Kategorie: Umwelt

  • Umwelt: Ehemaliges Bergarbeiterdorf als ökologischer Vorreiter

    Umwelt: Ehemaliges Bergarbeiterdorf als ökologischer Vorreiter

    In einem ehemaligen Bergbaugebiet in Nordfrankreich dienen stillgelegte Betriebe heute als Labor, um umweltfreundliche Lösungen zu finden. In Loos-en-Gohelle (Pas-de-Calais) sind die Spuren der Vergangenheit noch sichtbar und der ehemalige Bergbau nimmt immer noch einen wichtigen Platz ein. In dem Dorf wird der Winter von den Familien mit Nervosität erwartet. Trotz einer hohen Stromrechnung friert die Familie Jacquart. „Kurz gesagt ist es so, wir zahlen, aber wir frieren“, bedauert Aurélie Jacquart auf dem Sender France 3. Obwohl das Haus der Familie renoviert wurde, sind die Wände zu schlecht isoliert. Dabei floss in dem Dorf Loos-en-Gohelle reichlich Energie, als die Minen noch in Betrieb waren. Als der Kohleabbau eingestellt wurde, waren die Auswirkungen auf die Region sehr negativ. Die Grundstücke waren verseucht und die Arbeitslosigkeit stieg explosionsartig an. Seitdem hat sich der Bürgermeister der Stadt einer neuen Herausforderung gestellt, indem er aus dem ehemaligen Bergbaul…

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  • In Le Havre sollen biologisch abbaubare Fischernetze den Müll im Meer reduzieren

    In Le Havre sollen biologisch abbaubare Fischernetze den Müll im Meer reduzieren

    Vor der Küste von Le Havre findet eine Weltpremiere statt: Die Besatzung des Schiffes „Gauthier-Lucille“ testet biologisch abbaubare Netze, um die Verschmutzung des Meeresbodens zu verringern. Ein Projekt, das vom Europäischen Meeres- und Fischereifonds finanziert wird.

    30% des Plastikmülls aus der Fischerei sollen durch „Geisternetze“ verursacht werden, also Fischernetze, die auf den Meeresboden gefallen sind. An Bord des Schiffes „Gauthier-Lucille“ in der Nähe von Le Havre führt die Besatzung ein neues, weltweit einzigartiges Fischereisystem ein, um zu versuchen, die Umweltverschmutzung zu verringern: 3.200 Meter biologisch abbaubare Netze, die auf 70 Ausfahrten auf See abwechselnd mit herkömmlichen Netzen eingesetzt werden. „Wir haben dieses Projekt gemacht, weil es einfach dumm ist, das Meer zu verschmutzen“, erklärt Kapitän Kévin Truchon gegenüber France Télévisions.

    Am Anfang dieser Initiative stand das Projekt Téfibio, das vom Parc Naturel Marin des estuaires picards et mer d’Opale getragen und vom Europäischen Meeres- und Fischereifonds finanziert wurde. Das Unternehmen SeaBird hat fast zehn Jahre gebraucht, um diese kompostierbaren Netze zu entwickeln. Die Tests, die im Sommer 2020 begannen, erwiesen sich als vielversprechend. „Ein normales Netz baut sich im Meer in etwa 400 Jahren ab, während ein biologisch abbaubares Netz nur 8 bis 10 Jahre braucht, um sich abzubauen, und es hat keine anhaltenden Auswirkungen auf die Meeresumwelt“, erläuterte Solène Peuget, die mit dem Meeresnaturpark zusammenarbeitet.

    Die unter realen Bedingungen durchgeführten Tests zeigen, dass die Widerstandsfähigkeit der herkömmlichen Netze derzeit noch im Vorteil ist. „Die Bio-Netze sind im Vergleich zu den konventionellen Netzen recht empfindlich“, erklärt ein Seemann. Bei den biologisch abbaubaren Netzen müssen noch Verbesserungen vorgenommen werden. „Die Maschenweite muss noch etwas verringert werden, da sie meiner Meinung nach immer noch viel zu gross ist“, fügt der Kapitän hinzu.

    Der Preis für die biologischen Netze ist derzeit noch nicht bekannt. Im Moment werden sie vom Meeresnaturpark für die Versuchsphasen kostenlos zur Verfügung gestellt. Langfristig sollen die biologisch abbaubaren Netze für die gesamte Berufsfischerei in Frankreich verpflichtend werden.

