Kategorie: Umwelt

  • Aveyron: Starkes Aufflammen des Feuers – weitere 500 Hektar verbrannt – 1.000 Menschen evakuiert

    Aveyron: Starkes Aufflammen des Feuers – weitere 500 Hektar verbrannt – 1.000 Menschen evakuiert

    Ein erneutes Feuer am Samstag in Mostuéjouls im Département Aveyron verbrannte weitere 500 Hektar Vegetation. Damit wurden seit Montag insgesamt 1.260 Hektar vernichtet und mindestens 1.000 Menschen mussten vorsorglich evakuiert werden, wie die Präfektur des Départements am Sonntag, dem 14. August, mitteilte.

    Das Feuer, das seit Montag in den Departements Aveyron und Lozère wütete, schien am Samstag, dem 13. August, gegen Mittag „auf dem Weg zur Eindämmung und bald zum Erlöschen“ zu sein. Nach Angaben der Präfektur des Departements Aveyron brach das Feuer am Samstagnachmittag jedoch erneut aus und zerstörte weitere 500 Hektar Land. 

    Mindestens 1.000 Menschen wurden aus dem Dorf Mostuéjols, etwa 20 km nordöstlich von Millau, und aus sechs Weilern in der Umgebung des Dorfes evakuiert. Seit Montag hatte das Feuer bereits zur Evakuierung von fast 3.000 Menschen geführt, die zwischenzeitlich wieder in ihre Häuser oder, wenn es sich um Urlauber handelte, in ihre Unterkünfte zurückkehren konnten.

    „Das Feuer breitet sich weiter nach Osten (in Richtung des Departements Lozère) und nach Süden (in Richtung des Ortes La Muse in Mostuéjouls) aus“, erklärte die Präfektur am Sonntagmorgen.

    Am Mittwoch war gegen einen Mann Anklage wegen „fahrlässiger Zerstörung durch Brandstiftung“ erhoben worden. Er wird verdächtigt, das Feuer versehentlich ausgelöst zu haben, als ein Metallteil seines Anhängers beim Schaben über den Asphalt Funken schlug und die Vegetation am Straßenrand an der Grenze zwischen den Departements Aveyron und Lozère in Brand setzte.

    Um der Brandgefahr vorzubeugen, verbot die Präfektur des Departements Aveyron außerdem inzwischen unter anderem vorübergehend „Sportveranstaltungen in Naturgebieten, Feuerwerke oder Jagden beziehungsweise Veranstaltungen mit Feuerwaffen, die in der freien Natur stattfinden“.

    https://twitter.com/jerome_clam/status/1558742208764846080
  • Feuer in der Gironde: Regen verschafft Atempause – „Gefahr des Wiederaufflammens besteht weiter“

    Feuer in der Gironde: Regen verschafft Atempause – „Gefahr des Wiederaufflammens besteht weiter“

    Seit Dienstag hat das Feuer in der Gegend von Hostens nochmals 7.400 Hektar verbrannt. Jetzt haben Niederschläge eingesetzt, was den Feuerwehrleuten Erleichterung verschafft.

    Der Brand mit der Bezeichnung „Landiras-2“, der seit Dienstag im Süden der Gironde wütet, gilt als „unter Kontrolle“, ist aber „noch nicht gelöscht“, wie die Präfektur am Sonntag, dem 14. August, mitteilte. Die Bilanz dieses zweiten gigantischen Brandes in Landiras wird mit 7.400 Hektar angegeben. „Die Risiken eines Wiederaufflammens bestehen weiterhin“, warnt die Präfektur in ihrer Erklärung.

    Die Situation habe sich dank des Regens in der Nacht „erheblich verbessert“, sagte Oberstleutnant Arnaud Mendousse vom Brand- und Rettungsdienst des Departements Gironde gegenüber Franceinfo. „Es sind zwischen 10 und 30 Liter pro Quadratmeter im gesamten Gebiet gefallen, aber auf einen Boden, der extrem trocken war“. „Wir wissen, dass dies eine Atempause verschafft, aber es bedeutet nicht das Ende des Kampfes gegen das Feuer. Wir wissen, dass, wenn es in 48 bis 72 Stunden nicht weiter regnet, die Gefahr wieder groß werden wird.“

    „Der Boden bleibt extrem heiß“
    In der Umgebung von Hostens waren am Sonntagmorgen die von der Trockenheit gelb gewordenen Felder wieder feucht. Dicke Wolken hingen noch am frühen Morgen über dem Kommandoposten der Feuerwehr, die die Lage für den Tag als „günstig“ einschätzte. „Die Luftfeuchtigkeit ist hoch und die Temperatur relativ niedrig, um die 25°C, was uns erlauben wird, unsere Bemühungen fortzusetzen. Das Feuer ist aber absolut nicht gelöscht, der Boden bleibt extrem heiß“, sagt Arnaud Mendousse.

