Kategorie: Sonntag

  • Die Festung Largoët: Wo die Geschichte der Bretagne lebendig bleibt

    Die Festung Largoët: Wo die Geschichte der Bretagne lebendig bleibt

    Zwischen einem stillen Weiher und den dichten Wäldern der Landes de Lanvaux verbirgt sich eine der beeindruckendsten Burgruinen der Bretagne. Die Festung Largoët, vielen auch als „Tours d’Elven“ bekannt, liegt rund 15 Kilometer nordöstlich von Vannes im Département Morbihan. Fernab der belebten Küste erzählt sie von mächtigen Adelsfamilien, politischen Intrigen und einem Gefangenen, der später als Heinrich VII. den englischen Thron bestieg. Wer hätte gedacht, dass sich mitten im Wald ein solches Kapitel europäischer Geschichte verbirgt?

    Schon der Weg dorthin stimmt auf den Besuch ein. Vom Parkplatz führt ein etwa 800 Meter langer Pfad durch eine ruhige, grüne Landschaft. Vogelstimmen begleiten die Schritte, während zwischen den Bäumen langsam die gewaltigen Mauern auftauchen. Genau diese langsame Annäherung macht den besonderen Reiz aus. Largoët wirkt nicht geschniegelt oder geschniegelt geschniegelt restauriert, sondern zeigt sich als authentische Ruine, deren Mauern ihre lange Vergangenheit sichtbar bewahrt haben. Und genau das macht den Ort so spannend.

    Herzstück der Anlage ist der imposante Donjon aus dem 14. Jahrhundert. Mit seinen 52 Metern Höhe gilt er als höchster achteckiger Bergfried Frankreichs. Seine meterdicken Mauern sollten Angreifer abschrecken und zugleich den Herrschaftsanspruch ihrer Besitzer unterstreichen. Ein rund zehn Meter langer Zugang führt ins Innere, wo zwei in das Mauerwerk eingelassene Wendeltreppen einst mehrere Stockwerke erschlossen.

    Der Turm diente allerdings nicht nur der Verteidigung. Wohnräume, Kamine, Gebetsnischen und Latrinen belegen, dass die Burgherren auch Wert auf ein angenehmes Leben legten. Neben dem Donjon blieben das Torhaus und ein runder Wehrturm aus dem 15. Jahrhundert erhalten. Dieser wurde später zu einem Jagdpavillon umgebaut und ist heute nicht zugänglich.

    Die Geschichte von Largoët reicht bis ins frühe Mittelalter zurück. Bereits im Jahr 1020 taucht eine Burg an dieser Stelle in den Quellen auf. Die heute sichtbaren Bauwerke entstanden überwiegend zwischen dem 13. und 15. Jahrhundert. Zunächst herrschten hier die Herren von Elven, später übernahmen die einflussreichen Familien Malestroit und Rieux die Anlage.

    Während des bretonischen Erbfolgekriegs spielte Largoët eine bedeutende strategische Rolle. Seine Blütezeit erreichte die Festung im 15. Jahrhundert, als die Bretagne noch weitgehend eigenständig war. Jean IV. de Rieux, Marschall der Bretagne und Vormund der jungen Anne de Bretagne, machte die Burg zu einem politischen Mittelpunkt der Region.

    Besonders bekannt blieb Largoët durch Henri Tudor. Zwischen 1474 und 1476 lebte der Herzog von Richmond hier nicht aus freien Stücken. Im bretonischen Exil galt er als wichtiger Trumpf im Machtkampf um den englischen Thron. Wenige Jahre später besiegte er Richard III. in der Schlacht von Bosworth und gründete als Heinrich VII. die berühmte Tudor Dynastie. Verrückt, wie sich Geschichte manchmal entwickelt, oder?

    Nach der Eroberung der Bretagne ließ König Karl VIII. die Festung 1490 teilweise zerstören. Anne de Bretagne setzte sich später für ihren Erhalt ein, dennoch verlor Largoët nach und nach seine militärische Bedeutung. Im 17. Jahrhundert ging die Anlage in den Besitz des Finanzministers Nicolas Fouquet über, der bereits eine stark verfallene Burg übernahm.

    Im 19. Jahrhundert drohte schließlich der vollständige Abriss. Dass die Ruine heute noch existiert, verdankt sie dem Schriftsteller und Denkmalpfleger Prosper Mérimée. Sein Einsatz führte dazu, dass Largoët 1862 als historisches Monument unter Schutz gestellt wurde. Seit den 1970er Jahren sichern Restaurierungsarbeiten Schritt für Schritt die erhaltenen Bauwerke.

    Bis heute ranken sich zahlreiche Legenden um die Festung. Besonders hartnäckig hält sich die Erzählung eines geheimen Tunnels, der den Donjon mit dem rund drei Kilometer entfernten Ortskern von Elven verbunden haben soll. Ein Zugang innerhalb der Burg blieb zwar unentdeckt, doch eine unterirdische Galerie im Ort nährt die Fantasie bis heute.

