Die Regierung will angesichts der steigenden Kraftstoffpreise weitere Maßnahmen einführen. Unter anderem kündigte Jean Castex am Dienstag, dem 25. Januar, an, das Kilometergeld um 10% anzuheben.
Von dieser Maßnahme sollen 2,5 Millionen Steuerzahler profitieren. Jean Castex bestätigte am Dienstag, dem 25. Januar, dass die Kilometerpauschale um 10% angehoben wird. Diese steuerliche Erleichterung richtet sich insbesondere an Vielfahrer.
Lesen Sie auch: Benzinpreise: Welche Maßnahmen des Staates sind angesichts des Preisanstiegs überhaupt möglich?
Die Beträge zur Berechnung der Kilometerpauschale für steuerpflichtige Haushalte, die ihre Berufsauslagen absetzen können, wird „um 10% angehoben“, um dem Anstieg der Kraftstoffpreise entgegenzuwirken, kündigte der Premierminister an. Die Änderung solle noch „ab dieser Woche“ durch einen Erlass offiziell gemacht werden, sagte der Premierminister während einer Fragestunde in der Nationalversammlung.
Zweieinhalb Millionen Haushalte seien von dieser…
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Die Regierung erklärt, dass sie die Sorgen der französischen Verbraucher über die steigenden Kraftstoffpreise berücksichtige. Am Mittwoch, 19. Januar, äußerte sich Wirtschaftsminister Bruno Le Maire zur möglichen Einführung neuer Maßnahmen.
Der französische Wirtschaftsminister Bruno Le Maire sagte am 19. Januar im Radiosender RMC: „Ich werde weiterhin, wie ich es jeden Tag tue, die Kraftstoffpreise verfolgen (…) und sehen, ob es zusätzliche Maßnahmen gibt, die notwendig sind“. Zu den möglichen Ansätzen gehört die Forderung nach einer Preissenkung bei den Kraftstofflieferanten oder die Senkung der Steuern.
Eine Senkung der Steuer um 10 Cent würde den Staat viel Geld kosten.Mehreren Experten zufolge könnte eine Senkung der Kraftstoffsteuer den Staat sehr viel Geld kosten. „Wenn wir nur um einen Cent senken, werden die Franzosen nicht besonders glücklich sein. Man braucht ungefähr zehn Cent, damit es Sinn macht. Zehn Cent kosten fünf Milliarden, also ist der Spielraum für den Staat ext…
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Schon drei Monate nach dem spektakulären Preisanstieg im Herbst, der die Exekutive dazu veranlasste, der Hälfte der Franzosen eine „Inflationszulage“ zu zahlen, steht der erneute deutliche Anstieg der Benzinpreise wieder im Mittelpunkt. Der Verband „40 millions d’automobilistes“ (40 Millionen Autofahrer) fordert angesichts der nie zuvor erreichten Preise stärkere staatliche Maßnahmen.
Am 21. Oktober vorigen Jahres kündigte Premierminister Jean Castex die Einführung einer „Inflationszulage“ in Höhe von 100 Euro an, um den starken Anstieg der Kraftstoffpreise auszugleichen. Jeder zweite Franzose sollte in den Genuss der staatlichen Unterstützung kommen, d. h. 38 Millionen Bürger, was für den Staat Kosten von rund 3,8 Milliarden Euro bedeutete.
Die Mehrkosten für Benzin waren laut Experten auf die wirtschaftliche Erholung zurückzuführen, die den Preis für ein Barrel Öl in die Höhe schnellen ließ. Damals hoffte man, dass sich dieser Trend bald wieder beruhigen würde. Fast drei Monate später ist von einer Beruhigung allerdings nichts zu spüren. Das genaue Gegenteil ist der Fall.
Nachdem im Herbst der Presi von 1,55 Euro für Dieselkraftstoff erreicht wurde, wurde heute die Marke von 1,60 Euro überschritten, was einen Anstieg von 20 Cent innerhalb von 12 Monaten bedeutet. Diesel und Bleifrei 95 waren in Frankreich noch nie so teuer.
