Kategorie: Tourismus

  • Frankreich: Gibt es bald einen neuen Straftatbestand für Tötungsdelikte im Straßenverkehr?

    Frankreich: Gibt es bald einen neuen Straftatbestand für Tötungsdelikte im Straßenverkehr?

    Am Montagnachmittag, 29. Januar, wird in der französischen Nationalversammlung ein Gesetzesvorschlag zur Schaffung eines Straftatbestands der „Totschlag im Straßenverkehr“ erörtert.

    Drei Polizisten wurden 2023 in der Nähe von Villeneuve-d’Ascq (Nordfrankreich) von einem Raser niedergemäht und getötet. Eine ganze Familie, die im selben Jahr von dem Komiker Pierre Palmade frontal angefahren wurde, kam ums Leben. Zwei medienwirksame Unfälle und eine Gemeinsamkeit: der Konsum von Betäubungsmitteln am Steuer. Bisher wurden solche Unfallverursacher in Frankreich wegen fahrlässiger Tötung strafrechtlich verfolgt. Bald können sie wahrscheinlich wegen Totschlags im Straßenverkehr verurteilt werden.

    Strafen von bis zu 10 Jahren Haft und bis zu 150.000 € Geldstrafe
    Die Familien der Opfer hatten einen solchen juristischen Straftatbestand schon lange gefordert. „Man kann gegenüber den Familien nicht von ‚unfreiwillig‘ sprechen, wenn man im Vorfeld freiwillig eine Substanz oder Alkohol konsumiert und sich ans Steuer gesetzt hat“, sagte Maud Escriva, Mitglied der Vereinigung Victimes et Avenir (Opfer und Zukunft). Die Strafen sollen 10 Jahre Haft und 150.000 € Geldstrafe erreichen können, wenn der Fahrer beispielsweise Drogen und Alkohol konsumiert hat und dann einen Menschen mit seinem Fahrzeug getötet hat.

  • Taxistreik: Verkehrsblockaden in mehreren französischen Städten für diesen Montag geplant

    Taxistreik: Verkehrsblockaden in mehreren französischen Städten für diesen Montag geplant

    Die Taxifahrer sind besorgt wegen der neuen Vereinbarung zwischen ihrem Berufsstand und der nationalen Krankenversicherung über Krankentransporte.

    Die französischen Taxifahrer planen, am Montag, dem 29. Januar, in mehreren französischen Städten eine Blockadeaktion durchzuführen, berichtete der TV-Sender France Bleu am Sonntag. Sie fordern eine Rücknahme der Vereinbarung zwischen ihrem Berufsstand und der Krankenkasse Caisse nationale de l’assurance-maladie (Cnam) über den Krankentransport.

    Diese Vereinbarung – die Anfang Januar im Amtsblatt veröffentlicht wurde und am 1. Februar in Kraft treten soll – ist noch nicht im Detail ausgearbeitet, ändert aber insbesondere die Tarife für die Übernahme der Kosten für den Patiententransport. Heute gewährt ein Taxifahrer der Sozialversicherung einen „Rabatt“ von 20 % des Fahrpreises. Die Taxifahrer wissen nicht, welche Rabatte oder Tarife sie für diese Fahrten anwenden werden dürfen, die vor allem in ländlichen Gebieten für viele Fahrer die Haupteinnahmequelle darstellen.

    Auf der Umgehungsstraße von Bordeaux werden zwischen 500 und 800 Taxis erwartet.
    Nach Angaben des Senders France Bleu Gironde werden am Montagmorgen zwischen 500 und 800 Taxis auf der Umgehungsstraße von Bordeaux erwartet. Den Taxis aus der Gironde werden sich ihre Kollegen aus den Departements Charente-Maritime, Landes, Lot-et-Garonne, Hautes-Pyrénées und Pyrénées-Atlantiques anschließen. Nach dieser Aktion werden sich die Taxifahrer im Stadtzentrum an der Präfektur treffen, wo ab 15 Uhr eine Delegation aus jedem Departement empfangen werden soll. In Toulouse planen die Taxis, ab 6 Uhr zum wiederholten Mal mobil zu machen und den Flughafen Blagnac zu blockieren. Am vergangenen Mittwoch bereits hatten sich mindestens 200 Taxifahrer im Stadtzentrum versammelt.

