Schlagwort: Automobilbranche

  • Jetzt ist es offiziell: Der Verkauf von Neufahrzeugen mit Verbrennungsmotor wird ab 2035 eingestellt

    Jetzt ist es offiziell: Der Verkauf von Neufahrzeugen mit Verbrennungsmotor wird ab 2035 eingestellt

    Ab 2035 wird es in der Europäischen Union nicht mehr möglich sein, ein neues Auto mit Benzin-, Diesel- oder Hybridantrieb zu kaufen. Die EU-Abgeordneten und die Mitgliedsstaaten haben sich am Donnerstag, dem 27. Oktober, darüber geeinigt.

    Die EU hat das Aus für Neuwagen mit Verbrennungsmotor ab 2035 bestätigt: Europaabgeordnete und Mitgliedsstaaten haben sich am Donnerstag, dem 27. Oktober, auf eine Regelung geeinigt, die symbolisch für die europäischen Klimaziele ist. „Historische Entscheidung der EU für das Klima“, twitterte der französische Europaabgeordnete Pascal Canfin (Renew Europe), Vorsitzender des Umweltausschusses des Europäischen Parlaments, nach einigen Stunden Verhandlungen.

    Der für den „Grünen Pakt“ der EU zuständige Vizepräsident der Europäischen Kommission, Frans Timmermans, begrüßte eine Einigung, die „ein starkes Signal an die Industrie und die Verbraucher aussendet: Europa nimmt die Kurve zur emissionsfreien Mobilität“. Der vereinbarte Text, der auf einem Vorschlag der Kommission vom Juli 2021 beruht, sieht vor, die CO2-Emissionen von Neuwagen in Europa ab 2035 auf Null zu senken.

    Dies entspricht einem de facto Verkaufsstopp für neue Benzin- und Diesel-Pkw und leichte Nutzfahrzeuge in der EU zu diesem Zeitpunkt, ebenso wie für Hybridfahrzeuge (Benzin-Elektro), zugunsten von 100%igen Elektrofahrzeugen oder E-Fuel-Motoren. Da das Auto, das wichtigste Fortbewegungsmittel der Europäer, knapp 15% der gesamten CO2-Emissionen in der EU verursacht, soll die neue Regelung dazu beitragen, die Klimaziele des Kontinents zu erreichen, insbesondere die CO2-Neutralität bis 2050.

    Dies ist die erste Einigung über einen Text des europäischen Klimapakets („Fit for 55“), mit dem die Treibhausgasemissionen der EU bis 2030 im Vergleich zu 1990 um mindestens 55% gesenkt werden sollen.

  • Warum Gebrauchtwagen in Frankreich manchmal teurer sind als Neuwagen

    Warum Gebrauchtwagen in Frankreich manchmal teurer sind als Neuwagen

    Die Pandemie und die grassierende Halbleiterkrise haben den Automobilmarkt erschüttert und die Lieferzeiten für Neuwagen dramatisch erhöht. Ein noch nie dagewesenes Phänomen ist, dass einige Gebrauchtwagen heute zu einem Preis gehandelt werden, der dem Neupreis entspricht oder diesen sogar übersteigt!

    Es ist noch gar nicht so lange her, dass man es für normal hielt, sich ein wenig zu gedulden, sobald man sich für die Farbe seines Traumautos und die Optionen entschieden hatte. Ohne sich darüber zu ärgern, wartete man mehrere Wochen oder sogar noch länger auf den erlösenden Brief oder Anruf des Autohauses. Das war einfach der Preis, den man zu bezahlen bereit war, um sich dann hinter das Steuer eines neuen Autos zu setzen.

