Schlagwort: Bildungspolitik

  • Rentrée 2025: Schule im Ausnahmezustand – 850.000 Lehrkräfte am Limit

    Rentrée 2025: Schule im Ausnahmezustand – 850.000 Lehrkräfte am Limit

    Es ist der letzte Freitag im August, und wie jedes Jahr kehren die Lehrerinnen und Lehrer Frankreichs aus den Ferien zurück in die Klassenzimmer – diesmal sind es über 850.000. Drei Tage vor der Ankunft der Schüler beginnt ihre sogenannte „pré-rentrée“. Was wie ein eingespieltes Ritual wirkt, ist dieses Jahr mehr denn je ein Weckruf: Die französische Schule steckt tief in der Krise. Leere Klassen, fehlendes Personal Sophie Vénétitay, Generalsekretärin des Lehrerverbands SNES-FSU, bringt es auf den Punkt: „C’est la rentrée de la pénurie“ – der Schuljahresbeginn der Mangelwirtschaft. Zwischen 5.000 und 6.000 Lehrerstellen sind unbesetzt, ein dramatischer Befund für ein Land mit allgemeiner Schulpflicht. Doch der Personalmangel ist nicht das einzige Problem. Zwei Drittel aller Lehrkräfte haben in den letzten zwei Jahren über einen Berufswechsel nachgedacht. Der Beruf, einst Berufung, verliert an Sinn und Glanz. Der Frust reicht tief – von der Grundschule bis zum Lycée. Stagnierende Gehält…

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  • Wohnstress statt Studi-Start: Warum der Wohnungsmarkt in Montpellier zum Prüfstein für junge Menschen wird

    Wohnstress statt Studi-Start: Warum der Wohnungsmarkt in Montpellier zum Prüfstein für junge Menschen wird

    Es ist jedes Jahr dasselbe Spiel – und es wird nicht einfacher. In Montpellier, einer der größten Uni-Städte Frankreichs, beginnt das Wintersemester 2025 nicht mit akademischer Vorfreude, sondern mit dem bangen Blick auf den Wohnungsmarkt. Zehntausende Studierende suchen ein Dach über dem Kopf. Doch die Angebote bleiben knapp, die Mieten steigen – und die Wartelisten sind längst keine Listen mehr, sondern regelrechte Mauern. Der Wohnungsmarkt? Ein Dschungel. Und viele stolpern schon am Eingang. Ausbau, Ausbau, Ausbau – und trotzdem zu wenig Die Institution „Crous de Montpellier-Occitanie“, zuständig für studentische Wohnheime, gibt sich alle Mühe. Im März 2025 wurden 72 neue Studios in der Cité Boutonnet eingeweiht. Weitere 150 Wohnungen sollen dort bis Jahresende entstehen. Im September folgt zusätzlich ein neues Wohnhaus mit 90 Einheiten – 200 weitere sind bereits eingeplant. Ein beachtliches Tempo. Aber: Montpellier zählt über 80.000 Studierende. Und nur rund 9 Prozent von ihnen erg…

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  • Beginn des neuen Schuljahrs: Bildungsinvestitionen in der Île-de-France stoßen an Grenzen

    Beginn des neuen Schuljahrs: Bildungsinvestitionen in der Île-de-France stoßen an Grenzen

    Die diesjährige Rückkehr in die Klassenzimmer der Île-de-France steht unter dem Zeichen knapper werdender Ressourcen. Valérie Pécresse, die Präsidentin der Region, kündigte für den Herbst 2025 die Schaffung von 1.000 zusätzlichen Schulplätzen an den Gymnasien an. Im Vergleich zu den 2.100 Plätzen des Vorjahres markiert dies einen deutlichen Rückgang und verweist auf die zunehmende Beschränkung der öffentlichen Finanzen im größten Ballungsraum Frankreichs.

    Demografischer Druck und Ausbauprogramme Seit Jahren kämpft die Region mit den Folgen einer anhaltenden demografischen Dynamik. Bereits 2016 wurde ein „Plan d’urgence pour les lycées“ aufgelegt, dessen Budget mit 6,6 Milliarden Euro ausgestattet wurde. Ziel war es, die Kapazitäten auszuweiten und veraltete Gebäude zu modernisieren. Nach Angaben der Regionalverwaltung konnten bislang rund 15.000 neue Plätze geschaffen werden. Zwei Drittel der Schülerinnen und Schüler lernen inzwischen in neu errichteten oder grundlegend renovierten sc…

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  • Inklusion im Klassenzimmer: Frankreichs langer Weg zur schulischen Teilhabe von Kindern mit Behinderungen

    Inklusion im Klassenzimmer: Frankreichs langer Weg zur schulischen Teilhabe von Kindern mit Behinderungen

