Kategorie: Amerika

  • Kann Putin für den Tod von Alexej Nawalny verurteilt werden? 43 Länder fordern eine Untersuchung

    Kann Putin für den Tod von Alexej Nawalny verurteilt werden? 43 Länder fordern eine Untersuchung

    Nach dem Tod des Kremlfeindes Nummer eins fordern jetzt mehrere Länder eine internationale Untersuchung und werfen Moskau vor, hinter dem plötzlichen Tod von Alexej Nawalny zu stecken.

    Insgesamt 43 Länder, darunter die USA, die Europäische Union und Großbritannien, haben am Montag, dem 4. März, einen gemeinsamen Aufruf für eine internationale Untersuchung des Todes des Oppositionspolitikers Alexej Nawalny während seiner Inhaftierung in Russland veröffentlicht.

    Die Unterzeichner des Aufrufs, die sich über den Tod des Kremlgegners „empört“ zeigen, sind der Ansicht, dass „die letztendliche Verantwortung bei Präsident Putin und den russischen Behörden liegt“, wie die EU-Botschafterin Lotte Knudsen im Namen der 43 Länder vor dem EU-Menschenrechtsrat sagte.

    Alexej Navalny starb am 16. Februar in einer Strafkolonie in der russischen Arktis. Sein Tod löste im Westen eine Welle der Empörung aus. Moskau behauptet, der Oppositionspolitiker sei eines natürlichen Todes gestorben. „Russland muss eine unabhängige und transparente internationale Untersuchung der Umstände dieses plötzlichen Todes zulassen“, so die 43 Unterzeichnerländer. Ganz allgemein fordern sie Moskau auf, „ein sicheres Umfeld für die politische Opposition und kritische Stimmen zu schaffen“.

    Romuald Sciora, Forscher bei IRIS und Spezialist für die Vereinten Nationen, internationale Beziehungen und die USA, meint, dass man von diesem Antrag nicht zu viel erwarten sollte, da sich ihm mehrere Hindernisse in den Weg stellen. „Russland ist ständiges Mitglied des UN-Sicherheitsrats, also kann es gegen jede Entscheidung des Sicherheitsrats sein Veto einlegen. Auch wenn das Hochkommissariat für Menschenrechte vom Sicherheitsrat unabhängig ist, könnte die Untersuchung, wenn es starken russischen Druck gegen sie gibt, aus diplomatischen Gründen vertagt werden und irgendwann in Vergessenheit geraten.“

    Ein weiteres Hindernis für den Erfolg einer solchen Untersuchung ist die umstrittene Persönlichkeit von Alexej Navalny. Seine Homophobie und seine Angriffe auf die LGBT-Gemeinschaft sind bekannt, er zeigte eine ausgeprägte Form von Antisemitismus, eine nicht ganz klare Haltung zum Krieg in der Ukraine und eine gewisse Tendenz zum Autoritarismus, wobei er außerdem sehr unklare Beziehungen zu nationalistischen Bewegungen unterhielt.

    Schließlich kann auch die relativ geringe Anzahl von Ländern, die diese Untersuchung fordern, den Erfolg der Untersuchung erschweren. Es sind nur 43 von 193 UN-Mitgliedsstaaten, die eine solche Untersuchung fordern. Sicherlich ist es ein starkes Signal gegen Putin. Aber man muss sehen, dass er nur der Westen eine Untersuchung fordert.

    Erst wenn eine Untersuchung zu dem formalen Schluss kommt, dass Putin den Mord an Nawalny in Auftrag gegeben hat, mit konkreten Beweisen, die die russische Version eines natürlichen Todes widerlegen, müsste sich der Internationale Gerichtshof mit dem Fall befassen und einen Prozess durchführen. Eine Verurteilung durch den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) könnte für Putin lebenslange Haft bedeuten – könnte er denn jemals verhaftet werden.

