Kategorie: Tourismus

  • SNCF: Das Bahnunternehmen realisiert 2022  Rekordgewinne

    SNCF: Das Bahnunternehmen realisiert 2022 Rekordgewinne

    Die SNCF soll in diesem Jahr mehr als 2 Milliarden Euro Gewinn gemacht haben, obwohl die Weihnachtszeit von einem Streik der Zugbegleiter geprägt war. 

    Ein Rekordjahr für die SNCF! Laut der Zeitung Le Parisien hat das Unternehmen 2022 außergewöhnliche hohe Gewinne realisiert. Nach 2,2 Milliarden Euro, die vor allem durch höhere Fahrkartenverkäufe als vor der Pandemie erwirtschaftet wurden, habe die Bahngesellschaft noch nie eine so gute finanzielle Gesundheit gezeigt, zitierte die Zeitung eine interne Quelle.

    Die Unternehmensleitung soll die Zahlen noch nicht bestätigt haben. Die offizielle Bekanntgabe der Ergebnisse erfolgt erst im kommenden Februar.

    Laut Le Parisien soll ein Großteil des Gewinns – etwa 1 Milliarde – in die Modernisierung der Gleise investiert werden und die in 2023 deutlich steigenden Energierechnungen auffangen.

  • Französische Skigebiete erleben derzeit dramatischen Schneemangel

    Französische Skigebiete erleben derzeit dramatischen Schneemangel

    Aufgrund eines besonders milden Jahresendes fehlt in Frankreich der Schnee. Viele tiefer gelegene Skigebiete müssen daher den Urlaubern andere Aktivitäten anbieten.

    Eine dünne Schneeschicht, die zusehends abzuschmelzen scheint. Dies ist das beunruhigende Bild, das sich in einem Wintersportort im Vercors-Massiv der Voralpen bietet. Bei einer Temperatur von 10 °C ist das Ski-Fahren nur sehr eingeschränkt möglich. Die Skischule sorgt zwar für die jüngsten Urlauber, aber viele Pisten bleiben geschlossen. „Wir haben zwei Jahre mit viel Schnee erlebt, und dieses Jahr ist es halt so, das muss man akzeptieren“, sagt Fabrice Mielzarek, Leiter des Fremdenverkehrsamts von Villard-de-Lans (Isère).

    Die Ausrüstungsverleiher passen sich an
    Dieser Saisonbeginn bleibt für einige Skigebiete sehr schwierig. Im Dorf geben die Ausrüstungsverleiher ihr Bestes, um sich anzupassen. Fast alle Ski bleiben im Laden, und man holt die elektrischen Mountainbikes hervor, die man eigentlich bis zum Frühjahr weggestellt hatte. In Mont-Dore (Puy-de-Dôme) ist die Situation ähnlich. Auch hier liegen die Temperaturen weit über den normalen Werten der Saison. Aufgrund des fehlenden Schnees suchen sich die Touristen andere Aktivitäten ausserhalb der Skipisten.

  • Benzinpreise: Wie viel wird man nach dem Auslaufen der Rabatte am 1. Januar an der Zapfsäule bezahlen?

    Benzinpreise: Wie viel wird man nach dem Auslaufen der Rabatte am 1. Januar an der Zapfsäule bezahlen?

    Die Preise an den Zapfsäulen sinken seit November wieder. Wie wird es aber ab dem 2. Januar aussehen, wenn die Rabatte des Staates und von Total auslaufen?

    Nach einem Monat des Rückgangs seit Mitte November gleichen sich die Preise für einen Liter Diesel und SP95-E10 aus, stellt die Zeitung Le Parisien fest. In der vergangenen Woche stieg der Preis für einen Liter Dieselkraftstoff leicht auf 1,75 Euro pro Liter, 1 Cent mehr als in der Vorwoche. Der Preis für SP95-E10 blieb bei 1,62 Euro pro Liter. In einigen Tagen, wenn die Rabatte auslaufen, werden die Preise jedoch automatisch wieder steigen.

