Schlagwort: Ärmelkanal

  • Migranten am Ärmelkanal: Zur Verhinderung von Überfahrten werden keine Kajaks mehr verkauft

    Migranten am Ärmelkanal: Zur Verhinderung von Überfahrten werden keine Kajaks mehr verkauft

    Die Sporthandelskette Decathlon hat beschlossen, den Verkauf von Kajaks in ihreem Geschäft in Calais einzustellen. Diese wurden von Migranten für die Überquerung des Ärmelkanals benutzten. In den letzten Tagen sind mehrere Migranten in der Meerenge vor Pas-de-Calais ums Leben gekommen.

    In den letzten Wochen sind mehrere Migranten bei dem Versuch, den Ärmelkanal zu überqueren, ums Leben gekommen. Vor der Küste von Calais, aber auch vor Boulogne-sur-Mer oder Dünkirchen haben Migranten versucht, von Frankreich aus Großbritannien zu erreichen.

    Lesen Sie dazu auch: “Wir sammeln und kaufen ein Boot”: Migranten umgehen Schleuser, um England zu erreichen

    Einige Migranten kauften Kajaks und Schwimmwesten im Sportgeschäft Decathlon in Calais, wie ein örtlicher Journalist berichtete. Ein Feuerwehrmann aus Calais, der für die Seenotrettung arbeitet, meldete Anfang November in den sozialen Netzwerken, er sei „schockiert“ gewesen, als er sah, wie Migranten bei Decathlon „aufblasbare Kanus und Westen“ kauften, berichtet La Voix du Nord.

    Obwohl die Präfektur Pas-de-Calais den Verkauf von Kajaks nie verboten hat, hat nun das Decathlon-Geschäft in Calais diese Entscheidung selbst getroffen. „Wir werden von nun an sicherstellen, dass wir den Kauf von Booten – insbesondere Kajaks – nicht mehr zulassen, da sie das Leben von Personen gefährden könnten, die sie für eine Überfahrt benutzen“, so Decathlon France in einer Erklärung und schreibt weiter: „Wir verpflichten uns, unsere Kunden bei der Verwendung unserer Produkte niemals einem Risiko auszusetzen, egal unter welchen Umständen“.

    Das Geschäft in Calais verkauft jedoch weiterhin Sicherheitsausrüstung für den Einsatz auf See (Schwimmwesten, Ruder und Wärmeschutz).

    Allerdings hat nur das Geschäft in Calais diese Entscheidung getroffen, die anderen Geschäfte der Marke an der Küste verkaufen weiterhin auch Kajaks.

    Solche Kajaks werden von Decathlon verkauft.
  • In Grande-Synthe löst die Polizei ein Migrantenlager auf

    In Grande-Synthe löst die Polizei ein Migrantenlager auf

    Nach Angaben der Stadtverwaltung lebten in dem Lager rund 1.500 Menschen, überwiegend Kurden, in der Hoffnung, das Vereinigte Königreich zu erreichen.

    Am Dienstag, dem 16. November, begann die Polizei mit der Auflösung eines Lagers von über tausend Migranten in Grande-Synthe (Nordfrankreich). Hintergrund sind die Spannungen zwischen Paris und London in der Migrationsfrage und Proteste gegen die Behandlung von Flüchtlingen an der französischen Küste. „Auf meine Anweisung hin räumt die Polizei heute Morgen das illegale Migrantenlager in Grande-Synthe“, schrieb Innenminister Gérald Darmanin auf Twitter.

    Nach Angaben der Präfektur Nord handelt es sich bei dem evakuierten Lager um das „Hauptlager“ in Grande-Synthe. Die Migranten sollen in Zentren gebracht werden, „in denen Unterbringungsmöglichkeiten im Norden und in anderen Regionen zur Verfügung gestellt werden“. Nach Angaben des Büros des sozialistischen Bürgermeisters von Grande-Synthe, Martial Beyaert, leben in dem Lager, das sich auf einem ehemaligen Industriegelände befindet, fast 1.500 Menschen, überwiegend Kurden.

    Seit Jahren strömen Migranten an die Küste von Hauts-de-France, nach Grande-Synthe oder Calais, in der Hoffnung, nach Grossbritannien übersetzen zu können, wo sie leichter Arbeit zu finden hoffen. Nach Angaben des Vereinigten Königreichs haben es seit Jahresbeginn 22.000 Migranten in kleinen Booten bis zur britischen Küste geschafft. Die Zahl der Opfer ist auf drei Tote und vier Vermisste angestiegen.