    France Bleu Sud Lorraine spricht von etwa 100 Taxis, die am Montag im Großraum Nancy erwartet werden. Die Fahrer werden aus den Departements Meuse, Vosges und Meurthe-et-Moselle kommen. Mit Behinderungen ist ab 9 Uhr zu rechnen. Der Konvoi wird zum Gebäude der Krankenkasse fahren, wo eine Delegation der Taxifahrer empfangen werden soll. Die Konvois werden sich anschließend in Richtung Präfektur in Bewegung setzen.

    Operationen im Süden, insbesondere in Marseille und Nizza.
    Auch in Toulon und Marseille sind sogenannte Schneckenaktionen geplant, und zwar ab 7 Uhr morgens. France Bleu Provence spricht von 800 Taxis, die in Marseille erwartet werden, von den insgesamt 1.700, die es im Departement Bouches-du-Rhône gibt. Die Autobahnen A7, A55 und die A50 werden teilweise blockiert sein. Die Taxis werden auch hier zur Präfektur fahren. Auch an den TGV-Bahnhöfen Aix-en-Provence und Marseille St-Charles sind Versammlungen geplant, die den Zugang zu diesen Bahnhöfen erschweren werden.

    In Toulon, das bereits am vergangenen Mittwoch blockiert wurde, sind für Montagmorgen ab 6:30 Uhr drei Schwerpunkte angekündigt. Die Taxifahrer werden in einem Demonstrationszug bis zur Krankenkasse Cpam de Toulon fahren. In Nîmes ist am Montag ab 6.30 Uhr eine Versammlung am Stade des Costières geplant. Der Konvoi soll dann nach Montpellier fahren, berichten übereinstimmend die Sender France Bleu Gard Lozère und France Bleu Hérault.

    Auch in Cannes sind Aktionen geplant. Ein erster Konvoi wird am Montag gegen 7 Uhr vom Flugplatz Cannes Mandelieu abfahren. Die Fahrzeuge werden im Schritttempo über die Ausfahrt „Aéroport“ auf die Autobahn A8 in Richtung Präfektur auffahren, warnte der Sender France Bleu Azur. In Nizza wird etwa zur gleichen Zeit aus dem Stadtteil Saint-Georges ein weiterer Taxi-Konvoi langsam auf der Autobahn A8 von Nice Est bis zur Ausfahrt „Aéroport“ in Richtung des Verwaltungszentrums des Departements Alpes-Maritimes unterwegs sein. Die beiden Konvois werden am Sitz der Cpam in der Avenue du Roi-Robert zusammenlaufen.

    Störungen ab 9 Uhr in Lyon
    In Lyon ist am Montag auf Aufruf der Gewerkschaften eine Demonstration der Taxis in Form von Schneckenoperationen und Filterblockaden geplant, wie die Präfektur mitteilte. Ab 9 Uhr sei mit Behinderungen auf der Metropolitanstraße M6, der nördlichen Ringstraße von Lyon (Porte de Valvert, Vaise, Rochecardon, Saint Clair) und dem Boulevard Périphérique (Ringstraße) zu rechnen. Die Stadt Lyon ist im Übrigen bereits von einer Operation der Landwirte betroffen.

    Im Departement Isère sind zwei Schneckenoperationen geplant, berichtet France Bleu Isère. Ein erster Treffpunkt wurde für Montag gegen 8 Uhr in Rives auf der Autobahn A48 festgelegt. Ein weiterer Autokorso wird von der Mautstelle Saint-Marcellin von der Autobahn A49 aus starten. Insgesamt sollen zwischen 150 und 200 Taxifahrer nach Grenoble fahren, um dort um 10 Uhr vor der Sécurité Sociale zu demonstrieren.