Des Verband „40 Millionen Autofahrer“, ging daher Anfang der Woche auf die Barrikaden. Er richtete einen offenen Brief an den Elysée-Palast, in dem er an Emmanuel Macron appellierte, die Preise zu senken.
Im Mittelpunkt der Forderungen steht nicht etwa eine neue Inflationszulage, sondern die Senkung der Steuern, insbesondere der Mehrwertsteuer, um die Kraftstoffpreise akzeptabler zu machen. Wenn ein Franzose heute 100 Euro für Benzin bezahlt, entfallen 60 Euro auf Steuern (TICPE, Mehrwertsteuer…).
Laut Wirtschaftsminister Bruno Le Maire würde die Senkung der Mehrwertsteuer auf Kraftstoff um nur einen Cent einen Einnahmeverlust von 500 Millionen Euro für die Staatskasse bedeuten.
Der Anstieg der Benzinpreise könnte weiter anhalten, da die wirtschaftliche Erholung trotz der Omikron-Variante anhält. Auch die jüngsten Spannungen in Kasachstan, dem größten Ölproduzenten in Zentralasien, könnten dazu beitragen. Selbst in den USA, die dank des Schieferöls zu den weltweit größten Ölproduzenten gehören, sind die Benzinpreise in 2021 um insgesamt fast 50% gestiegen.
Die Kraftstoffpreise sind seit Anfang 2022 erneut stark angestiegen. Sie erreichen, unabhängig vom Kraftstoff, seit Neujahr neue Höchststände. Und das wird auch in den nächsten Tagen so bleiben.
Dies ist die unangenehme Überraschung zu Beginn des Jahres. Die Kraftstoffpreise sind seit einigen Tagen weiter in die Höhe geschnellt. Sie haben ein nie dagewesenes Niveau erreicht, auch bei den großen Einzelhandelsketten. Der Preis für einen Liter Diesel liegt bei 1,5883 € und damit 5 Cent höher als Ende Dezember. Der bisherige Rekordwert lag Mitte Oktober bei 1,5583 €. Bleifrei 95 stieg um 6 Cent auf 1,6595 €, was einen Rekord auch für diesen Kraftstoff darstellt. Bleifrei 98 stieg um 5 Cent und Superethanol E85 um 4 Cent, wie aus den offiziellen Aufzeichnungen des Wirtschaftsministeriums vom 7. Januar 2022 hervorgeht.
Der Anstieg über 1 Jahr ist schwindelerregend: Dieselkraftstoff stieg um 31 Cent, Bleifrei 95 um 28,2 Cent und Bleifrei 98 um 29,4 Cent.
Die Preise an den Zapfsäulen waren selbst zum Zeitpunkt der Gelbwestenkrise, die ursprünglich durch die Wut der Autofahrer über die Benzinpreise ausgelöst worden war, nicht so hoch. Damals Mitte Oktober 2018 kostete ein Liter Diesel im Durchschnitt 1,53 € und damit 3 Cent weniger als heute.
Die an den Zapfsäulen angezeigten Preise hängen von den Rohölpreisen ab. Am Mittag dieses Mittwochs, 12. Januar, lag der Preis für Brent-Öl bei fast 84 $ pro Barrel. Am 3. Dezember 2021 lag der Preis bei 70 $ und im Hochsommer letzten Jahres sogar bei 66 $. Der Preis für Rohöl wird vom Markt aufgrund von Schwankungen bei Angebot und Nachfrage festgelegt, erklärt das Ministerium für den ökologischen Übergang (Ministère de la Transition Ecologique).
„Diese Situation ist die Folge einer weltweit wieder steigenden Ölnachfrage und eines Angebots, das nicht ganz Schritt hält“, erklärte Jérôme Sabathier, Wirtschaftsingenieur am Institut français du pétrole-énergies nouvelles (IFPEN) gegenüber der Zeitung Nord-Littoral. Die Ölmärkte stellen fest, dass die Omikron-Variante weniger gefährlich erscheint, die Aussichten für das weltweite Wachstum gut sind und die Nachfrage stimmt. Gleichzeitig sind die weltweiten Ölvorräte niedrig. Auch die angespannte politische Lage in Kasachstan spielt eine Rolle.
