Kategorie: Vermischtes

  • Tod von Nahel: „Ein Verrückter, er hat geschossen“… die letzten Worte des Teenagers

    Tod von Nahel: „Ein Verrückter, er hat geschossen“… die letzten Worte des Teenagers

    Der Beifahrer, der sich im Fahrzeug des 17-jährigen Nahel befand, sprach jetzt über das schreckliche Drama, das sich am Dienstag, dem 27. Juni ereignet hat. Er beschreibt die letzten Momente des jungen Nahel.

    Am Montag, dem 3. Juli, berichtete der dritte Mitfahrer auf der Rückbank des gelben Mercedes, den der junge Nahel steuerte, über den Tod des 17-Jährigen am 27. Juni dieses Jahres. Der gerade 14 Jahre alt gewordene Beifahrer – mit Spitznamen Adam – wurde in Polizeigewahrsam genommen und von den Polizeikräften befragt.

    Der junge Mann verfasste daraufhin einen Brief, der an die Zeitung Le Parisien gerichtet war. Es ist Adams Vater, der den Journalisten diesen Brief übergab. In diesem Schreiben berichtet der junge Beifahrer über die letzten Momente von Nahel, der bei einer Verkehrskontrolle in Nanterre, einem Vorort von Paris, von einem Polizisten aus nächster Nähe erschossen wurde. Der 14-jährige Junge erklärte, dass er an diesem Tag auf dem Weg zum Collège war, um eine Prüfung abzulegen. Auf dem Weg traf er Nahel, der einen gelben Mercedes fuhr: Dieser bot ihm an, ihn mit dem Auto zu seiner Prüfung zu fahren. „Mein Sohn wusste nicht, dass Nahel keinen Führerschein hatte und dass er noch minderjährig war“, erklärte Adams Vater gegenüber Le Parisien. Der Schüler setzte sich auf den Rücksitz des Fahrzeugs, da der Beifahrersitz von einem anderen Freund Nahels besetzt war.

    „Er ist ein Verrückter, er hat geschossen“
    Das Fahrzeug wird kurz darauf von Polizisten für eine Kontrolle angehalten. Zwei Polizisten, die der Abteilung öffentliche Ordnung und Verkehr (DOPC) angehören, forderten Nahel auf, den Motor des Fahrzeugs auszuschalten. „Nahel wollte nicht anhalten“, berichtet Adam in seinem Brief. Der gelbe Mercedes lieferte sich daraufhin eine Verfolgungsjagd durch die Straßen von Nanterre. Schließlich blieb das Fahrzeug in einem Verkehrsstau stehen. Die beiden Polizisten postierten sich auf Höhe der linken Vordertür neben dem Fenster von Nahel.

    „Die Polizisten […] richteten ihre Waffen auf Nahel“, berichtet Adam weiter. Laut dem 14-Jährigen erhielt Nahel „drei Schläge“ und versuchte, „seinen Kopf zu schützen“. Der Schüler behauptet, dass einer der Polizisten Nahel gewarnt habe, „dass er ihm eine Kugel in den Kopf schießen würde“. In seinem Schreiben erklärt Adam, dass Nahels Fuß „wahrscheinlich aus Panik die Bremse losgelassen hat, als er versuchte, sich zu schützen“. Das Auto mit Automatikgetriebe „fuhr von selbst weiter“. Laut Adam hat einer der Polizisten „seinem Kollegen gesagt, er solle schießen. Dann ging der Schuss los“. Der Junge schreibt, er habe in dem Moment nicht verstanden, dass sein Freund getroffen wurde: „Nahel, nachdem er die Kugel abbekommen hatte, sagte er: Das ist ein Verrückter, er hat geschossen“. Das Fahrzeug beschleunigte daraufhin „schlagartig“ und prallte gegen Straßenmobiliar. Nahel lag regungslos in seinem Sitz: „Es gab kein Blut, aber er war auf die Seite geneigt“, beschreibt Adam.

