Kategorie: Vermischtes

  • Krawalle nach Nahels Tod: Die Touristen verlassen Paris

    Krawalle nach Nahels Tod: Die Touristen verlassen Paris

    Welche Folgen haben die Unruhen für den Tourismus? Die amerikanische und die britische Regierung riefen ihre Staatsbürger zur Vorsicht auf. In mehreren französischen Städten ist bereits ein Rückgang der Buchungen zu beobachten, insbesondere in Paris, dem weltweit beliebtesten Reiseziel.

    Seit mehreren Tagen sorgen die Gewaltszenen in Frankreich für Schlagzeilen in ausländischen Medien, die ihre nach Frankreich reisenden Landsleute zu äußerster Vorsicht aufrufen. Das Ergebnis war, dass in Paris die Stornierungen reihenweise erfolgten und ein Hotel mit 38 Zimmern komplett leer stand. Zwei australische Touristinnen sind nur halbwegs beruhigt, sie haben ihren Aufenthalt nicht storniert, trauen sich aber nicht, nachts auszugehen. „Wir werden wahrscheinlich in ein Restaurant gehen, aber bevor es dunkel wird“, erklärt eine von ihnen gegenüber dem Sender France 3.

    Die Branche fordert staatliche Unterstützung.
    Die Folge: Ein Restaurant im Viertel Les Halles musste einen Umsatzrückgang von 20 % hinnehmen. Die Unternehmer des Sektors fordern dringend staatliche Hilfe. „Wir fordern die Aussetzung der Rückzahlung staatlich garantierter Darlehen und die Aussetzung der Arbeitgeberbeiträge“, sagt Frank Delvau, Vorsitzender der UMIH Ile-de-France. Viele hoffen nun auf die Rugby-Weltmeisterschaft im September, um die Kassen wieder aufzufüllen.

  • Unruhen nach Nahels Tod: Die Bilanz nach sechs Tagen Gewalt in Frankreich

    Unruhen nach Nahels Tod: Die Bilanz nach sechs Tagen Gewalt in Frankreich

    Sechs Tage nach dem Tod von Nahel, der am vergangenen Dienstag in Nanterre von einem Polizisten erschossen wurde, zieht Frankreich eine erste Bilanz der gewaltsamen Proteste, die das ganze Land erschüttert hat.

    Bereits am Abend des Todes des 17-jährigen Nahel, der am Dienstag, dem 27. Juni, in Nanterre von einem Polizisten erschossen wurde, brachen in Frankreich die ersten Unruhen aus. Es folgten ein halbes Dutzend Nächte heftiger Gewalt, von denen die ruhigste von Sonntag auf Montag, den 3. Juli, war. Hier eine erste vorläufige Bilanz nach den bisherigen sechs Protest-Nächten.

    Insgesamt gab es 3.164 Festnahmen von volljährigen Personen und 700 verletzte Angehörige der Ordnungskräfte.

    Insgesamt wurden 5.000 Fahrzeuge angezündet, 1.000 Gebäude niedergebrannt oder beschädigt, 250 Gendarmerien oder Polizeistationen angegriffen und es gab etwa 10.000 Mülltonnenbrände. Darüber hinaus wurden nach Angaben des Wirtschaftsministeriums mindestens 250 Bankfilialen, 250 Tabakläden und 200 Einkaufszentren zerstört.

    Nach sechs Nächten und ebenso vielen Tagen der Gewalt hat diese Bilanz nach Ansicht der Zeitung Le Monde die dreiwöchigen Unruhen vom Herbst 2005 an Schwere übertroffen.

  • Gewaltsame Proteste nach Nahels Tod: Großmutter ruft zur Ruhe auf und fordert Ende der Gewalt

    Gewaltsame Proteste nach Nahels Tod: Großmutter ruft zur Ruhe auf und fordert Ende der Gewalt

    Nadia, die Großmutter des bei einer Polizeikontrolle in Nanterre getöteten Teenagers Nahel, sagte am Sonntag auf dem Sender BFMTV, sie habe „Vertrauen in die Justiz“.

    „Hört auf, randaliert nicht!“ Fünf Tage nach dem Tod ihres Enkels meldete sich Nahels Großmutter am Sonntag, dem 2. Juli, telefonisch bei Sender BFMTV zu Wort und rief dazu auf, die Gewalt zu beenden. „Die Leute, die gerade etwas kaputt machen, ich sage ihnen: ‚Hört auf!‘ Sie sollen nicht die Schaufenster zerschlagen, sie sollen nicht die Schulen zerschlagen, nicht die Busse. Stopp, das sind Mütter, die die Busse nehmen, das sind Mütter, die draußen spazieren gehen“, forderte Nadia, die Großmutter des Teenagers, der am Dienstag, dem 27. Juni, bei einer Polizeikontrolle in Nanterre (Hauts-de-Seine) getötet wurde.