    10 Cent mehr ab dem 1. Januar.
    Das Ende des staatlichen Rabatts von 10 Cent an der Zapfsäule ist für den 1. Januar 2023 vorgesehen. Auch der Zusatzrabatt von 10 Cent an TotalEnergies-Tankstellen wird an diesem Tag enden. Dann wird eine Kraftstoffzulage von 100 EUR für das gesamte Jahr 2023 eingeführt. Diese staatliche Unterstützung betrifft die 10 Millionen Arbeitnehmer mit einem steuerlichen Referenzeinkommen von weniger als 15.768 Euro pro Jahr. Die Anträge werden ab Anfang nächsten Jahres auf der Website impots.gouv.fr eingereiht werden können.

    Etwa 1,80 Euro pro Liter in den kommenden Wochen.
    „Der Preis für ein Barrel Öl hat sich im Bereich von 80 bis 85 US-Dollar (zwischen 75 und 80 Euro) konsolidiert“, wird Philippe Chalmin, Spezialist für Rohstoffmärkte, in der Zeitung Depeche du Midi zitiert. „Der Dollar hat sich im Übrigen gegenüber dem Euro etwas abgeschwächt, was ebenfalls diesen leichten Rückgang erklärt“. Nach Ansicht des Ökonomen dürfte der Kraftstoffpreis in den nächsten Wochen um 1,80 Euro pro Liter liegen.

    Teurerer Diesel ab Februar
    Die Kluft zwischen dem Preis für SP95-E10 und Diesel könnte ab dem 5. Februar 2023 noch größer werden. „Die Europäische Union wird an diesem Tag aufhören, russischen Diesel zu importieren, was die Kosten für Dieselkraftstoff erhöhen könnte, da die Entfernungen für die Importe grösser werden“, so Philippe Chalmin.

  • Syroco: Segelboot für eine kohlenstofffreie Zukunft

    Syroco: Segelboot für eine kohlenstofffreie Zukunft

    Ein Start-up-Unternehmen aus Marseille hat den Ehrgeiz, den Schiffsverkehr umweltfreundlicher zu gestalten. Mit einem Schiff, das von einem Segel wie ein Kitesurfer gezogen wird.

    Es sieht aus wie ein kleines Flugzeug und ist doch ein Boot. Ein unglaubliches Gerät, mit dem sein Konstrukteur eine Geschwindigkeit von über 150 km/h erreichen und damit den Geschwindigkeitsrekord im Segeln brechen will. Dieses „Speed Craft“, derzeit noch ein Prototyp im Maßstab 1:3, verfügt über ein Segel, das dem eines Kitesurfers ähnelt, und einen speziellen Kiel, um es auf dem Wasser zu halten. Ohne diese technologische Innovation würde dieses Gerät, das halb Boot und halb Flugzeug ist, davonfliegen. Schlüsselelement dieses innovativen Konzepts ist der Kite (Drachensegel), der es ermöglicht, alle Kräfte des Windes an einem einzigen Punkt zu bündeln.

    Entwicklung des kohlenstofffreien Seetransports
    Dieses revolutionäre Boot verdanken wir einem der erfolgreichsten französischen Kitesurfer. Alex Caizergues aus Marseille kann auf 15 Jahre Wettkampferfahrung, 6 Weltrekorde und 4 Weltmeistertitel verweisen. „Ich habe im Laufe meiner Karriere Vieles erreicht, jetzt wollte ich noch einen Schritt weiter gehen und in meiner täglichen Arbeit einen Beitrag für die Umwelt leisten“.

    Um über seine sportlichen Leistungen noch hinauszuwachsen, hat der Rekordhalter ein Start-up-Unternehmen gegründet. Der französische Champion hat ein hochkarätiges Team von 17 Personen um sich geschart, Ingenieure und Schiffsarchitekten, die alle vom Segeln begeistert sind. Ziel des jungen Unternehmens aus Marseille: die Dekarbonisierung des Seeverkehrs voranzutreiben. Der ganzen Welt soll bewiesen werden, dass es möglich ist, mithilfe des Windes, einer sauberen und kostenlosen Energie, eine hohe Geschwindigkeit zu erreichen. „Ganz sicher werden wir morgen Schiffe haben, die einen niedrigen Energieverbrauch haben. Sie werden vielleicht Segel oder ‚Foils‘ haben“, erklärt Alex Caizergues gegenüber France Télévivions.