    Der Schüler versucht daraufhin, aus dem Fahrzeug auszusteigen. Er wird sofort von den beiden Polizisten festgenommen. Auf online verbreiteten Videos ist zu sehen, wie einer der Polizisten ihn zu Boden wirft: „Ich habe meine Hände gehoben, damit er nicht auf mich schießt. Ich lag auf dem Boden. Ich sagte (dem Polizisten), dass ich nichts getan habe, und er sagte: Halt die Klappe. Und er hat mir Handschellen angelegt“, berichtet Adam. Der Schüler wird von den Polizisten abgeführt. Gleichzeitig sieht er, dass sein Freund eine Herzmassage erhält. Der Junge hörte, wie einer der beiden Polizisten seinem Kollegen sagte, dass er „nicht hätte schießen sollen, weil sie weiter hinten eine Straßensperre errichten wollten“. Adam wurde schließlich in Polizeigewahrsam genommen. Am späten Nachmittag des 27. Juni wurde der Gewahrsam wieder aufgehoben. Adam ist von den Geschehnissen gezeichnet: „Ich weiß, dass er leidet. Er hat Aussetzer. Er schläft im Moment sehr schlecht“, sagt der Vater gegenüber der Zeitung Le Parisien.

  • Tod von Nahel: Ein Dutzend Schulen wurden während der Unruhen ganz oder Teilweise zerstört

    Tod von Nahel: Ein Dutzend Schulen wurden während der Unruhen ganz oder Teilweise zerstört

    Insgesamt zählte das französische Bildungsministerium Beschädigungen an 243 Schulen. Der Bildungsminister verspricht, dass alle Schülerinnen und Schüler zu Beginn des neuen Schuljahres irgendwo untergebracht werden. Ein Dutzend Schulen wurden während der jüngsten Krawallnächte nach dem Tod des 17-jä…

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  • Tod von Nahel: Emmanuel Macron empfängt die Bürgermeister von 220 Gemeinden

    Tod von Nahel: Emmanuel Macron empfängt die Bürgermeister von 220 Gemeinden

    Die Polizei hat in der Nacht von Montag auf Dienstag, den 4. Juli, in ganz Frankreich 72 Personen festgenommen, verglichen mit 157 in der Nacht zuvor, wie das Innenministerium am Dienstagmorgen mitteilte. Damit steigt die Zahl der Festnahmen seit Beginn der Unruhen im Zusammenhang mit dem Tod des 17-jährigen Nahel auf 3.486. Nach den jüngsten Zahlen wurden in dieser Nacht 159 Fahrzeuge angezündet, 24 Gebäude beschädigt und vier Räumlichkeiten von Polizei, Gendarmerie oder Stadtpolizei angegriffenen. Das nächtliche Aufgebot der Vortage, d. h. etwa 45.000 Polizisten und Gendarmen, war beibehalten worden. Emmanuel Macron empfängt die Bürgermeister. Das Staatsoberhaupt wird am Dienstag die Bürgermeister von rund 220 Gemeinden, die im ganzen Land Opfer von Ausschreitungen geworden sind, empfangen. Mit dieser Konsultation der Kommunalpolitiker möchte der Präsident „eine sorgfältige und längerfristige Arbeit beginnen, um die Gründe, die zu diesen Ereignissen geführt haben, gründlich zu verste…

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  • Tod von Nahel: Hacker leaken persönliche Daten von mehr als 1.000 französischen Richtern

    Tod von Nahel: Hacker leaken persönliche Daten von mehr als 1.000 französischen Richtern

    Eine Gruppe von Hackern hat die persönlichen Daten von mehr als tausend Richtern und Staatsanwälten geleakt. Der 17-jährige Nahel wurde am Dienstag, dem 27. Juni in Nanterre bei einer Verkehrskontrolle von einem Polizisten getötet.

    Bei der Pariser Staatsanwaltschaft wurde am Montag eine Klage wegen „Angriffs auf ein automatisiertes Datenverarbeitungssystem“ eingereicht.

    Das Ministerium bestätigte ohne weitere Details, dass es sich um „alte Daten“ handele und dass „der Hackerangriff nicht auf die Server des Justizministeriums gerichtet war“.

