Schlagwort: Diebstahl

  • Heiliges im Fadenkreuz: Wie Kirchen im Norden Frankreichs zum Ziel organisierter Diebe werden

    Heiliges im Fadenkreuz: Wie Kirchen im Norden Frankreichs zum Ziel organisierter Diebe werden

    Wenn Stille zur Einladung für Täter wird, dann ist es genau das, was derzeit viele Kirchen im Norden Frankreichs erleben. Orte des Gebets und der Sammlung, Symbolorte des Glaubens – und doch zunehmend Tatorte. In der Region Hauts-de-France, insbesondere im Département Nord, rollt derzeit eine beunruhigende Serie von Kircheneindiebstählen durch kleine Gemeinden und ländliche Pfarreien. Abr, es geht nicht nur um Diebstahl. Es geht um Verletzungen, die tiefer sitzen. Sechs Kirchen in zwei Wochen – und kein Ende in Sicht Hasnon. Valenciennes. Cambrai. Namen kleiner Städte, die kaum in den Schlagzeilen auftauchen – es sei denn, wenn etwas aus der Ordnung fällt. In nur wenigen Tagen wurden mindestens sechs Kirchen Opfer von Einbruch, Diebstahl oder Profanation. Besonders betroffen: liturgisches Gerät wie Kelche, Patene, Monstranzen. Manche aus edlen Metallen, andere rein symbolisch wertvoll. In gleich drei Fällen wurden Tabernakel aufgebrochen, die geweihten Hostien entwendet – für gläubige …

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  • Saint-Tropez unter Polizeischutz – Luxusparadies im Visier von brutalen Diebesbanden

    Saint-Tropez unter Polizeischutz – Luxusparadies im Visier von brutalen Diebesbanden

    Saint-Tropez – der Name klingt nach Champagnergläsern am Hafen, Designertaschen unter Palmen und Yachten, so groß wie Villen. Doch hinter der glänzenden Fassade herrscht derzeit ein ganz anderer Ton: Polizeisirenen, verstärkte Patrouillen und eine wachsende Anspannung in den Straßen des Jetset-Hotspots. Denn die glamouröse Perle an der Côte d’Azur erlebt in diesem Sommer eine Welle von Überfällen, die vor allem eines im Visier haben – Luxus. Armbanduhren im Wert von Kleinwagen, Villen voller Kunst und Schmuck, Bargeld in fünfstelliger Höhe.

    Brutale Überfälle im Sommerlicht Seit Beginn der Saison häufen sich Berichte über skrupellose Täter, die es gezielt auf wertvolle Besitztümer abgesehen haben. Touristen und Prominente sind gleichermaßen betroffen. Besonders schockierend: Der deutsche Unternehmer Robert Geiss wurde im Juni in seiner Villa in Ramatuelle überfallen. Nur wenige Wochen später bot eine österreichische Urlauberin 100.000 Euro Belohnung zur Ergreifung von Dieben – ihre Vil…

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  • Rätselhaftes Comeback: Der verschwundene Jim-Morrison-Büste ist wieder da

    Rätselhaftes Comeback: Der verschwundene Jim-Morrison-Büste ist wieder da

    Manche Geschichten klingen wie aus einem Krimi – und diese hier ist wieder genau so eine. Paris, Mai 2025: Mehr als drei Jahrzehnte nach dem mysteriösen Diebstahl wurde die legendäre Marmorbüste von Jim Morrison, dem charismatischen Frontmann der Doors, zufällig wiederentdeckt. Schauplatz: eine polizeiliche Durchsuchung im Zusammenhang mit einem Finanzdelikt. Ein echtes Stück Musikgeschichte, das aus dem Schatten tritt.

    Ein Zufallsfund mit Symbolkraft Die Polizei selbst sprach auf ihren sozialen Kanälen von einer „unerwarteten Entdeckung“. Im Zuge einer routinemäßigen Hausdurchsuchung tauchte plötzlich die verschwundene Skulptur auf. Keine geplante Aktion, kein gezielter Hinweis – einfach Glück im Einsatz. Oder wie man im Volksmund sagt: „Zufall ist das, was einem passiert, wenn man eigentlich nach etwas anderem sucht.“ Die Ermittler halten sich bedeckt, was den Fundort und die konkreten Umstände betrifft. Auch der aktuelle Besitzer des Kunstwerks bleibt bislang unbekannt.

