die weit über dem Durchschnitt der Saison liegen. Der Höhepunkt der Hitze wird für Dienstag, den 25. April erwartet, mit „sehr ungewöhnlichen Rekorden für diese Zeit“, wie die nationale Wetterbehörde Spaniens auf Twitter erklärte:

    „Die diese Woche erwarteten Temperaturen sind typisch für eine letzte Juniwoche und liegen im größten Teil Spaniens zwischen 6 und 10 ºC über den normalen Werten der Saison.“

    Katalonien und Andalusien unter Beobachtung
    Die für Mittwoch, den 26., Donnerstag, den 27. und Freitag, den 28. erwarteten Temperaturen liegen im Bereich von 10 % der wärmsten Temperaturen, die jemals an diesen Tagen gemessen wurden. Sie werden in mehreren Regionen über 35 Grad liegen und Spitzenwerte von 38 Grad werden erwartet. Ein fast völliges Fehlen von Niederschlägen lässt befürchten, dass die in Teilen Spaniens und Kataloniens bereits vorherrschende Trockenheit noch verstärkt wird.

    Die Lage in Andalusien ist besonders besorgniserregend, da die Temperaturen dort diese Woche die 40-Grad-Marke überschreiten könnten.

    Der März 2023 war bereits historisch warm und trocken
    Im vergangenen Monat hatte die Nationale Meteorologische Agentur Spaniens bekannt gegeben, dass „der März 2023 der zweitwärmste und zweittrockenste März des 21. Jahrhunderts in Spanien war. […] Es herrschten überdurchschnittlich hohe Temperaturen vor und es regnete nur selten“.

  • Spanien: Notstand angesichts von Dürre und Bränden

    Spanien: Notstand angesichts von Dürre und Bränden

    Im März 2023 wird Spanien bereits von einer gewaltigen Dürreperiode und heftigen Bränden heimgesucht. Für den Premierminister ist dies ein weiterer Beweis für die Dringlichkeit des Klimaschutzes. 

    Ein gigantisches, noch immer außer Kontrolle befindliches Feuer-Inferno verschlingt Teile Südspaniens in der Provinz Castellón. Es handelt sich um ein typisches Sommer-Feuer. Aber wir befinden uns mitten im März. 3.000 Hektar sind bereits von den Flammen zerstört worden. Knapp 500 Feuerwehrleute und etwa 20 Wasserbomber versuchen den riesigen Brand zu kämpfen, aber das sind nur Tropfen auf den heißen Stein angesichts der immensen Größe des Feuers. Das Feuer brach vorgestern, am 23. März, in der Nähe der Region Valencia aus.

    Anhaltende Trockenheit
    Angefacht durch starke Winde und eine Temperatur von fast 35 °C, überquerte das Feuer die Straßen und bedroht die Städte. 1.500 Einwohner mussten bereits evakuiert werden. Dies ist der erste große Brand des Jahres und eine Folge der dramatischen Dürre in Südspanien, die seit mehreren Monaten andauert. Es zeichnen sich wüstenartige Landschaften ab. In Katalonien hat ein ausgetrockneter See die eine Kirche und mehrere Häuser wieder vollständig zum Vorschein gebracht, von denen früher in trockenen Jahren nur der Glockenturm zu sehen war.

  • Dürre: 28.000 Einwohner des Departements Var müssen Wasserverbrauch einschränken

    Dürre: 28.000 Einwohner des Departements Var müssen Wasserverbrauch einschränken

    Seit drei Wochen dürfen die Einwohner des Gemeindeverbands Fayence nicht mehr als 100 Liter Wasser pro Tag und Haushalt verbrauchen.

    Der Winter kommt, aber die Dürre ist immer noch da. Im Departement Var werden die Erlasse von acht Bürgermeistern des Gemeindeverbands Fayence, die den Wasserverbrauch von Privatpersonen auf 100 Liter pro Tag und Haushalt beschränken, wahrscheinlich erst in einigen Wochen wieder aufgehoben. Der Grund dafür ist der Grundwasserspiegel und der See von Saint-Cassien, eine der wichtigsten Wasserreserven für die umliegenden Gemeinden.