    Ein Besuch in Largoët verbindet Geschichte und Natur auf besondere Weise. Für den Rundgang empfiehlt sich etwa eineinhalb Stunden Zeit. Die Mischung aus mächtigen Steinmauern, altem Baumbestand und ruhigem Wasser verleiht der Anlage eine fast märchenhafte Atmosphäre. Wer das Morbihan abseits der bekannten Küstenorte entdecken möchte, findet hier einen Ort, an dem Vergangenheit und Landschaft auf eindrucksvolle Weise verschmelzen.

    M. Legrand

    Vendredi 31 juillet, le journal de 13 heures vous emmène dans le Morbihan découvrir la forteresse de Largoët et sa mystérieuse tour ronde qui a rouvert il y a quelques mois, après 40 ans de fermeture.Vendredi 31 juillet, le journal de 13 heures vous emmène dans le Morbihan découvrir la forteresse de Largoët et sa mystérieuse tour ronde qui a rouvert il y a quelques mois, après 40 ans de fermeture.

  • Kampf gegen die Flammen: Diese Gefahren bedrohen Frankreichs Feuerwehrleute

    Kampf gegen die Flammen: Diese Gefahren bedrohen Frankreichs Feuerwehrleute

    Wenn in Frankreich Wälder und Buschlandschaften brennen, beginnt für die Feuerwehr ein Wettlauf gegen die Zeit. Die Flammen fressen sich oft innerhalb weniger Minuten durch die Vegetation, wechseln mit jeder Windböe ihre Richtung und entwickeln eine enorme Hitze. Doch die Einsatzkräfte kämpfen längst nicht nur gegen das Feuer. Sie müssen zugleich ihren eigenen Körper vor extremen Belastungen schützen – und geraten dabei nicht selten an ihre Grenzen.

    Eine der größten Gefahren ist die Hyperthermie, also eine gefährliche Überhitzung des Körpers. Während die Temperaturen im Sommer vielerorts bereits weit über 30 Grad steigen, trifft auf die Feuerwehrleute zusätzlich die intensive Strahlungswärme der Flammen. Schutzjacke, Helm, Handschuhe und Stiefel bewahren zwar vor schweren Verbrennungen, erschweren jedoch die natürliche Kühlung des Körpers. Wer stundenlang unter diesen Bedingungen arbeitet, verliert schnell große Mengen Flüssigkeit und Mineralstoffe.

    Hinzu kommt die enorme körperliche Anstrengung. Schläuche müssen über unwegsames Gelände gezogen, Schneisen freigeräumt und Glutnester bekämpft werden. Jeder Schritt kostet Kraft. Wer glaubt, das Löschen bestehe nur aus Wasser und Schaum, irrt gewaltig. Die Arbeit verlangt Ausdauer, Konzentration und schnelle Entscheidungen – oft über viele Stunden hinweg.

    Die ersten Warnzeichen einer Überhitzung wirken zunächst harmlos. Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit oder ungewöhnliche Müdigkeit schleichen sich ein. Später drohen Verwirrtheit, Koordinationsstörungen und sogar Bewusstlosigkeit. Besonders tückisch: Betroffene erkennen ihren eigenen Zustand häufig nicht mehr zuverlässig. Deshalb achten Feuerwehrleute während eines Einsatzes gegenseitig auf Veränderungen im Verhalten. Wer plötzlich unsicher läuft oder Anweisungen verwechselt, verlässt sofort die Gefahrenzone. Regelmäßige Trinkpausen und Ablösungen retten im Ernstfall Leben.

    Neben der Hitze lauert eine weitere unsichtbare Gefahr: der Rauch. Bei Vegetationsbränden entstehen Kohlenmonoxid, Feinstaub, Stickoxide und zahlreiche weitere Schadstoffe. Brennen zusätzlich Fahrzeuge, Gebäude oder Kunststoffe, verwandelt sich die Rauchwolke in ein gefährliches Gemisch. Kohlenmonoxid besitzt weder Farbe noch Geruch, blockiert jedoch den Sauerstofftransport im Blut. Die Folgen reichen von Kopfschmerzen und Benommenheit bis hin zu Herzproblemen oder Bewusstlosigkeit. Weil sich diese Beschwerden mit den Auswirkungen der Hitze überschneiden, fällt eine Rauchvergiftung nicht immer sofort auf.

    Selbst nach dem eigentlichen Löscherfolg endet die Gefahr nicht. Während der Nachlöscharbeiten gelangen Ruß, Asche und feinste Partikel erneut in die Atemluft. Schadstoffe setzen sich außerdem auf Schutzkleidung, Helmen, Handschuhen und Fahrzeugen fest. Eine gründliche Reinigung der Ausrüstung gehört deshalb längst zum Einsatz dazu und schützt die Einsatzkräfte auch nach ihrer Rückkehr.