    Die Zeit nach der Pandemie und der daraus resultierende Mangel an Halbleitern – die Konzerne beklagen auch große Probleme bei der Versorgung mit Kunststoffen und Stahl – haben die Produktionszeiten in fast allen Automobilfabriken stark beeinträchtigt. Die Zeiträume zwischen Auftragserteilung und Schlüsselübergabe verlängerten sich manchmal um viele Monate. Um ihre Gewinnspannen nicht zu verschlechtern, haben die Hersteller es dann auch noch vorgezogen, die verfügbaren Chips für ihre Spitzenmodelle zu reservieren. Die Besteller von preiswerteren Modellen müssen nun noch länger warten…

    Aber auch am unteren Ende der Skala gibt es Kunden, die es etwas eiliger haben und bereit sind, ein etwas anderes Modell zu kaufen, bei dem sie auf die elektrische Öffnung des Kofferraums, eine besondere Polsterung oder sogar die gewünschte Farbe verzichten. Andere wiederum greifen auf Gebrauchtwagen zurück.

    Das hat zur Folge, dass die Lagerbestände in den Autohäusern und auch die Angebote im Internet schrumpfen und die Preise für verfügbare Gebrauchtwagen in die Höhe schnellen. Vor allem für die „Perlen“ des Marktes, die Marke Dacia, allen voran Sandero und Duster, aber auch die Kompaktwagen von Toyota oder die zeitlosen Renault Clio und Peugeot 208 werden Höchstpreise geboten, die in manchen Fällen sogar über den Neuwagenpreisen liegen. Wer heute nach einem dieser Fahrzeuge sucht, wird das festgestellt haben. Zu erwähnen in diesem Zusammenhang ist auch, dass sich inzwischen sogar Autovermieter und andere Unternehmen für gebrauchte Fahrzeuge mit geringer Kilometerleistung interessieren.

    In den letzten anderthalb Jahren ist der Gebrauchtwagenmarkt um 20% gestiegen, auch wenn der Trend sich derzeit wieder etwas beruhigt.

    Innerhalb von 10 Jahren stieg der Preis für Neuwagen um 7.000 €.
    Beobachter gehen davon aus, dass sich diese Situation bis Anfang nächsten Jahres nicht verbessern wird. Es sei dennoch darauf hingewiesen, dass das Phänomen nur bestimmte Fahrzeuge betrifft und dass, wenn man den gesamten Markt betrachtet, Gebrauchtwagen glücklicherweise immer noch erschwinglicher sind als Neuwagen.

    Von 2,214 Millionen Neuwagen im Jahr 2019 fielen die Verkäufe auf 1,650 Millionen im Jahr 2020 und dann auf 1,659 Millionen im letzten Jahr. Der Gebrauchtmarkt dagegen brach alle Rekorde mit 5,96 Millionen Verkäufen.

    Das Jahr 2022 wird wohl kaum eine Rückkehr zur Normalität markieren. Im August stieg die Zahl der Neuwagenzulassungen bei Privatpersonen nach 14 aufeinanderfolgenden Monaten des Rückgangs erstmals wieder um 3,8% auf 91.411 Fahrzeuge an.

  • Emmanuel Macron verspricht das Elektroauto für 100 Euro im Monat

    Emmanuel Macron verspricht das Elektroauto für 100 Euro im Monat

    Emmanuel Macron hat während seiner Präsidentschaftswahlkampagne versprochen, dass einkommensschwache Haushalte ein Elektroauto für nur 100 Euro im Monat bekommen könnten. Aber ist so ein Versprechen überhaupt einhaltbar?

    Es war eines der Versprechen von Emmanuel Macron während seines Wahlkampfs. Um einen saubereren Strassenverkehr zu erreichen, die CO2-Emissionen zu senken und gegen die steigenden Kraftstoffpreise anzukämpfen, ist geplant, „Haushalten, die das Mindesteinkommen oder etwas mehr verdienen“, ein Elektroauto für 100 Euro pro Monat anzubieten.

    Wer kann von dem Angebot profitieren?
    Das Elektroauto für 100 Euro pro Monat ist Haushalten mit geringem Einkommen vorbehalten. Insbesondere junge Menschen und Personen mit „sozialmedizinischen“ Berufen gehören zu der Zielgruppe, wie das Wahlkampfteam von Emmanuel Macron damals präzisiert hat. Das bedeutet jedoch nicht, dass nur diese von dem Angebot profitieren werden.