    Die Einschulung von Kindern mit Behinderungen gilt in Frankreich als Grundrecht – rechtlich fest verankert und politisch breit anerkannt. Seit der großen Reform von 2005 hat sich das Land auf den Weg gemacht, das Versprechen einer inklusiven Schule einzulösen. Doch zwischen Gesetzeslage und Alltagserfahrung klafft weiterhin eine Lücke, die für viele Familien zur Belastungsprobe wird. Ein rechtlicher Meilenstein von 2005 Mit der Loi du 11 février 2005, dem „Gesetz für die Gleichstellung von Rechten und Chancen, die Partizipation und die Staatsbürgerschaft von Menschen mit Behinderungen“, setzte Frankreich einen normativen Eckpfeiler. Es verankert das Recht jedes Kindes auf Schulbesuch in einer Einrichtung seines Wohnbezirks, möglichst im Regelschulbetrieb. Der Staat wurde verpflichtet, für die notwendigen Anpassungen zu sorgen – von baulichen Maßnahmen über technische Hilfsmittel bis hin zu pädagogischen Begleitungen. Unterstrichen wird dieses Prinzip im Artikel L.111-1 des Code de l’éd…

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  • Kommentar: Schluss mit dem Pariser Diktat – Frankreich braucht endlich Föderalismus

    Kommentar: Schluss mit dem Pariser Diktat – Frankreich braucht endlich Föderalismus

    Frankreich ist krank. Und der Grund ist nicht erst seit gestern bekannt: ein lähmender Zentralismus, der alles kontrolliert, alles normiert, alles gleichmachen will – von der Schulbuchlektüre im bretonischen Hinterland bis zur Subventionspolitik im ländlichen Okzitanien. Wir sind 67 Millionen Menschen mit hundert Identitäten, aber leben in einer Republik, die uns einzureden versucht, wir seien nur eine einzige: französisch – im Sinne von „pariserisch“. Es reicht. Der Föderalismus ist nicht nur eine Option. Er ist die einzige Antwort, wenn wir unsere Demokratie retten wollen.

    Die Arroganz von Paris – und die Wut der Provinz

    Fragen wir uns ehrlich: Welche Region Frankreichs fühlt sich heute noch vertreten? Ob Elsass, Auvergne oder Korsika – überall herrscht das gleiche Gefühl: „On ne compte pas“ – wir zählen nicht. Die technokratische Elite in Paris hat jahrzehntelang über unsere Köpfe hinweg entschieden, unsere Dialekte belächelt, unsere Geschichte ausradiert, unsere Bedürfnisse ignoriert. Und dann wundert man sich über Wahlverweigerung, Misstrauen, Radikalisierung?

    Die Pariser Republik hat ihre Legitimität in der Fläche verspielt. Die Gelbwesten-Bewegung war nur der Anfang. Was wir erleben, ist ein tiefer, struktureller Vertrauensbruch. Und solange die Hauptstadt glaubt, mit ein paar Dezentralisierungs-Versprechen und Regionalförderprogrammen sei es getan, wird sich daran nichts ändern.

    Föderalismus ist kein Risiko – sondern eine Befreiung

    Was wäre, wenn Frankreich nicht mehr Angst vor Vielfalt hätte? Wenn das Elsass eigene Bildungspläne entwickeln dürfte, die Bretagne ihre Sprache fördern, die Provence ihre Raumplanung selbst gestalten? Würde das die Republik zerreißen? Nein – es würde sie endlich atmen lassen.

    Denn Föderalismus ist kein Sprengsatz. Er ist ein Versprechen. Ein Versprechen auf Demokratie, die nicht nur alle fünf Jahre eine Urne kennt, sondern auch Mitsprache im Alltag ermöglicht. Ein Versprechen auf Identität, die mehr sein darf als Marianne und Marsellaise. Ein Versprechen auf Würde.

    Man mag mit dem Finger auf Deutschland, Belgien, Spanien oder Italien zeigen und vor der Fragmentierung warnen. Doch was bitte ist der Status quo anderes als eine fortgeschrittene Zersetzung der nationalen Einheit? Die wirkliche Gefahr ist nicht Föderalismus – sondern das Weiter-so in einem System, das von vielen als Fremdherrschaft empfunden wird.

    Frankreichs Republik – eine Monokultur in der Krise

    Die französische Republik hat sich einst auf die Fahnen geschrieben, durch Bildung und Gleichheit den Bürger zu befreien. Doch daraus ist längst eine Monokultur geworden, die Vielfalt als Bedrohung empfindet. Die offizielle Haltung zu Regionalsprachen – jahrzehntelang unterdrückt und verspottet – ist ein Skandal. Dass Kinder in Katalonien, in Wales oder in Südtirol zweisprachig aufwachsen, gilt dort als Bereicherung. In Frankreich? Als „Gefahr für die Einheit der Nation“.