    128 Kilo E…

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  • Kupfer-Diebstähle im Jura – mehr als nur ein Verlust von Metall

    Kupfer-Diebstähle im Jura – mehr als nur ein Verlust von Metall

    Was nach einem skurrilen Kriminalfall klingt, trifft im Département Jura mitten ins Herz der regionalen Identität: Seit mehreren Wochen verschwinden dort großformatige Kupferkessel – essenziell für die traditionelle Käseherstellung. Die Täter agieren gezielt und organisiert, und die Betroffenen stehen fassungslos vor einer Welle von Diebstählen, die weit mehr als nur materiellen Schaden anrichten.

    Die Seele des Käses

    In kaum einer anderen Region Frankreichs ist das Wissen um die Käseherstellung so tief verwurzelt wie im Jura. Comté, Morbier oder Bleu de Gex – sie alle verdanken ihren einzigartigen Charakter nicht zuletzt einem Utensil, das so alt ist wie das Handwerk selbst: dem Kupferkessel.

    Diese Kessel sind keine beliebig austauschbaren Werkzeuge. Sie sind Erbstücke, oft über Generationen weitergegeben, liebevoll gepflegt und das Zentrum jeder traditionellen Käserei. Genau deshalb ist ihr plötzlicher Verlust ein echter Schock für die betroffenen Familienbetriebe.

    Gezielte Raubzüge mit System

    In mehreren Ortschaften wurden über Nacht schwere Kupferkessel entwendet – manche wiegen bis zu 80 Kilogramm. Die Vorgehensweise der Täter deutet auf eine gut geplante Organisation hin: kein Vandalismus, keine Spuren von Hektik, sondern gezieltes Handeln unter dem Schutz der Dunkelheit. Offenbar wissen die Diebe genau, worauf sie es abgesehen haben.

    Wieso stiehlt man Käsekessel?

    Eine naheliegende Vermutung ist der Wert des Kupfers. Der Marktpreis liegt derzeit bei etwa 6 bis 7 Euro pro Kilo. Doch der Aufwand, diese sperrigen Objekte zu transportieren und zu verkaufen, scheint für einen einfachen Altmetall-Diebstahl unverhältnismäßig hoch.

    Eine andere, weitaus interessantere Theorie: gezielte Aufträge von Sammlern oder Gastronomen, die ihr Lokal mit authentischen Stücken dekorieren wollen. In Antiquitätenkreisen genießen originale Käsekessel hohes Ansehen – in diesem Fall wäre der Schwarzmarkt deutlich exklusiver, vielleicht sogar international.

    Es kursieren auch wilder klingende Spekulationen – etwa von Aktivisten, die mit den Diebstählen ein Statement gegen industrielle Landwirtschaft setzen wollen. Doch Beweise gibt es dafür keine.

    Polizei im Dauereinsatz – aber ohne Erfolge

    Die Behörden lassen nichts unversucht: Nachtpatrouillen wurden verstärkt, Bauernhöfe sensibilisiert, und die Bevölkerung wird aufgerufen, verdächtige Aktivitäten sofort zu melden. Bislang allerdings ohne konkreten Erfolg. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren – doch Täter und Beute bleiben verschwunden.

    Ein Problem: Die Kessel sind nicht standardisiert, nicht registriert und lassen sich kaum nachverfolgen. Wenn sie einmal außer Landes sind, gibt es kaum eine Chance, sie wiederzufinden.

    Die Folgen wiegen schwer

    Neben dem offensichtlichen materiellen Verlust trifft die Diebstahlsserie die Produzenten emotional – und wirtschaftlich. Ersatzkessel kosten Tausende Euro, ganz zu schweigen von den Verzögerungen in der Käseproduktion. In kleinen Käsereien mit schmalem Budget kann das existenzbedrohend sein.

    Schlimmer noch: Die Diebstähle werden als Angriff auf die Kultur wahrgenommen. Was hier gestohlen wird, ist nicht bloß Metall – es ist Identität, Geschichte, Handwerkskunst. Und genau das macht den Fall so brisant.

