Kategorie: Wirtschaft

  • Wasser, Gas, Telefon: Rechnungen des Alltags können bald beim Tabakhändler beglichen werden

    Wasser, Gas, Telefon: Rechnungen des Alltags können bald beim Tabakhändler beglichen werden

    Ab diesem Sommer wird es in Frankreich möglich sein, alle Rechnungen des täglichen Bedarfs beim Tabakhändler zu bezahlen. Die Regelung besteht bereits für bestimmte Ausgaben, wird aber vom Wirtschaftsministerium in Kürze ausgeweitet.

    Ab diesem Sommer können Franzosen ihre täglichen Rechnungen bei einem Tabakhändler bezahlen. Seit einigen Monaten schon haben die Franzosen die Möglichkeit, ihre Rechnungen für lokale öffentliche Dienstleistungen (Kantine, Kindergarten…) oder ihre Steuern direkt bei bestimmten Tabakhändlern zu bezahlen.

    Diese Regelung soll auf andere Zahlungen wie Gas, Strom, Wasser, Telefon usw. ausgeweitet werden, berichtet die Zeitung Le Parisien am Montag.

    100% kostenlos für den Nutzer
    Die Maßnahme zur Überwindung der digitalen Kluft wurde im Juli 2020 eingeführt und war ein großer Erfolg: Es wurden bereits zwei Millionen Transaktionen registriert, berichtet die Zeitung aus der Region Paris. Insgesamt wurden 12.400 Terminals bei zugelassenen Tabakhändlern in 6.500 Gemeinden in Frankreich aufgestellt. Bis Ende des Jahres sollen weitere Geräte aufgestellt werden.

    Bis Ende 2022 sollen etwa 5000 der insgesamt etwa 23.500 Tabakbars und Tabakhändler diesen neuen Service anbieten. Innerhalb von zwei Jahren sollen es 15.000 sein. Und das alles ist für die Nutzer zu 100% kostenlos (die Empfänger der Zahlungen zahlen bei jeder Transaktion eine Provision). Nutzer müssen lediglich den Betrag ihrer Rechnung begleichen, entweder in bar oder mit Kreditkarte. Dazu müssen sie einen QR-Code, der auf der Rechnung zu finden ist, über ein spezielles Terminal einscannen.

  • Gabriel Attal: Sanktionen gegen Russland werden wirtschaftliche Auswirkungen für Frankreich haben

    Gabriel Attal: Sanktionen gegen Russland werden wirtschaftliche Auswirkungen für Frankreich haben

    Regierungssprecher Attal gibt sich aber auch beruhigend: „Wir bereiten einen Resilienzplan vor, Maßnahmen, damit diese Auswirkungen für die Franzosen und Europäer so weit wie möglich abgemildert werden.“ Regierungssprecher Gabriel Attal äußerte sich auf France Inter und Franceinfo zu den Wirtschaftssanktionen gegen Russland: „Es wird natürlich eine wirtschaftliche Auswirkung für Europa und damit auch für Frankreich geben“. Er gibt sich jedoch beruhigend: „Wir bereiten einen Resilienzplan vor, Maßnahmen, damit diese Auswirkungen für die Franzosen und die Europäer so weit wie möglich abgemildert werden.“ Lesen Sie auch: Swift: EU-Staats- und Regierungschefs entscheiden sich für Ausschluss russischer Banken Attal bekräftigte, dass die Hauptsorge der Regierung der Gasversorgung gelte, aber auch in der Landwirtschaft können die Sanktionen „Auswirkungen auf die Kosten haben“. Die europäischen Länder sind nämlich zu 40% von russischem Gas abhängig. Farnkrsich zu 18% und einige osteuropäische …

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  • Starke Beschleunigung der Inflation im Februar in Frankreich auf +3,6% im Jahresvergleich

    Starke Beschleunigung der Inflation im Februar in Frankreich auf +3,6% im Jahresvergleich

    Frankreich sieht seit mehreren Monaten eine steigende Inflation. Im Februar stiegen die Preise erneut auf breiter Front an (+3,6%). Die Kaufkraft der Franzosen ist stark betroffen.