    In dem Brandgebiet werden weiterhin umfangreiche Mittel zu Land und in der Luft mobilisiert. Rund 400 Feuerwehrleute aus Deutschland, Rumänien, Polen, Österreich, Griechenland und Italien unterstützen weiterhin die französischen Feuerwehrleute.

  • Gewitter, Regen, Ende der Hitzewelle… wie sieht der Sonntag aus?

    Gewitter, Regen, Ende der Hitzewelle… wie sieht der Sonntag aus?

    Die Hitzewelle liegt hinter uns und wird durch regnerisches und stürmisches Wetter ersetzt. Am Sonntag, dem 14. August, herrscht in zehn Departements orangene Gewitterwarnung und fast im gesamten Land gelbe Gewitterwarnung.

    Das Wetter am Sonntag, dem 14. August, wird in einem Großteil Frankreichs stürmisch sein, begleitet von fallenden Temperaturen und gebietsweise großen Regenmengen, so Météo-France.

    Zehn Departements wurden auf die Warnstufe Orange für Gewitter gesetzt: Ain, Rhône, Loire, Haute-Loire, Ardèche, Drôme, Isère, Gard, Bouches-du-Rhône und Hérault.

    Laut Keraunos, der französischen Beobachtungsstelle für Tornados und heftige Gewitter, können die Gewitter in diesen Departements „lokal starke Regenfälle (mehr als 40 L/m2), manchmal ausgeprägten Hagelschlag sowie Windböen von 70 bis 90 km/h erzeugen“. Andernorts „können diese Gewitter lokal anhaltenden Regen sowie Hagel mit sich bringen“.

    Rückkehr des Regens
    Am Vormittag gehen vom Languedoc bis zur Bretagne Gewitterschauer nieder, so Météo-France. In der Auvergne und im Rhonetal bis zur Mittelmeerküste können die Schauer anhaltend sein. Vom Südwesten bis zum Pays de Loire wird es ebenfalls gewittrig, und die Schauer greifen am Mittag auf das östliche Zentrum und den Burgund über. In den Regionen von den Cevennen bis zum Zentrum sowie im Rhonetal wird es stark regnen. In der Nähe des Mittelmeers wird es weniger Regen geben und auf Korsika wird es bei wechselndem Himmel ruhig bleiben.

    Am Nachmittag bleibt das Wetter auf der Ostseite des Landes gewittrig. Am Abend werden Gewitterschauer über den gesamten Nordosten hinwegfegen. Vom Westen der Normandie bis zur belgischen Grenze werden sie allerdings nur vereinzelt auftreten. In dem südwestlichen Viertel Frankreichs entwickeln sich Aufhellungen, und die Gewitteraktivität konzentriert sich auf die Reliefs.

    Météo France warnt vor „erheblichen Risiken von Überschwemmungen“, da starke Regenfälle auf ausgetrocknete Böden fallen. „Lokal kann das Äquivalent von zwei Wochen bis zu einem Monat Niederschlag fallen.“ Auch Hagelschlag ist stellenweise möglich.

    Deutlicher Temperaturrückgang
    Es ist zwar vorbei mit der schwülen Hitzewelle, aber die Tiefstwerte bleiben hoch: 17 bis 21 Grad auf der Westseite, 20 bis 24 Grad im Südosten, 12 bis 18 Grad im Nordosten. Aber von der Nouvelle-Aquitaine bis zur Bretagne, Normandie werden die Höchstwerte nicht über 21 bis 28 Grad steigen. Im Rest des Landes werden 24 bis 30 Grad erwartet, im Nordosten und von der Provence bis nach Korsika stellenweise bis zu 32/33 Grad.

  • Geschlossene Waschanlagen, Einschränkungen… darf man in Frankreich noch sein Auto waschen?

    Geschlossene Waschanlagen, Einschränkungen… darf man in Frankreich noch sein Auto waschen?

    Angesichts der Wasserknappheit haben viele Präfekturen inzwischen beschlossen, das Waschen von Fahrzeugen schlichtweg zu verbieten. 

