Kategorie: Umwelt

  • Großbritannien: Tausende Meeresspinnen belagern die Strände Cornwalls

    Großbritannien: Tausende Meeresspinnen belagern die Strände Cornwalls

    Touristen verliessen erschrocken die Strände, als Tausende von Seespinnen vor der Küste von Cornwall auftauchten.

    Touristen im Badeort Saint Ives in Cornwall, Großbritannien, werden sich sicherlich an diesen Tag erinnern. Während sie im Meer planschten, stellten sie fest, dass der Meeresboden plötzlich mit Tausenden von Seespinnen übersät war, berichtet die Zeitung The Guardian.

    Das Meerestier hat die Angewohnheit, sich ab April bis in den Sommer hinein in seichten Bereichen in der Nähe von Stränden aufzuhalten. So schützen sich die Seespinnen vor ihren Fressfeinden. In dieser Zeit nämlich verlassen die Krabben ihren alten Panzer und bilden einen neuen. Dadurch können sie jedes Mal um 25-40 % wachsen, bis sie im Alter von zwei Jahren ihre volle Größe erreicht haben. Nachdem sich der neue Panzer gebildet hat, tauchen die Tiere wieder in eine Tiefe von etwa 100 Metern ab, in der sie normalerweise leben.

    Die Wanderung der Spinnenkrabben ist also an sich nichts Ungewöhnliches. Erstaunlich ist jedoch die große Anzahl an Individuen, die vor der britischen Küste auftauchte. Wahrscheinlich sind sie in so großer Zahl vor Cornwall aufgetreten, denn das Wasser hat dort derzeit eine Temperatur von 16°C. Laut der Zeitung The Guardian könnten solche Massenansammlungen im Sommer aufgrund des Klimawandels in Zukunft häufiger vorkommen.

    Kate Low, Meeresfotografin für The Guardian, berichtete, dass „viele Touristen vor Schreck aufschrieen, als sie die Schalentiere sahen“.

  • Belugawal: Erst aus der Seine gerettet und dann euthanasiert

    Belugawal: Erst aus der Seine gerettet und dann euthanasiert

    Der Beluga, der seit einer Woche in einer Schleuse in der Seine festsass, wurde heute Nacht zunächst aus seiner misslichen Lage gerettet. Das Tier wurde aus dem Wasser gezogen und mit einem Lastkahn nach Ouistreham im Calvados transportiert. Dort sollte der Beluga einige Tage in einem Meerwasserbecken verbringen, bevor man ihn wieder ins Meer zurückführen wollte.

    Wird der Belugawal wieder ins Meer zurückkehren können? Das hofften die Experten, die sich um seine Rettung bemühten. Der Beluga ist derzeit auf dem Weg zu einem Meerwasserbecken in Ouistreham im Departement Calvados, wo er mehrere Tage gepflegt werden sollt, bevor er wieder ins Meer entlassen wird.

    „Wir warten auf die Ergebnisse der Blutentnahme und der Ultraschalluntersuchungen, und je nach Ergebnis wird eine Entscheidung getroffen werden, ob er den Weg zum Meer antreten kann oder nicht“, sagte die Präfektin Isabelle Dorliat-Pouzet bei einer Pressekonferenz am frühen Mittwochmorgen.

    Ein erster Gesundheitscheck bestätigte eine starke Abmagerung des jungen Beluga-Männchens, ohne die Ursache dafür feststellen zu können. 

    Und dann kam die traurige Nachricht: Der Belugawal, der sich in die Seine verirrt hatte, musste nach der Rettungsaktion, mit der er eigentlich wieder ins Meer entlassen werden sollte, euthanasiert werden, wie die Präfektur des Departements Calvados mitteilte. „Das Leiden war offensichtlich (…) und daher musste die Euthanasie durchgeführt werden“, erklärte eine Tierärztin.

    80 Personen waren an der Rettungsaktion beteiligt
    Der fast 800 kg schwere Wal wurde in einem von einem Kran gezogenen Netz aus dem Wasser geholt und auf einen Lastkahn abgesetzt.

    Die Operation war besonders schwierig, da es sich bei dem Beluga um ein wildes Tier handelt und man sehr langsam und behutsam vorgehen musste. Die Rettungsaktion, an der etwa 80 Personen – Taucher, Feuerwehrleute, Polizisten, Zoologen, Tierärzte – beteiligt waren, hatte am Dienstagabend gegen 20 Uhr begonnen.

