Kategorie: Vermischtes

  • Marseille: Emmanuel Macrons Maßnahmen gegen den Drogenhandel

    Marseille: Emmanuel Macrons Maßnahmen gegen den Drogenhandel

    Am Morgen des 26. Juni kündigte der Präsident der Republik an, dass Drogenkonsumenten ihre Bußgelder künftig direkt an die Polizisten zahlen müssen, die deshalb mit Kartenlesegeräten ausgestattet sein werden. Eine Ankündigung, die für Diskussionen sorgt.

    In Marseille (Bouches-du-Rhône) stößt die Idee der direkten Bezahlung von Bußgeldern für Drogenkonsum nicht auf ungeteilte Zustimmung. Die Pauschalstrafe beträgt 200 Euro, aber nur etwas mehr als ein Drittel davon wird tatsächlich bezahlt. Die Konsumenten werden künftig sofort bei den Ordnungskräften per EC-Karte oder in bar bezahlen. „Ich finde es eher positiv, dass die Leute diese Möglichkeit haben, denn so können sie ihre Schulden sofort begleichen und der Rechtsweg ist weniger lang“, meint eine Frau aus Marseille gegenüber dem Sender France 2. Ein Mann meint, die Maßnahme sei nutzlos, wenn die Leute nicht zahlen wollen.

    300 zusätzliche Polizisten
    Marseille leidet sehr stark unter dem Drogenhandel. Seit Anfang des Jahres gab es dort bereits 23 Morde im Drogenmilieu. Seit der Einführung des Plans „Marseille en grand“ sind 300 zusätzliche Polizisten in Marseille eingetroffen. In einigen Vierteln von Marseille sind es inzwischen die Bewohner selbst, die sich auflehnen. Sie haben sich zusammengeschlossen und fordern, dass die Drogenhändler, die sich in ihren Gebäuden eingenistet haben, sofort verschwinden.

  • Drogenhandel in Marseille: Kriminalpolizei neutralisiert ein Team von „Auftragskillern“

    Drogenhandel in Marseille: Kriminalpolizei neutralisiert ein Team von „Auftragskillern“

    Die Justiz verdächtigt das straff organisierte Kommando, seit Anfang des Jahres in etwa ein Dutzend Auftragsmorde verwickelt gewesen zu sein. Der jüngste Auftragskiller ist 18 Jahre alt.

    Wie kann man die Drogenkriminalität in Marseille eindämmen? Das wird eines der Themen des dreitägigen Besuchs von Emmanuel Macron in der Stadt sein. Der Präsident wird mit der Kriminalpolizei, aber auch mit Familien von Opfern von Morden im Drogenmilieu zusammentreffen. Seit Anfang des Jahres gab es bereits 23 Tötungsdelikte in Marseille. Und diese Gewalt ist vor allem das Ergebnis des gnadenlosen Krieges, den sich zwei Gruppen von Drogenhändlern um die Kontrolle der Deal-Points in der Stadt liefern.

    Es ist der Kriminalpolizei in den letzten Wochen nun gelungen, ein Team zu neutralisieren, das unter dem Verdacht steht, zahlreiche Morde begangen zu haben. Der jüngste Auftragskiller des Kommandos heißt Mattéo und ist erst 18 Jahre alt. Er wurde seit April bereits wegen zwei Morden gesucht und wird von den Ermittlern verdächtigt, an mindestens neun weiteren Morden beteiligt gewesen zu sein.

    Mattéo wurde von Drogenhändlern der sogenannten „DZ Mafia“ angeworben und wird beschuldigt, zwei Jugendliche im Alter von 15 und 16 Jahren erschossen zu haben, die angeblich dem gegnerischen Clan angehörten. Er erhielt laut einer den Ermittlungen nahestehenden Quelle etwa 20.000 Euro pro Auftrag. Anfang Juni nun hat die Kriminalpolizei seine mutmaßlichen Komplizen festgenommen, ein „Feuerteam“ im Jargon der Szene, das aus drei Personen aus Nizza und einem Mann aus Marseille bestand und für ein Reihe von Morden verantwortlich war, wie ein Ermittler gegenüber dem Sender Franceinfo erklärt.