    Solidarität statt Stillstand

    In der Not wächst der Zusammenhalt. Erste Betriebe schließen sich zusammen, um ihre Produktionsstätten gemeinschaftlich zu sichern. Andere fordern ein nationales Register für Kupferkessel oder technische Lösungen wie GPS-Tracker – ein moderner Ansatz für ein altes Problem.

    Auch in der Öffentlichkeit regt sich Unterstützung. Informationskampagnen sollen verdeutlichen, warum diese Kessel so wertvoll sind – nicht wegen ihres Materialpreises, sondern wegen ihrer kulturellen Bedeutung.

    Ein Weckruf für den ländlichen Raum?

    Vielleicht ist diese bizarre Diebstahlswelle auch ein Symbol dafür, wie fragil traditionelle Strukturen geworden sind. Der ländliche Raum wird oft romantisiert – doch wer ihn wirklich erhalten will, muss ihn schützen. Und zwar nicht nur gegen Einbrecher, sondern auch gegen Gleichgültigkeit.

    Denn Handwerk braucht Anerkennung. Und manchmal auch Alarmanlagen.

    Von Catherine H.

  • Millionen-Diebstahl in Nanterre: Medikamentenraub wirft dunkle Schatten auf das Gesundheitssystem

    Millionen-Diebstahl in Nanterre: Medikamentenraub wirft dunkle Schatten auf das Gesundheitssystem

    Am frühen Morgen des 20. April 2025 wurde in Nanterre ein dreister Diebstahl verübt, der selbst abgebrühte Kriminalisten ins Grübeln bringt: Medikamente im Wert von rund einer Million Euro – überwiegend zur Behandlung von Krebspatienten – verschwanden spurlos aus den Lagerhallen eines medizinischen Großlieferanten der Pariser Krankenhauskette Assistance publique – Hôpitaux de Paris (AP-HP). Die Tat? Präzise, raffiniert – und beängstigend professionell. Einbrecher wie aus dem Lehrbuch Der Schauplatz: die Agence générale des équipements et produits de santé (AGEPS). Eine Einrichtung, die zentral ist für die medizinische Versorgung Dutzender Kliniken in der Hauptstadtregion. Doch statt eines spektakulären Einsatzes mit Lärm und Gewalt blieb: gespenstische Stille. Keine aufgebrochenen Türen. Keine eingeschlagenen Fenster. Keine offensichtlichen Spuren der Tat. Ein Sicherheitsbeamter stieß zwar auf einen maskierten und behandschuhten Täter – doch der entwischte. Als hätte er geahnt, wo die …

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  • Kupferklau legt Züge und Telekommunikation lahm

    Kupferklau legt Züge und Telekommunikation lahm

    Der Diebstahl von Kupferkabeln nimmt in Frankreich dramatische Ausmaße an. Besonders betroffen: die französische Staatsbahn SNCF und der Telekommunikationsriese Orange. In den Hauts-de-France kämpfen Polizei und Unternehmen gegen gut organisierte Banden, die auf das begehrte Metall aus sind – mit teils verheerenden Folgen für den Bahn- und Kommunikationsverkehr.

    Der wachsende Markt für gestohlenes Kupfer

    Kupferdiebstahl ist kein neues Phänomen, doch der aktuelle Preis von rund 9.000 Euro pro Tonne macht das Metall für Kriminelle besonders attraktiv. Die Folgen spüren Unternehmen wie Orange und die SNCF besonders heftig.

    Um dem Problem Herr zu werden, führten die Behörden am 18. März eine großangelegte Kontrollaktion durch. Zeitgleich wurden in Nordfrankreich und Belgien Metallhändler überprüft – in der Hoffnung, einen kriminellen Ring auszuheben oder gestohlene Kabel sicherzustellen.

    Bereits beim ersten Kontrollbesuch in einem Metallverwertungsbetrieb nahe Lille wird die Polizei fündig. Ein erfahrener Techniker von Orange erkennt auf den ersten Blick gestohlenes Material: Verkohlte Kabelreste, die nach seiner Schätzung rund 300 Kilo wiegen. Das bestätigt den Verdacht, dass hier illegal gehandelt wird.

