Kategorie: Umwelt

  • „Gletscher der Apokalypse“: Wissenschaftler warnen vor dem schnellen Schmelzen von Thwaites und seinen Folgen

    „Gletscher der Apokalypse“: Wissenschaftler warnen vor dem schnellen Schmelzen von Thwaites und seinen Folgen

    In der Antarktis schmilzt ein Gletscher von der Größe Floridas mit rasender Geschwindigkeit. Eine Schmelze, die dramatische Folgen für den Wasserspiegel der Weltmeere haben wird.

    Thwaites, ein 120 km breiter und 600 km langer Gletscher in der Antarktis, beunruhigt heute Wissenschaftler auf der ganzen Welt. Der Grund: Sein immer schnelleres Schmelzen wird globale Auswirkungen haben.

    Schmelzen aufgrund der globalen Erwärmung
    Eine in Nature Geoscience veröffentlichte Studie enthüllte die schlechte Nachricht: Ein Team von Wissenschaftlern konnte in den letzten Monaten mithilfe eines Unterwasserroboters die Entwicklung eines Gletschers von gigantischen Ausmaßen messen, der viel schneller schmilzt als früher angenommen. Ein Abschmelzen, das auf die Klimaveränderung zurückzuführen ist.

    „Die globale Erwärmung verändert die Zirkulation von Luftströmen über der Antarktis und das hat Auswirkungen auf die Meeresströmungen. Dadurch kommen viel mehr warme Strömungen an die Oberfläche“, erklärt Atshuiro Muto, Professor an der Temple University, der von National Geographic befragt wurde. Mit anderen Worten: Die globale Erwärmung erwärmt den Gletscher nicht direkt, sondern verändert den Weg der warmen Wasserströme in der Region, die dann wiederum das Schmelzen des Gletschers beschleunigen.

    Ein katastrophaler Anstieg des Wassers
    Sollte der Thwaites-Gletscher vollständig verschwinden, würde der Meeresspiegel weltweit um schätzungsweise 3 Meter ansteigen, was viele Länder und Millionen von Menschen betreffen würde. Auch wenn der Gletscher nicht sofort verschwindet, zeigt die Beobachtung des Meeresbodens, dass er schätzungsweise 2,1 Kilometer pro Jahr abschmelzen wird, was doppelt so schnell ist wie die geschätzte Geschwindigkeit zwischen den Jahren 2011 und 2019.

    Und das ist noch nicht alles: Der Gletscher wird sich aufgrund des Abschmelzens wahrscheinlich von der Antarktis lösen. Robert Larter, einer der Autoren der Studie, sagte: „Thwaites hält sich nur noch mit den Fingerspitzen fest“.

    Der Gletscher der Apokalypse wird auch in den kommenden Jahren im Fokus vieler Wissenschaftler stehen, da die Auswirkungen der globalen Erwärmung auf diesen Teil der Welt eine Kette von Katastrophen in anderen Regionen auslösen könnten.

  • Die Heizung auf 19°C und Duschen bevorzugen – so kann man seinen Energieverbrauch um 10% senken

    Die Heizung auf 19°C und Duschen bevorzugen – so kann man seinen Energieverbrauch um 10% senken

    Angesichts der Energiekrise rief Emmanuel Macron die Franzosen zu einem sparsamen Umgang mit Energie auf und meinte, dass „die beste Energie diejenige ist, die man nicht verbraucht“. Als Ziel nannte der Staatschef, „10% dessen, was wir derzeit verbrauchen, einzusparen“.

    Emmanuel Macron rief die Franzosen am Montag, dem 5. September, dazu auf, ihren Energieverbrauch zu senken, um Rationierungen in diesem Winter zu vermeiden, indem sie 10% Energie einsparen. Der Präsident rief insbesondere dazu auf, die Heizung etwas weniger stark als üblich aufzudrehen, wenn es kalt wird, und empfahl eine Temperatur von 19 °C. Hier fünf Tipps, wie man diese Ziele erreichen kann.

