Kategorie: Umwelt

  • Monster von Loch Ness: Schottland startet die größte Suche seit 50 Jahren

    Monster von Loch Ness: Schottland startet die größte Suche seit 50 Jahren

    Forscher und Enthusiasten begaben sich am Samstag auf eine groß angelegte Suche nach dem Ungeheuer von Loch Ness, die größte seit 50 Jahren. Schottland will endlich sein größtes Geheimnis lüften.

    Wird die jahrzehntelange Suche nun endlich doch erfolgreich sein? Die trüben Gewässer von Loch Ness sind in diesen Tagen Schauplatz der größten Jagd nach dem schottischen Monster seit 50 Jahren. Forscher und Enthusiasten hatten sich für Samstag, den 26. August, verabredet, um „Nessie“ zu finden.

    Drohnen mit Wärmescannern, Boote mit Infrarotkameras, Hydrophone – an technischen Hilfsmitteln wurde nicht gespart, um zu versuchen, das Geheimnis endlich zu lüften, das weltweit schon Generationen in seinen Bann zog. „Unser Ziel war es schon immer, alle möglichen Verhaltensweisen und Naturphänomene, die schwer zu erklären sind, aufzuzeichnen, zu untersuchen und zu analysieren“, erklärt Alan McKenna von der freiwilligen Forschungsgruppe Loch Ness Exploration, die die „Jagd“ am Samstag zusammen mit dem Loch Ness Centre in Drumnadrochit, einem kleinen Dorf im Norden Schottlands, das am Ufer des Sees liegt, eröffnete.

    Die Forscher glauben, dass die Wärmescanner jegliche Anomalien identifizieren können sollten und das Unterwassermikrofon soll ungewöhnliche Geräusche unter dem Wasser des 56 km2 großen Sees, der bis zu 240 Meter tief ist, aufspüren.

    Die Legende von einem Monster in Loch Ness reicht bis in die Antike zurück: Steinzeichnungen des Volkes der Pikten, das damals in der Region lebte, zeigen eine mysteriöse Bestie mit Flossen. Die erste schriftliche Erwähnung der Kreatur stammt aus dem Jahr 565 n. Chr., und zwar in einer Biografie des irischen Mönchs St. Columba, der im 6. Jahrhundert Schottland evangelisierte und erklärte, er habe dem Monster befohlen, sich zurückzuziehen.

    Die erste moderne Sichtung von „Nessie“ wurde im Mai 1933 von einer Lokalzeitung gemeldet. Ein ortsansässiger Geschäftsmann und seine Frau fuhren am See entlang, als sie von „einer riesigen Welle“ überrascht wurden. Im Dezember 1933 heuerte die britische Zeitung The Daily Mail den südafrikanischen Großwildjäger Marmaduke Wetherell an, um die geheimnisvolle Kreatur aufzuspüren. Er fand große Fußabdrücke, die seiner Meinung nach zu einem etwa sechs Meter langen Tier gehörten. Wissenschaftler des Naturkundemuseums erklärten später, dass die Spuren mit einem Schirmständer oder einer Nilpferdbeinattrappe erzeugt worden seien.

    1934 machte der englische Arzt Robert Wilson ein Bild, was später als „Chirurgenfoto“ bezeichnet wurde. Das Bild soll den Kopf und den verlängerten Hals von Nessie an der Wasseroberfläche zeigen. Das Foto, das in der Daily Mail veröffentlicht wurde, war zwar eine Fälschung, katapultierte das Monster von Loch Ness jedoch in den Rang einer internationalen Berühmtheit.

    Laut dem Loch Ness Centre wurden bis heute über 1.100 offizielle Sichtungen von Nessie verzeichnet und das Monster bringt der schottischen Wirtschaft durch den Tourismus jedes Jahr Millionen Pfund Sterling ein.

