Kategorie: Europa

  • Dürre in Katalonien: Spanische Behörden rufen den Notstand aus

    Dürre in Katalonien: Spanische Behörden rufen den Notstand aus

    Die katalanischen Behörden sehen sich gezwungen, Maßnahmen zur Bekämpfung der Dürre in der spanischen Provinz zu ergreifen. Sechs Millionen Menschen dürfen ab sofort nicht mehr als 200 Liter Wasser pro Tag und Person verbrauchen.

    In Katalonien steht eine Kirche aus dem 11. Jahrhundert in einem Stausee normalerweise zu zwei Dritteln unter Wasser. Aufgrund der Dürre steht sie wieder vollständig auf dem Trockenen. Da es seit vielen Monaten nicht mehr geregnet hat, wurde in Katalonien die Alarmschwelle für alle Trinkwasserreserven überschritten. Eines der Reservoirs versorgt die 100.000 Einwohner der Stadt Girona mit Trinkwasser. „Ich selbst habe den Stausee zum ersten Mal so gesehen, so leer, das ist traurig“, sagt ein Einwohner auf dem Sender France 2.

    Um dieser historischen Krise zu begegnen, verhängten die katalanischen Behörden jetzt den Wasser-Notstand: Sechs Millionen Einwohner wurden aufgefordert, nicht mehr als 200 Liter Wasser pro Tag und Person zu verbrauchen, was dem Äquivalent von drei Duschen entspricht. Zum ersten Mal dürfen Hotels und Campingplätze, von denen es an der Costa Brava sehr viele gibt, ihre Schwimmbäder nicht füllen und auch nicht mehr nachfüllen. Auch der Industriesektor muss seinen Verbrauch um 25 % senken, doch am stärksten betroffen sind die Landwirte.

    Ein Schafzüchter tränkt seine Schafe weiterhin wie gewohnt, aber das Gesetz schreibt ihm theoretisch vor, die Wassermenge, die er ihnen täglich gibt, um 50 % zu reduzieren. „Wenn ich ihre Ration um die Hälfte reduziere, ist das Tierquälerei, ich kann das nicht tun, das ist unmöglich“, sagt der ratlose Landwirt. Die Behörden haben Kontrollen und Geldstrafen für Privatpersonen und Gemeinden angekündigt, die sich nicht an diese Einschränkungen halten. Sollte es in den kommenden Wochen weiterhin nicht regnen, könnte es zu noch strikteren Wassersperren kommen.

  • Bauernproteste: Traktoren in Rom, Blockade des Frankfurter Flughafens, Demonstration in Genf…

    Bauernproteste: Traktoren in Rom, Blockade des Frankfurter Flughafens, Demonstration in Genf…

    In Frankreich kehrt allmählich wieder Ruhe ein, aber in anderen Ländern Europas sind protestierende Landwirte immer noch lautstark zu hören. Ein Überblick über die Wut der europäischen Landwirte.

    Die Mobilisierung der europäischen Landwirte, die in allen Ländern eine Verbesserung ihrer Einkommen fordern, setzte sich am Samstag fort, wenn auch uneinheitlich. Demonstrationen fanden in Deutschland, der Schweiz und Italien statt, wo die Bauern Richtung Rom marschierten. In Rumänien und Frankreich hingegen verlor die Bewegung an Schwung und die Landwirte beendeten die Straßenblockaden.

    Die Europäische Kommission versprach am Donnerstag Maßnahmen, um die „legitimen Interessen“ der Landwirte in der EU zu schützen, indem sie unter anderem den „Verwaltungsaufwand“ im Rahmen der kritisierten Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) reduzieren werde. So hofft man in Brüssel, die Wut der Landwirte in der EU zu beruhigen.

    Die Forderungen der europäischen Landwirte sind in allen Ländern weitgehend identisch: zu komplexe EU-Politik, zu niedrige Einkommen, Inflation, ausländische Konkurrenz, Anhäufung von Normen, steigende Treibstoffpreise.

