Kategorie: Umwelt

  • Wetter: In den kommenden Monaten soll es wärmer und trockener werden als normal

    Wetter: In den kommenden Monaten soll es wärmer und trockener werden als normal

    Meteo France sagt für die Monate April, Mai und Juni 2022 wärmeres und trockeneres Wetter in Frankreich voraus.

    „Wärmer als normal“. Das ist das Szenario, das Météo France für die kommenden drei Monate vorhergesagt hat. Die Meteorologen haben mehrere mögliche Szenarien für Frankreich im April, Mai und Juni analysiert, und ihre Schlussfolgerungen sprechen von einer Periode, die mit einer Wahrscheinlichkeit von 50% wärmer ist als der übliche Normalwert in Frankreich.

    „Ein Quartal mit einem Durchschnitt, der wärmer als normal ist, schließt das Auftreten von kühlen Episoden nicht aus“, will Météo France aber beruhigen. Jeden Monat gibt Météo France eine Prognose für die Klimatrends der kommenden drei Monate ab. „Es handelt sich nicht um Wettervorhersagen, die Informationen über das erwartete Wetter in Frankreich an diesem oder jenem Tag liefern sollen“, warnt Météo France, „sondern darum, wahrscheinliche Trends auf europäischer Ebene aufzuzeigen.“

    Trockeneres Wetter in den kommenden Monaten
    Was die Niederschläge betrifft, so ist in Südeuropa, einschließlich Frankreich, „das wahrscheinlichste Szenario, dass die vierteljährlichen Niederschlagssummen unter den Normalwerten liegen“. Nach dem wahrscheinlichsten Szenario von Météo France wird das Wetter in den kommenden Monaten also trockener sein. Aber „ein Quartal mit einem trockeneren Durchschnitt als normal schließt das Auftreten von lokalen Episoden mit starken Niederschlägen nicht aus“.

  • EDF will in Europa führend bei kohlenstoffarmer Herstellung von Wasserstoff werden

    EDF will in Europa führend bei kohlenstoffarmer Herstellung von Wasserstoff werden

    Der französische Stromversorger plant, große Mittel in die Wasserstoffproduktion zu stecken und setzt sich als Ziel das Jahr 2030.

    In Zeiten der Energiewende ist das Fehlen von Wasserstoff im Portfolio eines Energieversorgers nicht mehr vorstellbar. Umso mehr, als EDF bereits über die notwendigen Anlagen verfügt, um mit seiner kohlenstoffarmen Stromerzeugung (Kernkraft und erneuerbare Energien) Wasserstoff durch die Elektrolyse von Wasser zu erzeugen. Hierfür hat der französische Stromversorger sogar eine spezielle Tochtergesellschaft namens Hynamics, die bereits vor drei Jahren gegründet wurde.

    Drei GW (Gigawatt) Strom sollen jedes Jahr 450.000 Tonnen Wasserstoff erzeugen und damit drei Millionen Tonnen Kohlenstoff einsparen. Zur Veranschaulichung: Drei Millionen Tonnen Kohlenstoff werden heute von der Hälfte des französischen internationalen Seeverkehrs freigesetzt. Wasserstoff, der durch Wasserelektrolyse hergestellt wird, soll eine große Rolle bei der Dekarbonisierung der sogenannten „schweren Mobilität“ spielen: Züge in nicht elektrifizierten Gebieten, LKWs, Busse, Müllwagen usw.

    Die Investition soll sich auf zwei bis drei Milliarden Euro belaufen, aber die Aufwendungen und Risiken werden mit Partnern geteilt, bei denen das staatliche Unternehmen kürzlich Kapital eingesammelt hat. Beispiel ist das französische Start-up-Unternehmen McPhy, das Elektrolysegeräte herstellt. Partnerschaften wurden auch mit Alstom geschlossen, das die Technologie der Wasserstoffzüge beherrscht, oder mit Boréalis für die Herstellung von Ammoniak, das wiederum für die Herstellung von Wasserstoff benötigt wird.

