Schlagwort: Benzinknappheit

  • Benzinknappheit: Streik bei TotalEnergies an allen Standorten erneut verlängert

    Benzinknappheit: Streik bei TotalEnergies an allen Standorten erneut verlängert

    Kurz zuvor war auch der Streik in der Esso-ExxonMobil-Raffinerie in Port-Jérôme im Département Seine-Maritime verlängert worden. Die Streikbewegung lässt trotz der Drohungen der Regierung nicht nach. Der Streik wird bei TotalEnergies an allen Standorten des Konzerns verlängert, wie die CGT am Mittwoch, dem 12. Oktober, bekannt gab. „Die Raffinerie in Donges im Département Loire-Atlantique ist in den Streik eingetreten“, bestätigt Eric Sellini, der Koordinator der Gewerkschaft. Kurz zuvor war der Streik bereits in der Esso-ExxonMobil-Raffinerie in Port-Jérôme (Seine-Maritime) verlängert worden. Die Regierung kündigt Zwangsverpflichtungen von streikenden Mitarbeitern an. Premierministerin Elisabeth Borne kündigte am Dienstag die Verpflichtung von Personal an, um die Treibstoffdepots des Esso-ExxonMobil-Konzerns wieder zu aktivieren. Die Regierungschefin erwägt auch die Möglichkeit, dasselbe bei TotalEnergies zu tun. „Das ist ein Scheitern des sozialen Dialogs“, bedauert Geoffrey Caillon,…

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  • Benzinknappheit: Streikende geben trotz Druck der Regierung nicht nach

    Benzinknappheit: Streikende geben trotz Druck der Regierung nicht nach

    Die französische Regierung forderte am Dienstag die „unverzügliche“ Aufhebung der Blockaden der Treibstoffdepots und drohte mit einer „Intervention“, um „die notwendigen Mitarbeiter zu requirieren, um die Depots und die Raffinerien wieder in Betrieb zu nehmen“. Diese Drohung blieb jedoch wirkungslos und die Streikenden setzen sowohl bei TotalEnergies als auch bei Esso-ExxonMobil ihre Streiks fort.

    Die Regierung, die unter starkem Beschuss der Opposition steht, forderte am Dienstag, dem 11. Oktober, die „unverzügliche“ Aufhebung der Blockaden der Treibstoffdepots und drohte mit einer „Intervention“, um die Situation zu lösen. Die Streikenden geben jedoch nicht nach und verlängerten sogar die Streiks sowohl bei TotalEnergies als auch bei Esso-ExxonMobil.

    „Wenn es Verhandlungsvorschläge gibt, muss man sie aufgreifen. Sonst ist es kein Streik mehr, um Ergebnisse zu erzielen, sondern ganz einfach eine Blockade des Landes, und das ist nicht akzeptabel“, sagte Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire auf France Info.

    „Wenn die CGT es kategorisch ablehnt, diese Verhandlungen zu führen, werden wir kein anderes Mittel haben, als die notwendigen Mitarbeiter zu requirieren, um die Depotsund die Raffinerien wieder in Betrieb zu nehmen, ganz einfach deshalb, weil unsere Landsleute nicht Kollateralopfer eines sozialen Konflikts zwischen einer Gewerkschaftsorganisation und einem Privatunternehmen sein dürfen“, betonte der Wirtschaftsminister.

    „Die Regierung ruft dazu auf, dass die Gesamtheit der Blockaden unverzüglich aufgehoben wird. Andernfalls werden wir unsere Verantwortung übernehmen, d.h. wir könnten uns veranlasst sehen, sie aufzuheben“, warnte Regierungssprecher Olivier Véran auf RTL am Tag nach einer Krisensitzung bei Premierministerin Elisabeth Borne.

    „Die Geschäftsleitung von TotalEnergies hat Recht, wenn sie die Aufhebung der Blockaden fordert, bevor sie in die Verhandlungen geht“, so der Regierungssprecher.

    „Heute Morgen haben die Beschäftigten mit großer Mehrheit für die Fortsetzung des Streiks gestimmt, wir warten immer noch auf nähere Angaben zu den Verhandlungen seitens der TotalEnergies-Geschäftsleitung“, stellte Eric Sellini, CGT-Koordinator, seinerseits fest.

    Der TotalEnergies-Konzern verzeichnete im ersten Halbjahr einen Gewinn von 10,6 Milliarden US-Dollar.