    Erst gegen 2 Uhr nachts konnte der Belugawal im Netz aus dem Wasser gezogen werden, war gegen 02:00 Uhr. Retter schildern diesen Augenblick als extrem intensiv und stressig, weil das Tier überrascht war und sich bewegte. Die Rettungsoperation dauerte die ganze Nacht an.

  • Monster-Feuer in der Gironde brennt erneut – tausende Hektar verbrannt – Bewohner zum zweiten Mal evakuiert

    Monster-Feuer in der Gironde brennt erneut – tausende Hektar verbrannt – Bewohner zum zweiten Mal evakuiert

    In der Süd-Gironde, in der Region Landiras, ist seit Dienstag Abend erneut ein großer Brand im Gange. Am Mittwochmorgen sind bereits mindestens 6.000 Hektar abgebrannt. 16 Häuser wurden in dem Ort Belin-Béliet zerstört.

    Die Feuerwehr hatte es befürchtet. Am Dienstag, dem 9. August, kam es am Rande von Landiras, einem Gebiet, das bereits im Juli von heftigen Bränden heimgesucht worden war, erneut zu einem extrem heftigen Feuer. Am Mittwochmorgen waren rund um die Gemeinden Hostens und Saint-Magne bereits 6.000 Hektar Wald verbrannt. Fast 3.800 Menschen mussten evakuiert werden, die Evakuierung von Bourg de Belin (fast 2.000 Menschen) ist heute Vormittag noch im Gange. In der Gemeinde Belin-Béliet brannten in der Nacht 16 Häuser ab.

    Am frühen Abend des 9. August wurde der gesamte Ort Hostens evakuiert und die Feuerwehren versuchen mit allen Kräften ein Überspringen der Flammen auf die Häuser zu verhindern. Die Rettung der von den Flammen bedrohten Häuser hat Vorrang. Ein Drama für die Gemeinde, die bereits im Juli wegen der heftigen Brände evakuiert wurde.

    „Wir werden versuchen, alle in Sicherheit zu bringen“
    Tausende von Menschen mussten gestern Abend in aller Eile ihre Häuser verlassen. Viele haben Unterschlupf bei Freunden und Verwandten gefunden.

    „Wir hoffen, dass unsere Häuser sicher sind, aber das Problem ist, wir wissen nicht, wann wir wieder zurück können“, sagt eine Bewohnerin, die gestern mit ihren drei Kindern evakuiert wurde gegenüber France 3.

    In dem Gebiet sind 500 Feuerwehrleute im Einsatz, die von Löschflugzeugen unterstützt werden. Die Wetterbedingungen machen die Löscharbeiten sehr schwierig.

    „Die Front des Feuers bewegt sich in Richtung A63 (Autobahn Bayonne-Bordeaux). In Kürze wird eine Geschwindigkeitsreduzierung auf 90 km/h und eine Reduzierung auf zwei von drei Fahrspuren in Richtung Bayonne-Bordeaux eingeführt“, so die Präfektur des Departements Gironde in einer Pressemitteilung.

  • Maine-et-Loire: Feuer zerstört 600 Hektar Wald – 50 Menschen evakuiert

    Maine-et-Loire: Feuer zerstört 600 Hektar Wald – 50 Menschen evakuiert

    Seit Montag ist nördlich von Baugé-en-Anjou, Maine-et-Loire, ein Großbrand im Gange.

    Das Feuer, das am Montag im Wald von Pugle (Maine-et-Loire) nördlich von Baugé-en-Anjou ausgebrochen ist, hat inzwischen bereits etwa 600 Hektar verbrannt und mindestens 50 Personen mussten evakuiert werden, wie die Präfektur und die Feuerwehr am Dienstag mitteilten. „Das Feuer ist nicht unter Kontrolle“, teilte das Departement am Dienstag mit. Weitere 500 Hektar werden von den Flammen bedroht.

    Nach Angaben der Präfektur sind an den rund 20 Brandherden „317 Feuerwehrleute im Einsatz mit 107 Fahrzeuge“. Auch ein Dash-Löschflugzeug wurde eingesetzt. Der Rauchgeruch breitet sich über einen großen Teil des Departements Maine-et-Loire aus, bis nach Angers und Cholet, aber auch bis nach Nantes im Departement Loire-Atlantique, berichtet die Zeitung Ouest France.