    In Italien fuhren Landwirte mit fast 150 Traktorenin Richtung der Hauptstadt Rom, und kündigten ihre baldige Ankunft an. Die wütenden italienischen Bauern, die in einem Konvoi in der Nähe einer wichtigen Autobahnachse auffuhren, fordern eine Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen und ihres Einkommens. „Wir werden nach Rom gehen, alle zusammen“, sagte einer der Demonstranten, ohne jedoch ein genaues Datum zu nennen. Die italienischen Landwirte fordern seit Tagen eine Audienz bei der Regierung der ultrakonservativen Premierministerin Giorgia Meloni, ohne bislang eine Antwort erhalten zu haben.

    Störungen am Frankfurter Flughafen
    In Deutschland haben mehrere hundert Landwirte in Traktoren, die sich gegen eine geplante Kürzung der Dieselsubventionen wehren, am Samstag bis zum frühen Nachmittag die Zufahrt zum Frankfurter Flughafen gestört, wie die Polizei von Frankfurt mitteilte. Gegen Mittag schätzte die Polizei, dass 400 Traktoren an der Demonstration teilnahmen, der Hessische Landesbauernverband sprach von bis zu 1.000 Traktoren.

    Auch die Schweiz erlebte am Samstag ihre erste Bauerndemonstration. Ein Zug von etwa 30 Traktoren zog durch die Straßen von Genf, um die „Revolte“ und die Forderungen der Schweizer Bauern zum Ausdruck zu bringen. „Dies ist die erste Bauernversammlung in der Schweiz nach den Demonstrationen und Blockaden, die überall in Europa stattfinden. In der Schweiz sagen viele Leute, dass die Situation anders ist und dass wir nicht unter der Politik der EU leiden, aber in Wirklichkeit erleben wir trotzdem die gleiche Art von Problemen“, sagte Eline Müller, Gewerkschaftssekretärin von Uniterre, die die Baurendemonstration organisiert hatte, gegenüber der französischen Nachrichtenagentur AFP.

    Aktionen in Spanien mindestens bis zum 13. Februar geplant.
    In Spanien kündigten die drei größten Bauerngewerkschaften am Freitag nach einem Treffen mit dem Landwirtschaftsminister an, dass sie ihre Mobilisierung fortsetzen würden. In den kommenden Wochen sind eine Reihe von Demonstrationen im ganzen Land geplant, unter anderem am 13. Februar in Barcelona. Die Gewerkschaften beklagen „zunehmende Frustration und Unbehagen“ im Agrarsektor in Spanien, dem größten europäischen Exportland für Obst und Gemüse.

    Blockaden auf niederländischen und belgischen Straßen.
    In den Niederlanden führten Landwirte am Freitagabend mehrere Protestaktionen auf Autobahnen durch und blockierten kurzzeitig eine Autobahn nördlich von Amsterdam, wie die niederländische Nachrichtenagentur ANP berichtete. Belgische Landwirte blockierte teilweise die Grenze zu Belgien, wie die belgische Nachrichtenagentur Belga berichtete. Die meisten Blockaden in Belgien wurden am Freitag zwar aufgehoben, darunter auch die Blockade des Hafens von Zeebrugge, aber mehrere Verteilzentren von Supermarktketten waren laut Belga auch am Samstag weiterhin blockiert.

    Sieg für rumänische Landwirte
    In Rumänien haben Landwirte und Spediteure, die zu den ersten in Europa gehörten, die ihren „Überdruss“ durch die Blockade von Straßen zum Ausdruck brachten, am Samstag damit begonnen, ihre Lager abzubauen, nachdem eine Einigung mit der Regierung angekündigt worden war. Die Demonstranten seien „zufrieden“, dass sie einen Platz am Verhandlungstisch erhalten hätten, sagte einer ihrer Vertreter, Danut Andrus, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

  • Prinz Victor Emmanuel von Savoyen, Sohn des letzten Königs von Italien, starb im Alter von 86 Jahren

    Prinz Victor Emmanuel von Savoyen, Sohn des letzten Königs von Italien, starb im Alter von 86 Jahren

    Victor Emmanuel hatte Italien im Alter von neun Jahren verlassen müssen, da wegen der Kollaboration seines Großvaters mit Mussolinis faschistischem Regime die Königsfamilie verbannt worden war.