    Eine außergewöhnliche Situation erfordert außergewöhnliche Maßnahmen. Mitten im August, als in mehreren französischen Departements eine zunehmende Trockenheit eintrat, beschlossen einige Präfekturen, Autobesitzern das Waschen ihrer Fahrzeuge zu verbieten, zu Hause und in Waschanlagen. Dies ist unter anderem im Departement Rhône der Fall. Einzige Ausnahmen sind Waschanlagen, die Wasser in geschlossenen Kreisläufen wiederverwenden.

    Nur Fahrzeuge, die aus hygienischen oder technischen Gründen einer gesetzlichen Sauberkeitspflicht unterliegen, darf von der Regel abgewichen werden. Andere Fahrzeughalter hingegen, sollten sich unbedingt über die neuerdings geltenden Vorschriften informieren.

    In Frankreich gibt es fast 10.000 Waschanlagen, und fast 0,6% des verbrauchten Wassers wird für die Autowäsche verwendet. Ein Drittel aller Waschvorgänge wird in einer Waschanlage durchgeführt und im Durchschnitt wäscht ein Franzose sein Auto sechsmal im Jahr. Eine Hochdruckwäsche verbraucht durchschnittlich 60 Liter Wasser. Eine Portalwaschanlage verbraucht 120 Liter.

    In Frankreich ist es ab sofort verboten, sein Fahrzeug auf öffentlichen Straßen zu waschen. Zuwiderhandlung wird mit einem Bußgeld von 450 Euro geahndet. Wenn das Fahrzeug Privatgelände gewaschen wird, ist man verpflichtet, das gebrauchte Wasser wieder aufzufangen.

  • Brände in der Gironde und in den Landes: Feuerwehrleute fürchten Gewitter und Blitzschlag

    Brände in der Gironde und in den Landes: Feuerwehrleute fürchten Gewitter und Blitzschlag

    Auch während der Gewitter sind die Feuerwehrleute in der Gironde und in den Landes weiterhin massiv gegen die Brände im Einsatz.

    Ein Pensionär und Freiwilliger fährt mit seinem Lieferwagen durch die Gemeinde Hostens (Gironde), um nach wieder aufflammenden Brandherden zu suchen. „Ich bin sozusagen ein rollender Kommandoposten“, kommentiert er auf dem Sender France 3. Sobald er Flammen entdeckt, ruft er professionelle Hilfe, die innerhalb weniger Minuten eintrifft. Solche Brandherde gibt es jeden Tag. Auf den Straßen sind auch Landwirte als Patrouille unterwegs. Der 23-jährige Louis Vandenburie ist seit sechs Tagen dabei. Aus dem Gers kommend, hilft er mit seinem Tanklaster. „Wir schlafen, wenn wir können, versorgen die Feuerwehrleute ständig mit Nachschub und bewässern die Feuerschneisen“, erklärt er.

    Gewitter von den Feuerwehrleuten gefürchtet
    Die vor 24 Stunden eingetroffenen ausländischen Feuerwehrleute sind ebenfalls voll im Einsatz. Deutsche Feuerwehrleute wühlen die Erde um und bewässern die Waldränder. „Das ist der schlimmste Brand, den ich je gesehen habe. In Deutschland kennen wir keine so großen Brände“, stellt Simon Fritz, ein deutscher Feuerwehrmann, fest. Die Situation ist immer noch heikel, das Feuer schreitet zwar nicht weiter voran, ist aber noch nicht unter Kontrolle

    Die Feuerwehrleute fürchten sich vor den eintreffenden Gewittern. „Nach Aussage der Feuerwehrleute ist es die Nacht aller Gefahren“, sagt der Journalist Jean Poustis, der für France 3 aus Hostens berichtet. „Was sie am meisten fürchten, sind trockene Gewitter ohne Regen, mit Windböen und vor allem Blitzen“, fährt der Journalist fort. Die Feuerwehrleute bleiben die ganze Nacht über mit Meteo France in Kontakt, um herauszufinden, wo genau die Blitze einschlagen könnten.

  • Feuer in der Gironde: Lage stabilisiert sich am Samstag

    Feuer in der Gironde: Lage stabilisiert sich am Samstag

    In der Gironde legt das Monster-Feuer am Samstag, dem 13. August, eine Pause ein.