    Im Laufe der Jahre haben Wissenschaftler und Amateure versucht, Beweise für die Anwesenheit eines großen Fisches in den Tiefen des Sees zu finden, einige behaupteten sogar, dass das Monster ein prähistorisches Meeresreptil wie etwa ein Plesiosaurier sein könnte.

    Im Jahr 1972 unternahm das Loch Ness Investigation Bureau die bis dahin größte Suche, die jedoch erfolglos blieb. Im Jahr 1987 wurde im Rahmen der Operation Deepscan ein Sonargerät über die gesamte Breite des Sees eingesetzt. Die Organisatoren behaupteten damals, sie hätten in der Tiefe ein „nicht identifiziertes Objekt von ungewöhnlicher Größe und Umfang“ gefunden.

    Im Jahr 2018 führten Forscher eine DNA-Studie im Loch Ness durch, um festzustellen, welche Organismen in seinen Gewässern leben. Außer zahlreichen Aalarten wurde nichts gefunden.

    „Dieses Wochenende bringt nun eine Gelegenheit, die Gewässer auf eine ganz neue Art und Weise zu durchsuchen, und wir sind gespannt, was wir finden werden“, sagt Paul Nixon, Geschäftsführer des Loch Ness Centre.

    Die Organisatoren haben Freiwillige aufgerufen, während des gesamten Wochenendes nach Bewegungen im Wasser oder anderen unerklärlichen Vorkommnissen Ausschau zu halten. Tausende haben sich daraufhin gemeldet, um das Loch Ness unter genauster Beobachtung zu halten…

  • Dürre: Im Departement Ain retten Fischer die Fische aus einem ausgetrockneten Fluss

    Dürre: Im Departement Ain retten Fischer die Fische aus einem ausgetrockneten Fluss

    Die Hitzewelle der letzten Tage hat die Dürre insbesondere im Departement Ain noch weiter verschärft. In der Nähe von Bourg-en-Bresse starteten Fischer jetzt Rettungsaktionen, um die Fische zu bergen.

    Der Fluss is nur noch eine Kieswüste. Das Wasser ist an vielen Stellen vollständig verschwunden. Das wenige Wasser, das noch fliesst, wird immer schwächer und versickert schließlich in der Erde. Aus den wenigen Tümpeln, die noch übrig sind, müssen die noch vorhandenen Fische gerettet werden. Die hohe Wassertemperatur macht es nicht besser. Ab 18 °C schränkt die Forelle ihre Aktivität stark ein und nimmt keine Nahrung mehr zu sich.

    Ohne die Rettungsaktion wäre die Fischpopulation gefährdet. „Der Sommer 2022 hat bereits geschadet, die Wassermengen haben auch im vergangenen Winter keine zufriedenstellende Wiederbesiedlung des Flusses ermöglicht, also bleibt nur noch ein bisschen was zu retten“, erläuterte Pierre Bompard, Direktor des Fischereiverbands des Departements Ain auf dem Sender France 3. Die geretteten Fische werden dann weiter oben, näher an der Quelle des Flusses in kühlerem Wasser wieder ausgesetzt.

  • Frankreich: Historische Hitzewelle hat Dutzende von Rekorden purzeln lassen…

    Frankreich: Historische Hitzewelle hat Dutzende von Rekorden purzeln lassen…

    Bei einer außergewöhnlichen späten Hitzewelle in diesem Sommer wurden in Frankreich Dutzende von Hitzerekorden gebrochen. Ein Phänomen, das nach Ansicht von Klimaforschern aufgrund der globalen Erwärmung in Zukunft vor allem in der südlichen Hälfte Frankreichs immer öfters eintreten wird.

