Kategorie: Vermischtes

  • Anschlag in Brüssel: Zwei schwedische Fussballfans durch Schüsse getötet

    Anschlag in Brüssel: Zwei schwedische Fussballfans durch Schüsse getötet

    Zwei Schweden wurden am Montagabend im Zentrum der belgischen Hauptstadt am Rande des Fußballspiels Belgien-Schweden mit einer automatischen Waffe getötet. Die Bundesstaatsanwaltschaft, die für Terrorismusfälle zuständig ist, wurde mit den Ermittlungen betraut.

    Drei Tage nach dem Attentat in Arras, das ganz nFrankreich wegen der Ermordung eines Lehrers in Trauer versetzte, wurde nun auch Belgien getroffen. Am Rande des Fußballspiels Belgien-Schweden wurden am Montag, dem 16. Oktober in Brüssel zwei schwedische Staatsangehörige von einem bewaffneten Täter getötet, der nach der Tat auf einem Motorroller flüchtete. Ein Mann, der verdächtigt wird, der Schütze zu sein, wurde am Dienstagmorgen nach einem Schusswechsel festgenommen, wie ein Sprecher der Bundesstaatsanwaltschaft mitteilte. Später am Morgen wurde bekannt, dass der mutmaßliche Attentäter bei der Festnahme getötet wurde.

    https://twitter.com/BanrakasBaba/status/1714186100808503580

    Der belgische Premierminister Alexander De Croo verurteilte die Tat als ein „feiges Attentat“. Er rief zur Einheit im „Kampf gegen den Terrorismus“ auf. Die Bundesstaatsanwaltschaft, die für Terrorismusfälle zuständig ist, wurde mit den Ermittlungen betraut. Die Terrorbedrohungsstufe wurde auf vier angehoben und gilt in der Region Brüssel als „sehr ernst“, das ist die höchste Stufe. Die Behörden forderten die Bewohner auf, „zu Hause zu bleiben, solange die Bedrohung nicht beseitigt ist“.

    Die Tat ereignete sich kurz nach 19 Uhr in der Nähe des Place Sainctelette im Norden der belgischen Hauptstadt. Auf mehreren Videos, die in den sozialen Netzwerken und den belgischen Medien verbreitet wurden, ist zu sehen, wie ein Mann in einer orangefarbenen Neonjacke eine Person in die Lobby eines Gebäudes verfolgt und das Feuer aus einer automatischen Waffe eröffnet. Anschließend flüchtet er auf einem Motorroller. „Drei Personen“ seien durch den Angriff „ins Visier genommen“ worden, sagte Eric van Duyse, Sprecher der belgischen Bundesstaatsanwaltschaft, bei einer Pressekonferenz. Neben den beiden getöteten Personen sei auch ein Taxifahrer verletzt worden.

    Laut Zeugenaussagen trugen die Opfer Fantrikots der schwedischen Nationalmannschaft.

    Ein Video, in dem sich ein Mann zu dem Anschlag bekennt, der mit einer neonorangenen Jacke bekleidet ist und auf Arabisch spricht, ist im Umlauf, wurde aber noch nicht offiziell authentifiziert. Der Mann versichert, der Terrorgruppe Islamischer Staat anzugehören, und behauptet, „drei Schweden“ getötet zu haben. In dem Video wird die schwedische Staatsangehörigkeit der Opfer als Motivation für die Tat genannt.

    https://twitter.com/laraibnaseer/status/1714148711360758132

    Schweden, das in der muslimischen Welt nach mehreren Koranverbrennungen in diesem Sommer zunehmend in Kritik geriet, hat bereits am 17. August die Terrorwarnstufe erhöht.

    Der Sprecher der belgischen Bundesstaatsanwaltschaft betonte allerdings ausdrücklich, dass zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Hinweise auf eine mögliche Verbindung zum aktuellen israelisch-palästinensischen Konflikt vorlägen.

