Kategorie: Umwelt

  • Feuerwehr warnt: Trockenheit wird größere Brände in Frankreich hervorrufen als früher

    Feuerwehr warnt: Trockenheit wird größere Brände in Frankreich hervorrufen als früher

    Die derzeitige Trockenheit der Böden in Frankreich entspricht am 1. Juni dem Mitte Juli üblichen Niveau. Météo France stuftdie Situation als besorgniserregend ein.

    Die Trockenheit „kann größere Brände bedeuten“ als üblich, erklärte Oberst Jean-Jacques Bozabalian, Leiter der Qualitätsgruppe der Feuerwehr des Departements Bouches-du-Rhône und Experte für die Koordination der Waldbrandbekämpfung, am Freitag, dem 3. Juni, auf Franceinfo. Météo France beurteilt die Situation der Bodentrockenheit in Frankreich als beunruhigend. Sie entspricht am 1. Juni dem Niveau von Mitte Juli.

    „Im Moment leben die Pflanzen noch“, sagt Feuerwehr-Oberst Jean-Jacques Bozabalian, der „auf einige Regenfälle bis zum Sommer hoffen will, um zumindest die Dauer der Einsatzsaison“ der Rettungskräfte zu verkürzen. Der Feuerwehrmann erklärt, dass es eine „dynamische Vernetzung“ der Einsatzkräfte in den gefährdeten Gebieten gibt, die es ermöglicht, „so früh wie möglich einzugreifen“, insbesondere mit „auf das frühe Entdecken von Feuer spezialisierten Teams“.

    Der Oberst der Feuerwehr des Departements Bouches-du-Rhône erinnert auch daran, dass die Basis des Kampfes gegen Brände bei „jedem Einzelnen von uns“ liegt. Man müsse auf individuelle Verhaltensweisen achten, sei es das achtlose Wegwerfen von Zigarettenstummeln, das Verbrennen von Gartenabfällen, was derzeit sowieso verboten ist und besondere Vorsicht in Wäldern walten zu lassen. Insbesondere Personen, die in der Nähe von Waldgebieten wohnen, sollten unbedingt „vorausschauende Verhaltensweisen zeigen“.

    Ausserdem erklärt Oberst Jean-Jacques Bozabalian, man solle unbedingt rund um das Haus alles Gestrüpp entfernen. Dies könne Häuser auch im Falle eines großflächigen Brandes zu sichereren Orten machen. Das gilt natürlich nicht für leichtere Behausungen wie Mobilheime oder Wohnwagen, die im Falle eines Brandes unbedingt evakuiert oder an einen sichereren Ort verbracht werden müssen.

  • Saharasand: Neue Staubwolke wird am Wochenende über Frankreich fegen

    Saharasand: Neue Staubwolke wird am Wochenende über Frankreich fegen

    Sandstaub aus der Sahara wird laut Vorhersage von Météo France schon wieder über Frankreich und insbesondere über den Südosten ziehen.

    Es wird langsam zur Gewohnheit. Auch an diesem Wochenende wird Frankreich von einer x-ten Sandwolke aus der Sahara heimgesucht werden. Nach den Vorhersagen von Météo France werden wieder Staubwolken über den Südosten des Landes ziehen.

    Lesen Sie auch: Wetter: Gewitterwarnung im Südwesten – zehn Departements auf Alarmstufe Orange

    Ab diesem Freitag, dem 3. Juni, wird die Ankunft eines „mehr oder weniger dichten Wolkenschleiers und einer nebligen Stimmung“ aufgrund von Sandstaub aus Nordafrika erwartet. Das Phänomen ist in den letzten Monaten fast schon zur Gewohnheit geworden, da es immer wieder auftritt.

    Die Staubwolke wird hauptsächlich im Südosten und Osten des Hexagons erwartet und soll laut der Website Météo Contact bis Anfang nächster Woche bestehen bleiben. Die nördlichen und westlichen Teile des Landes sollen laut Vorhersage kaum oder garnicht betroffen sein.

  • Wetter: Gewitterwarnung im Südwesten – zehn Departements auf Alarmstufe Orange

    Wetter: Gewitterwarnung im Südwesten – zehn Departements auf Alarmstufe Orange

    Meteo France setzt zehn Departements in den regionen Okzitanien und Neu-Aquitanien auf Warnstufe Orange wegen starker Gewitter, die für den späten Freitagnachmittag, dem 3. Juni, vorhergesagt werden.