    Lesen Sie dazu auch: “Wir sammeln und kaufen ein Boot”: Migranten umgehen Schleuser, um England zu erreichen

    Auf diplomatischer Ebene haben die Spannungen zwischen London und Paris in der vergangenen Woche zugenommen, nachdem die Zahl der illegalen Überfahrten mit 1.185 Migranten einen neuen Tagesrekord erreicht hat. Eine „inakzeptable“ Situation für Regierung von Boris Johnson.

    Lesen Sie dazu auch: Ärmelkanal: 292 Migranten an einem einzigen Tag aus Seenot gerettet

  • „Wir sammeln und kaufen ein Boot“: Migranten umgehen Schleuser, um England zu erreichen

    „Wir sammeln und kaufen ein Boot“: Migranten umgehen Schleuser, um England zu erreichen

    Die Ankunft des kalten Wetters hält die Migranten nicht auf. Jede Woche versuchen Hunderte von ihnen, den Ärmelkanal zu überqueren und die britische Küste zu erreichen.

    Mehrmals in der Woche steht Serge Cousin vor Sonnenaufgang auf, um sein Fischernetz an den Stränden von La Slack im Pas-de-Calais einzuholen. Und immer öfter trifft er auf Gruppen von Migranten, die versuchen, in See zu stechen. „Vor allem nachts, wenn die See ruhig ist, sieht man sie“, sagt der Fischer aus Wimereux gegenüber France 2. Eines Morgens verfing sich sogar eines ihrer Boote in seinem Netz.

    Die Situation wird immer schlimmer
    Während das „20 Heures“-Team von France 2 mit dem Fischer sprach, tauchte hinter den Dünen eine Gruppe von Migranten auf. Dutzende von Menschen tragen ein Schlauchboot und starten ihre èberfahrt auf dem Ärmelkanal. Das Boot ist überladen und hat Schwierigkeiten, die ersten Wellen zu überstehen. An Bord befinden sich mehr als 40 Personen, die alle aus dem Irak stammen. Etwa 30 weitere Personen befinden sich noch am Strand. „Wir wollen alle nach Großbritannien gehen“, erklärt einer von ihnen. Da sie aber kein Geld und keine Schwimmwesten haben, haben sie es vorgezogen zu warten.

    Ein junger Sudanese sagt, er habe bereits dreimal versucht, den Ärmelkanl zu überqueren. Seine Mittel erlauben es ihm nicht, Schleuser zu bezahlen. „Wir sind eine Gruppe von 10 bis 11 Personen, sammeln und kaufen ein Boot. Aber oft ist das Problem, dass wir nicht einmal den Motor starten können. Wir versuchen es und die Polizei kommt und nimmt uns alles weg.“

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  • Ärmelkanal: 292 Migranten an einem einzigen Tag aus Seenot gerettet

    Ärmelkanal: 292 Migranten an einem einzigen Tag aus Seenot gerettet

    So hat allein ein Einsatzschlepper der französischen Marine in drei verschiedenen Rettungsaktionen 108 Schiffbrüchige geborgen.

    Bei der Überquerung des Ärmelkanals gibt es immer wieder Schiffbrüchige unter den Flüchtlingen. Insgesamt 292 Migranten, die in Booten versuchten, England zu erreichen, wurden allein am Dienstag, dem 2. November, gerettet und an die französische Küste zurückgebracht, teilte die Seepräfektur am Mittwoch mit.

    In der Nacht von Montag auf Dienstag „wurde das Überwachungs- und Rettungszentrum Gris-Nez darüber informiert, dass zahlreiche Boote vor der Küste des Departements Nord und Pas-de-Calais in Seenot geraten waren“, erklärte die Präfektur für den Ärmelkanal und die Nordsee in einer Pressemitteilung, in der es heißt, dass „die Einsätze am 2. November tagsüber fortgesetzt wurden“.

    Ein Einsatzschlepper der französischen Marine hat in drei getrennten Rettungsaktionen 108 Schiffbrüchige geborgen. Zweiunddreißig weitere Schiffbrüchige wurden bei einem Einsatz der Société nationale de sauvetage en mer (SNSM) von Dünkirchen gerettet. Die SNSM von Calais rettete ihrerseits 33 Migranten.

    Gleichzeitig rettete die Hafenschutzbrigade von Dünkirchen 36 Schiffbrüchige. Ein Küstenüberwachungsboot der Gendarmerie Maritime hat ebenfalls 34 Personen geborgen. Schließlich rettete ein Patrouillenboot der Zollküstenwache in zwei Einsätzen 49 Schiffbrüchige.

    Seit Ende 2018 hat die illegale Überquerung des Ärmelkanals durch Migranten, die das Vereinigte Königreich erreichen wollen, zugenommen, trotz wiederholter Warnungen der Behörden, die auf die mit der Verkehrsdichte, den starken Strömungen und der niedrigen Wassertemperatur verbundenen Gefahren hinweisen.