    Am Samstag, den 13. August, legt das Feuer in der Gegend von Hostens (Gironde) offensichtlich eine Pause ein. Die Situation scheint sich stabilisiert zu haben. Die Nacht war ziemlich ruhig. Seit über 36 Stunden halten die Feuerwehrleute das Feuer in Schach. Ein Feuer, das 7.400 Hektar Wald vernichtet hat und das zur Evakuierung von 10.000 Menschen führte. Die Feuerwehrleute hoffen auf Grund der sinkenden Temperaturen das Feuer eindämmen zu können.

    Ein weiteres Feuer
    Ein weiterer Brand brach in der Nacht in den Landes, in der Nähe von Sore, aus. Auch dorthin wurden Feuerwehrleute aus der Gironde zur Unterstützung geschickt. Sie konnten das Feuer eindämmen, das nun unter Kontrolle ist. Es hat etwa 15 Hektar Vegetation zerstört. Inzwischen konnte auch der Verkehr auf der A63 Bordeaux-Bayonne wieder freigegeben werden. Andere Straßen in der Region bleiben aber weiterhin gesperrt. In Hostens hat die Feuerwehr Unterstützung aus europäischen Nachbarländern erhalten. In der Nacht sind österreichische Feuerwehrleute eingetroffen und polnische Feuerwehrleute werden in Kürze erwartet. Es ist weiterhin grosse Wachsamkeit geboten, da die Gewitter, die für dieses Wochenende angekündigt sind, durch Blitzschlag weitere Brände entfachen könnten.

  • Mit dem Ende der Hitzewelle in Frankreich beginnen die Brände nachzulassen

    Mit dem Ende der Hitzewelle in Frankreich beginnen die Brände nachzulassen

    Das Wetter bleibt am Samstag zwar noch sehr heiß, aber die Ankunft einer Gewitterfront aus dem Südwesten sollte die Arbeit der Feuerwehrleute erleichtern, die immer noch gegen die Brände in der Gironde kämpfen.

    Die Hitze wird am Samstag, dem 13. August, in weiten Teilen Frankreichs anhalten, bevor am Abend Gewitter und Regen von Westen her eintreffen. Diese Gewitter- und Regenfront könnte den Feuerwehrleuten, die immer noch gegen die Brände in der Gironde und in den Landes kämpfen, sehr helfen.

    Achtzehn Departements vom Südwesten bis zum Finistère waren auf der Warnstufe Orange für Hitzewellen. Diese Hitzewelle sollte jedoch am Sonntag mit Gewittern in weiten Teilen Frankreichs zu Ende gehen. Für die beiden Departements auf Korsika gilt ab Samstag die Warnstufe Orange Gewitter.

    Die Auswirkungen der Gewitter auf die laufenden Brände bleiben jedoch schwer vorhersehbar, insbesondere wegen der Gefahr starker Böen, die für die Feuerwehr problematisch sein können.

    Einen Monat nach den beiden gigantischen Bränden von Landiras und La Teste-de-Buch in der Gironde hat das wieder aufgeflammte Feuer „Landiras-2“, wie es von der Feuerwehr genannt wird, sich seit mehr als 48 Stunden nicht mehr ausgebreitet. Zuvor hatte es allerdings 7.400 Hektar Kiefernwälder verwüstet.

    Am Freitagabend durften die evakuierten Bewohner bestimmter Gebiete der Gemeinden Moustey und Saugnac-et-Muret in den Landes in ihre Häuser zurückkehren, und an diesem von Bison Futé in der betroffenen Region als „rot“ eingestuftem Samstag beschlossen die Behörden, die A63, die Bordeaux mit Spanien verbindet und seit Mittwoch auf einem 20 km langen Abschnitt gesperrt war, wieder zu öffnen.

    Aber „das Feuer ist auf der Westseite immer noch aktiv“, warnte die Präfektin des Departements Gironde, Fabienne Buccio, und erinnerte daran, dass rund 1.000 Feuerwehrleute weiterhin im Einsatz sind, unterstützt von deutschen und rumänischen Kollegen.

    „Wir sind alle freiwillig hier. Wir sind ausgebildet, wir wollen helfen“, sagt Toni Neuhalfel, ein 36-jähriger deutscher Feuerwehrmann gegenüber France 24. Er habe ein „sehr beeindruckendes“ Feuer erlebt, das nicht mit denen vergleichbar sei, die er in Deutschland schon gesehen habe.

    Auf dem Luftwaffenstützpunkt Mérignac in der Nähe von Bordeaux sind am Freitag zwei italienische Canadair- und zwei griechische Canadair-Löschflugzeuge eingetroffen.