    Die Heizung herunterdrehen
    Die Heizung ist der größte Energieverbraucher der Franzosen: Sie macht 65% der Ausgaben aus. Eine Senkung der Temperatur um 1 °C bedeutet daher 7% weniger Verbrauch. Die empfohlene Temperatur beträgt 19 °C im Wohn- und Esszimmer und 16 °C in den Schlafzimmern.

    Wer tagsüber nicht zu Hause ist, sollte Fensterläden und Vorhänge geschlossen lassen, um die Wärme in der Wohnung zu halten, und die Heizung herunterdrehen. Natürlich sollte man auch daran denken, die Heizkörper auszuschalten, wenn die Fenster zum Lüften geöffnet sind.

    Hinweis: Ein gut gewarteter Heizkessel hält 2 bis 3 Mal länger und verbraucht etwa 10% weniger Energie.

    Auf heißes Wasser achten
    Der nationale Energie-Ombudsmann rät, die Temperatur des Warmwassers auf 55 °C bis 60 °C einzustellen und die Rohre und den Warmwasserspeicher gut zu isolieren.

    Laut EDF entfallen 11% des Gasverbrauchs eines Haushalts auf die Warmwasserbereitung. Daher sollte man eine Dusche einem Bad vorziehen: Ein Bad verbraucht zwischen 150 und 200 Liter Wasser. Eine Dusche benötigt nur zwischen 30 und 60 Liter.

    Empfohlen wird, eine wassersparende Handbrause zu nutzen, das Wasser beim Einseifen abzustellen und die Duschzeit auf 5 Minuten zu beschränken.

    Keine Geräte mehr im Standby-Modus
    Man sollte immer daran denken, das Licht und elektrische Geräte (Fernseher, Hi-Fi-Anlage, Computer usw.) auszuschalten, wenn sie nicht benutzt werden.

    Ausserdem sollte man die Geräte ganz ausschalten, anstatt sie im Standby-Modus zu lassen. So können tatsächlich bis zu 10% der Stromrechnung (ohne Heizung) gespart werden.

    Handy-Ladegeräte und ähnliche Geräte sollten komplett vom Netz getrennt werden, wenn sie nicht benutzt werden.

    Verantwortungsvoll kochen
    Pfannen oder Töpfe während des Kochens immer abdecken. Laut EDF verbraucht man dadurch immerhin 30% weniger Gas. Ausserdem sollte man Speisen in der Mikrowelle statt im herkömmlichen Backofen erhitzen und Wasser statt auf dem Gasherd lieber mit einem Wasserkocher zum Kochen bringen. Wichtiger Hinweis: Induktionskochfelder verbrauchen 30 bis 50% weniger Strom, als herkömmliche Elektroherde sparen.

    Und bitte keine heißen Lebensmittel in die Gefriertruhe oder den Kühlschrank stellen. Beide Geräte sollte man unbedingt abtauen, sobald die Eisschicht mehr als 3 mm beträgt. Wichtig ist auch, die Türdichtungen zu reinigen und bei Bedarf auszutauschen. Und noch ein letzter Tipp: Kühlschränke und Gefriertruhen gehören nicht in die Nähe einer Wärmequelle.

    Einsparungen beim Wäschewaschen
    Wäsche sollte bei niedrigen Temperaturen gewaschen werden. Man kann 25% Strom einsparen, wenn man seine Wäsche bei 40 °C statt bei 60 °C wäscht. Und natürlich sollte die Waschmaschine immer vollständig gefüllt sein, bevor man sie einschaltet.

    Ein unnötiger Stromfresser ist auch der Wäschetrockner. Besser ist es, die Wäsche an der Luft trocknen zu lassen, wann immer es möglich ist. Ansonsten sollte die Wäsche gut geschleudert sein, bevor sie in den Wäschetrockner kommt.

    Beim Kauf neuer Geräte sollte unbedingt auf die höchste Energieeffizienzklasse (A++++) geachtet werden.

  • Gewitter: Sintflutartige Regenfälle gehen auf die Stadt Nîmes nieder

    Gewitter: Sintflutartige Regenfälle gehen auf die Stadt Nîmes nieder

    11 Departements wurden am Mittwochmorgen, dem 7. September, in Südostfrankreich unter Warnstufe Orange für Gewittern versetzt. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch gingen im Gard, insbesondere in der Stadt Nîmes, sintflutartige Regenfälle nieder.