    Dazu kommen unberechenbare Risiken. Wind kann glühende Pflanzenteile weit über die eigentliche Feuerfront hinaustragen und neue Brände entfachen. Herabstürzende Äste oder plötzlich aufflammende Glutnester gefährden die Feuerwehr jederzeit. Nach vielen Stunden im Einsatz sinken außerdem Aufmerksamkeit und Reaktionsvermögen – ein Moment der Unachtsamkeit genügt.

    Der Kampf gegen Waldbrände gleicht deshalb weit mehr als einem Duell mit den Flammen. Er fordert Mut, Erfahrung und Teamarbeit – Tag für Tag. Die Menschen, die dabei ihr eigenes Leben riskieren, schützen nicht nur Wälder und Häuser, sondern oft ganze Gemeinden.

    Ein Artikel von M. Legrand

  • Höhlenforscher nach dramatischer Rettung aus 350 Metern Tiefe geborgen

    Höhlenforscher nach dramatischer Rettung aus 350 Metern Tiefe geborgen

    Nach mehr als eineinhalb Tagen unter der Erde endete in den französischen Pyrenäen ein außergewöhnlicher Rettungseinsatz erfolgreich. Ein verunglückter Höhlenforscher konnte am Freitagvormittag aus rund 350 Metern Tiefe an die Oberfläche gebracht werden. Erschöpft, aber ansprechbar, kam der Mann anschließend zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus.

    Der Unfall ereignete sich im Gouffre AP7, auch als Lonné Peyret bekannt. Die Höhle liegt im Massiv von La Pierre Saint Martin nahe der Gemeinde Arette im Département Pyrénées Atlantiques, unweit der spanischen Grenze. Das Gebiet zählt zu den anspruchsvollsten Höhlenregionen Europas und zieht regelmäßig erfahrene Forscher an.

    Der etwa 60 Jahre alte Speläologe erkundete das weit verzweigte Höhlensystem am Mittwochabend gemeinsam mit einem Begleiter. Gegen 18.30 Uhr stürzte er in einer schwierigen Passage und zog sich Verletzungen an beiden Handgelenken sowie an einem Knöchel zu. Zusätzlich bestand der Verdacht auf eine Rückenverletzung. An einen selbstständigen Aufstieg war deshalb nicht mehr zu denken.

    Sein Begleiter machte sich allein auf den Rückweg und erreichte mehrere Stunden später die Oberfläche. Gegen 23.43 Uhr alarmierte er die Rettungskräfte. Aufgrund der großen Tiefe und der komplizierten Bedingungen aktivierte die Präfektur den ORSEC Notfallplan für Einsätze unter Tage.

    Noch in derselben Nacht stiegen Spezialisten in die Höhle hinab. Der Weg bis zum Verletzten dauerte rund anderthalb Stunden. Gegen fünf Uhr morgens traf ein medizinisches Team bei ihm ein, versorgte die Verletzungen und bereitete den Transport vor.

    Die eigentliche Bergung erwies sich als enorme Herausforderung. Auf einer Spezialtrage ging es Schritt für Schritt durch enge Schächte, steile Abschnitte und verwinkelte Gänge nach oben. Zahlreiche Helfer übernahmen die Trage jeweils auf kurzen Teilstücken. Immer wieder mussten Seile gespannt und technische Sicherungen eingerichtet werden, damit der Transport überhaupt möglich blieb.

    In der Nacht zum Freitag kam die Rettung zeitweise ins Stocken. Eine besonders enge Passage in etwa 240 Metern Tiefe bereitete erhebliche Schwierigkeiten. Kurz stand sogar der Einsatz von Sprengstoffexperten im Raum, um den Durchgang zu verbreitern. Nach intensiver Prüfung fanden die Einsatzkräfte jedoch eine andere Lösung, sodass die Bergung ohne diesen Schritt fortgesetzt werden konnte.

    Am Freitagvormittag erreichte die Trage schließlich den Höhleneingang. Damit endete ein kräftezehrender Einsatz, an dem Feuerwehren, die Hochgebirgseinheit der Gendarmerie, medizinische Teams sowie Spezialisten des französischen Höhlenrettungsdienstes beteiligt waren.

    Das Massiv von La Pierre Saint Martin besitzt ein rund 400 Kilometer langes erforschtes Höhlennetz und gehört zu den bedeutendsten Karstgebieten der Welt. Immer wieder lockt es erfahrene Höhlenforscher an. Gleichzeitig zeigt der aktuelle Unfall eindrucksvoll, wie anspruchsvoll und risikoreich Expeditionen in dieser faszinierenden Unterwelt trotz sorgfältiger Vorbereitung bleiben.