    Lesen Sie dazu auch: Ärmelkanal: Rettung von 126 Migranten, die versuchten, die englische Küste zu erreichen

  • Migranten: Spannungen zwischen Frankreich und dem Vereinigten Königreich nehmen zu

    Migranten: Spannungen zwischen Frankreich und dem Vereinigten Königreich nehmen zu

    Der französische Innenminister Gérald Darmanin fordert 63 Millionen Euro vom Vereinigten Königreich. Eine von den Briten zugesagte Summe zur Bekämpfung der illegalen Überquerung des Ärmelkanals.

    Frankreich fordert das Vereinigte Königreich auf, seinen Teil der Abmachung einzuhalten und die 63 Millionen Euro zu zahlen, die es zur Bekämpfung der illegalen Überquerung des Ärmelkanals zugesagt hat. Die Briten sind jedoch der Meinung, dass die Franzosen zu lasch sind und nicht genug tun, um die Überfahrten zu verhindern. Von Sky gefilmte Aufnahmen, die zeigen, wie etwa 20 Migranten am helllichten Tag Ambleteuse im Pas-de-Calais vor regungslosen Polizeibeamten verlassen, haben die Beziehungen zwischen den beiden Ländern weiter belastet. Aber, so Gerald Darmanin, die Arbeit ist getan und die finanziellen Forderungen müssen respektiert werden: „Wir haben die 63 Millionen Euro bisher nicht bekommen. Es wurden jedoch zusätzliche Gendarmen eingestellt und technische Mittel angeschafft, um diese Grenze zu überwachen“.

    17.000 Migranten überquerten 2021 den Ärmelkanal
    Nach Angaben der britischen Agentur Press Association haben jedoch seit Anfang 2021 17.000 Migranten den Ärmelkanal überquert, doppelt so viele wie im Jahr 2020. Nach Angaben des britischen Innenministers wurden am Freitag, den 8. und Samstag, den 9. Oktober 1.100 Migranten vom Vereinigten Königreich aufgegriffen. Er kündigte sogar an, dass zu diesem Zweck 40 Kontrollpunkte eingerichtet worden seien. Ein Mann, dem es gelungen ist, den Ärmelkanal zu überqueren, bestätigt die Durchlässigkeit auf der französischen Seite: „Der Polizist sagte mir nur, ich solle warten, und wenn ich nicht warten könne, könne mich ein großes Boot auf die andere Seite bringen“.

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  • Migration: Gérald Darmanin fordert „Vertrag über Migrationsfragen“ zwischen der EU und GB

    Migration: Gérald Darmanin fordert „Vertrag über Migrationsfragen“ zwischen der EU und GB

    Der Innenminister fordert das Vereinigte Königreich außerdem auf, sein Versprechen einzulösen, die französischen Strafverfolgungsbehörden an der Küste finanziell zu unterstützen. Gérald Darmanin forderte am Samstag, 9. Oktober, die Aushandlung eines Vertrages über Migrationsfragen zwischen London und der Europäischen Union. Der französische Innenminister forderte die britische Regierung außerdem auf, ihr Versprechen einzulösen, Mittel zur Bekämpfung des Migrationsverkehrs an der französischen Küste bereitzustellen. „Wir müssen einen Vertrag aushandeln, da Herr Barnier dies nicht getan hat, als er den Brexit aushandelte, der uns in Migrationsfragen bindet“, sagte er bei einem Besuch in Loon-Plage (Nord), wo Migranten täglich versuchen, den Ärmelkanal zu überqueren, um England zu erreichen. Er versprach, dass Frankreich dieses Projekt unterstützen wird, wenn es im Januar die sechsmonatige Präsidentschaft der Europäischen Union übernimmt. Über 62 Millionen Euro Diese Flüchtlingsströme si…

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  • Ärmelkanal: Rettung von 126 Migranten, die versuchten, die englische Küste zu erreichen

    Ärmelkanal: Rettung von 126 Migranten, die versuchten, die englische Küste zu erreichen

    126 Menschen, die versuchten, England zu erreichen, wurden am Freitag von der französischen Marine gerettet. Seit Ende 2018 haben sich diese illegalen Überquerungen des Ärmelkanals durch Migranten, die das Vereinigte Königreich erreichen wollen, vervielfacht.

    Ein neues Flüchtlingsdrama konnte im Ärmelkanal knapp vermieden werden. Insgesamt 126 Migranten, darunter mehrere Frauen und Kinder, wurden am Freitag, dem 10. September, in der Meerenge von Pas-de-Calais gerettet, als sie versuchten, England an Bord von Behelfsbooten zu erreichen, teilte die französische Seepräfektur am Samstag mit.