    Am Morgen des Mittwochs, 7. September, herrscht in 11 Departements im Südosten Frankreichs die Warnstufe Orange für Gewitter. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch gingen sintflutartige Regenfälle im Departement Gard nieder, insbesondere in der Stadt Nîmes, wo die Journalistin Noémie Dahan für den Sender France 2 berichtet: „Hier konzentrierte sich der Großteil der Einsätze der 400 mobilisierten Feuerwehrleute. Sie sind fast fünfzig Mal ausgerückt, insbesondere um drei Personen zu retten, die durch eine herabstürzende Decke verletzt wurden“.

    Die Gewitter verlagern sich in Richtung Vaucluse
    Andere Personen wurden durch das steigende Wasser in ihren Autos eingeschlossen. Die Stadt hat das Rote Kreuz gebeten, eine Notunterkunft für die Betroffenen zur Verfügung zu stellen. Am Mittwochmorgen liess der Regen in Nîmes nach, die Alarmstufe Rot der vergangenen Nacht ist nun auf Orange geändert worden. Es könnte aber über den tag hin weiter regnen, daher rät die Feuerwehr zu höchster Wachsamkeit, wenn man sich ausserhalb des Hauses bewegen muss. Derzeit bewegen sich die Gewitter in Richtung Vaucluse, meldet der Sender France 2.

  • Hurrikan Danielle wird auf Nordeuropa treffen – seine Zugbahn und die Folgen für Frankreich

    Hurrikan Danielle wird auf Nordeuropa treffen – seine Zugbahn und die Folgen für Frankreich

    Die Zugbahn des Hurrikans Danielle ist inzwischen genauer bekannt. Er wird bis zum Ende der Woche in Richtung Nordeuropa ziehen. Das wird nicht ohne Auswirkungen auf das Wetter in Frankreich bleiben.

    Eine ernsthafte Bedrohung durch den Hurrikan Danielle ist für Frankreich nicht mehr aktuell. Eine erste Warnung war vor einer Woche vom spanischen Wetterdienst herausgegeben worden, der davor warnte, dass Danielle möglicherweise Spanien und Frankreich treffen könnte. Dieses Szenario ist heute nicht mehr aktuell.

    Wo befindet sich Danielle?
    Anfang der Woche befand sich der Hurrikan Danielle in der Mitte des Atlantik, etwa 3.000 Kilometer von der europäischen Küste entfernt. Er wurde Hurrikan der Kategorie 1 eingestuft.

    Welche Zugbahn wird er nehmen?
    Hurrikan Danielle wird voraussichtlich dem „klassischen Weg“ eines Hurrikans folgen. Er wird wahrscheinlich das Azorenhoch umgehen und in nordöstlicher Richtung nach Westeuropa aufsteigen. Er wird höchstwahrscheinlich auf die Küste Irlands oder die Küste Englands zusteuern, so das Szenario des amerikanischen Hurrikan-Zentrums (NHC).

    Wird es Auswirkungen auf Frankreich geben?

    Nach Angaben von La Chaîne Météo gibt es zwei Möglichkeiten:

    1. Wenn Danielle am 10. oder 11. September vor der Küste Irlands ankommt, wird der Sturm „zu einem einfachen, üblichen Tiefdruckgebiet“ werden. Das Wetter wird im Nordwesten Frankreichs unbeständig mit Windböen sein.
    2. Wenn Danielle erst langsamer und später vor der Küste Irlands ankommt, wird der Sturm sich erheblich abschwächen und könnte sich sogar auflösen, bevor er die europäischen Küsten erreicht, ohne Auswirkungen auf das Wetter in Frankreich zu haben.
      Nach diesem zweiten Szenario, das La Chaîne Météo ausführlich beschreibt, würde ein Hochdruckgebiet am kommenden Wochenende über Frankreich an Kraft gewinnen, was das schöne Wetter begünstigen wird. Das könnte in der nächsten Woche zu neuen Gewittern in Südfrankreich führen.