    M. Legrand

  • Festival Interceltique de Lorient: Wenn Seemannslieder auf Elektrobeats treffen

    Festival Interceltique de Lorient: Wenn Seemannslieder auf Elektrobeats treffen

    Dudelsack, Harfe und alte Balladen prägen das Festival Interceltique de Lorient seit Jahrzehnten. Doch bei der 55. Ausgabe zeigt sich einmal mehr, dass die keltische Musik längst nicht in der Vergangenheit lebt. Traditionelle Klänge verschmelzen heute ganz selbstverständlich mit elektronischen Eleme…

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  • Feuerinferno im Var: 25 Meter hohe Flammen umzingeln Montfort-sur-Argens

    Feuerinferno im Var: 25 Meter hohe Flammen umzingeln Montfort-sur-Argens

    Innerhalb weniger Stunden verwandelte sich die ohnehin angespannte Lage im Département Var in eine Katastrophe. Was nach tagelangen Löscharbeiten bereits unter Kontrolle schien, entfachte sich am Freitagnachmittag mit ungeheurer Wucht erneut. Gewaltige Mistralböen und stürmische Winde ließen verbliebene Glutnester wieder aufflammen und trieben das Feuer in rasantem Tempo durch das Massif du Gros Bessillon. Die Flammen erreichten nach Angaben der Feuerwehr eine Höhe von mehr als 25 Metern – ein Anblick, den selbst erfahrene Einsatzkräfte nur selten erleben.

    Besonders dramatisch entwickelte sich die Situation in Montfort-sur-Argens. Die Gemeinde wurde innerhalb kürzester Zeit vollständig von den Flammen eingeschlossen. Das Feuer breitete sich so schnell aus, dass die Feuerwehr trotz eines massiven Kräfteaufgebots kaum eine Chance hatte, den Vormarsch rechtzeitig zu stoppen. Erste Häuser fielen den Flammen zum Opfer. Wie groß die Schäden tatsächlich ausfallen, lässt sich erst beurteilen, sobald alle betroffenen Gebiete sicher betreten werden können.

    Der erneute Brandausbruch kam keineswegs aus heiterem Himmel. Zwar galt der Waldbrand nach acht Tagen intensiver Löscharbeiten als fixiert, vollständig gelöscht war er jedoch nicht. In Wurzeln, Baumstümpfen und ausgetrockneten Böden glimmten weiterhin zahlreiche Brandherde. Als der Wind auffrischte, trugen sogenannte Feuersprünge brennendes Material weit über die bisherigen Sicherheitslinien hinaus. Plötzlich stand die Region erneut vor einem Flammenmeer.

    Für die Bewohner bedeutete das eine weitere belastende Evakuierung. Rund 2.500 Menschen aus Montfort-sur-Argens, Correns, Le Val und Châteauvert mussten ihre Häuser oder Ferienunterkünfte verlassen. Manche Familien packten bereits zum zweiten oder dritten Mal innerhalb weniger Tage das Nötigste zusammen. Die Rückkehr in die betroffenen Ortsteile bleibt vorerst untersagt. Viele wissen noch nicht, ob ihr Zuhause unversehrt geblieben ist.

    Bis zum Samstagmorgen hatte das Feuer rund 1.250 Hektar Vegetation zerstört. Diese Fläche kommt zu den bereits zuvor verbrannten 4.500 Hektar hinzu. In der Nacht gelang es den Einsatzkräften immerhin, besonders gefährdete Bereiche rund um Correns und Montfort-sur-Argens zu sichern und eine weitere Ausbreitung vorerst einzudämmen. Doch Entwarnung gibt es nicht.

    Rund 1.300 Feuerwehrleute kämpfen weiterhin gegen die Flammen. Unterstützt werden sie von Löschhubschraubern sowie Canadair- und Dash-Flugzeugen, die unermüdlich Wasser über den Brandherden abwerfen. Mehrere Straßen bleiben gesperrt, während Rauch und Asche weite Teile des Départements bedecken. Wegen der extremen Waldbrandgefahr sind sämtliche Waldgebiete im Var vorübergehend geschlossen.

    Die kommenden Stunden dürften entscheidend sein. Steigende Temperaturen, trockene Luft und neuer Mistral könnten das Feuer jederzeit erneut anfachen. Für die Einsatzkräfte zählt deshalb jeder Meter, den sie sichern können. Ihr Ziel bleibt klar: die verbliebenen Brandherde einzukreisen und weitere Feuersprünge auf Ortschaften zu verhindern. Die Menschen in der Provence hoffen derweil auf eine Wetteränderung – denn gegen die Naturgewalten stoßen selbst die bestausgerüsteten Feuerwehren irgendwann an ihre Grenzen.