    Diese drastischen Wassereinschränkungen verändern den Alltag von rund 28.000 Einwohnern, wie Diane, die in Seillans, einer der betroffenen Gemeinden, wohnt. Innerhalb einer Woche hat sich ihr Leben stark verändert, angefangen damit, dass „ständig eine Schüssel in der Spüle steht, um das Wasser aufzufangen, wenn wir den Salat waschen“, erklärt sie gegenüber Franceinfo. „Die Toilettenspülung ist das Gleiche, man zieht sie nicht jedes Mal. Man wäscht sich wie früher, mit einem Handschuh und nur die wichtigsten Teile. Und dann war’s das. Alles ist kompliziert.“

    Nur zwei Überschreitungen festgestellt

    René Ugo, der Bürgermeister von Seillans, ist sich der Anstrengungen, die von seinen Mitbürgern verlangt werden, durchaus bewusst. „Alle haben sich einbezogen und betroffen gefühlt“, lobt der Politiker. „Das ist letztlich der Sinn des Teilens. Und das haben, glaube ich, alle Bürger des Pays de Fayence verstanden.“

    Bisher wurden nur zwei Nutzer mit einer Geldstrafe von 350 Euro belegt. Im Wiederholungsfall wird bei jeder festgestellten Überschreitung eine Gebühr von 1.500 Euro fällig. Dies dürfte auch die Verweigerer der Massnahmen abschrecken.

  • Dürre: Seen und Flüsse trocknen aus – Frankreich in höchster Alarmbereitschaft

    Dürre: Seen und Flüsse trocknen aus – Frankreich in höchster Alarmbereitschaft

    Frankreich erlebte diesen Sommer eine historische Dürre. Die Tatsache, dass die Trockenheit auch im Herbst anhält, beunruhigt alle Spezialisten. In einer Zeit, in der neue Studien eine unerwartet starke Erwärmung vorhersagen, wird Wasser, seine Erhaltung und seine Aufteilung zu einer großen Herausforderung. Die milden Temperaturen in diesem Herbst sind wie eine Verlängerung des Sommers. Sie verlängern aber auch die historische extreme Trockenheit, die im Juli und August in Frankreich herrschte, so dass die Wassersituation zu Ende des Jahres besonders besorgniserregend ist. Laut einer Bilanz von Météo-France kam es in diesem Jahr zu einer „historischen Trockenheit der Böden“. „Der Feuchtigkeitsindex der Böden war in diesem Sommer im gesamten Land defizitär. Die Böden trockneten deutlich aus und wurden oft sehr trocken bis extrem trocken. Ende Juli erreichten sie in den Regionen PACA, Korsika, Okzitanien, Auvergne-Rhône-Alpes, Nouvelle-Aquitaine und im Grand Est historische Trockenrekord…

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  • Météo France: Dürre und Trockenheit in Südfrankreich nehmen zu

    Météo France: Dürre und Trockenheit in Südfrankreich nehmen zu

    In Okzitanien handelt es sich um „die grösste Trockenheit, die zu dieser Jahreszeit seit 1958 gemessen wurde“, meldet Meteo France am Freitag.

    Die Sorge wird immer grösser. Während der Sommer mit einem Rekord-Oktober in Bezug auf die hohen Temperaturen in Frankreich in die Verlängerung geht, setzt sich die historische Dürre im Land fort und verschlimmert sich sogar im Süden, wie Météo France am Freitag, dem 28. Oktober, bekannt gab.

    „Der Oktober 2022 dürfte in Frankreich der wärmste Oktober seit Beginn der Messungen im Jahr 1945 sein, mit einer Durchschnittstemperatur, die im gesamten Monat um oder sogar über 17 °C (3 bis 4 °C über dem Normalwert) liegen dürfte“, bestätigte Météo France am Freitag.

    Zu wenige Niederschläge
    Neben einer für die Jahreszeit ungewöhnlich hohen Temperatur waren die Niederschläge „im größten Teil des Landes weniger häufig als üblich, im Durchschnitt bis heute um mehr als 30% zu niedrig“. Das Regen-Defizit auf einer Achse vom Baskenland bis zur Region PACA und Korsika beträgt mehr als 70%, so Météo France in einer Pressemitteilung.

