Kategorie: Wirtschaft

  • Emmanuel Macron zählt auf den Senat, um die Rentenreform zu „bereichern“

    Emmanuel Macron zählt auf den Senat, um die Rentenreform zu „bereichern“

    Am Samstag verteidigte Emmanuel Macron den Gesetzestext seiner Rentenreform, der in wenigen Tagen im Senat beraten wird. Der Präsident sagte, er hoffe, dass der mehrheitlich rechts angesiedelte Senat den Gesetzentwurf der Regierung zur Rentenreform „bereichern“ könne. „Ich wünsche mir, dass der Senat den Text über die Rentenreform ‚mit dem, was ihm nützlich erscheint‘, bereichern kann“, sagte Emmanuel Macron am Samstag, dem 25. Februar, drei Tage vor Beginn der Prüfung des Gesetzentwurfs im französischen Oberhaus. „Ich habe gesehen, dass der Senat die Familienpolitik und die Rechte der Frauen voranbringen will. Ich denke, dass die Regierung diese Debatte mit Offenheit und Einsatzbereitschaft angehen wird, um eine Mehrheit hinter dem Text aufzubauen“, so der Staatschef. „Ich wünsche mir, dass der Senat diesen Text mit dem bereichern kann, was ihm nützlich erscheint (…) Der Senat, der übrigens mehrmals Reformen getragen hat, die der Reform, die heute von der Regierung angestossen wird,…

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  • Verdiente Stellantis-Chef Carlos Tavares im Jahr 2022 tatsächlich 23.5 Millionen Euro?

    Verdiente Stellantis-Chef Carlos Tavares im Jahr 2022 tatsächlich 23.5 Millionen Euro?

    Der Chef von Stellantis (Peugeot, Citroen…) hat im Jahr 2021 14,9 Millionen Euro verdient. Aber 2022 scheint ein so erfolgreiches gewesen zu sein, dass sein Gehalt um weitere 10 Millionen Euro steigen könnte.

    Grund dafür sollen die außergewöhnlichen Ergebnisse des Automobilkonzerns sein. In seinem jährlichen Finanzbericht gab der Stellantis-Konzern an, dass das Gehalt seines Chefs Carlos Tavares für das vergangene Jahr bis zu 23,5 Millionen Euro betragen könnte. Eine Vergütung, die die Debatte über die Gehälter von Führungskräften im französischen Aktienindex CAC40 erneut entfachen könnte. Für das Jahr 2021 hatte Carlos Tavares fast 15 Millionen Euro erhalten, wobei Berechnungen zugrunde gelegt wurden, die auch langfristige Bonuszahlungen über mehrere Jahre hinweg beinhalteten.

    Rekordergebnisse im Jahr 2022
    Der Automobilkonzern, der aus einer Fusion von Peugeot-Citroën und Fiat-Chrysler hervorgegangen ist, schließt das Jahr 2022 mit Rekordergebnissen ab: einem Nettogewinn von 16,8 Milliarden Euro. Sinkende Verkaufszahlen konnten mit Preiserhöhungen für die Autos kompensiert werden. Am Donnerstag, dem 23. Februar, kündigte Stellantis bei der Veröffentlichung seiner Ergebnisse ebenfalls an, dass man den Aktionären eine Dividende von 4,2 Milliarden Euro auszahlen wird. In Frankreich werden die Stellantis-Beschäftigten eine Prämie von mindestens 4.300 brutto erhalten. Eine Erhöhung um 300 Euro im Vergleich zum Vorjahr.

    Das Gehalt von Carlos Tavares, der 2021 vor den Chefs von Dassault Systèmes und Teleperformance an der Spitze der Vergütungen der Chefs der großen Firmen im CAC 40 stand, hatte bereits den Zorn von Emmanuel Macron erweckt, der die „astronomische“ Höhe der Vergütung als „schockierend und übertrieben“ bezeichnete. Das Gehalt wurde auch von den Aktionären der Stellantis-Gruppe auf der Hauptversammlung des Konzerns kritisiert.