    Nach der Hitze kommen wie fast immer die Gewitter. Wie zu erwarten war, wird die Hitze der letzten Tage im Südwesten Frankreichs heute den Gewittern weichen. Meteo France setzt zehn Departements auf Alarmstufe Orange: Aveyron, Haute-Garonne, Gers, Lot, Hautes-Pyrénées, Tarn, Tarn-et-Garonne in der Region Okzitanien; Landes, Lot-et-Garonne und Pyrénées-Atlantiques in der Region Nouvelle-Aquitaine. Die Warnung tritt am Freitag, dem 3. Juni, ab 16 Uhr in Kraft.

    Wann kommen die Gewitter?
    Im Laufe des Nachmittags beginnen sich die Gewitter über dem Béarn und dem Baskenland zu entwickeln. Sie werden schnell auf das Gers, das Midi Toulousain und schließlich am Abend auf das Quercy, das Albigeois und das Rouergue übergreifen. Diese Gewitter werden „manchmal heftig“ sein, warnt Météo France, begleitet von „starkem Hagelschlag und heftigen Sturmböen“. Lokal könnten in Aquitanien 50 Liter Wasser pro Quadratmeter fallen, so La Chaîne Météo.

    Bis dahin soll der Tag in Okzitanien eher sonnig werden, wobei die Wolken am Nachmittag mit der Ankunft der Gewitterfront immer dichter werden. Meteo France erwartet Höchsttemperaturen von 30°C in Albi und Castres, 29°C in Cahors, 28°C in Toulouse, Montauban, Agen, Carcassonne und Narbonne, 26°C in Auch und Foix, 25°C in Pau und 24°C in Tarbes.

    Wie wird das Wetter an Pfingsten?
    Das gesamte Pfingstwochenende wird bis Montagabend in ganz Frankreich von mehreren Gewitterwellen geprägt sein, da ein Tiefdruckgebiet von Portugal bis nach Nordfrankreich aufsteigen wird. Am Sonntag wird kühlere Luft vom Atlantik erwartet. Dann wird es in Toulouse, Montauban, Cahors und Auch nur noch 23°C, in Tarbes 21°C oder in Foix 20°C warm sein. Am Pfingstmontag steigen die Temperaturen wieder um einige Grad.

  • Elektroautos für 100 Euro pro Monat: „Das richtet sich an die Franzosen, die es am nötigsten haben“

    Elektroautos für 100 Euro pro Monat: „Das richtet sich an die Franzosen, die es am nötigsten haben“

    Die Ministerin für den Energiewandel sagte auf die Frage nach dieser von Emmanuel Macron versprochenen Maßnahme, dass dies „nicht sofort“ geschehen werde. Es war ein Versprechen des Kandidaten Macron: ein soziales „Leasing“ für ein Elektroauto für 100 Euro im Monat. Die Ministerin für den ökologischen Übergang, Agnès Pannier-Runacher, war am Donnerstag, dem 2. Juni, zu Gast auf franceinfo und erläuterte die Bedingungen. Lesen sie auch: Emmanuel Macron verspricht das Elektroauto für 100 Euro im Monat „Das richtet sich an die Franzosen, die es am nötigsten haben“, sagte sie, betonte aber auch, dass die genauen Kriterien noch festgelegt werden müssten. Die Ministerin nannte „zwei Kategorien“ von Begünstigten, „die unbestritten sind diejenigen, für die das Fahrzeug ein Arbeitswerkzeug ist“, wie etwa freiberufliche Krankenschwestern, und diejenigen, die nicht die finanziellen Mittel haben, auf ein sauberes Fahrzeug umzusteigen, weil es heute auf dem Markt für sie zu teuer ist. 100 000 Haush…

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  • Wetter: Ab Mittwoch wieder mehr als 30 °C im Südwesten erwartet