    Prinz Victor Emmanuel von Savoyen, Sohn des letzten Königs von Italien, starb am Samstag, dem 3. Februar, im Alter von 86 Jahren. „Seine königliche Hoheit, Victor Emmanuel, Herzog von Savoyen und Prinz von Neapel, ist friedlich in Genf im Kreise seiner Familie entschlafen“, heißt es in einer kurzen Mitteilung des Königshauses von Savoyen. Ort und Zeitpunkt der Beerdigung sollen zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben werden.

    Victor Emmanuel von Savoyen wurde am 12. Februar 1937 in Neapel geboren und war der Sohn von König Umberto II, der den italienischen Thron nur von Mai bis Juni 1946 innehatte. Der Prinz mußte Italien im Alter von neun Jahren verlassen, nachdem er mit allen männlichen Nachkommen des Königshauses durch die Verfassung von 1946 verbannt worden war, um die Kollaboration seines Großvaters, Viktor Emanuel III. mit dem faschistischen Regime von Benito Mussolini zu bestrafen.

    Er konnte erst im Dezember 2002 in sein Heimatland zurückkehren, nachdem das italienische Parlament der Aufhebung seines Exils zugestimmt hatte. Um diese Aufhebung zu erhalten, musste Victor Emmanuel der italienischen Republik Treue schwören, was er lange Zeit abgelehnt hatte.

  • Spanien: Bestatter verkaufte Leichen an medizinische Institute – jetzt wurde er festgenommen

    Spanien: Bestatter verkaufte Leichen an medizinische Institute – jetzt wurde er festgenommen

    In Spanien wurden jetzt mehrere Personen festgenommen, die des illegalen Handels mit menschlichen Körpern verdächtigt werden. Die Besitzer eines Bestattungsunternehmens und zwei Angestellte wurden festgenommen. Sie verkauften Leichen illegal an medizinische Institute und Universitäten.

    Die Besitzer eines Bestattungsunternehmens und zwei seiner Angestellte wurden in Valencia in Spanien wegen des Handels mit Leichen verhaftet. Sie hatten die Toten für jeweils 1.200 Euro an medizinische Universitäten weiterverkauft, wie die Polizei am Montag mitteilte. Die Männer „fälschten Dokumente, um Leichen aus Krankenhäusern und Pflegeheimen zu erhalten, um sie später an Universitäten zu Studienzwecken für 1.200 Euro pro Leiche zu verkaufen“, so die spanische Polizei in einer Erklärung. Mindestens elf Leichen sollen in der Metropole Valencia im Osten Spaniens auf diese Art und Weise illegal verkauft worden sein.

    Die vier Verdächtigen stellten den Universitäten auch Geld dafür in Rechnung, dass sie ihnen halfen, die bereits sezierten Leichen zu entsorgen, indem sie sie verbrannten oder in Stücken auf die Särge anderer Personen verteilten, die kurz vor der Einäscherung standen. So sollen sie einer Universität 5.040 Euro für die Durchführung von 11 Einäscherungen von untersuchten Leichen in Rechnung gestellt haben, die auf keiner der von den Krematorien der Stadt ausgestellten Rechnungen auftauchten, heißt es in der Erklärung der Polizei weiter.