    Im Departement Ardèche werden die Taxifahrer in Privas zusammenkommen und Schneckenfahrten auf der D104 von Aubenas und der D2 von Chomérac aus durchführen, wobei es insbesondere am Kreisverkehr des Justizpalastes zu Blockaden kommen wird. Die Taxifahrer werden vor der Caisse primaire d’assurance maladie (Krankenkasse) und schließlich vor der Präfektur demonstrieren. Das Ganze findet zwischen 6.30 und 13 Uhr statt. Im Departement Drôme ist in Valence am Departementsrat von 7.30 bis 13 Uhr eine Versammlung mit Flugblattverteilung geplant.

    Im Departement Loire sind die Taxis um 5 Uhr in Roanne losgefahren und durchqueren Montbrison und Montrond-les-Bains. Am Stade Geoffroy-Guichard startet ein Konvoi, um vor die Caisse primaire d’assurance maladie (Krankenkasse) in Chateaucreux zu fahren. In der Haute-Loire sind zwei Treffpunkte vorgesehen: am Kreisverkehr der Baracken in Cussac-sur-Loire südlich von Le Puy-en-Velay und im Osten auf der Seite von Blavozy. Es sind Schneckenfahrten in Richtung CPAM, dann zur Präfektur und zum Krankenhaus Emile Roux geplant.

    In der Region Île-de-France kündigte die Stadt Haudricourt im Departement Yvelines eine Demonstration von Taxifahrern an, die am Montagvormittag auf der A13 zwischen den Ausfahrten Les Mureaux und Poissy stattfinden soll. Die Stadtverwaltung ruft alle Autofahrer dazu auf, Vorkehrungen zu treffen. In Tours werden Taxifahrer zwischen 8 Uhr und 16 Uhr eine Schneckenaktion durchführen. Es werden etwa 100 Fahrzeuge erwartet. Der Start ist am Flughafen geplant, bevor sie über den Boulevard du Maréchal Juin, die Brücke Mirabeau und den Boulevard Heurteloup zur Präfektur fahren. Sie wollen auf einschränkende Vorschriften und den ihrer Meinung nach unfairen Wettbewerb aufmerksam machen.

    Im Departement Nord werden am Montag auf allen Autobahnachsen des Departements auf dem Weg nach und vor Lille Blockademaßnahmen stattfinden, wie die Präfektur ankündigte. Es werden mehrere hundert Taxis aus mehreren Departements der Region erwartet. „Angesichts der erheblichen Verkehrsbehinderungen, die entstehen werden, fordert die Präfektur des Departements Nord „alle Autofahrer auf, ihre Fahrten in den Großraum Lille zu verschieben oder die öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen“.Die Zufahrten von den Autobahnen in die Stadt Lille „werden den ganzen Tag über schwierig sein. Der Verkehr im Ballungsraum wird ab dem Vormittag und während des gesamten Tages gestört sein“, warnte die Präfektur in einer Erklärungt.

  • Frankreich: Konkurrenz für die SNCF und was daraus folgt

    Frankreich: Konkurrenz für die SNCF und was daraus folgt

    Seitdem der Wettbewerb auch auf den französischen Schienen Einzug gehalten hat, passt die SNCF auf den großen TGV-Linien ihr Angebot an die Nachfrage an, was auf Kosten einiger Strecken mit geringerem Fahrgastaufkommen geht.

    Es ist kaum zu übersehen, dass auch in diesem Jahr Zugfahrkarten knapp sind. Was ist der Grund dafür? Der Mangel an Zügen! Innerhalb von zehn Jahren hat die SNCF rund 100 TGV-Züge abgeschafft. Auf mehreren Hochgeschwindigkeitsstrecken wie der zwischen Paris und Arras, Dijon oder auch Chambéry soll das Angebot nicht erhöht werden. Denn die SNCF verliert Geld auf diesen Strecken, auf denen die Auslastung nicht mehr als 50 % beträgt.