    Geschäftliche E-Mails, Telefonnummern, Postadressen und sogar IBANs: Die Excel-Datei, die der Nachrichtenagentur AFP zugespielt wurde, enthält insgesamt persönliche Daten von 1.121 Richtern und Staatsanwälten, wie zum Beispiel die der derzeitigen Ministerin für Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern, Isabelle Rome. Einige der betroffenen Personen sind mittlerweile im Ruhestand. Aber die Datei enthält auch Namen von Richtern, die noch im Dienst sind, wie die AFP feststellte.

    Die Hackergruppe mit dem Namen KromSec hatte sich bereits am Sonntagabend auf ihrem Telegram-Kanal zu dem Angriff bekannt und gleichzeitig implizit auf die Unruhen verwiesen, die Frankreich seit fast einer Woche erschüttern. „Die weiteren Ereignisse in Frankreich werden darüber entscheiden, ob wir die Daten veröffentlichen oder nicht“, warnte die Hackergruppe.

    „Die französische Regierung muss den Rassismus aus ihren Polizeikräften ausmerzen, sonst wird das Anonymous-Kollektiv den Demonstranten zu Hilfe kommen“, twitterte KromSec am Sonntag. Die Hackergruppe entschied sich am späten Montagmorgen für die Veröffentlichung der Daten, als andere Hackerteams versuchten, die Urheberschaft für den Cyberangriff für sich zu beanspruchen und die Daten weiterzuverkaufen.

  • Unruhen nach Tod von Nahel: Hohe Kosten für Versicherungen und vandalisierte Geschäfte

    Unruhen nach Tod von Nahel: Hohe Kosten für Versicherungen und vandalisierte Geschäfte

    Das Wirtschaftsministerium beziffert die Zahl der Geschäfte, die seit Beginn der gewalttätigen Unruhen am Dienstag, dem 27. Juni, in Frankreich zerstört und geplündert wurden, auf 700. Dies ist jedoch nur eine vorläufige Bilanz. Die Rechnung wird sowohl für die Versicherer als auch für einige Versicherte sehr hoch ausfallen.

    Es sind bisher nur geschätzte Zahlen: 250 Tabakläden, 250 Bankfilialen, etwa 200 Supermärkte und viele andere kleine Geschäfte. Es gibt noch keine genauen Zahlen, aber alle Opfer stellen sich bereits jetzt die Frage nach einer Entschädigung. Die Entscheidung ist nicht einfach, da es sich hier nicht um einen klassischen Schadensfall wie Brand- oder Wasserschäden handelt. Vandalismus ist ein ganz anderes Thema.

    Feuer und Diebstahl werden als Grundrisiken aufgeführt, die in der Regel von gewerblichen Versicherungsverträgen abgedeckt werden. Dies gilt jedoch nicht für die Betriebsverluste, die durch die Schließung der zerstörten Geschäfte entstehen. Die gleiche Situation gab es während der Covid-Pandemie, als Geschäfte und Restaurants auf Verlangen des Staates schließen mussten. Es gab keinen Schaden, nur eine administrative Verpflichtung, die aber zu Umsatzeinbußen führte.

    Laut dem Verband France Assureurs ist heute nur jedes zweite Geschäft gegen Betriebsverluste versichert, die durch eine längere Schließung verursacht werden. Also wird nur jedes zweite Geschäft, das seit Beginn der Gewalt von Plünderungen betroffen ist, für seine Betriebsverluste bis zur Wiedereröffnung entschädigt werden. Für die nicht versicherten Händler ist es bitter, da oft der Zeitpunkt der Wiedereröffnung nicht absehbar ist. Sie müssen zerbrochene Fensterscheiben austauschen und andere Schäden im Inneren reparieren. Dadurch und durch die Diebstähle wird bei vielen Geschäftsinhabern die Rechnung sehr hoch ausfallen. Nun erfolgt ein Appell des Wirtschaftsministers an die Versicherer, sich wohlwollend zu zeigen.