    Die Inflation in Frankreich beschleunigte sich im Februar stark auf 3,6%, angeheizt durch eine nahezu allgemeine Preissteigerung. Dies geht aus einer ersten Schätzung hervor, die am Freitag von der Statistikbehörde Insee veröffentlicht wurde.

    Nachdem der Verbraucherpreisindex im Januar um 2,9% gestiegen war, sprang er aufgrund „einer Beschleunigung der Preise für Energie, Dienstleistungen, Fertigwaren und Nahrungsmittel“ in die Höhe, wie das Statistikamt ausführte.

    Die Energiepreise stiegen im Vergleich zum Februar 2021 um 21% und die Preise für Frischwaren um 5,6%. Bei den Dienstleistungen stiegen sie um 2,2%, „insbesondere aufgrund des Preisanstiegs bei den Transportdienstleistungen“. Die Kosten für Fertigwaren stiegen ebenfalls um 2,2%, „im Zusammenhang mit dem Ende des Winterschlussverkaufs“. Dagegen gingen die Tabakpreise wie im Januar im Jahresvergleich um 0,1% zurück.

    Auf Monatsbasis lag die Inflation von Januar 2022 bis Februar 2022 bei 0,7%, gegenüber 0,3% zwischen Dezember 2021 und Januar 2022.

    Das Insee wird voraussichtlich Mitte März eine endgültige Schätzung der Verbraucherpreisentwicklung im Februar veröffentlichen. Anfang Februar hatte das Institut seine Inflationsprognose für das erste Halbjahr 2022 nach oben korrigiert und rechnet nun für diesen Zeitraum mit einem Anstieg des Indikators um 3 bis 3,5%.

  • Klima: Warum werden französische Milliardäre von Greenpeace und Oxfam besonders kritisiert?

    Klima: Warum werden französische Milliardäre von Greenpeace und Oxfam besonders kritisiert?

    63 französische Milliardäre stoßen genauso viele Treibhausgase aus wie 50% der französischen Bevölkerung, so eine Berechnung der beiden NGOs Greenpeace und Oxfam. Die NGOs fordern von den Präsidentschaftskandidaten Instrumente und Massnahmen, um dieser Problematik zu begegnen.

    Der am Mittwoch, dem 23. Februar, veröffentlichte Bericht der Nichtregierungsorganisationen Oxfam und Greenpeace prangert die hohen Treibhausgasemissionen an, die durch das Finanzvermögen der reichsten Franzosen verursacht werden. „Das Finanzvermögen von 63 französischen Milliardären emittiert genauso viele Treibhausgase wie etwa 50% der französischen Haushalte, (…) d.h. mindestens 152 Millionen Tonnen CO2 Emissionen in einem Jahr,“, kritisiert der 33-seitige Bericht. „Die vier umweltschädlichsten Unternehmen des französischen Börsenindex CAC 40 haben jeweils einen Fußabdruck, der größer ist als das gesamte französische Staatsgebiet“.

    In diesem Bericht haben Oxfam und Greenpeace die Investitionen dieser Milliardäre untersucht. Die NGOs weisen auf „ihr Finanzvermögen und ihre Beteiligung an umweltschädlichen Unternehmen hin, was den größten Posten in ihrem gesamten CO2-Fußabdruck darstellt“. Drei Milliardäre werden in dem Bericht besonders erwähnt: Gérard Mulliez, Gründer und CEO von Auchan, Rodolphe Saadé, Geschäftsführer des Schifffahrtsunternehmens CMA-CGM, und Emmanuel Besnier, Eigentümer des Lebensmittelkonzerns Lactalis. allein diese drei – und bei den ersten beiden mit ihrer Familie – stoßen sie so viel CO2 aus wie das Finanzvermögen von 23,4 % der französischen Haushalte.

