Kategorie: Umwelt

  • Feuer: In Europa und Kalifornien wüten die Flammen

    Feuer: In Europa und Kalifornien wüten die Flammen

    Seit Beginn des Jahres 2022 sind in Europa bereits mehr als 510.000 Hektar Wald und Vegetation abgebrannt. Das ist mehr als im ganzen Jahr 2021 und die Feuersaison ist noch lange nicht vorbei. Der Sender France 2 berichtet über Feuer in Europa und Kalifornien in den USA.

    Das Feuer dringt in den kleinen griechischen Badeort Vatera ein. Die Bewohner müssen so schnell wie möglich evakuiert werden. Der Himmel ist verdunkelt und man sieht nur noch Rauchwolken. Die Luft ist mit Rauch und Asche gesättigt. Seit Samstag, dem 23. Juli, breitet sich das Feuer immer weiter aus. 450 Menschen wurden evakuiert. Die Flammen greifen ein Haus nach dem anderen an. Die Feuerwehr, die von einigen Freiwilligen unterstützt wird, die entschlossen sind, ihr Dorf zu retten, kann den Brand nicht unter Kontrolle bringen.

    In Kalifornien wütet ein „explosives“ Feuer
    Auf den Kanarischen Inseln wurde nun auch die Insel Teneriffa von den Flammen erfasst. Mehr als 2.000 Hektar Wald brannten bereits ab. In den USA brennt Kalifornien seit Freitag, dem 22. Juli, lichterloh. In der Nähe des Yosemite-Nationalparks mit seinen riesigen Mammutbäumen wurde der Notstand ausgerufen und 6.000 Menschen mussten evakuiert werden. Auch hier werden die Tage von Rauch und Qualm verdunkelt. Flammen verschlingen Häuser und schwarzer Rauch steigt in den Himmel. Allein in Mariposa County sind bereits 5.000 ha Wald abgebrannt. Das Feuer wird von den Behörden als „explosiv“ bezeichnet.

  • Hitzewelle: Neue Kleidung soll gegen grosse Hitze schützen

    Hitzewelle: Neue Kleidung soll gegen grosse Hitze schützen

    Angesichts der immer häufigeren und stärkeren Hitzewellen ist die Textilindustrie innovativ und die Forschung konzentriert sich auf Kleidungsstücke, die helfen sollen, die Hitze besser zu vertragen. 

    Für viele Menschen sind die Hitzewellen, die sich über das Hexagon gelegt haben, schwer zu ertragen. Um besser mit den heissen Temperaturen umgehen zu können, entscheiden sich manche Menschen für kühlende Kleidung. Ein Busunternehmen bevorzugt eine Weste, die ähnlich wie eine Kühltasche funktioniert und ihren Träger 5 bis 6 Stunden lang kühl hält. Die Investition für den Kauf dieser Westen beträgt 60 Euro pro Weste. „Die Investition ist eindeutig interessant, da sie die Arbeitsbedingungen verbessert“, erklärt Josselin Guiavarch, der Betriebsleiter des Unternehmens in einer Reportage von France 2.

    Um die Hitzewellen zu parieren, die Frankreich in Zukunft wohl immer häufiger heimsuchen werden, forschen Unternehmen an der Entwicklung neuer Kleidung, die kühl hält. Das Ziel ist ein doppeltes, da diese neuen Kleidungsstücke nicht nur die Menschen erfrischen, sondern auch dafür sorgen, dass ihre Träger keine Klimaanlage nutzen müssen, was wiederum Energie spart. „Die Herausforderung bei diesen Textilien wird (…) darin bestehen, zum thermischen Komfort der Person beizutragen und gleichzeitig einen übermäßigen Energieverbrauch zu vermeiden“, erklärt Isabelle Cornu, stellvertretende Direktorin des Europäischen Zentrums für Innovative Textilien auf France 2.

  • Brandgefahr: Aktion gegen das Wegwerfen von Zigarettenstummeln auf Autobahnen

    Brandgefahr: Aktion gegen das Wegwerfen von Zigarettenstummeln auf Autobahnen

    Samstag, der 23. Juli, ist ein Tag, an dem viele Menschen in den Urlaub fuhren. Hunderttausende Menschen sind auf den Autobahnen unterwegs und es gibt viele, die ihre Zigarettenkippen während der Fahrt achtlos aus dem Fenster werfen. Ein Verein führt nun eine Werbeaktion durch, um Autofahrer dazu zu bringen, diese schlechte und gefährliche Angewohnheit abzulegen.