    Die Versicherungsbranche versichert zwar, dass sie nicht auf den Aufruf von Bruno Le Maire gewartet hat, um zu reagieren, aber die Sache ist nicht so einfach! Die Meldefristen zu verlängern ist eine Sache, die Selbstbeteiligungen zu senken ist wirtschaftlich gesehen eine andere. Alles hängt von den unterzeichneten Verträgen ab. Das gilt auch für Autos: Wessen Fahrzeug zerstört wurde, das mit einer Vollkaskoversicherung geschützt war, wird die Entschädigung automatisch und in voller Höhe erhalten. Bei allen anderen Verträgen, die keine spezielle Vandalismusversicherung enthalten, werden die Fahrzeughalter wohl auf den Kosten sitzen bleiben.

    Bei nicht gedeckten Schäden kann man sich immer noch an den Staat wenden, der zivilrechtlich für Schäden haftet, die aus Straftaten resultieren, die bei Unruhen begangen werden. Das sieht das Gesetz über innere Sicherheit vor, aber das Verfahren ist schwerfällig und dauert lange, bis es erfolgreich abgeschlossen ist.

  • Tod von Nahel: Warum werden Bürgermeister von Randalierern besonders ins Visier genommen?

    Tod von Nahel: Warum werden Bürgermeister von Randalierern besonders ins Visier genommen?

    Rathäuser und Bürgermeister waren in den letzten Tagen bevorzugte Ziele der Randalierer in Frankreich. Alles andere als ein Zufall? „150 Rathäuser oder kommunale Gebäude sind seit Dienstag angegriffen worden, ein Novum in der Geschichte des Landes.“ Der Präsident der Vereinigung der Bürgermeister Frankreichs (AMF) David Lisnard schlägt vor dem Hintergrund eines nationalen Flächenbrandes nach dem Tod des jungen Nahel am Dienstag, dem 27. Juni, Alarm. Da in den letzten Tagen eine deutliche Zunahme der Angriffe auf Bürgermeister und politische Vertreter zu verzeichnen war, rief David Lisnard Bürgermeister und Bürger dazu auf, sich am Montag um 12 Uhr vor den Rathäusern im ganzen Land zu versammeln. Seit dem Rücktritt des Bürgermeisters von Saint-Brévin (Loire-Atlantique) Yannick Morez Anfang Mai, auf dessen Haus ein Brandanschlag verübt worden war, herrscht in der politischen Klasse Frankreichs das Gefühl vor, dass eine Grenze überschritten wurde. „Die Bürgermeister stehen an vorderster F…

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  • Tod von Nahel: Für die Familie des Polizisten wurden fast 1.4 Millionen Euro gespendet – heftige Kritik wird laut

    Tod von Nahel: Für die Familie des Polizisten wurden fast 1.4 Millionen Euro gespendet – heftige Kritik wird laut

    Ein Pool zur Unterstützung der Familie des Polizisten, der wegen Totschlags an dem jungen Nahel angeklagt und in Haft genommen wurde, sorgt für viel Gesprächsstoff, vor allem wegen des überwältigenden Erfolgs. Der Aufruf zur Unterstützung wurde vom ehemaligen Sprecher des rechtsextremen Politikers Éric Zemmour, Jean Messiah, veröffentlicht und hat mittlerweile fast 1,4 Millionen Euro erreicht.

    Fast 900.000 Euro kamen in nur drei Tagen zusammen. Zur Unterstützung der Familie des Polizisten aus Nanterre, der nach dem Tod des 17-jährigen Nahel bei einer Verkehrskontrolle wegen vorsätzlicher Tötung angeklagt wurde, wurde ein Spendenpool eingerichtet. Über 40.000 Menschen haben sich daran beteiligt. Einige Spenden beliefen sich sogar auf bis zu 3.000 Euro. Nach Ansicht der Polizeigewerkschaft ist diese Hilfe dringend erforderlich. Jean-Christophe Couvy von der Gewerkschaft SGP-FO erklärte: „Die Frau des Polizisten sowie sein Kind mussten sehr schnell umziehen. Das verursacht Kosten. […] Es ist auf einen Schlag eine Familie, die ihr Leben ändern muss.“

    „Die Gelder werden direkt an die betreffende Familie gezahlt“
    Aber die Initiative ist höhst umstritten. Sie wird von Jean Messiah, dem ehemaligen Wahlkampfsprecher des Rechtspolitikers Eric Zemmour, vorangetrieben. Einige, wie der Generalsekretär der Parti Socialiste, empören sich über die Spendenwebseite und prangern sie als „einen Pool der Schande“ an. 
    Ein anderer Spendenpool zur Unterstützung von Nahels Mutter hat bisher nur etwa 170.000 Euro eingesammelt.

