Schlagwort: Côte d’Azur

  • Ein Strand für den Mythos: Cannes ehrt Brigitte Bardot

    Ein Strand für den Mythos: Cannes ehrt Brigitte Bardot

    An der Croisette glitzert das Mittelmeer wie eh und je. Sonnenbrillen spiegeln Palmen, Fotografen lauern auf den nächsten großen Auftritt – und nun trägt einer der bekanntesten Strände der Stadt einen Namen, der seit Jahrzehnten untrennbar mit Cannes verbunden ist: Brigitte Bardot. Der frühere Stran…

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  • Die Moyenne Corniche – eine Straße zwischen Himmel und Mittelmeer

    Die Moyenne Corniche – eine Straße zwischen Himmel und Mittelmeer

    Es gibt Straßen, die einfach nur von A nach B führen. Und dann existiert die Moyenne Corniche. Diese legendäre Panoramastraße zwischen Nizza und Monaco klebt förmlich an den Felsen der Côte d’Azur und wirkt dabei, als hätte jemand ein schmales Band Asphalt mitten in die Steilwände der Seealpen gemeißelt. Wer hier unterwegs ist, erlebt keine […]

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  • Cap Ferrat – Zwischen Belle Époque und diskretem Milliardenluxus

    Cap Ferrat – Zwischen Belle Époque und diskretem Milliardenluxus

    Die Halbinsel Saint-Jean-Cap-Ferrat wirkt wie ein Ort außerhalb der Zeit. Zwischen Nizza und Monaco zieht sich ein schmaler Streifen Land ins Mittelmeer, gesäumt von Pinien, Bougainvillea und Villen, deren Mauern mehr verbergen als zeigen. Hier lärmt kein Glamour. Kein blinkendes Spektakel. Luxus flüstert. Manchmal nicht einmal das. Wer zum ersten Mal nach Cap Ferrat fährt, […]

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  • Warum die Filmfestspiele ausgerechnet in Cannes stattfinden

    Warum die Filmfestspiele ausgerechnet in Cannes stattfinden

    Heute wirkt alles selbstverständlich. Die roten Teppiche, die Blitzlichter, die Prominenten auf der Croisette – als hätte das Filmfestival von Cannes schon immer genau dort hingehört. Doch die Wahrheit sieht anders aus. Cannes war keineswegs die offensichtliche Wahl für das bedeutendste Filmfestival der Welt. Hinter der Entscheidung stecken politische Spannungen, strategische Überlegungen und ein Stück europäische Zeitgeschichte.

    Der Ursprung führt zurück in die späten 1930er Jahre.

    Damals galt die Mostra von Venedig als das große internationale Schaufenster des Kinos. Gegründet 1932 unter Benito Mussolini, entwickelte sich das Festival jedoch rasch zum politischen Werkzeug der faschistischen Regime Europas. Besonders 1938 sorgte die Preisvergabe für Empörung. Ausgezeichnet wurden vor allem deutsche und italienische Propagandafilme – sehr zum Ärger zahlreicher Filmschaffender und Kritiker, die darin einen massiven politischen Eingriff sahen.

    Frankreich zog die Reißleine.

    Die Regierung wollte ein eigenes internationales Festival schaffen – unabhängig von autoritärem Einfluss und offen für künstlerische Freiheit. Einer der wichtigsten Köpfe hinter dem Projekt war der Diplomat und Historiker Philippe Erlanger. Mehrere Städte bewarben sich als Austragungsort: Biarritz, Nizza, Vichy oder sogar Algier standen zur Debatte. Am Ende setzte sich jedoch Cannes durch.

    Nicht zufällig.

    Die Stadt an der Côte d’Azur besaß bereits vor dem Zweiten Weltkrieg einen exzellenten Ruf als mondäner Badeort. Wohlhabende Briten, europäische Aristokraten und Industriellenfamilien verbrachten dort ihre Winter und Sommer. Luxushotels gab es reichlich, ebenso eine Infrastruktur, die große internationale Gästegruppen aufnehmen konnte. Und dann natürlich dieses Licht. Die Mittelmeersonne der Riviera faszinierte Fotografen, Maler und frühe Filmemacher gleichermaßen.

    Cannes verstand zudem etwas von Eigenwerbung.