Auch für die kommenden Wochen sind die Nachrichten nicht gut. „Die Nachfrage wird auch 2022 hoch bleiben und letztendlich dürften die Preise an den Tankstellen nicht wirklich sinken“, sagt Jérôme Sabathier.
Zu Beginn des neuen Jahres dürften die Kosten für die Autofahrer also erneut ansteigen. Um den Unmut der Franzosen zu besänftigen, hatte die Regierung im Herbst eine Inflationszulage in Höhe von 100 € angekündigt, die derzeit ausgezahlt wird. Angesichts der aktuellen Preise wird sie jedoch schnell verbraucht sein.
In Paris verlangt eine Tankstelle seit Montag einen Rekordpreis für einen Liter SP95.
Seit Montag verlangt eine Tankstelle in der Avenue Ledru-Rollin im 11. Arrondissement von Paris einen Rekordpreis von 2,30€ für einen Liter bleifreies Benzin (SP) 95, berichtet Le Parisien. Mit anderen Worten: 63 Cent mehr als der nationale Durchschnitt der letzten Woche. Damit ist die Tankstelle die teuerste in der Geschichte Frankreichs.
„Dieser Preis von 2,30€ pro Liter für SP95 wurde bisher nie erreicht“, bestätigte das Ministerium für den ökologischen Wandel gegenüber Le Parisien. „Der bisher beobachtete Höchstpreis lag am 22. Mai 2019 bei 2,142 Euro/l“.
An der anderen Zapfsäule wird ein Liter Diesel für 1,99 Euro angeboten. Das sind ebenfalls beachtliche 43 Cent mehr als im nationalen Durchschnitt.
„Es ist für mich derzeit unmöglich, mich richtig zu versorgen“, erklärt der Tankstellen-Manager gegenüber Le Parisien. Und wenn er Zulieferer findet, die seine Tanks füllen, „kostet das leicht 1.700 oder 1.800 Euro pro 1.000 Liter“. „Bei diesem Preis habe ich keine Marge mehr, wenn ich normale Preise verlange“.
Mitte Oktober haben mehrere Einzelhändler eine Aktion gestartet, die es den Franzosen ermöglichen sollte, weniger für Benzin zu bezahlen. Die Aktion wird im November fortgesetzt.
Angesichts der steigenden Benzinpreise bietet die Leclerc-Gruppe seit dem 18. Oktober an ihren Tankstellen Kraftstoff zum Selbstkostenpreis an. Die Operation sollte am 30. Oktober beendet werden. Das Unternehmen hat jedoch beschlossen, sein Angebot um zwei Wochen, d. h. bis zum 14. November, zu verlängern.
Depuis 15 jours, les 713 stations-services ELeclerc vendent l’essence à prix coûtant, c’est-à-dire qu’elles ne prennent pas de marge sur le carburant. Alors que se déroulent les vacances scolaires, cette opération est prolongée jusqu’au 14 novembre 2021. pic.twitter.com/3XEjS3Nbvj
Begründet wurde diese Verlängerung in einer Pressemitteilung mit „anhaltenden Preiserhöhungen“ und der „Ferienzeit“, auf die „ein langes Wochenende am 11. November folgt, an dem viel gereist wird“.
Ein neues Angebot von Casino Die Casino-Gruppe hat außerdem beschlossen, ihr Angebot an Kraftstoff zum Selbstkostenpreis in 100 Supermärkten und 35 Verbrauchermärkten von Donnerstag bis Sonntag zu erweitern.
Ein zweites Angebot der Gruppe ist „Kraftstoff für 1 Euro pro Liter“ in den 67 Géant Casino-Hypermärkten mit einer Tankstelle. Von Donnerstag, dem 4. November, bis Samstag, dem 6. November, kann jeder Kunde, der in einem Géant Casino getankt hat, am Informationsschalter des Ladens einen Rabattgutschein in Höhe der Differenz zwischen dem an der Tankstelle gezahlten Preis und dem Preis von 1 Euro pro Liter erhalten. Beachten Sie, dass dieser Gutschein nur für einen vom Geschäft festgelegten Zeitraum gültig ist.
