Kategorie: Umwelt

  • Bald wieder 40 Grad? Neue Hitzewelle für nächste Woche in Frankreich erwartet

    Bald wieder 40 Grad? Neue Hitzewelle für nächste Woche in Frankreich erwartet

    Gerade erst sind die Temperaturen in Frankreich wieder unter die 25-Grad-Marke gefallen, und schon wird ab nächster Woche im Süden des Landes eine neue Hitzewelle erwartet.

    Es wird wieder heiß werden, sehr heiß sogar. Météo France kündigte für die nächste Woche eine neue Hitzewelle an, die sich zunächst auf den Süden konzentrieren und dann auf das ganze Land ausdehnen wird. Das Thermometer soll nochmals auf über 35 Grad klettern.

    Eine vierte Hitzewelle könnte ganz Frankreich in der nächsten Woche erreichen. Den Vorhersagen von Météo France zufolge werden die Temperaturen ab dem Wochenende nach dem Ende der Gewitter und Niederschläge, die wir derzeit erleben, wieder ansteigen.

    40 Grad im Südwesten?
    Ab Samstag über Südfrankreich die Sonne ungetrübt scheinen, ohne eine einzige Wolke am Himmel. Die 30-Grad-Marke wird in den Regionen Hérault und Pyrénées-Orientales sofort erreicht werden. In der anderen Hälfte des Landes wird es am Wochenende noch kühl bleiben, mit Werten zwischen 20 und 26 Grad.

    Ab Dienstag wird es bis zum Ende der Woche heiß und die Sonne kehrt auch in der nördlichen Hälfte des Landes zurück. Am Mittwoch wird es in Toulouse und Bordeaux 31 Grad und in Tarbes und Montélimar 29 Grad warm.

    Laut dem Wetterkanal la Chaîne Météo könnten im Südwesten Frankreichs bis zu 40 Grad erreicht werden. Es ist noch zu früh, um die Dauer und Intensität dieser neuen Hitzewelle mit grosser Genauigkeit zu bestimmen. Derzeit ziehen immer noch heftige Gewitter über das Land.

  • Baum stürzt auf Zelt und Wohnwagen auf einem Campingplatz in Corrèze – zwei Schwerverletzte

    Baum stürzt auf Zelt und Wohnwagen auf einem Campingplatz in Corrèze – zwei Schwerverletzte

    Ein älteres Ehepaar wurde auf einem Campingplatz in der Region Corrèze durch einen umstürzenden Baum schwer verletzt.

    Auf einem Campingplatz in Collonges-la-Rouge (Corrèze) wurden in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch, dem 17. August, zwei Personen schwer verletzt, als ein Baum aufgrund des Unwetters umstürzte, berichtet France Bleu Limousin. Der Baum fiel auf ein Zelt und einen Wohnwagen.

    Der Baum stürzte gegen 2.30 Uhr morgens auf den städtischen Campingplatz der Gemeinde. Bei den beiden Verletzten handelt es sich um einen 79-jährigen Mann und eine 69-jährige Frau. Die Frau befindet sich in Lebensgefahr und wird im Krankenhauszentrum von Brive behandelt.

    Die Gendarmerie ist am Mittwochmorgen vor Ort, um die genauen Umstände des Unglücks zu ermitteln.

  • Normandie: Seespinnen zerstören Muschelparks

    Normandie: Seespinnen zerstören Muschelparks

    Im Ärmelkanal, der bereits von der globalen Erwärmung betroffen ist, werden die Muscheln nun neuen Räuber gefressen. Nach den Möwen sind es jetzt die Seespinnen. Sie verwüsten die Muschelparks  – eine sehr besorgniserregende Situation für die Muschelzüchter.

    In seinem Muschelpark in Bricqueville-sur-Mer (Manche) in der Normandie ist Vincent Onfroy mit einer ungewohnten Situation konfrontiert: Bei jeder Flut werden die Muscheln von Seespinnen gefressen, die in nur wenigen Stunden eine verheerende Wirkung entfalten. Diese äußerst gefräßigen Krustentiere sind zu Hunderttausenden an die Küsten des Ärmelkanals gelangt, um sich dort zu vermehren.

