Kategorie: Wirtschaft

  • Emmanuel Macron bestätigt Verlängerung des Tankrabatts von 18 Cent im August

    Emmanuel Macron bestätigt Verlängerung des Tankrabatts von 18 Cent im August

    In einem Interview mit der Zeitung La Dépêche du Midi bestätigte Emmanuel Macron, dass der Rabatt von 18 Cent auf Kraftstoffe im August verlängert wird.

    Emmanuel Macron bestätigte die Verlängerung des Tanrabatts, der eigentlich bis Ende Juli befristet war. Der Präsident bestätigte in einem Interview mit der Zeitung La Dépêche du Midi, dass der Rabatt von 18 Cent auf Kraftstoffe auch im August gelten werde. der Tankrabatt ist Teil der Maßnahmen, die von der Regierung eingeführt wurden, um die Kaufkraft der Franzosen zu stützen.

    der Präsident kündigte regelmäßige Regierungstreffen zum Thema Kaufkraft an. Es sollen Maßnahmen zur Senkung der Kraftstoffpreise, insbesondere für Benzin, und eine Regelung für Vielfahrer ab diesem Herbst, wie bereits von Bruno Le Maire angekündigt, auf den Weg gebracht werden.

    „Sommerrabatt“ von TotalEnergies
    Auch der Vorstandsvorsitzende von TotalEnergies kündigte eine neue Maßnahme an, die die Kraftstoffrechnung der Autofahrer in diesem Sommer entlasten soll. In einem Interview mit der Zeitung La Dépêche du Midi hatte Patrick Pouyanné einen „speziellen Sommer“-Rabatt angekündigt, der ab Juli eingeführt werden soll. „Wir werden insbesondere den Urlaubern, die diesen Sommer in die Ferien fahren, mit einem Rabatt von zehn Cent an allen TotalEnergies-Stationen an den französischen Autobahnen helfen“.

  • Kredite für Immobilien-Käufer in Frankreich immer schwieriger zu bekommen

    Kredite für Immobilien-Käufer in Frankreich immer schwieriger zu bekommen

    Vielen Hauskäufern in Frankreich wird seit dem 1. Juni die Aufnahme eines Immobilienkredits verweigert. Die steigenden Immobilienzinsen hindern sie daran, sich ein Eigenheim zu kaufen.

    Für viele Franzosen wird das Investieren in Immobilien zunehmend unerreichbar. Pierre Bazire dachte, er könne sich 205.000 Euro für eine Wohnung von der Bank leihen. „Ich hatte im Internet Simulationen durchgeführt und dachte, ich hätte ein ziemlich gutes Profil, um kaufen zu können, und am Ende hat sich herausgestellt, dass das nicht wirklich der Fall war. Die Zinsen sind gestiegen“, erklärt er gegenüber France 2. Für ihn liegt das Problem im Zinssatz. Wenn die Summe aus Versicherungsgebühren, Provisionen und dem Zinssatz 2,40% des Kreditbetrags übersteigt, wird das Darlehen automatisch abgelehnt.

    Die Immobilienzinsen werden weiter steigen
    Da die Immobilienzinsen steigen, werden auch die Ablehnungen immer häufiger. Auch die Zentralbanken erhöhen ihre Zinssätze, was das Leben der Immobilien-Käufer weiter erschweren könnte. „Die Zentralbanken haben heute keine andere Möglichkeit, als die Zinsen zu erhöhen, also werden auch die Immobilienzinsen weiter steigen“, erklärt Estelle Brack, Bank- und Finanzexpertin, auf dem Sender France 2. Das Wirtschaftsministerium will nach Lösungen suchen.

  • 4.5 Millionen Franzosen gelten als reich

    4.5 Millionen Franzosen gelten als reich

    Ab welchem Einkommen ist eine Person in Frankreich als reich zu bezeichnen? Das Observatorium für Ungleichheiten übernimmt ein seit 20 Jahren in Deutschland geltendes Kriterium: das Doppelte des mittleren Lebensstandards. Das sind 3.673 € pro Monat für eine alleinstehende Person oder 5.500 € für ein Paar, jeweils nach Steuern. Das wären dann 4,5 Millionen Franzosen, d. h. 7,1% der Bevölkerung.