    Wetter: Ab Mittwoch wieder mehr als 30 °C im Südwesten erwartet

    Pünktlich zum meteorologischen Sommeranfang am heutigen Mittwoch, dem 1. Juni, werden die Höchstwerte in Okzitanien auf 33 bis 35 °C geschätzt. Die Sonne wird sich am Mittwoch, dem 1. Juni, am Vormittag im Süden und Südwesten gegen einige hartnäckige Wolken durchsetzen und eine hochsommerliche Hitze wird am Nachmittag den Südwesten, die Region PACA und Korsika erreichen. Nur die Küstenregionen werden von der grössten Hitze verschont bleiben. Am späten Nachmittag oder Abend können sich vereinzelt Hitzegewitter entwickeln, die allerdings lokal bleiben sollen. In Okzitanien wird es am wärmsten werden. Im Norden wird es dagegen eher gemässigte Temperaturen unter einem bewölkten Himmel geben, der von der Region Hauts de France über das Pays de Loire bis zum südlichen Elsass, mit einigen sonnigen Auflockerungen, reichen wird. Die Tiefstwerte liegen zwischen 4 und 10 Grad nördlich der Loire bis nach Bourgogne Franche-Comté, 9 bis 15 Grad im Süden und 15 bis 20 Grad in der Nähe des Mittelmeers. Die Höchstwerte liegen bei 16 bis 20 Grad am Ärmelkanal, 20 bis 26 Grad nördlich einer Achse Bordeaux Lyon, im Süden steigen sie deutlich an, auf 27 bis 32 Grad, örtlich 33 bis 35 in Okzitanien.
  • Bioethanol im Tank: Ansturm auf die Umrüstungssets

    Bioethanol im Tank: Ansturm auf die Umrüstungssets

    Immer mehr Franzosen beschliessen, ihr Fahrzeug auf Bioethanol umzurüsten, um den steigenden Kraftstoffpreisen entgegenzuwirken. Der Kauf von Umrüstungssets ist innerhalb weniger Monate explosionsartig angestiegen.

    Angesichts der steigenden Kraftstoffpreise steigen immer mehr Autofahrer in Frankreich auf Bioethanol um. Innerhalb eines Jahres hat sich die Zahl der Installationen von Umrüstungssets verachtfacht. Vincent Gonzales, der mit seinem Auto mehr als 1.000 Kilometer pro Woche zurücklegt, erklärt gegenüber Franceinfo, dass seine Spritrechnung von etwa „100 bis 110 Euro alle drei Tage“ auf „maximal 40 Euro“ für die gleiche Anzahl von Kilometern zurückgegangen ist. Innerhalb von vier Monaten hat sich die Umrüstung, für die er 1.200 Euro bezahlt hatte, also bereits rentiert. David Soublin, ein Automechaniker aus dem Großraum Paris, hat seit dem Anstieg der Kraftstoffpreise etwa zehnmal so viele Umrüstungen durchgeführt, als zuvor.

    Prämien für die Umrüstung
    Die Umstellung wird in manchen Regionen sogar gefördert, sie bieten eine finanzielle Unterstützung für die Umstellung auf Bioethanol an. Dies ist zum Beispiel in der Region Hauts-de-France der Fall, die bereits seit drei Jahren eine Prämie von bis zu 400 Euro anbietet. Der Andrang ist jedoch so groß geworden, dass die Präfektur beschlossen hat, die Förderungen nur noch für Geringverdiener anzubieten.

  • Klima: Der wärmste Monat Mai, der je in Frankreich gemessen wurde

    Klima: Der wärmste Monat Mai, der je in Frankreich gemessen wurde

    Sogar auf der Insel Bréhat in der Bretagne wurden am 17. Mai 28°C erreicht.

    Météo-France hat es gerade bestätigt: Die Temperaturen in diesem Monat Mai lagen um mehr als 3 °C über den saisonalen Normalwerten und es wurden unzählige Rekorde gebrochen. In der dritten Maiwoche fiel die landesweite Durchschnittstemperatur nicht unter 20 °C, so hoch wie noch nie. Ebenfalls noch nie dagewesen: die 26°C in La Hague und fast 28°C auf der Insel Bréhat in der Bretagne am 17. Mai. Auch in Straßburg, Albi, Lyon, Tarbes und Aurillac wurden Hitzerekorde gebrochen. Es war nicht nur tagsüber, sondern auch nachts sehr heiß. Frankreich hatte noch nie so früh im Jahr so warme Nächte erlebt, mit einer durchschnittlichen Nachttemperatur von 16,5 °C, die am 19. Mai erreicht wurde. Der heute endende Monat war auch einer der trockensten, mit einem Niederschlagsdefizit, das die Rekorde von 1976, 1989 und 2011 erreichte.