    Ihr letztes Opfer überlebte wie durch ein Wunder: Am Steuer seines Wagens konnte sich ein 20-jähriger, polizeibekannter junger Mann gerade noch ducken, um einer mit einem Sturmgewehr abgefeuerten Salve auszuweichen. Eine der Kugeln streifte lediglich den oberen Teil seines Kopfes. Der Vorfall ereignete sich am Freitag, dem 2. Juni, im Stadtteil Estaque (1. Arrondissement).

    Anscheinend wohnte das Killer-Team in Airbnb-Mietwohnungen und hielt sich bereit, um von den Auftraggebern erteilte Aufträge sofortz auszuführen. Die Festnahme der vier Männer erfolgte in der Nacht vom 2. auf den 3. Juni. Bei Hausdurchsuchungen in Nizza und Marseille wurden Waffen und Munition gefunden. An den Waffen, insbesondere einer Kalaschnikow, werden ballistische Untersuchungen durchgeführt, um festzustellen, ob die Waffen auch bei anderen Tötungsdelikten verwendet wurde.

    Laut einer mit den Ermittlungen vertrauten Quelle soll das Killer-Kommando seit Anfang des Jahres in etwa zehn Morde in Marseille verwickelt sein, die im Auftrag der Drogenhändler der „DZ Mafia“ begangen wurden.

  • Macron: Bußgelder für Cannabis-Besitz oder -Konsum müssen künftig „sofort bezahlt werden“

    Macron: Bußgelder für Cannabis-Besitz oder -Konsum müssen künftig „sofort bezahlt werden“

    In einem Interview mit der Zeitung La Provence am Vorabend einer dreitägigen Reise nach Marseille kündigte Emmanuel Macron an, dass Bußgelder für den Konsum oder Besitz von Cannabis bald „sofort“ bezahlt werden müssten, entweder in bar oder mit EC-Karte. Emmanuel Macron nimmt den Cannabiskonsum ins Visier: Am Vorabend einer dreitägigen Reise nach Marseille kündigte der Staatschef an, dass die Zahlung von Bußgeldern für den Besitz oder Konsum von Cannabis bald unmittelbar per EC-Karte oder in bar erfolgen müsse, berichtet die Zeitung La Provence. „Ich habe den Innenminister gebeten, bis zum Ende des Sommers ein Dekret vorzubereiten, damit die Zahlung der Bußgelder sofort erfolgen kann, per Bankkarte oder in bar“, sagte Emmanuel Macron und fügte hinzu, dass zu diesem Zweck „damit begonnen wurde, die Beamten mit etwa 5.000 Zahlungsterminals auszustatten“. „Wir haben eine Pauschalstrafe eingeführt, die bis zu 2.500 Euro betragen kann. 350.000 dieser Strafen wurden seit September 2020 in Fr…

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  • Wegen der Lautstärke tötet Nachbar einer Bar in der Ardèche einen Gast mit 14 Messerstichen

    Wegen der Lautstärke tötet Nachbar einer Bar in der Ardèche einen Gast mit 14 Messerstichen

    Ein 58-jähriger Mann wurde in der Nacht von Freitag auf Samstag in Viviers in der Ardèche mit 14 Messerstichen niedergestochen. Der mutmaßliche Täter war ein Nachbar der Bar, in der Live-Musik stattfand.

    Die traditionelle Fête de la Musique endete in Viviers in der Ardèche, wo die Veranstaltung von Mittwoch auf Freitagabend verschoben worden war, in einer Tragödie. Ein 58-jähriger Gast des Imbisses „Au petit creux“ wurde von einem Nachbarn mit vierzehn Messerstichen getötet. Das Opfer erlag seinen zahlreichen Verletzungen im Brustbereich.