    Ein Hurrikan bezieht seine Energie vor allem aus dem warmen Wasser des Ozeans. Die Temperaturen liegen im Atlantik derzeit 4 bis 5 °C über den üblichen Durchschnittswerten. Wenn sich der Hurrikan Danielle Europa nähert, wird er über Wasser eine Temperatur von etwa 22°C vorfinden. Eine Temperatur, die für sein Überleben als tropischer Sturm nicht hoch genug sein dürfte.

  • Dürre: In sehr vielen Gemeinden gelten trotz Regen und Gewitter immer noch Wasserbeschränkungen

    Dürre: In sehr vielen Gemeinden gelten trotz Regen und Gewitter immer noch Wasserbeschränkungen

    Die Hitzewellen sind zwar vorbei, aber in vielen Regionen Frankreichs gibt es immer noch Wasserbeschränkungen. 

    Der September ist da, der Herbst rückt näher, Gewitter und Regen werden häufiger. Und dennoch lässt die Trockenheit trotz sinkender Temperaturen nicht nach. Einige Flüsse wie die Loire haben stellenweise immer noch einen kritisch niedrigen Wasserstand, und in vielen Departements herrscht immer noch verstärkte Alarmbereitschaft für Trockenheit und Dürre. Die Wasserbeschränkungen scheinen somit noch einige Zeit andauern zu müssen.

    Warum hält die Dürre an?
    Der anhaltende Wassermangel hat sich trotz sinkender Temperaturen noch nicht gebessert. Die stellenweise geringen Regenmengen zum, aber auch die Art und Weise, wie der Regen fiel, erklären den anhaltenden Wassernotstand.

    Laut der Website Eaufrance, einem öffentlichen Wasser-Informationsdienst, sind „effiziente“ Niederschläge nur diejenigen, die das Grundwasser auffüllen, das laut dem Centre d’Information sur l’Eau die wichtigste Trinkwasserquelle in Frankreich ist. Im Sommer sind die Niederschläge jedoch weniger effizient, da sie oft von den Blättern der Bäume absorbiert und dann durch Verdunstung direkt in die Atmosphäre abgegeben werden, ohne dass sie den Boden erreichen können. Der Boden ist nach dem Sommer in vielen Regionen zu trocken und zu hart geworden, sodass er das Wasser weniger leicht aufnimmt, was wiederum zu Überschwemmungen führen kann.

    Deshalb sind zeitlich versetzte Regenfälle in Form von leichten Niederschlägen viel wünschenswerter als plötzliche und kurze Niederschläge, wie wir sie derzeit erleben; aus diesem Grund konnten die Gewitter das große Wasserdefizit, das sich im Juli und August angesammelt hatte, bisher nicht wieder ausgleichen. Vor dem Sommer sagte Météo France voraus, dass die Hitze bis September/Oktober anhalten würde. Und genau das gilt auch für die Dürre.

    Welche Einschränkungen gelten weiterhin?
    Weil die Dürre andauert, „werden die meisten Beschränkungen bis Ende Oktober, einige sogar bis Ende November erlassen“, wird Marillys Macé, Generaldirektorin des Centre d’Information sur l’Eau, von der Zeitung La Dépêche zitiert.

    Laut dem Ministerium für den ökologischen Übergang waren am 6. September in 93 Departements immer noch Gemeinden wegen Wasserknappheit in den Zustand der „Warnung“, der „verstärkten Warnung“ oder der „Krise“ versetzt. Lediglich in Paris, Hauts-de-Seine und Seine-Saint-Denis gilt „nur“ der Zustand „Wachsamkeit“.

    Die Anweisungen variieren zwischen den betroffenen Gebieten: Bei „Krise“ ist zum Beispiel das Bewässern von Rasenflächen in den Gemeinden verboten. Dasselbe gilt für Golfplätze oder das Füllen von privaten Schwimmbädern.

    Das Ministerium appelliert an die Verantwortung jedes Einzelnen und bittet darum, zum Beispiel Waschmaschinen nur gefüllt laufen zu lassen, um unnötigen Wasserverbrauch zu vermeiden.