    Die Klimaforscher von Météo-France führen diese außergewöhnlichen Temperaturen auf die Luftmassensituation (mit einem Hochdruckgebiet, das sich über Europa aufgebaut hat, und der Zufuhr warmer Luft aus dem Süden) und auf die Auswirkungen des Klimawandels zurück. Das bedeutet, dass sich diese frühen Hitzerekorde in den kommenden Jahren wiederholen werden, dank der Rekordwerte der Treibhausgase in der Atmosphäre. Die Weltorganisation für Meteorologie hatte diesen Trend übrigens im Januar dieses Jahres bestätigt: Die letzten sieben Jahre waren die wärmsten, die je auf der Erde gemessen wurden.

    Ein warmer Mai bedeutet nicht zwangsläufig einen heißen Sommer.
    Der vorangegangene wärmste Mai in Frankreich war der des Jahres 2011. Ihm folgte damals ein klassischer Sommer mit normalen jahreszeitlich bedingten Durchschnittstemperaturen.

    Für das Jahr 2022 wird Météo-France am Wochenende seine Drei-Monats-Prognose vorlegen, aber die Prognostiker gaben bereits Anfang des Monats Mai an, dass das wahrscheinlichste Szenario in Frankreich tatsächlich wärmere Temperaturen als normal im Juni und Juli seien.

  • Angesichts der Klimakrise beschließen Studenten den Boykott bestimmter Unternehmen

    Angesichts der Klimakrise beschließen Studenten den Boykott bestimmter Unternehmen

    Sie nennen sich „Bifurqueurs“. Immer mehr Studenten von französischen Elitehochschulen weigern sich, für Unternehmen zu arbeiten, die nicht genug für die Umwelt tun, und rufen angesichts der Klimadringlichkeit zu einem Umdenken auf.

    Es war Anfang Mai, bei der Abschlussfeier der Ingenieurschule Agro Paris Tech. Acht Studenten kommen auf die Bühne, jeder mit einem kleinen Zettel in der Hand. Sie wenden sich an ihre Mitschüler und Kollegen mit einer Botschaft des Aufbruchs. „Agro Paris Tech bildet jedes Jahr Hunderte von Schülern aus, um in der Industrie auf verschiedene Arten zu arbeiten (…) Diese Jobs zu wählen, bedeutet, allen zu schaden, indem man den Interessen einiger weniger dient“, sagt einer von ihnen.

    Das Video machte schnell die Runde in den sozialen Netzwerken. Die Studenten bezeichnen sich selbst als „Bifurkatoren“. Mit anderen Worten: Sie weigern sich, an einem System teilzunehmen, das ihrer Meinung nach die Natur und die biologische Vielfalt zerstört. Es handelt sich um eine Art Elitenrevolte, wie Julia, eine der acht Studenten, erklärt: „Wir glauben nicht daran, dass wir die Dinge von innen heraus ändern können. Innerhalb des Systems glauben wir, dass eher das System uns verändern wird, als dass wir es verändern werden.“

    Sie wollen nützlich sein und das Bewusstsein für die globale Erwärmung schärfen: Welche Berufswahlmöglichkeiten hat die grüne Jugend?

    Trotz ihrer Abschlüsse an den bekanntesten französischen Hochschulen haben diese Studenten nun andere Pläne. Für einige könnte es die Gründung einer kollektiven Farm sein. Die meisten aber sind der Meinung, dass es die lokale Ebene ist, die die Gesellschaft so verändern kann, dass sie wieder mit den natürlichen Grenzen und Begebenheiten nachhaltig vereinbar wird.

    Junge französische Agraringenieure nicht die einzigen, die sich auflehnen. Aber bei ihnen handelt es sich um eine erste radikale Bewegung. Die anderen Aktionen sind eher konventionell. So haben beispielsweise die HEC und die Écoles Normales Supérieures offene Briefe veröffentlicht, nachdem vor vier Jahren ein Kollektiv mit dem Namen „Pour un réveil écologique“ (Für ein ökologisches Erwachen) gegründet wurde, um auf Schulen und Unternehmen Einfluss zu nehmen. Das Manifest wurde von 30.000 Hochschul-Absolventen unterzeichnet.