    Ein Mann, der unter dem Verdacht steht, der mutmaßliche Attentäter zu sein, wurde am Dienstagmorgen festgenommen. Früher am Morgen hatte der belgische Justizminister Vincent Van Quickenborne mehr Informationen über den Verdächtigen bekannt gegeben. Es handele sich um einen 45-jährigen Tunesier, der im November 2019 Asyl in Belgien beantragt habe, so der Minister. „Er war den Polizeibehörden bereits wegen Menschenhandels, illegalem Aufenthalts und Gefährdung der Staatssicherheit bekannt.

    https://twitter.com/Mediavenir/status/1714174102313865281

    „Im Juli 2016 wurden von einer ausländischen Polizeibehörde unbestätigte Informationen übermittelt, wonach der Mann sich radikalisiert habe und in ein Konfliktgebiet in den Dschihad ziehen wolle“, führte der belgische Justizminister weiter aus. Allerdings habe es in Belgien „keine konkreten Hinweise auf eine Radikalisierung gegeben“, schränkte er ein.

    https://twitter.com/JeanMessiha/status/1714190178112143424

    In Schaerbeek im Großraum Brüssel wurde eine Hausdurchsuchung in der Avenue Huart-Hamoir durchgeführt, „eine Adresse, an der sich der Verdächtige aufgehalten haben soll“, wie der belgische Bundesstaatsanwalt Frédéric Van Leeuw auf der Pressekonferenz erklärte. Dort fand am Dienstagmorgen auch die Festnahme statt. Von offizieller Seite wurde nicht bestätigt, dass der Verdächtige bei der Festnahme verletzt wurde. Bisher konnte die festgenommene Person noch nicht formell identifiziert werden.

    Vor wenigen Minuten wurde bekannt, dass der Attentäter wohl bei der Festnahme getötet worden sei.

    Am Montagabend fand im König-Baudouin-Stadion in Brüssel ein Fußballspiel zwischen Belgien und Schweden im Rahmen der Qualifikation für die Fußball-Europameisterschaft 2024 statt. Es wurde in der Halbzeitpause gegen 21:30 Uhr abgebrochen. „Ich bin schrecklich traurig. Wir waren uns zu 100 % einig, dass wir die zweite Halbzeit aus Respekt vor den Opfern und ihren Familien nicht spielen würden“, erklärte der Trainer der schwedischen Nationalmannschaft, Janne Andersson, der von der schwedischen Nachrichtenagentur TT zitiert wurde.

    Die Behörden hielten die 35.000 Fans zunächst im Stadion fest, bis sie sicher evakuiert werden konnten, wie das belgische Krisenzentrum mitteilte. Die Fans beider Mannschaften skandierten „Sweden! Sweden!“, berichtete der belgische Fernsehsender LN24. Die Evakuierung des Stadions begann erst kurz vor Mitternacht.

    Nach dem Anschlag in Brüssel werden die Sicherheitsvorkehrungen am Dienstagabend im Pierre-Mauroy-Stadion in Lille für das Freundschaftsspiel zwischen Frankreich und Schottland deutlich erhöht, wie Franceinfo unter Berufung auf die französischen Behörden meldet.

    Der französische Innenminister Gérald Darmanin ordnete an, dass die Kontrollen an der Grenze zu Belgien ab Montagabend verstärkt werden sollen. Die französische Regierung hatte bereits am Freitag, nachdem ein radikalisierter ehemaliger Schüler in einem Gymnasium in Arras einen Lehrer ermordet hatte, die höchste Stufe des nationalen Terror-Warnsystems ausgerufen.

    Die politischen Reaktionen auf das Attentat in Brüssel sind zahlreich. Die Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen verurteilte ein „abscheuliches Attentat“. „Ich bin heute Abend von ganzem Herzen bei den Familien der beiden Opfer des abscheulichen Attentats, das in Brüssel stattgefunden hat“, reagierte Ursula von der Leyen auf X. Der Präsident des Europäischen Rates, der Belgier Charles Michel, sagte, dass „das Herz Europas von Gewalt getroffen wurde“. Der schwedische Außenminister Tobias Billström sagte, er sei „am Boden zerstört“.

    Der französische Präsident Emmanuel Macron, der sich am Montagabend in der albanischen Hauptstadt Tirana aufhielt, sagte, dass Europa „erschüttert“ sei.