    Die Stadtverwaltung versprach finanzielle Unterstützung und investierte offensiv in passende Veranstaltungsorte. Hinter den Kulissen lief ein bemerkenswert intensives Lobbying. Nizza galt zwar als ernsthafter Konkurrent, erschien vielen Verantwortlichen jedoch zu groß und weniger exklusiv. Cannes wirkte kompakter, eleganter und – salopp gesagt – deutlich glamouröser.

    Das erste Festival war bereits vorbereitet.

    Plakate hingen schon, Stars reisten an, die Hotels füllten sich. Doch dann kam der 1. September 1939. Deutschland marschierte in Polen ein, der Zweite Weltkrieg begann, und das Festival wurde praktisch sofort abgesagt. Ein bitterer Fehlstart.

    Erst 1946 öffnete das Festival tatsächlich seine Tore.

    Europa lag noch in Trümmern, doch genau deshalb erhielt Cannes plötzlich eine weit größere Bedeutung. Es ging längst nicht mehr nur darum, mit Venedig zu konkurrieren. Das Festival stand nun symbolisch für die Rückkehr kultureller Freiheit nach Jahren von Krieg, Diktatur und Propaganda.

    Und Cannes bot dafür die perfekte Bühne.

    Sonne, Meer, elegante Hotels und diese Mischung aus Urlaub und internationalem Prestige – Hollywood erkannte sehr früh die enorme Wirkungskraft des Ortes. Fotos von Schauspielern auf der Croisette gingen um die Welt. Das Festival wurde zum Schaufenster des internationalen Kinos, Cannes zur globalen Marke.

    Mit den Jahrzehnten verschmolzen Stadt und Festival beinahe miteinander. Cannes machte das Kino größer – und das Kino machte Cannes unsterblich.

    Hinter dem Glanz bleibt jedoch eine historische Wahrheit, die heute oft untergeht: Das Festival entstand aus dem Wunsch heraus, Kunst vor politischer Kontrolle zu schützen. Cannes war anfangs nicht bloß Luxus und rote Teppiche. Sondern auch ein kulturelles Statement gegen autoritäre Macht.

    Von C. Hatty

  • Wenn Cannes aus allen Nähten platzt

    Wenn Cannes aus allen Nähten platzt

    Wenige Stunden vor dem ersten Blitzlichtgewitter verwandelt sich Cannes bereits in einen Ort, der kaum noch etwas mit der beschaulichen Mittelmeerstadt des übrigen Jahres gemein hat. Auf der Croisette rattern Lastwagen im Minutentakt vorbei, Techniker klettern über riesige Lichtgerüste, Sicherheitskräfte kontrollieren Zugänge mit fast militärischer Präzision, und hinter den glänzenden Fassaden der Luxushotels läuft alles nach einem Zeitplan, der keinen Fehler verzeiht. Die Stadt wirkt wie eine Bühne kurz vor der Premiere — geschniegelt, angespannt und voller elektrischer Unruhe. Denn mit dem Beginn der Filmfestspiele verändert Cannes seine eigene Größenordnung. Rund 200.000 Besucher aus aller Welt reisen zur neuen Ausgabe des Festivals an. Schauspieler, Regisseure, Produzenten, Influencer, Journalisten, Filmhändler, Agenten und wohlhabende Gäste drängen an die Côte d’Azur. Für zehn Tage scheint sich die internationale Filmwelt auf wenige Straßenzüge zwischen Palais des Festivals und Mi…

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  • Esterel – Das rote Gebirge am Meer

    Esterel – Das rote Gebirge am Meer

    Wer zum ersten Mal zwischen Mandelieu und Saint Raphaël die kurvige Küstenstraße entlangfährt, erlebt einen dieser seltenen Momente, in denen Landschaft plötzlich wie eine Inszenierung wirkt. Hinter der nächsten Biegung kippt das Bild. Die Felsen glühen rot, fast unwirklich rot. Pinien klammern sich schief an die Hänge, unten flackert das Mittelmeer in Türkis und Kobaltblau. […]

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  • Die stille Machtübernahme: Wie Frankreichs extreme Rechte die kommunalen Verwaltungsapparate erobert

    Die stille Machtübernahme: Wie Frankreichs extreme Rechte die kommunalen Verwaltungsapparate erobert

