Kategorie: Umwelt

  • „Mega-Becken“ in Sainte-Soline: Woraus bestehen die riesigen Wasserreserven und warum sind sie so umstritten?

    „Mega-Becken“ in Sainte-Soline: Woraus bestehen die riesigen Wasserreserven und warum sind sie so umstritten?

    Am Wochenende versammelten sich Tausende von Aktivisten in Sainte-Soline im Departement Deux-Sèvres, um gegen die Einrichtung der „Mega-Becken“ zu protestieren. Wozu dienen diese eigentlich? Und warum werden sie so kontrovers diskutiert?

    Mehrere tausend Demonstranten sind seit Freitag, dem 28. Oktober, in Sainte-Soline im Departement Deux-Sèvres versammelt, um das Projekt der „Mega-Bassines“ zu blockieren, die ihrer Meinung nach eine ökologische Fehlentwicklung darstellen.

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    Diese von ihren Befürwortern auch als „Ersatzreservate“ bezeichneten „Mega-Becken“ sind großflächige Wasserrückhaltebecken. Im Gegensatz zu den sogenannten „Hügelreservaten“, die durch abfließendes Regenwasser gespeist werden, wird das Wasser in diesen Becken während der Wintermonate aus dem Grundwasser oder aus Flüssen gepumpt. Damit soll es den Landwirten ermöglicht werden, ihre Felder auch in Dürreperioden trotz starkem Wasserbedarf, insbesondere im Sommer, zu bewässern.

    Landwirtschaftsminister Marc Fesneau sagte auf Franceinfo, dass die Becken „ein Plus und eine Verbesserung im Vergleich zur aktuellen Situation oder der Situation vor zehn Jahren sind, und das ist es, was man verteidigen muss, denn ohne Wasser gibt es keine Landwirtschaft“.

    Die „Mega-Becken“ sind riesige künstliche und wasserundurchlässige Becken. Sie erstrecken sich im Durchschnitt über eine Fläche von acht Hektar, was der Größe von zehn Fußballfeldern entspricht.

    Diese Wasserreserven sind jedoch nicht unumstritten. „das sind 720.000 Kubikmeter Wasser auf über 10 Hektar, 18 Kilometer Rohre für Landwirte, von denen nicht ein einziger auf Pestizide verzichtet. Wir wollen nicht, dass es hier geschieht, wir wollen nicht, dass es woanders geschieht“, kritisiert Melissa Gingreau, Sprecherin des Kollektivs „Bassines Non Merci“.

    „Eine Monopolisierung des Wassers“
    Umweltaktivisten beklagen eine „Monopolisierung des Wassers durch die Agroindustrie“. Ihrer Meinung nach schmälern die Pumpen die ohnehin schon knappen Wasserressourcen, da sich das Grundwasser nach dem viel zu trockenen Sommer viel zu langsam wieder erholt.

    Diese „Mega-Becken“ haben darüber hinaus Auswirkungen auf die natürliche Umwelt und die biologische Vielfalt. Indem sie Wasser speichern, das sonst in den Boden versickert oder in die Flüsse gerieselt wäre, entziehen sie den umliegenden Ökosystemen eine lebenswichtige Ressource. Außerdem verwandeln sie eine fließende und lebendige Ressource in stehendes Wasser, das in hohem Masse verdunstet. Die Verluste durch Verdunstung in solchen Becken können zwischen 20% und 60% liegen, so Greenpeace.

    Lesen Sie auch: Dürre: Météo France: Dürre und Trockenheit in Südfrankreich nehmen zu

    Für die Gegner dieser Art des Wassermanagements sind solche Reservoirs ein Frevel, da Dürren aufgrund des Klimawandels in Zukunft wahrscheinlich häufiger auftreten werden.

  • Allerheiligen: Chrysanthemen sind der Renner

    Allerheiligen: Chrysanthemen sind der Renner

    Für Floristen macht die Zeit um Allerheiligen einen sehr wichtigen Teil des Jahresumsatzes aus.