    Einer von vier französischen Autofahrern gibt zu, dass er eine schlechte Angewohnheit hat: das Wegwerfen von Zigarettenstummeln während der Fahrt. Nach den zahlreichen Bränden, die einen Teil des Südwestens verwüstet haben, und vor dem Hintergrund der großen Urlaubsreisen, die am Samstag, den 23. Juli begannen, führt ein Verein Sensibilisierungsmaßnahmen bei Autofahrern auf französischen Strassen durch. „Diese Geste ist nicht harmlos, es ist eine Geste, die eine Katastrophe auslösen kann, die Menschen töten kann“, warnt Marc Dumas, Feuerwehrmann aus dem Departement Bouches-du-Rhône in dem Beitrag von France 3.

    30.000 Taschenaschenbecher gespendet
    Um zu verhindern, dass Autofahrer in Versuchung geraten, ihre Zigaretten aus dem Autofenster zu werfen, werden 30.000 Taschenaschenbecher verteilt. „Es stimmt, in vielen Autos hat man heute keinen Aschenbecher mehr, also ist das perfekt“, reagierte ein Autofahrer. Um vor möglichen Brandschäden zu warnen, findet auch eine Fotoausstellung statt, bei der die Autofahrer die Schönheit der Landschaft bewundern können, die bei einem Feuer verbrennen könnte. Die Kinder erhalten außerdem ein erklärendes Bilderbuch.

  • Hitzewelle: Wo ist es am Sonntag am heißesten?

    Hitzewelle: Wo ist es am Sonntag am heißesten?

    Für Sonntag, den 24. Juli, wird in Frankreich erneut grosse Hitze erwartet.

    Der Sonntag wird überall von ruhigem und trockenem Wetter dominiert. Eine neue Hitzewelle wird in der Südhälfte Frankreichs erwartet, vor allem im Südosten, wo 13 Departements weiterhin unter orangefarbener Hitzewarnung stehen.

    Bis zu 39°C im unteren Rhonetal.
    Laut den Vorhersagen von Météo France wird es ab dem frühen Morgen des Sonntags in den meisten Regionen einen klaren Himmel geben. An der Küste des Ärmelkanals können ein paar Wolken vorhanden sein. Der Himmel über der Bretagne wird zunächst bedeckt sein, aber im Laufe des Tages werden sich Aufhellungen entwickeln. Die Sonne wird sich in den anderen Teilen des Landes durchsetzen und die Hitze wird im gesamten Süden dominant sein.

    Es werden zwischen 23 und 28°C in der Bretagne und an der Kanalküste erwartet, 29 bis 34°C in der Nordhälfte und bis zum östlichen Zentrum. Im Süden ist es wieder sehr heiß mit nicht weniger als 34°C und Spitzenwerten von 38/39°C im unteren Rhonetal.

    Auch im Südwesten ist es heiss
    35°C werden in Cahors, Carcassonne, Albi und Saint-Affrique erwartet, 34°C in Toulouse und 33°C Montpellier. In Saint-Céré, Castres und Nîmes werden Temperaturen um die 36°C erwartet und in Alès könnten sogar 37°C erreicht werden.

    © Météo France
  • Globale Erwärmung: In der Camargue zerstört Salz die Weinberge in einem nie zuvor beobachteten Ausmaß

    Globale Erwärmung: In der Camargue zerstört Salz die Weinberge in einem nie zuvor beobachteten Ausmaß

    In der Camargue vernichtet die globale Erwärmung einen Teil der Weinreben, die hier auf dem Sand wachsen. Und sie sind nicht die einzigen Opfer des Salzes, das immer stärker an die Oberfläche kommt: Auch die Bäume leiden.

    „Dieser Weinberg war bis vor eineinhalb Jahren noch voll in Betrieb. Jetzt ist alles tot, es ist zu einem Friedhof geworden“, beklagt Gilles Bardon, ein Winzer in der Nähe von Aigues-Mortes in der Petite Camargue gegenüber Franceinfo. Seine Weinstöcke wachsen im Sand. Sie produzieren seit Generationen Grauwein und sind nun vom Salz bedroht, das an die Oberfläche aufsteigt. „Wir sind in der Camargue und Salz gab es schon immer“, sagt der Winzer.