    Ihr Ziel ist es, von innen heraus auf das Klima aufmerksam zu machen, erklärt Rémi Vanel, Ingenieur und Mitglied des Kollektivs: „Wir haben das Glück, dass wir uns unser Unternehmen aussuchen können. Wir haben einen gewissen Handlungsspielraum. Wir werden also ein Unternehmen auswählen können, das sich wirklich engagiert und in dem wir etwas verändern können. Wie sieht die Strategie des Unternehmens aus? Welche Unternehmenspolitik wurde eingeführt, um diese Themen zu behandeln?“

    „Es ist besser, bestimmte Unternehmen zu boykottieren und zu Unternehmen zu gehen, die diese Themen wirklich berücksichtigen“, sagt Rémi Vanel, Ingenieur und Mitglied des Kollektivs „Pour un réveil écologique“ (Für ein ökologisches Erwachen) gegenüber Franceinfo.

    Für die Einen ist es eine Revolte, für die Anderen ein Erwachen. Allen gemeinsam ist das steigende Engagement einer Generation für das Klima. Die jungen Leute begnügen sich nicht mehr damit, den Müll zu sortieren, erklärt Théo Rougier, ein Aktivist und Organisator der Klimamärsche. „Es gibt eine Generation, die schon ein bisschen zu sehr im System verankert ist. Das sind Leute, die heute zwischen 40 und 50 Jahre alt sind, die einen Kredit aufgenommen und drei Kinder zu ernähren haben. Sie können noch so sehr auf diese Themen sensibilisiert sein, es ist kompliziert für sie, aus diesem System auszusteigen“, erklärt Rougier. „Deshalb findet der Umschwung in der Generation der 18- bis 24-Jährigen statt…“

    Junge Menschen mit höheren Ansprüchen an den Klimaschutz
    Gelingt es aber diesen Studenten wirklich, Einfluss auf die Unternehmen zu nehmen? Der Chef der Personalverantwortlichen in Frankreich, Benoît Serre, versichert gegenüber Franceinfo, dass das mittlerweile tatsächlich der Fall ist. Da Ingenieure sehr gefragt sind, müssen sich die Unternehmen als beispielhaft erweisen, wenn sie Studierende der Grandes Ecoles anziehen wollen. „Die gesamte neue Generation, insbesondere nach der Pandemie, ist in diesen Fragen ziemlich anspruchsvoll. Wir merken das, weil sie uns darauf ansprechen, wenn wir sie anwerben wollen.“

    Auch die Schulen tragen mittlerweile der neuen Bewegung Rechnung. Die Elite-Universität HEC in Paris zum Beispiel hat kürzlich ihr Programm überarbeitet, um die neuen klimatischen Anforderungen ihrer Studenten zu integrieren.

    Das Motto der HEC lautet: „Einfluss zu nehmen, nicht nur auf die Wirtschaft, sondern auf die Gesellschaft im weitesten Sinne, ist die wichtigste Berufung der HEC Paris.“

  • Der Orca-Wal in der Seine ist tot

    Der Orca-Wal in der Seine ist tot

    Der Orca, der in der Seine zwischen Rouen und Le Havre (Seine-Maritime) in Schwierigkeiten geraten war und eingeschläfert werden sollte, wurde heute Morgen tot aufgefunden.

    Mitglieder der NGO SeaShepherd-France melden:

    „Leider haben wir heute Morgen um 11.48 Uhr den Kadaver des Orcas gefunden. Wir sind derzeit bei ihr, um zu verhindern, dass ihr Körper von einem Schiff gerammt wird, was die Autopsie gefährden würde. Wir warten auf das Team, das vom Staat mobilisiert wurde, um sie zu bergen.“

  • Klimawandel: Irak, Iran und Syrien ersticken in Sandstürmen

    Klimawandel: Irak, Iran und Syrien ersticken in Sandstürmen

    Neun Sandstürme im Irak und drei im Iran in nur fünf Wochen, Tausende von Krankenhausaufenthalten. Der Klimawandel erhöht das Risiko menschlicher und politischer Dramen.

    Zoubeyr Mahy, der Vorsitzende des französisch-kurdischen Vereins in Okzitanien, hat so etwas noch nie gesehen. Gerade aus dem Irak zurückgekehrt, schaut er sich auf seinem Handy Fotos der autonomen Region Kurdistan an. Es ist schwer, die vielen im Bau befindlichen Gebäude in der kurdischen Hauptstadt Erbil zu sehen, da eine ockerfarbene Sandwolke dicht über der Stadt liegt.