  • Hitze: Die nach 2040 am meisten gefährdeten Städte Frankreichs

    Hitze: Die nach 2040 am meisten gefährdeten Städte Frankreichs

    Ein Ende der Zunahme von Hitzewellen ist nicht abzusehen. Frankreich befindet sich bereits in der vierten Hitzeperiode dieses Sommers. Die Intensität der künftigen Hitzeperioden wird je nach Gebiet unterschiedlich sein.

    Frankreich tritt in die vierte Hitzeperiode des Jahres 2022 ein, die zweite in weniger als einer Woche. Den Meteorologen zufolge werden diese Hitzeperioden immer häufiger auftreten. Aber die intensive Hitze wird die französischen Regionen nicht auf die gleiche Weise und mit der gleichen Intensität treffen.

    Ab 2040 werden die am stärksten betroffenen Departements vor allem im Süden und Osten liegen. Die Rangfolge der 70 bevölkerungsreichsten Städte Frankreichs basiert auf den Projektionen von Forschern aus Klimalaboren, die von Drias-Météo France zusammengestellt wurden. Die Klima-Modelle beziehen sich auf die Monate Juni, Juli und August zwischen 2040 und 2070.

    Die Stadt Annecy führt die Rangliste an, mit 16 zusätzlichen ungewöhnlich warmen Tagen und Nächten im Vergleich zum Referenzzeitraum 1975-2006. Es folgen Lyon und seine Metropolregion, Saint-Etienne, Avignon, Valence und Dijon. Toulouse belegt mit 12 zusätzlichen ungewöhnlich warmen Tagen und 7,5 zusätzlichen ungewöhnlich warmen Nächten den 27. Platz.

    Insgesamt werden die Städte im Rhonetal am stärksten betroffen sein. Die weiter südlich gelegenen Städte in der Nähe der Rhonemündung folgen dicht dahinter.

    Im Gegensatz dazu werden der Norden und der Westen von den steigenden Temperaturen eher verschont bleiben. Die Gemeinden im Finistère und an der Côte d’Opale werden jedoch von einem anderen Problem betroffen sein, das mit der globalen Erwärmung zusammenhängt: dem Anstieg des Meeresspiegels.

  • Lozère, Aveyron, Isère, Charente, Maine-et-Loire… Überblick über die aktuellen Brände in Frankreich

    Lozère, Aveyron, Isère, Charente, Maine-et-Loire… Überblick über die aktuellen Brände in Frankreich

    Frankreich bricht diesen Sommer traurige Rekorde bei den Waldbränden, wie das Europäische Waldbrandinformationssystem berichtet. Hier ein Überblick über die aktuell aktiven Brände.

    Mit bereits mehr als 47.000 Hektar verbrannter Fläche seit Jahresbeginn verzeichnete Frankreich laut dem Europäischen Waldbrandinformationssystem (EFFIS) bereits im Juli einen traurigen Rekord. Am Dienstag, dem 9. August, brennen in vier Departements noch immer Feuer, die auf eine außergewöhnliche Trockenheit zurückzuführen sind. Hier ein Überblick über die Lage.

    Lozère und Aveyron: fast 3.000 Evakuierungen und 700 Hektar verbrannte Fläche

    Etwa 3.000 Personen, Bewohner der Gemeinde, aber auch Urlauber, die sich auf Campingplätzen in den Gorges du Tarn aufhielten, wurden in der Nacht von Montag auf Dienstag wegen des anhaltenden Feuers in Mostuéjouls im Departement Aveyron evakuiert, wie die Feuerwehr am Dienstagmorgen mitteilte. 1.200 Menschen über Nacht in Sicherheit gebracht, wie die Präfektur des Departements auf Twitter mitteilt.

    Es handelt sich um denselben Waldbrand, der am Montag in der Gemeinde Massegros Causses Gorges in Lozère ausgebrochen war und sich auf das Aveyron ausgebreitet hat. Er verbrannte bisher mindestens 700 Hektar Vegetation, von denen drei Viertel im Departement Aveyron liegen.

    600 Feuerwehrleute sind vor Ort, um den Brand zu bekämpfen. Zusätzlich sind drei Canadair-Löschflugzeuge aus dem Gard zur Unterstützung eingetroffen. „Die evakuierte Bevölkerung in den Gemeinden Mostuéjouls oder Rivière-sur-Tarn muss in den Schutzräumen bleiben: Bis auf weiteres ist keine Rückkehr in die Häuser möglich“, so die Präfektur des Departements Aveyron.