    Wann soll das Angebot eingeführt werden?
    Die neue Ministerin für den Energiewandel, Agnès Pannier-Runacher, will so schnell wie möglich handeln: „Wir brauchen ein Instrument, das robust ist und von dem die Franzosen sofort profitieren können“, sagte sie dem Sender France 5. Der Zeitplan ist noch nicht bekannt, aber das Projekt soll laut der Ministerin in den neuen Staatshaushalt aufgenommen werden.

    Ein Leasing-Modell
    Das staatliche Angebot wird über ein Leasingsystem erfolgen. Das Auto wird also in monatlichen Raten über eine festgelegten Zeitraum bezahlt. Am Ende eines Leasingvertrags soll man dann wählen können, ob man das Fahrzeug kaufen oder zurückgeben möchte.

    Übliche Leasingverträge haben im Durchschnitt eine Laufzeit von 24 bis 72 Monaten. Je nachdem, in welchem Zustand man das Fahrzeug zurückgibt, können Zahlungen am ende der Laufzeit hinzukommen.

    Ist es ein realisierbares Projekt?
    Aufgrund des Krieges in der Ukraine gibt es auch bei der französischen Autoindustrie Engpässe. Die durch den Krieg steigenden Rohstoffpreise könnten das Projekt schwer realisierbar machen, wenn plötzlich Millionen von Franzosen gleichzeitig ein Auto bestellen.

    Die Automobilhersteller werden zwar versuchen mit dem von Macron vorgegeben Tempo zu Schritt halten, jedoch befürchtet man auch einen Anstieg der Batteriepreise. Und: Es müssen dringend mehr elektrische Ladestationen aufgestellt werden. Das Aufladen ist ein Problem für Stadtbewohner, die keine eigene Garage zur Verfügung haben. Ausserdem leben viele Menschen mit bescheidenen Einkommen in ländlichen Gebieten, da dort die Wohnungspreise erschwinglicher sind, und fahren daher recht viel. Die begrenzte Reichweite und die Angst, dass einem die Batterieleistung ausgeht und man keine Ladestation in der Nähe findet, lässt viele dem E-Auto noch skeptisch gegenüber stehen.

  • Obligatorische Blackbox in Autos: Keine persönlichen Daten werden gespeichert

    Obligatorische Blackbox in Autos: Keine persönlichen Daten werden gespeichert

    Seit dem 1. Mai 2022 müssen alle neuen Autos, die in Europa zugelassen werden, mit einer Blackbox ausgestattet sein. Ein Gerät, mit dem Fahrparameter wie Geschwindigkeit, Beschleunigungs- und Bremsphase oder das Tragen des Sicherheitsgurts in den Sekunden vor einem Unfall aufgezeichnet werden.

    Die Blackboxen in den Autos „speichern keine persönlichen Daten, nur Daten, die das Verhalten des Fahrzeugs betreffen“, erklärte Anne Lavaud, Generaldelegierte des Vereins Prévention Routière, am Dienstag, dem 3. Mai, auf Franceinfo.

    Welche Daten werden gespeichert?

    Es sind ausschließlich Daten, die vom Fahrzeug selbst aufgezeichnet werden, d. h. Geschwindigkeit, Neigung des Fahrzeugs, Bremsen und alles, was die Aktivierung der Fahrhilfen betrifft, die in neuen Fahrzeugen häufig vorhanden sind.

    Die neuen Blackboxen sollen 40 Sekunden lang Daten aufzeichnen, d. h. 30 Sekunden vor dem Aufprall und 10 Sekunden danach. Alle 40 Sekunden werden die aufgezeichneten Daten überschrieben. Dabei werden keine persönlichen Daten aufgezeichnet, sondern nur Daten, die sich auf das Verhalten des Fahrzeugs beziehen.