    Die Chrysantheme ist das Symbol für Allerheiligen. Man liebt sie für ihre lebhaften und farbenfrohen Blütenblätter. „In ein paar Wochen werden sie noch genauso schön sein“, sagt eine Frau auf dem Sender France 2. In einem Gartencenter im Departement Côtes d’Armor sind die Kunden von den Chrysanthemen begeistert. „Sie ist lokal und wird nicht aus dem Ausland herangeschafft, das ist besser für den Planeten“, freut sich eine andere Frau. Die Händler hier haben die Blume zu einer ihrer Spezialitäten gemacht.

    30 Millionen Chrysanthemen werden durchschnittlich an Allerheiligen verkauft.
    Ende Oktober beginnt in diesem betrieb eine Verkaufsphase mit etwa 20.000 Chrysanthemen. Der Prozess ist gut eingespielt: „Wir sind ein Team von 65 Personen, das komplett auf die Chrysantheme ausgerichtet ist“, erklärt Franck Lepère. In den letzten Jahren wurden zu Allerheiligen durchschnittlich 30 Millionen Chrysanthemen in Frankreich verkauft, das sind etwa 20% des Jahresumsatzes der französischen Floristen-Branche.

  • Anti-Wasserbecken-Demonstrationen in Deux-Sèvres: Regierung verschärft den Ton

    Anti-Wasserbecken-Demonstrationen in Deux-Sèvres: Regierung verschärft den Ton

    Am Sonntag, dem 30. Oktober, verschärfte die Regierung nach der verbotenen Demonstration in Sainte-Soline im Departement Deux-Sèvres gegen den geplanten Bau von „Mega-Becken“ den Ton. Am Sonntag, dem 30. Oktober, veröffentlichte das Innenministerium das Bild eines Gendarmen, der mit einem Feuerwerkskörper beschossen wurde. Innenminister Gérald Darmanin gab 61 Verletzte auf Seiten der Gendarmen in Sainte-Soline (Deux-Sèvres) bekannt, davon 20 schwer. Die Regierung verschärfte nach der verbotenen Demonstration den Ton, weil sie eine Landbesetzung durch Aktivisten, befürchtet.  Rund 1.700 Angehörige der Ordnungskräfte wurden am Wochenende mobilisiert. Die Demonstranten ihrerseits gaben 50 Verletzte an. Die Mobilisierung gegen die Baustelle eines sehr grossen Wasserreservoirs für landwirtschaftliche Bewässerung in Sainte-Soline, Deux-Sèvres, ging am Sonntag mit der Errichtung von Wachtürmen und der Zerstörung einer Rohrleitung durch die Protestierenden, einen Tag nach einer ersten De…

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  • 4 Departements auf Warnstufe Orange wegen Gewitter und Starkregen aus Westen

    4 Departements auf Warnstufe Orange wegen Gewitter und Starkregen aus Westen

    Das Wetter in Frankreich wird sich ab dem heutigen Montag allmählich verschlechtern. In mehreren Regionen werden starke Niederschläge und stürmischer Wind erwartet, insbesondere in der Bretagne und der Normandie, wo eine Sturmwarnung ausgesprochen wurde.

    Das sommerliche Wetter, das seit Herbstbeginn herrschte, neigt sich jetzt dem Ende zu. Am Montag, dem 31. Oktober, erwartet Météo France sogar „den ersten Sturm des Herbstes in der Nacht von Montag auf Dienstag“. Die am stärksten betroffenen Gebiete werden sich in der Bretagne und der Normandie befinden, wo vier Departements auf Warnstufe Orange gesetzt wurden: Finistère, Côtes d’Armor, Manche und Morbihan.

    Die Warnung bezieht sich auf das Sturmtief Claudio, das am Montagabend und in der ersten Nachthälfte vor der Bretagne und in der zweiten Nachthälfte vor der Küste des Cotentin vorbeiziehen wird. Bei seinem Durchzug wird der Wind aus Südwest bis West für einige Stunden stark zunehmen.