  • Delfinsterben: An französischen Stränden könnten 2023 möglicherweise Tausende von Tieren stranden

    Delfinsterben: An französischen Stränden könnten 2023 möglicherweise Tausende von Tieren stranden

    Laut dem Umweltverband Liga für Vogelschutz (LPO) wurden seit Beginn des Winters bereits fast 400 Delfine an der französischen Küste tot aufgefunden. Die Organisation kritisiert die Untätigkeit der Regierung angesichts eines Problems an, das die Art bedrohen könnte.

    Seit Beginn des Jahres 2023 schockieren Bilder von toten Delfinen an französischen Stränden. „Für den Winter 2022-2023 zeigt die Verfolgung der Meldungen von Kleinwalstrandungen im Atlantik einen beispiellosen Anstieg der Sterblichkeit“, wobei in dieser Wintersaison bereits 377 Strandungen gezählt wurden, so die Liga für Vogelschutz (LPO), die ein Ende der Fischerei im Golf von Biskaya fordert.

    „Nachdem wir an alle Türen geklopft haben, stellen wir fest, dass Frankreich bei kleinen Maßnahmen bleibt, die es nicht ermöglichen, diese erschreckende Sterblichkeit zu beenden“, sagt der Präsident der LPO Allain Bougrain-Dubourg gegenüber der Zeitung La Dépêche du Midi. „Die Zahl könnte am Ende der Saison auf über 10.000 tote Delfine ansteigen“, erklärt er.

    Nur 20 % der toten Tiere werden an Stränden angespült und die meisten Kadaver weisen Spuren von Fischereigeräten auf, so die Beobachtungsstelle Pelagis des CNRS, die schätzt, dass sich jährlich zwischen 5.000 und 10.000 Kleinwale in französischen Gewässern in den Netzen von Fischerbooten verfangen, wo sie jämmerlich ersticken.

    Die Maßnahmen, die zur Eindämmung dieses Delphin-Massensterbens angewandt werden, wie etwa akustische Signale – die an den Netzen befestigt werden, um Delfine von den Fischerbooten fernzuhalten – oder Kameras an Bord reichen nach Ansicht der LPO nicht aus.

    Im Golf von Biskaya sind laut dem französischen TV-Sender TF1 Info bereits 100 der 500 Boote, die dort täglich auf Fischfang sind, mit Kameras oder akustischen signalsystemen ausgestattet. Aber: Das Problem ist, dass es bisher nicht wissenschaftlich und statistisch nachgewiesen werden konnte, ob solche Geräte tatsächlich wirksam sind.

    Zusammen mit 25 anderen Umweltverbänden hatte die LPO bereits 2019 auf europäischer Ebene Klage gegen Frankreich eingereicht. Nun hat sie an den EU-Umweltkommissar Virginijus Sinkevicius geschrieben und ihn aufgefordert, den Gerichtshof der Europäischen Union in dieser Sache anzurufen.

    Die Tierschutzorganisation LPO stützt sich auf eine am 9. Februar veröffentlichte Stellungnahme des Internationalen Rates für Meeresforschung (Ciem), in der dieser seine Empfehlung bekräftigt, die Fischerei im Golf von Biskaya für einige Wochen zu unterbrechen. Eine solche Maßnahme wird von den industriellen Fischern entschieden abglehnt.

    Nach Meinung des LPO-Präsidenten Allain Bougrain-Dubourg muss die Einstellung der Fangzeiten mit Entschädigungen für die Fischer einhergehen. „Aber Emmanuel Macron stellt sich gegenüber der Wissenschaft, dem Recht, der Vernunft und der öffentlichen Meinung taub“.

  • Rentenreform: Essens-Lieferanten am 7. März zum Streik aufgerufen

    Rentenreform: Essens-Lieferanten am 7. März zum Streik aufgerufen

    Die CGT des Transportwesens ruft die Fahrer der Lieferdienste dazu auf, sich dem Streik gegen die Rentenreform am 7. März anzuschließen. Die Gewerkschaften haben versprochen, an diesem Tag „Frankreich zum Stillstand zu bringen“. Eine weitere Berufsgruppe könnte am 7. März in die Streikbewegung gegen die Rentenreform eintreten. Die CGT Transports ruft nun auch die Zusteller dazu auf, sich zu organisieren und sich ab dem 7. März durch Arbeitsniederlegung und Demonstrationen zu mobilisieren, schreibt die Gewerkschaft in einer Pressemitteilung. Der Aufruf geschieht unter Hinweis auf den jüngsten Sozialplan bei Just Eat, der darauf abzielt, die angestellten Kuriere durch selbstständige Kuriere des Subunternehmers Stuart zu ersetzen. Die CGT Transports ist besorgt über dieses Vorgehen, das sie als „verschleierte Lohnarbeit“ betrachtet. „Die Summe der von den Lieferplattformen deswegen nicht gezahlten Rentenbeiträge könnte sich sogar auf zig Millionen Euro belaufen“, meint die Gewerkschaft un…

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  • Werden die Strichcodes auf den Verpackungen bald verschwinden?