    Die aufgezeichneten Daten können bei Bedarf von Justizbehörden, Ermittlern und Forschungsinstituten, die sich mit Verkehrssicherheit beschäftigen, ausgelesen werden.

    Für Experten der Verkehrssicherheit reichen diese 30 Sekunden vor dem Unfall allerdings nicht aus, da man nicht weiss, wo das Fahrzeug fuhr, bei welchen Wetterbedingungen, auf welcher Art von Fahrbahn und wie sich der Fahrer verhielt. Ohne GPS-Daten, die darüber Auskunft geben könnten, auf welcher Art von Straße der Wagen vor einem Unfall fuhr, sind die Informationen für viele Experten nutzlos.

    Sie glauben nicht, dass durch diese Blackboxen die Unfallhäufigkeit verringert wird, aber vielleicht ermöglichen die Daten es den Herstellern, die Sicherheit im Fahrzeuginneren oder die Zuverlässigkeit der Fahrhilfen zu verbessern.

  • Kaufkraft: Autos werden immer teurer

    Kaufkraft: Autos werden immer teurer

    Die Kaufkraft wird das prominenteste Thema der TV-Debatte am Mittwoch, den 20. April, zwischen Emmanuel Macron und Marine Le Pen sein. Der Preisanstieg betrifft alle Produkte. Beispiel: Die Preise für Autos gehen drastisch in die Höhe. Die Preise für Neuwagen sind in Frankreich mehr als 6% in einem Jahr gestiegen. Innerhalb von drei Jahren waren es weitere 15%. Aufgrund von Covid-19 und des Krieges in der Ukraine gibt es Lieferprobleme bei vielen Komponenten der Automobilindustrie: Stahl, Kunststoff, aber auch Metalle, wie Kupfer für Kabel, Nickel für Batterien ist in wenigen Monaten um 70% teurer geworden. Palladium etwa, das für Katalysatoren unerlässlich ist, kommt größtenteils aus Russland. Durch den Krieg in der Ukraine ist das Edelmetall knapp geworden, was die Preise in die Höhe treibt. Auch die Lockdowns in China erschweren die Situation. Die Automobilindustrie leidet seit Monaten unter den stockenden Halbleiterlieferungen aus Asien, und die Situation wird nicht besser, wenn c…

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  • Hersteller bieten Abonnements für Autos an

    Hersteller bieten Abonnements für Autos an

    France 2 befasst sich mit einer neuen Art von Autokauf, dem Abonnement. Ist ein Autoabonnement günstiger als ein Kauf oder ein Leasing?

    Bei einem Autoabonnement handelt es sich nicht um einen Kauf oder eine Langzeitmiete, sondern um ein monatlich kündbares Abonnement für ein Auto. Beispielsweise kostet ein Abonnement für ein Elektroauto 299 Euro pro Monat. Für das gleiche Modell kostet ein Leasing mit Kaufoption und einer Laufzeit von drei Jahren 199 Euro pro Monat, zuzüglich einer Endkaufsumme. Der Kaufpreis für das Auto beträgt 19.000 Euro abzüglich des Umweltbonus von 6.000 Euro.

    Im Abonnement enthaltene Kosten
    „Es gibt eine ganze Reihe von Kosten, die beim Kauf eines Autos normalerweise unsichtbar sind, wie Versicherung und Wartung (…), die im Abonnement enthalten sind, mit der Freiheit, das Auto jeden Monat zurückzugeben“, argumentiert Nicolas Levêque, Marketingdirektor von Fiat Frankreich gegenüber France 2. Ricardo Catalano, ein Abonnent, lässt sich ein Auto bis vor die Tür seiner Arbeitsstelle liefern. Für ihn ist das Abonnement billiger als eine Miete. 

    Das Autoabonnement könnte auch Menschen, die sich das sonst nicht leisten können, den Zugang zu Mobilität und einem Auto ermöglichen.

