Kategorie: Vermischtes

  • Frankreich: Handel mit gefälschten Ausweispapieren in 20 Departements aufgedeckt

    Frankreich: Handel mit gefälschten Ausweispapieren in 20 Departements aufgedeckt

    Gegen drei Männer wurde Anklage erhoben wegen bandenmäßiger Bereitstellung und unrechtmäßiger Beschaffung von gefälschten Ausweispapieren und Aufenthaltsgenehmigungen.

    Ein kriminelles Netzwerk, das in 20 französischen Departements gefälschte Identitätsdokumente hergestellt und an illegale Migranten verkauft hatte, wurde jetzt ausgehoben, wie die Behörden am Dienstag, dem 30. Januar, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP bekannt gaben. Drei Männer, ein Franzose und zwei Algerier, wurden am Montagabend festgenommen und inhaftiert. Sie waren vor einer Woche in Marseille (Bouches-du-Rhône), Grenoble (Isère) und Rosny-sous-Bois (Seine-Saint-Denis) im Besitz mehrerer französischer Identitätspapiere aufgegriffen worden. Ihnen wird Beihilfe zum illegalen Aufenthalt in einer organisierten Bande sowie die Bereitstellung und der unrechtmäßige Erwerb gefälschter Dokumente vorgeworfen.

    Das Netzwerk ermöglichte durch die Erstellung von gefälschten Geburtsurkunden aus rund 20 verschiedenen französischen Gemeinden den Erhalt von echten französischen Dokumenten. Einige der „Kunden“ hatten bis zu acht verschiedene Identitäten beantragt. Mehr als 75 Betrugsfälle in ganz Frankreich wurden von den Ermittlern aufgedeckt. Sie schätzen die erzielten Gewinne der Fälscher auf 200.000 bis 480.000 Euro.

    Gegen eine Zahlung 1.700 bis 8.000 Euro pro Person stellten sie die gefälschten Dokumente zur Verfügung, vereinbarten Termine in den Standesämtern kleiner Gemeinden und versorgten die Antragsteller mit nützlichen Ratschlägen. An den Ermittlungen, die vor neun Monaten mit einer Anzeige in Anglet (Departement Pyrénées-Atlantiques) begannen und später in Bayonne aufgenommen wurden, waren 34 Polizisten für die Festnahmen, Spezialisten für Dokumentenbetrug und Ermittler für Cyberkriminalität beteiligt. Die Ermittlungen zu Kryptowährungskonten, die von den Kriminellen im Ausland gehalten wurden, sind noch im Gange.

  • Paris: Ermittlungen wegen Polizeigewalt gegenüber chinesischstämmiger Geschäftsfrau eingeleitet

    Paris: Ermittlungen wegen Polizeigewalt gegenüber chinesischstämmiger Geschäftsfrau eingeleitet

    Die Ermittlungen werden von der Generalinspektion der nationalen Polizei durchgeführt, wie die Pariser Staatsanwaltschaft mitteilte.

    Die Pariser Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung eingeleitet, nachdem eine chinesischstämmige Geschäftsfrau eine Anzeige wegen Gewaltanwendung durch Polizisten bei einem Einsatz erstattet hatte, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtete.

    Die Ermittlungen betreffen „den Tatbestand der Gewalt durch eine Person, die Träger der öffentlichen Gewalt ist und die zu zwei Tagen Arbeitsunfähigkeit geführt hat“, erklärte die Staatsanwaltschaft. „Wir verstehen nicht, warum die Polizei im Rahmen eines einfachen Handelsstreits so eingreift“, reagierte Yassine Bouzrou, Anwalt der Klägerin, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

    In der von der AFP eingesehenen Klageschrift klagt die Geschäftsführerin einer Pariser Firma erschwerte vorsätzliche Gewalt, Verletzung der persönlichen Freiheit und Diskriminierung durch eine Person, die Trägerin der öffentlichen Gewalt ist, an. Laut ihrer Schilderung waren am 22. Januar vier Polizisten im Rahmen einer Auseinandersetzung mit dem Geschäftsführer einer anderen Firma, an die die Klägerin Räumlichkeiten untervermietet hatte, in ihrem Unternehmen erschienen.

