Kategorie: Umwelt

  • Pyrenäen: Hagel auf dem Puigmal – oder hat es mitten im Sommer geschneit?

    Pyrenäen: Hagel auf dem Puigmal – oder hat es mitten im Sommer geschneit?

    An den Hängen des Puigmal im Departement Pyrénées-Orientales ging am Samstagnachmittag, 6. August, ein schwerer Hagelsturm nieder.

    Ein ganz weißer Pyrenäengipfel inmitten einer Hitzewelle. Das ist bemerkenswert. Die Hänge des 2.910 Meter hohen Puigmal an der Grenze zwischen den östlichen Pyrenäen und Spanien waren am späten Samstagnachmittag weiß bedeckt.

    Aber Schnee war es nicht. Das wäre aufgrund der hohen Temperaturen, die auch in dieser Höhe herrschen, gar nicht möglich. Ein starker Hagelsturm ging auf die Pyrenäengipfel nieder, wie eine Webcam von Météo Pyrénées filmte. Der Hagelsturm dauerte nur wenige Minuten. Aber lange genug, um an der Wetterstation auf 2.471 Metern Höhe etwa 3 cm Hagel fallen zu lassen.

    Im Flachland des Südwestens sind Gewitter seit Beginn des Sommers selten, das ist in den Tälern der Pyrenäen nicht der Fall. In den letzten Tagen kam es zu mehreren vereinzelten und teilweise heftigen Gewittern.

  • Trockenheit: Wird Frankreich bald das Leitungswasser ausgehen?

    Trockenheit: Wird Frankreich bald das Leitungswasser ausgehen?

    Frankreich wird derzeit von einer „beispiellosen“ Dürre heimgesucht und der Wassermangel wird zur Realität. In Nord-Korsika bleiben nur noch knappe 25 Tage, bevor die Bevölkerung ohne Leitungswasser auskommen muss. Im Departement Var sind bereits drastische Einschränkungen eingeführt worden und die Bewohner sind gezwungen, ihren Verbrauch stark einzuschränken. Und die Krise ist noch lange nicht vorbei …

    25 Tage. Das ist die Zeit, die den Bewohnern Nord-Korsikas noch bleibt, bevor es kein fließendes Wasser mehr geben könnte. Diese beängstigende Feststellung wurde Anfang der Woche von der Präfektur des Inseldepartements veröffentlicht. Und die Maßnahmen, die ergriffen wurden reichen nicht aus, um diesen Termin hinauszuzögern. Die Bewohner bereiten sich darauf vor, dass kein Wasser mehr aus den Hähnen kommt. Verzweifelt ruft der Präfekt des Departements Haute-Corse „zu einer kollektiven und solidarischen Anstrengung auf“, damit weiterhin Leitungswasser geliefert werden kann.

    Lesen Sie dazu auch: Korsika: “In 25 Tagen wird es kein Wasser mehr geben!”

    Inzwischen beunruhigen die Schwierigkeiten bei der Wasserversorgung die höchsten Stellen des Staates. Premierministerin Elisabeth Borne beschloss daher gestern, einen interministeriellen Krisenstab zu aktivieren, um mit der „außergewöhnlichen Dürre“ umzugehen. „Mehr als hundert Gemeinden haben kein Trinkwasser mehr“, beklagte gestern der Minister für den ökologischen Übergang, Christophe Béchu. In einigen dieser Gemeinden wird Trinkwasser mit LKWs angeliefert, „da sich nichts mehr in den Leitungen befindet“. Um dem Wassermangel entgegenzuwirken, „wurden und werden überall dort, wo es notwendig ist, restriktive Maßnahmen ergriffen“.

    Lesen Sie dazu auch: Wasserknappheit: Mehr als 100 Gemeinden in Frankreich ohne Trinkwasser!

    Bereits seit mehreren Tagen bekommen manche Bewohner kein Wasser kehr. Dies ist in einigen Gemeinden im Departement Creuse, im Finistère, aber auch im Departement Var der Fall. In vielen Regionen wird die Grenze für den Wasserverbrauch inzwischen auf 200 Liter pro Tag und Haushalt festgelegt. Duschen, Waschmaschinen, Geschirrspülen… Die Bewohner sind gezwungen, jeden Verbrauch von Leitungswasser zu überdenken.

    Bei Überschreitung des genehmigten Verbrauchs wird der Preis pro m3 Wasser verdoppelt. Es kann sogar soweit gehen, dass der Wasserdurchfluss am Zähler begrenzt wird.