    „Wir wollen, dass diese Jugendlichen ruhig bleiben. Nahel, er ist tot. Meine Tochter hatte nur ein Kind, sie ist verloren, es ist vorbei, meine Tochter hat kein Leben mehr. Und ich, sie haben mich meine Tochter und meinen Enkel verlieren lassen“, fuhr sie fort und meinte dann, dass einige Randalierer „Nahel als Vorwand genommen haben“.

    Nahels Großmutter sagte außerdem, sie sei „sauer“ auf die beiden Polizisten, „die meinem Enkel zweimal mit dem Gewehrkolben auf den Kopf geschlagen haben, und auf den, der direkt ins Herz geschossen hat“, aber nicht auf die gesamte Polizei. „Die Polizisten, zum Glück sind sie da“. Sie sagte außerdem, dass sie „Vertrauen in die Justiz“ habe.

  • Proteste in Frankreich: Drei Polizisten in der Nacht von Samstag auf Sonntag von Schüssen getroffen

    Proteste in Frankreich: Drei Polizisten in der Nacht von Samstag auf Sonntag von Schüssen getroffen

    Die Staatsanwaltschaften von Paris und Nîmes leiteten Untersuchungen wegen versuchten Mordes ein. Die Schüsse vielen während der Proteste wegen des Todes des 17-jährigen Nahel.

    Zwei Polizisten der Brigade anticriminalité (BAC) wurden in der Nacht von Samstag auf Sonntag, den 2. Juli, im 13. Arrondissement von Paris durch Schüsse verletzt, wie Franceinfo am Sonntag meldete. Es wurde eine Untersuchung wegen „versuchter vorsätzlicher Tötung“ eingeleitet, erklärte die Pariser Staatsanwaltschaft.

    Die Ereignisse ereigneten sich kurz nach 2 Uhr morgens. Laut Franceinfo waren die Polizisten zu diesem Zeitpunkt im Stadtteil Olympiades im Einsatz, wo Detonationen gemeldet worden waren, die dem Knall von Feuerwerkskörpern entsprachen.

    Laut Franceinfo wurde ein erster Polizist im Rücken auf Höhe seiner kugelsicheren Weste getroffen, bevor der zweite von einem Schuss in den Unterbauch getroffen wurde, als er seinen Kollegen mit seinem Schild schützen wollte. Er erlitt eine Wunde mit einem Durchmesser von etwa einem Zentimeter und sagte aus, er habe weitere Pfeifgeräusche gehört, die darauf hindeuteten, dass weitere Schüsse aus den umliegenden Gebäuden auf ihn abgegeben wurden.

    Die Pariser Staatsanwaltschaft erklärte auf Anfrage von Franceinfo, sie habe eine Untersuchung wegen „versuchten Mordes an einer Person, die eine öffentliche Autorität ausübt“ eingeleitet, die dem dritten Bezirk der Pariser Kriminalpolizei übertragen wurde.

    In Nîmes: Schüsse auf einen Polizisten, der von seiner kugelsicheren Weste gerettet wird

    In der Nacht von Samstag auf Sonntag wurde in Nîmes (Gard) eine Tragödie verhindert. Ein Polizist überlebte dank seiner kugelsicheren Weste. Dies gab die Staatsanwältin am Sonntag bekannt, die eine Untersuchung wegen versuchten Mordes eingeleitet hat.

    „Das Tragen einer kugelsicheren Weste verhinderte, dass der Polizist durch das Projektil, das ihn getroffen hatte, schwer verletzt wurde. Eine Röntgenaufnahme hat bestätigt, dass sich in der kugelsicheren Weste eine Kugel befand, deren Kaliber noch bestimmt werden muss“, erklärte die Staatsanwältin von Nîmes, Cécile Gensac, in einer Pressemitteilung.

    Der Staatsanwaltschaft zufolge wurde bislang keine verdächtige Person festgenommen.

    In Vaulx-en-Velin (Rhône), einem Vorort von Lyon, waren bereits in der Nacht von Freitag auf Samstag vier Polizisten durch Schüsse aus einer Schrotflinte verletzt worden. Die Staatsanwaltschaft Lyon leitete ein Verfahren wegen vorsätzlicher Körperverletzung ein.