    „Ich habe bis zu meinem 28. Lebensjahr in Kurdistan gelebt. Ich habe in dieser Zeit nie einen Sandsturm erlebt“, erinnert sich der Unternehmer aus Albi im Departement Tarn und ist beunruhigt über die Dürre, die derzeit viele Länder der Welt, nicht nur im Nahen Osten, heimsucht.
    Der Sandsturm, der am 23. und 24. Mai über Kurdistan fegte und dann auf den Iran, Saudi-Arabien und Kuwait übergriff, war der neunte innerhalb von nur fünf Wochen – neun Stürme, die 10.000 Menschen ins Krankenhaus brachten, die Behörden zwangen, die Flughäfen mehrmals zu schließen, und das Wirtschaftsleben auf Null reduzierten. Auch der französiche Unternehmer Zoubeyr Mahy sass zwei Tage lang in seinem Hotel fest.

    Die Abholzung der zahlreichen Palmenhaine im Süden des Irak wegen des Krieges gegen den Iran war eine fatale Entscheidung. Sie boten einen sicheren Sichtschutz für Bagdad und die Städte im Norden des Landes. Die Aktionen Ankaras sind ebenfalls sehr schädlich. Die Türkei begann schon 1989 mit dem Bau von 21 Staudämmen am Tigris und Euphrat, zwei Flüssen, deren Wassermange damit drastisch reduziert wurde. Die Situation verschärfte sich nach 2015 und dem Abbruch eines Friedensprozesses zwischen der Türkei und den Kurden.

    Am 24. Januar reduzierte die Türkei die Durchflussmenge des Euphrat von 700 auf 250m3/s.

    Für Ankara ist das Wassermanagement zu einer Waffe geworden. Der Durchfluss des Euphrat fiel plötzlich von 700 auf 250 m3/s und ist seitdem nicht mehr gestiegen. Aufgrund der Dürre und der fehlenden Bewässerung werden die Erträge in Syrisch-Kurdistan, wo die Weizenernte am 25. Mai begann, auf dem niedrigsten Stand seit 50 Jahren liegen.

    Dasselbe gilt für den Irak, wo laut Präsident Barham Saleh inzwischen „39% der Gesamtfläche des Landes von der Wüstenbildung betroffen“ sind. Kurdische Medien berichten von „75 Sandstürmen, die 2022 in Südkurdistan erwartet werden“ und greifen damit eine Vorhersage von Klimaforschern auf, die für das ganze Land bis 2040 272 Staubstürme pro Jahr und ab 2050 soger 300 pro Jahr prognostizieren.

    Südkurdistan liegt im Norden des Irak, Nordkurdistan im Süden der Türkei, Ostkurdistan bildet den Nordwesten des Iran und Westkurdistan den Norden Syriens. Die Aufteilung der Kurden, des größten staatenlosen Volkes der Welt, in vier verschiedene Länder ist das Ergebnis des am 24. Juli 1923 unterzeichneten Vertrags von Lausanne, der den Ersten Weltkrieg in Hinsicht auf das Osmanische Reich beendete.

    Zu den Maßnahmen, die die Behörden zur Bekämpfung der Trockenheit und der Sandstürme empfehlen, gehört die Schaffung von Grüngürteln „als Windschutz“ um Städte in Gegenden, die von geringen Niederschlägen geprägt sind. Eine Empfehlung, die auch für die syrische Hauptstadt gelten könnte, in der es nur etwa 200 liter pro Quadratmeter und pro Jahr regnet. Aber können sich Syrien, Irak und Iran das auch leisten?

    Die durchaus berechtigte Befürchtung, dass Millionen von Klimaflüchtlingen in die gemäßigten Länder Europas strömen könnten, sollte die internationale Gemeinschaft dazu veranlassen, sich intensiv mit dem Thema zu beschäftigen. Eine nachhaltige und gerechte Nutzung der Wasserressourcen ist nicht nur der Schlüssel zu einem dauerhaften Frieden im Nahen und Mittleren Osten, sondern auch eine der Voraussetzung für das Überleben des Planeten.