  • Privatjet: Fussballklub PSG im Kreuzfeuer der Kritik

    Privatjet: Fussballklub PSG im Kreuzfeuer der Kritik

    Der Trainer des Pariser Fussballklubs PSG machte am Montag, dem 5. September, einen Witz, der garnicht gut ankam. Auf die Frage, ob seine Spieler mit dem Flugzeug statt mit dem Zug zu einem Spiel in Nantes (Loire-Atlantique) reisen würden, sprach Christophe Galtier scherzhaft von einer Reise mit dem „Segelwagen“.

    Fussball-Stars des PSG, filmen sich an Bord eines Privatjets auf dem Weg nach Nantes (Loire-Atlantique), anstatt den TGV zu nehmen, wie es die SNCF vorgeschlagen hatte. Angesichts der Polemik reagierte der Trainer des Pariser Vereins, Christophe Galtier, ironisch. „Wir prüfen gerade, ob wir uns nicht mit einem Segelwagen fortbewegen können“, erklärte er am Montag, dem 5. September. Stürmer Kylian Mbappé, der bei der Pressekonferenz neben ihm sass, brach in schallendes Gelächter aus.

    Wacht auf Jungs!
    „Herr Galtier, eigentlich sind wir von Ihnen sachdienlichere und verantwortungsvollere Antworten gewöhnt, wollen wir darüber reden?“, reagierte die Sportministerin Amélie Oudéa-Castéra auf Twitter. „Nein, es geht nicht, solche Antworten zu geben! Wachen wir auf, Jungs!“, schrieb Anne Hidalgo, die Bürgermeisterin von Paris, ihrerseits. Laut dem Verein PSG können auf Bahnhöfen Sicherheitsprobleme für die Spieler entstehen. Andere große europäische Vereine beginnen allerdings schon damit, Reisen mit dem Zug zu testen, um gegen die globale Erwärmung anzukämpfen.

  • Gewitter und Überschwemmungen: Bilder von den Unwettern im Gard und Hérault

    Gewitter und Überschwemmungen: Bilder von den Unwettern im Gard und Hérault

    In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch kam es in den Departements Gard und Hérault zu starken Niederschlägen. In Nîmes fielen 135 Liter Niederschlag. Hunderte von Feuerwehrleuten waren im Einsatz.

    Eine Flut von Wasser. Mitten in der Nacht gingen im Gard und im Hérault sehr starke Niederschläge nieder. Mehrere Gebiete wurden überschwemmt. Mehr als 400 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Es gab drei Leichtverletzte.

    Bis zu 135 Liter Regen auf den m2
    In Nîmes fielen bis zu 135 Liter Niederschlag, wie ein Sprecher der Feuerwehr des Departements Gard berichtete. In Montpellier, wo die Niederschläge etwas geringer ausfielen, fielen innerhalb einer Stunde fast 70 Liter Regen. Die Gewitter verlagerten sich am Ende der Nacht in Richtung Mittelmeer. Der Regen wird am Mittwoch weitergehen.

    https://twitter.com/muss__30/status/1567283496757985281

    https://twitter.com/EpisphereGaming/status/1567296192333156353

    Alarmstufe Rot
    Mitten in der Nacht reaktivierte Meteo France aufgrund der Niederschläge die Alarmstufe Rot, die höchste Warnstufe, im Département Gard. Die Warnstufe Rot wurde erst um 6 Uhr wieder aufgehoben. Eine erste Warnstufe Rot war am Dienstagnachmittag aufgrund von stationären Gewittern ausgegeben worden. Heute Morgen blieben elf Departements in Alarmstufe Orange: Gard, Hérault, Bouches-du-Rhône, Vaucluse, Ardèche, Drôme, Rhône, Loire, Haute-Loire, Isère und Ain.

    Drei Personen leicht verletzt
    Drei Personen wurden leicht verletzt, nachdem eine Decke eingestürzt war. Etwa 400 Feuerwehrleute waren während der Nacht im Einsatz. Die Feuerwehr des Gard führte fünfzehn Einsätze durch, um Menschen in Sicherheit zu bringen. Dabei handelte es sich um von den Wassermassen eingeschlossene Autofahrer, die in einer Turnhalle untergebracht wurden. Die Feuerwehr führte außerdem fünfzig Erkundungs- und Objektschutzeinsätze durch. Größere Schäden wurden jedoch glücklicherweise nicht verzeichnet.