    In Hostens im Departement Gironde werden soger 21 Feuerwehrleute aus Polynesien erwartet. „Sie kommen vom anderen Ende der Welt, um ihre Kameraden zu unterstützen, die in der Gironde gegen die Flammen kämpfen: Danke an unsere Feuerwehrleute aus Polynesien für ihre Solidarität. Mauruuru!“ (Danke auf Tahitianisch), twitterte Präsident Emmanuel Macron am Nachmittag.

    In Frankreich brannten dieses Jahr dreimal so viele Hektar nieder wie im Jahresdurchschnitt der letzten zehn Jahre, und auch für die Europäische Union insgesamt war das Jahr 2022 seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2006 ein Rekordjahr.

    Selbst im Jura, dessen Klima normalerweise gemäßigter ist, gab es zwei Brände.

    In der Bretagne zerstörte ein Feuer am Freitag fast 300 Hektar im Wald von Brocéliande westlich von Rennes. Am späten Nachmittag war es laut dem Präfekten des Departements Morbihan, Pascal Bolot, „zu zwei Dritteln eingedämmt“.

    In der Ardèche konnte ein Feuer, das mindestens 320 Hektar verwüstet hatte, unter Kontrolle gebracht werden, wie die Präfektur des Departements am Freitagnachmittag mitteilte. Es sind jedoch immer noch 150 bis 200 Feuerwehrleute im Einsatz.

    Angesichts dieser „außergewöhnlichen“ Situation haben mehrere große französische Unternehmen – Carrefour, Orange, EDF, Axa, Auchan und GRDF – Maßnahmen ergriffen, um den Einsatz ihrer Mitarbeiter, die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren sind, zu erleichtern. Sie folgten damit einem Aufruf des Innenministers Gérald Darmanin.

    Am Freitagabend forderte der Minister außerdem die Präfekten auf, „besonders wachsam zu sein“ oder Feuerwerk, die für den 15. August geplant sind, wegen „erhöhter Brandgefahr“ abzusagen.

    Die ab Samstagabend erwarteten Niederschläge werden nicht ausreichen, um die historische Dürre im Land zu beheben, warnte Météo-France. Nach einem Monat Juli, in dem im Durchschnitt weniger als ein Zentimeter Regen fiel.

    Die Gewitter der kommenden Tage werden auf sehr trockene Böden treffen, die das Wasser nicht aufnehmen können und so die Gefahr von Überschwemmungen mit sich bringen. Ausserdem müsse mit Hagelschlag gerechnet werden, warnte Météo-France am Freitagabend.

    In weiten Teilen Frankreichs ist das Gießen von Grünflächen verboten und 73 Präfekten haben sogar den Landwirten die Wasserentnahme untersagt.

  • CO2-Emissionen durch Waldbrände in Frankreich haben 2022 alle Rekorde gebrochen

    CO2-Emissionen durch Waldbrände in Frankreich haben 2022 alle Rekorde gebrochen

    Im Jahr 2022 wurden allein in Frankreich bereits mehr als eine Million Tonnen CO2 durch Waldbrände in die Atmosphäre freigesetzt.

    Waldbrände haben langfristig negative Auswirkungen auf das Klima. Die Kohlendioxidemissionen, die durch die Brände allein in Frankreich in diesem Sommer verursacht wurden, erreichten den höchsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2003, wie das Europäische Programm für den Klimawandel Copernicus am Freitag, dem 12. August, mitteilte.

    Neueste Schätzungen anhand von Satellitendaten des Copernicus Atmospheric Monitoring Service (CAMS) vom Donnerstag zeigen, dass die CO2-Emissionen durch Brände in Frankreich in den Monaten Juni, Juli und August die höchsten seit 2003 sind.

    Mehr als 60.000 Hektar verbrannte Fläche in Frankreich im Jahr 2022.
    Seit Jahresbeginn wurden in Frankreich bereits mehr als eine Million Tonnen CO2 durch Brände freigesetzt, während der Durchschnitt in dieser Zeit normalerweise bei etwas über 0,5 Millionen Tonnen liegt. Der aktuelle Rekord liegt bei fast 1,3 Millionen Tonnen über das ganze Jahr verteilt im Jahr 2003. Laut den Statistiken des Europäischen Waldbrandinformationssystems EFFIS brannten in Frankreich seit Januar 60.358 Hektar.