Der Selbstkostenpreis von Freitag bis Samstag bei Intermarché Intermarché bietet den Verkauf von Kraftstoff an der Zapfsäule zum Selbstkostenpreis an und hat die Aktion „Für schwierige Monatsenden helfen wir Ihnen, Geld zu sparen“ gestartet. Diese Unterstützung beginnt jeden Freitag zur Öffnungszeit des Ladens, an den die teilnehmende Tankstelle angeschlossen ist, und endet am Samstag zu Ladenschluss. Diese Aktion läuft noch bis Samstag, den 27. November.
Der Durchschnittspreis für Dieselkraftstoff lag bei 1,5531 pro Liter und damit niedriger als in der Vorwoche.
Die Kraftstoffpreise sind seit dem 18. Oktober leicht gesunken, nachdem sie zuvor historische Höchststände erreicht hatten, wie aus den am Montag, den 25. Oktober, veröffentlichten wöchentlichen Zahlen des Ministeriums für den ökologischen Wandel hervorgeht. Der Durchschnittspreis für Diesel lag bei 1,5531 Euro pro Liter und damit leicht unter dem Allzeithoch von 1,5583 Euro in der Vorwoche. Super SP 95 fiel auf 1,6488 Euro von 1,6567 Euro in der Vorwoche und SP 95-E10 auf 1,6223 Euro von 1,6287 Euro.
Der starke Anstieg der Benzinpreise hatte die Regierung dazu veranlasst, eine Hilfszahlung von 100 Euro für diejenigen anzukündigen, „die weniger als 2.000 Euro netto im Monat verdienen“, was insgesamt 38 Millionen Franzosen betrifft.
Die Preise an der Zapfsäule richten sich nach dem Preis für ein Barrel Öl, der in den letzten Monaten im Zuge des weltweiten Wirtschaftsaufschwungs und des nach wie vor begrenzten Angebots einiger Förderländer stark angestiegen ist. Sie werden auch von verschiedenen anderen Faktoren beeinflusst (Euro-Dollar-Wechselkurs, Lagerbestände und Nachfrage nach Erdölprodukten, Steuern usw.). Der derzeitige Rückgang der Benzinpreise ist aber wahrscheinlich nicht von Dauer, da die Rohölpreise am Montag neue Rekorde erreicht haben.
Mit einem Literpreis von 0,69 € pro Liter ist Superethanol-E85 der billigste Kraftstoff auf dem Markt. Welche Fahrzeuge können ihn nutzen? Hat er irgendwelche Nachteile? Wo wird er verkauft?
Ein Liter Kraftstoff zu 0,69 €? Vielleicht ist Ihnen in den letzten Tagen dieser Preis an der Tankstelle aufgefallen. Dieser Kraftstoff ist weitaus billiger als bleifreies 95er, bleifreies 98er Benzin und Dieselkraftstoff. Es ist der Preis für Superethanol-E85: ein Kraftstoff, der zu 60 bis 85% aus Bioethanol und bleifreiem 95er Benzin besteht.
Liest man in den Autofahrerforen im Internet nach, so hat Superethanol-E85 fast nur Vorteile: Er ist billig, schadstoffarm und stammt aus der heimischen Landwirtschaft. Der am häufigsten genannte Nachteil ist, dass Fahrzeuge, die mit Superethanol-E85 betrieben werden, einen etwas höheren Verbrauch haben.