  • Eine Entwicklung aus Südwestfrankreich könnte die Automobilindustrie verändern

    Eine Entwicklung aus Südwestfrankreich könnte die Automobilindustrie verändern

    ARM Engineering, einem Unternehmen aus dem Tarn, ist es gelungen, einen neuen grünen Kraftstoff zu entwickeln, der auf Methanolbasis hergestellt wird. Er funktioniert sowohl bei Verbrennungsmotoren als auch bei Elektromotoren mit Brennstoffzellen.

    In Kürze könnte auf der Rennstrecke von Albi ein Rekord von weltweiter Bedeutung aufgestellt werden. Ein Rekord, der die Automobilindustrie verändern könnte. Das Unternehmen ARM Engineering aus dem Departement Tarn wird versuchen, mit einem umgebauten Elektro-Zoé 1.500 km zurückzulegen. Auf diese Weise soll der von einem Toyota gehaltene Streckenrekord für ein Elektrofahrzeug mit Brennstoffzellenantrieb von 1.360 km gebrochen werden.

    Um dies zu erreichen, verfügt das Unternehmen aus dem Tarn über eine revolutionäre Waffe: G-H3, ein grüner Kraftstoff der zweiten Generation auf Methanolbasis. Er wird aus 100% erneuerbaren Materialien wie Dung und Pflanzenresten hergestellt.

    ARM Engineering mit Sitz in Montans ist ein Forschungs- und Entwicklungsunternehmen, das innovative Lösungen für den Transportmarkt anbieten soll. ARM ist insbesondere auf die Umrüstung von Autos auf Superethanol spezialisiert. Die Firmenchefs Marc Lambec und Fabien Julian wollten aber noch einen Schritt weiter gehen.

    Hier kommt G-H3 ins Spiel. Früher wurde Methanol auf Benzinbasis hergestellt, heute ist es 100% grün, warum sollte es nicht auch für normale Fahrzeuge geeignet sein? Und es funktioniert! Sowohl für Verbrennungsmotoren als auch für Elektromotoren mit Brennstoffzellen, wobei G-H3 den Wasserstoff ersetzt.

    Und die CO2-Bilanz ist wesentlich günstiger: halb so hoch wie bei Ethanol und 80% niedriger als bei einem normalen Benzinfahrzeug. Die Kraftstoffkosten sind wesentlich geringer. Da G-H3 flüssig ist, kann es an der Zapfsäule wie herkömmliches Benzin abgegeben werden. Und mit G-H3 kommen viel weniger Feinstaub und Stickstoffdioxin aus dem Auspuff.

    Bei Autos mit Verbrennungsmotor kann das Unternehmen bereits jetzt eine Umstellung auf G-H3 durchführen. Die Kosten dafür schätzt ARM auf 1.800 bis 2.500 Euro.
    Für den Elektroantrieb funktioniert das Verfahren auch, aber einige Teile müssen noch miniaturisiert und die Brennstoffzelle verkleinert werden. Die Umstellung wird also wesentlich teurer. „Wir sind kein Industrieunternehmen. Ideal wäre es, unser Patent zu verkaufen oder zu lizenzieren“, meint Firmenchef Marc Lambec.

    Der große für Besitzer von Elektro-Fahrzeugen wäre, dass das Auto deutlich an Reichweite gewinnt. Die ARM-Tüftler haben bereits einen ersten Test mit mit einer Reichweite von 800 km durchgeführt.

    Aber all das ist nur mit dem G-H3-Treibstoff möglich. Und bislang wird der nur von einem dänischen Unternehmen hergestellt. Damit das Unternehmen den G-H3-Kraftstoff in größerem Umfang vertreiben kann, muss er vom Staat freigegeben und es auf die Liste der erlaubten Kraftstoffe schaffen. Danach müssen noch die Händler und Tankstellen mitspielen. Der Weg zum Endkunden könnte also noch lang sein.
    „Auf dem Papier sieht es gut aus, aber es wird wahrscheinlich viele Widerstände geben“, befürchtet Marc Lambec.