  • Gewitter, Regen und Hagel: Meteo France setzt Departements Gard und Hérault auf Alarmstufe Rot

    Gewitter, Regen und Hagel: Meteo France setzt Departements Gard und Hérault auf Alarmstufe Rot

    Meteo France hat für die Departements Gard und Hérault wegen der Gefahr von sehr heftigen Gewittern die Alarmstufe Rot ausgerufen. Die Warnung dauert bis heute Abend, 22 Uhr. Für diese beiden Departements gilt außerdem die Warnstufe Orange für Starkregen und Überschwemmungen.

    In den Departements Gard und Hérault werden besonders starke Gewitter erwartet. Meteo France hat für diese beiden Departements aufgrund der Gewittergefahr die Alarmstufe Rot ausgerufen. Laut den Vorhersagen sollen die Gewitter bis etwa 22 Uhr andauern.

    Die Meteorologen sprechen von außergewöhnlich starken stationären Gewittern, die bereits seit mehreren Stunden im Gange sind und zwischen Montpellier (Hérault) und Nîmes (Gard) sintflutartige Regenfälle bringen. In beiden Departements herrscht ebenfalls Alarmstufe Orange wegen der Gefahr von Starkregen und Überschwemmungen. In den beiden südlichen Departements erfordert „die außergewöhnliche Intensität der beobachteten Niederschläge eine Versetzung auf die Warnstufe Rot“, teilt der Wetterdienst mit.

    Erste Schauer gingen am Dienstagmorgen und mittags nieder, der Höhepunkt der Gewitter wird für den Dienstagnachmittag erwartet. Vor Ort wurden besonders intensive Starkregenfälle und Hagelschlag beobachtet. „Derzeit werden Werte von über 150 Liter im südöstlichen Teil des Departements Hérault und in der Region Sommières gemessen“, so Meteo-France in seinem Bulletin von 16:15 Uhr.

    „Derzeit betrifft der Starkregen die Region um Montpellier. In den kommenden Stunden können weitere 100 Liter pro m2 fallen, wodurch die Regensummen auf Maximalwerte zwischen 200 Liter und 250 Liter ansteigen“, so der nationale Wetterdienst weiter.

    Die rote Gewitterwarnung wird bei „sehr starken Gewittern, die örtlich sehr große Schäden verursachen können“, insbesondere „an Häusern, Parks, Kulturen und Anpflanzungen“, ausgelöst. Die Bevölkerung wird dann aufgefordert, zu Hause in einem festen Gebäude zu bleiben und ihre Fahrzeuge nicht zu benutzen.

    Météo France hat außerdem 25 weitere Departements wegen der Gefahr von Regen und Überschwemmungen in die Alarmstufe Orange versetzt. Betroffen sind Ain, Allier, Ardennen, Aube, Cantal, Côte-d’Or, Doubs, Jura, Loire, Haute-Loire, Marne, Haute-Marne, Meurthe-et-Moselle, Meuse, Moselle, Nièvre, Puy-de-Dôme, Bas-Rhin, Haut-Rhin, Rhône, Haute-Saône, Saône-et-Loire, Vosges, Yonne und Territoire de Belfort.

  • Wetter: Frankreich drohen sehr heftige Gewitter – Sturm tobte durch Strassen in Paris

    Wetter: Frankreich drohen sehr heftige Gewitter – Sturm tobte durch Strassen in Paris

    Inzwischen gilt in 27 französischen Departements die Warnstufe Orange für Gewitter. Bereits am Vortag wurden schwere Schäden registriert.

    Am Montagabend, dem 5. September, tobte ein Sturm durch die Straßen von Paris. Auch ein Boulevard im 17. Arrondissement der Hauptstadt blieb nicht verschont. Die Vorderseite eines Lebensmittelgeschäfts wurde von den Sturmböen beschädigt. Müllcontainer schossen über den Bürgersteig. Die Île-de-France wurde von heftigen Unwettern und schweren Hagelschauern heimgesucht, insbesondere im Departement Yvelines.