    Sie behauptet, die vier Polizeibeamten hätten ihr mitgeteilt, „dass sie sich nicht auf dem Gelände dieser Firma aufhalten dürfe und dass sie ‚ohne Papiere‘, also eine Illegale, sei“. Die Klägerin behauptet auch, dass einer Polizisten ihr gesagt habe, dass sie ‚in ihr Land zurückkehren solle‘, wenn sie nicht zufrieden sei, hier zu sein“. Laut der Klageschrift wurde sie dann von einem Polizisten „gewaltsam gepackt“, der sie mit einem „gewaltsamen Armschlüssel“ und „mit den Knien auf dem Boden“ gegen ein Sofa drückte.

  • Frankreich: Immer mehr falsche Banknoten sind im Umlauf

    Frankreich: Immer mehr falsche Banknoten sind im Umlauf

    In Frankreich werden immer mehr gefälschte Banknoten in Umlauf gebracht und im Internet angeboten. Und das trotz erhöhter Wachsamkeit der Europäischen Zentralbank.

    65.000 Euro wurden kürzlich in Nizza (Departement Alpes-Maritimes) beschlagnahmt und Pakete von Hundert-Euro-Scheinen im Departement Gard. Trotz der Wachsamkeit der Europäischen Zentralbank nimmt das Problem mit gefälschten Banknoten immer größere Ausmaße an. Diese Banknoten, die illegal über soziale Netzwerke oder das Darknet verkauft werden, sind nahezu perfekt. Die Fälscher nutzen verschiedene Vorgehensweisen, um die Wachsamkeit der Behörden zu umgehen.

    Banknoten werden überwiegend in Italien hergestellt
    Die Behörden versuchen, die Vertriebswege der gefälschten Banknoten zurückzuverfolgen. „Traditionell kommt das in Frankreich vorhandene Falschgeld überwiegend aus Italien, insbesondere aus der Region Neapel, wo sich kriminelle Gruppen auf die Herstellung von Falschgeld spezialisiert haben“, erläutert die Leiterin der Zentralstelle zur Bekämpfung der Falschmünzerei, Yannette Bois, auf dem TV-Sender France 2. Im Jahr 2022 stammte etwa die Hälfte der 376.000 in Frankreich beschlagnahmten gefälschten Banknoten aus Italien.

  • Siebenjähriger stirbt bei Brand eines Gebäudes in Marseille – weitere Kinder in Lebensgefahr

    Siebenjähriger stirbt bei Brand eines Gebäudes in Marseille – weitere Kinder in Lebensgefahr

    In der vergangenen Nacht kam es in einem Wohnhaus in Marseille zu einem heftigen Brand. Ein siebenjähriges Kind kam dabei ums Leben. Die Gründe für den Brand sind noch nicht bekannt.

    Mindestens ein siebenjähriges Kind starb am Dienstagmorgen, dem 30. Januar, nach einem Brand in einem siebenstöckigen Gebäude in einer Wohnsiedlung in Marseille. Weitere Kinder wurden zum Teil lebensgefährlich verletzt, wie die Feuerwehr mitteilte.

    Das Feuer brach in einer Wohnung im zweiten Stock eines siebenstöckigen Gebäudes im Parc Kalliste aus, einer ärmeren Siedlung in den nördlichen Vierteln des 15. Arrondissements der zweitgrößten Stadt Frankreichs.

    „Es gibt noch weitere Opfer“, präzisiert ein Sprecher der Marine-Feuerwehr vor Ort. Mehrere andere Kinder befinden sich in Lebensgefahr, darunter ein fünfjähriges Mädchen, meldet der TV-Sender BFM Marseille Provence.

    Die Gründe für den Brand sind noch nicht bekannt. Polizei und Feuerwehr sind vor Ort.

  • Südfrankreich: 360 kg Cannabis auf offenem Feld entdeckt

    Südfrankreich: 360 kg Cannabis auf offenem Feld entdeckt

    Am 14. Januar alarmierte ein Spaziergänger die Gendarmerie wegen eines Drogenfunds im Gebiet von Cailhau zwischen Cambieure und Belvèze-du-Razès im Departement Aude.

    Am Sonntagmorgen, dem 14. Januar, wurde ein Spaziergänger auf mehrere Bündel aufmerksam, die mitten auf einem Feld zwischen den Gemeinden Cailhau, Cambieure und Belvèze-du Razès lagen. Es stellte sich heraus, dass sich in den Bündeln Cannabisharz befand. 360 Kilogramm, um genau zu sein, mit einem geschätzten Wiederverkaufswert von fast einer Million Euro.