    „In der Tat, wenn man will, kann man die Umweltverschmutzung leicht reduzieren, ohne durch die Gesetzgebung zu gehen. Ich bin sehr stolz darauf, das zu zeigen. Ich hätte nie gedacht, dass ich das jemals in meinem Leben machen würde“, gesteht der leidenschaftliche Autofahrer und Tüftler, der nach eigenen Aussagen ürsprünglich eigentlich überhaupt nicht umweltbewusst war, dem aber bewusst geworden ist, dass es lebenswichtig für uns alle geworden ist, den CO2-Ausstoss so schnell wie möglich zu verringern.

    Mit ihrer Erfindung wollen Lambec und sein Partner das Made in France bei grüner Technologie in den Vordergrund stellen. Seiner Meinung nach könnte man die Herstellung des G-H3-Treibstoffs mit Hilfe von Landwirten weitgehend lokalisieren. Derzeit kommt G-H3 aus Dänemark, aber wenn es lokal hergestellt würde, wäre die CO2-Bilanz noch besser.

  • Was sich für Autofahrer 2022 in Frankreich ändern wird

    Was sich für Autofahrer 2022 in Frankreich ändern wird

    In Frankreich wird sich der Alltag der Autofahrer im Jahr 2022 ändern. Es werden mehrere Maßnahmen umgesetzt.

    Ökologischer Malus, Gewichtssteuer für Fahrzeuge, Erhöhung der Mautgebühren… Mehrere neue Maßnahmen erwarten die Autofahrer im Jahr 2022. Die Boni, insbesondere für den Kauf von Elektro- und Plug-in-Hybridfahrzeugen, werden allerdings auch beibehalten.

    In diesem Jahr steigt der „ökologische Malus“ und kann einen Autofahrer, der ein umweltschädliches Modell gekauft hat, bis zu 40.000 Euro Strafsteuer kosten. Diese Maßnahme betrifft insbesondere Geländewagen und Sportwagen. Der ökologische Malus wird ab einem CO2-Ausstoß von 128 g pro Kilometer ausgelöst. Zum Beispiel wird der Kauf eines Dacia Duster mit Benzinmotor mit 330 Euro berechnet, was einer Erhöhung der Steuer um 100 Euro entspricht.

    Im Jahr 2023 wird der ökologische Malus erneut erhöht und soll dann bis zu 50.000 Euro betragen.

    Eine gewichtsabhängige Kfz-Steuer betrifft in diesem Jahr zunächst nur Fahrzeuge mit einem Gewicht von mehr als 1,8 Tonnen, wobei für jedes zusätzliche Kilogramm 10 Euro fällig werden. Diese neue Besteuerung gilt jedoch nicht für Plug-in-Hybrid- und Elektroautos. Für Familien mit mehr als drei Kindern ist ebenfalls ein Abschlag vorgesehen.

    Lesen Sie auch: Klima: Regierung will Klima-Malus für SUVs über 1800 Kilogramm einführen

    Erhöhung der Mautgebühren
    Am Freitag, 3. Dezember, bestätigte das Verkehrsministerium eine Erhöhung der Mautgebühren für Autobahnen im Jahr 2022 um durchschnittlich 2% auf dem gesamten gebührenpflichtigen nationalen Autobahnnetz.

    Die Boni
    Käufer von Elektrofahrzeugen erhalten weiterhin einen Bonus in Höhe von 6.000 Euro. Eigentlich sollte er im Juli auf 5.000 Euro gesenkt werden, doch die Frist wurde verschoben. Eine gute Nachricht auch für Käufer von Plug-in-Hybridfahrzeugen, für die weiterhin einen Zuschuss von 1.000 erhalten. Dieser soll jedoch im nächsten Sommer abgeschafft werden.

    Die Versicherungsprämien werden 2022 voraussichtlich nicht steigen. Ausserdem soll der Einbau eines Geschwindigkeitsbegrenzers in neue Modelle ab diesem Jahr Pflicht werden.