    Der politische Aufstieg der extremen Rechten in Frankreich zeigt sich längst nicht mehr nur in Wahlergebnissen oder symbolträchtigen Rathäusern. Eine weit weniger sichtbare, aber womöglich folgenreichere Entwicklung vollzieht sich in den interkommunalen Verwaltungsstrukturen des Landes. Dort, fernab nationaler Schlagzeilen, kontrollieren die sogenannten Interkommunalverbände zentrale Bereiche der öffentlichen Daseinsvorsorge: Verkehr, Stadtplanung, Wohnungsbau, Wasserwirtschaft, Müllentsorgung oder wirtschaftliche Entwicklung. Nach den Kommunalwahlen 2026 hat die extreme Rechte ihren Einfluss in diesen Strukturen massiv ausgeweitet. Während bislang lediglich vier Interkommunalverbände von ihr dominiert wurden, liegt die Zahl inzwischen bei dreizehn bis vierzehn – abhängig von der politischen Einordnung einzelner konservativ-rechter Bündnisse. Damit verschiebt sich das Machtzentrum des Rassemblement National (RN) zunehmend von der Protestpolitik hin zur administrativen Kontrolle lokaler…

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  • Zwischen Fischerbooten und Burgmauern – Cagnes-sur-Mer entdecken

    Zwischen Fischerbooten und Burgmauern – Cagnes-sur-Mer entdecken

    Manchmal sind es nicht die lauten Orte, die bleiben, sondern jene, die sich erst beim zweiten Blick öffnen. Cagnes-sur-Mer gehört genau in diese Kategorie. Während Nizza geschniegelt glänzt und Cannes sich gern im Rampenlicht sonnt, wirkt dieser Küstenort zunächst wie jemand, der am Rand steht und still lächelt. Doch wer stehen bleibt, genauer hinschaut und vielleicht sogar ein bisschen Zeit mitbringt, merkt schnell: Hier erzählt jede Ecke eine eigene Geschichte.

    Und ehrlich – wer braucht schon immer das große Spektakel?

    Die Stadt entfaltet sich in Schichten, fast wie ein sorgfältig komponiertes Musikstück. Unten das Meer, salzig und lebendig, mit dem alten Fischerviertel Cros-de-Cagnes. Weiter oben das steinerne Haut-de-Cagnes, das sich wie ein stiller Beobachter über alles legt. Dazwischen pulsiert ein Alltag, der weniger geschniegelt wirkt als anderswo an der Riviera, dafür aber ehrlicher.

    Vielleicht liegt genau darin der Reiz.


    Im Cros-de-Cagnes beginnt alles mit einem Gefühl. Kein großes Drama, kein Spektakel – eher dieses leise Ankommen, wenn die Luft nach Salz riecht und irgendwo ein Bootsmotor knattert. Die Kiesstrände ziehen sich über mehrere Kilometer, doch sie sind nicht das eigentliche Herzstück dieses Viertels. Viel spannender sind die Details, die sich zwischen den Steinen und Gassen verstecken.

    Die kleinen, bunt gestrichenen Fischerboote, die sogenannten „pointus“, schaukeln im Wasser, als hätten sie alle Zeit der Welt. Die ockergelbe Kapelle Saint-Pierre wirkt, als hätte sie schon unzählige Sonnenuntergänge gesehen. Und dann diese Häuser – mit blauen Fensterläden, die im Licht fast zu leuchten scheinen.

    Man läuft durch Straßen mit Blumennamen und denkt plötzlich: Hier ist nichts inszeniert. Oder doch?

    Denn natürlich hat sich das Viertel verändert. Früher lebten hier Hunderte Fischer, ihre Boote bestimmten den Rhythmus des Tages. Morgens hinaus aufs Meer, abends zurück mit dem Fang. Zwischen den 1920er und 1930er Jahren erreichte dieses Leben seinen Höhepunkt. Heute ist davon noch etwas übrig – aber anders, leiser, fast wie ein Echo.

    Und trotzdem: Die Seele ist geblieben.

    Auf dem Place Saint-Pierre rollen die Boulekugeln über den Sand. Ein älterer Mann lehnt sich zurück, misst den Wurf mit kritischem Blick und murmelt etwas, das wie ein halber Fluch klingt. Zwei Straßen weiter verkauft ein kleiner Laden frischen Fisch, daneben sitzen Menschen bei einem Glas Wein und diskutieren über nichts und alles gleichzeitig.

    So sieht gelebte Normalität aus.


    Der Weg nach oben fühlt sich an wie ein Perspektivwechsel – nicht nur geografisch, sondern auch innerlich. Mit jedem Schritt entfernt man sich vom Rauschen des Meeres, und plötzlich wird es stiller. Fast ehrfürchtig.