  • Frankreich: 93-Jährige wird im Krankenhaus von 44-jährigen Wiederholungstäter vergewaltigt und stirbt

    Frankreich: 93-Jährige wird im Krankenhaus von 44-jährigen Wiederholungstäter vergewaltigt und stirbt

    Der Angreifer wurde festgenommen. Er vergewaltigte zunächst eine 95-jährige Patientin, bevor er in das Zimmer des zweiten Opfers eindrang, das nach der Vergewaltigung einen tödlichen Zusammenbruch erlitt.

    Die Frage nach der Sicherheit im Krankenhaus stellt sich nach dieser schrecklichen Tragödie in einer Einrichtung in Argenteuil im Departement Seine-et-Marne erneut. Am Samstagnachmittag, dem 14. Oktober, drang ein 44-jähriger Mann, der bereits wegen sexueller Übergriffe verurteilt worden war, in die Geriatrieabteilung des Krankenhauses Victor Dupouy ein.

    Wie der Radiosender Europe 1 berichtet, betrat er zuerst das Zimmer einer 95-jährigen Patientin, die den Ordnungskräften später berichtete, dass sie vergewaltigt worden sei, und ging dann in ein zweites Zimmer, in dem sich eine 93-jährige Frau mit psychiatrischen Problemen befand. Als er das Zimmer verließ, wurde er von den Sicherheitsleuten entdeckt, die sofort die Polizei alarmierten und dadurch seine Festnahme ermöglichten.

    Die 93-jährige Frau im zweiten Zimmer brach einige Stunden nach der Tat zusammen, auf ihrem Bettlaken wurde Sperma gefunden. Leider war das Pflegepersonal nicht in der Lage, sie zu retten. Die Patientin starb am frühen Samstagabend.

  • Ukraine-Krieg: Wurde die russische Journalistin Marina Ovsiannikova in Paris vergiftet?

    Ukraine-Krieg: Wurde die russische Journalistin Marina Ovsiannikova in Paris vergiftet?

    Die russische Journalistin Marina Ovsiannikova, die von der Justiz ihres Landes zu achteinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden war, weil sie das russische Militär kritisiert hatte, erlitt am 12. Oktober einen Schwächeanfall. In Frankreich, wo sie zur Zeit lebt, wurde eine Untersuchung wegen des Verdachts auf eine Vergiftung eingeleitet. Analysen ergaben allerdings, dass in ihrem Körper keine Spuren von Gift nachgewiesen werden konnten.

    Marina Ovsiannikova, die in Frankreich im Exil lebt, nachdem sie in den russischen Nachrichten ein Schild mit der Aufschrift „No War“ hochgehalten hatte, um die Bevölkerung vor der Desinformation in ihrem Land zu warnen, erlitt einen Schwächeanfall, als sie am 12. Oktober ihr Haus verließ. Ein Unwohlsein, das die französische Polizei sofort alarmiert hat, denn der Vorfall ereignete sich nur wenige Tage nach ihrer Verurteilung in Abwesenheit zu achteinhalb Jahren Gefängnis wegen „Landesverrats“.

    Die Journalistin wusste, dass sie bedroht wurde, und sagte aus, sie habe Pulver in einem Umschlag entdeckt, was den Verdacht auf eine Vergiftung aufkommen ließ. Eine Untersuchung war eingeleitet worden, und es wurden entsprechende Überprüfungen vorgenommen. Die Hypothese einer Vergiftung wurde schließlich ausgeschlossen. „Ich fühle mich jetzt viel besser. Der größte Teil der Tests wurde durchgeführt. Es wurden keine giftigen Substanzen in meinem Blut gefunden. Es ist keine Rede von einer Vergiftung mehr“, schrieb Ovsiannikova auf Telegram.

  • Mann in Bayonne auf offener Straße erschossen – der Täter ist auf der Flucht

    Mann in Bayonne auf offener Straße erschossen – der Täter ist auf der Flucht

    Ein Mann in den Zwanzigern wurde am Samstag in einem beliebten Viertel im Norden von Bayonne mit einer Schusswaffe getötet. Der mutmaßliche Schütze wird noch gesucht.

    Die Tat ereignete sich im Viertel Sainte-Croix in Bayonne (Departement Pyrénées-Atlantiques) am Samstagabend gegen 17 Uhr. Mindestens sechs Schüsse fielen auf offener Straße und das Opfer wurde von mehreren Kugeln getroffen.