    Lesen Sie auch: Verkehrssicherheit: Ab Juli 2022 müssen alle Neufahrzeuge einen Geschwindigkeitsbegrenzer haben

  • Neues Gesetz verlangt Umwelthinweis in französischer Autowerbung

    Neues Gesetz verlangt Umwelthinweis in französischer Autowerbung

    Keine Plastikverpackungen mehr für Obst und Gemüse und Autowerbung, die dafür wirbt, zu Fuß zu gehen oder mit dem Fahrrad zu fahren, statt mit dem Auto: Ab 2022 werden die französischen Verbraucher durch eine Reihe neuer Vorschriften zu umweltfreundlicheren Verhaltensweisen angehalten.

    Die von der Regierung von Präsident Emmanuel Macron geförderten Maßnahmen sollen die Umweltverschmutzung und die Auswirkungen von Autos auf die Treibhausgasemissionen verringern.

    Ab Samstag, 01.01.2022, dürfen Lauch und Karotten, Tomaten und Kartoffeln, Äpfel und Birnen und etwa 30 weitere Artikel nicht mehr in Plastikverpackungen verkauft werden. Stattdessen sollten sie in andere recycelbare Materialien eingewickelt werden. Bei empfindlicheren Früchten wie Beeren und Pfirsichen ist Plastik noch erlaubt, soll aber in den kommenden Jahren schrittweise auch verboten werden.

    Die Regierung geht davon aus, dass durch die neue Verordnung etwa 1 Milliarde Plastikabfälle pro Jahr vermieden werden.

    Zeitschriften und andere Publikationen müssen künftig ohne Plastikverpackungen versandt werden, und Fast-Food-Restaurants dürfen Kindern kein Plastikspielzeug mehr kostenlos anbieten.

    Im beginnenden Jahr muss nun auch die französische Autowerbung eine Botschaft enthalten, die die Menschen dazu anregt, umweltfreundlichere Verkehrsmittel zu wählen. Ab März muss Autowerbung eine von drei Botschaften enthalten: „Gehen Sie für kurze Strecken lieber zu Fuß oder fahren Sie mit dem Fahrrad“, „Denken Sie über Fahrgemeinschaften nach“ oder „Benutzen Sie täglich öffentliche Verkehrsmittel“.

    Einem vergangene Woche veröffentlichten Erlass zufolge gilt die neue Regelung für Werbung im Fernsehen, im Radio, in Zeitungen, auf Plakatwänden und im Internet. Wer sich nicht daran hält, muss mit einer Geldstrafe von bis zu 50.000 Euro (56.652 US-Dollar) pro veröffentlichter Werbung rechnen.

    Ähnliche Botschaften sind in Frankreich müssen bereits seit 2007 in der Werbung für verarbeitete Lebensmittel enthalten sein, wie z. B. „Für Ihre Gesundheit sollten Sie nicht zu fett, zu süß oder zu salzig essen“.

    Der Verkehrssektor ist in Frankreich für etwa 31% der Treibhausgasemissionen verantwortlich, wobei die Hälfte davon auf den Individualverkehr entfällt.

    Ebenfalls im Jahr 2022 werden die französischen Telefon- und Internetanbieter aufgefordert, ihren Kunden eine Schätzung der Treibhausgasemissionen mitzuteilen, die durch ihre Online-Aktivitäten und die Nutzung von Mobiltelefonen entstehen.

    Damit soll das öffentliche Bewusstsein für die Umweltauswirkungen der digitalen Technologie geschärft werden. Emissionen entstehen hier vor allem durch Rechenzentren, die Energie für die Bereitstellung von Servern verbrauchen. Einem Bericht des Senats zufolge war dieser Sektor 2019 für 2% der Treibhausgasemissionen in Frankreich verantwortlich.