    Im Departement Maine-et-Loire: 600 Hektar verbrannt, weitere 500 gefährdet
    Ein Feuer, das am Montagnachmittag im Norden des Departements Maine-et-Loire ausbrach, hat bereits 600 Hektar Vegetation im Massif de Pugle in Baugé-en-Anjou verbrannt, wie die Präfektur des Departements am Dienstag mitteilte. Am Dienstagvormittag war das Feuer immer noch nicht unter Kontrolle und weitere 500 Hektar sind direkt gefährdet. Die Feuerwehr ist nicht sicher, ob sie das Feuer im Laufe des Tages eindämmen kann, sagt ein Kommandant, der die Einsätze vor Ort leitet, gegenüber Franceinfo. 317 Feuerwehrleute und 107 Fahrzeuge sind im Einsatz, darunter auch Verstärkung aus anderen Départements. Auch ein Dash-Flugzeug des Zivilschutzes fliegt Löscheinsätze.

    Ein Problem für die Löscharbeiten bestand darin, dass das Feuer am Montagnachmittag das Lager der Minenräumung in Beauregard erreichte, wo Munition und Granaten aus dem Zweiten Weltkrieg gelagert werden. Die durch die Hitze verursachten Detonationen verhinderten, dass die Feuerwehr in dem Gebiet tätig werden konnte und dass das Feuer schnell an Virulenz gewann.

    Isère: mehr als 100 Hektar verbrannt
    Im Departement Isère schreitet das Feuer, das am Freitagabend nach einem Blitzeinschlag in den Ausläufern der Chartreuse ausgebrochen war, „langsam voran“, wie die Präfektur in einer Erklärung am Dienstagmorgen mitteilte. Er hat inzwischen „etwas mehr als hundert Hektar“ vernichtet.

    380 Feuerwehrleute sind mit 92 Fahrzeugen im Einsatz, unterstützt von Löschflugzeugen. Fünf Kolonnen sind zur Verstärkung aus den Departements Rhône, Savoie, Haute-Loire, Puy-de-Dôme, Allier und Cantal eingetroffen.

    „Bisher sind keine Verletzten unter der Bevölkerung zu beklagen. Drei Feuerwehrleute wurden bei einem Einsatz leicht verletzt“, meldete die Präfektur des Departements Isère. Derzeit sind keine Wohnhäuser oder Firmengelände gefährdet. Etwa 170 Personen wurden aus den Orten Malossane, Les Balmes und Le Bourget in der Gemeinde Voreppe evakuiert. Die Orte Les Barniers-Les Côtes in La Sure-en Chartreuse wurden vorsorglich bereits am Sonntag zur Räumung ihrer Häuser aufgefordert. Die Bewohner fanden hauptsächlich bei ihren Familien Unterschlupf. Weitere 30 Häuser wurden am Montag im Gebiet Les Balmes wegen heranfliegender brennender Pflanzenteile evakuiert.

    In der Charente wurden fast 150 Hektar Wald vernichtet
    Fast 150 Hektar Wald wurden bei einem Brand zerstört, der am Montagabend in der Gemeinde Boisbreteau in der Süd-Charente ausgebrochen ist, so die Präfektur des Departements in einer Erklärung am Dienstag. Das Feuer ist nicht unter Kontrolle und breitet sich weiter aus.

    Mehr als 220 Feuerwehrleute sind im Einsatz, darunter auch Verstärkung aus der Nouvelle-Aquitaine und des Pays de la Loire. Im Laufe des Vormittags werden auch Löschflugzeuge erwartet.

    Etwa 30 Personen wurden in dem Festsaal von Boisbreteau untergebracht, fügte die Präfektur der Charente hinzu. Zwei Hochspannungsleitungen, die etwa 200 Haushalte versorgten, mussten vom Stromnetz getrennt werden.

  • Warum die neue Hitzewelle in Frankreich schlimmer wird als die vorherige

    Warum die neue Hitzewelle in Frankreich schlimmer wird als die vorherige

    Ab heute werden in mehreren Städten Frankreichs wieder Temperaturen von über 35 Grad herrschen. Durch ein starkes Hochdruckgebiet begünstigt, werden die hohen Temperaturen diesmal länger anhalten, sodass diese Hitzewelle noch schlimmer ist als die vorherige.