    Alles begann gegen Mitternacht. Wegen des Lärms spritzte der aufgebrachte Nachbar eine Flüssigkeit, die stark nach Bleichmittel roch, aus seinem Fenster auf die Kunden der Bar. Einer der Gäste ging nach oben und wollte ihn zur Rede stellen. Es kam zu einer Auseinandersetzung. Der Nachbar stach daraufhin auf den Kunden ein, der zu ihm hinaufgekommen war.

    Das Opfer versuchte noch zu fliehen, aber die Rettungskräfte fanden ihn auf der Treppe, wo er seinen Verletzungen erlag, wie die Staatsanwaltschaft von Privas auf Twitter mitteilte.

  • Alkoholisiert und ohne Führerschein fährt er 5 km in der falschen Richtung auf der A64 bei Toulouse

    Alkoholisiert und ohne Führerschein fährt er 5 km in der falschen Richtung auf der A64 bei Toulouse

    Ein Drama wurde am Samstagmorgen nur knapp vermieden. Ein Autofahrer fuhr fünf Kilometer lang in falscher Richtung auf der A64. Zahlreiche andere Fahrer alarmierten die Gendarmerie. Der Falschfahrer wurde in Polizeigewahrsam genommen. Er hatte keinen Führerschein und war stark alkoholisiert.

    Dutzende Fahrzeuge haben seinen Weg auf der Autobahn gekreuzt. Viele von ihnen waren schockiert und einige hatten Todesangst. Ein Mann in den Vierzigern befindet sich derzeit in Polizeigewahrsam. Er war in der Nacht von Freitag auf Samstag in der Nähe von Toulouse in falscher Richtung auf die Autobahn gefahren.

    Kurz nach Mitternacht waren einige Autofahrer auf diesem Autobahnabschnitt von Muret in Richtung Hautes-Pyrénées unterwegs. Der Verkehr war zu dieser späten Stunde flüssig und ruhig. Doch die Nutzer der A64 bekommen einen großen Schrecken, als ihnen ein Auto entgegen kommt, das in die falsche Richtung fährt. Glücklicherweise wird niemand verletzt, aber die Anrufe bei der Gendarmerie sind sehr zahlreich.

    Sehr schnell ist das Peloton Motorisé (PMO) der Gendarmerie aus Muret vor Ort. Den Gendarmen gelingt es, den Falschfahrer einzuholen und zu stoppen. Der Fahrer wird festgenommen. Er soll eine 5 km lange Autobahnstrecke zwischen Mauzac und der Gemeinde Capens zurückgelegt haben.

    Nach den ersten Informationen deutet alles darauf hin, dass er ohne Führerschein, aber dafür mit viel Alkohol im Blut unterwegs war. Ist er falsch abgebogen oder wollte er absichtlich in den Gegenverkehr fahren? Entsprechende Ermittlungen sind im Gange.

  • Gefälschte Polizei-E-Mail beschuldigt Empfänger der Kinderpornografie: 6 Selbstmorde und Millionen-Schaden

    Gefälschte Polizei-E-Mail beschuldigt Empfänger der Kinderpornografie: 6 Selbstmorde und Millionen-Schaden

    Viele Internet-Nutzer haben kürzlich eine E-Mail erhalten, die angeblich von der Polizei, Europol oder der französischen Justiz stammt und in der der Empfänger zu einem Fall von Kinderpornografie vorgeladen wird. Dieser Betrug hat mindestens 3,5 Millionen Euro Schaden verursacht und zu 6 Selbstmorden geführt. Eine Razzia führte jetzt zur Festnahme von neunzehn Personen in ganz Frankreich.