    Acht Tage, in denen Südfrankreich unter einer Hitzeglocke fast erstickte. Das Land hat eine außergewöhnliche Hitzewelle hinter sich, die ganz Südeuropa erfasst hatte, mit Dutzenden von Temperaturrekorden und mehreren aufeinanderfolgenden Tagen über 40°C. Eine so spät im Sommer noch nie dagewesene Situation, die eine Folge der globalen Erwärmung ist.

    der Süden Frankreichs erlebte von Montag bis Donnerstag, den 24. August, die vier heißesten Tage, die jemals nach einem 15. August verzeichnet wurden. Der nationale Wärmeindikator (Tagesdurchschnitt über 30 repräsentative Wetterstationen im französischen Mutterland und auf Korsika) erreichte am Donnerstag mit 27,8 °C seinen Höhepunkt.

    „Es ist unbestreitbar, dass das, was wir derzeit erleben, ein Phänomen ist, das bereits eine Auswirkung des Klimawandels ist“, sagte Lauriane Batté, Klimatologin bei Météo-France, am Donnerstag gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

    Die achttägige Hitzewelle, die am 17. August begann und 25. August endete, wird in Frankreich in die Annalen eingehen.

    Sie kann zawr nicht an die dreiwöchige Hitzewelle von 2006 heranreichen, auch nicht an die zweiwöchige Hitzewelle von 2003, die bislang intensivste, und auch nicht an die Rekorde von 2019 (landesweit heißester Tag mit 29,4 °C im Durchschnitt und landesweiter Rekord mit 46 °C in Vérargues im südlichen Hérault). Das Besondere ist diesmal der späte Zeitpunkt. Seit 1947 wurden in Frankreich nur sieben Hitzewellen nach einem 15. August gemessen, alle im 21. Jahrhundert. Und die von 2023 ist eindeutig die heisseste gewesen.

    Simulationen des zukünftigen Klimas unter Berücksichtigung der anhaltenden Treibhausgasemissionen zeigen eine erhöhte Wahrscheinlichkeit von Hitzewellen zu Beginn und am Ende des Sommers, warnen Klimatologen.

    Vor 1989 traten Hitzewellen im Durchschnitt einmal alle fünf Jahre auf. Seit 2000 treten sie jedes Jahr auf.

    Dass 2023 nicht die schlimmste aller Hitzewellen war, liegt auch daran, dass das nördliche Drittel Frankreichs relativ verschont blieb, mit teilweise hohen, aber keinen sehr hohen Temperaturen.

    In den südlichen zwei Dritteln des Landes, über denen sich die Hitzekuppel stabilisierte, fielen jedoch Dutzende von Rekorden, die oft aus dem Jahr 2003 stammten: 43,2°C in Carcassonne, 42,4°C in Toulouse, 42,6°C in Auch (Südwesten), 42,7°C in Orange (Süden) oder 41,4°C in Lyon-Bron (östliche Mitte).

    „Diese Periode, mit Höchstwerten von insbesondere über 40°C, ist im Südosten und dann im Südwesten vergleichbar mit den Temperaturen, die während der historischen Hitzewellen im August 2003 und Juni 2019 gemessen wurden“, stellte Météo-France am Donnerstag fest.

    Die symbolische Marke von 40°C, die in den 1960er Jahren und im darauffolgenden Jahrzehnt in Frankreich nur einmal gemessen wurde, wird inzwischen häufig überschritten. Die Schwere einer Hitzewelle lässt sich auch an den Tiefsttemperaturen ablesen, wenn die Kühle der Nacht ausbleibt.

    Die Nächte waren in der vergangenen Woche im Süden mit Temperaturen, die sich in mehreren Städten an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen deutlich über 25 °C hielten, extrem heiß. So stellte Menton (Südost) mit 30,4 °C einen nationalen Rekord für Tiefstwerte auf.

    Studien sagen voraus, dass sich die Erwärmung in den sowieso schon heißen Regionen Frankreichs noch weiter verstärken wird, angefangen beim Mittelmeerraum und dem Rhône-Tal (Südosten) sowie dem Garonne-Tal (Südwesten).