Mit dem auffälligen Anstieg der Kraftstoffpreise hat Superethanol-E85 starken Rückenwind bekommen. Dies wird von David Betton, einem Garagenbesitzer in Villematier in der Haute-Garonne, bestätigt. Vor der Preiserhöhung rüstete er fünf Autos pro Monat auf Superethanol um. Heute sind es fünfzehn Fahrzeuge pro Monat. „Das Ziel der Menschen ist es in erster Linie, zu sparen. Man spart direkt einen Euro pro Liter. Aber auch, um weniger zu verschmutzen und die Umwelt-Plakette zu bekommen. Die Kunden kommen aus jeder Altersklasse und jedem Beruf, Angestellte, 20-Jährige oder Rentner, alle wollen ihr Benzinbudget reduzieren“, erklärt der Werkstattbesitzer. Für David Betton ist „Ethanol die einzige wirkliche Lösung, um die Gewohnheiten der Autofahrer zu ändern. Eine Familie mit kleinem Budget, die sauber fahren will, kann sich kein Hybridauto kaufen, das ist nicht möglich, und sie will auch kein Elektroauto, mit dem man nur 300 km weit fahren kann“.
1 – Warum ist Superethanol-E85 billiger? Mit 0,69 € pro Liter ist Superethanol-E85 unschlagbar preiswert. Das ist fast einen Euro weniger pro Liter als Super Bleifrei! Dieser Kraftstoff wird nicht importiert, sondern stammt aus der Produktion französischer Landwirte. Und vor allem ist er nicht von der TICPE (Inlandsverbrauchssteuer auf Energieerzeugnisse) betroffen, einer Steuer, die einen hohen Anteil an den derzeitigen Benzinkosten ausmacht.
2 – Welche Autos können mit Superethanol betrieben werden? Die große Mehrheit aller Benzinfahrzeuge kann mit Superethanol-E85 betrieben werden. Die Fahrzeugklasse muss mindestens Euro3 sein (Inbetriebnahme nach 1. Januar 2001).
3 – Wie hoch sind die Kosten für die Umstellung auf Superethanol? Um mit Superethanol-E85 fahren zu können, müssen man eine Box in den Motorraum einbauen lassen. Auf dem Markt gibt es vier Marken von zugelassenen Boxen: FlexFuel, Biomotors, Borel und eFlexFuel. Je nach der Art der Einspritzung in einem Fahrzeug sind zwei Modelle erhältlich. Sie werden zu Preisen zwischen 500 und 800 € verkauft. Mit Installation muss man in der Regel zwischen 700 € und 1100 € rechnen. Dafür ist es notwendig, das Auto ein oder zwei Tage in der Werkstatt zu lassen. Der Einbau der Umrüstungsbox muss durch eine Vertragswerkstatt erfolgen.
Eine Umrüstungsbox ist für das Fahren mit E85 unerlässlich.
4 – Ist Superethanol schädlich für den Motor? Die Meinungen dazu gehen auseinander. Superethanol-E85 steht im Verdacht, die Korrosion von Motoreinspritzdüsen, Kraftstoffpumpen oder flexiblen Leitungen im Kraftstoffkreislauf zu beschleunigen. Außerdem wird ihm vorgeworfen, Ablagerungen im Tank zu lösen und damit den Kraftstofffilter zu verstopfen. Deshalb, so die Meinung der Fachleute, ist es ratsam, den Kraftstofffilter nach dem Einbau der Box und den ersten drei Betankungen mit E85 zu wechseln.
5 – Verbraucht das Auto mehr Kraftstoff? Ein Auto mit Ethanol verbraucht zwischen 15 und 25% mehr Kraftstoff, je nach Modell und Fahrweise. Bioethanol ist weniger „stark“ als herkömmliches Benzin: Der Motor muss mehr in die Zylinder einspritzen, um die gleiche Explosionstärke zu erreichen. „Der Energiewert von Ethanol ist zwar nicht derselbe, aber es macht sich bezahlt“, erklärt Werkstattbesitzer David Betton. Trotz dieses Mehrverbrauchs bleibt Superethanol rentabel. „Trotz des Mehrverbrauchs spart man etwa 700 Euro auf 13.000 km pro Jahr“, erklärt Nicolas Kurtsoglou, Leiter der Kraftstoffabteilung des SNPAA (Syndicat national des producteurs d’alcool agricole).