    Der nächste Schritt für den Unternehmer ist, die geplante 7-Meter-Version seines neuartigen Bootes in den kommenden Monaten zu Wasser zu lassen. Ein Prototyp, mit dem Alex Caizergues den Geschwindigkeitsrekord in Angriff nehmen wird, den er noch „vor den Olympischen Spielen 2024“ brechen möchte.

  • Wintersturm in den USA: Mindestens 32 Tote und Zehntausende Haushalte ohne Strom

    Wintersturm in den USA: Mindestens 32 Tote und Zehntausende Haushalte ohne Strom

    Ein Wintersturm, der eisige Winde mit sich führte und seit Tagen über das Zentrum und den Osten der USA fegt, forderte bereits mehr als 30 Todesopfer und ließ Zehntausende Amerikaner am Weihnachtstag ohne Strom in kalten Wohnungen frieren.

    „Das ist nicht das Weihnachten, das wir uns vorgestellt haben“: Ein Wintersturm mit eisigen Winden fegt schon seit Tagen über das Zentrum und den Osten der Vereinigten Staaten und hat schon mehr als 30 Menschenleben gefordert. Zehntausende Amerikaner sassen am Weihnachtstag ohne Strom in kalten Wohnungen.

    Zweiunddreißig Todesfälle wurden in neun Bundesstaaten bestätigt, darunter allein 13 in Erie County im Bundesstaat New York, zu dem auch die Stadt Buffalo gehört, wo die Schneehaufen inzwischen stellenweise bis zu drei Meter hoch sind. Einige Opfer wurden in ihren Autos gefunden, andere auf der Straße inmitten der Schneemassen.

    „Menschen sitzen seit über zwei Tagen in ihren Autos fest“
    Seit Mittwochabend werden die USA von diesem ungewöhnlich starken Wintersturm heimgesucht, dessen polare Winde vor allem in der Region der Great Lakes (Großen Seen) zu starken Schneefällen führten. „Es gibt Menschen, die seit mehr als zwei Tagen in ihren Autos festsitzen und andere in ihren Häusern mit frostigen Temperaturen“, berichtet Mark Poloncarz, ein Verwaltungsbeamter des Landkreises Erie County. Er befürchtet, dass es bald weitere Todesfälle in seinem County geben könnte.

    Trotz Fahrverbot sassen Hunderte von Menschen in ihren Fahrzeugen fest. Die Rettungskräfte gingen am Sonntag von Auto zu Auto, um zu sehen, „ob sie Leichen finden“, beschreibt Mark Poloncarz die Situation auf CNN.

    „Das ist eine große Krise“, sagt die Gouverneurin des Bundesstaates New York Kathy Hochul, selbst eine gebürtige Buffaloerin. „Ich habe alle großen Winterstürme der letzten 60 Jahre erlebt. Das hier ist der schlimmste.“

    Mehr als 48.000 Haushalte waren am Sonntag an der Ostküste der USA ohne Strom. Das Unwetter hatte laut der Website Poweroutage.us ursprünglich rund 150.000 Haushalte von der Stromversorgung abgeschnitten.

    Mehr als 3.000 Flüge wurden am Sonntag gestrichen, zusätzlich zu den etwa 3.500 am Samstag und weiteren 6.000 am Freitag, wie die Webseite Flightaware.com berichtete.

    In Städten, wie Denver oder Chicago, wurden Notunterkünfte eröffnet, um Bedürftige aufzunehmen, damit sie sich aufwärmen können und vor Unterkühlung geschützt sind.