    Russland – wie auch die USA, China und Indien – hat das Römische Statut nicht unterzeichnet, den Gründungsvertrag des IStGH, der internationale Verbrechen definiert und Verstöße gegen die Menschenrechte und das humanitäre Völkerrecht ahndet. So erklärte der Kreml zum Beispiel am Mittwoch, dass er die vom IStGH ausgestellten Haftbefehle gegen zwei hochrangige russische Offiziere, denen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen werden, „nicht anerkenne“.

    Im Frühjahr 2023 hatte der IStGH einen Haftbefehl gegen den russischen Präsidenten und die russische Kinderbeauftragte Maria Lvova-Belova wegen ihrer Rolle bei der Deportation von in der Ukraine lebenden Kindern nach Russland ausgestellt. Der Kreml sagte damals, er betrachte diese Entscheidung als „null und nichtig“.

    Solange Putin an der Macht bleibt, hat ein Urteil des IStGH keinerlei Auswirkungen. Allerdings: Sollte es zu einer Verurteilung kommen und Putin in den kommenden Jahren die Macht verlöre, könnte sich alles ändern.

    Für die anderen 150 UN-Mitgliedsstaaten, die diese Untersuchung nicht gefordert haben, ist es ein Vorgang, der wenig Bedeutung hat sogar eine Form von Neokolonialismus verkörpern könnte. Eine internationale und einstimmige Verurteilung von Wladimir Putin wegen des Todes von Alexej Navalny scheint also eher weiter Ferne zu liegen.

  • Chlordecon-Skandal: Verantwortung des französischen Staates von der Nationalversammlung anerkannt

    Chlordecon-Skandal: Verantwortung des französischen Staates von der Nationalversammlung anerkannt

    Die Nationalversammlung stimmte bereits am Donnerstag, dem 29. Februar, für einen Text, in dem die Verantwortung des französischen Staates für den Chlordecon-Skandal auf den Antillen anerkannt wird. Das Pestizid war bis 1993 auf den Bananen-Plantagen der französischen Antillen zugelassen.

    Auf den französischen Antillen hat der Gesundheitsskandal um Chlordecon jetzt einen Schuldigen. Die Nationalversammlung stimmte am Donnerstagabend, dem 29. Februar, in erster Lesung für einen Text, der die Verantwortung des französischen Staates für den Einsatz dieses Pestizids anerkennt. Die karibischen Abgeordneten, die das Gesetz eingebracht hatten, bezeichneten die Abstimmung als historisch. „Diese Anerkennung der Verantwortung öffnet die Tür für Reparationen, aber auch die Tür für eine juristische Aufarbeitung“, sagt Johnny Hajjar, Abgeordneter der Progressiven Partei von Martinique.

    Die Französischen Antillen bestehen aus den Französischen Überseegebieten Guadeloupe, Martinique, Saint-Barthélemy und Saint-Martin. Sie sind ein Teil der sogenannten Kleinen Antillen.

    In den USA seit 1975 verboten.
    Dem von den Abgeordneten angenommen Text zufolge muss Frankreich nun alle notwendigen Maßnahmen unternehmen, das verseuchte Land zu säubern und die Opfer zu entschädigen. Für Umweltverbände geht der Text allerdings nicht weit genug. Das in den USA bereits 1975 verbotene Pestizid Chlordecon, das auf Bananenplantagen eingesetzt wurde, war auf den Antillen vom französischen Staat bis 1993 zugelassen.

    Um in Kraft treten zu können, muss der Gesetzentwurf jetzt noch vom Senat verabschiedet werden.

  • Französische Marine beschlagnahmt über 8 Tonnen Kokain bei 4 Einsätzen seit dem 20. Februar

    Französische Marine beschlagnahmt über 8 Tonnen Kokain bei 4 Einsätzen seit dem 20. Februar

    Die vier Einsätze wurden von der französischen Marine in internationalen Gewässern vor der Küste der Antillen durchgeführt. „Bisher wurden acht Personen in Untersuchungshaft genommen“ und wegen bandenmäßigen Drogenhandels angeklagt, teilte die Staatsanwaltschaft von Martinique am Samstag mit.