    Werden die Strichcodes auf den Verpackungen bald verschwinden?

    Nach mehr als fünfzig Jahren treuer Dienste soll der Strichcode bis 2027 verschwinden und durch den QR-Code ersetzt werden.

    Strichcodes wurden 1974 in den USA eingeführt und sind seitdem auf allen Konsumgütern zu finden. Doch ihre Tage sind wohl gezählt. Bis 2027 sollen sie nach und nach durch QR-Codes ersetzt werden, bis die Einzelhändler die notwendigen Kassenmaschinen angeschafft haben. Während der Strichcode 13 Ziffern und damit 13 Informationen enthält, bietet der QR-Code bis zu 400 Ziffern. Der Strichcode oder Barcode gibt lediglich die Produktreferenz und den Preis an, während der QR-Code zahlreiche weitere Möglichkeiten bietet. Nämlich zum Beispiel Links zu Websiten oder zu einem Bild, einem Video, einem PDF-Dokument oder einer Anwendung zum Herunterladen. Für viele Markenhersteller ist das ein Mittel, um die Produkte besser zu verkaufen.

    Der QR-Code erleichtert auch die Rückverfolgbarkeit von Produkten und erleichtert die Verwaltung von Beständen, Rücksendungen oder unverkauften Produkten. Wenn der QR-Code zur „Identitätskarte“ eines Produkts wird, ist es einfacher, es weiterzuverkaufen, neu zu verpacken oder zu reparieren. Und der Verbraucher hat Zugang zu allen Informationen, die er braucht: Herkunft des Produkts, Zusammensetzung, Mindesthaltbarkeitsdatum bei Lebensmitteln oder Montageanleitung für Möbel aus einem Bausatz. Auch an der Kasse soll das Scannen noch schneller gehen als mit einem Strichcode.

    Aber auch Hacker haben verstanden, wie sie den QR-Code für ihre Zwecke nutzen können. Nach dem gleichen Prinzip wie beim Phishing sind Betrügereien aufgetaucht, die als QRishing bezeichnet werden: Der QR-Code kann auf eine Website führen wo man versucht, dem Besucher wichtige Informationen zu entlocken. Aber wie bei einer E-Mail gilt auch hier: Wenn nach dem Einlesen eines bösartigen QR-Codes keine weitere Aktion durchgeführt wird, besteht auch kein Risiko eines Datendiebstahls.

  • Ukraine-Krieg: Emmanuel Macron will Anfang April nach China reisen und über die Ukraine sprechen

    Ukraine-Krieg: Emmanuel Macron will Anfang April nach China reisen und über die Ukraine sprechen

    Der Präsident der Republik kündigte an, dass er Anfang April nach China reisen werde, und forderte Peking auf, dabei zu helfen, Druck auf Russland auszuüben, um den Krieg in der Ukraine zu stoppen und Frieden zu schaffen. Am Tag nachdem China ein Dokument veröffentlicht hat, in dem zu Friedensgesprächen und einer „politischen Lösung“ aufgerufen wurde, erklärte der französische Staatschef am Rande eines Besuchs der Landwirtschaftsmesse in Paris, dass dieser Frieden „nur möglich ist, wenn er durch einen Stopp der russischen Aggression, den Rückzug der Truppen und die Achtung der territorialen Souveränität und des ukrainischen Volkes erreicht wird“. China behindert gemeinsames Kommuniqué der G20-FinanzministerDie G20-Finanzminister hatten am Samstag nach einem Treffen in Indien Schwierigkeiten, sich auf ein gemeinsames Kommuniqué zu einigen, da es Differenzen mit China über den Krieg in der Ukraine gab. „Die Diskussionen sind schwieriger als bei früheren Treffen der G20-Finanzminister, da…

