Kategorie: Vermischtes

  • Italien: Etwa 40 Migranten sterben bei Untergang ihres Bootes

    Italien: Etwa 40 Migranten sterben bei Untergang ihres Bootes

    Am Sonntagmorgen, 26. Februar, starben etwa 40 Migranten, darunter auch Kinder, beim Untergang ihres Bootes in der Nähe der italienischen Stadt Crotone in Kalabrien. 

    Dutzende Migranten, darunter auch Kinder, starben am Sonntagmorgen, dem 26. Februar, beim Untergang ihres Bootes in der Nähe der italienischen Stadt Crotone in Kalabrien (Italien). „Das Boot befand sich ganz in der Nähe von Kalabrien, einer Region im Südwesten Italiens, als es aufgrund des besonders rauen Seegangs gegen die Felsen schlug. Mehreren Zeugen zufolge hatten die Passagiere keine Zeit, um Hilfe zu rufen, ein Fischer schlug kurz vor 5 Uhr morgens Alarm“, erklärt die Journalistin Raphaële Schapira, die für den Sender France 3 aus Rom Italien berichtete.

    80 Personen überleben das Unglück
    „Bisher zählen die Behörden etwa 40 Opfer, darunter Kinder und ein wenige Wochen altes Neugeborenes, und 80 Personen, die den Untergang überlebt haben. Nach Angaben der Überlebenden befanden sich mehr als 200 Menschen an Bord des Bootes. Es waren Migranten aus Afghanistan, Pakistan und dem Iran, die von der Türkei aus an Bord gegangen sein sollen“, so Raphaële Schapira.

  • Marokkanischer Pop-Star in Frankreich wegen schwerer Vergewaltigung zu sechs Jahren Haft verurteilt

    Marokkanischer Pop-Star in Frankreich wegen schwerer Vergewaltigung zu sechs Jahren Haft verurteilt

    Nach siebenstündiger Beratung zeigte sich das Gericht „überzeugt“ von der Vergewaltigung. Die Tat sei von der Nebenklägerin Laura P. in ihrer Anzeige „konstant und präzise beschrieben“ worden. Das Pariser Schwurgericht verurteilte am Freitag den marokkanischen Singer-Songwriter und Plattenproduzent …

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  • Val-de-Marne: Frau stösst Taschendieb im Bahnhof unabsichtlich vor heranfahrenden TGV

    Val-de-Marne: Frau stösst Taschendieb im Bahnhof unabsichtlich vor heranfahrenden TGV

    Die Frau, die den Dieb auf die Gleise gestoßen hat, wurde wegen „Gewalt mit Todesfolge ohne die Absicht, zu töten“ in Polizeigewahrsam genommen.

    Ein Mann wurde getötet, als er am Donnerstag, dem 23. Februar, im Bahnhof von Alfortville (Val-de-Marne) von einem TGV erfasst wurde, nachdem er von seinem Opfer, dem er eine Tasche stehlen wollte, gestoßen worden war, wie Franceinfo am Freitag meldet.

    Der Vorfall ereignete sich am Donnerstagabend gegen 20.05 Uhr. Mehreren Zeugen zufolge hatte der getötete Mann versucht, einer Frau am Bahnsteigrand mit Hilfe eines Komplizen eine Tasche zu stehlen. Das Opfer wehrte sich und stieß einen der Angreifer in der Hitze des Gefechts zur Seite, er fiel auf die Gleise. Ein in diesem Moment mit hoher Geschwindigkeit vorbeifahrender TGV erfasste den Betroffenen und tötete ihn. Der Zugverkehr musste bis 21.15 Uhr am Bahnhof Alfortville unterbrochen werden.

    Die Frau, die den Mann auf die Gleise gestoßen hatte, sowie der Komplize des versuchten Raubs wurden festgenommen. Die Frau, die den Mann auf die Gleise gestoßen hatte, wurde wegen „Gewalt mit Todesfolge ohne die Absicht, zu töten“ in Polizeigewahrsam genommen, der Komplize des Diebes wurde wegen „gemeinschaftlichen Diebstahls“ in Polizeigewahrsam genommen wurde.

  • Alègre, Lelandais, Rançon – haben diese französischen Mörder noch weitere Verbrechen begangen?

    Alègre, Lelandais, Rançon – haben diese französischen Mörder noch weitere Verbrechen begangen?