    In den Departements Finistère und Côtes-d’Armor werden Böen von 90 bis 100 km/h im Landesinneren und 110 bis 130 km/h entlang der Küste erwartet. Auch im Morbihan werden Böen von 90 bis 100 km/h im Landesinneren und 110 bis 120 km/h an der Küste erwartet. Am Ärmelkanal sind Böen von 100 bis 110 km/h im Landesinneren und 110 bis 130 km/g an den Küsten zu erwarten.

    Während es auf der Ostseite des Landes schöne sonnige Abschnitte geben wird, sind Aufhellungen sonst eher selten. Im Nordwesten werden am Morgen Nebel oder Dunst erwartet. Einige Restwolken ziehen am Vormittag vom Centre Val de Loire bis zu den Ardennen.

    Im Laufe des Nachmittags kündigt sich eine Verschlechterung von der Atlantikküste her an, es regnet in der Bretagne und es gibt zeitweise gewittrige Schauer in der Westhälfte des Landes.

    Weiter östlich werden die hohen Wolken zunehmend dichter. Am Abend regnet es in den Regionen von der Normandie und Hauts de France bis zu den Pyrenäen, das kann in der Nähe des Zentralmassivs gewittrigen Charakter annehmen. Vom Languedoc bis zur südlichen Auvergne werden die Niederschläge ausgeprägter, insbesondere in den Cevennen.

    Der Autan-Wind wird am Mittag zunehmen und Spitzenwerte von 70/80 km/h erreichen. Auf den Kämmen der Pyrenäen werden die Böen 90 bis 100 km/h erreichen. Am Ende des Tages wird der Wind aus südlichen Richtungen an der Atlantikküste zunehmen.

    Heute Morgen werden allgemein zwischen 10 und 16 Grad erwartet, bis zu 19 Grad am Mittelmeer. Die Höchstwerte liegen bei 17 bis 22 Grad in der Nordhälfte und 21 bis 26 Grad im Süden.

  • In der Nähe von Paris: Autofahrer zerren Umweltaktivisten von der Autobahn

    In der Nähe von Paris: Autofahrer zerren Umweltaktivisten von der Autobahn

    Umweltaktivisten beschlossen am Freitagabend, die Autobahn A6a südlich von Paris zu blockieren, indem sie sich auf den Asphalt legten. Die militante Aktion erregte den Unmut mehrerer Autofahrer.

    Im Schneidersitz mitten auf der Autobahn: Am Freitag, dem 28. Oktober, beschlossen Umweltaktivisten in orangefarbenen Westen, die Autobahn A6a im Süden von Paris zu blockieren. Die Aktivisten, die dem Kollektiv „Dernière Rénovation“ angehören, wollten mit dieser Protestaktion die Nutzung fossiler Energieträger anklagen.

    Diese Aktion der militanten Aktivisten führte zu zahlreichen Verzögerungen auf der Verkehrsachse, die in der Zeit der Schulferien besonders stark frequentiert wird. Sie erregte darüber hinaus den Zorn zahlreicher Autofahrer, die im Stau festsaßen. Schon bald kam es zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Aktivisten und Autofahrern: Einige erboste Fahrer zögerten nicht, die auf dem Asphalt liegenden Demonstranten von der Strasse auf die Seite zu schleifen.

    „Ich muss in zehn Minuten ein Flugzeug erwischen“, rief eine Autofahrerin und zögerte nicht, selbst einzugreifen.

  • Indonesien: Frau tot im Magen einer sieben Meter langen Python gefunden

    Indonesien: Frau tot im Magen einer sieben Meter langen Python gefunden

    Eine 54-jährige Frau wurde tot in einer sieben Meter langen Pythonschlange aufgefunden, nicht weit von der Plantage entfernt, auf der sie arbeitete.

    Eine 54-jährige Frau wurde am Sonntag, dem 23. Oktober, in einer 7 Meter langen Python tot aufgefunden, nicht weit von der Gummiplantage entfernt, auf der sie auf der indonesischen Insel Sumatra arbeitete, berichtet die Zeitung The Guardian.