    Bahnverkehr lahmgelegt

    Die Auswirkungen dieser Diebstähle sind enorm. Ein einziges gestohlenes Kabel kann den Zugverkehr ganzer Regionen lahmlegen.

    Das zeigt sich eindrücklich in Arras, einer Stunde südlich von Lille. Noch in der Nacht vor den Razzien wird dort ein neuer Diebstahl entdeckt. Marie-Céline Masson, Verantwortliche für SNCF Réseau in den Hauts-de-France, beschreibt das Problem drastisch: „Ein paar hundert Meter gestohlene Kabel – und schon steht der gesamte Bahnverkehr am Bahnhof Lille-Flandres still.“

    Das ist nicht nur für Bahnkunden ärgerlich. Auch Autofahrer leiden darunter: Fallen die Bahnsignale aus, schließen sich die Schranken an Bahnübergängen automatisch und bleiben unten – bis das Problem behoben ist.

    Millionenverluste und lebensgefährliche Folgen

    Für Orange ist der Schaden ebenfalls enorm. Laut Pierre Couture, Regionalleiter des Unternehmens, wurden allein 2024 bereits 2.500 Kupferdiebstähle registriert. Der finanzielle Schaden? In Millionenhöhe.

    Doch das eigentliche Problem geht über wirtschaftliche Verluste hinaus. „Wenn diese Kabel durchtrennt werden, sind viele Menschen betroffen – Unternehmen, Notfalldienste, ältere Menschen. Manche sind noch immer auf Kupferleitungen angewiesen, etwa für medizinische Notrufe“, warnt Couture. In manchen Fällen könne das sogar lebensgefährliche Konsequenzen haben.

    Hohe Strafen – aber reicht das?

    Kupferdiebstahl ist kein Kavaliersdelikt. Wer erwischt wird, muss mit bis zu fünf Jahren Gefängnis und 375.000 Euro Geldstrafe rechnen. Doch die Aussicht auf hohe Gewinne scheint viele nicht abzuschrecken.

    Die Frage bleibt: Wie können Unternehmen und Behörden diesen kriminellen Kreislauf effektiv stoppen? Die bisherigen Maßnahmen – verstärkte Kontrollen, Überwachung der Schrottplätze, härtere Strafen – zeigen nur begrenzten Erfolg. Solange Kupfer ein gefragter Rohstoff bleibt, dürfte der Kampf gegen die Diebe weitergehen.

    Autor: C. Hatty

  • Bagger, Diebstahl und Millionenverluste: Französische Bauunternehmer in Alarmbereitschaft

    Bagger, Diebstahl und Millionenverluste: Französische Bauunternehmer in Alarmbereitschaft

    Baumaschinen sind die neue Beute organisierter Diebesbanden. In der französischen Region Nouvelle-Aquitaine wurden in den letzten zwölf Monaten 90 Maschinen gestohlen – der Gesamtschaden beläuft sich auf über vier Millionen Euro. Doch nun hat die Polizei zugeschlagen.

    Ein Jahr der Angst für Bauunternehmer

    Stéphane Levaillant kennt das Problem nur zu gut. Seine 2,5 Tonnen schwere Mini-Bagger, mit einer Alarmanlage gesichert, wurde vor Kurzem gestohlen. Glücklicherweise konnte die Polizei sie wiederfinden. Doch viele andere Unternehmer haben weniger Glück.

    „Man macht sich nicht nur Sorgen um den Job, sondern auch darum, ob am Montagmorgen überhaupt noch Maschinen für die Arbeit bereitstehen“, erklärt Levaillant frustriert. Baustellen sind auf funktionierende Maschinen angewiesen – wenn diese über Nacht verschwinden, gerät alles ins Stocken.

    Die Polizei schlägt zu

    Nach über einem Jahr intensiver Ermittlungen gelang den Behörden in der Nähe von Bordeaux ein Durchbruch. Vier Männer im Alter von 27 bis 46 Jahren wurden festgenommen. Sie arbeiten selbst in der Baubranche – Insiderwissen, das ihnen half, gezielt zuzuschlagen.