    Seit dem 20. Februar wurden bei vier Einsätzen der französischen Marine in internationalen Gewässern vor den Antillen 8,3 Tonnen Kokain beschlagnahmt, so die Bilanz der französischen Behörden am Samstag, dem 2. März. Das ist „fast so viel wie die Gesamtbeschlagnahme im Jahr 2023“, die bei 11 Tonnen lag, so die Staatsanwaltschaft von Martinique. Der Wert der beschlagnahmten Drogen „geht in die Hunderte Millionen Euro“, heißt es in der Erklärung des Armeeministeriums, des Präfekten von Martinique, der auf die Bekämpfung der Kriminalität spezialisierten interregionalen Gerichtsbarkeit in Fort-de-France, der Hauptstadt von Martinique, und durch das französische Amt für Betäubungsmittelbekämpfung (Office français antistupéfiants).

    „Bisher wurden acht Personen in Untersuchungshaft genommen“ und wegen bandenmäßigen Drogenhandels angeklagt, so die Staatsanwältin von Martinique. Es sind britische, südafrikanische, deutsche, russische, spanische und kolumbianische Staatsbürger. „Ihnen droht eine Haftstrafe von bis zu 30 Jahren und eine Geldstrafe von bis zu 7,5 Millionen Euro.“ Drei Personen, die beim jüngsten Einsatz festgenommen wurden, befinden sich noch immer in Polizeigewahrsam bei der französischen Anti-Drogen-Behörde.

    Beim ersten Einsatz am 20. Februar wurden etwa 2.000 km südöstlich von Martinique auf einem panamaischen Fischereischiff 3 Tonnen Kokain sichergestellt. Beim zweiten Einsatz am 22. Februar etwa 1.500 km östlich von Martinique auf einem venezolanischen Schiff konnten die französischen Behörden weitere 3 Tonnen beschlagnahmen. Die Besatzung wurde den venezolanischen Behörden übergeben und die Kokainbündel wurden vernichtet.

    Am 26. Februar beschlagnahmten die französischen Behörden 600 km südöstlich von Martinique eine Tonne, die auf einem in Jersey registriertem Segelboot versteckt war. „Schließlich wurde eine Jolle mit mehr als einer Tonne Kokain an Bord abgefangen“, heißt es in der Erklärung. Das auf den Schiffen aus Panama und Jersey beschlagnahmte Kokain und die Besatzungsmitglieder wurden den französischen Behörden übergeben.

    Es handelt sich um Kokain, das hauptsächlich aus Kolumbien stammt und über Suriname transportiert wird, bevor es auf Schiffe nach Europa verladen wird, erklärt die Staatsanwältin des französischen Überseedepartements Martinique.

  • Martinique: Französische Marine beschlagnahmt 3 Tonnen Kokain und verhaftet 4 Personen

    Martinique: Französische Marine beschlagnahmt 3 Tonnen Kokain und verhaftet 4 Personen

    Vier Besatzungsmitglieder eines von der französischen Marine in der Karibik kontrollierten Schiffes werden verdächtigt, an einem transatlantischen Kokainschmuggel beteiligt gewesen zu sein.

    Drei Tonnen Kokain wurden vor einer Woche, am 20. Februar, auf einem von der französischen Marine in der Karibik geenterten Schiff beschlagnahmt, wie der Sender Franceinfo meldet. Vier Männer im Alter zwischen 30 und 61 Jahren befinden sich seit Montag in Fort-de-France auf Martinique in Polizeigewahrsam.

    Die Männer sind Mitglieder der Besatzung: ein Mann stammt aus Südafrika, einer it Russe und zwei Briten. Alle werden verdächtigt, an einem transatlantischen Kokainschmuggel beteiligt gewesen zu sein. Aus einer mit dem Fall vertrauten Quelle verlautete, dass das Schiff in internationalen Gewässern unweit der französischen Antillen aufgegriffen wurde. Die Ermittler gehen davon aus, dass das Schiff die klassische Route des transatlantischen Kokainschmuggels von Südamerika nach Europa nahm.