    Der junge Mann hatte bereits einen Herz-Kreislauf-Stillstand, als die Rettungskräfte am Tatort eintrafen. Er verstarb trotz Wiederbelebungsversuchen noch am Tatort. Laut der Staatsanwaltschaft von Bayonne habe der Schütze das Opfer „absichtlich ins Visier genommen“. Es wurde eine Untersuchung wegen Mordes eingeleitet.

    „Die Vorgehensweise scheint die einer Abrechnung zu sein“, sagte der Staatsanwalt von Bayonne, Jérôme Bourrier, am Tatort gegenüber der Zeitung Sud Ouest. Der Täter ist derzeit noch auf der Flucht.

  • Terror in Arras: Das Gymnasium Gambetta wegen einer Bombendrohung evakuiert

    Terror in Arras: Das Gymnasium Gambetta wegen einer Bombendrohung evakuiert

    Vor eben diesem Gymnasium in Arras wurde am vergangenen Freitag ein Lehrer von einem radikalisierten ehemaligen Schüler getötet. Am Montag nun musste das gleiche Gymnasium nach einer Bombendrohung evakuiert werden.

    Das Gambetta-Gymnasium in Arras – wo am Freitag, dem 13. Oktober, ein Französischlehrer getötet wurde – wurde am Montag, dem 16. Oktober, nach einer Bombendrohung evakuiert, wie die Sender France Bleu Nord und Franceinfo berichten. Etwa 100 Personen verließen die Schule, nachdem von den Ordnungskräften die Evakuierung angeordnet wurde. Die Feuerwehr wurde zur Unterstützung gerufen. Der Minenräumdienst ist vor Ort.

    Drei Tage nach der Messerattacke, bei der im Schulzentrum Gambetta-Carnot in Arras ein Lehrer getötet und drei weitere Personen verletzt wurden, hatten sich Lehrer und Schüler ab 8 Uhr mit psychologischen Hilfskräften zum Austausch getroffen. Der Unterricht war für Montag den ganzen Tag ausgesetzt und soll erst morgen wieder aufgenommen werden. Die Evakuierung „folgt einer über das Internet erhaltenen Nachricht“, erklärte die Präfektur des Departements Pas-de-Calais.

    Um 14.00 Uhr soll in Arras wie in allen Schulen in Frankreich eine Schweigeminute im Gedenken an die Opfer der Anschläge auf die Schule abgehalten werden.

  • 37-Jähriger bei Schlägerei in Beauzelle bei Toulouse in der Nacht getötet

    37-Jähriger bei Schlägerei in Beauzelle bei Toulouse in der Nacht getötet

    In der Nacht von Samstag auf Sonntag eskalierte ein Streit in Beauzelle bei Toulouse (Haute-Garonne). Ein 37-jähriger Mann wurde getötet, eine verletzte Frau wurde ins Krankenhaus eingeliefert.

    Es passierte um 2 Uhr morgens in der Nacht von Samstag auf Sonntag in der Rue des hirondelles in Beauzelle bei Toulouse. Die Feuerwehr-Sanitäter wurden wegen einer Schlägerei gerufen, die völlig aus dem Ruder gelaufen war. Ein 37-jähriger Mann hatte im Verlauf der Schlägerei einen tödlichen Messerstich erlitten. Das Opfer war beim Eintreffen der Feuerwehr bereits tot. Trotz sofortiger medizinischer Versorgung konnten der Mann nicht mehr gerettet werden. Er verstarb noch am Ort der Schlägerei.

    Eine 34-jährige Frau wurde leicht verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. Die Gendarmerie griff ein, um das Gebiet zu sichern, während die Feuerwehr des Departements Haute-Garonne im Einsatz war. Bisher gibt es keine weiteren Einzelheiten zu den Umständen der tödlichen Auseinandersetzung.

    Bereits am 1. Oktober war ein 18-Jähriger infolge einer Stichverletzung bei einer Schlägerei in Muret (Haute-Garonne) gestorben. Zwei weitere Personen waren damals verletzt worden.