    Ergebnis: Die Sommertrockenheit bleibt nicht nur bestehen, sondern verschlimmert sich sogar in mehreren Regionen. So sind die Böden „in Auvergne-Rhône-Alpes und der Normandie etwas trockener als normal“, während in den Regionen Nouvelle-Aquitaine und Okzitanien die Trockenheit „einem Zustand entspricht, der normalerweise im Hochsommer beobachtet wird“. „In Okzitanien handelt es sich um die grösste Trockenheit, die zu dieser Jahreszeit seit 1958 je gemessen wurde“.

    In den Regionen Burgund-Franche-Comté, Bretagne, Centre-Val-de-Loire, Grand-Est und Île-de-France erreichten die Böden jedoch „wieder einen für diese Jahreszeit normalen Zustand“. Am Donnerstag berichtete das Ministerium für den ökologischen Übergang, dass in 78 Departements noch Einschränkungen für die Wassernutzung gelten.

  • In französischen Städten sterben Bäume wegen der Sommerhitze

    In französischen Städten sterben Bäume wegen der Sommerhitze

    Die Trockenheit und die Hitzewellen des Sommers haben die Bäume in vielen Städten Frankreichs geschwächt. Es gibt verschiedene Lösungen, um den Schaden zu begrenzen und die Bäume so weit wie möglich zu erhalten.

    In der Stadt stellen Bäume, Mikrowälder und Haine wichtige Kühlinseln dar, die gegen die Hitze helfen. Die verschiedenen Hitzewellen des Sommers haben sie jedoch geschwächt. „Es gibt dort einen 10 mm großen Riss, man sieht deutlich, dass das auf die Trockenheit zurückzuführen ist“, erklärt Pascal Gueguen, Leiter der Grünflächenverwaltung in Eu (Seine-Maritime) auf dem Sender France 3.

    Pflanzen und Bäume werden durch den Klimawandel geschwächt
    Geschwächte Bäume können leichter von Insekten und Pilzen besiedelt werden. Einige Bäume, die gefährlich schwach geworden sind, müssen gefällt werden. Anstelle jedes gefällten Baumes muss wieder ein neuer angepflanzt werden. Der Klimawandel macht den Pflanzen in französischen Städten das Leben schwer. Innerhalb von zwei Jahren wurden zum Beispiel in Lille (Nordfrankreich) 18.000 Bäume gepflanzt. Asphalt auf den Schulhöfen wurde durch poröse Pflastersteine ersetzt, um das Wasser besser zu speichern. Dadurch leiden auch die Bäume weniger unter der Hitze. „Wenn es regnet, versickert fast 100% des Wassers auf dem Grundstück und füllt das Grundwasser oder bewässert die Bäume“, sagt Grégory Flament, stellvertretender Direktor für Bau, Instandhaltung und nachhaltige Energie in Lille.

  • Feuer in der Gironde: Beeindruckender Feuertornado gefilmt

    Feuer in der Gironde: Beeindruckender Feuertornado gefilmt

    Ein Feuertornado, ein relativ seltenes und beeindruckendes Naturphänomen, entstand beim Grossbrand im Wald von Saumos in der Gironde, wo seit Montag, dem 12. September, bereits mindestens 3.200 Hektar in Rauch aufgegangen sind.

    Die Flammen wüten schon wieder in der Gironde, wo ein neues Feuer nach den schrecklichen Bränden des Sommers seit Montag bereits mindestens 3.200 Hektar Land verbrannt hat und mehrere hundert Menschen evakuiert werden mussten.

    Ein Hubschrauber von France 3 Aquitaine überflog das Feuer und konnte die Entstehung eines beeindruckenden Feuertornados festhalten. Dieses Naturphänomen, das manchmal auch als „Fackel“ bezeichnet wird, wird normalerweise durch einen aufsteigenden Luftwirbel, der die Flammen mit sich reißt, ausgelöst, heißt es auf der Website von La Chaîne Météo.

    „Dieser Tornado mag aus der Perspektive des Hubschraubers klein erscheinen, aber er steigt in einem engen Wirbel weit über den Wald hinauf“, beobachtete der schottische Meteorologe Scott Duncan.

    Der Brand in der Gemeinde Saumos, einem Dorf zwischen den Stränden des Atlantiks in der Nähe des Badeortes Lacanau und dem Großraum Bordeaux, wo am Montag Hitzerekorde gemessen wurden, ist am Mittwoch noch immer im Gange.