    Dieser republikanische Dogmatismus ist nicht mehr zeitgemäß. Er ist nicht inklusiv, sondern ausgrenzend. Nicht modern, sondern autoritär. Und er zerstört, was er zu schützen vorgibt: den sozialen Zusammenhalt. Die jüngste Ifop-Umfrage beweist es eindrucksvoll: 71 % der Franzosen wollen Föderalismus. Das ist kein Ausreißer – das ist ein Volkswille.

    Die Stunde der Entscheidung

    Es ist Zeit, die alten Dogmen zu entsorgen. Zeit, die Republik zu erneuern, nicht in ihrer Substanz, sondern in ihrer Form. Der Föderalismus ist kein deutscher Import, keine kulturelle Kapitulation. Er ist ein demokratischer Fortschritt, der endlich anerkennt, dass Gleichheit nicht Gleichmacherei bedeutet – und dass Einheit nur dort funktioniert, wo Unterschiede respektiert werden.

    Wer das nicht sehen will, betreibt Verweigerung auf Kosten der Demokratie. Wer das verhindert, sät weiter Misstrauen. Wer das ignoriert, riskiert den Zerfall.

    Frankreich verdient mehr als eine zentralistische Verwaltungselite, die nur Paris sieht. Es verdient eine Republik, die die Vielfalt ihrer Regionen nicht nur duldet, sondern feiert. Es verdient einen Föderalismus, der den Menschen zurückgibt, was ihnen genommen wurde: Einfluss, Stolz, Heimat.

    Denn wer Frankreich wirklich liebt, der muss es endlich föderal denken.

    Ein Kommentar von Daniel Ivers

  • Kommentar: „Ils m’appelaient chouf“: Wie wir unsere Kinder an die Drogenmafia verlieren – und warum wir es zulassen

    Kommentar: „Ils m’appelaient chouf“: Wie wir unsere Kinder an die Drogenmafia verlieren – und warum wir es zulassen

    Ich erinnere mich noch genau an den Jungen, der mich eines Abends in Marseille mit leerem Blick ansah. Vielleicht war er 13, vielleicht 14 – aber er sprach wie ein Mann, der schon zu viel gesehen hat. „Ils m’appellent chouf“, sagte er. Sie nennen mich den Späher. Er stand am Eingang eines heruntergekommenen Immeubles, sein Handy in der Hand, bereit zu warnen, wenn die Polizei kommt. Er war höflich, nicht aggressiv. Und vollkommen verloren.

    Es war nicht sein Blick, der mir das Herz zerriss – es war die Gleichgültigkeit, mit der er seine Rolle akzeptierte. Der Staat war für ihn ein Phantom, seine Schule eine Ruine, seine Zukunft ein Witz. Die einzigen, die ihm Anerkennung gaben, waren die Dealer. Und wir – wir alle – lassen das zu.

    Die Mafia übernimmt, wo der Staat versagt

    Frankreich hat sich über Jahre hinweg an einen schleichenden Kontrollverlust gewöhnt. In Hunderten von Vierteln « sensibles » herrscht nicht mehr die République, sondern das Recht des Stärkeren – oder besser: das des Schnellsten. Denn die Drogenökonomie funktioniert effizienter als jedes staatliche Förderprogramm. Sie zahlt besser, bindet stärker, rekrutiert jünger.

    Wir reden heute davon, dass Kinder mit 12 Jahren für Gangs arbeiten. Zwölf. Während bürgerliche Eltern über bilinguale Grundschulen diskutieren, lernt ein anderer Teil der Gesellschaft, wie man Haschisch transportiert, wie man den Blick senkt, wenn das Blaulicht kommt, wie man mit 50 Euro am Tag Respekt verdient.

    Wir dürfen nicht mehr von „abgerutschten Jugendlichen“ sprechen – das ist eine gefährlich beschönigende Metapher. Die Wahrheit ist: Wir lassen zu, dass kriminelle Strukturen systematisch Kinder rekrutieren, emotional manipulieren und sozialisieren. Sie werden nicht nur Täter – sie werden vor allem Produkte eines zynischen Systems, das ihre Sehnsüchte besser versteht als jede Schulbehörde.

    Wegsehen ist Mittäterschaft

    Die Politik liefert sich der Illusion aus, man könne das Problem wegrepressieren. Mehr Polizei, härtere Strafen, neue Gesetze – das alles ändert nichts an der sozialen Realität, in der diese Kinder leben. Jeder zerschlagene Drogenring wird durch einen neuen ersetzt, jede Razzia ist am nächsten Tag vergessen.