    „Je mehr Vermögenswerte ein Milliardär in umweltschädlichen Unternehmen besitzt, desto höher sind die ihm zugeschriebenen Emissionen. An der Spitze der Rangliste stehen daher Milliardäre, die Unternehmen in diesem Sektor besitzen, etwa im Einzelhandel, in der Lebensmittelindustrie oder in der Schifffahrt.“

    Oxfam und Greenpeace wünschen sich radikale Maßnahmen, um diese Situation zu bekämpfen. Sie schlagen daher, wie die Präsidentschaftskandidaten Yannick Jadot, Jean-Luc Mélenchon und Anne Hidalgo, eine Klima-IFR (Prudential supervision of investment firms (IFR)) vor, bei der die Größe des Vermögens und dessen Auswirkungen auf das Klima berücksichtigt werden.

  • Krieg in der Ukraine: Welche Auswirkungen wird er auf die Preise für Öl, Gas und Weizen haben?

    Krieg in der Ukraine: Welche Auswirkungen wird er auf die Preise für Öl, Gas und Weizen haben?

    Öl, Gas und Weizen. Das sind Rohstoffe, die Russland in grossem Umfang an den Westen liefert. Auch wenn eine Verknappung nicht befürchtet wird, könnte die Ukraine-Krise direkte Auswirkungen auf diese Märkte haben.

    Bereits seit mehreren Monaten steigen die Preise für bestimmte Rohstoffe, speziell die Energiepreise. Angesichts der aktuellen Krise in der Ukraine stellt sich die Frage, wie sich dies auf die Preise für Produkte wie Gas, Öl, aber auch Weizen auswirkt.

    Weizen
    Die Ukraine und Russland sind ein wichtige Exporteure von Weizen weltweit, wobei Russland an erster Stelle steht. Zwar sind die Auswirkungen des Konflikts auf diesen Rohstoff heute noch schwer abzuschätzen. Zur Zeit des Konflikts um die Krim im Jahr 2014 sind die Getreidelieferungen ohne jegliche Probleme weitergeflossen.

    Es ist natürlich nicht unmöglich, dass die Preise vor dem Hintergrund der aktuellen Krise steigen werden, aber diese Presisteigerungen sollten nicht übermässig ausfallen. Keine übertriebenen Sorgen muss man sich insbesondere bei Brot machen. In einem Baguette, das etwa einen Euro kostet, liegt der Weizenanteil gerade einmal bei 7 bis 8 Cent.

    Schon im November letzten Jahres hatte Weizenpreis einen Höchststand erreicht: 300 Euro pro Tonne. Heute liegt der Preis für die Tonne weizen bei etwa 265 Euro pro Tonne.

    Gas
    Die größte Problematik besteht beim Gas, da Europa 40% seines Bedarfs in Russland einkauft und ein Teil dieses Gases durch die Ukraine fließt. Hier ist derzeit völlig unklar, was passieren wird. Der Marktpreis ist bereits in letzter Zeit von 72 auf 80 Euro gestiegen, aber auch da muss man relativieren: Zu Beginn des Winters stiegen die Gaspreise auf 160 Euro pro Megawatt.

    In jedem Fall aber sollte das Gas in Frankreich und Europa nicht knapp werden. Gas kommt über Pipelines nicht nur aus Russland, sondern auch aus Norwegen und in geringerem Masse aus Algerien. Flüssigerdgas (LNG), das mit Schiffen transportiert wird, wird vor allem aus den USA, Katar und Australien importiert. Gas wird in Frankreich nicht ausgehen, aber die Verbraucher werden mehr dafür bezahlen, weil es eine höhere Nachfrage bei einem stagnierenden Angebot geben wird. Und das wird sich auch auf die Strompreise auswirken.

    Und die Gasrechnung der Verbraucher? In Frankreich werden die Gaspreise durch den Staat gedeckelt, zumindest was Privathaushalte betrifft. Wirtschaftsminister Bruno Le Maire versicherte in der Zeitung 20Minutes, dass „das Einfrieren des Gaspreises für Privatpersonen“ „unter allen Umständen“ beibehalten werde. Die Tarife sind auf dem Niveau von Oktober 2021eingefroren. Diese Massnahme soll allerdings am 30. Juni nächsten Jahres enden.