    Ihr Mann findet persönliche Gegenstände
    Als ihr Ehemann am vergangenen Montag nach ihr suchte, fand er ihre Sandalen und ihre Kleidung in der Wildnis in der Nähe ihres Arbeitsplatzes.

    Am 23. Oktober hatte sich die 54-Jährige zu ihrer Arbeitsstelle auf der Insel Sumatra begeben. Am Abend meldete ihr Mann sie als vermisst, da sie nicht nach Hause gekommen war. Er machte sich auf die Suche nach ihr und fand ihre Sandalen, ihr Kopftuch, ihre Jacke und die Werkzeuge, die sie bei der Arbeit benutzte.

    Am nächsten Morgen wurde in der Nähe eine riesige Pythonschlange gesichtet. „Nachdem wir sie eingefangen hatten, fanden wir den Körper des Opfers im Magen der Schlange“, sagte der örtliche Polizeichef gegenüber lokalen Medien.

    Pythons, die durch Erdrosselung töten, fressen in der Regel kleinere Tiere, sie verschlingen ihre Nahrung am Stück. Fälle, in denen Menschen angegriffen werden, sind selten. Im Jahr 2018 war eine Frau auf der Insel Muna vor Sulawesi gefunden worden, die von einem riesigen Python verschluckt worden war.

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  • Umwelt: Das Kollektiv „Dernière rénovation“ blockiert Autobahn bei Paris

    Umwelt: Das Kollektiv „Dernière rénovation“ blockiert Autobahn bei Paris

    Ein Dutzend Aktivisten der Umweltbewegung „Dernière rénovation“ blockierten am Freitagabend die Autobahn A6a in der Nähe von Arcueil südlich von Paris. Außerdem unterbrach ein Aktivist eine Aufführung der „Zauberflöte“ in der Opéra Bastille.

    Etwa zehn Aktivisten der Umweltbewegung „Dernière rénovation“ blockierten am Freitag, dem 28. Oktober, die Autobahn A6a in der Nähe von Arcueil südlich von Paris, was zu großen Staus führte. Am Abend unterbrach ein Aktivist der Umweltorganisation eine Aufführung der Oper „Die Zauberflöte“, die gerade in der Bastille aufgeführt wurde.

    Ziel der Aktion des „zivilen Ungehorsams“ auf der Autobahn, die etwa eine halbe Stunde andauerte, war es, „die Regierung zu zwingen, einen ehrgeizigen Plan zur thermischen Sanierung von Gebäuden bis 2040 zu verabschieden, als ersten Schritt zu einer deutlichen Reduzierung der Kohlenstoffemissionen Frankreichs“, wie es in einer Erklärung hieß.

    Die um 18 Uhr begonnene Blockade der Fahrbahnen führte zu spannungsgeladenen Auseinandersetzungen mit den Autofahrern, die teilweise gewalttätig wurden. Die Ordnungskräfte begannen gegen 18.30 Uhr einzugreifen. Die Aktion wurde etwa zehn Minuten später beendet.

    Am Abend unterbrach ein junger Mann in einem weißen T-Shirt mit der englischen Aufschrift „We have 879 days left“ (Es bleiben nur noch 879 Tage) eine Aufführung der Zauberflöte in der Pariser Opéra Bastille, indem er sich mit einem Fahrradschloss am Hals an eine Leiter festkettete, die Teil des Bühnenbildes war.

    Der junge Mann, der während des zweiten Akts gegen 21.30 Uhr auf die Bühne kletterte, hatte nur noch die Zeit, „Wenn ich heute Abend hier bin, dann nicht zum Vergnügen“ zu rufen, bevor der Vorhang unter Pfiffen und Buhrufen des Publikums, das „dégage“ (verschwinde) rief, fiel.

    Die Vorstellung wurde für etwa zehn Minuten unterbrochen und der junge Mann wurde evakuiert. „Dernière Rénovation“ bekannte sich auf Twitter zu dieser Aktion des „zivilen Widerstands“, die einem „Victor, 25 Jahre, engagierter Bürger“ zugeschrieben wurde, der „angesichts der Gefahr des Klimawandels warnen“ wollte.