    Was die Pegelstände der Flüsse betrifft, die viele Regionen mit Trinkwasser versorgen, sprechen die Behörden von einer „beispiellosen Situation“. Es gab keine Regenfälle, die es dem Grundwasser und den Flüssen ermöglicht hätten, sich zu regenerieren. Frankreich muss sich auf noch schwierigere Zeiten einstellen: September und Oktober könnten katastrophal werden, wenn es nicht ausreichend regnen sollte.

  • Wasserknappheit: Ausnahmegenehmigung für die Bewässerung von Golfplätzen sorgt für Kritik

    Wasserknappheit: Ausnahmegenehmigung für die Bewässerung von Golfplätzen sorgt für Kritik

    Während Frankreich von einer grossen Dürre heimgesucht wird, sorgt am Freitag, 5. August, eine Ausnahmeregelung für Kontroversen. Golfclubs dürfen nämlich weiterhin einen Teil ihrer Golfplätze bewässern…

    Ein leuchtend grüner Rasen, wie man ihn derzeit nicht oft sieht. In Dampierre-sur-le-Doubs (Doubs) wird ein Teil eines Golfplatzes regelmäßig bewässert. „Wir dürfen noch bestimmte Bereiche bewässern, vor allem die Abschlagzonen“, erklärt Mathieu Beyer, der Direktor des Golfplatzes Prunevelle vor der Kamera des Senders France 3. Auch für die Greens, die Bereiche um die Löcher, ist die Bewässerung noch erlaubt. In Zeiten grosser Trockenheit werfen diese Genehmigungen jedoch Fragen auf und sorgen für Kontroversen.

    Mehrere Politiker reagierten empört auf diese Genehmigungen, wie zum Beispiel Éric Piolle, der grüne Bürgermeister von Grenoble (Isère): „In den Anti-Dürre-Erlassen gibt es eine Ausnahmeregelung, um die Bewässerung der Golfgrüns zu erlauben! Während wir zur Sparsamkeit aufrufen, werden die Praktiken der Reichsten geschützt.“ Eine Position, die von der Umweltorganisation France Nature Environnement geteilt wird. „Sind Freizeitbeschäftigungen dieser Art vorrangig, wenn man sich in einer Krisenzeit befindet?“, fragt Vizepräsident Anthony Gaper. Die Golfspieler verteidigen sich und erklären, dass sie nur einen kleinen Teil des Platzes bewässern. Im Durchschnitt benötigt ein Golfplatz 25.000 Kubikmeter Wasser pro Jahr.

  • Beluga in der Seine: Das abgemagerte Tier etwa 70 km vor Paris gefunden

    Beluga in der Seine: Das abgemagerte Tier etwa 70 km vor Paris gefunden

    Die Anwesenheit eines Belugawals in der Seine wirft Fragen auf. Am Freitag, dem 5. August, wurde er erneut geortet, etwa 70 km von Paris entfernt. Sein Gesundheitszustand wird von Fachleuten als besorgniserregend eingestuft. 

    Am Freitagmorgen, dem 5. August, wurde der verirrte Belugawal erneut in der Seine geortet. Der Sender France 2 berichtet aus Saint-Pierre-La-Garenne (Eure). Der Belugawal, der bereits am 3. August zum ersten Mal gesichtet wurde, wurde 2 Tage später nur wenige Kilometer von Saint-Pierre-La-Garenne entfernt wiedergefunden. Mehrere Boote von Tierschutzorganisationen und der Gendarmerie waren auf der Suche nach dem verirrten Wal. Ein schwieriges Unterfangen, da das Tier in der Lage ist, 20 Minuten lang, unter Wasser zu schwimmen. In dieser Zeit kann es 15 bis 20 km zurücklegen.

    Das Tier ist stark abgemagert
    Von nun an soll das Tier weiter beobachtet werden, um seinen Gesundheitszustand zu kontrollieren. Und man wird auch versuchen, es zu füttern. Das ist auch dringend nötig, denn die Bilder der eingesetzten Drohnen zeigen ein stark abgemagertes Tier. Danach muss der Beluga so schnell wie möglich zurück ins 200 km entfernte Meer geleitet werden, denn Belugawale sind es nicht gewohnt, in Süßwasser zu leben, und das auch noch so weit entfernt von ihrem natürlichen Lebensraum: den eisigen Gewässern der Arktis.