  • Paris: Bombendrohungen häufen sich

    Paris: Bombendrohungen häufen sich

    Vor dem Hintergrund eines Attentats und den Spannungen im Nahen Osten wurde in ganz Frankreich die Alarmstufe „Notstand Attentat“ ausgelöst. Einige scheinen dieses Klima der Spannungen und Psychosen noch weiter anheizen zu wollen, wie die Bombendrohungen zeigen, die am Samstag, dem 14. Oktober, innerhalb weniger Stunden gegen den Louvre, das Schloss von Versailles und den Bahnhof Gare de Lyon ausgesprochen wurden.

    Unter dem Heulen von Alarmsirenen wurden am Samstag, dem 14. Oktober, 15.000 Besucher des Louvre-Museums evakuiert. Diese Maßnahme wurde aus Sicherheitsgründen nach einer Bombendrohung von der Polizei ergriffen, nachdem kurz zuvor in Frankreich die höchste Terrorwarnstufe aktiviert wurde. Das Museum wurde von den Ordnungskräften abgeriegelt und blieb den ganzen Tag über geschlossen.

    Einige Stunden später wurde eine weitere Bombendrohung durch eine anonyme Nachricht ausgelöst Diesmal waren es das Schloss Versailles (Yvelines) und der angrenzende Park, die evakuiert werden mussten. Mehrere Tausend Menschen mussten das Gelände verlassen. Es wurden keine Informationen über eine Wiedereröffnung bekannt gegeben.

    Auch in einer der Hallen des Gare de Lyon in Paris kam es aufgrund eines herrenlosen Gepäckstücks zu einem Bombenalarm. „Es handelte sich dabei um ein übliches Verfahren“, teilte die SNCF mit. Die Bahnhofshalle konnte einige Minuten später wieder geöffnet werden.

  • Anschlag in Gymnasium in Arras: 11 Personen verhaftet

    Anschlag in Gymnasium in Arras: 11 Personen verhaftet

    Am Tag nach dem Terroranschlag in Arras (Pas-de-Calais), bei dem ein Lehrer ums Leben kam, wurden neben dem Attentäter zehn weitere Personen in Polizeigewahrsam genommen.

    In Arras (Departement Pas-de-Calais) vor dem Lycée Gambetta sind die Schüler und ihre Eltern von der Tragödie gezeichnet. In aller Stille sind viele gekommen, um einen Blumenstrauß zum Gedenken an den getöteten Lehrer niederzulegen. Über die Schüler hinaus trauert am Samstag, dem 14. Oktober, der ganze Lehrkörper. Man ist schockiert, dass der Französischlehrer Dominique Bernard, einer der ihren, zur Zielscheibe geworden ist. „Es ist ein Beruf, der uns sehr am Herzen liegt, und leider ist es auch ein Beruf, in dem man sich gefährdet fühlen kann“, reagierte eine Lehrerin des Gymnasiums Gambetta gegenüber dem Sender Franceinfo.

    Hausdurchsuchung im Haus des mutmaßlichen Attentäters
    Wurde die Tat von Mohamed M. mit weiteren Komplizen geplant und was waren seine Beweggründe? Die Polizei hat im Rahmen der Ermittlungen das Haus der Familie des mutmaßlichen Attentäters durchsucht. Die Ermittler verhören den Verdächtigen, der allerdings bislang schweigt und sich nicht zu seiner Tat bekennt. Für die Antiterrorismus-Staatsanwaltschaft handelt es sich um einen gut vorbereiteten Angriff, weshalb eine Untersuchung wegen vorsätzlichen Mordes eingeleitet wurde. Antworten könnten auch von anderen Verdächtigen kommen, die sich derzeit in Polizeigewahrsam befinden.

    Hat dieser Anschlag einen direkten Zusammenhang mit der Situation im Nahen Osten? Dafür gibt es derzeit keine Anhaltspunkte.

    Emmanuel Macron, der das Gymnasium, in dem der Angriff stattfand, besuchte, rief die Franzosen dazu auf, „vereint“ zu bleiben und „an einem Strang zu ziehen“.
    „Der Lehrer, der getötet wurde, hat sich eingemischt.“ Der Lehrer, der am Freitag, dem 13. Oktober, in dem Gymnasium in Arras (Pas-de-Calais) bei einem terroristischen Messerangriff getötet wurde, „hat zweifellos selbst viele Leben gerettet“, sagt Emmanuel Macron bei einer Ansprache vor Ort. Der Staatschef zollte „allen unseren Lehrern Respekt“ und „lobte die Reaktionsfähigkeit aller Dienste der inneren Sicherheit“.