  • Oktober 2022 ist der wärmste je in Frankreich gemessene Monat Oktober

    Oktober 2022 ist der wärmste je in Frankreich gemessene Monat Oktober

    Mit einer noch nie dagewesenen Wärmeperiode verspricht dieser Oktober nach einem bereits extremen Sommer der wärmste Oktober zu werden, der je in Frankreich gemessen wurde.

    Der Oktober 2022 wird voraussichtlich der wärmste Oktober in Frankreich seit Beginn der Messungen im Jahr 1945 sein, so Météo France in einer Pressemitteilung. Mit einer Durchschnittstemperatur, die den ganzen Monat über bei oder sogar über 17°C (3 bis 4°C über dem Normalwert) lag, ist der Oktober 2022 noch viel wärmer als der Oktober 2001, der mit einer Durchschnittstemperatur von 16,3°C und +2,6°C über dem Normalwert den bisherigen Rekord hielt.

    Die zweite Monatshälfte war von einer späten Hitzeepisode geprägt, die aufgrund ihrer Dauer und Intensität außergewöhnlich war. Der nationale Wärmeindikator – die Durchschnittstemperatur, die an 30 über das ganze Land verteilten Wetterstationen aufgezeichnet wurde – blieb seit dem 2. Oktober deutlich über den Normalwerten.

    Seit dem 15. Oktober liegt der Durchschnitt sogar über 17,5°C, d.h. 4 bis 6°C über den normalen Werten der Saison.

    Die Temperaturen erreichten während dieser Zeit historische Höchstwerte. Wärmerekorde wurden gebrochen, wie in zum Beispiel in Figari, wo am 23. Oktober 32,5 °C gemessen wurden, so viel wie noch nie in einem Oktober seit der Eröffnung der dortigen Wetterstation im Jahr 1979. Bordeaux verzeichnete am 16. Oktober mit 30 °C die bisher höchsten Temperaturen für Mitte Oktober.

    Diese Hitzeepisode machte sich auch nachts mit sogenannten „Tropennächten“ (Tiefsttemperatur über 20 °C) im Süden des Landes bemerkbar. Es wurden mehrere Rekorde bei den Tiefsttemperaturen verzeichnet.

    Die Rekordhitze im Oktober ist auf typische Wetterbedingungen für Hitzewellen zurückzuführen, bei denen ein ausgedehntes Tiefdruckgebiet über dem Atlantik in einer Rotationsbewegung warme Luftmassen von Nordafrika und der Iberischen Halbinsel nach Frankreich saugte. Diese Tiefdruckgebiete waren sehr stabil und die Wetterbedingungen herrschten den größten Teil des Monats Oktobers vor.

    Der Oktober 2022 ist Teil der erwarteten und bereits sichtbaren verstärkten Entwicklung von Hitzewellen im Zuge des Klimawandels: intensivere, häufigere Episoden, die früher oder später als bisher in einem Jahr auftreten können.

  • Météo France: Dürre und Trockenheit in Südfrankreich nehmen zu

    Météo France: Dürre und Trockenheit in Südfrankreich nehmen zu

    In Okzitanien handelt es sich um „die grösste Trockenheit, die zu dieser Jahreszeit seit 1958 gemessen wurde“, meldet Meteo France am Freitag.

    Die Sorge wird immer grösser. Während der Sommer mit einem Rekord-Oktober in Bezug auf die hohen Temperaturen in Frankreich in die Verlängerung geht, setzt sich die historische Dürre im Land fort und verschlimmert sich sogar im Süden, wie Météo France am Freitag, dem 28. Oktober, bekannt gab.

    „Der Oktober 2022 dürfte in Frankreich der wärmste Oktober seit Beginn der Messungen im Jahr 1945 sein, mit einer Durchschnittstemperatur, die im gesamten Monat um oder sogar über 17 °C (3 bis 4 °C über dem Normalwert) liegen dürfte“, bestätigte Météo France am Freitag.