    Ein erstes Boot, das vor Dünkirchen (Nord) in Seenot geraten war, hatte 43 Personen an Bord, darunter sechs Frauen, zwei Kinder und zwei Babys, wie die Préfecture Maritime de la Manche et de la Mer du Nord (Premar) mitteilte.

    Sie wurden von einem Patrouillenboot der französischen Marine aufgegriffen und von der Feuerwehr wegen drohender Unterkühlung versorgt, bevor sie an die Grenzpolizei (PAF) übergeben wurden.

    Vierzig Migranten wurden vor Calais (Pas-de-Calais) gerettet und von einem Rettungsschlepper geborgen.

    Eine gefahrvolle Überfahrt

    Seit Ende 2018 hat die illegale Überquerung des Ärmelkanals durch Migranten, die das Vereinigte Königreich erreichen wollen, zugenommen – trotz wiederholter Warnungen der Behörden, die auf die Gefahren hinweisen, die mit der hohen Verkehrsdichte, den starken Strömungen und den niedrigen Wassertemperaturen verbunden sind.

    Nach Angaben des Seepräfekten Philippe Dutrieux versuchten zwischen dem 1. Januar und dem 31. August etwa 15.400 Migranten die Überfahrt, von denen 3.500 in der Meerenge zwischen Grossbritannien und Frankreich in Schwierigkeiten gerieten und an die französische Küste zurückgebracht wurden. Im Jahr 2020 versuchten 9.500 Personen die Überfahrt, gegenüber 2.300 im Jahr 2019 und 600 im Jahr 2018.

    Mitte August kam beim Untergang eines Bootes ein eritreischer Migrant ums Leben. Letztes Jahr starben vier Mitglieder einer iranisch-kurdischen Familie und ihr einjähriges Kind verschwand, bevor es nach Angaben britischer Medien mehrere Monate später an der norwegischen Küste gefunden wurde.

  • Pas-de-Calais: 23 Migranten, darunter ein Kind, vor Wimereux aus Seenot gerettet

    Pas-de-Calais: 23 Migranten, darunter ein Kind, vor Wimereux aus Seenot gerettet

    Dreiundzwanzig Migranten wurden vor Wimereux, Pas-de-Calais, aus dem Meer gerettet. An Bord waren sechs Frauen und ein 4-jähriges Kind.

    Dreiundzwanzig Migranten, die sich auf ihrem Boot in Schwierigkeiten befanden, wurden am Sonntag, 5. September, vor Wimereux im Departement Pas-de-Calais gerettet, berichtet France Bleu Nord. Auch ein 4-jähriges Kind befand sich in dem Boot.

    Die 23 Migranten versuchten, den Ärmelkanal zu überqueren, als ihr Motor ausfiel. Sie riefen um Hilfe und wurden vom regionalen Überwachungs- und Rettungszentrum (CROSS) von Gris-Nez aus Seenot gerettet. An Bord waren sechs Frauen und ein 4 Jahre altes Kind. Alle Überlebenden sind gesund und munter und wurden in den Hafen von Boulogne-sur-Mer gebracht.

    Anfang August wurde mit mehr als 480 Ankünften an der englischen Küste nach Angaben des britischen Innenministeriums ein neuer Rekord bei den Überfahrten aufgestellt. Am 12. August verlor ein Migrant sein Leben, nachdem sein Boot gesunken war.

  • Paris und London kündigen neue Maßnahmen zur Bekämpfung der illegalen Einwanderung an

    Paris und London kündigen neue Maßnahmen zur Bekämpfung der illegalen Einwanderung an

    Am Dienstag, 20. Juli, kündigten Frankreich und Großbritannien eine Verstärkung ihrer Zusammenarbeit im Kampf gegen illegale Einwanderung an ihrer gemeinsamen Grenze an. Ein besonderes Augenmerk wollen die beiden Länder auf die illegale Überquerung des Ärmelkanals legen. Frankreich und Großbritannien haben sich am Dienstag auf eine Reihe von Maßnahmen geeinigt, um die illegale Einwanderung effektiver zu bekämpfen. Dazu gehören die Verstärkung der Polizeikräfte entlang der französischen Küste, der Einsatz von Überwachungstechnologie und die Zusage finanzieller Investitionen durch die Briten. Die Maßnahmen wurden angekündigt, nachdem am Montag mindestens 430 Migranten den Ärmelkanal nach Großbritannien überquerten, laut dem britischen Innenministerium ein neuer Tagesrekord. Die britischen und französischen Innenminister, Priti Patel und Gérald Darmanin, trafen sich am Dienstag per Videokonferenz. Laut einer gemeinsamen Erklärung haben sie „vereinbart, ihr gemeinsames Vorgehen und ihre Zu…

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