    Gleichzeitig versagen unsere präventiven Institutionen auf ganzer Linie. Schulsozialarbeiter sind überfordert, Jugendrichter frustriert, lokale Initiativen unterfinanziert. Während wir Integrationsdebatten führen, verlieren wir Generationen an Parallelwelten, in denen die Regeln des republikanischen Zusammenlebens nie vermittelt wurden – nicht weil die Jugendlichen sie nicht verstehen könnten, sondern weil niemand sie ihnen erklärt hat.

    Noch schlimmer: Wir normalisieren das. Wenn ein 15-Jähriger mit einem Scooter und einer Louis-Vuitton-Tasche durch die cité fährt, zucken wir mit den Schultern. „So ist das halt heute.“ Nein. So darf das nicht sein.

    Wer diese Kinder retten will, muss mehr riskieren

    Es braucht keine neuen Gesetze, sondern einen radikalen Perspektivwechsel. Wer diese Kinder zurückholen will, muss dorthin, wo sie sind: auf die Straße, in die Treppenhäuser, in die stillgelegten Turnhallen. Es reicht nicht, Integrationskurse anzubieten – wir müssen alternative Biografien aufbauen.

    Initiativen wie „Cap Jeunes“ in Amiens zeigen, dass es geht. Ex-Dealer als Mentoren, Sozialarbeiter mit echter Präsenz, kulturelle Programme mit Substanz statt Symbolpolitik – das ist der Weg. Aber dafür braucht es Mut. Den Mut, Ressourcen umzuleiten. Den Mut, auch gegen Widerstand von Sicherheitsfanatikern und Etatisten zu sagen: Diese Kinder sind nicht verloren – noch nicht.

    Und es braucht Öffentlichkeit. Wir müssen aufhören, wegzuschauen. Jeder von uns, der in einem sicheren Viertel lebt, der das Glück hatte, mit intakter Familie und Zukunft aufzuwachsen, hat eine Verantwortung. Denn in einem Land wie Frankreich – das sich Republik nennt – darf das Schicksal eines Kindes nicht vom Postleitzahlenbereich abhängen.

    Wollen wir Kinder oder Soldaten?

    Am Ende stellt sich eine schmerzhafte, aber entscheidende Frage: Wollen wir, dass unsere Gesellschaft Kinder großzieht – oder dass sie Soldaten für die Unterwelt produziert? Denn genau das tun wir derzeit.

    Der 13-jährige „chouf“ in Marseille hatte keine Träume mehr. Nur einen Job. Nur ein System, das ihn benutzt und dann wegwirft. Wir können uns entscheiden, das zu ändern. Aber dafür müssen wir aufhören, uns selbst zu belügen.

    Es gibt keine Neutralität im Angesicht solcher Ungerechtigkeit. Schweigen ist Komplizenschaft.

    Von Andreas Brucker

  • „Eine Jahrhundertchance für die Wissenschaft“ – und weitere World-News

    „Eine Jahrhundertchance für die Wissenschaft“ – und weitere World-News

    US-Universitäten sind ein leichtes Ziel für rechtspopulistische Kritik. Umfragen zeigen, dass viele Amerikaner sie als zu liberal, zu teuer und zu elitär empfinden – und das nicht völlig ohne Grund. Doch der Konflikt zwischen der Trump-Regierung und der Harvard University geht über bloße Symbolpolitik hinaus: Er ist zum Testfall für den Versuch geworden, der akademischen Welt eine politische Agenda aufzuzwingen – quer durch die 2.600 Hochschulen der Vereinigten Staaten. Studierende, Lehrende und Forschende geraten gleichermaßen unter Druck. Das gefährdet die globale Spitzenstellung der amerikanischen Wissenschaft, die über Jahrzehnte hinweg aufgebaut wurde.

    Was bedeutet das für den Rest der Welt?

    Europäische Staaten buhlen inzwischen offensiv um in den USA tätige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Sie bieten ihnen eine Art „wissenschaftliches Asyl“ – oder, wie ein französischer Minister es formulierte, „ein Licht in der Dunkelheit“.
    Auch Kanada konnte bereits mehrere renommierte US-Akademiker gewinnen, darunter drei festangestellte Yale-Professoren mit Forschungsschwerpunkten auf Autoritarismus und Faschismus.
    Das Australian Strategic Policy Institute bezeichnete die momentane Lage als „eine Jahrhundertchance für den intellektuellen Zugewinn“ – außerhalb der USA.

    Wer hat das Erfolgsrezept?

    Im mittleren 20. Jahrhundert galt Amerika vielen als wohlwollende Großmacht – verpflichtet der wissenschaftlichen Freiheit und der Demokratie. Es zog die klügsten Köpfe an, die vor Faschismus und autoritären Regimen aus Europa flohen.

    Heute könnte ausgerechnet China zum größten Profiteur der amerikanischen Selbstzerstörung werden. Chinesische Universitäten bemühen sich seit Jahren um internationale Spitzenforscher – nun liefert ihnen Washington indirekt Schützenhilfe. Ein Anzeichen für die Wirksamkeit dieser Strategie bietet Afrika. Immer mehr Afrikaner lernen Mandarin, und mittlerweile studieren fast doppelt so viele in China wie in den Vereinigten Staaten.