  • Sternschnuppen, Supermond, Saturnringe… was man im August am Himmel beobachten kann

    Sternschnuppen, Supermond, Saturnringe… was man im August am Himmel beobachten kann

    Der August 2022 wird reich an Himmelsphänomenen sein. Halten Sie Ihr Teleskop bereit und planen Sie Ihre Abende um nichts zu verpassen.

    Der August ist mit Abstand der beste Monat des Jahres, um den Himmel über Frankreich und Mitteleuropa zu beobachten. Das ist wahrscheinlich der Grund, warum jedes Jahr im August in ganz Frankreich die traditionellen Sternennächte veranstaltet werden. Sie finden dieses Jahr vom 5. bis 7. August statt. Mehrere Himmelsphänomene sollen in den nächsten 30 Tagen stattfinden.

    Die Perseiden
    Der Sternschnuppenregen der Perseiden ist zwischen dem 20. Juli und dem 25. August zu sehen. Der Höhepunkt seiner Aktivität findet in diesem Jahr in der Nacht vom 12. auf den 13. August statt. Dieses berühmte astronomische Phänomen ist mit bloßem Auge zu sehen. Pro Stunde sind etwa 100 Meteore zu erwarten. Um Ihre Chancen auf eine Beobachtung zu maximieren, sollten Sie sich möglichst weit von dem Licht der Städte entfernen. Auch wenn der Himmel wahrscheinlich wolkenlos sein wird, kann allerdings der Vollmond die Chance, viele Meteore zu sehen, etwas schmälern.

    Ein Supermond
    Eine gute Nachricht kommt selten allein und in dieser berühmten Nacht vom 12. auf den 13. August findet der „Supermond der Störe“ statt. Es handelt sich dabei um den letzten Supermond des Jahres. Es handelt sich um einen Vollmond, der um 7% größer und 14% heller erscheint als ein gewöhnlicher Vollmond. Er wird diesmal zu Ehren der amerikanischen Ureinwohner „Stör-Supermond“ genannt, weil „es in dieser Zeit des Sommers leicht war, den größten Süßwasserfisch, den Stör, in den großen Seen Nordamerikas zu fangen“, erklärt die Website Star Walk.

    Der Saturn
    Der Riesenplanet mit seinen Ringen wechselt am 14. August in die Opposition, d. h. er wird mit „nur“ 1,32 Milliarden Kilometern Abstand von unserem Planeten von der Sonne abgewandt sein. Es wird leichter sein, ihn zu beobachten, da der Himmel dunkler sein wird. Zu diesem Zeitpunkt ist er der Erde in seiner Umlaufbahn am nächsten. Mit einem einfachen Fernglas können Sie die Ringe des Sterns schon jetzt erkennen.

    Sternschnuppenregen der Kappa-Cygniden
    Ein Sternschnuppenregen wird im August den Himmel erhellen: die Kappa-Cygniden. Das ereignet sich zwischen dem 5. und 25. August. Das Aktivitätsmaximum ist am 17. August zu beobachten. Im Vergleich zu den Perseiden ist das Spektakel aber weniger auffällig, da „nur“ drei Meteore pro Stunde zu erwarten sind.

  • Erneute Hitzewelle: Nächste Woche werden schon wieder 40 Grad in Frankreich erwartet!

    Erneute Hitzewelle: Nächste Woche werden schon wieder 40 Grad in Frankreich erwartet!

    Mehrere Vorhersagen warnen vor extremer Hitze, die auch in der nächsten Woche in Teilen Frankreichs herrschen soll. Das Wochenende vom 6. und 7. August verspricht bereits hohe Temperaturen.

    Mittlerweile zum vierten Mal in diesem Sommer wird Frankreich von einer Hitzewelle heimgesucht werden. Und das zu einer Zeit, in der das Land bereits mit einer grossen Dürre von außergewöhnlicher Intensität und Wasserknappheit zu kämpfen hat.

    „Nach der Abkühlung, die im Nordwesten entlang des Ärmelkanals begonnen hat, kann es sein, dass die Hitzewelle ab Samstag wieder einsetzt“, erklärte Christelle Robert von Météo France gegenüber der Zeitung L’Indépendant. Der Wetterexperte sagt voraus, dass „die Hitze in der nächsten Woche wieder zunehmen und sich verbreiten dürfte, trotz einiger Gewitter über den Bergmassiven“.

    Der Höhepunkt der Hitzewelle, der zwischen Mittwoch, dem 10. und Freitag, dem 12. August erreicht werden soll, lässt in einigen Städten im Südwesten Frankreichs Höchsttemperaturen von bis zu 40°C erwarten.