    Könnte Russland den Gashahn ganz zudrehen? Das erscheint eher als unwahrscheinlich, denn wenn es das täte, wären die wirtschaftlichen folgen auch für Russland enorm. Die westlichen Märkte sind teilweise von Russland abhängig, aber Russland ist auch von den Einnahmen aus dem Westen abhängig.

    Öl
    Bereits seit mehreren Monaten steigen Öl- und damit auch die Kraftstoffpreise. Und auch heute spiegelt sich der beginnende Krieg in der Ukraine in einem steigenden Ölpreis wider:

    Am Morgen des 24. Februar stieg der Presi für ein Barrel Rohöl  über die Marke von 100 USD.

    Russland ist nach Saudi-Arabien der zweitgrößte Ölexporteur der Welt. Aber auch beim Öl zeichnet sich keine Gefahr einer gefährlichen Knappheit ab.

    Aber wenn ein Krieg ausbricht, wird das die Preise in die Höhe treiben.

  • A380 mit Wasserstoffantrieb: Airbus enthüllt Pläne für einen emissionsfreien Luftverkehr

    A380 mit Wasserstoffantrieb: Airbus enthüllt Pläne für einen emissionsfreien Luftverkehr

    Der Flugzeughersteller Airbus und der französisch-amerikanische Triebwerkshersteller CFM International haben sich zusammengeschlossen, um ein Wasserstoffantriebssystem in einem A380 zu testen. Ziel: ein umweltfreundlicherer Luftverkehr für die Zukunft.

    Ein Flugzeug mit Wasserstoffantrieb: Das ist die große Aufgabe auf dem Weg zu einer emissionsfreien Luftfahrt. Ein solches Antriebssystem gehört zu den großen Projekten für das kommende Jahrzehnt. Am 22. Februar 2022 enthüllte Airbus seine Pläne für die Zukunft und einen Zeitplan für die geplanten Tests am A380.

    Der Flugzeughersteller hat eine Partnerschaft mit CFM International (einem 50/50-Gemeinschaftsunternehmen von Safran Aircraft Engines und GE) geschlossen, um ein flugtaugliches Wasserstoffantriebssystem zu entwickeln.

    Die Demonstration wird an einem A380-Testflugzeug durchgeführt, das mit Flüssigwasserstofftanks ausgestattet ist, die von den Airbus-Standorten in Frankreich und Deutschland vorbereitet wurden.

    Airbus beaufsichtigt die Tests, CFM kümmert sich um das Triebwerk.
    Bei diesem Projekt wird Airbus folgende Aufgaben haben: „Festlegung der Spezifikationen des Wasserstoffantriebssystems, Überwachung der Flugtests und Bereitstellung des A380-Teststandes, auf dem das Wasserstofftriebwerk in der Reiseflugphase getestet werden kann. CFM International wird sich auf die Modifizierung der Brennkammer, des Treibstoffsystems und des Steuersystems eines GE Passport-Triebwerks konzentrieren, damit es mit Wasserstoff betrieben werden kann“, so Airbus in einer Pressemitteilung.

    Im Jahr 2020 hatte Airbus angekündigt, sich für die Dekarbonisierung der Luftfahrt einzusetzen. Der Konzern sieht in den jetzt vorgestellten Plänen die Konkretisierung seiner Ankündigungen.

    Ein emissionsfreies Flugzeug bis 2035.
    Die ersten Bodentests sollen 2023 und die ersten Flugtests 2026 beginnen. Ziel ist, dass bis 2035 ein emissionsfreies Flugzeug in Betrieb genommen werden kann. Dessen Serienfertigung steht jedoch noch nicht fest. „Dieses Projekt ist eine Demonstration. Wir werden zunächst zeigen, dass ein Flugzeug, das mit Wasserstoff fliegt, möglich ist, und dann entscheiden, ob wir das Flugzeug in Zukunft einsetzen werden“, erklärt die Kommunikationsabteilung von Airbus.