    Kaum war die letzte vorbei, begann in Frankreich ab Montag, dem 8. August, die vierte Hitzewelle des Sommers. In vielen Städten des Landes werden die Temperaturen mehrere Tage lang die 35-Grad-Marke erreichen. Die für die Auslösung eines Hitzealarms erforderlichen Schwellenwerte werden in mehreren Departements erreicht. Météo France hat deswegen vier Departements auf die Warnstufe Orange gesetzt: Gironde, Lot-et-Garonne, Gard und Vaucluse.

    Zu warme Nächte
    Während sich während der letzten Welle die starke Hitze nur auf einen Tag, nämlich den Mittwoch, den 3. August, konzentrierte, halten die Temperaturen diesmal an und bleiben über mehrere Tage bestehen. Auch in den Nächten bleiben die Temperaturen sehr hoch, wie in Bordeaux, wo zwischen Dienstag- und Freitag nachts 25 und 26 Grad erwartet werden.

    Bereits am Montag, dem 8. August, wurden in Bordeaux 35 Grad erwartet. Zwischen Dienstag und Freitag soll das Thermometer laut Météo-France nicht unter 37 Grad fallen. Örtlich sind Spitzenwerte von 40 Grad möglich.

    Ein starkes Hochdruckgebiet ist schuld
    Diese vierte und schwerste Hitzewelle lässt sich durch die Wetterbedingungen erklären, die zur Zeit über dem europäischen Kontinent beobachtet werden. Ein Hochdruckgebiet, das für warmes und trockenes Wetter steht, befindet sich derzeit über den Britischen Inseln und setzt Frankreich hohen Temperaturen aus.

    Das Hoch wird mit einem Tief in Portugal kombiniert, was es einem Strom heißer Luft aus der Sahara ermöglicht, bis nach Frankreich aufzusteigen, berichtet der Sender BFM-TV.

  • Waldbrände: Sechs neue Brandausbrüche in der Bretagne (Morbihan)

    Waldbrände: Sechs neue Brandausbrüche in der Bretagne (Morbihan)

    Nach einem Wochenende mit heftigen Bränden loderten die Flammen am Montag, dem 8. August, im Département Morbihan in der Bretagne erneut auf. Familien mussten vorsorglich aus ihren Häusern evakuiert werden.

    Davor hatten Feuerwehr und Bewohner Angst. Am Montag, dem 8. August, flammte das Feuer in dem bretonischen Departement Morbihan wieder auf. Es kam zu sechs Brandausbrüchen, die zum Teil bis Dienstagmorgen noch nicht unter Kontrolle gebracht werden konnten. Schuld daran sind der starke Wind und die Beschaffenheit des Bodens. Hubert Audic, Landwirt in Locoal-Mendon (Morbihan), erklärte auf France 3: „Das ist ein Torfmoor, also wird das Feuer in der Tiefe glühen und sobald es Wind gibt, wird es wieder ausbrechen“.

    Ein einziges Löschflugzeug für mehrere Brände
    Die Gendarmen gehen von Haus zu Haus, um zu überprüfen, ob die Evakuierungsaufforderung alle erreicht hat. Löschflugzeuge werden zur Unterstützung der Feuerwehr in ein Gebiet gerufen, in dem sie normalerweise nicht zum Einsatz kommen. „Das ist ein großer Brandausbruch und es gibt mehrere Feuer im Departement, bei denen er ebenfalls eingreift, also muss das Flugzeug nacheinander die Brände anfliegen“, sagt Didier Mousel, Direktor des Service Départemental d’incendie et de Secours des Departements Morbihan.

  • Feuer zwischen Lozère und Aveyron: 700 Hektar verbrannt – 3.000 Menschen in der Nacht evakuiert

    Feuer zwischen Lozère und Aveyron: 700 Hektar verbrannt – 3.000 Menschen in der Nacht evakuiert

    Am Montag, dem 8. August, brach gegen Abend im Departement Lozère ein Feuer aus, das sich bis in das Aveyron ausbreitete. Dreitausend Menschen mussten in der Nacht evakuiert werden.

    Das Feuer, das am Montag, dem 8. August, in Le Massegros in der Region Lozère durch eine landwirtschaftliche Maschine ausgelöst wurde, hatte sich bis 23 Uhr auf über 400 Hektar ausgebreitet und war bis ins benachbarte Aveyron vorgedrungen, wie die Nachrichtenagentur AFP meldet. Nach Angaben der Zeitung Midi Libre sind am Dienstagmorgen bereits mindestens 700 Hektar Opfer der Flammen geworden.