    Auch das kommende Wochenende verspricht bereits wieder hochsommerliche Hitze. Am Samstag wird eine Wärmeglocke über dem Süden von Toulouse bis zum Rhonetal liegen. In dieser Region werden die Temperaturen überwiegend zwischen 34 und 36 Grad liegen. Am Mittelmeer zwischen Perpignan und Marseille werden die Höchstwerte auf 36 bis 38 Grad, örtlich sogar 39 Grad, steigen.

    Die Temperaturunterschiede zwischen Nord- und Südfrankreich werden am kommenden Wochenende groß sein: 37 Grad in Alès (Gard) gegenüber 19 Grad in Cherbourg-Octeville.

    Ab Sonntag werden die Temperaturen überall wieder steigen, so Météo France: „Die Hitze wird allgemein an Boden gewinnen, mit 35 °C, die oft im Südwesten erreicht werden, und 30 °C, die die Nordhälfte zurückerobern“.

  • Wasserknappheit: Mehr als 100 Gemeinden in Frankreich ohne Trinkwasser!

    Wasserknappheit: Mehr als 100 Gemeinden in Frankreich ohne Trinkwasser!

    „Mehr als hundert Gemeinden in Frankreich haben heute kein Trinkwasser mehr“, sagte der Minister für den ökologischen Übergang, Christophe Béchu, am Freitag bei einem Besuch in der Region Alpes-de-Haute-Provence. In diesen Gemeinden, so der Minister, „gibt es eine Versorgung mit Trinkwasser, das mit Lastwagen herangeholt wird (…), da sich nichts mehr in den Leitungen befindet“. Die Herausforderung bestehe nun darin, eine Reihe von Einschränkungen zu verschärfen, um zu verhindern, dass es in noch mehr Gemeinden so weit kommt. Am Freitag aktivierte Premierministerin Elisabeth Borne einen interministeriellen Krisenstab, der noch am gleichen Tag zusammentreten wird. Dieser soll es ermöglichen, die „notwendigen zivilen Sicherheitsmaßnahmen“ zu koordinieren. „Diese Dürre ist die schlimmste, die jemals in unserem Land registriert wurde“ und „die Wettervorhersagen lassen vermuten, dass die Situation in den nächsten 15 Tagen anhalten oder sogar noch besorgniserregender werden könnte“, schreib…

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  • Hitzewelle: Auch in den Meeren und Ozeanen ersticken die Fische

    Hitzewelle: Auch in den Meeren und Ozeanen ersticken die Fische

    Seit mehreren Wochen lebt frankreich im Rhythmus aufeinanderfolgender Hitzeperioden. Aber nicht nur die Erde überhitzt sich: Ende Juli erreichte die Oberflächentemperatur des Mittelmeers mit 30,7 °C einen Rekordwert. Dieses Phänomen der „Meereshitze“ wird aufgrund der globalen Erwärmung in den Meeren und Ozeanen immer häufiger, mit dramatischen Folgen für die Artenvielfalt.

    Auch unter Wasser spielt das Thermometer verrückt. Ende Juli erreichte die Temperatur des Mittelmeers vor der Küste von Alistro im Osten Korsikas laut dem meteorologischen Observatorium Keraunos mit 30,7 °C einen Rekordwert. Am nächsten Tag wurden in Villefranche-sur-Mer, nur wenige Kilometer von Nizza entfernt, 29,2 °C Wassertemperatur gemessen. So etwas hat es noch nie gegeben, zu dieser Jahreszeit liegt die Temperatur des Mittelmeers normalerweise zwischen 21 und 24 °C.

    Wissenschaftler sprechen von einer „marinen Hitzeperiode. Wie ihr Pendant an Land zeichnet sie sich durch für die Jahreszeit ungewöhnlich hohe Temperaturen aus und kann mehrere Tage oder sogar Wochen andauern und ein mehr oder weniger großes Gebiet betreffen. Zur Zeit dauert sie laut Experten seit Ende Juni an und betrifft den gesamten westlichen Mittelmeerraum vom Stiefel Italiens bis nach Spanien.

    Marine Hitzewellen im Zusammenhang mit terrestrischen Hitzewellen
    Diese Klimaanomalie hängt mit den aufeinanderfolgenden Hitzewellen zusammen, die Süd- und Westeuropa in den letzten Wochen heimgesucht haben. Die Temperatur in der Atmosphäre und die Temperatur im Ozean stehen in enger Relation: Wenn wir über die globale Erwärmung sprechen, dürfen wir nicht vergessen, dass 90% der Wärme, die sich seit der vorindustriellen Zeit angesammelt hat, vom Ozean absorbiert wurde.