    In einem groß angelegten Schlag haben Polizei und Gendarmerie am Montag in Frankreich und Belgien insgesamt 19 Personen festgenommen, die des Betrugs mit falschen Gerichtsvorladungen verdächtigt werden, wobei ein Schaden von mindestens 3,5 Millionen Euro entstanden sein soll. Achtzehn Personen wurden in der Ile-de-France, in Nantes, Le Mans, Toulouse, Sens (Yonne), Orléans und Nizza festgenommen, eine Person in Belgien, wie die Gendarmerie und die Polizei in einer gemeinsamen Pressemitteilung bekannt gaben. Fünfzehn von ihnen werden sich vor Gericht wegen Betrugs und Geldwäsche in organisierter Form zu verantworten, wie die Pariser Staatsanwaltschaft mitteilte.

    Bei dem Betrug mit falschen Gerichtsvorladungen werden im Namen der Gendarmerie oder der Polizei, von Richtern oder Institutionen wie Europol E-Mails an zufällig ausgesuchte Personen geschickt, in denen diese insbesondere der Kinderpornografie durch den Besuch illegaler Internetseiten beschuldigt werden. Den Opfern drohe eine strafrechtliche Verfolgung, es sei denn, sie zahlen eine „Geldstrafe“. Die Ermittler stellten fest, dass das ergaunerte Geld zum Teil in Frankreich ausgegeben, aber grösstenteils an die Elfenbeinküste und andere afrikanische Länder geschickt wurde.

    Anfang 2021 überschwemmten diese Betrugs-Mails Frankreich und veranlasste die auf Internetkriminalität spezialisierte Abteilung der Pariser Staatsanwaltschaft, Ermittlungen einzuleiten. Mit den Ermittlungen wurden die Polizisten der Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (OCLCTIC), die Gendarmen der Forschungsabteilung (SR) von Versailles, die Gendarmen der ComCybergend und die Forschungsbrigade von Nizza mit Unterstützung der Europäischen Kriminalpolizeiagentur Europol betraut.

    Im Juni 2022 wurden 150.000 E-Mails, die mit diesem Betrug in Zusammenhang standen, gezählt. Ein Jahr später wird der dadurch entstandene Schaden mindestens auf 3,5 Millionen Euro geschätzt. Fast 400 Personen haben Klage eingereicht. Die von den Opfern gezahlten Summen reichen von weniger als 5.000 Euro bis zu 150.000 oder sogar 200.000 Euro. Ausserdem haben sich sechs Personen in Zusammenhang mit diesem Betrug das Leben genommen.

    „Eines der Opfer war einer doppelten Erpressung ausgesetzt. Nach einer ersten Zahlung in Höhe von 5.978 Euro forderten die Täter ihn auf, erneut 7.480 Euro zu zahlen. Da er sich hilflos und in die Falle gelockt fühlte, nahm er sich das Leben“, berichteten die Polizei und die Gendarmerie.

    Zunächst gingen die Ermittler davon aus, dass der Betrug von einer zentralen Struktur gesteuert wird. Tatsächlich aber stellte sich heraus, dass es sich um mehrere kleine Teams handelte, etwa zehn, die wohl keine Verbindung untereinander hatten.

    Die Verdächtigen sind zwischen 20 und 50 Jahre alt, während das Durchschnittsalter ihrer Opfer bei etwa 60 Jahren liegt.

  • Neue Bilanz der Explosion in Paris: Rund 50 Verletzte – 6 in Lebensgefahr – 1 Vermisster

    Neue Bilanz der Explosion in Paris: Rund 50 Verletzte – 6 in Lebensgefahr – 1 Vermisster

    Am Donnerstag, dem 22. Juni, einen Tag nach der Explosion eines Gebäudes in Paris, wird noch immer nach einer vermissten Person gesucht. Insgesamt wurden mehr als 50 Personen verletzt.

    Am Donnerstag, dem 22. Juni, inspiziert die Feuerwehr die Trümmer des explodierten Gebäudes. Mithilfe von Experten analysieren sie den Ort der Explosion. Eine Person wird noch vermisst und könnte sich noch unter den Trümmern befinden. Unter schwierigen Bedingungen wird die Suche fortgesetzt. Die Straße ist verwüstet und auch Nachbargebäude sind in Brand geraten. Etwa fünfzig Personen wurden verletzt, sechs davon schweben noch in Lebensgefahr.