    In Frankreich wird niemand gerne als reich bezeichnet. Mit dem Finger auf die „Ultrareichen“ zu zeigen, ist eine gute Methode, um von sich selbst abzulenken. Doch auch wenn sich manche lieber nur als „wohlhabend“ bezeichnen, lassen sich bei der Beobachtung des Lebensstandards echte Unterschiede zwischen den reichsten 10% der Franzosen und dem Rest der Bevölkerung feststellen.

    In seinem zweiten Bericht über den Reichtum in Frankreich, der am Mittwoch vorgestellt wurde, schlägt das „Observatorium für Ungleichheiten“ vor, eine einfache, bereits in Deutschland verwendete Reichtumsgrenze zu verwenden: das Doppelte des mittleren Lebensstandards, d. h. 3.673 Euro netto pro Monat nach Steuern und Sozialleistungen für eine alleinstehende Person, 5.500 Euro für ein Paar ohne Kinder und 7.700 Euro für ein Paar mit zwei Kindern. In Frankreich trifft dies auf 4,5 Millionen Menschen oder 7,1% der Bevölkerung zu, während 7,3% der Deutschen über dieser „Wohlstandsschwelle“ leben. Darin sind sich die beiden Länder sehr ähnlich.

    Anzumerken ist, dass, wenn man zu den reichsten 10% Franzosen gehören möchte, das erforderliche Einkommensniveau bei 3.328 Euro pro Monat nach Steuern liegt. Das erreichen etwa 6,4 Millionen Menschen. Die Einkommensschwelle für die reichsten 5% liegt bei 4.156 Euro pro Monat und betrifft 3,2 Millionen Menschen. Zum exklusiven Club der reichsten 1% gehören etwa 630.000 Menschen in Frankreich und nur 6.300 Personen gehören zu den reichsten 0,01%.

    Reiche, Superreiche und Ultrareiche werden immer reicher
    Die reichsten 1% verdienen mehr als 17.500 € pro Monat und die superreichen 0,01 % haben Einkommen von über 54.500 € pro Monat nach Steuern. Bei diesen Grossverdienern ermöglicht das Einkommen den Aufbau von Vermögen, die mit den Jahren exponentiell wachsen und vererbt werden, wodurch sich die Kluft zwischen den Reichsten und den Ärmsten ständig vergrößert.

    Das Ergebnis: Innerhalb von 20 Jahren ist das Verhältnis zwischen der Höhe der Einkommen, die die reichsten 10% erhalten, und der Höhe der Einkommen, die die ärmsten 40% erhalten – was von Experten als „de Palma-Ratio“ bezeichnet wird – von 1 auf 1,06 gestiegen. Das bedeutet, dass die 6,4 Millionen wohlhabendsten Menschen genauso viel erhalten haben wie die 24 Millionen Ärmsten. Laut der World Inequality database von 2017 erwirtschaften die Reichen und Superreichen fast ein Drittel des Gesamteinkommens in Frankreich , obwohl sie. ur 10% der Bevölkerung ausmachen.

    Das ist zwar viel weniger ist als in den 1920er Jahren, als die reichsten 10% die Hälfte des Gesamteinkommens in Frankreich verdienten. Das Observatoire des inégalités ist aber besorgt über den derzeitigen Trend infolge der Steuer- und Sozialleistungsreformen, die 2017 nach der Wahl von Emmanuel Macron eingeleitet wurden. „Die Reichen gewinnen wieder an Boden“, stellt der Bericht fest. „Die ärmsten fünf Prozent der Bevölkerung haben von diesen Maßnahmen nicht profitiert. Für die große Mehrheit der Bevölkerung beträgt der jährliche Gewinn 200 Euro. Er steigt im oberen Drittel auf 500 Euro jährlich und bei den reichsten 1% auf 3.500 Euro jährlich“.