    Die Ermittlungen gegen das Beerdigungsinstitut begannen bereits Anfang 2023. Die Polizei fand heraus, dass die beiden Angestellten des Bestattungsunternehmens Dokumente gefälscht hatten, um einen in der Leichenhalle eines Krankenhauses gelagerten Leichnam an eine Universität zu verkaufen, anstatt ihn, wie vorgesehen, zu beerdigen. Der Verstorbene sollte im Rahmen einer von der Stadtverwaltung finanzierten Beerdigung an seinem Wohnort beigesetzt werden. Für den Verkauf des Körpers an die Universität zu Studienzwecken hatte es keine Zustimmung von Angehörigen gegeben. Laut Polizei suchten die Verdächtigen nach „verstorbenen Personen ohne Angehörige, vorzugsweise Ausländer“.

    In einem anderen Fall hatten sie von einem alten Mann, der wahrscheinlich nicht mehr über alle geistigen Fähigkeiten verfügte, die schriftliche Erlaubnis eingeholt, seinen Körper nach seinem Tod der Wissenschaft zu spenden. Diese Spende „wurde unterschrieben, um den Körper einer bestimmten medizinischen Fakultät zu spenden, aber er wurde schließlich an eine andere verkauft“, die „mehr bezahlt hat“, so die Polizei weiter.

  • Spanien: Angesichts der hohen Preise für Olivenöl kommt es in Andalusien zu immer mehr Diebstählen

    Spanien: Angesichts der hohen Preise für Olivenöl kommt es in Andalusien zu immer mehr Diebstählen

    In Andalusien, im Süden Spaniens, werden immer mehr Oliven gestohlen. Der Grund dafür ist die anhaltende Dürre, die den Preis für das aus der Olive gewonnene Öl mehr als verdoppelt hat. Die Behörden haben jetzt die Kontrollen verschärft.

    In der Provinz Jaén in Andalusien, Südspanien, fahren Motorradfahrer der Guardia Civil im Slalom durch die Olivenhaine und machen Jagd auf Diebe. Die Überwachung erfolgt nicht nur zu Land, sondern auch in der Luft mithilfe einer Drohne. Jedes Fahrzeug, das in der Nähe vorbeikommt, wird angehalten und von oben bis unten durchsucht. Die Kontrollen sind drastisch, da jeden Tag drei bis vier Diebstähle in der Region stattfinden.

    56 Tonnen Olivenöl in 45 Minuten abgesaugt
    In Spanien ist Olivenöl aufgrund der anhaltenden Dürre zu einem Luxusgut geworden. Sein Preis hat sich im Vergleich zu 2023 mehr als verdoppelt und liegt im Durchschnitt bei acht Euro pro Liter. Kriminelle stehlen nicht nur Oliven, sondern auch Olivenöl.

    Ein Rekorddiebstahl ereignete sich Ende August in der Provinz Córdoba auf einem Familienbetrieb. Die Diebe zapften in nur 45 Minuten 56 Tonnen Olivenöl ab. In den Supermärkten werden die Flaschen nun durch Vorhängeschlösser und Ketten gesichert. Und alle, die in die Genossenschaften kommen, um Oliven für die Ölmühle abzugeben, werden streng kontrolliert.

  • Spanien: Katalonien von historischer Dürre betroffen

    Spanien: Katalonien von historischer Dürre betroffen

    Katalonien leidet seit drei Jahren unter der schlimmsten Dürre seit Beginn der Aufzeichnungen, und die Bewohner bereiten sich auf erhebliche Wassereinschränkungen vor. Das Ausbleiben von Niederschlägen in der Region ist äußerst besorgniserregend.

    Seit drei Jahren regnet es in Vallirana (Katalonien) nur sehr wenig. Diese historische Dürre führte dazu, dass die Gemeinde mit etwa 16.000 Einwohnern vor zwei Monaten den Notstand ausrief. Aufgrund der verhängten Wasserbeschränkungen sind die Anwohner auf Tanklastwagen angewiesen, um sich mit Wasser zu versorgen. Das Auffüllen ihrer Wasserbehälter ist zu einer Notwendigkeit geworden, um ein normales Leben führen zu können. „Wir können nicht spülen oder unsere Wäsche waschen“, bezeugt ein Anwohner gegenüber dem französischen TV-Sender Franceinfo.