    Die Angehörigen von Isabelle Mesnage, die 1986 in Nordfrankreich ermordet wurde, mussten bis Juni 2022 warten, bis ihr Mörder, Jacques Rançon, vor Gericht gestellt wurde. Um ungeklärte Kriminalfälle schneller zu lösen, wurde in Frankreich gerade eine neue Art von Ermittlungen eingeführt.

    Patrice Allègre, Nordahl Lelandais oder Pascal Jardin: Die nationale Abteilung für Cold Cases mit Sitz in Nanterre hat seit ihrer Gründung vor einem Jahr neun Fälle aufgenommen. Die neun Täter waren bereits wegen Serienverbrechen rechtskräftig verurteilt. Es besteht jedoch der Verdacht, dass sie weitere Verbrechen begangen haben könnten. Die französische Justiz will nun nicht identifizierten Opfer eines Kriminellen in einem neuen Verfahrensrahmen Gerechtigkeit widerfahren lassen.

    Der neue Verfahrensrahmen ermöglicht es jetzt einem Richter, nicht wie bisher nur eine bestimmte Tat, sondern den gesamten Lebenslauf eines Beschuldigten zu untersuchen und dabei nach Übereinstimmungen mit ungeklärten Fällen zu suchen.

    Früher bereiteten solche Untersuchungen Polizisten und Gendarmen unüberwindbare Zeitprobleme – diese Art von Ermittlungen erfordert sehr lange und gründliche Untersuchungen – oder sie stiessen auf Hindernisse, die mit den territorialen Zuständigkeiten der Gerichte zusammenhingen. Aufgrund dessen sind der französischen Justiz andere Opfer bekannter Serientäter wie Alègre, Lelandais und Rançon sehr lange entgangen. Anwälte und Familien von möglichen Opfern hofften seit langem auf die Einführung dieser Art von Untersuchungen.

    Mit der neuen Art der kriminellen Untersuchung hätte man schon weitaus früher erkennen können, dass zum Beispiel Jacques Rançon, der Mörder des Bahnhofs von Perpignan, sich in der Region Amiens aufhielt, als es in dieser Gegend zu vermehrten Vermisstenfällen kam, sagt Rechtsanwältin Corinne Hermann. „Man hätte die Ermittlungen früher zusammenbringen können“, sagt sie, und er hätte wahrscheinlich nicht erst nach 34 Jahren verurteilt werden können.

    Die Ermittler, die mit den neun Serientätern betraut sind, werden zunächst alle verfügbaren Akten zusammenbringen und dann überall, wo sie können, nachforschen, um das Leben des jeweiligen Täters bis ins kleinste Detail nachzuvollziehen. Die Orte, an denen einer der Täter wohnte, seine Arbeit und seine Reisen werden untersucht, Angehörige befragt, Fotos aus der Zeit oder offizielle Dokumente beschafft. Das kann sogar bis zu Schulzeugnissen gehen, um zu Lehrern und Mitschülern Kontakt zu bekommen.

    Der Lebensweg der Serientäter wird dann mit ungeklärten Fällen verglichen, um zu sehen, ob eine verschwundene oder tot aufgefundene Person ihren Weg gekreuzt hat.
    Die Ermittler haben das Ziel, ein genaues „kriminalistisches Gedächtnis“ aufzubauen und die kriminalistische Archivierung mit der Schaffung einer neuen gemeinsamen nationalen Datenbank mit allen ungeklärten Verbrechen, aber auch mit vermissten Personen oder verdächtigen Selbstmorden einzurichten. Bisher sind viel zu oft Verfahrensakten aufgrund der gesetzlichen Regelungen zur Aufbewahrungsdauer vernichtet worden. Das Rechtssystem hatte damals nicht vorausgesehen, dass 20 Jahre später Fälle neu bearbeitet und aufgeklärt werden können.

    Zum jetzigen Zeitpunkt sind neun Männer, die bereits wegen Vergewaltigung oder Mord verurteilt wurden, Ziel von Ermittlungen, die als „krimineller Werdegang“ bezeichnet werden. Polizisten und Gendarmen werden ihre Lebensläufe nachverfolgen und nach weiteren Opfern suchen.

    Hier die bekanntesten 7 Namen:

    1. Nordahl Lelandais

    Der ehemalige Soldat wurde bereits zu lebenslanger Haft für den Mord an der kleinen Maëlys de Araujo im Jahr 2017 und zu 20 Jahren für den Mord an dem Unteroffizier Arthur Noyer verurteilt.
    bereits vor Beginn der neuen Untersuchungen waren 40 Fälle, konzentriert in der Region Auvergne-Rhône-Alpes, von den Ermittlern ins Visier genommen worden. Darunter auch das Verschwinden von zwei Männer, die im Abstand von einem Jahr nach dem Besuch desselben Musikfestivals im Fort de Tamié verschwanden. Keiner der 40 Fälle konnte ihm bisher eindeutig zugeordnet werden.