    Zu wenige Niederschläge
    Neben einer für die Jahreszeit ungewöhnlich hohen Temperatur waren die Niederschläge „im größten Teil des Landes weniger häufig als üblich, im Durchschnitt bis heute um mehr als 30% zu niedrig“. Das Regen-Defizit auf einer Achse vom Baskenland bis zur Region PACA und Korsika beträgt mehr als 70%, so Météo France in einer Pressemitteilung.

    Ergebnis: Die Sommertrockenheit bleibt nicht nur bestehen, sondern verschlimmert sich sogar in mehreren Regionen. So sind die Böden „in Auvergne-Rhône-Alpes und der Normandie etwas trockener als normal“, während in den Regionen Nouvelle-Aquitaine und Okzitanien die Trockenheit „einem Zustand entspricht, der normalerweise im Hochsommer beobachtet wird“. „In Okzitanien handelt es sich um die grösste Trockenheit, die zu dieser Jahreszeit seit 1958 je gemessen wurde“.

    In den Regionen Burgund-Franche-Comté, Bretagne, Centre-Val-de-Loire, Grand-Est und Île-de-France erreichten die Böden jedoch „wieder einen für diese Jahreszeit normalen Zustand“. Am Donnerstag berichtete das Ministerium für den ökologischen Übergang, dass in 78 Departements noch Einschränkungen für die Wassernutzung gelten.

  • Jetzt ist es offiziell: Der Verkauf von Neufahrzeugen mit Verbrennungsmotor wird ab 2035 eingestellt

    Jetzt ist es offiziell: Der Verkauf von Neufahrzeugen mit Verbrennungsmotor wird ab 2035 eingestellt

    Ab 2035 wird es in der Europäischen Union nicht mehr möglich sein, ein neues Auto mit Benzin-, Diesel- oder Hybridantrieb zu kaufen. Die EU-Abgeordneten und die Mitgliedsstaaten haben sich am Donnerstag, dem 27. Oktober, darüber geeinigt.

    Die EU hat das Aus für Neuwagen mit Verbrennungsmotor ab 2035 bestätigt: Europaabgeordnete und Mitgliedsstaaten haben sich am Donnerstag, dem 27. Oktober, auf eine Regelung geeinigt, die symbolisch für die europäischen Klimaziele ist. „Historische Entscheidung der EU für das Klima“, twitterte der französische Europaabgeordnete Pascal Canfin (Renew Europe), Vorsitzender des Umweltausschusses des Europäischen Parlaments, nach einigen Stunden Verhandlungen.

    Der für den „Grünen Pakt“ der EU zuständige Vizepräsident der Europäischen Kommission, Frans Timmermans, begrüßte eine Einigung, die „ein starkes Signal an die Industrie und die Verbraucher aussendet: Europa nimmt die Kurve zur emissionsfreien Mobilität“. Der vereinbarte Text, der auf einem Vorschlag der Kommission vom Juli 2021 beruht, sieht vor, die CO2-Emissionen von Neuwagen in Europa ab 2035 auf Null zu senken.

    Dies entspricht einem de facto Verkaufsstopp für neue Benzin- und Diesel-Pkw und leichte Nutzfahrzeuge in der EU zu diesem Zeitpunkt, ebenso wie für Hybridfahrzeuge (Benzin-Elektro), zugunsten von 100%igen Elektrofahrzeugen oder E-Fuel-Motoren. Da das Auto, das wichtigste Fortbewegungsmittel der Europäer, knapp 15% der gesamten CO2-Emissionen in der EU verursacht, soll die neue Regelung dazu beitragen, die Klimaziele des Kontinents zu erreichen, insbesondere die CO2-Neutralität bis 2050.

    Dies ist die erste Einigung über einen Text des europäischen Klimapakets („Fit for 55“), mit dem die Treibhausgasemissionen der EU bis 2030 im Vergleich zu 1990 um mindestens 55% gesenkt werden sollen.