    7 Tonnen Kokain in wenigen Tagen beschlagnahmt.
    Das aufgegriffene Schiff wurde am Montag den Ermittlern des Office antistupéfiants (Ofast) in Fort-de-France übergeben. Das beschlagnahmte Schiff fuhr unter panamaischer Flagge. Laut übereinstimmenden Quellen wurden auch bei weiteren Operationen in den letzten Tagen große Mengen Kokain beschlagnahmt, insgesamt ist von 7 Tonnen Kokain die Rede. Die Ermittlungen werden unter der Aufsicht der JIRS (Juridiction interrégionale spécialisée) in Fort-de-France geführt. Im Dezember hatte die französische Marine in der Karibik 3,5 Tonnen Kokain beschlagnahmt.

  • Dom-Rep: Julio Iglesias am Flughafen festgenommen – Zoll findet 42 kg Lebensmittel in seinem Gepäck

    Dom-Rep: Julio Iglesias am Flughafen festgenommen – Zoll findet 42 kg Lebensmittel in seinem Gepäck

    Julio Iglesias wurde vom Zoll am Flughafen von Punta Cana kontrolliert. In seinen Koffern befanden sich 42 kg Lebensmittel, deren Einfuhr auf die Insel in der Karibik streng verboten ist.

    Julio Iglesias erlebte vor wenigen Tagen ein Abenteuer, auf das er gut hätte verzichten können. Der spanische Sänger wurde am 10. Januar am Flughafen von Punta Cana in der Dominikanischen Republik verhaftet, weil er eine große Menge an Lebensmitteln transportiert hatte, wie die spanische Zeitung Marca berichtete. In seinem Gepäck befanden sich 42 Kilogramm frische Lebensmittel.

    Erdbeeren, Kirschen, Tomaten, Rüben, Sellerie, Bohnen, Fleisch… Es reicht für ein ganzes Regiment. Tatsächlich ist es eine bekannte Gewohnheit des berühmten spanischen Sängers, auf seinen vielen Reisen zwischen seinen verschiedenen Wohnorten die Lebensmittel mitzunehmen, die er besonders mag.

    Doch dieses Mal, als Julio Iglesias von den Bahamas zurückkehrte, wurde sein Gepäck von den Flughafenbehörden beschlagnahmt und ein Teil seiner Lebensmittel von der Inspektionsabteilung für Pflanzenquarantäne des Landwirtschaftsministeriums konfisziert, wie die Zeitung La Vanguardia schreibt. Laut der dominikanischen Tageszeitung Listin Diaro hat die Dominikanische Republik die Gesundheitsinspektionen aufgrund der Ausbreitung eines Parasiten, der Mittelmeerfliege, die insbesondere in Punta Cana festgestellt wurde, vor einiger Zeit verstärkt.

    Der Fall hat sogar auf höchster Ebene für Aufsehen gesorgt. „Die Regel gilt nicht speziell für ihn oder für jemand anderen, sie gilt für alle“, rechtfertigte der Landwirtschaftsminister der Dominikanischen Republik, Limbert Cruz, das ruppige Vorgehen der Behörden.

  • Kurz nach der 54 Millionen € „Jahrhunderthochzeit“ in Paris droht Ehemann lebenslange Haftstrafe in Texas

    Kurz nach der 54 Millionen € „Jahrhunderthochzeit“ in Paris droht Ehemann lebenslange Haftstrafe in Texas

    Weil er Anfang des Jahres in Texas auf Polizisten geschossen hatte, droht dem Bräutigam der kürzlich in Paris gefeierten „Hochzeit des Jahrhunderts“ jetzt eine lebenslange Haftstrafe.

    Die Geschichte ging um die Welt, wobei die einen fasziniert und die anderen angewidert von der unglaublichen Zurschaustellung von Reichtum waren. Am 18. November gaben sich Madelaine Brockway und Jacob LaGrone in Paris das Ja-Wort. Das Paar hatte für seine prunkvolle Hochzeit unter anderem das Schloss Versailles, den Eiffelturm und die Oper Garnier angemietet. Die Hochzeit kostete 59 Millionen Dollar, die von den Eltern der jungen Frau bezahlt wurden. Adam Levine, der Frontmann der Band Maroon 5, sang sogar ein Lied für das Brautpaar.