    Unter diesen Umständen fordert die Beobachtungsstelle für Ungleichheiten (Observatoire des inégalités) eine umfassende Reform der Besteuerung von Einkommen, Erbschaften und Vermögen. „Es geht nicht darum, sich auf die reichsten 1% zu konzentrieren“, schließt der Bericht, „sondern darum, die Solidarität eine neue Basis zu stellen und die Gesamtheit der Haushalte entsprechend ihrem Einkommen gerechter zur Kasse zu bitten.“

    Die Reichen Frankreichs sind in der Regel älter als der Durchschnitt der Bevölkerung. Das Durchschnittsalter der reichsten 10% liegt bei 57 Jahren, während die übrige Bevölkerung durchschnittlich 54,4 Jahre alt ist. 82% der Reichen sind Eigentümer ihrer Wohnung, während dieser Anteil bei den weniger wohlhabenden 90% der Bevölkerung auf 56% sinkt.

    In beruflicher Hinsicht sind 51% der reichsten 10% der Bevölkerung leitende Angestellte, während in der übrigen Bevölkerung nur 11% leitende Posten bekleiden. Umgekehrt sind nur 17% der Reichen Angestellte und 6% Arbeiter, während ihr Anteil in der übrigen Bevölkerung 37% bzw. 27% beträgt. Anzumerken ist, dass Angestellte und Arbeiter, die zu den Haushalten mit dem höchsten Einkommen gehören, ihre Vermögen am häufigsten durch Erbschaft bekommen haben.

    Die Schwelle für ein reiches Vermögen liegt bei 490.000 Euro, was dem Dreifachen des mittleren Vermögens entspricht. Laut Daten des Statistik-Instituts Insee von 2018 besitzen 1,2 Millionen französische Haushalte mindestens eine Million Euro Vermögen, wobei zu berücksichtigen ist, dass die reichsten 10% über 46% des Vermögens aller Franzosen verfügen.

  • Unterkünfte, Lebensmittel, Flugtickets… die Preise schießen kurz vor dem  Sommer in die Höhe

    Unterkünfte, Lebensmittel, Flugtickets… die Preise schießen kurz vor dem Sommer in die Höhe

    Da die Inflation in Frankreich Rekordwerte erreicht, verspricht der Sommer 2022 besonders teuer zu werden. Ob Unterkunft, Mietwagen, Zug- oder Flugtickets oder sogar Lebensmittel – die Preise schnellen in die Höhe. Franzosen und Touristen erwartet in diesem Jahr ein besonders teurer Sommer.

    Der Sommer steht vor der Tür und die Inflation in Frankreich steigt weiter an. Wie aus dem jüngsten Bericht des Statistikinstituts INSEE hervorgeht, hat sie im Mai gerade die 5%-Marke überschritten. Die Auswirkungen der Inflation dürften sich in der Sommersaison deutlich bemerkbar machen.

    Unterkünfte, Mietwagen, Flugtickets, Lebensmittel oder Treibstoff… Dieser Sommer wird teuer werden. 

    Preise für Zugtickets
    Vor kurzem enthüllte das INSEE, dass die Preise für Zugtickets in den letzten drei Monaten um fast 15% gestiegen sind.

    Laut dem Sender RTL soll eine einfache Fahrt von Paris nach Nizza 250 Euro und eine Hin- und Rückfahrt von Paris nach Nantes 215 Euro kosten… Eine Möglichkeit, dem Preisanstieg zu entkommen, besteht darin, das Ticket weit im Voraus zu buchen. Ein Tipp, den man in jedem Fall im Hinterkopf behalten sollte, um böse Überraschungen zu vermeiden.

    Flugtickets werden teurer
    Aufgrund des Krieges in der Ukraine und der dadurch steigenden Kerosinpreise sind auch die Flugticketpreise in die Höhe geschnellt. „Im April 2022 stiegen die Preise für Flugtickets in Frankreich um 20,8%“, bestätigt die Generaldirektion für Zivilluftfahrt (DGAC). Im Vergleich zum April 2019 steigen die Preise für Flugtickets um durchschnittlich 10,8%.

    Lesen Sie auch: Personalprobleme an französischen Flughäfen in diesem Sommer

    Hotelpreise steigen
    Aufgrund der gestiegenen Energiepreise wegen des Krieges in der Ukraine sowie der steigenden Löhne und Gehälter sind die Preise für Hotelzimmer längst nicht mehr auf dem Niveau des Vorjahres. Auf dem Sender BFM Business wendet sich Stéphane Manigold, Chef von sechs Pariser Hotels, an die Hotel-Branche: „Wir raten den Unternehmern, sei es im Hotel- oder im Gaststättengewerbe, ihre Preise insgesamt um 10% zu erhöhen. Das ist nicht mehr und nicht weniger als die Presientwicklung der Rohstoffe“.