    Bei Hausdurchsuchungen entdeckten die Ermittler zehn gestohlene Baumaschinen sowie weiteres Werkzeug. Doch wo sind die restlichen 80 Geräte geblieben? Vieles deutet darauf hin, dass die Diebesbande ihre Beute nicht nur in Frankreich, sondern auch im Ausland verkauft hat.

    Ein lukratives Geschäft – für die Falschen

    Die gestohlenen Maschinen landen häufig auf Baustellen privater oder gewerblicher Käufer, oft ohne dass diese wissen, dass ihr Schnäppchen aus illegalen Quellen stammt. Die Nachfrage ist groß: Baumaschinen sind teuer, und günstige Angebote locken.

    Doch für Bauunternehmen ist der Schaden enorm. Neben den direkten finanziellen Verlusten entstehen Verzögerungen auf den Baustellen, unzufriedene Kunden und ein ständiges Gefühl der Unsicherheit.

    Gerichtsverhandlung im Mai

    Die vier festgenommenen Männer müssen sich im Mai vor Gericht verantworten. Ihnen drohen empfindliche Strafen. Doch wird das reichen, um weitere Diebstähle zu verhindern?

    Die Baubranche fordert bessere Sicherheitsmaßnahmen und stärkere Kontrollen im Handel mit gebrauchten Maschinen. Denn eines ist sicher: Solange sich mit gestohlenen Baggern Millionen verdienen lassen, werden sich immer wieder neue Banden an diese lukrative Beute wagen.

    Von C. Hatty

  • Gestohlene Hündin Texane wiedergefunden – Erleichterung und Wut bei ihrem Besitzer

    Gestohlene Hündin Texane wiedergefunden – Erleichterung und Wut bei ihrem Besitzer

    Fünf Tage voller Ungewissheit, schlaflose Nächte und die Angst, seine wertvolle Hündin nie wiederzusehen – doch dann die erlösende Nachricht: Texane, die gestohlene Deutsche Schäferhündin, wurde in der Region Paris gefunden. Ihr Besitzer, Jean-Claude Baptista, kann sein Glück kaum fassen. „Ich war unglaublich erleichtert zu hören, dass es ihr gut geht“, erzählt er.

    Doch neben der Freude über das Wiedersehen bleibt ein bitterer Nachgeschmack.

    Ein dreister Diebstahl auf dem Salon de l’Agriculture

    Texane, eine Langhaar-Schäferhündin mit einem Marktwert zwischen 25.000 und 30.000 Euro, wurde am 25. Februar während des renommierten Salon de l’Agriculture in Paris gestohlen. Während Baptista drei weitere seiner Hunde auf einer Bühne präsentierte, verschwand Texane spurlos.

    Erst war es nur ein ungutes Gefühl, dann bittere Gewissheit: Die Hündin war nicht einfach weggelaufen – sie war gestohlen worden. Sofort erstattete der Züchter Anzeige beim Pariser Polizeikommissariat des 15. Arrondissements. Doch die Hoffnung schwand mit jedem Tag. „Nach fünf Tagen hatte ich komplett den Glauben daran verloren, sie jemals wiederzufinden“, gesteht er.

    Rettung durch die Fourrière

    Die Wende kam am Sonntag, als sich Baptista erneut auf den Weg zum Salon de l’Agriculture machte. Genau in diesem Moment klingelte sein Telefon – die städtische Fourrière (Tierauffangstation) war dran. „Sie sagten mir, dass sie Texane gefunden haben“, berichtet er. Kurz darauf meldeten sich auch die Gendarmen.

    Wie und unter welchen Umständen die Hündin dort landete, ist noch unklar. Doch eines steht fest: Ihr Besitzer wird nicht einfach zur Tagesordnung übergehen.

    Keine Entschuldigung, keine Konsequenzen?

    Trotz der Erleichterung bleibt Baptista wütend – vor allem über die Sicherheitsmängel auf der Messe. „Jeder konnte kommen und gehen, wie er wollte. In fünf Tagen hat mich nicht einmal jemand vom Veranstalter kontaktiert oder sich entschuldigt“, beklagt er. Die Enttäuschung sitzt tief: „Für mich ist das Kapitel Salon de l’Agriculture abgeschlossen.“

    Auch die Anzeige wird er nicht zurückziehen. Er will wissen, wer seine Hündin gestohlen hat und setzt auf die Auswertung der Überwachungskameras.