    Konkurrenz aus dem Ausland
    Welche Mittel hat die staatliche Bahngesellschaft, um die Verluste zu begrenzen? Die SNCF will zunächst darüber nachdenken, die Anzahl der täglichen Hin- und Rückfahrten auf den am wenigsten rentablen Strecken weiter zu reduzieren. Eine weitere Option, die in Betracht gezogen wird, ist eine finanzielle Beteiligung der lokalen Gebietskörperschaften, um die Aufrechterhaltung und den Fortbestand einer Zuglinie ermöglicht. Mit dem Auftauchen der Konkurrenz durch die italienische Trenitalia und der spanischen Renfe läuft die SNCF allerdings Gefahr, Marktanteile auch auf rentablen Strecken wie Paris-Lyon zu verlieren, die zum Teil zur Finanzierung defizitärer Linien dienen.

  • Bauernproteste: Mehrere Autobahnen werden am Mittwoch durch Landwirte blockiert

    Bauernproteste: Mehrere Autobahnen werden am Mittwoch durch Landwirte blockiert

    Protestierende Landwirte errichten immer mehr Blockaden auf den wichtigen Verkehrsachsen im Südwesten Frankreichs. Hier befinden sich die wichtigsten Brennpunkte der Proteste am Mittwoch, dem 24. Januar, befinden. Am Mittwochmorgen sind in vielen Teilen der Region Okzitanien Blockaden und Behinderungen im Gange.

    Im Departement Haute-Garonne gibt es Störungen auf der A64 bei Saint-Martory, auf der A645 bei Montréjeau und auf der A62 bei der Ausfahrt Eurocentre, aber auch auf der A61 bei Villefranche de Lauragais in Richtung Toulouse oder am Kreisverkehr von Leroy-Merlin in Balma.Im Departement Hautes-Pyrénées kommt es auf der A64 zu Störungen auf Höhe von Tarbes, Capvern und Lannemezan.Im Departement Lot sind drei Kreisverkehre auf den Zufahrten zu den Mautstellen der A20 blockiert: Cahors Sud, Gignac und Montfaucon.Im Departement Lot-et-Garonne ist das Autobahnkreuz von Agen betroffen.Im Departement Tarn-et-Garonne ist die A62 bei Castelsarrasin und Valence-d’Agen betroffen, ebenso wi…

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  • SNCF: Fahrkarten für TGV Inoui und Intercités für den Frühling sind seit diesem Mittwoch erhältlich

    SNCF: Fahrkarten für TGV Inoui und Intercités für den Frühling sind seit diesem Mittwoch erhältlich

    Die SNCF verkauft ab diesem Mittwoch, 24. Januar, verbilligte Fahrkarten für die TGV Inoui und die Intercités-Züge für den Frühling. Die Fahrkarten für die Ouigo-Hochgeschwindigkeitszüge sind bereits im Verkauf. Das Verkaufsvolumen ist am Tag des Verkaufsstarts immer sehr hoch.

    Möchten Sie zwischen dem 25. März und dem 22. Mai einschließlich in Frankreich mit dem Zug fahren? Beeilen Sie sich, verbilligte Fahrkarten werden seit diesem Mittwochmorgen von der SNCF zum Verkauf angeboten. Der Verkauf hat heute für die TGV Inoui und die Intercités-Züge in ganz Frankreich begonnen.

    Seit diesem Mittwochmorgen werden auch TGV-Fahrkarten nach Spanien (TGV Inoui), Italien (TGV Inoui), Deutschland (DB-SNCF) und in die Schweiz (TGV Lyria) verkauft. Die SNCF erinnert ihre Kunden übrigens daran, dass sie seit der Einführung des Angebots TGV Inoui France-Espagne im Dezember 2022 auch die Carte Liberté zwischen Frankreich und Spanien nutzen können.

    Reservierungen für OUIGO Hochgeschwindigkeitszüge sind bis zum 5. Juli möglich.