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  • Landwirtschaftsmesse: Emmanuel Macron begann einen über 12-stündigen Marathonbesuch

    Landwirtschaftsmesse: Emmanuel Macron begann einen über 12-stündigen Marathonbesuch

    Staatschef Emmanuel Macron hat am Samstag, dem 25. Februar, einen langen Spaziergang zwischen den Ständen auf der Landwirtschaftsmesse begonnen. Er wird den ganzen Tag dort verbringen. Am Samstag, dem 25. Februar, eröffnete Emmanuel Macron die Landwirtschaftsmesse in Paris mit einem langen Spaziergang zwischen den Ständen, um den Puls des ländlichen Frankreichs und eines Landes zu fühlen, das sich mitten in der Auseinandersetzung um die Rentenreform befindet.

    Der Präsident der Republik traf am frühen Samstagmorgen an der Porte de Versailles im Süden von Paris ein und begann seinen Besuch mit einem Treffen mit Vertretern der Fischereiwirtschaft. Nach einem Kurzauftritt im Jahr 2022, ganz zu Beginn des Krieges in der Ukraine, und einer wegen Covid abgesagten Messe im Jahr 2021, kehrt das Staatsoberhaupt jetzt wieder zu einem traditionellen präsidialen Ritual dieses bei Politikern und Publikum gleichermaßen beliebten Großereignisses zur…

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  • Trockenheit: In einigen Orten im Departement Var dürfen keine neuen Häuser gebaut werden

    Trockenheit: In einigen Orten im Departement Var dürfen keine neuen Häuser gebaut werden

    Im Departement Var haben einige Gemeinden jetzt beschlossen, neue Bauanträge für die nächsten vier Jahre einzufrieren. Der Grund: Die Bevölkerung ist bereits jetzt zu zahlreich für die geringen Wasserressourcen.

    Im östlichen Teil des Departements Var sind die Flüsse seit vielen Monaten ausgetrocknet und der Grundwasserspiegel in den neun Gemeinden des Kantons Fayence ist auf einem dramatisch niedrigen Stand. Jetzt erklärten die Bürgermeister der betroffenen Gemeinden, dass sie keine neuen Bewohner mehr aufnehmen können, da sie nicht mehr genug Wasser für die Bevölkerung haben. Sie haben nun beschlossen, keine neuen Bauanträge für die nächsten vier Jahre zu genehmigen. „Es ist besser, den Leuten zu sagen, sie sollen nicht bauen und ihr Projekt verzögern, als ihnen zu sagen, ‚baut‘ und dann nicht mit Wasser versorgt zu werden, wenn sie sich niederlassen“, erklärte Jean-Yves Huet, Bürgermeister von Montauroux (Var) gegenüber France 3.

    „Das wird dramatisch für das Baugewerbe“.
    Für Bauanträge, die vor Februar 2023 genehmigt wurden, ist das Bauen weiterhin möglich. Die lokale Bevölkerung ist über die Entscheidung gespalten. „Das ist wieder eine Freiheit weniger. Mir wäre es lieber gewesen, man hätte sich früher Gedanken über die Wasseraufteilung gemacht“, kommentiert eine Frau. „Ich denke, es ist eine Maßnahme des gesunden Menschenverstands“, meint ein anderer Bewohner. Die Entscheidung blockiert auch viele Berufe rund um den Bau. „Das wird dramatisch für das Baugwerbe“, sagt Jean-Jacques Castillon, Präsident des Baugewerbe-Verbands des Departements Var.

  • Rentenreform: Etwa 100.000 Kunden in Toulouse von wilden Stromabschaltungen betroffen

    Rentenreform: Etwa 100.000 Kunden in Toulouse von wilden Stromabschaltungen betroffen