  • Umweltverschmutzung: In der Nähe von Lyon gehen Familien wegen „Ökozids“ vor Gericht

    Umweltverschmutzung: In der Nähe von Lyon gehen Familien wegen „Ökozids“ vor Gericht

    In Grézieu-la-Varenne, in der Nähe von Lyon, haben die Bewohner/innen Klage wegen Ökozids eingereicht. Ihr Haus wurde auf Böden gebaut, die durch eine ehemalige Wäscherei verseucht sind. Einige von ihnen mussten umgesiedelt werden. Es ist eine massive Umweltverschmutzung, die alle vergessen hatten und die jetzt wieder an die Oberfläche kommt, sodass Familien in aller Eile umgesiedelt werden müssen. Verseuchte Böden und verseuchtes Grundwasser. Ein ganzes Industriegelände wurde in ein Wohngebiet umgewandelt, ohne jemals saniert worden zu sein. „Wir haben keine Ahnung, wie sich das auf unsere Gesundheit und die unserer Kinder ausgewirkt hat“, klagt eine Anwohnerin auf dem Sender France 3. Hochgradig krebserregendes Lösungsmittel in sehr hohen Dosen nachgewiesenAm Fuße der Monts du Lyonnais, in Grézieu-la-Varenne (Rhône), gibt es Wälder und viel Platz – die ideale Umgebung, um Kinder großzuziehen. Das jedenfalls dachte sich Audrey Marcodini, als sie 2019 dort eine Wohnung kaufte, die heut…

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  • Von Dürren geschwächt: Ein Wald im Departement Cher stirbt

    Von Dürren geschwächt: Ein Wald im Departement Cher stirbt

    In Grossouvre im Departement Cher ist ein Wald aufgrund der anhaltenden Dürreperioden in großer Gefahr. Seine Bäume werden immer schwächer und die Genossenschaft der Eigentümer wird aktiv, um das Schlimmste zu verhindern.

    Die Sonne geht gerade erst auf und der Wald erwacht. An diesem Morgen ist ein eingespieltes Team gekommen, um den Wald zu inspizieren, und stellt das Ausmaß der Schäden fest. In diesem Wald sind die Bäume in Gefahr, sie verdursten langsam. Die wiederholten Dürreperioden haben die Rinde der Eichen beschädigt, was sie anfällig macht. „Wir sehen bestimmte, deutlich sichtbare Anzeichen am Stamm, wie z. B. Saftströme, die durch das Aufplatzen von Jahresringen entstehen“, erklärt Adrien Duriaux gegenüber France Télévisions.

    „Wenn wir nicht eingreifen, stirbt der Wald“
    Dieses Waldsterben beobachten die privaten Waldbesitzer mit Sorge, wie es auftrat und sich im Laufe der Jahre immer mehr verschlimmerte. „Seit zwei oder drei Jahren ist es erschreckend“, betont Marie-Jenny Davault, die eine Parzelle des Waldes besitzt. „Man sieht, wie die Eichen austrocknen.“. „Wenn wir nicht eingreifen, wird der Wald sterben“, pflichtet Benoit Rachez, stellvertretender Direktor der Genossenschaft Unisylva, bei. Die Eigentümergenossenschaft nutzt neue Ansätze, um das Phänomen einzudämmen.

  • Der Olivenbaum – mehr als ein Baum, eine Zivilisation

    Der Olivenbaum – mehr als ein Baum, eine Zivilisation

    Der Olivenbaum fasziniert die Menschen seit den frühesten Zeiten. Als Symbolbaum der mediterranen Zivilisationen bleibt er der König vieler Gärten im Süden, wo er die Menschen das ganze Jahr über mit seiner Schönheit beglückt.

    Der Olivenbaum ist mehr als nur ein Baum, er ist Symbol einer ganzen Zivilisation, nämlich der des Mittelmeerraums! Er findet in der Bibel, im Koran und in anderen antiken Texten häufige Erwähnung. Es ist sein Zweig, den die Taube zu Noah bringt, um das Ende der Sintflut anzuzeigen.

    Auf sonnigen Grundstücken mit luftigem, tiefgründigem und nicht zu feuchtem Boden, fühlt sich der Olivenbaum am wohlsten. Jeden Winter sollte man ihn gut düngen, aus dem Stamm wachsende Triebe entfernen und den Olivenbaum beschneiden, um das Geäst zu lüften. „Wenn ein Olivenbaum gut beschnitten ist, muss eine Schwalbe durch ihn hindurchfliegen können, ohne die Flügel zu beugen“, sagt ein Sprichwort.