    Zwei bis drei Milliarden Euro an neuen Investitionen, ist das für einen staatlichen Konzern, dessen finanzielle Schwierigkeiten bekannt sind, angemessen? Die EDF muss sich zur Zeit mit verschiedenen Problemen auseinandersetzen: die Atomproduktion und die Wartung des Kraftwerks- und Reaktorparks; die Maßnahmen der Regierung zur Begrenzung des Anstiegs der Stromrechnungen belasten die Konten des Stromerzeugers stark; und dann die Schulden: Die EDF ist heute mit 43 Milliarden Euro verschuldet. Zwar gab es vor kurzem eine Kapitalerhöhung, an der sich der Staat beteiligt hat, ganz zu schweigen von staatlichen Subventionen, von denen aber auch die Konkurrenz profitieren kann. Engie, Air Liquide und TotalEnergies stehen ebenfalls in den Startlöchern.

  • Autan-Wind: Die Sturmböen im März waren die stärksten seit vierzig Jahren!

    Autan-Wind: Die Sturmböen im März waren die stärksten seit vierzig Jahren!

    Der Autan-Wind, der seit mehreren Tagen in der Region Toulouse, im Tarn und im Aude blies, erreichte in Castres eine Geschwindigkeit von über 120 km/h. Der März 2022 war ein besonders windiger Monat. So sehr wie seit 1981 nicht mehr.

    Im letzten Monat wehte der Autan-Wind in der Region Toulouse so stark wie seit 1981 nicht mehr: Im März 2022 gab es einen stärkeren Autan-Wind als in den letzten vierzig Jahren. Im gesamten Monat gab es in Toulouse acht Tage, an denen die 70 km/h überschritten wurden. Diese Zahlen liegen deutlich vor denen der Jahre 2013 und 2008, wo eine solche Windgeschwindigkeit nur an fünf Tagen überschritten wurde.

    Lesen Sie auch: Böen von bis zu 120km/h: Meteo France versetzt Tarn und Haute-Garonne in Alarmbereitschaft

    Es gab im letzten Monat lange Autan-Episoden. Der stürmische Wind wehte 7. bis 16. März und dann wieder vom 19. bis 30. März, also mehr als die Hälfte des Monats. Es gibt allerdings keinen erkennbaren Trend. 2021 war ein eher ruhiges Jahr, 2020 ein klassisches Jahr. Der als Autan bekannte Wind hat laut Klimatologen nichts mit dem Klimawandel zu tun.

    Derzeit versuchen Meteorologen eine Erklärung für das Wind-Phänomen des letzten Monats zu finden. In der Zwischenzeit gibt es für dei Bewohner des französischen Südwestens eine gute Nachricht: Der Wind sollte in den nächsten zehn Tagen nicht wiederkehren. Allerdings gibt es gibt keine Garantie dafür, dass er nicht im Laufe des Frühlings nochmals auftritt. Andererseits ist der Autan im Sommer eher selten. Er ist vor allem ein Phänomen der Zwischensaison.

  • Neue Sandwolke aus der Sahara: Welche Regionen werden am stärksten betroffen sein?

    Neue Sandwolke aus der Sahara: Welche Regionen werden am stärksten betroffen sein?

    Eine neue Sandwolke aus der Sahara trifft auf den Süden Frankreichs und wird sich in den kommenden Tagen voraussichtlich über das ganze Land ausbreiten.

    Mehrere Meteorologen sagten einen kräftigen Schirokko-Wind aus dem Süden voraus, der für diese neue Sand-Episode verantwortlich ist. Am 15. und 28. März war es zu ähnlichen Sahara-Sandwinden gekommen.

    Nach unterschiedlichen Vorhersagen wird wahrscheinlich das ganze Land von dieser neuen Sandwolke aus der Sahara betroffen sein. Das Phänomen hat seinen Ursprung in einem Tiefdruckgebiet, das sich „über dem zentralen Atlantik positionieren wird, während sich gleichzeitig ein Hochdruckgebiet von Algerien über Zentralfrankreich bis nach Deutschland ausdehnen wird“, meldet La Chaîne Météo.

    Lesen Sie auch: Wetter: Riesige Sandwolke aus der Sahara soll nächste Woche über Frankreich fegen

    Von Montag bis Mittwoch werden laut La Chaîne Météo vor allem die südlichen und westlichen Regionen Frankreichs von diesem Sandstaub aus der Sahara betroffen sein. „In Aquitanien und vor allem in den Pyrenäen wird das Phänomen am deutlichsten sichtbar sein: Der Schnee wird sich wieder mit einer ockerfarbenen Tönung überziehen“.

