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  • Die Banque de France senkt Wachstumsprognose für das erste Quartal 2022 auf 0.25%

    Die Banque de France senkt Wachstumsprognose für das erste Quartal 2022 auf 0.25%

    Die Banque de France rechnete ursprünglich mit einem Wachstum von 0,5 %. In einer neuen Prognose geht sie von einem Wachstum von nur noch 0,25% aus. Der Krieg in der Ukraine zeigt erste Auswirkungen auf die französische Wirtschaft.

    Die Banque de France senkte am Dienstag ihre Wachstumsprognose für die französische Wirtschaft im ersten Quartal von +0,5% auf +0,25%, was auf die ersten Auswirkungen des Krieges in der Ukraine zurückzuführen ist. „Nachdem das BIP (Bruttoinlandsprodukt) im dritten Quartal 2021 sein Vorcoronaniveau wieder erreicht hatte, früher als der EU-Durchschnitt, wird es auch weiterhin wachsen“, allerdings „aufgrund des internationalen Umfelds moderater“, so die Banque de France in ihrer monatlichen Konjunkturprognose.

    Im vierten Quartal 2021 war das BIP um 0,7% gewachsen. „Der Monat März war vom Krieg in der Ukraine geprägt, dessen erste Auswirkungen auf die französische Wirtschaft spürbar sind. Darüber hinaus hat China angesichts des Wiederaufflammens der Covid-19-Epidemie in einigen Regionen wieder Lockdownmaßnahmen eingeführt, was Lieferschwierigkeiten bei den Unternehmen verstärkt haben könnte“, betonte die französische Zentralbank.

    Mitte März bereits hatte die französische Statistikbehörde Insee mitgeteilt, dass sie für das erste Quartal mit einem Wachstum von 0,3% rechnete, wobei der Konsum der privaten Haushalte voraussichtlich um 0,5% zurückgging, da ihre Kaufkraft aufgrund der Inflation um 1,4% gesunken war. Die Wirtschaftstätigkeit nahm im ersten Quartal weiter zu, vor allem im Dienstleistungssektor, insbesondere im Hotel- und Gaststättengewerbe, das sich allmählich von den epidemiebedingten Einschränkungen erholt.

    In der Industrie alleerdings ist die Lage uneinheitlicher. Bereits im Februar überraschte die französische Industrieproduktion die Ökonomen mit einem Rückgang um 0,9%, wie aus den Daten des Insee hervorgeht, und im März soll sich die Lage noch weiter verschlechtert haben. Die Automobilbranche, deren Lieferketten inzwischen stark vom Konflikt in der Ukraine betroffen sind, verzeichnete einen Rückgang der Geschäftstätigkeit. Und jetzt gaben 89% der von der Banque de France befragten Unternehmen an, dass sie mit Lieferschwierigkeiten zu kämpfen haben. Das sind 10 Prozentpunkte mehr als im Februar.

    Die Nahrungsmittelindustrie ist vom Krieg in der Ukraine stark betroffen.
    Eine weitere Folge des Krieges in der Ukraine ist auch, dass die Unternehmen der Agrar- und Ernährungswirtschaft unter Versorgungsproblemen leiden, da die Ukraine ein wichtiger Lieferant insbesondere von Sonnenblumenöl und Futtergetreide ist. Wie die Banque de France mitteilt, berichten nun 59% dieser Unternehmen von Schwierigkeiten, gegenüber 45% im Februar (+14 Punkte). Für den Monat April sieht die Zentralbank eine „starke Unsicherheit“, insbesondere in der Industrie, auch wenn die Unternehmen immer noch mit einem leichten Wachstum rechnen.

    Dienstleistungen sollen sich weiterhin gut entwickeln, während die Bauunternehmen mit einem „sehr leichten Rückgang“ ihrer Tätigkeit rechnen.

  • Puy-de-Dôme: Die Druckerei der Banque de France in Chamalières hat gebrannt

    Puy-de-Dôme: Die Druckerei der Banque de France in Chamalières hat gebrannt

    Das Feuer brach im hinteren Teil des Hauptgebäudes in einem Büro für Banknotendesign aus. Es konnte kurz vor Mittag eingedämmt werden.

    Ein „heftiger Brand“ ist am Mittwoch, 9. Februar, die Druckerei der Banque de France in Chamalières (Puy-de-Dôme) ausgebrochen, wie die Feuerwehr auf Anfrage von France Bleu Pays d’Auvergne mitteilte. In dieser Druckerei werden die französischen Euro-Banknoten hergestellt. Das Feuer ist nun „unter Kontrolle, der Standort wurde evakuiert und die Mitarbeiter sind in Sicherheit“, so die Banque de France in einem Tweet. Das Feuer sei um 11.50 Uhr eingedämmt worden, erklärte die Präfektur des Départements Puy-de-dôme.

    Eine dichte Rauchfahne stieg am Mittwochmorgen gegen 10 Uhr aus den Gebäuden der Druckerei auf. Das Feuer war im hinteren Teil des Hauptgebäudes in einem Labor für das Design von Banknoten ausgebrochen. Die Werkstatt, in der die Banknoten hergestellt werden, war nach Angaben der Präfektur des Departements Puy-de-Dôme nicht betroffen. Das Dach des Gebäudes wurde teilweise beschädigt.

    Vier Personen wurden ins Krankenhaus gebracht
    Vierundzwanzig Leichtverletzte mit Rauchvergiftungen wurden versorgt, vier von ihnen wurden in das Krankenhaus von Clermont-Ferrand gebracht. 59 Feuerwehrleute sind weiterhin im Einsatz, ebenso wie etwa 30 Polizisten. Auch die Mitarbeiter der Gaswerke mussten eingreifen. In der Präfektur des Departements Puy-de-Dôme wurde das operationelle Zentrum des Departements (COD), ein Instrument zur Krisenbewältigung, aktiviert. Die Präfektur hatte die Anwohner zudem aufgefordert, wegen der Rauchentwicklung in ihren Häusern zu bleiben und die Fenster nicht zu öffnen.

    Die Druckerei der Banque de France befindet sich seit über 100 Jahren in Chamalières. Sie stellt jedes Jahr 2,5 Milliarden Banknoten her.