    „Historisch gesehen kennen wir die Probleme mit Salz. Andererseits hat man noch nie ein solches Ausmaß gesehen. Es kam blitzartig.“ (Gilles Bardon, Winzer gegenüber franceinfo)

    Das Syndikat zur Erhaltung und Förderung der Sandweine stellt seit einem Jahr immer grössere Schäden fest. Man schätzt, dass mittlerweile 600 Hektar betroffen sind. Und nicht nur die Weinberge leiden unter dem Salzüberschuss: Das Camargue-Forschungszentrum La Tour du Valat weist auch auf Schwierigkeiten für die Bäume hin: Viele von ihnen sterben ebenfalls ab. Nicolas Beck, der für das Forschungszentrum arbeitet, hat Salzmessungen vorgenommen und die Konzentrationen sind spektakulär: „In den Jahren 2012, 2013, 2014 lagen wir bei einem Maximum von zehn Gramm Salz pro Liter Wasser. Aktuell liegen wir bei über 66 Gramm. Wir haben also innerhalb von fünf Jahren den doppelten Salzgehalt im Wasser. Wir stellen eine Veränderung fest, insbesondere durch das Absterben der großen Bäume“.

    Auswirkung des „Klimawandels“
    Die derzeitige Situation ist das Ergebnis eines unterirdischen Tauziehens zwischen Süß- und Salzwasservorkommen. Normalerweise wird das Salz in der Tiefe gehalten, aber es regnet nicht mehr genug, um ausreichenden Druck des Süßwassers zu gewährleisten. „Die Hauptursache ist die Klimaveränderung“, sagt Cédric Santucci von der Landwirtschaftskammer des Departements Gard gegenüber Franceinfo. „Wir beobachten eine Regenknappheit, vor allem im Frühjahr. Wir hatten im Frühjahr sonst immer ein paar Brunnen, jetzt haben wir kaum noch einen. Intensivere Hitze bringt zwangsläufig mehr Verdunstung. Das ist der Hauptgrund für unsere Probleme“.

    Eine Beobachtungsstelle wurde eingerichtet, um das Phänomen zu bewerten und zu versuchen, künstlich mehr Wasser zuzuführen.

  • Diesel: Kann man stattdessen wirklich mit gebrauchtem Frittier- oder Speiseöl fahren?

    Diesel: Kann man stattdessen wirklich mit gebrauchtem Frittier- oder Speiseöl fahren?

    Die Grünen haben in der Nationalversammlung die Verwendung von gebrauchtem Frittieröl als Kraftstoff für Dieselmotoren durchgesetzt. Aber ist es wirklich möglich, seinen Diesel mit Frittieröl zu fahren?

    Wird es bald möglich sein, mit Frittieröl zu fahren? Ein diesbezüglicher Antrag der EELV-Fraktion (Grüne) zum Gesetzestext über die Stärkung der Kaufkraft wurde in der Nationalversammlung verabschiedet. Er erlaubt die Verwendung von gebrauchtem Frittieröl als Kraftstoff für Dieselmotoren. Aber: Nur bestimmte Dieselfahrzeuge sind heute in der Lage, mit Frittieröl zu fahren.

    Eine Technik, die funktioniert
    Im Prinzip ist es durchaus möglich, mit Frittieröl statt Diesel-Kraftstoff zu fahren. Jedoch ist es nicht bei allen Diesel-Modellen ohne weiteres möglich: Bei modernen Fahrzeugen funktioniert Speise-Öl, das nur dekantiert und gefiltert wird, heute nicht. Bei älteren Modellen oder bei landwirtschaftlichen Geräten geht es jedoch ohne Probleme.

    Man muss, selbst wenn man ein Dieselfahrzeug der älteren Generation besitzt, bestimmte Schritte zur Dekantierung und Filtration beachten und durchführen. Das ist zwar technisch problemlos möglich, aber in Frankreich bisher verboten. Erst das neue Kaufkraft-Gesetz wird es möglich machen, wenn von den Abgeordneten und Senatoren endgültig verabschiedet und in Kraft getreten ist. Das Fahren mit Frittieröl im Tank stellt bisher nämlich ein Zollvergehen dar. Es dürfen zum Betreiben von Verbrennungsmotoren nur zugelassene Kraftstoffe verwendet werden. Dieselfahrer können mit einer Geldstrafe belegt werden, wenn ein Zollbeamter nach einer Probeentnahme feststellt, dass sie mit Speiseöl fahren.

    Welchen Nutzen hat der Vorschlag?
    Wenn man die Methode entsprechend anpasst, könnte dies tatsächlich eine Stärkung der heimischen Energieproduktion darstellen. Heute wird gebrauchtes Speise-Öl kaum genutzt, wodurch eine grosse Energieressource ungenutzt bleibt.