    Kanada ebenfalls betroffen
    Der Wintersturm betraf auch Kanada, wo ein Busunfall auf einer vereisten Straße in British Columbia nach Angaben der Behörden mindestens vier Todesopfer und Dutzende Verletzte forderte. Mehr als 150.000 Menschen waren auch i9n Kanada ohne Strom, vor allem in den Provinzen Ontario und Quebec. Zudem mussten alle Züge von Toronto nach Ottawa und Montreal am Weihnachtstag nach der Entgleisung eines Zuges eingestellt werden, wie die kanadische Eisenbahngesellschaft mitteilte.

    Laut dem National Weather Service der USA sollen die Temperaturen „bis Mitte nächster Woche auf jahreszeitlich normale Werte“ zurückgehen.

    https://twitter.com/NWXweather/status/1605993104804151296
  • Massenkarambolage mit 3 Toten und 11 Verletzten auf der A1 am Abend des 24. Dezembers

    Massenkarambolage mit 3 Toten und 11 Verletzten auf der A1 am Abend des 24. Dezembers

    Bei einer Massenkarambolage auf der Autobahn A1 zwischen Lille und Paris kamen am Abend des 24. Dezember drei Menschen ums Leben. Unter den Opfern ist auch ein Kind. Elf Personen wurden verletzt.

    Drei Menschen, darunter ein Kind, starben am Samstagabend bei einer Massenkarambolage auf der A1 in der Nähe von Herbécourt (Somme) und elf wurden verletzt, wie die Feuerwehr über Twitter mitteilte. An der Kollision, die sich am frühen Abend ereignete, waren nach Angaben der Feuerwehr und des Verkehrsinformationszentrums Bison Futé drei Fahrzeuge beteiligt, und zwar in der Nähe von Herbécourt in der Fahrtrichtung Lille-Paris.

    Nach Angaben der Feuerwehr starben drei der fünf Personen, die sich in einem ersten, in Rumänien zugelassenen Fahrzeug befanden, zwei Erwachsene und ein Kind. Die beiden anderen Insassen wurden schwer verletzt. In den beiden anderen betroffenen Fahrzeugen wurden nach Angaben der Feuerwehr neun Personen leichter verletzt. Alle elf Personen wurden in drei Krankenhäuser des Departements, in Péronne, Montdidier und Amiens, transportiert.

    Mehr als fünfzehn Fahrzeuge der Feuerwehr waren im Einsatz, ebenso wie die Gendarmerie und verschiedene Rettungsfahrzeuge des SAMU. Die Autobahn wurde teilweise gesperrt.

  • SNCF: Gibt es wirklich jedes Jahr zu Weihnachten Streiks?

    SNCF: Gibt es wirklich jedes Jahr zu Weihnachten Streiks?

    200.000 Reisende werden am Wochenende des 24. Dezember wegen eines Streiks der SNCF-Zugbegleiter nicht mit dem Zug fahren können. Und immer öfter hört man in Frankreich, dass es jedes Jahr an Weihnachten und Silvester Streiks gebe. Aber das stimmt nicht.

    „Die Nutzer, die ein wenig Erfahrung mit dem Reisen haben, wissen, dass es an Weihnachten Streiks bei der SNCF gibt, das ist üblich zu Weihnachten“, sagte Christian Boucaret, der Präsident der Fédération nationale des associations des usagers des transports (Fnaut) gegenüber Franceinfo am Dienstag, dem 20. Dezember. Eine Idee, die von vielen Internetnutzern auch in den sozialen Netzwerken geteilt wird.

    Auch wenn etwa 200.000 Reisende an diesem Weihnachten 2022 von einem Streik betroffen sein werden, ist es falsch zu sagen, dass dies jedes Jahr zum gleichen Zeitpunkt geschieht. Das letzte Mal, dass an Weihnachten wirklich gestreikt wurde, war vor drei Jahren, im Jahr 2019, mit insgesamt 27 Streiktagen im Dezember. In diesem Jahr hatten die Eisenbahner die Idee eines Waffenstillstands für Heiligabend abgelehnt, damals protestierten sie gegen die von Emmanuel Macron angestrebte Rentenreform, etwas, das nicht nur den Eisenbahnsektor betraf. Anschliessend muss man allerdings bis 1986, also mehr als 35 Jahre zurückgehen, um einen massiven Streik der SNCF an Weihnachten zu finden. Der Verkehrsexperte Gilles Dansart bestätigt, dass Streiks bei der SNCF am 24. Dezember letztlich sehr selten sind. „Meist wurden die Tarifverhandlungen vor den Feiertagen beendet“, erklärt er.