    Ein Blick zurück – und nach vorn

    Kann Amerika seine wissenschaftliche Vormachtstellung aus ideologischen Gründen tatsächlich verspielen? Ein solches Szenario ist nicht ohne historisches Vorbild: In den 1930er-Jahren verlor das nationalsozialistische Deutschland seine wissenschaftliche Führungsrolle innerhalb weniger Jahre an die USA.
    Als Deutsche*r denkt man vielleicht allzu schnell an diese Zeit zurück – doch der Vergleich ist in diesem Fall tatsächlich instruktiv. Mehrere prominente US-Journalisten, die sich mit den Folgen des harten Vorgehens der Trump-Regierung gegen internationale Studierende und Forschende befassen, ziehen Parallelen zu Hitlers systematischer Ausschaltung von Wissenschaft und Intellektuellen.

    Bislang kann keine andere Region das Erfolgsrezept der USA – bestehend aus finanziellen Ressourcen, geistiger Freiheit, Risikobereitschaft und Einwanderungsoffenheit – vollständig replizieren. Sollte Amerika als wissenschaftliche Supermacht stürzen und entscheidende Durchbrüche ausbleiben, wäre das ein Rückschlag für die gesamte Welt.


    Schattenseite der grünen Energiewende

    Am 9. Juli berichteten wir an dieser Stelle über seltene Erden – und darüber, wie es möglich wäre, sie sauberer, ethischer und ohne chinesische Dominanz zu fördern. Doch das hat seinen Preis.
    Berichtet wurde jetzt ein Abbau von seltenen Erden an der thailändisch-myanmarischen Grenze, welcher die Schattenseiten des gegenwärtigen Rohstoffbooms besonders deutlich macht. Die seltenen Erden, die dort abgebaut werden – unter anderem für E-Autos, Windkraftanlagen und Atomkraftwerke – stammen aus einem meist rechtsfreien Raum, in dem chinesische Unternehmen nach Herzenslust agieren.

    Der Erlös aus dem Rohstoffhandel finanziert lokale Milizen im Bürgerkrieg Myanmars. Zugleich verschmutzt der Abbau Wasserquellen und zerstört Lebensgrundlagen. Die seltenen Erden aus Myanmar sind billig, weil es dort keine Regulierung gibt. Doch der soziale und ökologische Preis für die Menschen vor Ort ist hoch.


    Weitere wichtige Nachrichten

    Gaza: Bei einem israelischen Luftangriff nahe eines Wasserverteilungspunktes in Zentral-Gaza wurden mindestens zehn Menschen, darunter viele Kinder, getötet. Das israelische Militär sprach von einem „technischen Fehler“.

    Handel: Donald Trump kündigte an, ab dem 1. August Zölle in Höhe von 30 Prozent auf EU-Waren zu erheben. Angesichts wachsender Handelskonflikte suchen die EU und andere Partner nach neuen globalen Handelsstrukturen.

    Asien: Länder mit wirtschaftlicher Ausrichtung auf den US-Markt stehen unter Druck. Sie suchen nach alternativen Handelspartnern – bislang mit begrenztem Erfolg.

    Flugzeugabsturz in Indien: Eine erste Untersuchung ergab, dass nach dem Start bei beiden Triebwerken der Treibstoff abgestellt wurde – ohne erkennbare Erklärung.

    Texas: Zwei Tage nach den verheerenden Überschwemmungen wurden laut internen Dokumenten knapp zwei Drittel der Anrufe bei der Katastrophenhilfe-Hotline der FEMA nicht entgegengenommen.

    Wetter: Tropensturm Nari zieht derzeit über den Nordpazifik vor der japanischen Küste.

    Neukaledonien: Eine neue Vereinbarung mit Frankreich sichert der pazifischen Inselgruppe mehr Autonomie, bleibt jedoch hinter einer vollständigen Unabhängigkeit zurück.

    Autor: P. Tiko

  • USA verschärft Visavergabe: Social Media wird zum Einreise-Kriterium

    USA verschärft Visavergabe: Social Media wird zum Einreise-Kriterium

    Am 18. Juni 2025 hat das US-Außenministerium verfügt, dass Bewerber für F‑, M‑ und J‑Visa künftig ihre Social-Media-Profile offenlegen müssen. Betroffen sind internationale Studierende, Berufsschüler:innen und Teilnehmende an Austauschprogrammen. Wer seine X- oder Instagram-Konten nicht öffentlich macht, riskiert die Ablehnung des Visumantrags.

    Die Maßnahme ist Teil einer umfassenderen Strategie der Trump-Administration, Einreiseregeln drastisch zu verschärfen.