    Haut-de-Cagnes wirkt wie ein Relikt aus einer anderen Zeit, aber keines, das verstaubt ist. Die engen Gassen winden sich wie kleine Geschichten durch den Ort, Treppen führen zu versteckten Plätzen, und hinter jeder Ecke wartet eine neue Ansicht.

    Hier oben leben Menschen – etwa 650, sagt man. Und sie leben nicht in einem Freilichtmuseum, sondern in einem Dorf, das seinen Rhythmus bewahrt hat.

    Ist das nicht genau das, wonach viele suchen, ohne es wirklich zu benennen?

    Zwischen alten Steinmauern und blühenden Pflanzen entfaltet sich eine Ruhe, die fast ungewohnt wirkt. Kein hektisches Treiben, keine aufdringlichen Souvenirshops. Stattdessen Türen, die halb offen stehen, Stimmen aus Fenstern, irgendwo klappert Geschirr.

    Und dann steht man plötzlich davor.


    Das Château Grimaldi erhebt sich über dem Ort, als hätte es alles schon gesehen – und wahrscheinlich stimmt das auch. Errichtet um das Jahr 1300 von Rainier Grimaldi, diente es zunächst als Festung. Dicke Mauern, strategische Lage, ein Ort der Kontrolle.

    Doch die Zeit verändert selbst die stärksten Mauern.

    Im 17. Jahrhundert verwandelte sich die Burg in einen Wohnsitz, fast elegant, mit verzierten Innenräumen und kunstvollen Decken. Später wurde sie zum Museum – ein Wandel, der fast symbolisch wirkt. Vom Schutzraum zum Kulturraum, von der Verteidigung zur Begegnung.

    Wenn man durch die Räume geht, spürt man diese Schichten. Alte Steine, moderne Kunst, ethnografische Sammlungen, barocke Malereien – alles existiert nebeneinander, ohne sich zu widersprechen.

    Es ist, als würde das Gebäude selbst erzählen: Geschichte ist nichts Starres.


    Ein paar Schritte weiter, gedanklich zumindest, taucht ein anderer Name auf, der eng mit diesem Ort verbunden ist: Pierre-Auguste Renoir.

    Der Künstler verbrachte seine letzten Jahre hier, in einem Haus voller Licht und Blick auf Olivenbäume. Heute ist daraus das Musée Renoir geworden – ein Ort, der nicht nur Werke zeigt, sondern auch ein Leben spürbar macht.

    Man stellt sich vor, wie Renoir hier saß, vielleicht mit schmerzenden Händen, aber mit einem Blick, der immer noch Schönheit fand. Die Farben, das Licht, die Landschaft – all das scheint bis heute nachzuwirken.

    Und plötzlich bekommt der Ort eine neue Dimension.

    Nicht nur Fischer und Burgherren, sondern auch Kunst und Inspiration.


    Natürlich spielt auch das Essen eine Rolle – und zwar eine ziemlich große. Denn was wäre ein Ort am Mittelmeer ohne seine Küche?

    In Cagnes-sur-Mer trifft vieles aufeinander. Frischer Fisch, direkt aus dem Meer. Mediterrane Aromen, die nach Sonne schmecken. Und dann diese italienische Note, die sich ganz selbstverständlich einfügt.

    Zum Beispiel im Restaurant Forno di Napoli, wo neapolitanische Pizza serviert wird, als wäre Neapel nur einen Steinwurf entfernt. Der Teig luftig, der Rand leicht verbrannt, der Geschmack intensiv – so einfach, so gut.

    Und während man dort sitzt, vielleicht mit Blick auf das Meer, merkt man: Grenzen spielen hier kaum eine Rolle.

    Alles fließt ineinander.

    Die Gespräche, die Gerüche, die Kulturen.


    Was macht diesen Ort also besonders? Es ist nicht ein einzelnes Highlight, kein spektakuläres Wahrzeichen, das alles überstrahlt. Vielmehr ist es das Zusammenspiel – dieses Nebeneinander von Alt und Neu, von Meer und Stein, von Alltag und Geschichte.

    Cagnes-sur-Mer versucht gar nicht erst, perfekt zu wirken. Und genau das macht es so angenehm.

    Hier darf etwas schief sein, etwas ungeschliffen, ein bisschen improvisiert. Vielleicht wirkt genau deshalb alles echter. Man fühlt sich nicht wie in einer Kulisse, sondern wie in einem Ort, der lebt.