    2. Patrice Alègre

    Der 54-jährige Patrice Alègre wurde 2022 wegen der Vergewaltigung von sechs Frauen und dem Mord an fünf von ihnen zu lebenslanger Haft mit einer Sicherheitsverwahrung von 22 Jahren verurteilt. Diese Verbrechen wurden zwischen 1989 und 1997 begangen. In fünf Fällen von Mord und Totschlag sowie in einem Fall von Vergewaltigung, der zwischen 1987 und 1992 begangen worden war, wurde das Verfahren gegen den Serienmörder eingestellt. Die Ermittler, die seinen Lebenslauf erneut untersuchen sollen, werden sich auf den Zeitraum 1990-1997 konzentrieren, d. h. sieben Jahre ohne ein einziges Verbrechen, was angesichts seines Profils Fragen aufwirft.

    3. Patrick Trémeau

    Der 59-jährige Mann, der den Spitznamen „Vergewaltiger der Parkhäuser“ trägt, wurde wegen 17 Vergewaltigungen oder Vergewaltigungsversuchen verurteilt, die er hauptsächlich im elften und zwanzigsten Arrondissement von Paris und in der Pariser Region in den 1980er bis 2000er Jahren begangen hatte. Er agierte hauptsächlich nachts und überfiel seine Opfer in Tiefgaragen. Sein krimineller Werdegang wurde von mehreren Verhaftungen und Inhaftierungen unterbrochen.

    4. Jacques Rançon

    Jacques Rançon, der auch als „Mörder des Bahnhofs von Perpignan“ bezeichnet wird, ist einer der wenigen Kriminellen, die zweimal zu lebenslanger Haft verurteilt wurden. Im Jahr 2018 für die Vergewaltigung und Ermordung von zwei Frauen in Perpignan in den Jahren 1997 und 1998. Dann 2022 im Berufungsverfahren für die Vergewaltigung und Ermordung von Isabelle Mesnage im Jahr 1986. Nach einer Einstellung des Verfahrens im Jahr 1992 wurden die Ermittlungen dann im Jahr 2017 wieder aufgenommen, als die Anwältin der Familie Mesnage, Jacques Rançon mit dem Tod der jungen Frau in Verbindung brachte. Der ehemalige Gabelstaplerfahrer sprach selbst von einem Opfer, dem er „die Füße abgeschnitten“ habe, was bei keinem der Fälle, für die er verurteilt wurde, zutraf.

    5. Pascal Jardin

    Der etwa 60-jährige Mann wurde 2018 zu lebenslanger Haft verurteilt, weil er 1996 in der Region Saône-et-Loire eine der „Vermissten der A6“, Christelle Blétry im Alter von 20 Jahren, vergewaltigt und mit 123 Messerstichen getötet hatte. Der Fall hatte eine Untersuchung mehrerer ähnlicher Fälle ausgelöst, die unter dem Namen „Verschwundene von Saône-et-Loire“ bekannt sind. Da er bereits 2004 wegen versuchter sexueller Nötigung verurteilt worden war, ist nicht auszuschließen, dass er noch weitere Taten begangen haben könnte, insbesondere in der Region Landes, wo er vor seiner Festnahme ein neues Leben begonnen hatte.

    6. Der belgische Wiederholungstäter Willy Van Coppernolle

    Dieser belgische Intensivtäter, der heute 79 Jahre alt ist, wurde in Belgien wiederholt verurteilt, unter anderem wegen sexueller Übergriffe. In Frankreich wurde er 1995 zu lebenslanger Haft mit einer Sicherheitsverwahrung von 22 Jahren verurteilt, weil er im März 1993 den 11-jährigen Abdel im Departement Gard ermordet und vergewaltigt und wenige Tage später zwei weitere Jugendliche in derselben Region vergewaltigt hatte.

    7. Pascal Lafolie

    Der 56-jährige Mann wurde 2021 durch DNA-Übereinstimmung eines 27 Jahre zuvor begangenen Mordes überführt: des Mordes an der 17-jährigen Schülerin Nadège Desnoix, die 1994 in Château-Thierry (Aisne) getötet worden war. Er wurde in Ille-et-Vilaine, wo er lebte, festgenommen, gab den Mord zu und wurde angeklagt. Er war bereits 1997 und 2002 wegen Vergewaltigung und sexueller Übergriffe verurteilt worden.