    Schockierte Bewohner
    Die Feuerwehrleute müssen bei der Suche zu mehreren zusammenarbeiten, um die riesigen Steinblöcke bewegen zu können. Je mehr Stunden vergehen, desto geringer werden die Chancen, noch Überlebende zu finden. Neben den körperlich Verletzten stehen viele Anwohner stark unter Schock. Einige sind sehr stark betroffen. „Es ist vor allem, die Bilder wieder zu sehen, sobald ich die Augen schließe“, erzählt ein Mann vor der Kamera des Senders France 2. Im Rathaus des 5. Arrondissements von Paris wurde eine psychologische Betreuungsstelle eingerichtet.

  • Einsatz gegen Kinderpornografie in Carpentras: Ein Mann getötet und ein Gendarm schwer verletzt

    Einsatz gegen Kinderpornografie in Carpentras: Ein Mann getötet und ein Gendarm schwer verletzt

    Ein Gendarmerieeinsatz im Zusammenhang mit einem Fall von Kinderpornografie, der am Mittwoch, dem 21. Juni 2023, in Carpentras im Departement Vaucluse durchgeführt wurde, lief aus dem Ruder: Ein Mann wurde getötet und ein Gendarm schwer verletzt.

    Ein Einsatz der Gendarmerie in einem Fall von Kinderpornografie endete am Mittwochmorgen in Carpentras im Departement Vaucluse in einem Blutbad. Die Gendarmen kamen zum Haus eines 63-jährigen Mannes, der nicht zögerte, mehrmals auf die Beamten zu schiessen.

    Einer der Gendarmen wurde schwer verletzt. Er wurde in den Kopf und in den Bauch getroffen, berichtet die Zeitung Vaucluse-Matin. Er schwebt inzwischen aber nicht mehr in Lebensgefahr. Der verletzte Gendarm wurde mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus in Marseille geflogen. Er könnte schwere Dauerfolgen auf Grund seiner Verletzungen davontragen, wie Vaucluse-Matin berichtet. Innenminister Gérald Darmanin sicherte ihm in einer Twitter-Nachricht seine volle Unterstützung und sein Mitgefühl zu.

    Der verdächtige 63-Jährige wurde im verlauf des Schusswechsels von den Ordnungskräften erschossen.

  • Was über die Explosion im 5. Arrondissement von Paris bekannt ist

    Was über die Explosion im 5. Arrondissement von Paris bekannt ist

    Im Herzen der französischen Hauptstadt geriet am Mittwochnachmittag ein Gebäude in Brand und stürzte ein. Zahlreiche Augenzeugen berichteten von einer starken Explosion. Mehr als 300 Feuerwehrleute waren vor Ort im Einsatz. Die Zahl der Verletzten wird auf mindestens 37 Beziffert, vier von ihnen lebensgefährlich.

    Am Mittwoch, dem 21. Juni, ereignete sich gegen 17 Uhr eine starke Explosion in der Rue Saint-Jacques im fünften Arrondissement von Paris. Ein Feuer brach aus und die Fassade des Gebäudes stürzte auf die Straße. Laut einer Bilanz, die Innenminister Gérald Darmanin kurz vor 22 Uhr bekannt gab, wurden 37 Personen verletzt, vier davon befinden sich in Lebensgefahr. Eine Person wird noch unter den Trümmern vermutet.

    Eine „Gasexplosion hat sich gerade an der Place Alphonse-Laveran im Viertel Val-de-Grâce ereignet“, schrieb Edouard Civel, der erste stellvertretende Bürgermeister des 5. Arrondissements von Paris, kurz nach 17 Uhr auf Twitter. Die Ursache der Explosion wurde jedoch noch nicht offiziell mitgeteilt. „Es gab eine riesige Explosion“, sagte die Bürgermeisterin des 5. Arrondissements, Florence Berthout, gegenüber Franceinfo. Ihr zufolge war das hauptsächlich betroffene Gebäude eine private Modeschule in der Rue Saint-Jacques, die sich in einem Gebäude befindet, das an das ehemalige Militärkrankenhaus Val-de-Grâce angrenzt.