    Ein Happy End mit offenem Ausgang

    Texane ist wieder da, gesund und wohlauf – das Wichtigste für ihren Besitzer. Doch die Geschichte hinter ihrem Verschwinden bleibt vorerst ein Rätsel. Wird der Täter gefunden? Und wird der Salon de l’Agriculture Konsequenzen ziehen?

    Baptista jedenfalls hat seine Entscheidung getroffen: Er kommt nicht wieder.

    Autor: C. Hatty

  • Nordkoreanische Hacker erbeuten 1,5 Milliarden Dollar in Krypto – größter Raubzug der Geschichte?

    Nordkoreanische Hacker erbeuten 1,5 Milliarden Dollar in Krypto – größter Raubzug der Geschichte?

    Nordkoreanische Hacker haben erneut zugeschlagen – diesmal mit einem Diebstahl, der selbst in der Welt der Cyberkriminalität beispiellos ist. Die US-Bundespolizei FBI bestätigte, dass die Gruppe Lazarus hinter dem Diebstahl von 1,5 Milliarden Dollar an virtuellen Vermögenswerten von der Kryptowährungsbörse Bybit steckt. Dieser Angriff könnte als der größte Kryptodiebstahl der Geschichte in die Bücher eingehen.

    Hochentwickelte Cyberangriffe aus Nordkorea

    Die Attacke auf Bybit fand am 21. Februar statt. Das FBI erklärte, dass Lazarus sogenannte „TraderTraitor“-Taktiken nutzte – eine Kombination aus Spearphishing und mit Malware infizierten Krypto-Anwendungen. Das Ziel: Zugriff auf Wallets und private Schlüssel der Opfer.

    Und die Täter sind schnell: „Die Hacker haben bereits begonnen, einige der gestohlenen Vermögenswerte in Bitcoin und andere Kryptowährungen umzuwandeln und über Tausende von Adressen auf mehreren Blockchains zu verteilen“, so das FBI in einer offiziellen Mitteilung. Es sei davon auszugehen, dass die Vermögenswerte weiter gewaschen und schließlich in Fiatgeld umgewandelt werden.

    Bybit-Chef erklärt „Krieg“ gegen Lazarus

    Bybit, mit Sitz in Dubai, ist nach Handelsvolumen die weltweit zweitgrößte Krypto-Börse und hat mehr als 60 Millionen Nutzer. Der CEO von Bybit, Ben Zhou, reagierte mit einer Kampfansage: „Wir erklären Lazarus den Krieg!“ Er kündigte eine neue Website an, die sich der Jagd auf die gestohlenen Gelder widmet.

    Dort können Nutzer die Wallet-Adressen der Hacker verfolgen – und es gibt eine Belohnung: Wer Informationen liefert, die zur Sperrung der Gelder führen, erhält 5 % der wiederhergestellten Summe. Zhou machte klar, dass dies erst der Anfang sei: „Wir werden nicht aufhören, bis Lazarus und andere schlechte Akteure aus der Branche verschwunden sind.“

    Krypto-Diebstahl zur Finanzierung nordkoreanischer Waffenprogramme

    Warum hackt Nordkorea überhaupt Krypto-Börsen? Ganz einfach: Das Regime von Kim Jong-un finanziert damit sein militärisches Arsenal.

    Ein Bericht des inzwischen aufgelösten UN-Sicherheitsrats-Panels schätzte, dass Nordkorea rund 40 % seiner Waffenprogramme durch Cyberkriminalität finanziert. Zwischen 2017 und 2023 sollen 58 Hackerangriffe auf Krypto-Unternehmen etwa 3 Milliarden Dollar in die Kassen von Pjöngjang gespült haben.

    Die Cyberkriminalität Nordkoreas hat sich 2024 weiter verschärft: Allein in diesem Jahr haben nordkoreanische Hacker bereits 1,34 Milliarden Dollar gestohlen – verteilt auf 47 Angriffe, so eine Analyse von Chainalysis. Das entspricht unglaublichen 61 % aller weltweit gestohlenen Krypto-Gelder des Jahres.