    Der Formschnitt besteht darin, den Stamm kurz zu halten. Anschliessend kommt der Pflegeschnitt. Das unproduktive Holz muss entfernt werden. Das sind dunkle, stumpfe Äste, die die Stiele der im Vorjahr geernteten Oliven tragen. Aber auch die vertikalen Triebe, die sich in der Mitte des Baumes entwickeln und Schattenbereiche bilden, sollten weggeschnitten werden. Um einen ungepflegten Olivenbaum wieder produktiv zu machen, beschränkt man sich im ersten Jahr darauf, das tote Holz zu entfernen. Erst im zweiten Jahr kann er durch richtiges Beschneiden wieder eine luftige Form erhalten.

    Leider gibt es immer mehr alte Olivenbäume, die zu hohen Preisen zur Umpflanzung verkauft werden. Sie stammen meist aus der Rodung alter Plantagen. Das trägt zur Verarmung der Böden und Landschaften bei. Wer einen Olivenbaum will, der sollte auch akzeptieren, wie man ihn seit Jahrtausenden behandelt hat: Junge Bäume werden gepflanzt und der Mensch muss akzeptieren, dass sie in ihrem eigenen Tempo wachsen.

  • In Toulouse bereitet eine Konservenfabrik Gourmetgläser aus unverkauftem Obst und Gemüse zu

    In Toulouse bereitet eine Konservenfabrik Gourmetgläser aus unverkauftem Obst und Gemüse zu

    Die Konservenfabrik Boc’Alenvers aus Toulouse hat eine Lösung gefunden, um unverkauftes Obst und Gemüse für dem Müll zu retten. Sie verwandelt Produkte, die Gefahr liefen, weggeworfen zu werden, in Gourmet-Konserven. Die Firma Boc’Alenvers hat sich vor über einem Jahr die Aufgabe gestellt, Gemüse un…

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  • Biodiversität: Das Mittelmeer ist in Gefahr

    Biodiversität: Das Mittelmeer ist in Gefahr

    Um zu versuchen, das zu retten, was von den Lebewesen neben uns noch übrig ist, begann am Mittwoch, dem 7. Dezember, in Montreal die COP15. Um die Dringlichkeit der Herausforderungen dieser neuen COP zu veranschaulichen, blickt France Télévisions auf den heißen Sommer zurück, der die Temperatur des Mittelmeers lokal auf bis zu 30 Grad ansteigen ließ.

    Das Mittelmeer steht vor einer neuen Bedrohung, die heimtückisch und still heranschleicht. In diesem Sommer waren die Unterwasserfauna und -flora Rekordtemperaturen von 30 Grad ausgesetzt. Welche konkreten Auswirkungen haben solche Hitzewellen im Mittelmeer? Um das herauszufinden, nimmt das Team von France Télévisions Kurs nach Süden, auf die Halbinsel Giens (Var). Inmitten von Schwärmen von Schwarzkopfbrassen, einer verspielten Muräne befinden sich Gorgonien (den Korallen des Mittelmeers), die ihre schönen roten Verzweigungen verloren haben. Die Polypen, die Tentakel, mit denen sie sich ernähren, sind fast verschwunden.

    Etwa 50 Arten sind bereits vollständig aus dem Mittelmeer verschwunden
    Taucher hatten bereits 2003, während der vorangegangenen Hitzewelle, ein großes Gorgoniensterben beobachtet, allerdings nicht in diesem Ausmaß. Seit Anfang August müssen die Berufstaucher hilflos mit ansehen, wie sich vor ihren Augen eine ökologische Katastrophe abspielt. „Die Sorge um alles, was an Fauna an den Felsen befestigt ist, ist dadurch begründet, dass es der Anfang der Nahrungskette ist“, betont der Taucher Jérôme Palmer. Gorgonien, Fische, Algen und Mollusken – etwa 50 Arten sind bereits aus dem Mittelmeer verschwunden. Aber die fast tropischen Temperaturen des Meeres ziehen auch neue Arten an, die oft durch das Ballastwasser von Schiffen eingebracht werden.

  • Wetter: Jetzt wird es richtig kalt in Frankreich

    Wetter: Jetzt wird es richtig kalt in Frankreich

    Die Kälte hält Einzug in Frankreich, und etabliert sich. Am Freitag, dem 9. Dezember und das ganze Wochenende über werden polare Temperaturen erwartet. In einigen Regionen sogar bis zu -10 Grad mit Schnee.

    Auf dem Platz in der Dorfmitte zeigt die Leuchtreklame der Apotheke am Donnerstagmorgen, dem 8. Dezember, -1 Grad an. In Le Dorat (Haute-Vienne), einer kleinen ländlichen Gemeinde mit etwas mehr als 500 Einwohnern, kommt ein Lieferwagen nur schwer in Gang. Ein paar Meter weiter, im Café de La Poste, treffen sich die Stammgäste auf ein heißes Getränk, bevor sie den Tag beginnen. „Man trinkt den Kaffee mit Freunden und Kumpels, das ist toll“, sagt ein Einwohner auf France 2.