    Zahlreiche Zeugen der Explosion im Herzen von Paris spürten eine starke Erschütterung, bevor sie sahen, wie eine Rauchfahne aus einem Gebäude aufstieg. „Es gab eine große Explosion, die Fassade des Gebäudes stürzte ein und anschließend brach in dem gegenüberliegenden Gebäude ein Feuer aus. Die Rettungskräfte haben uns aufgefordert, den Bereich zu verlassen, und wir haben uns alle draußen versammelt“, berichtet eine Angestellte einer Cocktailbar, die 100 Meter vom Explosionsort entfernt ist, gegenüber Franceinfo. „Ich war zu Hause und wohne im Erdgeschoss. Bei mir sind alle Fenster explodiert, das ist unglaublich beeindruckend“, berichtet die 21-jährige Radia, eine Studentin der Modeschule, die sich in ein Restaurant in der Nähe ihres Hauses geflüchtet hat.

    „In der Rue Saint-Jacques im fünften Arrondissement von Paris ist ein Feuer im Gange. Die Feuerwehr von Paris ist im Einsatz. Bitte behindern Sie ihren Einsatz nicht und meiden Sie die Gegend“, twitterte Innenminister Gérald Darmanin, der eine Reise nach Nancy zum Kongress der Unité-SGP-Police abgebrochen hatte, um in die Hauptstadt zurückzukehren.

    Die Pariser Feuerwehr erklärte zunächst, dass „eine Explosion (…) zwei Gebäude zum Einsturz gebracht“ habe. Der Polizeipräfekt Laurent Nuñez erklärte etwas später in einer kurzen Pressekonferenz, dass das Feuer eingedämmt sei. Die Suche in den Trümmern werde fortgesetzt, fügte er hinzu.

    Mindestens 37 Verletzte, davon vier in absoluter Notlage, und zwei Vermisste.
    Eine neue vorläufige Bilanz, die Innenminister Gérald Darmanin am Abend vor Ort bekannt gab, lautete, dass mindestens 37 Personen verletzt wurden, davon vier mit lebensgefährlichen Verletzungen.

    Laut Gérald Darmanin waren bis zu 325 Feuerwehrleute aus Paris im Einsatz, um das Feuer zu löschen und die Opfer zu versorgen. Nach Angaben der Pariser Polizeipräfektur wurden auch neun Ärzte zum Brandort entsandt.

    Eine Krisenzelle wurde eingerichtet
    Die Pariser Polizeipräfektur gab bekannt, dass ein Krisenstab eingerichtet wurde. Premierministerin Elisabeth Borne äußerte sich weniger als eine Stunde nach der Explosion. „Es ist ein Feuer im Gange, das sich auf die benachbarten Gebäude ausgebreitet hat. Alle Mittel sind mobilisiert, sowohl die Feuerwehr als auch die rettungsdienste. (…) Ich halte mich über die Entwicklung der Situation auf dem Laufenden. (…) Ich verfolge das mit großer Aufmerksamkeit“, versicherte die Premierministerin undfügte hinzu, dass sie mit der Polizeipräfektur von Paris in ständiger Verbindung stehe.

    „Viele Gebäude müssen untersucht werden, um zu sehen, ob sie beschädigt sind oder nicht. Bei vielen Privatwohnungen sind die Fensterscheiben zerstört worden, sodass die Bewohner nicht sofort in ihre Wohnungen zurückkehren können“, erklärte die Bürgermeisterin von Paris, Anne Hidalgo, am Abend. Sie kündigte an, dass in den Räumlichkeiten des Rathauses des 5. Arrondissements eine Anlaufstelle eröffnet werde, „um die Personen, die eine neue Unterkunft benötigen, zu begleiten und zu orientieren“.