    Darüber hinaus rief Emmanuel Macron die Franzosen dazu auf, angesichts der „Barbarei des islamistischen Terrorismus“ „vereint“ zu bleiben und „zusammenzustehen“. „Wir dürfen dem Terror nicht nachgeben und nichts zulassen, was uns spaltet“.

    Der Staatschef erklärte, dass ein weiterer „Anschlagsversuch“, „in einer anderen Region“, dank des schnellen Eingreifens der Polizei vereitelt worden sei. Dieser vereitelte „Anschlagsversuch“ habe in Limay im Departement Yvelines stattgefunden, wie eine Polizeiquelle gegenüber dem Sender Franceinfo erklärte. „Der Mann, der ein Messer bei sich trug“, wurde festgenommen, „als er einen Gebetsraum verließ, der nicht weit von einem Gymnasium entfernt lag“, erklärte die Polizeiquelle.

    Ein mit einem Messer bewaffneter Mann hat am Freitagmorgen, dem 13. Oktober, im Schulzentrum Gambetta-Carnot in Arras (Pas-de-Calais) einen Lehrer getötet und drei weitere Personen verletzt. Die Tat habe sich im Lycée Gambetta ereignet, schrieb Innenminister Gérald Darmanin kurz nach dem Angriff auf X (ex-Twitter) und erklärte, dass „der Täter von der Polizei festgenommen worden sei“. 11 Personen, darunter der Hauptverdächtige und sein 16-jähriger jüngerer Bruder, wurden bis jetzt in Polizeigewahrsam genommen.

    Der Angriff erfolgte fast auf den Tag genau drei Jahre nach der Ermordung von Samuel Paty, einem 47-jährigen Lehrer, der am 16. Oktober 2020 in der Nähe seines Gymnasiums im Departement Yvelines enthauptet wurde, nachdem er seinen Schülern während eines Unterrichts über Meinungsfreiheit Mohammed-Karikaturen gezeigt hatte.

    Es war gegen 11 Uhr, als Mohammed M. mit Messern bewaffnet in das Schulzentrum Gambetta-Carnot stürmte. Er stach auf zwei Lehrer und zwei technische Mitarbeiter ein. Eines der Opfer, ein Französischlehrer des Gymnasiums, starb an seinen Verletzungen.

    Auf mehreren in sozialen Netzwerken verbreiteten Videos ist zu sehen, wie der Hauptverdächtige mit schwarzer Hose und grauer Jacke im Hof der Schule Männer bedroht, die versuchen, ihn zu überwältigen, wobei einige von ihnen sich mit einem Stuhl schützen, um ihn auf Abstand zu halten. Der Hauptverdächtige soll Zeugen zufolge „Allah Akbar“ gerufen haben.

    Jean-François Ricard, Staatsanwalt der Nationalen Antiterrorismus-Staatsanwaltschaft, erläuterte den Ablauf der Ereignisse. Mohammed M. war zunächst „vor dem Gymnasium aufgetaucht […] Er stach mit einem Messer auf einen Lehrer ein, der sich vor der Schule befand. Ein zweiter Lehrer kam seinem Kollegen zur Hilfe; auch er wurde mit dem Messer verletzt“. Der Attentäter betrat dann „einen technischen Angestellten“ und „eine Reinigungskraft“ verletzte. Anschließend kehrte er um und ging in den hinteren Teil des Schulhofes. Dort wurde er von der Polizei überwältigt, die ihre Taser-Pistole einsetzte.

    Der Name des getöteten Lehrers ist Dominique Bernard. Er unterrichtete im Gymnasium des Schulkomplexes das Fach Französisch und war bei seinen Schülern sehr beliebt.

    Der Philosophielehrer Martin Dousseau, beschrieb eine Panik während einer Pause, als einige Schüler des Schulkomplexes einem Mann gegenüberstanden, der laut seiner Aussage mit zwei Messern bewaffnet war. „Er griff einen Mitarbeiter der Kantine an, verfolgte ihn und bedrohte ihn mit einem Messer. Er hatte ihn offenbar schon verletzt, denn der Koch hatte Blut an den Händen. Ich wollte eingreifen, da drehte er sich zu mir um, verfolgte mich und fragte, ob ich Geschichts- und Geografielehrer sei. Wir haben uns dann verbarrikadiert, dann kam die Polizei und hat ihn festgesetzt“.