    Lesen Sie auch: Großbritannien: Tausende Meeresspinnen belagern die Strände Cornwalls

    Bis zu 20% Verlust für einige Muschelzüchter
    „Die Seespinnen waren schon immer da. Früher wurden sie aber viel mehr gefischt. Angesichts der geringen Einnahmen, die sie den Fischern einbringen, haben sie inzwischen aber das Interesse an dem Produkt verloren, sodass wir jetzt eine riesige Masse dieser Krebstiere haben, die selbst keine Fressfeinde haben (…)“, erklärt Vincent Onfroy, ein Muschelzüchter auf dem Sender France 3. Für die Branche ist das Phänomen besorgniserregend und kostspielig. Einige Muschelzüchter in der Normandie beklagen, dass die Seespinnen bis zu 20% ihrer Produktion verwüsten, und fordern, sie beseitigen zu dürfen. Zurzeit fischen sie die Seespinnen zwar, müssen sie später aber lebend wieder freilassen.

  • Unwetter im Departement Gers: Hagel, Mini-Tornado, 90 Einsätze der Feuerwehr

    Unwetter im Departement Gers: Hagel, Mini-Tornado, 90 Einsätze der Feuerwehr

    Starke Winde, sintflutartige Regenfälle und Hagelböen trafen mehrere Gemeinden des Departements Gers, vor allem im Nordwesten. Ein Campingplatz in Eauze musste nach einem Mini-Tornado evakuiert werden und die Straßen von Condom waren von einer Graupelschicht bedeckt.

    Nach einem sehr trockenen und heißen Sommer änderte sich das Wetter am Dienstagabend, dem 16. August, schlagartig. In allen Regionen des Departements Gers, das von Météo France nicht auf die Warnstufe Orange für Gewitter gesetzt worden war, kam es zu sintflutartigen Regenfällen und örtlich zu Hagelstürmen.

    Die Feuerwehr rückte nach 22.30 Uhr zu über 90 Einsätzen aus. Hauptsächlich wegen Überschwemmungen und Ästen auf Straßen in den Regionen um Nogaro, Eauze und Condom. Die Gendarmerie berichtet, dass Bäume auf Landstraßen stürzten und so die Durchfahrt von Fahrzeugen behinderten.

    In Eauze musste ein Campingplatz evakuiert werden, nachdem ein Mini-Tornado mehrere Bäume auf seinem Weg entwurzelt hatte.

    In der Stadt Condom fielen große Mengen Hagel. Einige Einwohner berichten von mehr als 30 Millimetern Hagelschlag. In der Gegend von Montréal-du-Gers wurden 50 Liter Niederschlag pro m2 gemessen.

    Die durch das Gewitter verursachten Schäden waren nur materieller Art, Menschen kamen nicht zu Schaden.

  • Gewitter und Überschwemmungen: Schäden der Nacht, 5 Departements unter Warnstufe Orange

    Gewitter und Überschwemmungen: Schäden der Nacht, 5 Departements unter Warnstufe Orange

    Heftige Gewitter suchten am Dienstag bis in die Nacht hinein Südfrankreich und Paris heim. Am Mittwoch ziehen die Unwetter weiter…

    Am Dienstag Nachmittag wurden die Regionen am Mittelmeer von schweren Unwettern heimgesucht. Die Gewitter, die teilweise schweren Hagel brachten, sind noch nicht vorbei und haben sich am Mittwoch in Richtung Var verlagert. In den Departements Hérault, Gard, Vaucluse und Bouches-du-Rhône gilt weiterhin die Warnstufe Orange.

    Beeindruckende Bilder, aber keine großen Schäden
    In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch zogen heftige Gewitter, teilweise mit starken Regenfällen, von West nach Ost über den Südosten, von der Aude bis zum Var. Glücklicherweise wurden keine nennenswerten Schäden von den Rettungsdiensten gemeldet. Die Warnstufe Orange wurde in der Nacht für die Departements Aude, Tarn und Aveyron aufgehoben.