    Knapp zwei Wochen nach diesen Feierlichkeiten erschien der 29-jährige Ehemann am 30. November im Gerichtsgebäude in Tarrant (Texas). Jacob LaGrone wird vorgeworfen, am 14. März in der Ortschaft Westworth Village das Feuer auf Polizisten eröffnet zu haben, wie der US-Sender NBC News berichtet. Kurz zuvor hatten die Beamten mehrere Meldungen erhalten, dass in einem Haus mehrere Schüsse zu hören gewesen seien. Jacob LaGrone war zunächst festgenommen worden, bevor er nach Zahlung einer Kaution von umgerechnet 18.500 € wieder auf freien Fuß gesetzt wurde.

    Laut bekannt gewordenen Gerichtsdokumenten wurde dem jungen Mann ein „Deal“ für eine 25-jährige Haftstrafe angeboten, nachdem ihm eine lebenslange Haftstrafe droht. Die Verteidigung lehnte in Erwartung des Urteils vorerst jeden Kommentar ab.

  • Henry Kissinger stirbt mit 100 Jahren: Das fränkische Gesicht der US-Diplomatie während des Kalten Krieges

    Henry Kissinger stirbt mit 100 Jahren: Das fränkische Gesicht der US-Diplomatie während des Kalten Krieges

    Als Initiator der Annäherung an Moskau und Peking in den 1970er Jahren wurde sein Image auch durch dunkle Seiten der US-Geschichte geprägt, wie etwa die Unterstützung des Staatsstreichs in Chile 1973 oder die Invasion in Osttimor 1975 und natürlich den Vietnamkrieg. Henry Kissinger, eine große und umstrittene Figur der US-Diplomatie und Außenminister unter Richard Nixon und Gerald Ford, starb im Alter von 100 Jahren am Mittwoch, den 30. November. Er war ein wichtiger Akteur der Weltdiplomatie während des Kalten Krieges und starb „in seinem Haus in Connecticut“, wie seine Beratungsfirma Kissinger Associates mitteilte, ohne die Todesursache zu nennen. Die Familie des Diplomaten werde eine private Beerdigung organisieren, hieß es in der Erklärung, die auch eine spätere öffentliche Ehrung in New York erwähnte. Mit seinem Tod „hat Amerika eine seiner sichersten und meistgehörten Stimmen in der Außenpolitik verloren“, begrüßte der ehemalige US-Präsident George W. Bush, ein Republikaner wie e…

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  • Identität des mysteriösen Zodiac-Killers endlich enthüllt? Französischer Wissenschaftler entschlüsselt seine Botschaften

    Identität des mysteriösen Zodiac-Killers endlich enthüllt? Französischer Wissenschaftler entschlüsselt seine Botschaften

    Ende der 60er Jahre verbreitete der sogenannte Zodiac-Killer in Kalifornien Angst und Schrecken. Er soll mindestens fünf Menschen getötet haben. Seine Identität blieb bis heute ein Geheimnis, das Amateurermittler mithilfe von Kryptogrammen zu entschlüsseln versuchen. Ein französisch-marokkanischer Polytechniker hat jetzt zwei der geheimnisvollen Botschaften entschlüsselt.

    Steht Amerika kurz davor, die Identität des mysteriösen Zodiacs zu kennen? Seit mehr als einem halben Jahrhundert fasziniert die Geschichte des Serienmörders und seiner verschlüsselten Botschaften die Menschen. Ende der 1960er Jahre treibt der Täter in der Umgebung von San Francisco (USA, Kalifornien) sein Unwesen. Mehrere Paare werden erschossen oder erstochen. Der Mörder war maskiert, erzählt ein Opfer, das überlebt hat. Der Zodiac-Killer selbst behauptet, 137 Morde begangen zu haben. Die Polizei zählt offiziell fünf Opfer. Aus Spaß verschickt er Briefe an die Presse und vier Kryptogramme, eine Mischung aus Buchstaben und Symbolen.