    Grundwasserspiegel im roten Bereich
    Nach einem heißen Sommer und einem ungewöhnlich trockenen Winteranfang befinden sich die Grundwasserstände in Katalonien im tiefroten Bereich. „Wir hatten drei Jahre mit sehr unterdurchschnittlichen Niederschlägen“, erklärt Eva Martínez Morales, Bürgermeisterin von Vallirana. Das Ausbleiben des Regens ist vor allem in den Wäldern gut sichtbar. Die Stauseen, die Katalonien mit Wasser versorgen, weisen allesamt sehr niedrige Pegelstände auf.

  • Italien: Touristen stehlen Steine aus Pompeji – und schicken sie aus Angst vor einem Fluch wieder zurück

    Italien: Touristen stehlen Steine aus Pompeji – und schicken sie aus Angst vor einem Fluch wieder zurück

    Manche Besucher der Ausgrabungsstätte von Pompeji in Italien sammeln kleine Steine ein. Einige von ihnen sind anschliessend davon überzeugt, dass sie einem Fluch zum Opfer gefallen sind, und geben die Steine an die Direktion der Ausgrabungsstätte zurück.

    Seit einigen Jahren ist Pompeji (Italien) Schauplatz eines seltsamen Phänomens. Die Verwaltung erhält immer mehr Entschuldigungsschreiben mit kleinen Steinen oder Mosaikfragmenten von Besuchern, die diese von der archäologischen Stätte gestohlen haben. Sie sind der Meinung, dass sie Opfer eines Fluchs geworden sind. Eine junge Frau ist zum Beispiel fest davon überzeugt, dass sie wegen dieser Steine krank geworden ist.

    „Seitdem wir diese Steine haben, sind wir vom Pech verfolgt“.

    Die Ausgrabungsstätte von Pompeji kann unter freiem Himmel besichtigt werden, und manche Touristen sind versucht, sich an den Ruinen zu bedienen und Erinnerungsstücke einzusammeln. In den letzten vierzig Jahren kamen etwa 100 Briefe bei der direktion der Ausgrabungsstätte an. „Wir wissen nicht, ob es ein Fluch oder ein Zufall ist, aber seit wir diese Steine haben, sind wir vom Pech verfolgt“, heißt es in einem dieser Briefe. Der Schriftsteller und Journalist Antonio Cangiano hat sogar ein Buch über den Fluch von Pompeji (La Maledizione di Pompei) geschrieben. Diese Artifakte sind manchmal auch Gegenstand eines illegalen organisierten Handels.

  • Landwirte: Protestbewegung breitet sich in Europa aus

    Landwirte: Protestbewegung breitet sich in Europa aus

    Frankreich und Deutschland sind nicht die einzigen Länder in Europa, die den Unmut ihrer Landwirte zu spüren bekommen. Auch in den Niederlanden, Polen und Rumänien protestieren die Bauern.

    Die Wut der Landwirte ist in der ganzen Europäischen Union zu spüren. Weniger als fünf Monate vor den Europawahlen ist das Thema Landwirtschaft überall präsent. Die Forderungen der Landwirte sind zwar von Land zu Land unterschiedlich, aber alle haben denselben Mittelpunkt: die von Brüssel erlassenen Normen. Am vergangenen Donnerstag protestierten rumänische Landwirte gegen vermeintlich unlauteren Wettbewerb aus der Ukraine, die sie beschuldigen, die Preise für ihr Getreide zu drücken. Auch in Polen, Ungarn, der Slowakei und Bulgarien herrscht große Verärgerung über die Entscheidung der EU, ukrainisches Getreide zu importieren.

    Deutsche Landwirte mobilisieren seit drei Wochen massiv.
    In Deutschland sind die Proteste der Landwirte seit drei Wochen sehr massiv. Sie protestieren gegen die Reform ihres Steuervorteils für Agrardiesel. Eine Warnung für die Politiker kam bereits im Juni 2022 aus den Niederlanden.