E85 führt zu einem Mehrverbrauch von 15 bis 25 %.
6 – Achtung vor billigen Bausätzen Nicht zugelassene Bausätze sind zu sehr günstigen Preisen auf dem Markt erhältlich. Sie funktionieren, aber Vorsicht: Fahrzeuge, die damit ausgestattet sind, werden bei der technischen Kontrolle abgelehnt, und im Falle eines Unfalls kann es sein, dass die Versicherungsgesellschaften ihre Kunden nicht entschädigen.
7 – Ist Superethanol umweltschädlich? Ein Fahrzeug, das mit Superethanol-E85 betrieben wird, stößt 70% weniger CO2 und 90% weniger Feinstaub aus als ein herkömmliches Benzinfahrzeug. Es kann daher eine Crit’air 0-Plakette an der Windschutzscheibe tragen und in den ZFE-Zonen (Umweltzonen) fahren, die in den Großstädten eingerichtet werden.
8 – Muss man den Fahrzeugschein ändern? Es ist notwendig, den Fahrzeugschein umschreiben zu lassen. Er wird mit „FE“ (Benzin und Superethanol) gekennzeichnet. Der Fahrzeugschein ist dann kostenlos, außer in der Bretagne und im Centre-Val-de-Loire, wo er die Hälfte kostet (in Frankreich wird die KFZ-Steuer als Preis für die Ausstellung des Fahrzeugscheines erhoben).
9 – Woher kommt Superethanol? Superethanol-E85 stammt aus der Landwirtschaft. Es wird im Wesentlichen aus Zuckerrüben nach Fermentation von Zucker und Stärke, Weizen, Mais und deren Verarbeitungsrückständen hergestellt.
Superethanol wird hauptsächlich aus Zuckerrüben hergestellt.
10 – Gibt es genügend Tankstellen? Superethanol-E85 wird an Tankstellen verkauft, die von Mineralölgesellschaften und Supermärkten betrieben werden. 28% der Tankstellen in Frankreich, d. h. 2.583 Tankstellen, bieten es ihren Kunden an. Total hat beispielsweise bereits 40% seiner Tankstellen mit E85 ausgerüstet, Intermarché fast 50%… Der Absatz von Superethanol-E85 dürfte im Jahr 2021 420.000 m3 erreichen (+20 % gegenüber 2020).
Können die hohen Kraftstoffpreise die Gilets Jaunes wieder auf die Straße bringen? Für Samstag, den 23. Oktober, sind mehrere Dutzend Demonstrationen angekündigt. Sechs Monate vor den Präsidentschaftswahlen behält die Regierung die Situation im Auge.
Das ist das Bild, das die Regierung fürchtet. Franzosen in gelben Westen besetzen wieder die Kreisverkehre und marschieren jeden Samstag auf den Straßen. Das Risiko ist real. Kraftstoff ist heute teurer als zu Beginn der Bewegung der Gelbwesten im November 2018. Eine erste Remobilisierung fand bereits am Samstag, dem 16. Oktober statt
Um die schwelende Wut der Menschen zu besänftigen, hat Jean Castex das Scheckbuch gezückt. 38 Millionen Franzosen erhalten eine Inflationszulage von 100 Euro, wenn sie ein Gehalt von weniger als 2000 Euro netto pro Monat beziehen. Sie werden je nach Berufsgruppe Ende Dezember, Januar oder Februar ausgezahlt. Ein unzureichender Betrag, wie mehrere führende Vertreter der Opposition kritisieren.
60 Protestmärsch…
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Nach Ansicht des Präsidenten der Republik werden die Franzosen noch längere Zeit keine Preissenkungen an den Zapfsäulen erleben. Emmanuel Macron sagte am Freitag, 22. Oktober, dass der Anstieg der Kraftstoffpreise „andauern“ werde. Der Präsident ging auch auf die Äußerungen seines Premierministers Jean Castex ein, der die Einführung einer „Inflationszulage“ von 100 Euro angekündigt hatte, damit die Haushalte den Preisanstieg verkraften können.
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