    Was bedeutet das konkret?

    Die neuen Vorschriften verlangen von Visabewerber:innen, dass sie ihre Profile – Facebook, Instagram, Twitter, TikTok, LinkedIn und Co. – für die US-Konsularbeamten einsehbar machen.

    Die Beamten prüfen die Online-Präsenz auf Hinweise zu feindseligen Äußerungen gegen die USA, Sympathien für Terrororganisationen oder antisemitisches Verhalten.

    Wer sich weigert, seine Accounts offenzulegen, gilt als potenziell verdächtig.

    Manche Bewerber:innen berichten, dass bereits Kommentare zu politischen Themen – etwa zur Nahostpolitik oder zur US-Außenpolitik – zu Problemen bei der Visumsvergabe geführt haben.

    Kritik aus Zivilgesellschaft und Bildungssektor

    Von Bürgerrechtsorganisationen bis hin zu Universitätsverbänden hagelt es Kritik.

    Der Vorwurf: Die Maßnahme verletze die Meinungsfreiheit, wirke einschüchternd und delegitimiere politische Äußerungen, die nicht im Einklang mit der offiziellen US-Linie stehen.

    Ein prominenter Kritiker sprach davon, dass Konsularbeamte nun zu Zensoren geworden seien – und somit nicht nur Einreisepolitik betreiben, sondern auch Deutungshoheit über legitimen Protest ausüben.

    Insbesondere internationale Studierende, die sich öffentlich solidarisch mit Palästinenser:innen erklären oder US-Militärinterventionen kritisieren, sehen sich einem erheblichen Risiko ausgesetzt.

    Was bedeutet das für die Betroffenen?

    Für angehende Studierende aus Ländern wie China, Indien oder dem Iran könnte die neue Regelung eine weitere Hürde auf dem ohnehin beschwerlichen Weg zum US-Studienplatz darstellen.

    Bereits jetzt berichten viele von monatelangen Wartezeiten, Nachforderungen und ausbleibenden Rückmeldungen seitens der Konsulate.

    Manche ziehen sogar rechtliche Schritte in Betracht – vor allem, wenn die Ablehnung ohne klare Begründung erfolgt.

    Für alle anderen gilt: Die eigene Online-Präsenz wird plötzlich zum sicherheitsrelevanten Prüfstein. Ironisch, dass ein witziger Memepost oder ein flapsiger Kommentar zur Außenpolitik plötzlich über eine akademische Zukunft entscheiden kann.

    Gefährdung der Attraktivität des US-Standorts

    Amerikanische Universitäten genießen weltweit einen exzellenten Ruf – doch dieser könnte nun Schaden nehmen.

    Weniger internationale Bewerbungen, sinkende Diversität auf dem Campus, weniger Perspektiven für globale Vernetzung: Das sind reale Konsequenzen, mit denen Bildungseinrichtungen rechnen müssen.

    Vor allem kleinere Hochschulen abseits der Metropolen könnten wirtschaftlich unter Druck geraten, wenn ganze Jahrgänge ausbleiben.

    Zudem wird die USA damit im Wettbewerb um internationale Talente gegenüber Ländern wie Kanada, Australien oder Deutschland deutlich unattraktiver.

    Sicherheit vs. Freiheit – ein altbekannter Konflikt

    Aus Sicht der US-Regierung dient die Regelung dem Schutz nationaler Interessen. Die digitale Spur von Bewerber:innen soll dabei helfen, radikale Tendenzen frühzeitig zu erkennen.

    Doch Kritiker:innen werfen der Regierung vor, unter dem Deckmantel der Sicherheit gezielt gegen politisch unbequeme Meinungen vorzugehen.

    Gerade vor dem Hintergrund zunehmender Spannungen auf US-Campussen rund um Themen wie Israel/Palästina oder Rassismus wächst die Sorge, dass Meinungsfreiheit geopfert wird – auf dem Altar der politischen Opportunität.

    Ein Gefühl der Unsicherheit – und das auf beiden Seiten.

    Studierende fragen sich: „Kann ich noch sagen, was ich denke?“

    Und Konsularbeamte: „Wo ziehe ich die Grenze zwischen legitimer Meinung und radikaler Gesinnung?“

    Was bleibt, ist ein System, das potenzielle Denker:innen und Talente aus aller Welt dazu zwingt, sich selbst zu zensieren – oder ganz woanders zu studieren.

    Ob das wirklich der klügste Weg ist?