    Lazarus – Nordkoreas berüchtigtste Hackergruppe

    Lazarus ist längst kein unbekannter Name mehr. Die Gruppe hat sich in den letzten Jahren durch immer ausgefeiltere Angriffe einen Namen gemacht. Sie nutzt hochentwickelte Malware, Social-Engineering-Taktiken und innovative Kryptodiebstahl-Techniken, um Sanktionen zu umgehen und an frische Devisen zu gelangen.

    Ein weiteres besorgniserregendes Detail: Nordkorea verstärkt nicht nur seine Cyberangriffe, sondern auch seine militärische Zusammenarbeit mit Russland. Die USA und Südkorea werfen Pjöngjang vor, Munition und sogar Truppen nach Russland geschickt zu haben, um Moskaus Krieg in der Ukraine zu unterstützen.

    Nach Angaben des südkoreanischen Geheimdienstes hat Nordkorea kürzlich weitere Soldaten nach Russland entsandt – einige davon sollen sich bereits an der Front im Gebiet Kursk befinden. Dort hätten sie schwere Verluste erlitten.

    Fazit: Ein gefährlicher Trend setzt sich fort

    Nordkoreas Cyberkriminalität ist längst keine Randnotiz mehr. Mit jedem erfolgreichen Angriff wächst nicht nur die Kriegskasse des Regimes, sondern auch die Gefahr für den globalen Kryptomarkt.

    Bybit schlägt mit seiner „Jagd auf Lazarus“ eine neue Richtung ein. Ob das genug ist, um Nordkoreas Cyber-Offensive zu stoppen? Die kommenden Monate werden es zeigen.

    Von C. Hatty

  • Toulouse: Einbruch, Diebstahl – und ein Gewinn von 500.000 Euro

    Toulouse: Einbruch, Diebstahl – und ein Gewinn von 500.000 Euro

    Eine gestohlene Bankkarte, ein riesiger Gewinn und ein kurioses Angebot: Ein Mann aus Toulouse macht den Dieben seiner Bankkarte ein überraschendes Friedensangebot.


    Einbruchsopfer entdeckt unglaublichen Gewinn

    Es begann als Albtraum: Ein Toulousainer entdeckte Anfang Februar, dass sein Auto aufgebrochen worden war. Aus dem Wagen fehlte sein Rucksack – samt Bankkarte. Sofort ließ er die Karte sperren, doch da war es schon zu spät. Rund 50 Euro waren bereits in einem Tabakladen ausgegeben worden.

    Die Überraschung kam kurz darauf: Mit dem gestohlenen Geld hatten die Täter ein Rubbellos gekauft – und damit satte 500.000 Euro gewonnen.


    „Lass uns das Geld teilen!“

    Anstatt Anzeige zu erstatten, entschied sich der eigentliche Pechvogel für einen ungewöhnlichen Weg. Er wandte sich über die Medien an die Diebe und machte ihnen ein verlockendes Angebot:

    „Sie sollen sich einfach bei meinem Anwalt melden, dann finden wir eine Lösung. Ich schlage vor, dass wir uns die Summe teilen“, erklärte er. Dabei betonte er, dass die beiden „nichts zu befürchten“ hätten.

    Doch ein Problem bleibt: Wer einen so hohen Gewinn einlösen will, muss sich bei der Française des Jeux (FDJ) melden – mit Identitätsnachweis. Für die mutmaßlichen Täter, offenbar zwei wohnungslose Männer, eine brisante Angelegenheit.


    Was passiert mit dem Gewinn?

    Bislang gibt es keine Spur von den Glückspilzen – oder Pechvögeln, je nachdem, wie man es sieht. Falls sie versuchen, das Geld einzulösen, riskieren sie möglicherweise eine Strafverfolgung. Die FDJ hat bereits klargestellt, dass der Gewinn gesperrt wird, falls eine offizielle Anzeige vorliegt. Erst nach Abschluss eines Gerichtsverfahrens könnte eine Auszahlung erfolgen.

    Die Diebe stehen also vor einer echten Zwickmühle: Das Geld holen und erwischt werden – oder darauf verzichten und mit leeren Händen dastehen.

    Rhetorische Frage: Was würden Sie an ihrer Stelle tun?

    Von C. Hatty