  • Liegt gestohlener Goldbarren im Wert von 55.000 € in einem See in der Nähe von Toulouse?

    Liegt gestohlener Goldbarren im Wert von 55.000 € in einem See in der Nähe von Toulouse?

    Seit Mittwoch sondieren Taucher der Gendarmerie einen See im Westen von Toulouse, um einen Goldbarren zu finden, der am 14. Februar von einem Sicherheitsbeamten gestohlen worden war. 

    Ein 53-Jährige Sicherheitsmann sagte aus, 55.000 Euro in Form eines Goldbarrens in einen See im Westen von Toulouse geworfen zu haben. Doch entspricht dies der Wahrheit? Der 53-jährige Mann, der verdächtigt wird, seinem Arbeitgeber den Goldbarren gestohlen zu haben, begleitete am Mittwoch die Gendarmen, um ihnen den Ort zu zeigen, an dem sich der Barren befinden soll.

    Am Mittwochnachmittag und am Donnerstag tauchten erfahrene Gendarmerie-Taucher stundenlang und durchkämmten jeden Quadratzentimeter des Seegrunds, um zu versuchen, das gestohlene Gold zu finden.

    Doch bis zum frühen Donnerstagabend war der Barren immer noch nicht gefunden worden. Die ungewöhnliche Suche begann am 14. Februar, nachdem der Chef eines Unternehmens in Muretain den Diebstahl entdeckt hatte. Als Angestellter des Sicherheitsdienstes der Firma, die Edelmetalle aus Computern und eingeschmolzenem Schmuck zurückgewinnt, drang der 53-jährige Sicherheitsmann während der Nachtschicht in den Tresorraum der Firma ein und holte einen Barren des wertvollen Edelmetalls heraus.

    Am darauffolgenden Tag bemerkte der Geschäftsführer der Firma den Diebstahl und erstattete Anzeige. Die Ermittler verdächtigen sehr schnell den Sicherheitsmann, der nachts allein auf dem Gelände der Firma arbeitete.

    Der Verdächtige wurde am Dienstag, 22. Februar, in Polizeigewahrsam genommen. Im verhör gab er den Diebstahl in vollem Umfang zu. Nach 48 Stunden in Polizeigewahrsam wurde er am Donnerstagmorgen der Staatsanwaltschaft Toulouse vorgeführt und wurde unter gerichtliche Aufsicht gestellt. Er wird sich im Mai vor dem Strafgericht in Toulouse wegen Diebstahls verantworten müssen. Die Ermittlungen der Gendarmerie werden fortgesetzt, um das vermisste Gold zu sichern.

  • Cold Case: Der Fall Bernard ist eines der ältesten ungelösten Justizrätsel in Frankreich

    Cold Case: Der Fall Bernard ist eines der ältesten ungelösten Justizrätsel in Frankreich

    Cold Cases, die ungelösten Kriminalfälle, haben seit einem Jahr in Nanterre eine neue Abteilung der französischen Justiz, die speziell ihnen gewidmet ist. Die Journalisten von France Télévisions trafen sich mit den Kindern von Danielle Bernard, einer Krankenschwester, die 1989 brutal ermordet wurde und deren Fall bis heute ungelöst ist. Doch jetzt kommen die Ermittlungen endlich wieder in Gang.

    Wer könnte etwas gegen Danielle Bernard, eine 39-jährige Krankenschwester und Mutter von vier Kindern, gehabt haben? Warum wurde sie im Juli 1989 brutal ermordet? Fragen, die ihre Tochter und ihren Sohn seit 34 Jahren verfolgen. Sie haben sich bereit erklärt, die Journalisten von France Télévisions vor das Haus ihrer Kindheit in Auxerre (Yonne) zu führen, in dem sich damals ihr Leben so brutal verändert hat. Sie war damals 19 Jahre alt, er 6. „Wir waren glücklich, und dann hörte das Glück auf“, fasst Valérie Antier, die Tochter von Danielle Bernard, auf dem Sender France 3 zusammen. „Man hat sie in ihrem Wohnzimmer auf ihrem Sofa gefunden, mit einem Schürhaken im Kopf und einem Schraubenzieher im Herzen“, erzählt Valérie.