    Autor: Daniel Ivers

  • Schockwelle im US-Bildungssystem: Harvard darf keine ausländischen Studierenden mehr unterrichten

    Schockwelle im US-Bildungssystem: Harvard darf keine ausländischen Studierenden mehr unterrichten

    Ein Donnerschlag erschüttert die akademische Welt: Die Trump-Regierung hat der renommierten Harvard University das Recht entzogen, ausländische Studierende zu unterrichten. Diese Entscheidung betrifft mehr als ein Viertel der Studierenden dieser weltweit geachteten und bekannten Universität – rund 6.700 junge Menschen aus aller Welt, die für das Studienjahr 2025–2026 nun um ihre Zukunft bangen müssen.

    Ein beispielloser Schritt

    Mit einem Federstrich hat das US-Heimatschutzministerium unter Kristi Noem das SEVIS-Programm von Harvard annulliert. Dieses System ist die Lebensader für internationale Studierende in den USA – ohne SEVIS-Zertifizierung kein Visum, kein Studium, keine Zukunft in Harvard.

    Die Begründung? Harvard habe es versäumt, der Regierung bestimmte Informationen bereitzustellen. Gleichzeitig, so Noem, herrsche auf dem Campus ein „gefährliches Umfeld“ – angeblich feindlich gegenüber jüdischen Studierenden, mit Sympathien für Hamas-nahe Positionen und einer „rassistischen“ Politik von Vielfalt und Inklusion.

    Starke Worte – aber was steckt wirklich dahinter?

    Politisches Kalkül statt Sicherheitsbedenken?

    Die Maßnahme reiht sich ein in eine größere Kampagne der Trump-Regierung gegen die Eliteuniversitäten des Landes. Seit Monaten kritisieren konservative Kreise, dass diese Einrichtungen eine zu linke Agenda verfolgen würden – mit „woker“ Ideologie und einem Mangel an Unterstützung für jüdische Studierende, vor allem im Kontext der pro-palästinensischen Proteste nach der Eskalation des Gaza-Konflikts.

    Doch viele Beobachter vermuten einen anderen Grund: ein gezielter Angriff auf das liberale Herz der amerikanischen Bildung. Harvard, als Symbol für Elitedenken und globalen Austausch, steht dabei besonders im Fokus.

    Verlorene Milliarden und erzwungene Transfers

    Bereits vor dieser Entscheidung hatte die Regierung Harvard Subventionen in Höhe von über zwei Milliarden Dollar gestrichen. Jetzt folgt der nächste Schlag – und der trifft nicht nur die Universität, sondern vor allem die Studierenden. Wer derzeit ein F- oder J-Visum besitzt, soll sich eine andere Uni suchen – sonst droht der Verlust des Aufenthaltsstatus.

    Wie soll das gehen – inmitten eines laufenden Studiums, mit beschränkten Plätzen an anderen Hochschulen und oftmals engen finanziellen Ressourcen?

    Harvard schlägt zurück

    Ein Sprecher der Universität nennt die Entscheidung „illegal“. Man wolle alles daran setzen, die Rechte internationaler Studierender zu schützen und Harvard als weltoffene Bildungsstätte zu erhalten. In der Tat: Mehr als 140 Nationen sind unter den Studierenden vertreten – Harvard lebt vom internationalen Austausch, von kultureller Vielfalt, von der Begegnung mit der Welt.

    Diversität – Bedrohung oder Bereicherung?

    Die Kritik an Harvard entzündet sich unter anderem an der sogenannten „Diversity-, Equity- und Inclusion“-Politik. Für die einen ein Werkzeug zur sozialen Gerechtigkeit, für die anderen ein Angriff auf die traditionellen Werte des Landes.

    Die große Frage

    Was bedeutet es für ein Land wie die USA, wenn eine ihrer berühmtesten Bildungseinrichtungen in den kulturellen und politischen Kampf hineingezogen wird – und am Ende Tausende junge Menschen den Preis zahlen?

    Die nächsten Wochen werden zeigen, ob Harvard diese massive Herausforderung überstehen kann. Klar ist: Die Entscheidung könnte das gesamte internationale Bildungssystem der USA ins Wanken bringen. Denn wer will künftig noch an eine Uni kommen, wenn das Aufenthaltsrecht jederzeit aus politischen Gründen entzogen werden kann?

    Von Andreas M. Brucker

  • Wenn Kinder zu Kämpfern werden: Gewalt an französischen Schulen erreicht ein neues Niveau

    Wenn Kinder zu Kämpfern werden: Gewalt an französischen Schulen erreicht ein neues Niveau

    Ein 13-jähriger Schüler wird mit vier Messern und einem Schlagring am Schultor erwischt – das klingt wie der Anfang eines Krimis, ist aber traurige Realität an einem ganz normalen Freitagmorgen im Mai 2025, mitten in Toulouse.

    Der Fall am Collège Paléficat ist kein Einzelfall mehr, sondern ein weiteres alarmierendes Symptom einer Entwicklung, die immer mehr Lehrer, Eltern und Politiker ratlos macht. Waffen in der Schultasche – das wird beängstigend oft zur bitteren Normalität.