    Allerdings ist es nicht sehr sinnvoll, „individuell“ Speise-Öl zum Fahren zu verwenden. Der Gesetzgeber muss schnell einen Rahmen für die allgemeine Nutzung schaffen. Wenn man zum Beispiel in ländlichen Gebieten das aufbereitete Alt-Öl für neue, nachfrage- und bedarfsgerechte öffentliche Verkehrsmittel verwendet, kann das einen grossen Multiplikationseffekt mit sich bringen.

  • Parlament erlaubt Verwendung von Altöl als Autotreibstoff

    Parlament erlaubt Verwendung von Altöl als Autotreibstoff

    Es wird bald möglich sein, gebrauchtes Frittier- oder Speiseöl zum Betreiben seines Autos zu verwenden. Ein entsprechender Antrag wurde von den Abgeordneten in der Nationalversammlung angenommen.

    Die Abgeordneten stimmten in der Nacht von Donnerstag auf Freitag im Rahmen der ersten Lesung des Gesetzes zur Stärkung der Kaufkraft der Verwendung von gebrauchtem Speiseöl als Kraftstoff zu.

    Die Abstimmung erfolgte auf einen Änderungsantrag des EELV-Abgeordneten Julien Bayou, der von der Regierung unterstützt wurde.

    Den Argumenten des Abgeordneten zufolge können aus 10 Litern ordnungsgemäß aufbereitetem Altöl etwa 8 Liter Kraftstoff gewonnen werden, der bis zu 90% weniger Treibhausgase freisetzt als herkömmlicher Diesel.

    „Das ist in Frankreich bisher illegal, aber in Europa bereits weit verbreitet, wenn auch oft heimlich“, sagte Julien Bayou im Plenarsaal und unterstrich den Nutzen eines solchen Kraftstoffs für das Klima und die Kaufkraft.

    „Und natürlich, und das mag ein Lächeln hervorrufen, ist es auch ein Element der energetischen Unabhängigkeit“, fuhr der Vorsitzende von Europe Ecologie-Les Verts fort. „Es ist besser, von den eigenen Pommesbuden abhängig zu sein als vom Öl der Ölmonarchien“.

  • Brände in der Gironde: Einwohner und Urlauber ziehen eine Bilanz der Schäden

    Brände in der Gironde: Einwohner und Urlauber ziehen eine Bilanz der Schäden

    In der Region Gironde konnten einige der mehr als 36.000 Menschen, die wegen der Brände evakuiert worden waren, am Donnerstag, dem 21. Juli, wieder in ihre Häuser oder an ihre Urlaubsorte zurückkehren. Für viele der Zeitpunkt, um eine Bilanz der Schäden zu ziehen.

    Freude über die Rückkehr in das Ferienhaus. Touristen, die am Montag, dem 18. Juli, wegen des Rauchs des Feuers evakuiert worden waren, gehören zu den ersten, die nach Pyla-sur-Mer (Gironde) zurückkehren. „Wir sind froh, wieder zu Hause zu sein“, sagt ein Familienvater vor der Kamera von France Télévisions. Nachdem er und seine Familie drei Tage lang bei Freunden untergekommen waren, versuchen sie jetzt, wieder zu ihrem gewohnten Leben zurück zu finden.

    Campingplätze müssen komplett neu aufgebaut werden

    Während einige ihren Urlaub an der Düne von Pilat (Gironde) wieder aufnehmen, ist die Schadensfeststellung für den Leiter des Campingplatzes „Flots Bleus“ besonders bitter. Von dem Chalet, in dem Franck Couderc wohnte, ist nichts mehr übrig. Die kürzlich renovierten Mobilheime wurden durch das Feuer vollständig zerstört, ebenso wie die meisten Kiefern in dem geschützten Gebiet. Eine Katastrophe, da die Sommersaison gerade erst begonnen hat. Und eine harte Prüfung, wenn man sein Personal entlassen und sein Unternehmern komplett wieder aufbauen muss.

  • Brände in der Gironde: Die Wiederherstellung des verbrannten Waldes wird mindestens ein halbes Jahrhundert dauern

    Brände in der Gironde: Die Wiederherstellung des verbrannten Waldes wird mindestens ein halbes Jahrhundert dauern

    Die beiden Brände, die in den letzten zehn Tagen etwa 21.000 Hektar Wald in der Gironde verwüstet haben, haben sich in der vergangenen Nacht nicht weiter ausgedehnt. Mit der Beruhigung der Lage beginnen sich nun die Fragen nach der Zukunft der betroffenen Waldgebiete zu stellen.