    Unabhängig davon, wie sich die Treibhausgasemissionen entwickeln, wird sich die Anzahl der Hitzewellen in Frankreich bis zum Ende des Jahrhunderts in einem optimistischen Szenario verdoppeln oder sogar um das Drei- bis Vierfache ansteigen, wenn das derzeitige CO2-Emissionsniveau beibehalten wird.

  • Spanien: Feuer auf Teneriffa laut der Behörden unter Kontrolle – 15.000 Hektar Vegetation zerstört

    Spanien: Feuer auf Teneriffa laut der Behörden unter Kontrolle – 15.000 Hektar Vegetation zerstört

    Etwa 7% der gesamten Fläche der spanischen Kanareninsel wurde seit dem 15. August vom Feuer verwüstet.

    Das Feuer, das seit dem 15. August auf der spanischen Insel Teneriffa im touristischen Kanarischen Archipel wütete, ist „stabilisiert“, nachdem es rund 15.000 Hektar Vegetation zerstört hat. Dies gab der Chef der Regionalregierung der Kanarischen Inseln, Fernando Clavijo, am Donnerstagabend, 24. August, auf einer Pressekonferenz bekannt.

    „Das ist eine großartige Nachricht“, nachdem die Flammen seit neun Tagen eine Fläche von etwa 90 Kilometern verschlungen haben. das entspricht etwa 15.000 Hektar. Teneriffa hat eine Gesamtfläche von 203.400 Hektar, also sind etwa 7% der Inselfläche in Schutt und Asche gelegt worden.

    Zehntausende Menschen mussten vorübergehend fliehen.
    Wenn die Feuerwehren eine Phase der „Kontrolle und etwa 48 Stunden, ohne dass der Umfang vorangeschritten ist“ beobachten können, dann gilt ein Feuer als „stabilisiert“, wie Fernando Clavijo ausführte. Der Waldbrand, der größte in Spanien seit Jahresbeginn, forderte keine Todesopfer, zwang jedoch Tausende von Menschen zur Flucht. Bis vergangenen Sonntag waren insgesamt mindestens 25.000 Menschen gezwungen, vor dem riesigen Feuer zu fliehen. Die meisten von ihnen durften inzwischen in ihre Häuser zurückkehren.

    „Das bedeutet nicht, dass es nicht zu einer Reaktivierung kommen kann“, warnte Fernando Clavijo. Ihm zufolge wurden „alle Mittel in einem weiten Umkreis von mehr als 90 Kilometern bereit gestellt, um sofort handeln und jede Art von Reaktivierung des Feuers, die auftreten könnte, im Keim ersticken zu können“. Insgesamt sind noch immer 115 Feuerwehrleute und Soldaten im Einsatz, um das Feuer zu kontrollieren, unterstützt von 16 Löschflugzeugen und Hubschraubern.

  • Trockenheit: Präfektur des Departements Mayotte beschränkt erneut den Zugang zu Wasser

    Trockenheit: Präfektur des Departements Mayotte beschränkt erneut den Zugang zu Wasser

    An zwei von drei Tagen wird das Wasser auf der gesamten Insel abgestellt, mit Ausnahme einiger Orte, in denen die Wasserabschaltungen geringer ausfallen werden.

    Die Präfektur des französischen Überseedepartements Mayotte, das derzeit unter einer schweren Dürre leidet, kündigte am 24. August Wasserabschaltungen an zwei von drei Tagen an. Ziel dieser Maßnahme ist es, mit den knappen Reserven bis zur nächsten Regenzeit Ende des Jahres durchzuhalten. Ab Montag wird es bei der Trinkwasserversorgung im gesamten Departement „alle 24 Stunden eine Unterbrechung von achtundvierzig Stunden“ geben, wie der Präfekt der im Indischen Ozean liegenden Insel, Thierry Suquet, auf einer Pressekonferenz ankündigte. In Mamoudzou, Koungou und Petite-Terre wird das Wasser jede Nacht von 16 bis 8 Uhr abgestellt, bevor es einmal pro Woche für 36 Stunden abgestellt wird, „um die Kontinuität der Wirtschaftstätigkeit in diesen Gebieten zu gewährleisten“, erklärte der Präfekt.