    Zwei Kryptogramme schon früher entschlüsselt.
    Ein erstes dieser Kryptogramme wird schnell entschlüsselt, das zweite jedoch erst im Jahr 2020 von Amateuren mit leistungsstarken Computern. Der Täter konnte bisher nicht identifiziert werden. Vor zwei Jahren beginnt Fayçal Ziraoui, ein französisch-marokkanischer Polytechniker, seine eigenen Nachforschungen anzustellen. Nach langer Suche entschlüsselte er nun die letzten beiden Codes.

    Er wendet die Entschlüsselungsmethode von 2020 an und erhält eine Reihe von Buchstaben, die er in GPS-Punkte „am Rande des Lake Tahoe“ übersetzt. Nach der Ermordung eines Taxifahrers zieht einer der Hauptverdächtigen von San Francisco an den Lake Tahoe. Bei diesem Verdächtigen handelt es sich um den 2010 verstorbenen Lawrence Kaye. Der französische Forscher behauptet jetzt, genau ihn im letzten Kryptogramm als den Zodiac-Killer identifiziert zu haben.

  • Brände in Kanada: 18 Millionen Hektar Wald gingen während des Sommers in Flammen auf

    Brände in Kanada: 18 Millionen Hektar Wald gingen während des Sommers in Flammen auf

    18 Millionen Hektar Wald wurden diesen Sommer in Kanada von den Flammen vernichtet. France 2 berichtet aus der Provinz Québec, einer der von den Waldbränden am stärksten betroffenen Regionen.

    In der Umgebung des Lac-Simon in der kanadischen Provinz Québec, ist kaum noch etwas übrig. Kilometerlange Wälder wurden verwüstet und von den Bränden vernichtet. Nur eine Handvoll Bäume steht noch. In Québec, einer der Regionen, die in diesem Sommer am stärksten von Waldbränden betroffen waren, sind die Schäden enorm.

    Fast alle Tiere sind verschwunden
    Die indigenen Völker sind diejenigen, die den größten Preis zahlen. Oftmals isoliert inmitten der Wälder gelegen, ist ihr gesamtes Territorium in Rauch aufgegangen. Als direkte Folge der Brände sind in diesem Gebiet fast alle Tiere verschwunden. In Normétal, einer Stadt bei Québec, bekämpften die örtlichen Feuerwehrleute die riesigen Flammenmere. Heute sind die Einwohner dankbar. „Wenn sie einen Feuerwehrmann treffen, gibt es einen Handschlag und dann ein großes Dankeschön“, erzählt Doris Nolet, die Leiterin der Feuerwache von Normétal auf dem Sender France 2

    . Insgesamt wurden in diesem Sommer in Kanada unglaubliche 18 Millionen Hektar Wald von den Flammen vernichtet.

  • Weltraum: Nasa beginnt offiziell mit der Suche nach UFOs

    Weltraum: Nasa beginnt offiziell mit der Suche nach UFOs

    Die Nasa hat am Donnerstag, dem 14. September, angekündigt, das Thema UFOs wissenschaftlich angehen zu wollen. Die unidentifizierten Flugphänomene lösen große Faszination aus, aber es gibt bisher keine Beweise dafür, dass sie außerirdischen Ursprungs sind. Dies geht aus einem neuen Expertenbericht hervor, der von der US-Weltraumbehörde veröffentlicht wurde.

    Nach monatelanger Arbeit empfiehlt ein Bericht einer Gruppe führender Wissenschaftler und Luftfahrtexperten, dass die Nasa künftig eine „führende Rolle“ bei der Erforschung von UFOs – umbenannt in „unidentifizierte anomale Phänomene“ (UAP) – spielen sollte. Dies gab die US-Raumfahrtbehörde am Donnerstag, dem 14. September bekannt.

    Gleichzeitig bestätigte die Nasa die Schaffung der Stelle eines Direktors, der sich speziell mit der Erforschung dieser Phänomene befassen soll. Der Name der Person, die diese neue Rolle einnehmen soll, wurde jedoch nicht bekannt gegeben, da befürchtet wird, dass sie wie die 16 Autoren des Berichts belästigt werden könnte.