    Die Ermittler scheinen entscheidende Spuren ignoriert zu haben.
    „Unser Leben hat am 7. Juli 1989 aufgehört“, fügt die Tochter des Opfers hinzu. Von ihrer Mutter sind ihnen nur noch Fotos geblieben, die sorgfältig aufbewahrt werden. „Kein Gesicht oder keinen Namen zu haben, von der Person oder den Personen, die das getan haben, ist für mich eine Art Gewalt“, sagt Valérie Antier. Liebeskummer, Rache, Geldgeschäfte – die Ermittler tasteten sich vor. Zwei Männer wurden verdächtigt. Ein Arbeitskollege und dann der Ex-Mann der Krankenschwester, der aber schnell von dem Verdacht befreit wurde. In all diesen Jahren scheinen die Ermittler jedoch entscheidende Spuren ignoriert zu haben.

    Zu der Zeit des Mordes an Danielle Bernard waren nicht weniger als drei Serienmörder in Auxerre und Umgebung aktiv.

  • Saint-Jean-de-Luz: Lehrerin im Gymnasium von Schüler erstochen

    Saint-Jean-de-Luz: Lehrerin im Gymnasium von Schüler erstochen

    Der Staatsanwalt von Bayonne ist vor Ort. Es bestehe aber keine Gefahr mehr in der Schule, meldet Franceinfo.

    Eine Spanischlehrerin des Gymnasiums Saint-Thomas-d’Aquin in Saint-Jean-de-Luz (Pyrénées-Atlantiques) starb, nachdem sie am Mittwoch, dem 22. Februar, von einem Schüler ihrer Klasse mitten im Unterricht mit einem Messer attackiert worden war, wie die Staatsanwaltschaft von Bayonne mitteilte. Die Tat ereignete sich kurz vor 10 Uhr. Der 16-jährige Schüler, der die zehnte Klasse besuchte, stach seiner Lehrerin in die Brust. Die Lehrerin war 54 Jahre alt.

    Der Staatsanwalt begab sich an den Tatort. Der Schüler wurde festgenommen und befand sich am Mittwochmittag in Polizeigewahrsam, wie Franceinfo unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft meldet. Er habe erklärt, besessen zu sein, so eine Polizeiquelle gegenüber France Télévisions. Innerhalb der Schule bestehe nach der Festnahme des Schülers keine Gefahr mehr.

    Zahlreiche Rettungskräfte und Polizeikräfte waren vor Ort, wie France Bleu Pays Basque berichtete. Neben dem Staatsanwalt waren auch der Präfekt des Departements Pyrénées-Atlantiques und die Rektorin des Schulbezirks von Bordeaux (Gironde) vor Ort. Die Kriminalpolizei in Bordeaux hat die Ermittlungen übernommen.

    Bildungsminister Pap Ndiaye will die Schule besuchen und sich gegen 16 Uhr vor der Presse äußern.

    „Wir alle denken an den schrecklichen Tod dieser Lehrerin in Saint-Jean-de-Luz infolge der tödlichen Verletzungen, die ihr von einem 16-jährigen Schüler zugefügt wurden“, sagte Regierungssprecher Olivier Véran nach der Sitzung des Ministerrats vor der Presse in Paris.

    Véran fügte hinzu: „Natürlich werde ich nicht auf die gerichtliche Untersuchung eingehen, die gerade begonnen hat, sondern Ihnen nur sagen, wie sehr wir die gesamte Bildungsgemeinschaft unterstützen, einschließlich der Lehrer, der Schulleiter, der Eltern und der Schüler selbst. Es ist schwer vorstellbar, welches Trauma dies auf lokaler Ebene und auch auf nationaler Ebene darstellen kann.“

  • Paris: Dreißig Einbrüche pro Tag in der französischen Hauptstadt

    Paris: Dreißig Einbrüche pro Tag in der französischen Hauptstadt

    Die Zahl der Einbrüche in Frankreich ist im vergangenen Jahr um 11 % gestiegen. In Paris werden jeden Tag etwa dreißig Einbrüche verübt. 

    Mit dem Licht seines Telefons durchsucht ein Dieb in aller Ruhe mit bloßen Händen und ohne Werkzeug Regale nach Geld, Schmuck oder Wertgegenständen – gefilmt von einer Überwachungskamera. Solche Szenen sind in Paris mittlerweile alltäglich. Dort werden täglich etwa dreißig Einbrüche verzeichnet. In einem Gebäude wurden im letzten Jahr sogar zehn Einbrüche verübt. Die Türen weisen Spuren von Einbrüchen auf: Einige Schlösser wurden aufgebrochen und auch die Spuren von Brecheisen sind noch sichtbar.