    Lesen Sie auch: Klimagesetz: Nach Werbe-Flugzeugen will die Regierung nun auch Werbeboote verbieten

  • Gebrauchtwagen: Der Markt explodiert – aber Vorsicht vor Betrug

    Gebrauchtwagen: Der Markt explodiert – aber Vorsicht vor Betrug

    Immer, wenn mehr Gebrauchtwagen verkauft werden, steigt auch die Zahl der Opfer von „Tachobetrug“. Aufgrund mangelnder Überwachung der Fahrzeughistorie und fehlender Koordination auf europäischer Ebene ist dieser leicht zu bewerkstelligende Betrug nur sehr schwer aufzudecken und untergräbt das Vertrauen der Käufer.

    Mit dem Boom des Gebrauchtwagenmarktes kommet es immer wieder zu Betrügereien, die für die Käufer schwer zu erkennen sind, ihnen aber sehr viel Geld kosten. Dies ist der Fall beim Tachobetrug. In der Fachwelt ist er seit mehreren Jahren recht bekannt, in der breiten Öffentlichkeit jedoch weit weniger, obwohl er bei nicht weniger als 10% der Gebrauchtwagenverkäufe in Frankreich vorkommen soll und mancherorts auf regelrechte organisierte Netzwerke schließen lässt.

    In Meurthe-et-Moselle gingen im Oktober über 100 Anzeigen gegen eine auf den Verkauf von Gebrauchtfahrzeugen spezialisierte Werkstatt ein. Mitarbeiter eines benachbarten technischen Kontrollzentrums arbeiteten mit den Betrügern zusammen. Acht Personen waren an den Manipulationen beteiligt. In einem westlichen Vorort von Toulouse wurden 2018 dreizehn Personen festgenommen, die sich der Manipulation der Kilometerstände von 280 Autos schuldig gemacht hatten.

    Lesen Sie auch: Automobil: Gebrauchtwagen so gefragt wie nie zuvor

    Fälle wie diese sollen in Deutschland noch häufiger vorkommen, wo fast jeder dritte Gebrauchtwagen auf dem Markt betroffen sein soll. Denn ein manipulierter Kilometerstand kann den Verkäufern sehr viel einbringen.

    Indem die Anzahl der Kilometer eines Fahrzeugs gesenkt wird, wird der Preis künstlich in die Höhe getrieben: Pro 10.000 km, die vom Kilometerstand verschwinden, gewinnt der Wagen etwa 1.000 Euro an Wert. Im Durchschnitt werden etwa 55.000 km „zurückgedreht“, was einem Gewinn von 5.500 Euro für den Verkäufer entspricht. Das geht aus den Daten hervor, die von der spezialisierten Website Autorigin weitergegeben wurden. Der Gewinn für die Betrüger ist enorm.

    Normalerweise schreibt eine neue EU-Regel seit September 2018 den Herstellern vor, dass alle neuen Modelle ab Werk gegen einen solchen Betrug geschützt sein müssen. Doch vor einigen Monaten hat der deutsche Automobilclub, ADAC, nachgewiesen, dass die neue Regel nicht angewendet oder unterlaufen wird.

    Für knapp 150 Euro konnten die Tester des ADAC eine Box erwerben, die durch einfaches Einstecken in den Diagnosestecker des Fahrzeugs den Kilometerstand ändern kann. Es wurden drei zufällig ausgewählte Automodelle getestet. Keines hielt der Manipulation stand.

    Auch die neuesten Fahrzeuge sind also nicht sicher. Schlimmer noch, sie werden wahrscheinlich häufiger ins Visier genommen, da sie für Betrüger eine größere Quelle der Wertsteigerung darstellen.

    Einige Verbraucherverbände setzen sich daher für ein transparenteres System ein, das es ermöglicht, den Kilometerstand eines Fahrzeugs im Laufe seines Lebens besser zu verfolgen. So wie das Car-Pass-System, das vor 13 Jahren in Belgien eingeführt wurde. Es soll die Betrugsrate auf 0,2 % gesenkt haben.