    Eine Untersuchung wegen „fahrlässiger Körperverletzung“ wurde eingeleitet.
    Die Staatsanwältin von Paris begab sich am späten Nachmittag an den Ort des Geschehens und kündigte die Einleitung einer Untersuchung wegen „fahrlässiger Körperverletzung“ mit dem erschwerenden Umstand der „vorsätzlichen Gefährdung des Lebens anderer“ an. Die Ermittler müssen prüfen, ob eine „Missachtung der Vorschriften oder individuelle Unvorsichtigkeit“ vorliegt, die zu der Explosion geführt hat. Bisher deuten die ersten Ermittlungsergebnisse darauf hin, dass „die Explosion von dem Gebäude selbst ausging“, sagte Laure Beccuau.

    Einige Stunden später bestätigte Gérald Darmanin, dass es sich um ein „altes Gebäude“ handelte, das jedoch „keine besonderen Schwierigkeiten“ aufwies. „Wir kennen die Ursache der Explosion noch nicht“, sagte der Innenminister.

  • Überreste eines Säuglings in einem Rucksack gefunden – Mutter wird des Totschlags verdächtigt

    Überreste eines Säuglings in einem Rucksack gefunden – Mutter wird des Totschlags verdächtigt

    Nachdem der leblose Körper eines Neugeborenen im Haus eines Ehepaars in Vannes entdeckt worden war, leitete die Staatsanwaltschaft Lorient gerichtliche Ermittlungen ein.

    Die Staatsanwaltschaft Lorient hat eine gerichtliche Untersuchung eingeleitet, nachdem der leblose Körper eines Neugeborenen im Haus eines Ehepaars in Vannes gefunden wurde. Dies wurde am Mittwoch von der Staatsanwaltschaft mitgeteilt.

    Am Samstag hatte der 1982 geborene Ehemann eine Tasche in der Garage der Familie entdeckt und seine 1984 geborene Frau „vertraute ihm ihre Version der Ereignisse an“, nämlich dass sie „drei Jahre zuvor eine Fehlgeburt hatte und den Körper des Babys in der Garage aufbewahrt hatte“, so der Staatsanwalt von Lorient, Stéphane Kellenberger, in einer Pressemitteilung.

    Am nächsten Tag entdeckte die Polizei, die von einer Freundin des Paares alarmiert worden war, in der Garage „einen Rucksack, der einen geschlossenen Plastikbeutel mit einem Tuch und den Überresten eines kleinen Körpers enthielt“.

    Die Mutter, die – ebenso wie ihr Ehemann – vorübergehend in Polizeigewahrsam genommen wurde, „behauptete, dass es sich 2019 um ihre fünfte Schwangerschaft handelte, die sie nicht medizinisch hatte überwachen lassen. Sie sprach von einem Wunschkind, aber einem komplizierten Kontext in der Ehe“, so Staatsanwalt Stéphane Kellenberger. Laut der 30-Jährigen sei das Kind „plötzlich“ gekommen und tot geboren worden.

    Der Vater erklärte seinerseits, „über diese Schwangerschaft informiert worden zu sein“, und seine Frau habe ihm später mitgeteilt, dass sie „Opfer einer Fehlgeburt“ geworden sei. Die Autopsie ergab, dass „das Baby zum Zeitpunkt seines Todes 40 Schwangerschaftswochen alt war“ und „keine Missbildungen, Knochenpathologien oder sichtbaren Traumata aufwies“. „Es hätte also lebensfähig sein können“, fügte der Staatsanwalt hinzu, aber es gibt derzeit keine Anhaltspunkte dafür, ob es lebend geboren wurde oder nicht.

    Gegen die Mutter wurde ein Ermittlungsverfahren wegen vorsätzlicher Tötung eingeleitet. Sie wurde am Dienstag als Zeugin vernommen und auf freiem Fuß belassen.