    CFM und Airbus wollen der Verpflichtung nachkommen, die beide Unternehmen bei der Unterzeichnung der Ziele der Air Transport Action Group im Oktober 2021 eingegangen sind. Nämlich bis 2050 eine CO2-neutrale Luftfahrt zu ermöglichen, indem sie neue Technologien entwickeln und testen, die für emissionsfreie Flugzeuge erforderlich sind.

    Laut einer im Januar 2022 veröffentlichten Studie der NGO International Council on Clean Transportation würde die Einführung von wasserstoffbetriebenen Flugzeugen ab 2035 zwar die CO2-Emissionen begrenzen, aber allein nicht ausreichen, den CO2-Fußabdruck der Luftfahrtindustrie ausreichend zu verringern. Der Wasserstoffantrieb stößt weder Schadstoffe noch Treibhausgase aus, er erzeugt nur Wasserdampf. CO2-Neutralität setzt jedoch voraus, dass der Wasserstoff selbst „sauber“ ist, d. h. unter Verwendung von Strom aus erneuerbaren Quellen hergestellt wird.

  • Auch die Preise für Kleidung werden in diesem Jahr steigen

    Auch die Preise für Kleidung werden in diesem Jahr steigen

    Wie viele andere Produkte könnte auch Kleidung in den kommenden Wochen und Monaten spürbar teurer werden. Die Baumwollpreise sind nämlich um 45% gestiegen und erreichten im Februar sogar eine Höhe, die man seit zehn Jahren nicht mehr gesehen hat.

    Zuletzt war es der exponentielle Anstieg der Benzin- und Dieselpreise, der sich in den Köpfen der Menschen festgesetzt hat. Zuvor, im Laufe des Jahres 2021, stiegen aufgrund der weltweiten Pandemie auch die Kosten für Baurohstoffe sowie für bestimmte Lebensmittel.

    Laut einer im Dezember 2021 veröffentlichten Studie des französischen Statistikamts Insee stieg der Verbraucherpreisindex innerhalb eines Jahres um 2,8%. Der spektakulärste Anstieg, den viele Franzosen an ihren Energierechnungen bemerkten, betraf die Energie mit +18,5% im Jahr 2021. Das Insee stellt auch einen Preisanstieg bei den Sachgütern fest (3,3%).

    Nach Energie, Lebensmitteln und Baurohstoffen könnten nun auch andere Güter teurer werden: Kleidung. Das Insee hatte bereits einen Anstieg der Verbraucherpreise für Bekleidung und Schuhe um 3% für das Jahr 2021 festgestellt. Und es sieht nicht so aus, als würde sich dieser Trend bald umkehren.

    Ähnlich wie die Rohstoffe im Baugewerbe sind auch die Rohstoffe für die Herstellung von Kleidung in letzter Zeit stark angestiegen. Viele Kleidungsstücke werden aus Stoffen wie Polyester und Nylon hergestellt, bei denen es sich um Erdölderivate handelt, deren Preis in letzter Zeit stark gestiegen ist.

    Aber auch bei einem anderen wichtigen Textilrohstoff sind die Kosten in die Höhe geschnellt: Die Preise für Baumwolle sind 2021 um 45% gestiegen und erreichten im Februar mit 1,29 USD pro Pfund einen Preis, den es seit zehn Jahren nicht mehr gegeben hat. Und auch die Bio-Baumwollbranche bleibt von diesem Anstieg nicht verschont. In Indien, das neben China einer der größten Produzenten von Bio-Baumwolle ist, sind die Preise laut Branchendaten innerhalb eines Jahres um 90% gestiegen.