    Seit 70 Jahren wird jedes Jahr gestreikt, aber Weihnachten ist selten betroffen.
    Aber der falsche Eindruck kommt nicht von ungefähr. Wenn man in die Vergangenheit schaut, gab es tatsächlich oft Streikandrohungen zu Weihnachten. Allerdings wurde Heiligabend in der Regel gerade noch gerettet, entweder weil die Gewerkschaften ihre Ankündigung zurückzogen oder weil die Regierung oder das SNCF-Management einen Rückzieher machten.

    Letztes Jahr zum Beispiel gab es für Weihnachten zwar eine Streikandrohung, aber die Gewerkschaften haben den Streik schließlich am Heiligabend nicht durchgeführt. Und wenn im vergangenen Jahr dennoch etwas mehr als 50.000 Reisende ihre Reise annulliert sahen, lag das eher daran, dass die SNCF nicht mehr genug Zeit hatte, alle Züge rechtzeitig wieder einzusetzen. Ein weiteres Beispiel stammt aus dem Jahr 1995. Ein massiver Streik legte Frankreich von November bis Dezember einen Monat lang lahm. Protestiert wurde damals gegen die geplanten Reformen von Alain Juppé, jedoch zog der Premierminister seine Reformpläne zurück und der Verkehr wurde rechtzeitig wieder aufgenommen.

    Was hingegen stimmt, ist, dass es insgesamt tatsächlich viele Streiks im französischen Schienenverkehr gibt. Die SNCF-Statistiken zeigen, dass es seit 1947 kein einziges Jahr ohne Streiks gegeben hat.

  • Streik bei der SNCF: Franzosen suchen nach anderen Reisemöglichkeiten

    Streik bei der SNCF: Franzosen suchen nach anderen Reisemöglichkeiten

    Streik bei der SNCF und die Franzosen suchen nach anderen Möglichkeiten, ihre Familien über die Feiertage zu besuchen. Bus, Mitfahrgelegenheiten oder sogar Flugzeuge – jeder hofft, eine andere Reisemöglichkeit zu finden.

    Um Weihnachten mit ihrer Familie in Perpignan (Pyrénées-Orientales) zu verbringen, reist eine Rentnerin aus Montpellier mit dem Bus. „Ich nehme den Bus. Das ist deutlich billiger, es ist sehr gut. Und die Zeit ist genau gleich“, erzählt sie auf dem Sender France 3. Andere haben sich aufgrund des Mangels an Zügen für die Straße entschieden. Seit Dienstag, dem 20. Dezember, werden auch Mitfahrgelegenheiten verstärkt in Anspruch genommen. „Angesichts der Ungewissheit, angesichts des Preises für den Zug, habe ich auf eine Mitfahrgelegenheit zurückgegriffen“, sagt eine Nutzerin. Doch die Plätze werden immer knapper.

    Lösungen finden
    Auch das Mieten von Autos wird immer schwieriger. Bei den großen Autovermietern sind in Paris fast keine Fahrzeuge mehr verfügbar. Als letzte, aber oft viel teurere Lösung beginnen sich auch die Flugzeuge zu füllen. Guillaume Rostand, Sprecher von Liligo, berichtet von einem „sehr starken Anstieg der Suchanfragen nach inländischen Flughäfen“. Einige Franzosen sind gezwungen, sich notgedrungen neu zu organisieren. Ein Arbeitnehmer hat seine Abreise vorgezogen und wird mit seinem Computer im mobilen Home-Office unterwegs sein.