    Wenn es einen Überschuss an Wärme in der Atmosphäre gibt, wird der Ozean versuchen, diese Wärme zu absorbieren, und das kann zu einer Überhitzung des Wassers führen. Das geht allerdings nur unter einer Bedingung: Das Wasser muss ruhig sein und es darf keinen Wind geben. Das ist aber genau die Situation, die im Moment im Mittelmeer herrscht. Windstösse führen dazu, dass sich das warme Wasser an der Oberfläche mit dem kühleren Wasser in der Tiefe vermischt und dadurch die an der Oberfläche gemessene Temperatur sinkt.

    Marine Hitzewellen sind nicht auf das Mittelmeer beschränkt. Der Pazifische Ozean, insbesondere der Nordpazifik und Westaustralien, waren bereits von marinen Hitzewellen betroffen. In jüngster Zeit wurden sie auch im Südatlantik und im Arktischen Ozean beobachtet, wie der Marine Heatwave Tracker, eine Software zur Identifizierung von ozeanischen Hitzewellen auf dem gesamten Globus, zeigt.

    Verheerende Auswirkungen auf die marinen Ökosysteme
    Diese plötzlichen, punktuellen Temperaturanstiege, die zur globalen Erwärmung der Ozeane hinzukommen, haben verheerende Folgen für die Wasserflora und -fauna. Ein Team von 70 Wissenschaftlern hat wir die Auswirkungen im Mittelmeer für den Zeitraum von 2015 bis 2019 untersucht und hat festgestellt, dass bei etwa 50 Arten ein Massensterben stattgefunden hat.

    Die Hauptopfer der Erwärmung: Korallen, Seeigel, Schwämme, aber auch die Posidonia, eine Pflanze, die die Eigenschaft hat, große Mengen an Kohlenstoff im Boden zu speichern. In Spanien prognostizieren einige Wissenschaftler sogar, dass die Posidonia bis 2040 von den Balearen vollständig verschwinden könnte.

    Auf der anderen Seite der Erdkugel sind diese Meereshitzewellen massgeblich an der Ausbleichung des Great Barrier Reefs beteiligt. Laut einem Bericht der australischen Regierung, der im Mai veröffentlicht wurde, sind 91% des Riffs aufgrund einer lang anhaltenden Hitzewelle im Sommer bleich geworden. Insgesamt werden 50% der weltweiten Korallenriffe als langfristig durch die Erwärmung der Ozeane bedroht angesehen.

    Flucht oder Überleben
    Während diese statischen Arten dazu verurteilt sind, sich an die neuen Temperaturen anzupassen oder zu sterben, fliehen einige Fische, Krustentiere und Meeressäuger aus ihrem Lebensraum in kühlere Gewässer. Diese Wanderungen können tausende von Kilometern betragen, wie eine im Oktober 2020 in der Fachzeitschrift Nature veröffentlichte Studie ergab.

    Auf diese Weise kommen im Mittelmeer Arten an, die normalerweise das Rote Meer oder den südlichen Atlantik bevölkern, während andere aus dem Süden des Meeres in den Norden wandern. Einige dieser Arten sind harmlos, aber andere, wie etwa der Kaninchenfisch, sind sehr gefräßig und fressen grosse mengen an Algen, was zu einer weiteren Verschlechterung des Lebensraums führt und die noch vorhandenen einheimischen Arten gefährden kann.

    Aus wirtschaftlicher und sozialer Sicht kann all dies grosse negative Folgen für die Fischerei haben – bestimmte Fischarten etwa werden in bestimmten Gebieten knapp werden.

    Wissenschaftler schlagen Alarm und warnen davor, dass mit der globalen Erwärmung die Hitzewellen auf der Erde zunehmen und sich intensivieren werden. Dasselbe wird auch für die marinen Hitzeperioden gelten.

    Im Jahr 2019 enthüllte der Bericht des Weltklimarats über die Ozeane und die Kryosphäre, dass sich die Intensität, das Ausmaß und die Dauer der marinen Hitzewellen zwischen 1982 und 2016 bereits verdoppelt hatten. Und die Klimaforscher warnen: Wenn wir bei einer Erwärmung um weitere zwei Grad bleiben, werden die ozeanischen Hitzewellen um das 20-fache zunehmen. Nur ein weiteres Grad darüber hinaus werden sie um das 50-fache zunehmen.