    Nun legen die Bekleidungshersteller angesichts dieser seit mehreren Monaten anhaltenden Preissteigerungen Vorräte an, um nicht den vollen Preis zahlen zu müssen. Doch diese höhere Nachfrage führt wiederum zu höheren Preisen. Ein Teufelskreis, aus dem es schwer sein wird, auszubrechen, zumal die Preisspitzen zu einem Zeitpunkt auftreten, an dem die Produktions- und Transportkosten ebenfalls Rekordhöhen erreicht haben, was wiederum auf die Energiekosten zurückzuführen ist, da die Textilindustrie einen hohen Verbrauch von Gas und Strom für die Herstellung von Kleidung sowie von Öl und anderen Energieträgern für den Transport hat.

    Es bleibt jetzt abzuwarten, wie die Bekleidungsunternehmen mit dieser Situation umgehen werden und wie sie sich auf die Verkaufspreise auswirken könnte. Denn je nach Marge werden einige Unternehmen wahrscheinlich ihre Preise erhöhen müssen. Umgekehrt versichern einige große Konzerne wie das schwedische Unternehmen H&M, dass sich die höheren Rohstoff- und Produktionskosten nicht auf die Preise ihrer Kleidung auswirken werden.

    Wie dem auch sei, all das könnte dem Second-Hand-Verkauf, der in letzter Zeit immer mehr Anhänger findet, einen weiteren Schub verleihen. Viele Verbraucher kaufen gebrauchte Kleidung und Schuhe, sei es aus Kostengründen oder aus Umweltbewusstsein. Schliesslich ist die Bekleidungsindustrie eine der umweltschädlichsten Industrien überhaupt.

  • Emmanuel Macron befürwortet „gezielte europäische Sanktionen“ gegen Moskau

    Emmanuel Macron befürwortet „gezielte europäische Sanktionen“ gegen Moskau

    Nach der Anerkennung der abtrünnigen Donbass-Regionen durch Russland sagt Emmanuel Macron, er befürworte „gezielte europäische Sanktionen“ gegen Moskau. Worum könnte es sich dabei handeln? Die gezielten Sanktionen könnten sich insbesondere gegen russische Oligarchen richten, die Wladimir Putin nahestehen und deren Konten und Vermögenswerte in Europa eingefroren würden. Diese Option wird von Josep Borrell, dem Chef der EU-Diplomatie, ernsthaft in Betracht gezogen. Generell arbeitet die EU nach eigenen Angaben an einem ganzen Bündel von Maßnahmen, deren Grad der Umsetzung von Russlands militärischem Engagement abhängen würde. Ursula Von der Leyen ist der Ansicht, dass Russland im Falle eines von Moskau angezettelten Krieges aufgrund der von Europa verhängten Finanzsanktionen praktisch von den internationalen Märkten abgeschnitten wäre. Die Kommissionspräsidentin spricht auch von Wirtschaftssanktionen, die Güter betreffen, die von Europäern hergestellt werden und auf die Russland bei der …

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  • Kraftstoffe: Dieselpreis erreicht neuen Rekord und steigt auf über 1,70 € pro Liter

    Kraftstoffe: Dieselpreis erreicht neuen Rekord und steigt auf über 1,70 € pro Liter

    Vom 12. bis 18. Februar 2022 haben die Kraftstoffpreise einen neuen Rekord aufgestellt, wie aus den Zahlen hervorgeht, die das Ministerium für den ökologischen Übergang am Montag veröffentlichte. Ein Liter Dieselkraftstoff wird nun im Durchschnitt für über 1,70 € pro Liter verkauft, ein Rekord.

    Am Montag, 21. Februar, veröffentlichte das Ministerium für den ökologischen Übergang die Daten zu den durchschnittlichen Kraftstoffpreisen zwischen dem 12. und 18. Februar 2022. Das Ministerium berechnet jede Woche den durchschnittlichen Verkaufspreis pro Liter der verschiedenen Kraftstoffe für alle französischen Tankstellen. Der Durchschnitt wird von Freitag bis Freitag ermittelt, und die Zahlen werden am Montag veröffentlicht.