    25% der Branche, die von der Groupe national des indépendants de l’hôtellerie et de la restauration(GNI) befragt wurden, haben ihre Preise bereits erhöht. Und 45% beabsichtigen, dies in den nächsten drei Monaten zu tun, berichtet die Zeitung Ouest-France.

    Autoanmietung fast unbezahlbar
    Die Preise für Mietwagen haben sich teilweise verdoppelt. In diesem Sommer beträgt der erwartete Anstieg +41,3% im Vergleich zu 2019. Die 5 teuersten Städte sind Biarritz, Nizza, Ajaccio, Nîmes und Bordeaux.

    In Biarritz zum Beispiel kann das Mieten eines Autos für eine Woche bis zu 505 Euro kosten. Ein Anstieg von +96,4% im Vergleich zu 2019! Eine Woche Mietwagen kostet in Nizza 496€ (+107 % im Vergleich zu 2019), 445€ in Ajaccio (+92,4 %) oder auch 440€ in Nimes (+60,4 %).

    Die Kraftstoffpreise bleiben hoch
    Es ist keine Neuigkeit mehr, dass seit Beginn des Konflikts in der Ukraine die Kraftstoffpreise regelrecht explodiert sind. SP-95 und Diesel haben längst wieder die Marke von 2€/l erreicht. Bisher konnte dieser Anstieg noch ausgeglichen werden, indem man zum Beispiel den Zug benutzte, doch das ist nicht mehr der Fall (siehe oben).

    Auch Lebensmittel erleben die Inflation
    Eis, Waffeln, Pfannkuchen, Cocktails – alles wird durch die galoppierende Inflation in Frankreich teurer. Auch hier ist der Krieg in der Ukraine zu einem großen Teil für den Preisanstieg bei Lebensmitteln verantwortlich. Laut einem Bericht des Kreditversicherers Allianz ist der Preisanstieg ziemlich beeindruckend: „Wir berechnen, dass die Lebensmittelinflation den durchschnittlichen europäischen Verbraucher 243 Euro mehr kosten wird als 2021“.

    Auch die kleinen Freuden des Urlaubs könnten also durch die Inflation unerreichbar werden. Auch in anderen europäischen und außereuropäischen Ländern hat der Krieg in der Ukraine wirtschaftliche Schäden angerichtet und zu einer deutlich spürbaren Erhöhung der Preise geführt. Also heisst es „Augen auf“, bevor man seinen Urlaub bucht, sonst könnte es uns sehr teuer zu stehen kommen.

  • Die Inflation war in Frankreich seit 37 Jahren nicht mehr so hoch

    Die Inflation war in Frankreich seit 37 Jahren nicht mehr so hoch

    Mit einer Rate von 5,2% ist die Inflation in Frankreich auf einem Höchstwert seit 1985. Am stärksten stiegen die Preise für Lebensmittel und Energie.

    Am Dienstag, dem 31. Mai, erreichte die Inflation 5,2%. Die größten Preissteigerungen waren bei Lebensmitteln zu verzeichnen, wo die Preise um 4,2% stiegen, und natürlich bei Energie, die um 28% teurer wurde. Die Inflation in Frankreich ist seit 1985 nicht mehr so hoch gewesen, ist derzeit aber immer noch niedriger als in den 70er und 80er Jahren, als die Preise um mehr als 13% stiegen. Die besonders stark betroffenen Industriesektoren sind die Metallindustrie, die chemische Industrie, die Pharmaindustrie und die Elektronikindustrie.

    Lohnerhöhungen sind nicht unbedingt die Lösung.
    Mit dem Preisanstieg ging die Kaufkraft der französischen Haushalte im ersten Quartal 2022 um 1,9% zurück. Um darauf zu reagieren, erhöhte die Regierung im Februar 2022 den Zinssatz des Sparbuchs Livret A. Lohnerhöhungen könnten die Inflation allerdings noch verschärfen. Wenn Unternehmen ihren Mitarbeitern Lohnerhöhungen gewähren, erhöhen sie später meist ihre Verkaufspreise. So beginnt sich ein Teufelskreis zu drehen, erklärt die Wirtschaftswissenschaftlerin Stephanie Villers auf dem Sender France 2.