    Die Raffinerie in der Normandie, das Treibstofflager Flandres in der Nähe von Dünkirchen und die Bioraffinerie La Mède (Bouches-du-Rhône) setzen den Streik fort, dem sich heute auch Autobahntankstellen des Argedis-Netzes, einer Tochtergesellschaft von TotalEnergies, anschlossen.

    „Infragestellung des Streikrechts“
    Auf Seiten von Esso-ExxonMobil verlängerten die beiden Raffinerien Notre-Dame-de-Gravenchon (Seine-Maritime) und Fos-sur-Mer (Bouches-du-Rhône) die Streiks, zu denen die Gewerkschaften FO und CGT aufgerufen hatten, obwohl am Vortag ein Lohnabkommen von zwei Organisationen unterzeichnet worden war, die auf Konzernebene, nicht aber auf Ebene der Raffinerien die Mehrheit der Angestellten vertreten, wie die CGT mitteilte.

    Im Falle einer Requirierung durch die Behörden „werden wir vor Gericht gehen, um sie annullieren zu lassen“, versichert die CGT und beklagt „eine Infragestellung des Streikrechts“.

    Von Nord- bis Südfrankreich spielten sich die gleichen Szenen ab: geschlossene Tankstellen, endlose Warteschlangen, steigende Preise und eine gedrückte Stimmung.

    „Wir sind nicht hier, um das Leben der Franzosen zu blockieren, sondern um würdige Lebensbedingungen zu fordern“, sagt Lionel Arbiol, Sprecher der CGT Esso.

    Olivier Véran seinerseits versprach die Wiederherstellung eines „normalen Betriebs innerhalb von 15 Tagen“, d. h. noch vor den französischen Herbstferien.

    Die Opposition gibt der Regierung die Schuld an der Krise: Die Rechte und die extreme Rechte kritisierten „mangelnde Antizipation“ und „Hektik“, während die Linke „Drohungen gegen die Arbeitnehmer, aber Streicheleinheiten für die Bosse“ anprangerte.

  • Benzinmangel: Regierung droht mit „Intervention“, um die Depots freizumachen

    Benzinmangel: Regierung droht mit „Intervention“, um die Depots freizumachen

    „Wir werden nicht zulassen, dass die Franzosen blockiert werden, die Blockade der Raffinerien, der Verteilerzentren darf nicht zu einer Blockade des Lebens der Franzosen werden“, sagte Regierungssprecher Olivier Véran am Dienstag, dem 11. Oktober. Die Regierung hat am Dienstag zur „unverzüglichen“ Aufhebung der Blockaden der Treibstoffdepots aufgerufen und damit gedroht, „einzugreifen“, wenn die Blockaden weiter andauern, das sagte Regierungssprecher Olivier Véran auf dem Sender RTL. „Wir setzen alles daran, dass diese Situation aufhört“, sagte er am Tag nach einer Dringlichkeitssitzung mit Premierministerin Elisabeth Borne und erwähnte die Möglichkeit, Arbeitskräfte von Amts wegen zu requirieren oder die Zugänge zu den Depots durch die Staatsgewalt zu öffnen. „Die Regierung wacht darüber und wird auch weiterhin darauf achten, dass die Bedingungen des sozialen Dialogs eingehalten werden“. Olivier Véran äusserte sich über die Situation bei Esso-Exxon, wo es nach der Einigung zwischen de…

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  • Benzinknappheit: Präfekten sollen das Füllen von Kanistern in ganz Frankreich verbieten

    Benzinknappheit: Präfekten sollen das Füllen von Kanistern in ganz Frankreich verbieten

    Angesichts des Kraftstoffmangels wird die Regierung die Präfekten auffordern, das Befüllen von Kanistern an den Zapfsäulen zu verbieten. Aufgrund der Streiks bei Esso und TotalEnergies ist derzeit ein Drittel der Tankstellen in Frankreich ganz oder teilweise geschlossen, weil sie nicht beliefert wurden. Angesichts der Situation erwägt die Regierung nun, einen Erlass zu veröffentlichen, der das Befüllen von Kanistern an den Zapfsäulen auf nationaler Ebene zu verbieten. Das meldet der Sender BFMTV unter Berufung auf eine Quelle im Ministerium für den Energiewandel. Laut der Zeitung Le Figaro hat die Ministerin Agnès Pannier Runacher bereits vorab „alle Präfekten aufgefordert, diese Maßnahme lokal zu ergreifen“. Und schon am Samstag hat die Präfektur der Vogesen ein viertägiges Verkaufsverbot von Kraftstoffen „in Behältern vom Typ Kanister oder Kanne“ erlassen. Ähnliche Anweisungen gab es auch im Val-d’Oise und in allen Departements der Region Hauts-de-France . Kraftstoffverkauf in drei s…