  • Gewalt nach Nahels Tod: Kehrt in Frankreich wieder Ruhe ein?

    Gewalt nach Nahels Tod: Kehrt in Frankreich wieder Ruhe ein?

    Die Nacht vom 2. auf den 3. Juli war ruhiger als die vorherigen Nächte. In Dammarie-lès-Lys im Département Seine-et-Marne schlossen sich Geschäftsleute zusammen, um durch die Straßen zu patrouillieren und die Ruhe zu bewahren.

    Es herrscht Ruhe am späten Montagabend, dem 3. Juli, in Nanterre (Hauts-de-Seine). Gegen 18 Uhr waren keine Polizei-Busse im Einsatz und keine Polizeipatrouillen auf den Straßen zu sehen. Die Regierung versichert aber, dass die Ordnungskräfte genauso zahlreich sein werden wie am Vortag. 45.000 Gendarmen und Polizisten sind mobilisiert. Diese Vorkehrungen scheinen Früchte zu tragen. In Dammarie-lès-Lys (Seine-et-Marne) in der Nähe von Paris sind die Geschäftsleute jedoch noch immer auf der Hut, weil sie Angst haben, dass die Gewalt wieder aufflammt. Der Betreiber eines Mini-Marktes musste mit ansehen, wie sein Geschäft verwüstet wurde. Bei ihm gibt es nichts mehr zu holen, aber das gilt nicht für alle Läden in der Nähe. Einige sind bisher verschont geblieben. Um sie zu schützen, haben sich die Ladenbesitzer nun zusammengeschlossen und patrouillieren selbst in den Straßen.

    Farid Hassouni, einer der Ladenbesitzer, berichtet gegenüber dem Sender France 3: „Für mich hat sich das ausgezahlt, denn die Gruppen, die wir gesehen haben, sind umgekehrt.“ Weniger Festnahmen, weniger Zwischenfälle in der letzten Nacht. Haben die Aufrufe der Familie des von einem Polizisten getöteten Nahel zur Ruhe den Zorn einiger Jugendlicher besänftigt? Die Ruhe könnte aber fragil sein. Auch die kommende Nacht wird wieder strenge Sicherheitsvorkehrungen erleben.

  • Angers: Polizei sucht flüchtigen Doppelmörder

    Angers: Polizei sucht flüchtigen Doppelmörder

    Ein 42-jähriger Häftling wird derzeit von Polizei und Gendarmerie in der Gegend rund um Angers (Maine-et-Loire) gesucht. Der Flüchtige wird verdächtigt, auf seiner Flucht zwei Menschen getötet zu haben.

    Mehrere Dutzend Gendarmen sind auf der Suche nach einem besonders gefährlichen Straftäter, der aus dem Gefängnis in Argentan (Orne) ausgebrochen ist. Die Suche begann in der Nacht von Montag auf Dienstag, den 4. Juli. Es wurde ein Zeugenaufruf gestartet. Der Flüchtige wird verdächtigt, eine Frau und einen 72-jährigen Mann getötet zu haben, nachdem er während eines Hafturlaubs geflüchtet war.

    Der 42-jährige Verdächtige verbüßte im Gefängnis von Argentan eine 12-jährige Haftstrafe wegen versuchten Mordes an seiner Ehefrau und eine dreijährige Strafe wegen schwerer Sachbeschädigung.
    Nach ersten Erkenntnissen der Ermittlungen nahm der Beschuldigte während eines Hafturlaubs einen Zug und reiste am 20. Juni nach Angers, wo er sich Verwaltungsdokumente kümmern wollte.