    Autor: Andreas M. Brucker

  • Historischer Negativrekord: Fast 98.000 Hektar in Frankreich bereits den Flammen zum Opfer gefallen

    Historischer Negativrekord: Fast 98.000 Hektar in Frankreich bereits den Flammen zum Opfer gefallen

    Frankreich erlebt im Jahr 2026 eine Waldbrandsaison, die schon jetzt alle bisherigen Dimensionen sprengt. Seit Jahresbeginn haben Feuer nahezu 98.000 Hektar Wald, Buschland und andere Vegetationsflächen zerstört. Innenminister Laurent Nuñez sprach von einem historischen Rekord – und die eigentliche Hochphase der Brandsaison steht noch bevor. Die Bilanz verdeutlicht, wie dramatisch sich die Lage entwickelt hat und vor welchen Herausforderungen das Land in den kommenden Wochen steht. Die verbrannte Fläche entspricht rund 980 Quadratkilometern. Zum Vergleich: Sie übertrifft die Größe des Berliner Stadtgebiets. Bereits Ende Juli ist damit der bisherige Negativrekord aus dem extremen Waldbrandjahr 2022 überschritten. Für Feuerwehr, Behörden und Bevölkerung ist das ein alarmierendes Signal. Besonders angespannt bleibt die Lage im Südwesten Frankreichs. Rund um das Bassin d’Arcachon sowie in den weitläufigen Kiefernwäldern der Départements Gironde und Landes kämpfen Tausende Einsatzkräfte geg…

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  • Brandrauch: Welche Gesundheitsgefahren Rauch mit sich bringt – und wie Sie sich wirksam schützen

    Brandrauch: Welche Gesundheitsgefahren Rauch mit sich bringt – und wie Sie sich wirksam schützen

    Wenn Wälder, Felder oder Gebäude brennen, richtet sich der Blick meist auf die Flammen. Doch die eigentliche Gefahr schwebt häufig unsichtbar durch die Luft. Rauch von Bränden verschlechtert die Luftqualität oft über viele Kilometer hinweg und erreicht Regionen, die weit vom eigentlichen Brandherd entfernt liegen. Tückisch dabei: Ein kaum wahrnehmbarer Geruch bedeutet keineswegs saubere Luft. Selbst nahezu geruchlose Luft kann bereits eine hohe Konzentration gesundheitsschädlicher Schadstoffe enthalten. Brandrauch besteht aus einem komplexen Gemisch aus Feinstaub und verschiedenen Gasen. Besonders problematisch sind die winzigen Partikel der Größen PM10 und vor allem PM2,5. Hinzu kommen Kohlenmonoxid, Stickoxide, flüchtige organische Verbindungen sowie polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe. Welche Stoffe letztlich in der Luft landen, hängt von den verbrannten Materialien, der Intensität des Feuers und den Wetterbedingungen ab. Brennen zusätzlich Häuser, Fahrzeuge, Kunststoffe od…

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  • Mulhouse setzt auf clevere Bewässerung für seine Stadtbäume

    Mulhouse setzt auf clevere Bewässerung für seine Stadtbäume

    Wenn das Thermometer tagelang über 35 Grad klettert, geraten nicht nur Menschen ins Schwitzen. Auch die Bäume in den Städten kämpfen ums Überleben. Vor allem junge Bäume leiden unter langen Trockenphasen, weil ihre Wurzeln noch nicht tief genug reichen, um an ausreichend Wasser zu gelangen. Die elsässische Stadt Mulhouse reagiert auf diese Herausforderung mit einer ebenso einfachen wie wirkungsvollen Idee: Spezielle Wassersäcke sollen die Bewässerung effizienter gestalten und den Bäumen helfen, heiße Sommer besser zu überstehen.

    Das Prinzip dahinter wirkt erstaunlich unkompliziert. Rund um den Stamm eines jungen Baumes befestigen die Mitarbeiter der Grünflächenpflege einen robusten Wassersack. Nach dem Befüllen gibt dieser das Wasser nicht auf einmal frei, sondern langsam und gleichmäßig über mehrere Stunden. So dringt die Feuchtigkeit tief in den Boden ein, statt an der Oberfläche zu verdunsten oder über Gehwege und Straßen abzufließen. Genau dort, wo die jungen Wurzeln Wasser benötigen, kommt es schließlich an.

    Gerade in Städten zählt jeder Liter. Die langsame Abgabe sorgt dafür, dass deutlich weniger Wasser verloren geht. Gleichzeitig erhalten die Bäume eine nachhaltigere Versorgung, die ihre Widerstandskraft während langer Hitzeperioden stärkt. Klingt simpel – und genau darin liegt der Charme dieses Verfahrens.