  • Angriff auf das Haus des Bürgermeisters von L’Haÿ-les-Roses: Elisabeth Borne reist an den Ort des Geschehens

    Angriff auf das Haus des Bürgermeisters von L’Haÿ-les-Roses: Elisabeth Borne reist an den Ort des Geschehens

    Es wurde eine Untersuchung wegen versuchten Mordes eingeleitet. Die Premierministerin bekräftigt, dass die Schuldigen mit äußerster Härte verfolgt werden. Die Premierministerin versprach, dass „die Schuldigen mit äußerster Härte verfolgt werden“. Premierministerin Elisabeth Borne sprach am Sonntag, dem 2. Juli, von „unerträglichen Tatsachen“, nachdem ein Anschlag mit einem brennenden Fahrzeug auf das Haus des Bürgermeisters von L’Haÿ-les-Roses (Val-de-Marne) verübt worden war, bei dem die Ehefrau des Bürgermeisters und eines seiner beiden kleinen Kinder verletzt worden waren. Elisabeth Borne sprach dem Bürgermeister und seinen Angehörigen ihre volle Unterstützung und ihr Mitgefühl aus. „Die Schuldigen werden mit äußerster Härte verfolgt“, erklärte Borne nachdem eine Untersuchung wegen versuchten Mordes eingeleitet wurde. „Die Regierung steht an der Seite aller Bürgermeister. Diese Angriffe und Gewalt gegen die gewählten Volksvertreter sind inakzeptabel“, meinte die Regierungschefin. Si…

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  • Unruhen: Die Region Ile-de-France wird 20 Millionen Euro für Reparaturen bereitstellen

    Unruhen: Die Region Ile-de-France wird 20 Millionen Euro für Reparaturen bereitstellen

    Am Mittwoch, den 5. Juli, wird in der Region über eine Soforthilfe abgestimmt. Die Region Ile-de-France will eine Soforthilfe von 20 Millionen Euro beschließen, um den Bürgermeistern beim Wiederaufbau öffentlicher Einrichtungen zu helfen, die durch die Unruhen als Reaktion auf den Tod des jungen Nahel zerstört oder beschädigt wurden, wie die Präsidentin der Region Valérie Pécresse am Freitag, dem 30. Juni, auf Twitter ankündigte. „Es sind Schulen, Stadtkommissariate, Rathäuser, Sozialzentren, Busse, Straßenbahnen, die ins Visier genommen, angegriffen, beschädigt und verwüstet wurden“, fasste die Abgeordnete der Republikaner zusammen und kritisierte „unerträgliche“ Handlungen gegenüber den „öffentlichen Dienstleistungen, die die Einwohner brauchen“. In Aubervilliers (Seine-Saint-Denis) wurde in der Nacht von Donnerstag auf Freitag ein Busbahnhof der RATP in Brand gesetzt, wobei 12 Fahrzeuge zerstört wurden. „Wir werden nicht zulassen, dass Schläger die Symbole der Republik angreifen“, f…

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  • Gewalt nach Nahels Tod: Wie viel werden Frankreich die Unruhen kosten?

    Gewalt nach Nahels Tod: Wie viel werden Frankreich die Unruhen kosten?

    Wie hoch sind die Kosten der derzeitigen Unruhen für den Staat und Privatpersonen? Der Wirtschaftsminister kündigte Steuererleichterungen für die von Plünderungen betroffenen Geschäftsleute an. Die Gewalt auf den Strassen ist aber auch schlecht für den Tourismus, ein Jahr vor den Olympischen Spielen in Paris.

    Die Zahl der Sachbeschädigungen und Plünderungen in Geschäften während der Unruhen nimmt jede Nacht zu. Die Kosten dafür könnten sich auf viele Dutzend Millionen Euro belaufen. Im Departement Seine-et-Marne wurde in der Nacht zum 1. Juli ein Einkaufszentrum von den Flammen zerstört. Auch andere Geschäfte wurden in Brand gesetzt. „Ich hatte meine ganze Zeit investiert, ich habe mich für diesen Laden aufgeopfert“, sagt Aly Dia, der ein Carrefour City-Geschäft leitete, auf dem Sender France 2.

    Hotels verzeichnen bereits Stornierungen.
    Auch kleine Geschäfte bleiben nicht verschont, mit Folgen für die Angestellten. „Wir haben Personal, das arbeitslos werden wird, wir wissen nicht, wann wir wieder öffnen werden“, erklärt ein Geschäftsführer. An diesem ersten Wochenende des Schlussverkaufs wurden von den Gewalttätern viele Geschäfte ins Visier genommen. Die Beschädigungen sind wie ein Echo der Unruhen von 2005. Damals beliefen sich die Schäden auf 204 Millionen Euro bei 10.000 registrierten Schadensfällen.