    Insgesamt wurden in der Gironde etwa 21.000 Hektar Wald verwüstet: Über 7.000 Hektar in La Teste-de-Buch und mindestens 13.800 Hektar in der Gegend von Landiras, wo das Feuer einen Umkreis von 66 km hat. Angesichts der Katastrophe kündigte Emmanuel Macron vor Ort in La Teste-de-Buch „eine große nationale Anstrengung an, um diesen Wald neu zu bepflanzen“. Aber wie baut man ein Waldgebiet dieser Größenordnung wieder auf und wie lange kann das dauern?

    Für ein natürliches Nachwachsen
    Für den Forstexperten Jacques Hazera, der von der Zeitung La Depeche du Midi zitiert wird, ist es „am besten, die natürliche Regenerationskraft wirken zu lassen“. der Waldexperte erklärt, dass „der Prozess des Nachwachsens durch die Tatsache beschleunigt werden könnte, dass die Kiefern ihre Samen auf jungfräulichem Boden freisetzen könnten, da das Feuer alles verbrannt hat“.

    Künstliche Wiederbepflanzung ist nicht der richtige Weg. Das bedeute einerseits einen Eingriff in die Natur durch Pflügen und Bodenbearbeitung und andererseits unnötige Ausgaben, sagt der Experte. „Massive Aufforstungen funktionieren, aber die Nachteile sind gross: erhebliche Kosten, wiederholte Traktorfahrten und damit eine Verringerung der Fruchtbarkeit des Bodens“.

    Mischwald
    „Mit einem Beobachtungszeitraum von ein oder zwei Jahren und guter Arbeit der Forstleute können die Dinge auf natürliche Weise gut anlaufen. Innerhalb von fünf Jahren könnte die Regeneration beginnen, was einer Wiedergeburt des Waldes entsprechen würde“, so Jacques Hazera. Der Experte schätzt jedoch, dass „das Nachwachsen eines ursprünglichen Waldes mindestens ein halbes bis ein ganzes Jahrhundert dauern wird„.

    Bei der Neuanpflanzung und dem Wiederaufbau eines Waldes solle man „idealerweise eine Mischung von Baumsorten vornehmen“, erklärt der Experte. Doch bei den besonderen Wetterverhältnissen in der betroffenen Region „ist es am einfachsten, die bereits vor den Bränden vorhandene Pinie „Pin maritime landais“ zu pflanzen“. Dieser Baum hält der Hitze, den Überschwemmungen oder dem Wind stand und stellt „eine Garantie für die Zukunft dar und wird der Hauptbaum dieses Waldes bleiben“.

  • Globale Erwärmung: Die „Blaualge“ – ein Bakterium bedroht die Küsten

    Globale Erwärmung: Die „Blaualge“ – ein Bakterium bedroht die Küsten

    Wiederholte Hitzewellen führen dazu, dass sich Blaualgen in französischen Teichen, Flüssen, Seen und Bächen ungezügelt vermehren. Sie sind sowohl für Tiere als auch für Menschen giftig und stellen ein Problem für die öffentliche Gesundheit dar.

    Immer mehr Gewässer müssen in Frankreich wegen der Blaualge, die die Oberfläche der Seen und Teiche, die sie besiedelt, bläulich färbt, zum Baden gesperrt werden. Es handelt sich bei der Blaualge um ein Cyanobakterium, mit dem Angler tunlichst jeden Kontakt vermeiden. „Ich habe einen Eimer mitgebracht, das ist mein persönliches Wasser von zu Hause, ich wasche mir die Hände … Ich treffe alle Vorsichtsmaßnahmen“, erklärt der Angler Bruno Arrial gegenüber France 3. Unter normalen Umständen sind diese Bakterien harmlos und sogar nützlich. Sie werden jedoch gefährlich, wenn sie sich stark vermehren. Der Lac du Verdon in Cholet (Maine-et-Loire) ist seit über einem Monat stark von den Bakterien besiedelt. Das Ergebnis ist, die Fische wandern ab.

    Die globale Erwärmung ist schuld.
    Die Bakterien vermehren sich aufgrund von Umweltverschmutzung in Kombination mit den derzeitigen hohen Temperaturen. „Sie mögen es, wenn das Wasser mit Phosphat und Stickstoff angereichert ist“, erklärt Delphine Guillebault, Mikrobiologin bei Microbia Environnement. „Mit dem Klimawandel und der Erwärmung, die wir beobachten – jeder Sommer wird immer heißer – ist die Lichtintensität auch ein Schlüsselfaktor für ihre Verbreitung“. Für Tiere sind die Algen manchmal tödlich, bei Menschen verursachen sie rote Flecken, Pickel oder auch lästige Symptome einer Gastroenteritis.