    Junge Stadtbäume wachsen ohnehin unter schwierigen Bedingungen. Zwischen Asphalt, Pflastersteinen und unterirdischen Leitungen bleibt oft nur wenig Raum für ihre Wurzeln. Verdichtete Böden erschweren zusätzlich die Aufnahme von Wasser und Nährstoffen. Hinzu kommen hohe Temperaturen, Abgase und die Hitze, die sich zwischen Gebäuden besonders stark staut. Wer würde unter solchen Bedingungen problemlos gedeihen?

    In den ersten Jahren nach der Pflanzung entscheidet eine zuverlässige Wasserversorgung häufig über Leben und Tod eines Baumes. Fehlt sie, verlieren die Pflanzen frühzeitig ihre Blätter, wachsen deutlich langsamer oder sterben sogar ab. Damit geht nicht nur ein einzelner Baum verloren, sondern auch eine wichtige Investition in die Zukunft der Stadt.

    Denn Stadtbäume leisten weit mehr, als nur hübsch auszusehen. Sie spenden Schatten, filtern Schadstoffe aus der Luft und sorgen durch die Verdunstung über ihre Blätter für eine natürliche Kühlung. Unter einer großen Baumkrone fühlt sich ein Sommertag oft deutlich angenehmer an als auf einem ungeschützten Platz. Diese natürliche Klimaanlage gewinnt mit jedem heißen Sommer an Bedeutung.

    Genau hier zeigt sich jedoch ein scheinbarer Widerspruch. Ausgerechnet in Zeiten, in denen Wasser besonders sparsam eingesetzt werden muss, benötigen Bäume ausreichend Feuchtigkeit, um ihre kühlende Wirkung überhaupt entfalten zu können. Effiziente Bewässerungssysteme bieten deshalb einen sinnvollen Weg, beide Ziele miteinander zu verbinden. Warum kostbares Wasser verschwenden, wenn es sich gezielt dort einsetzen lässt, wo es den größten Nutzen bringt?

    Neben den Vorteilen für die Pflanzen erleichtert das neue System auch die Arbeit der städtischen Mitarbeiter. Da die Wassersäcke ihren Inhalt über viele Stunden dosiert abgeben, müssen die Bäume nicht ständig erneut bewässert werden. Das spart Zeit und ermöglicht eine bessere Planung der Pflegearbeiten, besonders während langer Trockenphasen.

    Natürlich ersetzt diese Technik keine umfassende Strategie gegen die Folgen des Klimawandels. Die Wassersäcke müssen regelmäßig kontrolliert und erneut befüllt werden. Beschädigungen oder Vandalismus lassen sich ebenfalls nicht ausschließen. Außerdem lösen sie nicht das grundsätzliche Problem vieler versiegelter Flächen, auf denen den Wurzeln schlicht der Platz fehlt.

    Langfristig braucht es deshalb weitere Maßnahmen. Städte müssen Regenwasser besser speichern, mehr unversiegelte Flächen schaffen und bei Neupflanzungen auf Baumarten setzen, die Hitze und zeitweilige Trockenheit besser vertragen. Erst das Zusammenspiel verschiedener Lösungen sorgt für widerstandsfähige grüne Oasen im urbanen Raum.

    Der Versuch in Mulhouse zeigt dennoch, dass Klimaanpassung nicht immer spektakuläre Großprojekte verlangt. Manchmal entstehen wirksame Lösungen durch pragmatische Ideen, die sich direkt im Alltag umsetzen lassen. Jeder junge Baum, der dank einer besseren Bewässerung eine Hitzewelle übersteht, entwickelt sich später zu einem wertvollen Schattenspender. Für die Städte der Zukunft zählt genau das – Baum für Baum.

    Ein Artikel von M. Legrand

  • Kontrollierter Felssturz in Étretat: Wenn der Mensch der Natur zuvorkommt

    Kontrollierter Felssturz in Étretat: Wenn der Mensch der Natur zuvorkommt

    Es wirkt wie eine Szene aus einem Abenteuerfilm. Drei Männer hängen an Seilen über einer fast senkrechten Kreidewand, unter ihnen der berühmte Kiesstrand von Étretat. Jeder Handgriff sitzt, jeder Blick gilt dem brüchigen Gestein. Ihr Ziel klingt zunächst widersprüchlich: Sie wollen einen Felssturz auslösen, um genau einen solchen zu verhindern. Verrückt? Nur auf den ersten Blick.

    An der Falaise d’Aval, einer der bekanntesten Steilküsten Frankreichs, haben Spezialisten einen rund 400 Kilogramm schweren Felsblock kontrolliert aus der Wand gelöst. Das Gestein stürzte auf den zuvor abgesperrten Strand und zerbrach dort in zahlreiche Stücke. Die eigentliche Arbeit dauerte nur wenige Minuten. Hinter dem spektakulären Einsatz steckte allerdings eine sorgfältige Vorbereitung, denn der Block galt als akut einsturzgefährdet.