    Snapchat und Rachefantasien: Wenn soziale Netzwerke zur Bühne werden

    Was war passiert? Die Schulverwaltung hatte eine Taschenkontrolle durchgeführt – nicht aus Routine, sondern wegen eines konkreten Hinweises einer Mutter. Die warnte vor einer geplanten Schlägerei nach Schulschluss. Und tatsächlich: Ein Schüler hatte nicht nur ein feststehendes Messer bei sich, sondern auch zwei Klappmesser, ein Austernmesser und einen Schlagring. So etwas trägt man nicht zum Spaß mit sich herum – oder?

    Doch genau das war offenbar die Haltung einiger Mitschülerinnen, die die Aktion herunterspielten: „War doch nur zum Spaß.“ Ein Satz, der einem eiskalt den Rücken hinunterläuft. Wie sehr muss sich das Bewusstsein für Gewalt bei Jugendlichen verschoben haben, wenn das Mitführen von Waffen nicht mehr als gefährlich, sondern als harmloser Gag gesehen wird?

    Die Konfrontation war offenbar akribisch vorbereitet worden – über Snapchat, dem sozialen Netzwerk der Wahl für viele Teenager. Zwei Tage zuvor hatte es schon eine Schlägerei gegeben. Jetzt wollte jemand „zurückschlagen“. Eine Revanche, die zum Glück vereitelt wurde – diesmal.

    Eine Schule im Ausnahmezustand

    Seit der Eröffnung im September 2024 ist das Collège Paléficat mit Problemen konfrontiert. Einige Lehrer schlagen längst Alarm. Sie berichten von zunehmender Gewalt, Respektlosigkeit und einem Umfeld, das für pädagogische Arbeit kaum noch Raum lässt. Ein schwieriges Pflaster – so sagen es auch viele Eltern, die die sozialen Spannungen im Norden von Toulouse gut kennen. Der neue Schulbau hat an der Realität wenig geändert.

    Einige fragen sich: Warum überhaupt bewaffnen sich Kinder? Die Antworten darauf sind vielschichtig. Fehlende elterliche Aufsicht, Gruppenzwang, der Wunsch nach Anerkennung oder schlicht Angst – alles spielt wohl eine Rolle. Eine Mutter meinte offen: „Manche Eltern haben einfach nicht mehr die Kontrolle über ihre Kinder.“

    Ein landesweites Phänomen – mit steigender Tendenz

    Nur zwei Wochen zuvor wurden zwei gleichaltrige Schüler in Saint-Herblain bei Nantes mit Messern erwischt. Der eine zeigte seinen Klappmesser stolz auf dem Schulhof, der andere spielte mit einem Opinel-Messer an der Tram-Haltestelle. Beinahe Alltag, wenn man den jüngsten Zahlen der Bildungsministerin glauben darf: Die Meldungen über bewaffnete Jugendliche haben sich innerhalb eines Jahres um 15 Prozent erhöht.

    Ein Trend, der kein regionales Problem mehr darstellt – sondern ein gesellschaftliches. Nach einem tödlichen Messerangriff an einem Gymnasium in Nantes ordnete Premierminister François Bayrou verstärkte Kontrollen an. „Autorität und Sicherheit müssen zurück in die Schulen der Republik“, verkündete er.

    Doch wie soll das gelingen? Reichen Polizeipräsenz und Taschenkontrollen wirklich aus?

    Mehr als Disziplin – eine Frage des Vertrauens

    Die eigentliche Herausforderung liegt tiefer: Gewalt ist oft der Ausdruck eines Schreis nach Aufmerksamkeit. Wer mit einem Messer in die Schule kommt, hat möglicherweise das Gefühl, sich anders nicht behaupten zu können – gegen Mobbing, soziale Ausgrenzung, familiäre Überforderung.

    Die Lösung liegt also nicht allein in härteren Maßnahmen. Es braucht mehr psychologische Betreuung, mehr Sozialarbeit, gezielte Programme zur Gewaltprävention. Vor allem aber braucht es das: Erwachsene, die zuhören und handeln – bevor etwas passiert.

    Denn jedes Kind, das zur Waffe greift, ist ein Kind, das in irgendeinem Bereich seines Lebens allein gelassen wurde.

    Die Schule darf kein Schlachtfeld werden

    Wollen wir wirklich riskieren, dass unsere Schulen zu Orten werden, an denen Kinder sich bewaffnen, weil sie Angst haben – oder weil es „cool“ ist? Die Antwort ist klar. Es braucht eine große gemeinsame Anstrengung: von Schulen, Eltern, Behörden und der gesamten Gesellschaft. Sonst ist die nächste Messerstecherei womöglich nicht mehr nur angekündigt – sondern Realität.

    Von C. Hatty