    Im Tourismusbereich verzeichnet die französische Hotellerie bereits Stornierungen für die nächsten Tage und macht sich Sorgen um die Sommersaison.

  • Tod von Nahel: Mylène Farmer Konzerte im Stade de France abgesagt

    Tod von Nahel: Mylène Farmer Konzerte im Stade de France abgesagt

    Die Präfektur des Départements Seine-Saint-Denis gab bekannt, dass die Absage der Mylène-Farmer-Shows im Stade de France am Freitag und Samstag „den Ordnungskräften die Möglichkeit geben soll, anderswo eingesetzt zu werden, um den Krawallen entgegenzutreten“. “ Alles ist Chaos, nebenan… „. Nevermore, die Tournee von Mylène Farmer, sollte diesen Freitag und Samstag im Stade de France (Seine-Saint-Denis) fortgesetzt werden. Die Nachricht kam am Freitagnachmittag: Die beiden Konzerte wurden abgesagt. Die Entscheidung wurde von der interministeriellen Krisenzelle auf Antrag von Abgeordneten und Bürgermeistern des Départements Seine-Saint Denis getroffen. Zahlreiche Gemeinden des Departements waren von den Gewalttätigkeiten betroffen, die als Reaktion auf den Tod des jungen Nahel, der am Dienstag durch die Schüsse eines Polizisten in Nanterre (Hauts-de-Seine) getötet wurde, ausgebrochen waren. Die Präfektur von Seine-Saint-Denis kündigte an, dass die Absage der beiden Konzerte „den Ordnun…

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  • Tod von Nahel: Der bei einer Polizeikontrolle getötete Teenager wurde in Nanterre beigesetzt

    Tod von Nahel: Der bei einer Polizeikontrolle getötete Teenager wurde in Nanterre beigesetzt

    Der 17-jährige Nahel wurde in Rahmen einer privaten Zeremonie auf dem Friedhof Mont Valérien in Nanterre beigesetzt.

    Die Trauerfeier für den 17-jährigen Nahel fand am Samstagmittag, dem 1. Juli, im Bestattungsinstitut von Nanterre (Hauts-de-Seine) statt. Am Nachmittag fand dann eine Zeremonie in der Ibn-Badis-Moschee der Gemeinde statt, bevor die Beerdigung auf dem Friedhof Mont Valérien stattfand.

    Laut der Nachrichtenagentur AFP hatten sich am späten Samstagvormittag zahlreiche Menschen vor dem Gebäude versammelt, um an der Zeremonie teilzunehmen, die auf Wunsch der Familie so privat wie möglich und ohne Kameras durchgeführt. In einer Erklärung hatten die Anwälte von Nahels Familie die Journalisten aufgefordert, nicht bei der Beerdigung anwesend zu sein, um eine „Einmischung der Medien“ zu vermeiden.

    Der Teenager mit Migrationshintergrund starb am 27. Juni in Nanterre bei einer Polizeikontrolle. Der 38-jährige Polizist, der den tödlichen Schuss abgegeben hatte, wurde inzwischen wegen vorsätzlicher Tötung angeklagt und am 29. Juni in Untersuchungshaft genommen.

  • 🔴 Fünfte Nacht gewaltsamer Unruhen nach Nahels Tod

    🔴 Fünfte Nacht gewaltsamer Unruhen nach Nahels Tod

    Auch in der fünften Nacht der Unruhen wurden in ganz Frankreich wieder 719 Personen festgenommen, so die letzte Bilanz des Innenministeriums. Laut einer neuen Bilanz wurden in der Nacht von Samstag auf Sonntag wieder 719 Personen festgenommen.

    Das Haus des Bürgermeisters von L’Haÿ-les-Roses (Val-de-Marne) wurde in der Nacht von Samstag auf Sonntag mit einem brennenden Fahrzeug angegriffen. Die Familie des Bürgermeisters befand sich im Haus, wie die Präfektur mitteilte. Gegen 1.30 Uhr, als sich Bürgermeister Vincent Jeanbrun im Rathaus von L’Haÿ-les-Roses aufhielt, steuerten Randalierer „ein brennendes Fahrzeug gegen sein Haus und setzten es in Brand“, wie er in einer auf Twitter veröffentlichten Erklärung mitteilte. Seine Frau und eines seiner beiden kleinen Kinder wurden verletzt, fügte er hinzu und verurteilte „einen Mordversuch von unsäglicher Feigheit“. Es wurde eine Untersuchung wegen versuchten Mordes eingeleitet. https://t…

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