    Ein Großteil des europäischen Kontinents ist von dramatischen Waldbränden betroffen, die durch die Hitzewelle auf der Iberischen Halbinsel und in Südwestfrankreich „noch verschlimmert wurden“, erklärt Mark Parrington, Wissenschaftler bei Copernicus gegenüber Franceinfo. Die Wahrscheinlichkeit und Intensität von Hitzewellen wiederum wird durch die globale Erwärmung verschärft, die durch menschliche Aktivitäten und die Verbrennung fossiler Energieträger beschleunigt wird.

  • Feuer in der Bretagne: Das Juwel der Region, der Wald von Brocéliande, geht in Flammen auf

    Feuer in der Bretagne: Das Juwel der Region, der Wald von Brocéliande, geht in Flammen auf

    Seit Freitagmorgen, 12. August, wurden 250 Hektar des Waldes von Brocéliance, in dem die Legende der Ritter der Tafelrunde spielt, von einem Waldbrand zerstört. Trotz der Verstärkung durch zwei schwedische Canadair-Löschflugzeuge war das Feuer am Freitagabend noch nicht gelöscht.

    Inmitten des größten Waldgebiets der Bretagne, dem Wald von Brocéliande, wuchs am Freitag, dem 12. August, eine Flammenwand empor. Am Abend war das Feuer zwar zu zwei Dritteln eingedämmt, aber die Temperaturen waren immer noch sehr heiß und nährten den Hauptbrandherd weiter. „Wir hatten eine sehr starke Wiederaufnahme in Richtung Westen und ein Feuer, das weiter voranschreitet“, erklärte Pascal Bolot, Präfekt des Departements Morbihan.

    250 Hektar in Rauch aufgegangen
    Seit 1 Uhr morgens brannte der Wald von Brocéliande mit Flammen, die manchmal bis zu 5 Meter hochschlugen. Es handelt sich um den größten Brand seit über 20 Jahren in diesem Gebiet. Trotz der Hilfe von zwei schwedischen Wasserbombern sind über 250 Hektar in Rauch aufgegangen, und das Feuer ist immer noch aktiv. Landwirte befürchten das Schlimmste für ihre Tiere und Bewohner wurden vorsichtshalber evakuiert. 300 Feuerwehrleute sind noch immer im Einsatz, um dieses historische Feuer einzudämmen.

  • Brände in der Gironde: Deutschen Feuerwehrleute sind zur Unterstützung eingetroffen

    Brände in der Gironde: Deutschen Feuerwehrleute sind zur Unterstützung eingetroffen

    In ihrem erbitterten Kampf gegen die Flammen können die französischen Feuerwehrleute seit Donnerstagabend, 11. August, auf Verstärkung aus Deutschland zählen. Die deutschen Feuerwehrleute sind bereits seit Freitagmorgen in Belin-Béliet im Einsatz.

    Kaum sind die deutschen Feuerwehrleute am Brandort in Belin-Béliet (Gironde) angekommen, sind sie auch schon bei der Arbeit. Ausgerüstet mit Wassersäcken löschen sie heiße Stellen, um ein Übergreifen der Flammen zu verhindern. Die fast ungezähmten Waldbrände sind für sie ein ungewohntes Terrain. „Die Landschaft, die Pflanzen, die hier wachsen, sind anders als bei uns, und auch der Boden ist anders. Also sind wir gezwungen, unsere Arbeitsweise anzupassen“, kommentiert Teamleiter Simon Friz gegenüber France 2.

    Neue Techniken erlernen
    Die Organisation ist noch nicht perfekt, und die Sprachbarriere macht die Arbeit nicht einfacher. „Es ist eine Fachsprache, also schaffen wir es, uns gegenseitig zu verstehen. Das zwingt einen, sich vielleicht ein bisschen mehr zu konzentrieren“, meint ein französischer Feuerwehrmann. Die anwesenden Deutschen haben sich alle freiwillig gemeldet, um die Flammen im Südwesten Frankreichs zu bekämpfen. „Wir sind stolz, hier zu sein. Alle Kollegen haben große Lust, zu lernen, sich zu verbessern und natürlich auch, den französischen Feuerwehrleuten effektiv zu helfen“, sagt der deutsche Feuerwehrmann Heiko Basten. Etwa 60 deutsche Feuerwehrleute wechseln sich bei der Brandbekämpfung in der Gironde ab. Bald werden sich 300 Feuerwehrleute aus anderen europäischen Ländern zu ihnen gesellen.