    Einbrecher mit wenig Erfahrung
    Allerdings ist das Gebäude mit einer Gegensprechanlage und Videoüberwachungskameras ausgestattet. Doch nichts davon schreckt die Kriminellen ab. Außerdem sind die Holztüren der Wohnungen nicht sehr stabil, das ermöglicht einen schnellen Einbruch. „Wir sehen in der Zeit zwischen 12:00, 14:00 oder sogar 15:00 Uhr besonders viele Einbrüche (…). Wenn die Leute nicht auf die Sprechanlage reagieren, weiß man, dass sie arbeiten und nicht schlafen“, erklärt Clément Oberlin, Delegierter der Pariser Polizei. Die Einbrecher haben oft wenig Erfahrung und benutzen keine besondere Ausrüstung. Und die Polizei ist immer öfter vom jungen Alter der Täter erstaunt. Allein in Paris stiegen die Einbrüche und Diebstähle in den letzten sechs Monaten um 8,8 %.

  • Ardèche: Polizisten fahren mit Elektromopeds

    Ardèche: Polizisten fahren mit Elektromopeds

    Die Stadtpolizei von La Voulte-sur-Rhône (Ardèche) hat ihre Fahrräder gegen elektrische Mopeds eingetauscht. Eine echte Zeitersparnis für die Polizisten.

    Auf nagelneuen Elektro-Mopeds sorgen die Stadtpolizisten für die Sicherheit der Einwohner von La Voulte-sur-Rhône (Ardèche). Auf den Straßen bleiben sie nicht unbemerkt. Ein Mann meint gegenüber dem Sender France 3: „Das ist sehr gut. Es ist umweltfreundlich und außerdem können sie jetzt durch alle kleinen Gassen fahren.“ Bis Januar 2023 waren die vier Polizisten der Stadt mit dem Fahrrad unterwegs. Allerdings war es anstrengender und ging weniger schnell, in die höher gelegene Altstadt zu gelangen.

    Steigerung der Effizienz
    Mit der finanziellen Unterstützung der Region hat die Stadtpolizei 3.000 Euro pro Moped investiert. Jedes Modell hat eine Reichweite von etwa 90 Kilometern. Ziel des Bürgermeisters: die Effizienz der Einsätze zu steigern und besser für die Sicherheit der Einwohner und der im Sommer zahlreichen Radfahrer zu sorgen. Die Polizei von La Voulte-sur-Rhône ist die erste im Departement Ardèche, die solche Elektromopeds einsetzt.

  • Jäger stirbt bei Treibjagd durch Herzschuss: Unfall oder Selbstmord?

    Jäger stirbt bei Treibjagd durch Herzschuss: Unfall oder Selbstmord?

    In Licques im Departement Pas-de-Calais wurde ein Jäger tot aufgefunden. Der Mann starb, nachdem er bei einer Treibjagd von einer Kugel in die Brust getroffen worden war. Es wird sowohl von einem Unfall als auch von einem möglichen Selbstmord ausgegangen.

    Ein Jäger starb am Sonntag, dem 19. Februar, während einer Treibjagd in Licques im Departement Pas-de-Calais an einer Schusswunde in der Brust, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Augenzeugen schliessen einen Schuss von anderen Jägern aus.

    Das 59-jährige Opfer wurde gegen 15.30 Uhr mit einer „Schusswunde am Herzen“ aufgefunden, sagte der stellvertretende Staatsanwalt Philippe Sabatier gegenüber der Nachrichtenagentur AFP und bestätigte damit eine Meldung der Zeitung „La Voix du Nord“.

    „Von den anderen Jägern wurde keine Kugel abgefeuert“, versicherte der Präsident des nationalen Jägerverbands Willy Schraen der Nachrichtenagentur AFP, der zum Zeitpunkt des Dramas an der Treibjagd in diesem „Wald, in dem er seit 28 Jahren jagt“, persönlich teilnahm.

    Der tote Jäger habe sich von den anderen Teilnehmern getrennt und man habe daraufhin „einen dumpfen Knall“ gehört. Der tote Mann litt laut Willy Schraen unter „persönlichen Problemen“.

    Die Staatsanwaltschaft leitete eine Untersuchung zur Ermittlung der Todesursache ein. „Es werden sowohl ein Jagdunfall als auch ein Selbstmord in Betracht gezogen“.