    Die im Juni von der Nasa bei einem unabhängigen Gremium in Auftrag gegebene Arbeit sei „das erste Mal, dass die Nasa einen konkreten Schritt unternimmt, um sich ernsthaft mit diesen unerklärlichen Ereignissen zu befassen“, sagte Bill Nelson, der Chef der amerikanischen Weltraumbehörde, auf einer Pressekonferenz. Das Ziel sei, dass die Debatte „vom Feld der Sensationslust auf das Feld der Wissenschaft“ verlagert werde. „Wir wissen nicht, was diese unidentifizierten anomalen Phänomene sind, aber wir werden versuchen, es herauszufinden.“

    Die Nasa definiert diese Phänomene als „Ereignisse am Himmel, die wissenschaftlich nicht als Luftfahrzeug oder bekanntes Naturphänomen identifiziert werden können“. Die meisten seltsamen Beobachtungen, die vor allem von Piloten gemeldet wurden, „sind erklärbar“, sagte David Spergel, ein Astrophysiker, der die Arbeit der Expertengruppe leitete. Sie entpuppen sich oft als „Flugzeuge, Ballons, Drohnen, Wetterphänomene“ oder hängen mit den Beobachtungsinstrumenten selbst zusammen, sagte er. Einige bleiben jedoch unerklärt.

    Dem Bericht zufolge ist dies größtenteils auf den Mangel an genauen Daten zurückzuführen, die für jedes Ereignis verfügbar sind. Die Experten plädieren daher für eine „rigorose Datenerhebungskampagne“. Die Bedeutung der Erkennung solcher Phänomene mit „mehreren und gut kalibrierten Sensoren ist von größter Bedeutung“, und die Nasa verfüge in diesem Bereich über große Expertise, heißt es in dem Bericht.

    Die Nasa kann zum Beispiel erkennen, ob bestimmte Wetterphänomene mit der Beobachtung von UAPs zusammenfallen. Nach Ansicht einiger Experten könnten dabei auch neue, bisher unbekannte, physikalische Phänomene entdeckt werden, die bestimmte Sichtungen erklären könnten.

    Der Bericht empfiehlt auch, die breite Öffentlichkeit stärker einzubeziehen, z. B. durch die Entwicklung einer App, mit der Aufnahmen von Sichtungen, die mit Mobiltelefonen gemacht wurden, gesammelt werden können.

    Auch der US-Geheimdienst und das Pentagon haben sich in letzter Zeit mit dem Thema befasst, das sowohl die nationale Sicherheit als auch die Sicherheit des Flugverkehrs betrifft. Ziel des neuen Berichts für die NASA war es jedoch nicht, die bereits beobachteten Ereignisse einzeln durchzugehen und zu versuchen, sie zu erklären, sondern Empfehlungen zu geben, wie sie in Zukunft gründlich untersucht werden können.

    Die Experten, die auch den Einsatz von künstlicher Intelligenz bei der Datenanalyse befürworten, arbeiteten ausschließlich mit öffentlich zugänglichen nicht-geheimen Informationen, um frei darüber sprechen zu können. Die Nasa betonte ihren Willen zur Transparenz, die ihrer Meinung nach notwendig ist, um die mit dem Wort UFO (für „unidentifizierte Flugobjekte“) verbundenen Vorurteile zu bekämpfen.

    Die NASA erinnert daran, dass es bisher keine Beweise gibt, die darauf hindeuten, dass die beobachteten Phänomene außerirdischen Ursprungs sind. Der Chef der US-Weltraumbehörde wollte auch die Vorwürfe der Vertuschung gegen die US-Behörden zerstreuen: „Was auch immer wir finden, wir werden es veröffentlichen“, versprach er.

    Und er fügte hinzu: „Wenn Sie mich fragen, ob ich glaube, dass es Leben in einem Universum gibt, das so groß ist, dass es für mich schwer vorstellbar ist, dann lautet meine persönliche Antwort: Ja.“