  • Macron: „Es ist nicht tolerierbar, dass wenige hundert Leute das Land blockieren und den Franzosen die Feiertage verderben“

    Macron: „Es ist nicht tolerierbar, dass wenige hundert Leute das Land blockieren und den Franzosen die Feiertage verderben“

    Anlässlich der letzten Ministerratssitzung vor den Weihnachtsferien wies der Präsident der Republik mit dem Finger auf das mangelnde Verantwortungsbewusstsein der SNCF-Zugbegleiter, die am Weihnachtswochenende streiken wollen. „Es ist nicht tolerierbar, dass einige hundert Personen das Land blockieren und den Franzosen nach zwei Jahren Covid die Feiertage verderben“, rief Emmanuel Macron nach Informationen von Franceinfo während des Ministerrats, der am Donnerstag, dem 22. Dezember, stattfand, aus. Der Staatspräsident kritisierte das mangelnde Verantwortungsgefühl der streikwilligen SNCF-Zugbegleiter. Am Wochenende sollen etwa 40% der TGV-Züge ausfallen. Angesichts dieses Arbeitskampfs forderte der Staatschef die zuständigen Minister auf, zu handeln und den Druck auf die Konfliktparteien aufrechtzuerhalten. „Die Regierung darf nicht Beobachter der sozialen Konflikte sein, sondern muss sich stärker einbingen.“ So wird Emmanuel Macron von Franceinfo zitiert. Der Präsident forderte die Re…

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  • SNCF-Streik: Das Silvester-Wochenende ist gerettet – Streikankündigung wurde aufgehoben

    SNCF-Streik: Das Silvester-Wochenende ist gerettet – Streikankündigung wurde aufgehoben

    Die Gewerkschaften der SNCF akzeptierten die Vereinbarung, die am Donnerstagabend von der SNCF-Führung vorgelegt wurde. Die Streikankündigung für das Silvester-Wochenende wurde aufgehoben.

    Die Nachricht wird Hunderttausende von Französinnen und Franzosen erfreuen und beruhigen. Es wird an Silvester Züge geben. Die Gewerkschaften der SNCF stimmten der Vereinbarung zu, die die SNCF-Direktion am Donnerstagabend vorgeschlagen hatte. Das Eisenbahnunternehmen ist der Ansicht, dass „nun alle Bedingungen erfüllt sind, damit alle Zugbegleiter ihre Arbeit wieder aufnehmen können“.

    Während einer Dringlichkeitssitzung am Donnerstagabend hatte die SNCF-Direktion den Fahrdienstleitern vorgeschlagen :

    • Eine Sonderprämie von 720 € brutto pro Jahr anstelle von 600 €.
    • 160 zusätzliche Stellen im Jahr 2023 + 40 in „sensiblen Zügen“.
    • Eine gemeinsame nationale Hierarchie mit der Bezeichnung“ „ligne métier ASCT“.

    Vier Gewerkschaften nahmen an dem Treffen teil. Sie sind jedoch nicht die Initiatoren der aktuellen Streikbewegung, auch wenn die Gewerkschaften die Streikankündigungen eingereicht hatten. Der Streik der Zugbegleiter wird von einem unabhängigen Kollektiv getragen, das sich über Facebook zusammengeschlossen hat.

    Die Premierministerin reagierte am Mittag über Twitter und lobte den „Geist der Verantwortung“ der Gewerkschaften und des Unternehmens.

    Der Zugverkehr wird an Weihnachten beeinträchtigt bleiben.
    Diese Vereinbarung ändert nichts an dem für das Weihnachtswochenende ausgerufenen Streik, der dazu geführt hat, dass 200.000 Reisende ihre Fahrkarten stornieren mussten. Einer von drei TGVs fällt am Freitag aus, zwei von fünf TGVs werden am Samstag, dem 24. und Sonntag, dem 25. Dezember gestrichen. Der TGV Atlantique und der TGV Nord sind die am stärksten betroffenen Strecken. Der Streik soll bis Montag, 26. Dezember, andauern.