    Die Bewegung könnte sich in den kommenden Monaten auf Italien und Spanien ausweiten.

  • Einwanderung: Zahl der irregulären Einreisen in die EU war 2023 auf dem höchsten Stand seit 2016

    Einwanderung: Zahl der irregulären Einreisen in die EU war 2023 auf dem höchsten Stand seit 2016

    Die Zahl der irregulären Einreisen in die Europäische Union stieg laut der Grenzschutzagentur Frontex im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 17%.

    Die irregulären Einreisen in die Europäische Union haben im Jahr 2023 „erheblich zugenommen“, so die Europäische Grenzschutzagentur Frontex in ihren am Dienstag, dem 16. Januar veröffentlichten Jahresdaten. Die Zahl illegaler Migranten erreichte im vergangenen Jahr den höchsten Stand seit 2016. Und seit drei Jahren steigt sie stetig an.

    Die Europäische Grenzschutzagentur Frontex zählte im Laufe des Jahres 2023 mindestens 380.000 irreguläre Einreisen in die Europäische Union, den höchsten Stand seit sieben Jahren. Die meisten Exilbewerber versuchen, Europa über das Mittelmeer zu erreichen. So nehmen 41% von ihnen die Gefahr einer Mittelmeer-Überquerung von der libyschen oder tunesischen Küste nach Malta oder Italien in Kauf.

    80% der Migranten sind Männer.
    Die zweithäufigste Route führt über den westlichen Balkan: Serbien, Albanien, Bosnien. Diese Route ist nach wie vor sehr frequentiert, auch wenn die Zahl der Migranten, die sie nutzen, rückläufig ist. Die östliche Mittelmeerroute, von der Türkei zur griechischen Küste ist die dritte bevorzugte Route für Flüchtlinge vor allem aus Syrien und Afghanistan. Syrien, Afghanistan und Guinea sind laut Frontex die Herkunftsländer von mehr als einem Drittel der aufgegriffenen Migranten. 80% dieser Personen seien Männer, 10% Frauen und 10% Minderjährige.

    Das zentrale Mittelmeer ist die gefährlichste maritime Migrationsroute der Welt. Mehr als 22.600 Menschen sind dort laut den Vereinten Nationen in den letzten zehn Jahren ums Leben gekommen. Das Flüchtlingshilfswerk der UNO hat allein im vergangenen Jahr 3.760 Tote oder Vermisste im Mittelmeer gezählt. Die Dunkelziffer könnte weitaus höher sein.

  • Europäer sehen in der Regierung Attal Stabilität und eine Stärkung der EU

    Europäer sehen in der Regierung Attal Stabilität und eine Stärkung der EU

    Wenige Tage nach der Ernennung von Gabriel Attal zum Premierminister Frankreichs wird die Sicht der europäischen Nachbarn auf die Regierungsumbildung immer deutlicher. In Deutschland und Italien kommentieren die politischen Beobachter die Ernennung von Gabriel Attal im Großen und Ganzen ähnlich positiv wie in Frankreich. Die meisten sind durch das Kontinuum der Beziehungen zwischen den Partnerländern beruhigt und verstehen die erkennbare leichte Verschiebung der neuen Regierung nach rechts als Gegengewicht zu den Europawahlen angesichts des Erfolges des rechtsextremen Front National in den Umfragen unter französischen Wählern. Im Europäischen Parlament war es die Ernennung von Stéphane Séjourné zum neuen Außenminister, die die größte Aufmerksamkeit auf sich zog. Allerdings bezogen sich die meisten Kommentare auf die sofortigen Reisen des neuen Ministers nach Kiew, Berlin und Warschau. Gabriel Attal wird von den Deutschen als Stabilitätsfaktor begrüßt.Die deutsche Presse erkennt in Gab…

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