    Am 22. Juni wird in Angers ein erstes Opfer, eine 40-jährige Frau, entdeckt. Man fand die Frau in ihrer Wohnung. Sie trug Spuren am Hals, die auf eine Strangulation mit bloßen Händen hindeuteten, die zu ihrem Tod geführt hat. Der Verdächtige befand sich im selben Gefängnis wie der Ex-Lebensgefährte der Frau. der Flüchtige war seinem späteren Opfer im Gefängnis in Argentan im Besucherraum begegnet.

    Am 28. Juni wurde weiter nördlich in Chailland (Mayenne) eine 26-jährige schwangere Frau entdeckt, die ebenfalls Opfer eines Strangulationsversuchs gworden war. der Täter hatte es offensichtlich auf ihr Fahrzeugs abgesehen. Diese Frau wurde dank des beherzten Eingreifens einer dritten Person gerettet. Der Mann flüchtete daraufhin in ein bewaldetes gebiet und verschwand.

    Am Samstagabend gegen 19 Uhr wurde in Cantenay-Epinard (Maine-et-Loire), nördlich von Angers, ein brennendes Fahrzeug entdeckt. Der Besitzer, ein 72-jähriger Mann, ehemaliger Mechaniker in der Gemeinde und Gemeinderat, wird tot in seinem Haus aufgefunden.

    Die Staatsanwaltschaft veröffentlichte am Montagabend einen Fahndungsaufruf mit einem Foto: Darin wird der Verdächtige als 1,85 m großer Mann beschrieben, „ein Mischlingstyp mit athletischer Statur und schwarzen, lockigen Haaren“. Alle Personen, die über Hinweise verfügen, werden gebeten, die Nummer 0800 877 668 (oder in Notfällen die Nummer 17) zu kontaktieren, ohne zu versuchen, selbst einzugreifen, heißt es in der Fahndungsausschreibung. Laut dem Kommandanten der Gendarmeriegruppe des Departements Maine-et-Loire, sind 52 Gendarmen im Einsatz und über 400 Immobilien wurden bereits überprüft. Auch Polizisten aus Angers beteiligen sich an der Suche.

  • Vater soll seinem sechsjährigen Sohn die Kehle durchgeschnitten und seine Familie schwer verletzt haben

    Vater soll seinem sechsjährigen Sohn die Kehle durchgeschnitten und seine Familie schwer verletzt haben

    Alptraum im Departement Seine-et-Marne. Ein sechsjähriger Junge wurde am Sonntag mit durchschnittener Kehle in Tournan-en-Brie aufgefunden. Seine Mutter und seine Schwester wurden schwer verletzt, wie die Staatsanwaltschaft Melun mitteilte. Der Familienvater wird der Taten verdächtigt.

    Die Gendarmen wurden gegen 15 Uhr zu einem Haus gerufen, aus dem eine Familie schreiend und blutüberströmt herausgestürmt war. Vor Ort wurde ein sechsjähriger Junge mit durchschnittener Kehle tot aufgefunden. Seine 10-jährige Schwester, die Mutter und der Vater wiesen ebenfalls alle drei mehr oder weniger schwere Stichwunden am Hals auf. Die Schwester wurde in das Krankenhaus Necker gebracht, am frühen Abend war ihr Zustand nicht mehr lebensbedrohlich. Die Mutter und der Vater befanden sich in einem weniger kritischen Zustand und wurden in verschiedene Krankenhäuser eingeliefert.

    Blutiges Messer am Tatort entdeckt
    Der zuständige Staatsanwalt Jean-Michel Bourlès erklärte vor Ort: „Nach den ersten Anzeichen scheint es, dass die Taten vom Vater begangen wurden“. Die Ermittler stellten am Tatort ein blutiges Cuttermesser sicher. Der Gesundheitszustand des Verdächtigen erlaubte es am Sonntagabend nicht, ihn in Polizeigewahrsam zu nehmen, er wurde im Krankenhaus unter Aufsicht gestellt.

    Nach Angaben der Staatsanwaltschaft ist der Verdächtige den örtlichen Justizbehörden und der Gendarmerie bisher nicht bekannt. Die Autopsie des verstorbenen Kindes wird am Montagmorgen durchgeführt.