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  • Benzinknappheit: Streik wird verlängert – Emmanuel Macron ruft zu „Verantwortung“ auf

    Benzinknappheit: Streik wird verlängert – Emmanuel Macron ruft zu „Verantwortung“ auf

    Der Arbeitskampf in Raffinerien und Öldepots von TotalEnergies wurde am Montag um 24 Stunden verlängert und auf etwa 15 Autobahntankstellen ausgeweitet. „Die Blockade ist keine Art zu verhandeln“, sagt der französische Präsident Emmanuel Macron. Das Tauziehen zwischen TotalEnergies und der Gewerkschaft CGT geht weiter. Trotz wiederholter Aufforderungen der Regierung, zu verhandeln und die Blockaden zu beenden, konnten sich die Gewerkschaft und die Leitung des Ölkonzerns am Montag, dem 10. Oktober, nicht über die Modalitäten der Lohnverhandlungen einigen. Der Streik wurde bis Dienstag verlängert, obwohl fast ein Drittel der Tankstellen Frankreichs inzwischen von Kraftstoffmangel betroffen sind. Der Streik wurde sogar auf etwa 15 Autobahntankstellen des Argedis-Netzes, einer Tochtergesellschaft von TotalEnergies, ausgedehnt. Drei Tage nach dem Gipfeltreffen in Prag rief Emmanuel Macron am Montag die Vorstände der Ölkonzerne und die Gewerkschaften erneut zu „Verantwortung“ auf und betonte…

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  • Benzinknappheit: Trockene Zapfsäulen, leere Autos, sozialer Konflikt… die Situation wird immer schlimmer

    Benzinknappheit: Trockene Zapfsäulen, leere Autos, sozialer Konflikt… die Situation wird immer schlimmer

    An einer von drei Tankstellen in Frankreich fehlt mindestens ein Kraftstoff. Die Geschäftsleitungen von TotalEnergies und Esso-ExxonMobil beginnen endlich Gespräche mit den streikenden Raffineriearbeitern. Die Regierung versichert, dass sich die Lage in den nächsten Tagen verbessern wird. In den vergangen Tagen mussten immer mehr französische Autofahrer mehrere Tankstellen anfahren, bevor sie tanken konnten. Der Ansturm der Autofahrer auf die TotalEnergies-Tankstellen und die Streiks, die in den Raffinerien für bessere Löhne begonnen wurden, haben die Spannungen und die Engpässe an den Zapfsäulen verschärft. 30% aller Tankstellen in Frankreich fehlte am Sonntagnachmittag mindestens ein Kraftstoff, wie das Ministerium für den Energiewandel mitteilte. Am Samstag waren es noch 21%. Die Situation verschärfte sich also im Laufe des Wochenendes. In der Region Hauts-de-France ist die Lage am heikelsten: 55% der Tankstellen haben mindestens einen Kraftstoff zu wenig. In der Region Ile-de-Franc…

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  • Benzinknappheit: Aus Wut sticht Kunde vor den Augen seiner Kinder einen Autofahrer nieder

    Benzinknappheit: Aus Wut sticht Kunde vor den Augen seiner Kinder einen Autofahrer nieder