    Die herbeigerufenen Gendarmen begaben sich an den Fundort, um die notwendigen Feststellungen zu treffen und die Umgebung abzusperren. Nach Informationen der örtlichen Presse kam es zu einer Verfolgungsjagd zwischen den Gendarmen und Personen, die offenbar die wertvolle Ware abholen wollten. Es soll allerdings zu keiner Festnahme gekommen sein. Die Staatsanwaltschaft Carcassonne, die ein Ermittlungsverfahren wegen Drogenhandels eingeleitet und einen Untersuchungsrichter mit den weiteren Ermittlungen betraut hat, hat bislang keine neuen Erkenntnisse vorgelegt.

    Wie aber konnten diese Drogenbündel mitten auf einem Feld in Razès landen? Nach ersten Informationen könnten sie von einem Hubschrauber oder einem Kleinflugzeug abgeworfen worden sein.

  • Alain Delon: Der 88-jährige Schauspieler vom Vormundschaftsgericht entmündigt

    Alain Delon: Der 88-jährige Schauspieler vom Vormundschaftsgericht entmündigt

    Der französische Filmstar Alain Delon wurde am Montag von einem Vormundschaftsrichter unter gerichtliche Vormundschaft gestellt. Alain Delon jetzt von einem Bevollmächtigten vertreten, der ihn bei seinen wichtigsten Entscheidungen unterstützen soll. Die wichtigsten Entscheidungen, die in Zukunft ans…

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  • Louvre: Umweltaktivistinnen werfen Suppe auf die „Mona Lisa“

    Louvre: Umweltaktivistinnen werfen Suppe auf die „Mona Lisa“

    Um ein „Recht auf gesunde und nachhaltige Ernährung“ zu fordern, bewarfen Umweltaktivistinnen das Panzerglas, das das Gemälde schützt, mit Suppe. Das Kunstwerk von Leonardo da Vinci war bereits im Mai 2022 attackiert worden. Die Aktion spielt sich in Sekundenschnelle ab: Am Sonntag haben zwei Umwelt…

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  • Frau transportiert Leiche der Mutter 120 km auf dem Beifahrersitz nach Paris – sie wollte Kosten sparen

    Frau transportiert Leiche der Mutter 120 km auf dem Beifahrersitz nach Paris – sie wollte Kosten sparen

    Eine Frau fuhr mit der Leiche ihrer Mutter auf dem Beifahrersitz ihres Fahrzeugs 120 km bis nach Paris, um den Bestatter nicht bezahlen zu müssen.

    Die Pariser Polizei kann es immer noch nicht fassen. Am Donnerstagabend gegen 22 Uhr erhielten sie den Anruf einer Frau, die den Tod ihrer Mutter im Alter von 93 Jahren meldete. Aufgrund des Alters der alten Dame ist dies an sich noch nichts Ungewöhnliches. Viel ungewöhnlicher ist, was die Frau anschließend den Polizisten erzählte.

    Ihre Mutter starb 120 km von Paris entfernt am selben Tag in ihrem Zweitwohnsitz in Mesnils-sur-Iton im Departement Eure. Die Tochter beschloss daraufhin, den Leichnam ihrer Mutter selbst nach Paris zu bringen. Sie setzte die Leiche auf den Beifahrersitz ihres Autos und machte sich auf den Weg. Eine 120 km lange Fahrt mit ihrer toten Mutter an ihrer Seite bis zu ihrem Zuhause im 10. Pariser Arrondissement! Eine makabre Reise, nur um den Transport durch einen Bestatter nicht bezahlen zu müssen, berichtet die Zeitung Le Parisien.

    Dabei ist das Gesetz eindeutig: Die Todeserklärung muss vor jedem Transport des Leichnams abgegeben werden. Der Leichnam muss innerhalb von 48 Stunden „mit speziell ausgestatteten Fahrzeugen, die ausschließlich für Leichentransporte vorgesehen sind“, transportiert werden, heißt es im Code général des collectivités territoriales. Darüber hinaus muss der Leichnam in einem Leichensack transportiert werden.

    Die Frau wurde von der Polizei angehört
    Die Polizei vernahm die Tochter und den Enkel der Verstorbenen als Zeugen. Der Leichnam der alten Dame wurde zur eingehenden Untersuchung in das Institut médico-légal de Paris gebracht, wobei aufgrund ihres hohen Alters allerdings keine Autopsie durchgeführt wurde.

    Parallel dazu untersuchten Gendarmen die Zweitwohnung im Departement Eure, die die Tochter nach dem Tod ihrer Mutter gereinigt hatte. Die Wohnung wurde versiegelt.