    Die Feuerwehr im Departement Gard meldet eine ruhige Nacht mit relativ wenigen Einsätzen. Gleiches wird am Mittwochmorgen aus den Departements Hérault und Bouches-du-Rhône berichtet, obwohl es über Montpellier und Marseille stark regnete. Diese Gewitter brachten Starkregen in der Größenordnung von 20 bis 40 Litern pro m2 in der Stunde. Spitzenwerte mit 75 Litern Regen in Montarnaud und 97 Litern in Puechabon, zwei Gemeinden in der Nähe von Montpellier, wurden von Météo-France gemeldet. Der Wind blies ebenfalls sehr stark mit 103 Kilometern in der Gemeinde Aigues-Mortes in der Camargue.

    Aus Paris kamen zwar beeindruckende Bilder, aber es gab zum Glück keine grossen Schäden zu beklagen. Die außergewöhnlich starken regenfälle in der französischen Hauptstadt führten allerdings zu einer Überschwemmung der U-Bahn, die innerhalb weniger Minuten unter Wasser stand. In den Straßen bildeten sich Sturzbäche und zahlreiche Äste wurden von den Bäumen gerissen. Glücklicherweise kam es zu keinen größeren Zwischenfällen oder gar Verletzten.

    Wie lauten die Vorhersagen?
    „Die Gewitter ziehen weiter nach Osten und überqueren das Departement Var. Die Gewitter können sehr heftig sein, mit starken Regenfällen, die lokal in kurzer Zeit 80 Liter/m2 erreichen, mit Hagel und starken Windböen. In den Küstengebieten sind auch Wirbelstürme möglich“, warnt Météo-France in einem Bulletin am Mittwochmorgen.

    Im Laufe des Mittwochs werden von der Loire bis zur belgischen Grenze öfters Schauer auftreten, die von Gewittern begleitet werden. Vom mittleren Rhônetal bis zum Nordosten, folgen zahlreiche gewittrige Schauer aufeinander, die örtlich zu starkem Hagel führen können.

    Die Schauer, die vom Südwesten bis zur Region Paris auftreten, werden vom Limousin bis zum Zentrum sich in Gewitter umwandeln, die zeitweise länger anhalten können.

    Vorsichtsmaßnahmen sind zu beachten
    Die Behörden der Departements im Südosten, für die die Warnstufe Orange gilt, haben die Bevölkerung daran erinnert, Reisen zu verschieben oder sich zumindest vor Fahrtantritt über das Wetter zu informieren. „30 cm Wasser reichen aus, um ein Auto wegzuschwemmen“, erinnerte die Präfektur des Departements Var in einer Pressemitteilung. Es wird auch ausdrücklich davon abgeraten, sich in der Nähe von Wasserläufen aufzuhalten oder unter einem Baum Schutz zu suchen.

  • Waldbrände: 26 mutmaßliche Brandstifter wurden seit Beginn des Sommers in Frankreich festgenommen

    Waldbrände: 26 mutmaßliche Brandstifter wurden seit Beginn des Sommers in Frankreich festgenommen

    Vier dieser Personen wurden bereits verurteilt und sechs wurden in Untersuchungshaft genommen, wie das Innenministerium mitteilte.

    Von der Gironde über Maine-et-Loire bis hin zum Aveyron war Frankreich in den vergangenen Tagen mit einer Welle von Bränden konfrontiert. Vor dem Hintergrund einer großen Hitze und Trockenheit ist der Ursprung des Feuers in den meisten Fällen ein Unfall oder eine natürliche Ursache. Einige Brände wurden jedoch von Pyromanen gelegt. So wurden seit Beginn des Sommers 26 mutmaßliche Brandstifter festgenommen, wie Franceinfo unter Berufung auf das Innenministerium meldet.

    Vier dieser Personen sind bereits verurteilt worden, sechs wurden in Untersuchungshaft genommen. Insgesamt laufen laut dem Ministerium 22 Ermittlungen. Am vergangenen Sonntag zum Beispiel wurde ein etwa 40-jähriger Mann festgenommen, der in einem Wald in Anglet (Pyrénées-Atlantiques) zwei Feuer gelegt haben soll, wie die Staatsanwaltschaft von Bayonne mitteilte. Der Mann ist am Montagabend in die psychiatrische Abteilung eines Krankenhauses eingewiesen worden.