  • Umweltverschmutzung in den Pyrenäen: Giftiger Chemie-Cocktail in Bergseen gefunden

    Umweltverschmutzung in den Pyrenäen: Giftiger Chemie-Cocktail in Bergseen gefunden

    151 chemische und toxische Moleküle wurden bei Wasseranalysen aus acht Bergseen in den Pyrenäen von Forschern eines Teams des CNRS in Toulouse gefunden. Diese Moleküle sollen von menschlichen Aktivitäten stammen.

    Es ist bekannt, dass die Ozeane und Flüsse durch menschliche Aktivitäten an manchen Orten stark verschmutzt sind. Trotz ihrer hochgelegenen Lage scheint das kristallklare Wasser der Bergseen der Pyrenäen von solchen Verschmutzungen nicht verschont zu bleiben. Ein Team des CNRS (Centre national de la recherche scientifique) hat jetzt in den Pyrenäen mehr als 150 chemische und toxische Moleküle nachgewiesen.

    Permethrin, Diazinon oder Benzothiazol… Diese Bezeichnungen stehen für einige der toxischen Substanzen (Pestizide, Insektizide und andere Fungizide), die im frischen und – im Prinzip – klaren Wasser von acht Bergseen in den Pyrenäen gefunden wurden. Ein Team von CNRS-Forschern des Labors für funktionelle Ökologie und Umwelt in Toulouse untersuchte die Zusammensetzung des kristallklaren Wassers dieser Seen, die zwischen 1.700 und 2.400 Metern über dem Meeresspiegel liegen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Lage der Seen fernab von industriellen Aktivitäten sie nicht vor Verschmutzung schützt.

    Luftverkehr, Viehzucht und Tourismus
    Insgesamt wurden bei den Analysen 151 chemische Substanzen gefunden. Und alle haben schädliche Auswirkungen auf die Population von Kleinstkrebsen, die normalerweise in diesen Gewässern leben. Das Ergebnis: Negative Auswirkungen auf das natürliche Gleichgewicht in diesen empfindlichen Umgebungen. Und die Umwelt im Allgemeinen.

    Unter anderem wurden Permethrin und Diazinon gefunden, die in der Viehzucht zur Bekämpfung der Blauzungenkrankheit eingesetzt werden. Die Verwendung dieser Mittel ist somit eine der Ursachen für die Verschmutzung dieser Seen. Die anderen, so die Hypothese der Forscher, könnten der atmosphärische Transport durch Regen von den Aktivitäten im Tal sein, und natürlich der Tourismus. Permethrin ist in einigen Insektenschutzmitteln enthalten. Diazinon wird als potentiell krebserregend für den Menschen eingestuft.

    Diese Ergebnisse geben Anlass zur Sorge um die Umwelt, aber auch um die menschliche Gesundheit, da das Wasser aus den Höhenlagen letztendlich in unser Leitungswasser gelangt.

  • Marseille: Säuberungsaktionen zum Schutz des Ökosystems der Calanques

    Marseille: Säuberungsaktionen zum Schutz des Ökosystems der Calanques

    Die Mitglieder eines Wandervereins aus Marseille führten in der Calanque de Cortiou Aufräumarbeiten durch. Ziel ist es, an diesem stark frequentierten Ort wieder ein funktionierendes Ökosystem herzustellen.

    Die Calanque de Cortiou, die sich im Herzen des Nationalparks der Calanques befindet, wurde im Laufe der Jahre stark in Mitleidenschaft gezogen. Schuld daran sind die Abwässer der Kläranlage der Stadt Marseille und die Abfälle von wilden Partys, die dort regelmässig veranstaltet werden.

    Angesichts der Umweltgefährdung haben Mitglieder des Vereins „Les Excursionnistes Marseillais“ Säuberungsaktionen organisiert, um den Ort von Abfällen und Schadstoffen zu reinigen.