    Der Kunde einer Tankstelle stach einen anderen an einer Supermarkttankstelle im Departement Haute-Savoie nieder. Der 20-jährige Mann wurde festgenommen. Die Spannungen an französischen Tankstellen haben jetzt zu einem Drama geführt. In der Haute-Savoie wurde das Schlimmste nur knapp vermieden. Zwei Kunden einer Tankstelle in einem Einkaufszentrum in Saint-Julien-en-Genevois hatten am Samstag, 08. Oktober, in der Warteschlange eine Meinungsverschiedenheit, wie die Zeitung Dauphiné Libéré berichtet. Daraufhin stach einer der beiden mehrmals mit einem Messer auf den anderen ein. Der Verdächtige stand mit seinem Wagen in der Warteschlange und beschuldigte den Fahrer eines in der Schweiz zugelassenen Autos, sich vorgedrängelt zu haben. Nach einem Wortwechsel zwischen den beiden Fahrern stieg der 20-Jährige mit einem Messer aus seinem Auto und stach auf den Schweizer Fahrer ein, dessen beide Kinder, die sich auf dem Rücksitz des Fahrzeugs befanden, zusehen mussten. Laut der Zeitung Dauphiné Libéré flüchtete der mutmassliche Täter, konnte aber schnell von der Gendarmerie festgenommen werden. Er gab zu, mindestens sechs Messerstiche ausgeführt zu haben und wird nun wegen versuchten Mordes angeklagt. Der 33-jährige Schweizer Familienvater wurde in Lebensgefahr in ein Genfer Krankenhaus gebracht. Nach letzten Informationen soll er sich mittlerweile wieder auf dem Weg der Besserung befinden.
  • Dieselmangel: Landwirte müssen bald ihre Arbeit einstellen

    Dieselmangel: Landwirte müssen bald ihre Arbeit einstellen

    Erst steigende Preise und jetzt Dieselknappheit: Die Landwirte, die viel Kraftstoff benötigen, um ihre Maschinen zu betreiben, sind sehr besorgt. Wenn sich die Situation nicht bald entspannt, werden viele von ihnen ihre Tätigkeit einstellen müssen.

    In den Ebenen der Region Hauts-de-France markiert der Herbstanfang jedes Jahr den Beginn der Rübenernte. Doch dieses Mal spielt der Treibstoffmangel eine Rolle. In vielen Betrieben werden die Rüben mithilfe imposanter Maschinen, die viel Diesel verbrauchen, geerntet. Das Problem: Dem üblichen Treibstofflieferanten ist der Diesel ausgegangen. Der zuständige Dieselverkäufer musste daher in letzter Minute eine Lösung finden: „Wir mussten den Kraftstofflieferanten wechseln und sind nach Belgien, Gent, gefahren, um eine Lieferung zu bekommen, weil wir sonst heute Mittag stillgestanden hätten“.

    Gefahr eines totalen Stillstands
    Ein paar Kilometer weiter steht ein anderes Unternehmen vor denselben Problemen. Normalerweise betankt ein Kraftstofflieferant die Maschinen auf den Feldern. In diesem Jahr ist das nicht möglich. Es bleibt daher keine andere Wahl: Die Landwirte tanken aus ihren eigenen Reservoirs. Innerhalb weniger Tage haben sie diese bereits zu drei Vierteln geleert. Eine drohende Knappheit und ein Anstieg der Kraftstoffpreise beunruhigen die gesamte Branche. Ohne Dieselkraftstoff könnten in den nächsten Tagen Hunderte von Landwirtschaftsarbeitern von Kurzarbeit bedroht sein.

  • Benzinknappheit: Über 20% der französischen Tankstellen ohne Benzin

    Benzinknappheit: Über 20% der französischen Tankstellen ohne Benzin

    Die Gewerkschaft CGT will zwar ab Montag Verhandlungen aufnehmen, bestreikt aber weiterhin die Raffinerien und Kraftstoffdepots von TotalEnergies.

    Als Folge der Streiks hatten 20,7% der französischen Tankstellen Schwierigkeiten mit mindestens einem Produkt, wie eine Zählung des Ministeriums für Energiewende am Samstag um 13.00 Uhr ergab. „Die Regionen Hauts-de-France und Ile-de-France sind weiterhin besonders betroffen, auch wenn sich die Lage dort leicht verbessert“, so die Behörden. Im Departement Pas-de-Calais haben immer noch 41% der Tankstellen Schwierigkeiten, d. h. es gibt Unterbrechungen bei mindestens einem Kraftstoff.

    „Es gibt kein allgemeines Versorgungsproblem in unserem Land, es ist wichtig, das noch einmal zu sagen“, kommentierte Verkehrsminister Clément Beaune am Samstag, dem 8. Oktober, die Situation. „Wir appellieren an die Unternehmen und die Gewerkschaften, Verantwortung zu übernehmen, wie es die Premierministerin gestern gesagt hat, damit die Situation so schnell wie möglich gelöst wird“.