    Unter den Verletzten befindet sich ein Sportlehrer und ein technischer Angestellter des Gymnasiums Gambetta. Die Verletzten befinden sich nicht in Lebensgefahr.

    Der festgenommene Hauptverdächtige wurde von der DGSI (französischer Innlandsbeheimdienst) beobachtet.
    Mohammed M. sei festgenommen worden, bestätigte Innenminister Gérald Darmanin kurz nach dem Angriff auf X (ex-Twitter). Es handelt sich um einen 20-jährigen ehemaligen Schüler der Schule, der in Russland geboren wurde. Er wurde seit dem Sommer von der DGSI überwacht, wie France Télévisions von einer dem Geheimdienst nahestehenden Quelle erfuhr.

    Mohammed M. wurde abgehört und physisch überwacht und noch am Tag vor dem Angriff kontrolliert. Laut Geheimdienstquelle konnte ihm bei dieser Kontrolle nichts vorgeworfen werden, und die Abhörung seiner jüngsten Telefongespräche ergab keine Hinweise darauf, dass er eine solche Tat begehen würde. Laut derselben Quelle handelt es sich bei dem Hauptverdächtigen um einen radikalisierten Jugendlichen, der den Geheimdiensten bekannt war, dessen plötzliche Tat jedoch nicht vorhersehbar war.

    Ein 16-jähriger Bruder des Verdächtigen wurde ebenfalls festgenommen. Insgesamt wurden 11 Personen, darunter Mohammed M. und sein jüngerer Bruder, in Polizeigewahrsam genommen. Die Mutter, die Schwester und der Onkel der beiden Männer wurden ebenfalls festgenommen.

    Ein weiterer Bruder, der heute 22 Jahre alt ist, befindet sich derzeit in Haft, nachdem er im Sommer 2019 wegen eines vereitelten Anschlagsplans und Verherrlichung des Terrorismus festgenommen worden war.

  • Messerattacke in Marseille: Mann verletzt zwei Personen

    Messerattacke in Marseille: Mann verletzt zwei Personen

    Ein Mann soll in einem Geschäft in Marseille zwei Personen mit einem messer leicht verletzt haben, bevor er flüchtete. Der Angriff soll nach einem Streit zwischen einem Passanten und dem Ladenbesitzer begonnen haben.

    Nach Informationen des Senders BFM Marseille Provence soll ein Mann am Samstagmorgen, dem 14. Oktober, in einem Geschäft im vierten Arrondissement von Marseille mehrere Personen mit einem Messer angegriffen haben. Zwei Mitarbeiter des Geschäftes wurden dabei leicht verletzt.

    Benachbarte Ladenbesitzer griffen ein, um den Angriff zu stoppen und schlugen den Täter in die Flucht, bevor die Rettungskräfte und die Polizei eintrafen. Stadtpolizei und Nationalpolizei waren am Tatort.

    Keine Verbindung zum Terrorismus
    Ebenfalls laut dem Sender BFM soll die Tat von einer Meinungsverschiedenheit zwischen einem Passanten und dem Ladenbesitzer ausgegangen sein und nicht im Kontext der Terrorismusgefahr in Frankreich stehen. Am Freitag, dem 13. Oktober, wurde ein Lehrer in seinem Gymnasium in Arras bei einem Messerangriff getötet.

  • Vermisster Schauspieler Marwan Berreni: Leiche in einem Haus im Departement Rhône gefunden

    Vermisster Schauspieler Marwan Berreni: Leiche in einem Haus im Departement Rhône gefunden

    Bisher ist die Identität des gefundenen Körpers aber noch nicht zweifelsfrei geklärt. Mehr als zwei Monate nach dem Verschwinden von Marwan Berreni wurde in einem Haus im Beaujolais (Rhône) eine Leiche gefunden. Dies berichtete der Sender Franceinfo am Donnerstag unter Berufung auf die Staatsanwalts…

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