    Die Präfektur des Departements Aveyron gab am Dienstagmorgen bekannt, dass in der Nacht rund 1.000 Personen evakuiert werden mussten. „Die ganze Nacht hindurch wurden Evakuierungen durchgeführt. Zwischen 1 Uhr und 3 Uhr morgens wurden 1.200 Personen versorgt“, schrieb die Präfektur auf ihrem Facebook-Account und kündigte die Ankunft von drei Canadair-Löschflugzeugen aus dem Departement Gard am frühen Morgen des Dienstag an.

    Nach Angaben der Stadtverwaltung von Mostuéjouls im Département Aveyron wurden insgesamt mehr als 3.000 Menschen evakuiert. Vorsorglich wurden die Dörfer Rivière-sur-Tarn, Mostuéjouls und mehrere Campingplätze evakuiert.

    Das Feuer entstand laut Feuerwehr durch eine landwirtschaftliche Maschine. In einer Zeit extremer Trockenheit genügte ein kleiner Funken, um in der Nähe von Massegros, nördlich von Montpellier, die Vegetation in Brand zu setzen.

    Die betroffene Fläche, die um 17.30 Uhr 50 Hektar betrug, wuchs schnell auf 400 Hektar gegen 23 Uhr an.

    Zweihundert Feuerwehrleute aus Lozère und Aveyron waren im Einsatz. Am Abend traf Verstärkung aus der Haute-Garonne ein. Mehr als 600 Feuerwehrleute aus mehreren Departements (Aveyron, Lozère, Gard, Hérault, Bouches-du-Rhône, Var, Aude, Alpes-maritimes, Tarn, Ariège, Haute-Garonne) waren laut der Präfektur des Departements Aveyron auch am Dienstagmorgen im Einsatz.

    Das Feuer entwickelte sich in sehr dichten und schwer zugänglichen Kiefernwaldgebieten in Richtung der Schluchten des Tarn. Mehrere sekundäre Feuerausbrüche wurden entlang der RD32 (Lozère) und der RD9 (Aveyron) verzeichnet, insbesondere am Ort Bombes im Aveyron.

    Laut dem Europäischen Waldbrandinformationssystem (EFFIS), das seit 2006 entsprechende Statistiken führt, verzeichnete Frankreich bereits im Juli einen Rekord an verbrannter Fläche: Seit Jahresbeginn sind bereits mehr als 47.000 Hektar verbrannt!

  • Wasserknappheit: In einem Dorf im Departement Ain wird Leitungswasser acht Stunden am Tag abgestellt

    Wasserknappheit: In einem Dorf im Departement Ain wird Leitungswasser acht Stunden am Tag abgestellt

    Um der Trockenheit zu begegnen, hat der Bürgermeister von Arboys-en-Bugey im Departement Ain beschlossen, seinen Bürgern für etwa 8 Stunden pro Tag das Wasser abzustellen. Eine Massnahme, die die Gemüter spaltet.

    In Arboys-en-Bugey haben die 640 Einwohner des Dorfes am Montag, dem 8. August, für etwa acht Stunden kein Leitungswasser. Diese Entscheidung wurde von der Gemeindeverwaltung getroffen, um grössere Engpässe zu vermeiden. Seit Freitag wird das Leitungswasser zwischen 08:30 und 11:00 Uhr und am Nachmittag zwischen 14:00 und 19:00 Uhr abgeschaltet. Für einige Bewohner ist diese Lösung in der Zeit der Sommerferien nicht angemessen. Andere arrangieren sich damit. „Abends duschen, bevor ich ins Bett gehe, ist auch kein Problem und mittags kann ich zwischen 11:30 und 14:00 Uhr normal kochen“, sagt ein Bewohner gegenüber France 2.

    Seit einem Monat kein Regen mehr

    Einige Dörfer bekommen die Hitzewelle und die Dürre besonders stark zu spüren. In Arboys-en-Bugey hat es seit einem Monat nicht mehr geregnet, eine der drei Quellen, die das Trinkwasserreservoir speisen, ist ausgetrocknet und der Wasserstand der zweiten Quelle bereitet Sorgen. „Wir müssen auf andere Dinge zurückgreifen, denn Wasser ist unsere wichtigste Ressource“, rechtfertigt Michel-Charles Riera, Bürgermeister von Arboys-en-Bugey (Ain), die Situation. In nur drei Tagen soll der Wasserverbrauch des Dorfes nach Angaben der Gemeinde um 10% gesunken sein.