    Die CGT von TotalEnergies ist federführende Gewerkschaft bei einem Streiks in den Raffinerien und Depots der Total-Gruppe, der zu erheblichen Versorgungsengpässen an Tankstellen führt. Nach zehntägigen Streiks, die die größte Raffinerie des französischen Konzerns und zwei weitere des Konzerns Esso-ExxonMobil zum Stillstand brachten, schlug die CGT nun vor, auf ihre Forderungen nach mehr Einstellungen und Investitionen in Frankreich zunächst zu verzichten und Verhandlungen über ihre Lohnforderungen mit der Konzernspitze aufnehmen zu wollen.

  • Streik bei TotalEnergies: Gewerkschaft CGT lenkt ein und ist ab Montag zu Verhandlungen bereit

    Streik bei TotalEnergies: Gewerkschaft CGT lenkt ein und ist ab Montag zu Verhandlungen bereit

    Die CGT, die bei den laufenden Streiks bei TotalEnergies federführend ist, ist laut einem offenen Brief, der am Samstag an den Vorstandsvorsitzenden des Total-Konzerns gerichtet wurde, bereit, ab Montag Verhandlungen über die Lohnerhöhungsforderungen aufzunehmen und ihre Forderungen nach Neueinstellungen und Investitionen zunächst zurückzustellen.

    „Mit dem Ziel, die festgefahrene Situation zu durchbrechen, wiederholen wir unsere Forderung nach der Aufnahme von Verhandlungen, in der Hoffnung, dass Sie dem endlich zustimmen. Wir sind bereit, Verhandlungen ab Montag für unsere Lohnforderung zu beginnen“, schrieb Eric Sellini, CGT-Koordinator bei TotalEnergies, in dem offenen Brief an den Konzernchef Patrick Pouyanné, der über Twitter verbreitet wurde.

    Höhere Löhne, Neueinstellungen, Investitionen…
    Die CGT fordert 10% Lohnerhöhung für 2022, nachdem der Total-Konzern im ersten Halbjahr einen Gewinn von 10,6 Milliarden Dollar erzielt hat. Die Unternehmensleitung erinnert ihrerseits daran, dass sie bereits durchschnittliche Lohnerhöhungen von 3,5% im Jahr 2022 gewährt hat, und verweist auf eine für den 15. November anberaumte Verhandlungsrunde über die Löhne für 2023. Bisher gab sich die Geschäftsleitung unflexibel in Bezug auf diesen Zeitplan.

    Neben der Lohnerhöhung forderte die CGT seit mehreren Monaten weitere Neueinstellungen in Frankreich und einen „massiven Investitionsplan“. „Wenn das die Dinge voranbringen kann, lassen wir die Problematik der Arbeitsplätze und die der Investitionen vorerst beiseite“, erklärte Eric Sellini gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Die Gewerkschaft forderte insbesondere, „die Frage der Leiharbeit und der Kurzverträge gründlich zu überdenken“.

    Die derzeitige Benzinknappheit, die eine unmittelbare Folge der Weigerung der Geschäftsleitung Gespräche über Lohnerhöhungen zu beginnen, „führt zu großer Unzufriedenheit und droht die Wirtschaft des Landes zu verlangsamen“, heißt es in dem Schreiben weiter, um das Zugeständnis der Gewerkschaft zu erklären. Es wird auch auf die Unterstützung der Regierung hinsichtlich der Lohnerhöhungen hingewiesen. „Die Beschäftigten des Unternehmens haben durch ihre Arbeit dafür gesorgt, dass der Konzern riesige Gewinne erzielt hat“, heißt es in dem Schreiben weiter. „Ein Beweis dafür ist die Möglichkeit der Geschäftsleitung, extrem schnell einen außergewöhnlichen Betrag von 2,62 Milliarden Euro für die Aktionäre bereitzustellen.“

    „Man ist sehr schnell dabei, die Aktionäre zu belohnen, aber man sagt den Arbeitnehmern, dass sie unbedingt warten müssen: Warum diese unterschiedliche Behandlung?“, fragte Thierry Defresne, CGT-Sekretär zuständig für TotalEnergies, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP . Der Vorstandsvorsitzende von TotalEnergies, Patrick Pouyanné, hat sich bislang nicht öffentlich zu dem Streik geäußert, doch in einem konzerninternen Video am Dienstag räumte er ein, dass „die Ergebnisse des Unternehmens 2022 außergewöhnlich gut sind“, und versprach den Angestellten: „Wir werden euch nicht vergessen“.