    Einige Straßen nahmen das Aussehen von Eisschollen an
    Im Departement Nièvre verwandelten Gewitter die Straßen in reißende Ströme. Einige Straßen nahmen sogar das Aussehen von Eisschollen an. Die Infrastruktur wurde stark beschädigt, wie zum Beispiel eine Schule in Samatan im Departement Gers, die völlig überschwemmt wurde. Einige Kilometer entfernt entwurzelte der Sturm einen riesigen Baum. Das gesamte Dorf Monblanc (Gers) erlitt schwere Schäden. Am Dienstagmorgen, dem 6. September, sind Aufräumarbeiten im Gange. Im Laufe des Tages werden weitere Unwetter im östlichen Teil des Landes erwartet.

  • Frankreich startet erste emissionsfreie Fähre

    Frankreich startet erste emissionsfreie Fähre

    In Marseille wurde eine „Null-Emissions-Fähre“ eingeweiht, die als Weltneuheit gefeiert wird. Der innovative Filter des Schiffes soll über 99 Prozent der Schadstoffpartikel im Seeverkehr reduzieren können.

    Das Flaggschiff der Reederei La Méridionale, die Piana, soll die Fähre der Zukunft werden. Sie wird auf ihrer Fahrt zwischen Marseille und Bastia auf Korsika keine Schadstoffpartikel mehr ausstoßen.

    „Das ist eine noch nie dagewesene Lösung, eine Weltneuheit“, sagte Marc Reverchon, der Präsident des Unternehmens, gegenüber dem sender BFMTV.

    Der neuartige Filter bindet Schwefel und Feinstaub-Partikel mit Natriumbikarbonat. Das System wurde an den vier Motoren der Piana installiert und soll 99 Prozent der Schwefeloxide (SO2) sowie 99,9 Prozent der feinen und ultrafeinen Partikel, die zu den Luftschadstoffen von Schiffen gehören, beseitigen.

    Das rund 16 Millionen Euro teure Projekt wurde von der französischen Agentur für den ökologischen Wandel sowie von der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur im Rahmen ihres regionalen Klimaplans „Une COP d’Avance“ unterstützt.

    Die Region hat bereits 30 Mio. EUR zum Ausbau der Landstromversorgung von Schiffen zugesagt, um die Luftqualität in Hafenstädten wie Nizza, Toulon und Marseille zu verbessern.

    Die Stadt Marseille will nun die Einführung der neuen Filter auf anderen Kreuzfahrtschiffen und Fähren finanziell unterstützen. Nach der Taufe des Schiffes twitterte der Bürgermeister von Marseille, Benoît Payan, dass er hoffe, dass andere „große Verschmutzer“ dem Beispiel der Piana folgen.

    Privatjets, die für mehr als die Hälfte der weltweiten Luftverkehrsemissionen verantwortlich verantwortlich gemacht werden, stehen derzeit im Mittelpunkt der Klimadiskussionen in Frankreich. Kreuzfahrtschiffe sind auch sehr schädlich für die Umwelt, sie sollen für mehr Verschmutzung verantwortlich sein als alle europäischen Autos zusammen.

    Schwarzer Rauch und schwefeliger Gestank von Kreuzfahrtschiffen und Fähren gehören für die Einwohner von Marseille seit einigen Jahren zum Alltag.

    Der Bürgermeister der Stadt, Benoît Payan, hat sogar eine Petition gegen die von den Schiffen verursachte Verschmutzung des Mittelmeers gestartet. Es wurden über 44.000 Unterschriften gesammelt.

    Lesen Sie auch: Marseille: “Ein Kreuzfahrtschiff im Hafen emittiert so viel Schwefeldioxid wie eine Million Autos”

    Als Reaktion auf die Klimabedenken versucht die Branche, sich anzupassen, was dazu führte, dass am Montag in Marseille eine emissionsfreie Fähre vorgestellt werden konnte. Ihr Feinstaubfiltersystem gilt als weltweit einmalig.