    Mehr als 62.000 Hektar sind in Frankreich verbrannt.
    Auch ein freiwilliger Feuerwehrmann aus dem Departement Hérault wurde angeklagt und am 28. Juli in Untersuchungshaft genommen. Er wird verdächtigt, acht Brandausbrüche im Hérault verursacht zu haben. Ein 44-jähriger Mann, der gestanden hatte, mehrere Brandausbrüche in der Ardèche verursacht zu haben, wurde am 29. Juli wegen „vorsätzlicher Brandstiftung“ angeklagt. Ende Juli waren in der Ardèche in der Nähe von Aubenas etwa zehn Brände ausgebrochen, die 1.200 Hektar Land verwüsteten.

    Insgesamt brannten in Frankreich seit Jahresbeginn mehr als 62.000 Hektar Land, wie aus den Daten des Europäischen Waldbrandinformationssystems (EFFIS) hervorgeht. Dies ist ein Rekord für die letzten sechzehn Jahren.

  • Heftige Regenfälle verursachen große Schäden in Paris

    Heftige Regenfälle verursachen große Schäden in Paris

    Ein heftiges Gewitter verursachte am Dienstag, dem 16. August 2022, in Paris große Schäden. Für ganz Frankreich wurde eine Unwetterwarnung ausgegeben.

    Ein besonders heftiges Gewitter ging am Dienstag, dem 16. August 2022, in Paris nieder. Für weite Teilen Frankreichs gilt eine Unwetterwarnung.

    Es kam zu Überschwemmungen und abgerissenen Ästen.
    Laut Internetnutzern trat das Gewitter besonders plötzlich auf. sintflutartige Regenfälle gingen über der französischen Hauptstadt nieder. In den Straßen bildeten sich reißende Ströme. Einige Internetnutzer posteten beeindruckende Bilder.

    https://twitter.com/unautreanonyme/status/1559572303658229762

    https://twitter.com/Melmel63017151/status/1559579196577517568

    Das Gewitter brachte heftigen Niederschlag, begleitet von Hagel und starken Windböen. Laut dem Meteorologen Guillaume Séchet wurde auf der Spitze des Eiffelturms sogar eine Böe von 104 km/h gemessen. Bäume brachen unter der Gewalt des Windes zusammen.

    Pariser Metro unter Wasser
    Die heftigen Regenfälle führten zu Überschwemmungen, insbesondere in der Pariser Metro. In mehreren Stationen ergossen sich Wassermassen über die Treppen, während manche Fahrgäste tapfer versuchten, sich einen Weg zu bahnen. Dies galt insbesondere für die Station Balard im 15. Arrondissement.

    2 bis 3 Wochen Niederschlag in einer Stunde
    Die Niederschlagsmengen, die am Dienstag über dem Großraum Paris niedergingen, waren bemerkenswert. In Paris fielen in nur einer Stunde 47 Liter Regen pro Quadratmeter, was laut La Chaîne Météo einer Niederschlagsmenge von drei Wochen entspricht.

    „Zur Orientierung: Der monatliche Normalwert 1991-2020 für diese Station liegt bei 58 Litern, der übrigens an diesem Dienstag, dem 16. August, bereits überschritten wurde“, meldet auch Météo France.

    Zur Erinnerung: 8 Departements wurden von Météo France auf die Warnstufe Orange für intensive Gewitter gesetzt. In 88 weiteren Departements herrscht Warnstufe Gelb. Es werden insbesondere heftige Niederschläge erwartet, die stellenweise zu Überschwemmungen führen können.

  • EU-Kommissar Thierry Breton: „Wir werden die Flotte der Löschflugzeuge bis 2029 verdoppeln“

    EU-Kommissar Thierry Breton: „Wir werden die Flotte der Löschflugzeuge bis 2029 verdoppeln“

    „Zwei zusätzliche Wasserbomber werden in Frankreich positioniert, zwei weitere in Italien, zwei in Griechenland, zwei in Spanien und zwei in Portugal“, erklärt der EU-Binnenmarktkommissar. „Wir werden die Flotte unserer Wasserbomber bis 2029 verdoppeln“, im Sinne des europäischen Brandschutzes, kündigte Thierry Breton, EU-Kommissar für den Binnenmarkt, am Dienstag, dem 16. August, auf Franceinfo an. Seit Anfang des Jahres brannten in der EU 660.000 Hektar Vegetation, ein Zehntel davon in Frankreich. „Zwei zusätzliche Löschflugzeuge werden in Frankreich positioniert, zwei weitere in Italien, zwei in Griechenland, zwei in Spanien und zwei in Portugal“. „Der europäische Katastrophenschutzmechanismus, der seit 2001 besteht, ist ziemlich gut ausgestattet. Wir verfügen auf europäischer Ebene über eine Flotte von Wasserbombern, die derjenigen entspricht, die Frankreich besitzt“, sagt der EU-Kommissar stolz. Seitdem Frankreich um Hilfe bei der Bewältigung der Brände gebeten hat, verfügt es neb…