    Fast 100.000 Haushalte und Firmen waren am Donnerstag, dem 23. März, während des neunten Tages der Mobilisierung gegen die Rentenreform in Toulouse zeitweise ohne Strom. Der Stromversorger Enedis, die Stadt Toulouse und Toulouse Metropole haben Klage eingereicht. Am Donnerstag, dem 23. März, kam es im Stadtzentrum von Toulouse zu zwei wilden Stromabschaltungen im Rahmen des neunten Tages der Mobilisierung gegen die Rentenreform. Die erste ereignete sich im Bereich des linken Ufers. Wie Enedis, der für die Stromnetze zuständige Betreiber, mitteilte, wurde die Verteilerstation am Boulevard Jean-Brunhes abgeschaltet. Diese Station versorgt insbesondere die Viertel Saint-Cyprien, Arènes und Cartoucherie. 37.000 Kunden am linken Ufer, 62.000 im Stadtzentrum vom Stromnetz getrennt. Insgesamt waren 37.000 Kunden von dieser ersten Abschaltung betroffen, die gegen 15.45 Uhr erfolgte. Die Wiederherstellung der Stromversorgung erfolgte schrittweise und dauerte je nach Sektor bis zu 40 Minuten. Be…

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  • Preissteigerungen bei Lebensmitteln: Für Michel-Edouard Leclerc wird das zweite Quartal dramatisch

    Preissteigerungen bei Lebensmitteln: Für Michel-Edouard Leclerc wird das zweite Quartal dramatisch

    Michel-Edouard Leclerc, Vorsitzender des Strategieausschusses der gleichnamigen Einzelhandelszentren, rechnet für das zweite Quartal dieses Jahres mit einem weiteren Anstieg der Lebensmittelpreise.

    Es ist nicht der März, der schlimm sein wird, sondern das zweite Quartal 2023, angesichts der Preissteigerungen, die von den Lieferanten aus der Agrarindustrie im Rahmen der Verhandlungen mit den Supermärkten jetzt verlangt werden. Das jedenfalls sagt Michel-Edouard Leclerc am Donnerstag, dem 23. Februar auf dem Sender BFMTV.

    Der Vorsitzende des Strategieausschusses der E.Leclerc-Zentren, der mit einem Marktanteil von 22% vor Carrefour Marktführer im französischen Lebensmitteleinzelhandel ist, wurde gebeten, auf die von einigen Experten vorgebrachte Aussicht auf einen „roten März“ der Preise in den Regalen der Supermärkte zu reagieren, sobald die jährlichen Verhandlungen zwischen Industrie und Einzelhandel am 1. März abgeschlossen wurden.

    Die Tariferhöhungen werden „bis Juli weitergegeben, weil es vier oder fünf Monate dauert“, bis sie in den Regalen der Supermärkte wieder nach unten gehen, erklärte Michel-Edouard Leclerc. „Die neuen Preise gelten für neue Bestellungen, wenn noch Lagerbestand vorhanden ist, gilt der alte Preis“.

    Auch wenn die Preise nicht auf einen Schlag steigen werden, „werden die Verbraucher noch viele Preiserhöhungen erleben“, meint Leclerc, während Wirtschaftsminister Bruno Le Maire am Montag noch gesagt hatte, es gebe „keinen Grund, dass es einen roten März geben wird“.

    Michel-Edouard Leclerc prangerte wie seine Kollegen im Großhandel die „enormen Preiserhöhungen“ an, die von ihren agrarindustriellen Lieferanten gefordert werden, und nannte als Beispiel den Anstieg des Zuckerpreises, der schon im Vorjahr um 22 % gestiegen war und für den ein Lieferant jetzt „53,82 % mehr als im letzten Jahr“ verlangt habe. Wie jedes Jahr müssen sich die Supermärkte und ihre Lieferanten aus der Agrarindustrie über die Preise für Nudeln, Steaks oder Milchprodukte einigen, bevor die Produkte in die Regale kommen.

    Diese traditionell angespannten Verhandlungen sind in diesem Jahr umso spannender, da viele Produktionskosten, von der Verpackung über Agrarrohstoffe bis hin zu Energie, starken Preissteigerungen unterliegen. Nur einer von zwei Herstellern hat alle seine Verträge mit seinen Einzelhandelskunden unterzeichnet, eine ungewöhnlich niedrige Quote eine Woche vor Abschluss der Verhandlungen, wie der Hauptverband der Lebensmittelindustrie am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP mitteilte. Nach Ansicht des Verbandes werden „einige Händler bis zur letzten Minute warten“. Viele Supermärkte drohen, Produkte auszulisten, wenn sie nicht die gewünschten Preise erhalten.