    Die Natur in ihren ursprünglichen Zustand zurückversetzen
    Neben den seinen Ausflügen und Wanderungen setzt sich der Verein, der seit nunmehr 125 Jahren besteht, auch für die Erhaltung der Umwelt ein. Die letzte Aktion der Freiwilligen fand in Cortiou statt, wo an nur einem Tag über 5 Tonnen umweltschädlicher Substanzen eingesammelt wurden. „Was wir tun ist eine Hommage an die Calanques, wir wollen, dass sie schön bleiben … sie bereiten uns so viel Freude“, sagt ein Vereinsmitglied gegenüber Franceinfo.

    Parallel zu diesen Aktionen und um die Schönheit des Nationalparks Calanques, der dieses Jahr sein 10-jähriges Bestehen feiert, zu bewahren, haben die lokalen Behörden beschlossen, ab diesem Frühjahr ein Online-Buchungssystem einzuführen. Ziel ist es, den Besucheransturm auf die Calanque de Sugiton, eine der meistbesuchten Buchten, zu begrenzen. Nur noch 400 bis 600 Personen pro Tag werden zugelassen. Früher sah man dort in Spitzenzeiten bis zu 2.000 Besucher.

  • Böen von bis zu 120km/h: Meteo France versetzt Tarn und Haute-Garonne in Alarmbereitschaft

    Böen von bis zu 120km/h: Meteo France versetzt Tarn und Haute-Garonne in Alarmbereitschaft

    Für den heutigen Montag hat Météo France zwei Departements auf die Warnstufe Orange gesetzt: Tarn und Haute-Garonne. In diesen beiden Departements wird ein besonders starker Autan-Wind erwartet.

    Der Wind d’autan oder Autan-Wind ist ein Wind, der im Süden/Südwesten Frankreichs aus Südost/Südsüdost weht und den östlichen Teil des Aquitanischen Beckens und den Südwesten des Zentralmassivs betrifft. In den Regionen, in denen er wütet – d. h. hauptsächlich im Languedoc in der Region Okzitanien und in der Region Nouvelle-Aquitaine – sagt man über ihn, „dass er einen in den Wahnsinn treiben kann“. Von den Bauern wird er auch als „Teufelswind“ bezeichnet, da seine Böen die Ernte vernichten können. Er weht in der Gegenrichtung eines Windes namens Tramontana.

    Vorsicht vor starken Windböen! Am Montag, dem 11. April, hat Meteo France zwei Departements wegen der Gefahr besonders starker Windböen auf die Warnstufe Orange gesetzt. „Der Autan-Wind hat seit Sonntagabend aufgefrischt und die Böen, die am Ende der Nacht beobachtet wurden, erreichten bereits 60 bis 70 km/h im Lauragais und 80 bis 90 km/h am Fuße der Montagne noire“, erklärte die Wetterbehörde in ihrem Bulletin.

    Die Windböen sollen sich im Laufe des Tages verstärken und sollen häufig 80 bis 90 km/h, lokal 100 km/h, vom südlichen Tarn bis zum Lauragais erreichen. 80 km/h werden in der Region Toulouse für heute Nachmittag erwartet.

    Die stärksten Böen werden am Abend und in der Nacht von Montag auf Dienstag erwartet. Die Höchstwerte liegen zwischen 110 und 120 km/h im Vorgebirge der Montagne Noire, im Pays Castrais und im Lauragais und bis zu 100 km/h im Midi Toulousain.

    Am Nachmittag des Dienstags, 12. April, sollte der Wind schließlich nachlassen.

  • Marches pour le futur: Mehrere tausend Demonstranten gestern in Paris

    Marches pour le futur: Mehrere tausend Demonstranten gestern in Paris

    Am Vorabend der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen wurden am Samstag, 9. April, in mehreren französischen Städten „Marches pour le futur“ (Märsche für die Zukunft) organisiert. In Paris stand der Kampf gegen die globale Erwärmung im Mittelpunkt des Demonstrationszuges. Paris, Lyon, Bordeaux, Rennes, Montpellier. Die Kundgebungen, zu denen verschiedene Umwelt-, Wohltätigkeits- und feministische Organisationen aufgerufen hatten, zählten insgesamt mehrere zehntausend Teilnehmer. Die Forderungen der Demonstranten lauteten, dass die nächsten fünf Jahre für „Gerechtigkeit, Klima, Gleichheit und Frieden“ stehen sollten. In Paris erinnerten die Plakate an die Klima-Krise: „Roter Alarm für eine grünere Zukunft“, „Isolieren wir die Wohnungen, nicht die Menschen“, usw. Für die Demonstranten gibt es angesichts der Erderwärmung keine Zeit mehr zu verlieren: „Es ist ein Schrei aus dem Herzen, damit sie erkennen, dass uns das wichtig ist und dass alles andere uns egal ist. Dieser Notfall ist der…