    Und wie jede Woche stiegen die Preise an den Zapfsäulen auch diesmal wieder. Was ist die Ursache dafür? Geopolitische Spannungen (z. B. die Ukraine-Krise) und das weiterhin begrenzte Angebot durch die großen Förderländer.

    Bleifrei 95-E10 ist seit Anfang des Jahres um 10 Cent gestiegen.
    Ein Liter Dieselkraftstoff wurde vom 12. bis 18. Februar im Durchschnitt für 1,7051 € pro Liter verkauft, was einen neuen Rekord darstellt. Der durchschnittliche Preis an den Zapfsäulen für Bleifrei 95-E10 steigt auf 1,7618 € pro Liter. Dieser Kraftstoff ist seit dem 1. Januar um mehr als 10 Cent gestiegen. In der letzten Woche stieg Bleifrei 95-E10 um 1,3 Cent und Dieselkraftstoff um 0,6 Cent.

    Lesen Sie auch: Dieselpreis: Landwirte blockieren das Benzindepot Lespinasse nördlich von Toulouse

    Um die Kosten abzufedern, hatte die Regierung eine Inflationszulage von 100 € angekündigt, die an 38 Millionen Franzosen gezahlt wird. Das Kilometergeld wurde um 10 % angehoben.

  • Airbus: Kuwait Airways kauft 31 Flugzeuge für 5.3 Milliarden Euro

    Airbus: Kuwait Airways kauft 31 Flugzeuge für 5.3 Milliarden Euro

    Die Fluggesellschaft Kuwait Airways gab am Montag bekannt, dass sie im Rahmen einer Umstrukturierung eines 2014 mit dem europäischen Luftfahrthersteller geschlossenen Abkommens insgesamt 31 Airbus-Flugzeuge für sechs Milliarden US-Dollar (ca. 5,3 Milliarden Euro) kaufen wolle.

    Die beiden Parteien erzielten diese Einigung nach schwierigen Verhandlungen im Anschluss an Untersuchungen zu Bestechungsvorwürfen rund um das Abkommen von 2014, das ursprünglich den Kauf von 25 Airbus-Flugzeugen vorsah und später auf 28 aufgestockt wurde. „Wir konnten uns auf eine wichtige Umstrukturierung einigen, die Kuwait Airways (KAC) in eine viel bessere Position bringen wird, um in den nächsten 15 Jahren erfolgreich zu sein“, sagte der CEO von KAC, Ali Al-Dukhan, auf einer Pressekonferenz in Kuwait.

    Die veränderte Vereinbarung sieht den Kauf von drei neuen Airbus-Flugzeugen vor und erhöht die Gesamtzahl der gekauften Flugzeuge auf 31: 9 Airbus A320neo, sechs A321neo, drei A321neo LR, vier A330-800neo, sieben A330-900neo und zwei A350-900. „Wir hatten vier Monate lang ernsthafte und professionelle Verhandlungen, die zeitweise hitzig waren, aber immer mit Respekt und Verständnis für die Bedürfnisse und Wünsche der jeweils anderen Seite geführt wurden“, sagte Ali Al-Dukhan.

    Im Jahr 2014 bestellte die KAC 15 Airbus 320neo und 10 Airbus-350, deren Auslieferung 2019 begann. Im Februar 2020 wurde ein Parlamentsausschuss eingerichtet, um mutmaßliche Bestechungen in Zusammenhang mit dem Kauf zu untersuchen, nachdem Airbus eine Rekordstrafe gezahlt hatte, um eine Strafverfolgung in einem Korruptionsfall zu vermeiden. Die Vorwürfe bezogen sich auf Bestechungsgelder, die Airbus gezahlt hatte, um den Verkauf von 25 Passagierflugzeugen an die Fluggesellschaft Kuwait Airways zu sichern.

    Vor einigen Tagen erst hat Airbus für das Jahr 2021 einen Rekordgewinn von 4.2 Milliarden Euro bekannt gegeben.