  • Produktrückruf: Lidl verkaufte mit Listeria kontaminierten Label Rouge-Schinken

    Produktrückruf: Lidl verkaufte mit Listeria kontaminierten Label Rouge-Schinken

    Der kontaminierte Schinken wurde zwischen dem 23. und 24. Mai in Lidl-Filialen in den Regionen Grand Est und Bourgogne-Franche-Compté zum Verkauf angeboten. Lidl muss eine Produktrückrufkampagne durchführen. Es geht dabei um gekochten Schinken der Marke Saint Alby, der mit Listeria kontaminiert ist, wie TF1Info berichtet. Die betroffenen Produkte haben den Strichcode 20057626, die Losnummer 0421400006 und ein Mindesthaltbarkeitsdatum bis zum 12.06.2022. Der Schinken wurde zwischen dem 23. und 24. Mai in Lidl-Filialen in den Regionen Grand Est und Bourgogne-Franche-Compté zum Verkauf angeboten. Die Liste der betroffenen Geschäfte ist auf der Website rappel.conso.gouv.fr abrufbar. Verbraucher sollten den Label-Rouge-Schinken nicht verzehren und ihn in ihre Filiale zurückbringen, um eine Rückerstattung zu erhalten. Bei einer von Lidl durchgeführten Kontrolle wurde festgestellt, dass in dem Schinken die Bakterie Listeria monocytogenes vorkommt. Rappel conso rät: Personen, die „Fieber, isol…

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  • Bioethanol im Tank: Ansturm auf die Umrüstungssets

    Bioethanol im Tank: Ansturm auf die Umrüstungssets

    Immer mehr Franzosen beschliessen, ihr Fahrzeug auf Bioethanol umzurüsten, um den steigenden Kraftstoffpreisen entgegenzuwirken. Der Kauf von Umrüstungssets ist innerhalb weniger Monate explosionsartig angestiegen.

    Angesichts der steigenden Kraftstoffpreise steigen immer mehr Autofahrer in Frankreich auf Bioethanol um. Innerhalb eines Jahres hat sich die Zahl der Installationen von Umrüstungssets verachtfacht. Vincent Gonzales, der mit seinem Auto mehr als 1.000 Kilometer pro Woche zurücklegt, erklärt gegenüber Franceinfo, dass seine Spritrechnung von etwa „100 bis 110 Euro alle drei Tage“ auf „maximal 40 Euro“ für die gleiche Anzahl von Kilometern zurückgegangen ist. Innerhalb von vier Monaten hat sich die Umrüstung, für die er 1.200 Euro bezahlt hatte, also bereits rentiert. David Soublin, ein Automechaniker aus dem Großraum Paris, hat seit dem Anstieg der Kraftstoffpreise etwa zehnmal so viele Umrüstungen durchgeführt, als zuvor.

    Prämien für die Umrüstung
    Die Umstellung wird in manchen Regionen sogar gefördert, sie bieten eine finanzielle Unterstützung für die Umstellung auf Bioethanol an. Dies ist zum Beispiel in der Region Hauts-de-France der Fall, die bereits seit drei Jahren eine Prämie von bis zu 400 Euro anbietet. Der Andrang ist jedoch so groß geworden, dass die Präfektur beschlossen hat, die Förderungen nur noch für Geringverdiener anzubieten.

  • Angesichts der Klimakrise beschließen Studenten den Boykott bestimmter Unternehmen

    Angesichts der Klimakrise beschließen Studenten den Boykott bestimmter Unternehmen

    Sie nennen sich „Bifurqueurs“. Immer mehr Studenten von französischen Elitehochschulen weigern sich, für Unternehmen zu arbeiten, die nicht genug für die Umwelt tun, und rufen angesichts der Klimadringlichkeit zu einem Umdenken auf.