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  • Wetter: Riesige Sandwolke aus der Sahara soll nächste Woche über Frankreich fegen

    Wetter: Riesige Sandwolke aus der Sahara soll nächste Woche über Frankreich fegen

    In Frankreich wird nächste Woche wieder Sandstaub aus der Sahara erwartet. Die erwarteten Sandmengen sollen diesmal ziemlich groß sein.

    Sandstaub aus der Sahara wird in der kommenden Woche nach Frankreich zurückkehren. Das Phänomen, das in den letzten Wochen bereits mehrfach beobachtet wurde, soll das Land ab dem 12. April treffen.

    Wie Futura Science berichtet, soll ein stürmische Wind, der über die Sahara weht, den Wüstensand in die Atmosphäre heben und über  gesamt Frankreich verbreiten.

    Eine starke Südströmung wird wahrscheinlich große Mengen an Staub erzeugen. Es wird erwartet, dass mehr Staub in der Luft vorhanden sein wird als am 28. März. Die warme und trockene Luft wird auch die Temperaturen in Frankreich deutlich ansteigen lassen.

    Lesen sie dazu auch: Sahara-Staub: Eine sehr reale radioaktive Verschmutzung, für die Frankreich verantwortlich ist

  • Mindestens 70 Bären wurden 2021 in den Pyrenäen gezählt

    Mindestens 70 Bären wurden 2021 in den Pyrenäen gezählt

    Ende März wurde der Jahresbericht 2021 des Braunbärennetzwerks veröffentlicht. Bärenangriffe gehen zurück, aber die Population wächst… 

    Jedes Jahr bestätigen die Zahlen erneut, dass der Braunbär die Pyrenäen liebt. Der am 31. März dieses Jahres veröffentlichte Jahresbericht des Braunbärennetzwerks (ROB) verzeichnet für 2021 einen „nachgewiesenen Mindestbestand von 70 Individuen“.

    Die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate der Bärenpopulation zwischen 2006 und 2021 wird auf 11,4% für die gesamten Pyrenäen geschätzt.

    Die Population umfasst nun „mindestens 34 Weibchen, 32 Männchen und 4 Tiere unbestimmten Geschlechts, davon 36 erwachsene, potenziell fortpflanzungsfähige Tiere“ in einem 235 km langen Verbreitungsgebiet von den Pyrénées-Atlantiques bis zur Aude auf der französischen Seite.

    70 Bären? „Das sind 70 Bären zu viel und das ist inakzeptabel“, wird Yves Rauzy von der ASPAP, der Vereinigung zum Schutz des Kulturerbes von Ariège-Pyrénées in der Zeitung DDM zitiert. „Der Tourismus ist dem Untergang geweiht. Morgen kann ein Wanderer angegriffen werden“, meint Rauzy.

    Der Bericht verzeichnet 331 Angriffe, bei denen 570 Tiere von Bären getötet wurden.

    Gérard Caussimont, Präsident des Fonds d’intervention éco-pastoral, freut sich über „eine positive Entwicklung“ bei der Anzahl der Bären und über die wachsende genetische Vielfalt. Aber noch sei die Sache nicht gewonnen: „70 Bären, aber drei davon sind gestorben oder galten im Laufe des Jahres als tot“. „Jagdunfälle und Wilderei müssen reduziert werden“, fordert Caussimont und betont: „Wenn wir eine Zukunft für den Bären wollen, müssen wir den Herdenschutz verbessern, damit es weniger Schäden gibt und es besser läuft.“

    Lesen Sie auch: Wildschweine, Rehe, Füchse, Wölfe, Bären… Was tun, wenn man auf ein wildes Tier stösst?