    Und der einen einlädt, Teil davon zu werden – zumindest für eine Weile.


    Wer morgens durch das Fischerviertel läuft, mittags die Gassen von Haut-de-Cagnes erkundet und abends bei einem Glas Wein am Meer sitzt, versteht langsam, was diesen Ort ausmacht. Es ist kein lautes Verstehen, kein plötzlicher Aha-Moment.

    Eher ein leises Nicken.

    So nach dem Motto: Ja, genau so fühlt sich das richtig an.

    Und vielleicht nimmt man genau dieses Gefühl mit nach Hause.

    Nicht spektakulär, nicht dramatisch – aber irgendwie nachhaltig.


    Am Ende bleibt die Frage, die sich ganz von selbst stellt: Muss ein Ort laut sein, um in Erinnerung zu bleiben?

    Cagnes-sur-Mer antwortet darauf ganz entspannt mit einem leisen Nein. Und während anderswo die Kulissen glänzen und funkeln, lebt hier etwas, das sich nicht so leicht fotografieren lässt: Atmosphäre.

    Ein bisschen rau, ein bisschen warm, ein bisschen wie ein Gespräch, das nie ganz endet.

    Und genau deshalb bleibt es hängen.

    Ein Artikel von M. Legrand

  • Louis Sarkozy in Menton: Der gescheiterte Schulterschluss der Rechten und der Aufstieg des Rassemblement national

    Louis Sarkozy in Menton: Der gescheiterte Schulterschluss der Rechten und der Aufstieg des Rassemblement national

    Der Ausgang der Kommunalwahl in Menton markiert mehr als eine lokale Machtverschiebung an der Côte d’Azur. Mit dem Sieg von Alexandra Masson und der gleichzeitigen Niederlage des von Louis Sarkozy unterstützten Bündnisses verdichten sich Entwicklungen, die weit über die Stadt hinausweisen: die strukturelle Schwäche der bürgerlichen Rechten, die strategische Konsolidierung des Rassemblement National (RN) – und die begrenzte Zugkraft politischer Namen. Ein klarer Sieg mit Signalwirkung Im zweiten Wahlgang setzte sich Alexandra Masson, Abgeordnete des Rassemblement national, mit 49,09 % der Stimmen durch und wurde zur Bürgermeisterin von Menton gewählt. Bereits im ersten Durchgang hatte sie mit 36,25 % deutlich vor ihren Konkurrenten gelegen. Die Liste von Sandra Paire, die sich im zweiten Wahlgang mit Louis Sarkozy zusammenschloss, konnte diesen Vorsprung nicht mehr aufholen. Das Ergebnis bestätigt ein Muster, das sich zunehmend in südfranzösischen Kommunen zeigt: Der RN ist nicht länger…

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  • „Es ist ein Wunder“ – Wie ein 84-Jähriger nach 48 Stunden aus einer Felsspalte bei Nizza gerettet wurde

    „Es ist ein Wunder“ – Wie ein 84-Jähriger nach 48 Stunden aus einer Felsspalte bei Nizza gerettet wurde

    Zwei eisige Nächte, steiles Gestrüpp, ein Sturz ins Nichts – und am Ende ein Satz, den erfahrene Retter nur selten aussprechen: „C’est un miracle.“ Ein Wunder. In den Hügeln oberhalb von Nizza ist ein 84 Jahre alter Mann lebend gefunden worden, nachdem er beinahe 48 Stunden am Grund einer schwer zugänglichen Schlucht ausgeharrt hatte. Was leicht in einer Tragödie hätte enden können, entwickelte sich zu einer Geschichte, die selbst routinierte Einsatzkräfte bewegt. Alles begann mit einem gewöhnlichen Spaziergang. Der Rentner, in der Nachbarschaft als rüstig und naturverbunden bekannt, verließ am Vormittag sein Zuhause. Die Höhenlagen rund um die Stadt locken mit Pinienwäldern, schmalen Pfaden und Ausblicken auf das Mittelmeer. Wer hier unterwegs ist, spürt Freiheit. Doch die Idylle trügt. Als der Mann am Abend nicht zurückkehrte, wuchs die Unruhe. Angehörige alarmierten die Behörden. In den Alpes-Maritimes greifen in solchen Momenten eingespielte Abläufe: Feuerwehr, Spezialeinheiten für…

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