  • Italien: Touristen stehlen Steine aus Pompeji – und schicken sie aus Angst vor einem Fluch wieder zurück

    Italien: Touristen stehlen Steine aus Pompeji – und schicken sie aus Angst vor einem Fluch wieder zurück

    Manche Besucher der Ausgrabungsstätte von Pompeji in Italien sammeln kleine Steine ein. Einige von ihnen sind anschliessend davon überzeugt, dass sie einem Fluch zum Opfer gefallen sind, und geben die Steine an die Direktion der Ausgrabungsstätte zurück.

    Seit einigen Jahren ist Pompeji (Italien) Schauplatz eines seltsamen Phänomens. Die Verwaltung erhält immer mehr Entschuldigungsschreiben mit kleinen Steinen oder Mosaikfragmenten von Besuchern, die diese von der archäologischen Stätte gestohlen haben. Sie sind der Meinung, dass sie Opfer eines Fluchs geworden sind. Eine junge Frau ist zum Beispiel fest davon überzeugt, dass sie wegen dieser Steine krank geworden ist.

    „Seitdem wir diese Steine haben, sind wir vom Pech verfolgt“.

    Die Ausgrabungsstätte von Pompeji kann unter freiem Himmel besichtigt werden, und manche Touristen sind versucht, sich an den Ruinen zu bedienen und Erinnerungsstücke einzusammeln. In den letzten vierzig Jahren kamen etwa 100 Briefe bei der direktion der Ausgrabungsstätte an. „Wir wissen nicht, ob es ein Fluch oder ein Zufall ist, aber seit wir diese Steine haben, sind wir vom Pech verfolgt“, heißt es in einem dieser Briefe. Der Schriftsteller und Journalist Antonio Cangiano hat sogar ein Buch über den Fluch von Pompeji (La Maledizione di Pompei) geschrieben. Diese Artifakte sind manchmal auch Gegenstand eines illegalen organisierten Handels.

  • Zug Paris-Clermont hat Panne: 11 Stunden Albtraum für etwa 700 Reisende

    Zug Paris-Clermont hat Panne: 11 Stunden Albtraum für etwa 700 Reisende

    Die 700 SNCF-Kunden im Zug von Paris nach Clermont-Ferrand haben eine anstrengende Nacht hinter sich. Sie saßen in der Nacht auf Samstag, 20. Januar, elf Stunden lang an Bord eines Intercités-Zuges fest.

    Nach einer Horrornacht, die sie in bitterer Kälte in einem kaputten Zug verbracht haben, machen die etwa 700 Reisenden des Zuges Paris-Clermont ihrem Unmut Luft. „Es ist die Hölle, danke SNCF!“, meint einer von ihnen ironisch gegenüber dem Sender France 2. Ein anderer Fahrgast schätzt sich glücklich, dass er trotz der Müdigkeit nach einer anstrengenden Nacht etwas zu essen bekommen hat: „An einem bestimmten Punkt war es im Zug sehr kalt“, präzisiert er. Der Zug war am Freitag planmäßig in Paris abgefahren und sollte eigentlich um 22.30 Uhr in Clermont-Ferrand ankommen. Erst um 6.30 Uhr am Samstagmorgen erreichten die Reisenden schließlich ihr Ziel.

    An Bord des Zuges verteilten Feuerwehrleute und das Rote Kreuz nach Mitternacht, also mehr als drei Stunden, nachdem der Intercités-Zug zum Stehen gekommen war, Rettungsdecken. Die Verspätung von fast 7,5 Stunden wurde durch einen Lokomotivausfall in Nogent-sur-Vernisson verursacht. Die Reisenden mussten auf einen aus Paris entsandten Hilfszug warten. Auf dieser Strecke kommt es aufgrund der sehr veralteten Gleisanlagen häufig zu Verspätungen. Die SNCF entschuldigte sich und versprach, dass die betroffenen Fahrgäste eine Entschädigung in Höhe von 200 % des Fahrpreises erhalten würden.