    Die Wasserversorgung der Insel mit ihren 300.000 Einwohnern hängt hauptsächlich von Regenwasser ab: 80% des Wassers in Mayotte stammt aus zwei Hochreservoirs im Norden und im Zentrum der Insel. Aufgrund der Dürre ist die Füllung derzeit „sehr gering“, wie die regionale Gesundheitsbehörde (ARS) berichtet. Die Grundwasserbohrungen machen nur etwa 15 % der Wasserressourcen aus. Der Rest stammt aus einer Entsalzungsanlage, die derzeit allerdings nur ein Drittel ihrer geplanten Kapazität produziert. „Die vom Wasserverband eingeleiteten Arbeiten, insbesondere zur Steigerung der Produktion der Entsalzungsanlage, werden aber erst Anfang November wirksam. Um den Oktober erfolgreich zu überstehen, sind wir also gezwungen, neue Maßnahmen zu ergreifen“, so der Präfekt Thierry Suquet.

    Leitungswasser ist direkt nach den Abschaltungen „ungenießbar“.
    Die Gesundheitsbehörde von Mayotte warnte vor einigen Wochen zusätzlich davor, dass das Leitungswasser direkt nach den Unterbrechungen „ungenießbar“ sei. „Wenn der Druck konstant ist, dringt nichts in die Rohre ein. Dagegen begünstigt eine Vielzahl von Unterbrechungen die Vermehrung von Bakterien“, erklärte ein auf Wassermanagement spezialisierter Ingenieur, der anonym bleiben wollte, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

  • Météo France hebt höchste Hitzewarnstufe am Freitagmorgen auf – jetzt kommen Gewitter

    Météo France hebt höchste Hitzewarnstufe am Freitagmorgen auf – jetzt kommen Gewitter

    Zunächst wurde angekündigt, dass 17 Departements auch für den heutigen Freitag, 24. August, unter Hitzewarnung Rot bleiben sollten. Nun gab Meteo France bekannt, dass die Warnung am Freitagmorgen um 6 Uhr aufgehoben wurde. 60 Departements bleiben weiterhin von einer Warnstufe Orange für Gewitter oder Hitze betroffen.

    In 20 Departements bleibt die Hitzewarnung Orange bestehen, aber die Temperaturen sollen heute voraussichtlich deutlich sinken.

    Insgesamt bleiben 60 Departements wegen Hitze oder Gewittern auf Warnstufe Orange. „Eine neue Gewitterfront wird sich am Freitagnachmittag über der Auvergne organisieren und dann auf das Rhonetal, die Region Lyon, Burgund und den Nordosten des Landes übergreifen“, so Météo France.

    Diese teils heftigen Gewitter können zu intensiven Regenfällen mit 50-60 Liter/m2 in sehr kurzer Zeit, mit Hagelschlag und starken Windböen von ca. 100 km/h führen.

  • Frankreich: Mit 44,4°C im Departement Gard wurden auch am Donnerstag neue Temperaturrekorde aufgestellt

    Frankreich: Mit 44,4°C im Departement Gard wurden auch am Donnerstag neue Temperaturrekorde aufgestellt

    In der Hitzewelle, die sich seit mehreren Tagen über die Südhälfte Frankreichs gelegt hat, wurden sehr hohe Temperaturen registriert. Die lokal gemessenen Werte überschritten am Donnerstag in Okzitanien teilweise die 44°C-Marke.

    Zwischen dem 23. und 24. August wurden laut der Beobachtungsstelle Keraunos in Frankreich nicht weniger als 100 Hitzerekorde gebrochen.