    Ganz abgesehen davon, dass diese Hitzespitzen für die Menschen noch eine weitere Konsequenz haben können: Sie führen zu starken Niederschlägen und Überschwemmungen. Wenn nämlich das Mittelmeer im Frühherbst warm ist, entstehen mit grossen Mengen verdunstetem Meerwasser gefüllte Wolken, was zwangsläufig zu starken Regenfällen und Überschwemmungen führt – das ist bei den großen Hochwassern im Jahr 2019 passiert.

  • Beluga in der Seine: Rettungsversuch wird gestartet

    Beluga in der Seine: Rettungsversuch wird gestartet

    Am Donnerstag, 4. August, wurde in der Normandie eine Rettungsaktion vorbereitet, um dem in der Seine gesichteten Belugawal wieder auf den richtigen Weg zu bringen.

    Die Behörden des Departements Eure arbeiten auf Hochtouren, um zu versuchen, den Belugawal zu retten, der sich in die Gewässer der Seine verirrt hat. „Die Behörden tun alles, was sie können, um zu versuchen, diesen Meeresriesen zu retten, der, wie ich Sie daran erinnern möchte, nicht dafür gemacht ist, lange in Süßwasser zu überleben“, sagt der Journalist Ben Barnier auf France 3. Es werden mehrere Optionen geprüft, um dem Tier wieder den Weg ins Meer zu weisen.

    Lesen Sie auch: Mysteriöses Meerestier in der Seine: Nach ersten Erkenntnissen handelt es sich um einen Belugawal

    Zwei Optionen zur Rettung des Tieres
    Es gibt zwei Pläne, die von den Behörden geprüft werden, um den Belugawal zum Umkehren zu bewegen. „Es gibt hauptsächlich zwei Optionen. Das beste Szenario wäre, ihn sanft zu einem Strand zu bringen, damit die Rettungskräfte ihn bergen und in seine natürliche Umgebung zurückbringen können. Option Nummer 2: Ihn sanft in Richtung Flussmündung, d. h. Le Havre (Seine-Maritime) und damit ins Meer, zu geleiten. Dazu muss er jedoch in guter Verfassung sein. Die Bilder der Feuerwehr-Drohnen zeigen jedoch, dass der Beluga inzwischen ziemlich abgemagert ist“.

  • Waldbrände in Frankreich: Schon mehr als 47.000 Hektar im Jahr 2022 verbrannt

    Waldbrände in Frankreich: Schon mehr als 47.000 Hektar im Jahr 2022 verbrannt

    Am Donnerstagabend, dem 4. August, loderten im Departement Alpes-de-Haute-Provence erneut die Flammen. Die Brände in Niozelles und Rougon sind wieder aufgeflammt und breiten sich weiter aus. Seit Anfang des Jahres sind in Frankreich bereits mindestens 47.286 Hektar Vegetation in Flammen aufgegangen. Das ist eine viermal so grosse Fläche wie die Stadt Paris.

    Noch nie zuvor hat es in Frankreich einen Sommer mit so vielen Bränden gegeben. Innerhalb von 15 Jahren hat sich die verbrannte Fläche vervierfacht. Im Jahr 2022 zählen die Behörden 47.286 Hektar verbrannte Fläche. Das ist ein neuer Rekord. Aufgrund der globalen Erwärmung wird es in Zukunft häufiger zu grossen Bränden kommen. Mittlerweile ist das gesamte Hexagon bedroht. In Frankreich gibt es 3.400 Löschzüge. Nach Angaben der Feuerwehr werden doppelt so viele benötigt.

    Mehr Mittel und Freiwillige
    „Die Verteilung dieser Fahrzeuge ist extrem auf Südfrankreich konzentriert, was bedeutet, dass wir eine ehrgeizige Politik verfolgen müssen, um die Ausrüstung bestimmter Feuerwehr-Kasernen in Nordfrankreich zu verbessern, die ihrerseits dafür sorgen müssen, dass sie gegen die Brände, ein neues Phänomen im Norden, kämpfen können“, erklärte Eric Brocardi, Sprecher der französischen Feuerwehr auf dem Sender France 2. In einem Bericht forderte der Senat den Staat auch dazu auf, mehr in eine bessere Waldplanung zu investieren. Ausserdem braucht es nach Ansicht der Feuerwehr 50.000 freiwillige Feuerwehrleute zusätzlich zu den 200.000, die es heute gibt.