  • Automatische Radargeräte: Mit einem Trick kann man in Frankreich oft das Bußgeld vermeiden

    Automatische Radargeräte: Mit einem Trick kann man in Frankreich oft das Bußgeld vermeiden

    Sie wurden in Frankreich von einem automatischen Radargerät geblitzt? Achten Sie bei der Anfechtung des Verstoßes darauf, dass Sie unbedingt ein spezielles Dokument einfordern sollten: den Nachweis über Genauigkeit des Gerätes.

    Was hat das Gericht in Auch am Montag, dem 15. Januar, dazu veranlasst, einen Autofahrer freizusprechen, der in der Nähe einer kleinen Gemeinde im Departement Gers eine Geschwindigkeitsüberschreitung von mehr als 50 km/h begangen hatte? Die mögliche Ungenauigkeit einer Kontrolle durch das Radargerät.

    Wenn Sie in Frankreich ein Verkehrsdelikt anfechten, haben Sie das Recht, das „carnet métrologique“ des Radargeräts zu verlangen, das Sie geblitzt hat, d. h. ein offizielles Dokument, das gewissermaßen das „Gesundheitsbuch“ und Nachweis über die Genauigkeit des Radargeräts darstellt, wie die Fachseite radars-auto.com erklärt. Dieses Dokument dient dazu, „die Zuverlässigkeit und Effizienz“ der Radargeräte zu gewährleisten.

    Das Messbuch „enthält nicht nur die wichtigsten Daten zur Identifizierung des Radargeräts (Seriennummer, Marke, Modell usw.)“, sondern auch „alle Informationen über die durchgeführten Überprüfungen und die eventuellen Reparaturen, denen es unterzogen wurde (Datum, Umfang der Reparatur usw.)“, so radars-auto.com. Mit anderen Worten: Es garantiert, dass das Radargerät den Vorschriften entspricht und sehr genau „blitzt“.

    Die Beantragung dieses Dokuments kann allerdings nur erfolgen, wenn man den Bußgeldbescheid vor Gericht anficht. „Zu diesem Zeitpunkt müssen Sie die Kopie der Fallakte beim Staatsanwalt anfordern“, erklärt radars-auto.com, und unbedingt einen Antrag auf zusätzliche Informationen stellen. Das Gericht muss dann die Vorlage dieses Dokuments anordnen und gegebenenfalls die Verhandlung verschieben.

    Wenn die Justiz nicht in der Lage ist, das angeforderte Dokument zu liefern, oder wenn sich herausstellt, dass regelmäßige Überprüfungen des Radargeräts nicht durchgeführt wurden, kann ein Anwalt die Nichtigkeit der Strafverfolgung und den Freispruch des Autofahrers beantragen. So geschah es vor wenigen Tagen in Auch im Departement Gers. Denn: Wenn diese Überprüfungen unterlassen werden, liegt eine Verfahrensunregelmäßigkeit vor, die zwangsläufig zur Einstellung des Verfahrens führen muss.

    Darüber hinaus unterliegen, so überraschend es auch klingen mag, in Frankreich auch Alkoholmessgeräte denselben Anforderungen: Wenn die Behörde bei der Gerichtsverhandlung nicht nachweisen kann, dass das jeweilige Gerät den Anforderungen entsprach und genauestens geeicht war, kann ein Autofahrer, der positiv auf Alkohol getestet wurde, also ziemlich entspannt sein.

  • Marseille: Neue Radargeräte strafen Autofahrer ab

    Marseille: Neue Radargeräte strafen Autofahrer ab

    In Marseille, im Departement Bouches-du-Rhône, wurden jetzt Radargeräte der neuesten Generation aufgestellt. Sie sind hochmodern und können sogar das Nichtanlegen des Sicherheitsgurts ahnden.