    Es war Anfang Mai, bei der Abschlussfeier der Ingenieurschule Agro Paris Tech. Acht Studenten kommen auf die Bühne, jeder mit einem kleinen Zettel in der Hand. Sie wenden sich an ihre Mitschüler und Kollegen mit einer Botschaft des Aufbruchs. „Agro Paris Tech bildet jedes Jahr Hunderte von Schülern aus, um in der Industrie auf verschiedene Arten zu arbeiten (…) Diese Jobs zu wählen, bedeutet, allen zu schaden, indem man den Interessen einiger weniger dient“, sagt einer von ihnen.

    Das Video machte schnell die Runde in den sozialen Netzwerken. Die Studenten bezeichnen sich selbst als „Bifurkatoren“. Mit anderen Worten: Sie weigern sich, an einem System teilzunehmen, das ihrer Meinung nach die Natur und die biologische Vielfalt zerstört. Es handelt sich um eine Art Elitenrevolte, wie Julia, eine der acht Studenten, erklärt: „Wir glauben nicht daran, dass wir die Dinge von innen heraus ändern können. Innerhalb des Systems glauben wir, dass eher das System uns verändern wird, als dass wir es verändern werden.“

    Sie wollen nützlich sein und das Bewusstsein für die globale Erwärmung schärfen: Welche Berufswahlmöglichkeiten hat die grüne Jugend?

    Trotz ihrer Abschlüsse an den bekanntesten französischen Hochschulen haben diese Studenten nun andere Pläne. Für einige könnte es die Gründung einer kollektiven Farm sein. Die meisten aber sind der Meinung, dass es die lokale Ebene ist, die die Gesellschaft so verändern kann, dass sie wieder mit den natürlichen Grenzen und Begebenheiten nachhaltig vereinbar wird.

    Junge französische Agraringenieure nicht die einzigen, die sich auflehnen. Aber bei ihnen handelt es sich um eine erste radikale Bewegung. Die anderen Aktionen sind eher konventionell. So haben beispielsweise die HEC und die Écoles Normales Supérieures offene Briefe veröffentlicht, nachdem vor vier Jahren ein Kollektiv mit dem Namen „Pour un réveil écologique“ (Für ein ökologisches Erwachen) gegründet wurde, um auf Schulen und Unternehmen Einfluss zu nehmen. Das Manifest wurde von 30.000 Hochschul-Absolventen unterzeichnet.

    Ihr Ziel ist es, von innen heraus auf das Klima aufmerksam zu machen, erklärt Rémi Vanel, Ingenieur und Mitglied des Kollektivs: „Wir haben das Glück, dass wir uns unser Unternehmen aussuchen können. Wir haben einen gewissen Handlungsspielraum. Wir werden also ein Unternehmen auswählen können, das sich wirklich engagiert und in dem wir etwas verändern können. Wie sieht die Strategie des Unternehmens aus? Welche Unternehmenspolitik wurde eingeführt, um diese Themen zu behandeln?“

    „Es ist besser, bestimmte Unternehmen zu boykottieren und zu Unternehmen zu gehen, die diese Themen wirklich berücksichtigen“, sagt Rémi Vanel, Ingenieur und Mitglied des Kollektivs „Pour un réveil écologique“ (Für ein ökologisches Erwachen) gegenüber Franceinfo.

    Für die Einen ist es eine Revolte, für die Anderen ein Erwachen. Allen gemeinsam ist das steigende Engagement einer Generation für das Klima. Die jungen Leute begnügen sich nicht mehr damit, den Müll zu sortieren, erklärt Théo Rougier, ein Aktivist und Organisator der Klimamärsche. „Es gibt eine Generation, die schon ein bisschen zu sehr im System verankert ist. Das sind Leute, die heute zwischen 40 und 50 Jahre alt sind, die einen Kredit aufgenommen und drei Kinder zu ernähren haben. Sie können noch so sehr auf diese Themen sensibilisiert sein, es ist kompliziert für sie, aus diesem System auszusteigen“, erklärt Rougier. „Deshalb findet der Umschwung in der Generation der 18- bis 24-Jährigen statt…“