    Laut dem Sender France 3 wurde am Donnerstag in Salindres im Departement Gard eine Höchsttemperatur von 44,4 °C gemessen (der bisherige Rekord lag bei 44 °C im Jahr 1947), dicht gefolgt von Siran im Gard (44,2 °C) und Xaintrailles im Lot-et-Garonne mit 43,2 °C, einem seit 1952 nicht mehr gemessenen Wert.

    In Belis im Departement Landes erlebten die Bewohner am Mittwoch 42,9 °C, was den bisherigen Rekord aus dem Jahr 2019 übertraf. Auch in den Pyrénées-Atlantiques wurden am Donnerstag 41,9 °C gemessen.

    Die heissen Tage sind mit extrem warmen Nächten verbunden, „mit Temperaturen, die sich über 25 °C halten, wie in Nizza, Menton, Narbonne, Toulouse oder Bordeaux“, so Météo France. Bei einer solch extremen Hitzewelle werden die in den betroffenen Gebieten lebenden Menschen auf eine harte Probe gestellt.

    Hitzewarnung Rot in 17 Departements bis Freitagmorgen.
    Glücklicherweise prognostiziert die Wetterbehörde, dass die hohe Wärmebelastung am Freitag um 6 Uhr enden wird. Innerhalb von 24 Stunden werden die Temperaturen um 10 Grad sinken – was dann immer noch warm ist – , bevor das Thermometer von Freitag auf Samstag erneut fallen wird. An manchen Orten werden die Temperaturen innerhalb von 48 Stunden um 20 Grad sinken.

  • Die Hitzewelle in Frankreich neigt sich ihrem Ende zu – die Vorhersagen für Donnerstag

    Die Hitzewelle in Frankreich neigt sich ihrem Ende zu – die Vorhersagen für Donnerstag

    Frankreich hat die heißeste Woche des Sommers 2023 erlebt und verzeichnet seit einigen Tagen Rekordtemperaturen. Der Donnerstag, 24. August, markiert das Ende der Hitzewelle, auch wenn der Tag in vielen Regionen immer noch sehr heiß ist.

    Frankreich erlebt die heißeste Woche des Sommers 2023 und die Temperaturen am Donnerstag, dem 24. August, werden immer noch sehr hoch bleiben, aber die gestrigen Extreme wohl nicht wiederholen. In 17 französischen Departements herrscht auch heute weiterhin die Hitzewarnung Rot. Météo France ruft die Menschen weiterhin zu größter Vorsicht auf.

    Nach Angaben von Météo France wird die Hitzewelle heute noch über den südlichen zwei Dritteln des Landes zu spüren sein und hat zum Beispiel Rhonetal, dem südlichen Zentralmassiv, der östlichen Aquitaine und Okzitanien immer noch Ausnahmecharakter. Die Höchsttemperaturen, die im Laufe des Tages erwartet werden, bewegen sich heute zwischen 38 und 40°C. Die hitze schwächt sich im gesamten Land aber leicht ab, bevor sie morgen hoffentlich vollständig zu Ende geht.

    Am Donnerstagvormittag dominiert die Sonne in der südliche Hälfte des Landes, während es im Norden zu Gewittern mit Hagelschlag kommen kann. Die Frühtemperaturen waren im Süden des Landes immer noch sehr hoch und lagen im Durchschnitt bei 28 °C.

    Im Norden sind die Temperaturen im Vergleich zu gestern mit dem Eintreffen der Gewitter stark gesunken. Am Nachmittag konzentrieren sich die gewittrigen Schauer auf die Mitte und den Osten Frankreichs. Im Süden dominiert trotz des Auftauchens einiger Wolken noch weitgehend die Sonne. Die erwarteten Höchsttemperaturen werden voraussichtlich nicht über 40 °C steigen und sich im Norden Frankreichs bei höchstens 29 °C stabilisieren.