    In Marseille (Departement Bouches-du-Rhône) hängen neue unauffällige schwarze Boxen in fünf Metern Höhe. Die Radargeräte, die sich seit zwei Jahren in der Testphase befanden, sind gnadenloser als je zuvor. Sie können ohne Blitzlicht Autofahrer registrieren, die nicht an einer roten Ampel anhalten. Dies wird mit einer Geldstrafe von 135 Euro und mit vier Punkten auf dem Führerschein geahndet. Die Meinungen der Nutzer in Marseille sind geteilt. „Ich weiß nicht, ob es die beste Lösung ist, noch mehr Bußgelder und Punkte einzuführen“, meinte ein Autofahrer gegenüber dem Sender France 2. „Die Leute fahren wie verrückt, sie sind gut für die Sicherheit“, sagt ein anderer Mann am Steuer seines Autos.

    Leistungsfähigere Radargeräte
    Im Jahr 2023 verzeichnete Marseille sehr viele Verkehrsunfälle. Einer der neuen Kästen wurde in der Nähe eines Gymnasiums und eines Kindergartens aufgestellt und führt nun zu mehr Sicherheit für die Fußgänger in dieser Straße. Bisher werden die neuen Radargeräte nur beim Überfahren einer roten Ampel eingesetzt, aber bald können sie auch andere Verstöße wie das Nichtanlegen des Sicherheitsgurts oder die Benutzung eines Mobiltelefons am Steuer ahnden.

  • Unglaublicher Unfall: 28-Jähriger stirbt während der Fahrt bei plötzlichem Brand seines Autos

    Unglaublicher Unfall: 28-Jähriger stirbt während der Fahrt bei plötzlichem Brand seines Autos

    Das Drama ereignete sich am Sonntag gegen 17.30 Uhr in Cagnac-les-Mines (Departement Tarn) auf der RD25 in der Nähe des Rugbystadions. Ein Kleinwagen des Modells Ford fing plötzlich Feuer. Der Fahrer, ein 28-jähriger Mann aus Saint-Benoit de Carmaux , konnte sich nicht mehr aus dem Auto befreien. Er starb in dem Feuer.

    „Er hatte gerade an einem Stoppschild angehalten und war abgebogen. Er fuhr nicht sehr schnell, und ohne ersichtlichen Grund fing das Fahrzeug Feuer. Es ist für alle völlig unverständlich“, schildert Patrice Norkowski, der Bürgermeister von Cagnac-les-Mines (Tarn), noch immer schockiert, den tragischen Vorfall.

    Am späten Sonntagnachmittag, dem 14. Januar, fing vor dem Stadion seiner Gemeinde, wo gerade ein Fußballspiel zu Ende gegangen war, ein langsam fahrendes Auto auf der RD 25 plötzlich Feuer und brannte so schnell, dass der Fahrer keine Möglichkeit mehr hatte, sich aus dem Wagen zu befreien. Ein anderer Autofahrer, der sich 50 m hinter dem Wagen des 28-Jährigen befand, rannte zu dem brennenden Fahrzeug und versuchte, die Tür auf der Fahrerseite zu öffnen und den Insassen zu retten.

    „Er konnte nichts tun“
    „Es war unmöglich, er konnte nichts tun. Das Auto hat angehalten und ist einfach rückwärts in den Graben gerollt“, erklärte der erschütterte Bürgermeister von Cagnac gegenüber der Presse.

    Die Feuerwehr von Albi löschte den Brand vor Ort, war aber leider zu spät, um den jungen Fahrer noch retten zu können.

    „Keine rationale Erklärung“
    Die zuständige Staatsanwältin Stéphanie Bazart bestätigte den ungewöhnlich plötzlichen Charakter des Brandes. „Es ging sehr schnell. Die ersten Feststellungen haben es bisher noch nicht erlaubt, die Ursache des Feuers zu ermitteln. Zum jetzigen Zeitpunkt haben wir keine rationale Erklärung dafür“. Ein Auto- und ein Brandgutachten werden durchgeführt, um zu versuchen, die Brandursache zu ermitteln.