    Junge Menschen mit höheren Ansprüchen an den Klimaschutz
    Gelingt es aber diesen Studenten wirklich, Einfluss auf die Unternehmen zu nehmen? Der Chef der Personalverantwortlichen in Frankreich, Benoît Serre, versichert gegenüber Franceinfo, dass das mittlerweile tatsächlich der Fall ist. Da Ingenieure sehr gefragt sind, müssen sich die Unternehmen als beispielhaft erweisen, wenn sie Studierende der Grandes Ecoles anziehen wollen. „Die gesamte neue Generation, insbesondere nach der Pandemie, ist in diesen Fragen ziemlich anspruchsvoll. Wir merken das, weil sie uns darauf ansprechen, wenn wir sie anwerben wollen.“

    Auch die Schulen tragen mittlerweile der neuen Bewegung Rechnung. Die Elite-Universität HEC in Paris zum Beispiel hat kürzlich ihr Programm überarbeitet, um die neuen klimatischen Anforderungen ihrer Studenten zu integrieren.

    Das Motto der HEC lautet: „Einfluss zu nehmen, nicht nur auf die Wirtschaft, sondern auf die Gesellschaft im weitesten Sinne, ist die wichtigste Berufung der HEC Paris.“

  • Preisanstieg: Kaufkraft und Inflation werden den Wahlkampf der Parlamentswahlen bestimmen

    Preisanstieg: Kaufkraft und Inflation werden den Wahlkampf der Parlamentswahlen bestimmen

    Aufgrund der Inflation könnten die jährlichen Lebensmittelausgaben der Haushalte in Frankreich im Jahr 2022 um 224 Euro pro Person steigen, so eine Studie, die diese Woche veröffentlicht wurde. Während die Regierung über die Einführung eines Lebensmittelschecks und die Opposition über einen „Robin-Hood“-Plan nachdenkt, finden die Franzosen Lösungen, um bei ihren Einkäufen zu sparen. Der seit einigen Monaten zu beobachtende Preisanstieg, der durch den Krieg in der Ukraine, der Energie- und Nahrungsmittelkrisen ausgelöst hat, besonders angeheizt wurde, scheint kein Ende zu nehmen. In seinem jüngsten Bericht geht der Internationale Währungsfonds (IWF) davon aus, dass die Inflation in den Entwicklungsländern am höchsten sein wird, wo der Preisanstieg in diesem Jahr durchschnittlich 8,7 % betragen könnte, während er in den Industrieländern bei durchschnittlich 5,7% liegen soll. In Frankreich, wo die Inflation geringer ist als zum Beispiel in Deutschland, hat das Statistikinstitut Insee geme…

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  • Hauts-de-France: Genossenschaft begann schon vor zwei Jahren mit Anbau von Sonnenblumen

    Hauts-de-France: Genossenschaft begann schon vor zwei Jahren mit Anbau von Sonnenblumen

    In der Region Cambrai im Département Nord haben sich einige Landwirte vor zwei Jahren aufgrund des Klimawandels dazu entschlossen, mit dem Anbau von Sonnenblumen zu beginnen.

    Maxime Leroy ist Landwirt in Avesnes-les-Aubert (Nordfrankreich). Im September wird er etwas mehr als zwei Hektar Sonnenblumen ernten. Alles begann vor zwei Jahren. „Wir haben uns gesagt: ‚Warum nicht‘. Wir haben einen Klimawandel, wir haben das Land dafür, es ist eine Frühjahrskultur“, zählt Didier Villain, Techniker für die landwirtschaftliche Genossenschaft in Saint-Hilaire-lez-Cambrai, auf. Die Idee war visionär: Der Preis für einen Liter Sonnenblumenöl ist innerhalb eines Jahres um das Dreifache gestiegen.

    Auf einer weiteren Parzelle hat die Genossenschaft Raps angepflanzt, den sie seit etwa 15 Jahren zu Öl verarbeitet. Sie produziert jeden Monat 5.000 Liter und plant ab Herbst, dasselbe mit Sonnenblumen zu tun. In dieser 100 Jahre alten Genossenschaft ist die Diversifizierung nichts Neues. Trotz des allgemeinen Mangels an Sonnenblumen, hervorgerufen durch den russischen Überfall auf die Ukraine, möchte der DirektorJérôme Lobbedez vor allem „ein Qualitätsprodukt herausbringen“, sagt er auf dem Sender France 3.