  • Nizza: 30-jähriger Mann wird in der Nähe des Flughafens erschossen

    Nizza: 30-jähriger Mann wird in der Nähe des Flughafens erschossen

    Die Staatsanwaltschaft von Nizza teilte mit, dass eine Untersuchung wegen Mordes eingeleitet wurde.

    Ein 30-jähriger Mann tunesischer Nationalität wurde am späten Mittwochnachmittag in der Umgebung des Flughafens Nizza-Côte d’Azur erschossen, wie der Sender France Bleu Azur meldete. Der Mann war gegen 18 Uhr Opfer mehrerer Schüsse geworden. Die Tat ereignete sich auf dem Boulevard René Cassin in der Nähe des Flughafens. Nach ersten Erkenntnissen wird von einer Abrechnung im Drogenmilieu ausgegangen.

    Das Opfer war der Polizei bereits aus verschiedenen Strafverfahren bekannt, insbesondere wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz, wie der Staatsanwalt von Nizza, Damien Martinelli, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP mitteilte. Er leitete eine Untersuchung wegen Mordes in einer organisierten Bande ein, ein seltener Fall in Nizza im Vergleich zu Marseille, wo 2023 rund 50 Morde im Zusammenhang mit dem Drogenhandel zu beklagen wurden.

    In der Rue Henry Matisse in Nizza wurde zudem ein Fahrzeug in Brand gesetzt. Die Ermittler gehen davon aus, dass es sich bei diesem Fahrzeug um das Fahrzeug des oder der Täter handelt. Der Bürgermeister von Nizza, Christian Estrosi, begab sich an den Tatort. „Eine Person, die mit einem Auto kam, schoss aus nächster Nähe auf eine andere Person, bevor sie flüchtete. Die Szene wurde von unseren Kameras eingefangen“, kommentierte Estrosi in den sozialen Netzwerken.

  • Frankreich: Antisemitische Taten stiegen 2023 sprunghaft an – vor allem nach dem 7. Oktober

    Frankreich: Antisemitische Taten stiegen 2023 sprunghaft an – vor allem nach dem 7. Oktober

    Laut dem Repräsentativen Rat der jüdischen Institutionen Frankreichs (Conseil représentatif des institutions juives de France) hat die Zahl der nach dem 7. Oktober 2023 erfassten antisemitischen Handlungen die Zahl der drei vorherigen Jahre erreicht.

    Die Zahl der antisemitischen Handlungen ist im vergangenen Jahr in Frankreich sprunghaft angestiegen: 1.676 solcher Übergriffe wurden gezählt, im Vergleich zu 436 im Vorjahr. Dies geht aus einem Bericht des Repräsentativen Rates der jüdischen Institutionen Frankreichs (Crif) hervor, der einen besonders starken Anstieg nach den Angriffen der Hamas auf Israel verzeichnete. In den drei Monaten nach Beginn des Hamas-Konfliktes war ihre Zahl „genauso hoch wie in den drei vorangegangenen Jahren zusammengenommen“, so der Bericht.

    Yonathan Arfi, Präsident des Crif, erinnert daran, dass „es in den 1990er Jahren einige Dutzend solcher Taten pro Jahr gab und im Zeitraum 2000-2022 einige Hundert“. Der Crif erklärt, dass der Bericht auf der Basis von „Rückmeldungen der Kommissariate und Gendarmerien erstellt wurde, die dann im Rahmen eines monatlichen Austauschs mit dem Innenministerium und dem Service de protection de la communauté juive (SPCJ) qualifiziert wurden“.

    In sechs von zehn Fällen (57,8%) handelte es sich bei diesen antisemitischen Handlungen um Angriffe auf Personen, so der Crif. Etwa 25% der nach dem 7. Oktober registrierten Taten verherrlichten die Hamas, 33% den Dschihadismus und 25% waren „Aufrufe zum Mord“, heißt es in dem Bericht weiter.

    Diese Zahlen spiegeln jedoch „nur einen Teil“ der antisemitischen Handlungen wider, nämlich diejenigen, die Gegenstand einer Anzeige oder einer Meldung bei der Polizei waren, so der Crif. In über 40% der Fälle handelte es sich um „bedrohliche Äußerungen und Gesten“. Sie wurden vor allem im privaten Bereich (32%) und auf öffentlichen Straßen (20,4%) begangen, 7,5% wurden im Internet gezählt. Ein weiterer besorgniserregender Punkt ist, dass 12,7% der Taten im schulischen Umfeld stattfanden, die meisten davon in einem Collège.