    Im Departement Haute-Vienne gab es den ersten Frost des Jahres und die Nacht war besonders kalt. In den Dorfstraßen sind Handschuhe, Schals und Mützen angesagt. „Wir leben auf dem Land, wir leben mit der Natur, wir leben mit den Jahreszeiten, wenn es kalt ist, ziehen wir uns also warm an“, sagte eine Einwohnerin. Albert Debiais, ein 80-jähriger Rentner, hat seit etwa zehn Jahren keine so niedrigen Temperaturen für Anfang Dezember erlebt. „Es ist die kälteste Nacht seit langem“, sagt er. Die Temperaturen könnten am Samstag, den 10. und Sonntag, den 11. Dezember im Departement auf bis zu -5 Grad sinken.

  • „Stech ihm ins Herz!“: Kind wird vom Vater aufgefordert, Wildschwein mit Messer zu töten

    „Stech ihm ins Herz!“: Kind wird vom Vater aufgefordert, Wildschwein mit Messer zu töten

    Ein von dem Naturforscher Pierre Rigaux scharf kritisiertes und schockierendes Video zeigt ein Kind, das aufgefordert wird, am Ende eines Jagdausflugs, ein Wildschwein mit einem Messer zu töten.

    Ein zehnjähriger Junge wird von seinem Vater aufgefordert, während eines Jagdausflugs ein Wildschwein zu töten, indem er es mit einem Messer ersticht. Das Internet reagiert auf die schockierenden Bilder.

    Auf dem Video, das von dem Naturforscher Pierre Rigaux weitergeleitet wurde, kann man hören, wie der Vater des Kindes dieses ermutigt. „Hab keine Angst, beeil dich schnell […] Stich ihm ins Herz“, befiehlt er seinem Sohn.

    „Das Kind ist sehr jung“
    Das Kind „stösst so gut es geht das Messer mehrmals in den Körper des Wildschweins, inmitten der Hunde, stolpernd, mit dem schreienden Wildschwein“, empört sich der Naturforscher.

    Das Video, das Ende November auf dem Twitter-Konto eines Jägers aus dem Departement Marne veröffentlicht wurde, wurde von dem Tierschutzaktivisten aufgegriffen, der die „lange Agonie“ des Tieres und die Gefährlichkeit der Handlung des Kindes kritisiert.

    Achtung, diese Bilder können schockieren:

    https://twitter.com/RigauxNature/status/1599748216521576448

    „Was so schockierend ist, ist, dass das Kind sehr jung ist, keine große Lust hat, das zu tun, und dass es dabei ein körperliches Risiko für das Kind gibt. Es befindet sich dort inmitten von Hunden und kann jeden Moment hinfallen. Es ist einfach gefährlich, einem Kind ein Messer zu geben und ihm zu sagen, dass es sich inmitten der Hunde in den Büschen einem Wildschwein nähern soll, das offensichtlich um sein Überleben kämpft“. Pierre Rigaux reichte beim Gericht in Chalons-en-Champagne eine Klage wegen Tierquälerei ein.

  • Erneuerbare Energien: Die Linke will die Regierung zu mehr Ehrgeiz zwingen

    Erneuerbare Energien: Die Linke will die Regierung zu mehr Ehrgeiz zwingen

    Nach einer positiven Abstimmung im Senat begann am Montag die Prüfung des Gesetzentwurfs über erneuerbare Energien in der Nationalversammlung, wo die Regierung mit der Linken zusammenarbeiten muss, um die Verabschiedung des Gesetzes sicherzustellen. Umweltschützer und Sozialisten wollen die Gelegenheit nutzen, um den Text nach ihren Vorstellungen umzugestalten. Diesmal hofft die Linke, die Regierung auf ihre Seite zu ziehen. Mit dem Beginn der Prüfung des Gesetzentwurfs zur Beschleunigung der erneuerbaren Energien in der Nationalversammlung am Montag, dem 5. Dezember, wollen die Abgeordneten der Grünen und der Sozialisten einen Text überarbeiten, den sie für zu wenig ehrgeizig halten. Die Linke, die seit Beginn der Legislaturperiode regelmäßig in die Opposition gedrängt wurde, hat diesmal – ohne die Kommunisten, die bereits angekündigt haben, gegen den Gesetzentwurf stimmen zu wollen – die Gelegenheit, ein Verbündeter der Regierung in einem Thema zu werden, das ihr sehr am Herzen liegt…

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