    Bei einer routinemäßigen Kontrolle hatten Experten zahlreiche Risse entdeckt. Der Fels befand sich rund hundert Meter vom Trou à l’Homme entfernt, einem beliebten Durchgang in den Klippen. Die Schäden ließen nur einen Schluss zu: Früher oder später würde sich der Block lösen. Doch wann? Genau diese Frage ließ sich nicht beantworten.

    Die Verantwortlichen wollten kein Risiko eingehen.

    Am Morgen des 22. Juli sperrte die Stadt den betroffenen Abschnitt zwischen 7 und 14 Uhr vollständig. Spaziergänger, Badegäste und Fotografen mussten draußen bleiben. Erst als niemand mehr gefährdet werden konnte, seilten sich die Höhenarbeiter des Unternehmens Ouest Acro über die Felskante ab.

    Mit langen Brechstangen bearbeiteten sie den lockeren Gesteinsblock. Dann ging plötzlich alles ganz schnell. Nach wenigen Minuten verlor der Felsen seinen Halt und stürzte in die Tiefe. Eine Staubwolke stieg auf, das Echo hallte zwischen den weißen Klippen wider – und der gefährliche Brocken war Geschichte.

    Solche Bilder beeindrucken.

    Sie zeigen aber auch, dass die weltberühmten Kreidefelsen alles andere als unbewegliche Naturdenkmäler sind. Wind, Regen, Frost und die Brandung arbeiten unermüdlich an der Küste. Wasser dringt in kleinste Spalten ein, vergrößert sie über Monate und Jahre und lockert das poröse Gestein. Irgendwann verliert ein Felsblock seinen Halt. Das geschieht manchmal völlig überraschend.

    Genau dieser natürliche Prozess formte über Jahrtausende die eindrucksvollen Bögen von Étretat. Porte d’Aval, Porte d’Amont oder die mächtige Manneporte verdanken ihre markanten Formen derselben Erosion, die heute Sicherheitsprobleme verursacht. Die Landschaft verändert sich ständig. Was auf einem Urlaubsfoto zeitlos wirkt, befindet sich in Wahrheit in permanenter Bewegung.

    Und genau darin liegt ihr Reiz.

    Jedes Jahr reisen Millionen Menschen nach Étretat, um dieses Naturschauspiel mit eigenen Augen zu erleben. Viele genießen den Blick von den Wanderwegen oder verbringen einen entspannten Tag am Strand. Andere suchen den besonderen Nervenkitzel. Sie verlassen die markierten Wege, treten bis an die Abbruchkante oder stellen sich direkt unter die Steilwände – nur für das perfekte Foto. Lohnt sich dieses Risiko wirklich?

    Die Behörden versuchen seit Jahren, die Besucher besser zu schützen. Seit April 2025 gelten an mehreren Stellen verschärfte Zugangsbeschränkungen. Gefährdete Bereiche bleiben gesperrt, Hinweisschilder warnen vor herabfallenden Gesteinsbrocken und Fachleute kontrollieren die Klippen regelmäßig. Entdecken sie besonders instabile Partien, greifen sie gezielt ein – so wie jetzt an der Falaise d’Aval.

    Eine vollständige Sicherung der Küste kommt trotzdem nicht infrage. Beton, Netze oder massive Verankerungen würden den einzigartigen Charakter der Landschaft zerstören und den natürlichen Wandel höchstens hinauszögern. Die Kreidefelsen leben gerade von ihrer Veränderung. Sie erzählen eine Geschichte, die seit Millionen Jahren andauert und sich Tag für Tag weiterschreibt.

    Der kontrollierte Felssturz zeigt deshalb eindrucksvoll, wie anspruchsvoll der Umgang mit diesem Naturwunder geworden ist. Die Gemeinde schützt Besucher, bewahrt zugleich eines der bekanntesten Wahrzeichen Frankreichs und akzeptiert, dass sich die Natur nicht dauerhaft zähmen lässt. Vielleicht liegt genau darin die eigentliche Faszination von Étretat: Die Landschaft bleibt niemals stehen – und gerade deshalb zieht sie Menschen aus aller Welt immer wieder in ihren Bann.

    Ein Artikel von M. Legrand

  • Bretagne: Auf der legendären Straße der Leuchttürme

    Bretagne: Auf der legendären Straße der Leuchttürme

    An der äußersten Westspitze Frankreichs endet das Land nicht einfach. Es löst sich in schroffe Klippen, kleine Inseln und schmale Felszungen auf, gegen die der Atlantik unermüdlich anbrandet. Über dieser wilden Küstenlandschaft ragen die Leuchttürme des Finistère empor. Seit Generationen weisen sie Seefahrern den sicheren Weg durch tückische Gewässer. Heute bilden sie eine der eindrucksvollsten Reiserouten der Bretagne – eine Strecke voller Geschichte, Natur und maritimer Atmosphäre.