    Eine gerichtliche Untersuchung zur Ursache des Feuers wurde eingeleitet. Am Dienstag wurden weitere 300 Personen evakuiert, sodass sich die Gesamtzahl der Evakuierten innerhalb von 24 Stunden auf „840 Personen“ in Saumos und der Nachbargemeinde Sainte-Hélène erhöhte, wie die Präfektin des Departements Gironde, Fabienne Buccio, am späten Dienstagnachmittag vor Ort berichtete.

  • Katastrophale Ernte 2022: Droht uns eine Kartoffelknappheit?

    Katastrophale Ernte 2022: Droht uns eine Kartoffelknappheit?

    Nach Angaben der Landwirte wird die Kartoffelernte 2022 in Frankreich katastrophal ausfallen. Die Dürre hat die nationale Produktion schwer mitgenommen. Und Frankreich ist weltweit einer der grössten Exporteure von Kartoffeln.

    Es ist eine schlimmer Situation für Tausende von Erzeugern. In Frankreich kündigt sich das Jahr 2022 als eines der schlimmsten – wenn nicht sogar das schlimmste – Kartoffeljahr des Jahrhunderts an. Von vielen Landwirten wird die diesjährige Ernte als „katastrophal“ bezeichnet. Dies wird nicht nur in den Supermarktregalen, sondern auch in Gastronomiebetrieben nicht unerhebliche Auswirkungen haben.

    In einer am Freitag, dem 26. August veröffentlichten Pressemitteilung erklären Kartoffelbauern, dass dies alles eine Folge der historischen Trockenheit ist, die Frankreich in den letzten Monaten heimgesucht hat: „Die sich abzeichnende katastrophale Ernte […] ist das Ergebnis der extremen Hitze, die mit einer starken Trockenheit korreliert, die die Entwicklung der Knollen buchstäblich gestoppt hat. Weder Niederschläge noch günstigere Temperaturen in naher Zukunft können diesen Trend noch umkehren“.

    In Frankreich litten die Erzeuger in der Region Hauts-de-France unter den ungewöhnlich hohen Temperaturen. Dort allein wachsen 64% der nationalen Kartoffelproduktion heran.

    Nach Angaben der Union nationale des producteurs de pommes de terre (UNPT) könnten in Frankreich fast 1,5 Millionen Tonnen Kartoffeln verloren gehen. Die Produktion könnte somit einen Rückgang um mindestens 20% gegenüber dem Durchschnitt der letzten 20 Jahre aufweisen.

    Für die Kartoffelbauern könnte dies nach ersten Schätzungen einen Verlust von mindestens 200 Millionen Euro bedeuten. Dieser Verlust ist umso bedenklicher, als die französische Kartoffelbranche der weltweit größte Exporteur von frischen Kartoffeln ist. Unter normalen Umständen werden jedes Jahr 8 Millionen Tonnen Kartoffeln geerntet. Nicht weniger als 16.000 Landwirte sind auf die Produktion des Lieblingsgemüses der Franzosen und der Deutschen spezialisiert.

    Vertreter der Landwirte wünschen sich eine grössere Unterstützung des Staates: „Die UNPT ruft ab sofort zu einer Aufwertung der an die Erzeuger gezahlten Preise und einer besseren Verteilung des Mehrwerts insbesondere mit den großen Handelsketten auf, zu einer vertraglichen Lockerung der von den Erzeugern zugesagten Mengen und zur raschen Einleitung von Überlegungen über die Einführung einer außergewöhnlichen staatlichen Beihilferegelung zur finanziellen Unterstützung der Erzeuger und als Anreiz für die Fortsetzung der Produktion“.

    Die meisten betroffenen Landwirte meinen, dass die Kartoffeln der Ernte 2022 größtenteils unter dem starken Wassermangel leiden. Die Folge: Die Knollen sind ungewöhnlich klein. Das kann sich auf die so beliebten Pommes Frites auswirken: Sie werden wohl kürzer werden. Das treibt den Fast-Food-Ketten die Sorgenfalten auf die Stirn.

    Bereits 2018 hatte die Branche eine besonders schwierige Ernte zu verkraften. Das Unternehmen McCain hatte damals angekündigt, die Größe seiner Pommes Frites um fast zwei Zentimeter zu reduzieren.

    Die Ernte 2022 hat noch nicht richtig begonnen – man wird also abwarten müssen…