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  • Brände in Frankreich: Regierung kündigt Steuerhilfen für Betroffene an

    Brände in Frankreich: Regierung kündigt Steuerhilfen für Betroffene an

    Am Montag erklärte der Minister für öffentliche Finanzen, Gabriel Attal, dass Personen und Unternehmen, die in den letzten Wochen von den Bränden in Frankreich betroffen waren, Steuerhilfen erhalten werden. Der Minister für öffentliche Finanzen, Gabriel Attal, kündigte am Montag in einem Interview mit der Zeitung Le Dauphiné Libéré an, dass innerhalb einer Woche eine Arbeitsgruppe eingerichtet werden soll, die steuerliche Hilfen für Privatpersonen, Unternehmen und Körperschaften, die von den Bränden in diesem Sommer betroffen sind, vorbereiten soll. Es gehe um „Maßnahmen, um die betroffenen Privatpersonen, Unternehmen und Körperschaften zu unterstützen“. Um „die wirtschaftlichen und finanziellen Folgen, die die Betroffenen zu tragen haben werden, zu begrenzen“, beschlossen Gabriel Attal und Wirtschaftsminister Bruno Le Maire, „bis nächste Woche eine Arbeitsgruppe in der Direktion für öffentliche Finanzen einzurichten“, die damit beauftragt werden soll, „eine Art steuerlichen Puffer“ ei…

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  • Gewitteralarm: Wie entsteht eigentlich der Hagel?

    Gewitteralarm: Wie entsteht eigentlich der Hagel?

    Fünf Departements im Südwesten wurden auf Warnstufe Orange für Gewitter gesetzt und es wird örtlich schwerer Hagel erwartet. Wie entsteht dieses mitunter zerstörerische Wetterphänomen?

    In Okzitanien werden am Dienstag, dem 16. August, ab dem Nachmittag heftige Gewitter erwartet. Die Departements Aude, Aveyron, Gard, Hérault und Tarn wurden auf Warnstufe Orange für Gewitter gesetzt. Die Gewitter könnten mit zerstörerischen Hagelereignissen einhergehen. Aber wie entstehen eigentlich diese Eiskörner, die manchmal so groß wie Golfbälle sein können?

    Wasserpartikel und Verunreinigungen
    Hagelkörner sind immer größer als 5 Millimeter, ansonsten spricht man von Graupel, erklärt Météo France. Sie bilden sich in den Cumulonimbus-Wolken, den Wolken, die für Gewitter so charakteristisch sind.

    Lesen Sie auch: Warnung vor schweren Gewittern: Welche Gefahren die für heute Abend vorhergesagten Gewitter bringen können

    In diesen Gewitterwolken gibt es starke Auf- und Abwärtsströmungen zwischen der warmen und feuchten Wolkenbasis und dem sehr kalten obersten Teil der Wolken. In diesen Strömungen entstehen die Hagelkörner. In Wirklichkeit sind es Wasserteilchen, die um einen festen Kern, der zum Beispiel aus einem Staub-oder Sandkorn bestehen kann, gefrieren. Es können auch vulkanischer Ruß, Staub, Abgase aus Flugzeugtriebwerken oder ähnliche Verunreinigungen sein, erklärt Météo France.

    Je größer und heftiger die Cumulonimbus-Wolke ist, desto größer können die Hagelkörner sein.

    Gefahren des Hagels
    Auch wenn Hagelschauer in der Regel nur kurze Zeit andauern und nur recht begrenzte Flächen betreffen, können sie große materielle Schäden anrichten. Gebäude können beschädigt werden, aber vor allem die Landwirtschaft ist betroffen. Es ist kaum möglich, derartige Wetterphänomene zu verhindern und sich wirksam dagegen zu schützen.