    Die „Route des Phares“ führt entlang der nordwestlichen Küste von der Côte des Légendes über das Pays des Abers bis zur Iroise See, weiter zur Bucht von Brest und schließlich auf die Halbinsel Crozon. Auf rund 200 Kilometern begegnen Reisende etwa 20 Leuchttürmen. Kaum eine andere Küstenregion Europas vereint so viele dieser steinernen Wächter auf engem Raum.

    Bereits der Leuchtturm von Pontusval in Plounéour Brignogan Plages zeigt, warum diese Route ihren legendären Ruf genießt. Das weiße Bauwerk mit seiner roten Laterne wirkt fast filigran zwischen den mächtigen Granitblöcken. Bei Sonnenschein erscheint die Küste friedlich und fast schon verträumt. Doch zieht ein Atlantiksturm auf, verwandelt sich dieselbe Landschaft in ein beeindruckendes Schauspiel aus Wind, Gischt und tosenden Wellen. Wer einmal erlebt, wie sich das Meer hier gegen die Felsen stemmt, vergisst diesen Anblick so schnell nicht.

    Weiter westlich beginnt das Pays des Abers. Tief eingeschnittene Meeresarme reichen weit ins Landesinnere und verleihen der Region ihren unverwechselbaren Charakter. Kleine Fischerhäfen schmiegen sich an die Ufer, Boote liegen bei Ebbe auf dem sandigen Grund, während Tang und Algen die Felsen bedecken. Salz liegt in der Luft, Möwen kreisen über dem Wasser und das Meer bestimmt den Rhythmus des Alltags. Ist genau das nicht die Bretagne, wie viele sie sich vorstellen?

    Einer der eindrucksvollsten Höhepunkte wartet vor Plouguerneau. Dort erhebt sich der Leuchtturm der Île Vierge auf einer kleinen Insel. Mit 82,5 Metern gilt er als höchster Steinleuchtturm Europas. Fast 400 Stufen führen hinauf zur Aussichtsplattform. Der Aufstieg lohnt sich gleich doppelt, denn das Innere überrascht mit Tausenden schimmernden Opalglasplatten, die das Treppenhaus in ein sanftes Licht tauchen. Oben öffnet sich ein weiter Blick über das Meer, die vorgelagerten Inseln und die zerklüftete Küste.

    Nicht alle Leuchttürme stehen sicher an Land. Einige trotzen den Naturgewalten auf winzigen Felsen mitten im Atlantik. Der Phare du Four zählt zu den bekanntesten von ihnen. Besonders bei schwerem Seegang scheint der Turm direkt aus den Wellen aufzutauchen. Seine Errichtung verlangte den Bauarbeitern einst enormen Mut ab. Material und Mannschaft gelangten oft nur während kurzer Wetterfenster auf den Felsen – jede Fahrt barg Risiken.

    Ein weiteres Schmuckstück der Route ist der restaurierte Leuchtturm von Kermorvan bei Le Conquet. Er steht am Ende einer schmalen Landzunge und bewacht gemeinsam mit weiteren Signalfeuern die Einfahrt in den Hafen. Von hier reicht der Blick bis weit über das Iroise Meer. Die Stimmung verändert sich beinahe stündlich, je nachdem, wie Wolken, Licht und Gezeiten zusammenspielen.

    Besonders eindrucksvoll präsentiert sich die Pointe Saint Mathieu. Dort erhebt sich der rot weiße Leuchtturm unmittelbar neben den Ruinen einer mittelalterlichen Abtei. Vergangenheit und Gegenwart verschmelzen auf einzigartige Weise. Gleich daneben erinnert ein Denkmal an die Seeleute, die auf See ihr Leben verloren. Dieser Ort berührt – still, würdevoll und voller Geschichte.

    Die Straße der Leuchttürme lässt sich bequem mit dem Auto bereisen. Noch intensiver erleben Besucher die Landschaft jedoch zu Fuß auf dem berühmten Küstenwanderweg GR 34 oder mit dem Fahrrad entlang der Küste. Immer wieder locken kleine Buchten, einsame Strände und stille Aussichtspunkte zu einer Pause. Warum also hetzen, wenn gerade die Langsamkeit den besonderen Reiz dieser Strecke ausmacht?

    Die Route des Phares bietet weit mehr als schöne Fotomotive. Sie erzählt von Schiffbrüchen und Rettungen, von der harten Arbeit der Leuchtturmwärter und von Menschen, die dem Meer mit Respekt begegneten. Die Leuchtfeuer arbeiten heute vollautomatisch, doch ihre Ausstrahlung blieb unverändert. Sie führen nicht nur Schiffe sicher durch die Nacht, sondern auch Reisende zu einer Bretagne, in der Wind, Wellen und Horizonte den Takt des Lebens vorgeben.

    Ein Artikel von M. Legrand