    Am Abend werden sich die Gewitter auflösen. Eine Wolkendecke wird fast das ganze Land überziehen und das Thermometer wird im. Süden auf maximal 34 °C sinken. Die Nacht wird nicht sternenklar sein und gewittrige Schauer werden noch die Mitte und den Norden Frankreichs treffen.

  • Departement Hautes-Alpes: Feuer zerstört Häuser – ein Weiler wird evakuiert

    Departement Hautes-Alpes: Feuer zerstört Häuser – ein Weiler wird evakuiert

    In der Nähe von Crots im Departement Hautes-Alpes brach am Mittwoch, dem 23. August, ein Waldbrand aus.

    In Crots (Hautes-Alpes) wurden bei einem Brand am Mittwoch, dem 23. August, mehrere Häuser zerstört. „Der Himmel hat sich bedeckt und es regnet gerade vor Ort, was ein ziemlich gutes Omen ist. Das Feuer ist zu dieser Stunde noch aktiv und wird vom Wind immer wieder angefacht“, berichtet der Sender France 2 live aus der betroffenen Gemeinde. Der Vegetationsbrand brach gegen 14 Uhr in der Nähe des Dorfes Crots (Hautes-Alpes) und in der Nähe des Sees Serre-Ponçon aus.

    Rund 100 Feuerwehrleute wurden mobilisiert.
    Es soll eine landwirtschaftlichen Maschine gewesen sein, die den Brand ausgelöst hat. Seitdem fressen sich die Flammen durch das Bergmassiv. „Sie haben sich bereits auf 30 Hektar ausgebreitet. Bisher sind drei Häuser von dem Brand betroffen“, berichtet der Journalist des Senders France 2. Ein Weiler mit einigen Häusern und einige Wanderer wurden evakuiert. „Aber das Dorf Crots selbst scheint nicht mehr auf dem Weg des Feuers zu liegen, das sich eher in Richtung der Höhenzüge bewegt. Rund 100 Feuerwehrleute aus den Hautes-Alpes sind mit zahlreichen Löschfahrzeugen im Einsatz“.

  • Franzosen auf der Suche nach Abkühlung fahren in die Bretagne und die Normandie

    Franzosen auf der Suche nach Abkühlung fahren in die Bretagne und die Normandie

    Touristen und Urlauber fliehen vor der großen Hitze in die Bretagne oder die Normandie. Die Hitzekuppel über dem Süden bringt der Tourismusbranche in diesen Regionen des Nordens Glück.

    Am Strand von Pléneuf-Val-André in der Region Côtes-d’Armor gibt es keine Sonnenschirme. Der Wind weht und es ist nicht wärmer als 22 °C. Auf dem Campingplatz der Gemeinde genießen die Touristen die kühle bretonische Luft. „Wir sind sehr glücklich, hier zu sein, nur 22 oder 23 °C zu haben, das ist wirklich toll“, freut sich einer von ihnen auf dem Sender France 3. „Es ist gut, es ist luftig, nachts ist es kühl (…) Wir hatten gesagt, dass wir vielleicht morgen wieder abreisen würden, aber nein, wir bleiben noch ein bisschen“, sagt ein anderer.

    Milde Temperaturen
    Die gleiche Anziehungskraft auf die Touristen hat dieses Jahr die Küste der Normandie. Auch hier flieht man vor der großen Hitze, die im Rest des Landes herrscht. Am Strand von Luc-sur-Mer entdeckt eine Frau aus der Auvergne die Vorteile der Region: „Wir haben nicht die Folgen der Hitze. Ich weiß, dass in der Auvergne meine Nachbarin heute Morgen 35 °C hatte, mir geht es besser, ich hatte nur 21 °C, das ist top.“ Am Mittwoch, dem 23. August, war es in der Normandie nicht mehr als 21 °C warm, weit entfernt von der Hitzewelle, die zur Zeit gerade den größten Teil Frankreichs heimsucht.