Kategorie: Gesellschaft

  • Beisetzung von Hubert Germain: Emmanuel Macrons Tränen während der letzten Ehrung des Freiheitskämpfers

    Beisetzung von Hubert Germain: Emmanuel Macrons Tränen während der letzten Ehrung des Freiheitskämpfers

    Frankreich nahm am Donnerstag Abschied von dem letzten, der Freiheitskämpfer des 2. Weltkriegs, den „Rittern der Freiheit“, die laut Emmanuel Macron „die zeitlosen Gesichter Frankreichs“ sind. Emmanuel Macron wischte sich ein paar Tränen ab, als er dem Chor zuhörte, der am Donnerstag, dem 11. November, zu Ehren des Widerstandskämpfers Hubert Germain in Mont-Valérien (Hauts-de-Seine) den „Chant des partisans“ sang. Anschließend erwies der Präsident in der Krypta der Gedenkstätte des kämpfenden Frankreichs, vor dem Sarg des letzten „Gefährten der Befreiung“, diesem allein die Ehre. Anschließend legte er ein Kreuz nieder, das aus dem Holz des Dachstuhls von Notre-Dame geschnitzt wurde, wie es sich der Widerstandskämpfer gewünscht hatte. „Mein Vater hat Emmanuel Macron sehr bewundert, und ich glaube, das beruht auf Gegenseitigkeit“, sagte Patrick Germain, der Sohn des Widerstandskämpfers, nach der Zeremonie gegenüber France 2. „Ich hatte die Gelegenheit, den Präsidenten während der Feierli…

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  • Schwester von Prinz Henrik von Dänemark im Departement Lot verstorben

    Schwester von Prinz Henrik von Dänemark im Departement Lot verstorben

    Nach dem Tod von Françoise Bardin, der Schwester von Prinz Henrik von Dänemark, sind in Espère (Lot) zahlreiche Beileidsbekundungen eingegangen. Darunter ein besonders rührender Brief von Königin Margrethe II. von Dänemark. Françoise Bardin, geboren als Françoise Laborde de Monpezat, verstarb am Mittwoch, dem 10. November, im Alter von 90 Jahren. Sie folgte ihrem Ehemann Claude Bardin, der im Jahr 2017 und ihrem Bruder Prinz Henrik von Dänemark, der im Jahr 2018 im Alter von 83 Jahren im Schloss Fredensborg verstarb. Vor drei Jahren nahm sie mit ihren drei anderen Geschwistern an der Beerdigung des Prinzen in Skandinavien teil. Françoise Bardin wurde 1932 in Hanoi in Indochina geboren, bevor sie 1937 mit ihren Eltern nach Frankreich zurückkehrte. Ihr ganzes Leben lang setzte sie sich für soziale Ideen ein. Sie war eine Befürworterin der Gurtanlegepflicht in Fahrzeugen und Vorsitzende des Ausschusses für Straßenverkehrssicherheit des Departements Lot. Als solche wurde sie 1996 mit dem Chevalier de la Légion d’Honneur ausgezeichnet. In Espère gedachte man am Mittwoch dieser von allen geachteten Frau. Der Bürgermeister der Gemeinde, Mathieu Redoulès, zollte ihrer Familie seine Hochachtung. Die Beerdigung findet am Samstag statt. Bislang wurde kein Mitglied der dänischen Königsfamilie angekündigt.
  • Die Franzosen wollen durchschnittlich 282 Euro für Weihnachten ausgeben

    Die Franzosen wollen durchschnittlich 282 Euro für Weihnachten ausgeben

    Für die Feierlichkeiten zum Jahresende werden die Franzosen ihre Ausgaben einschränken.

    Laut einer Ende Oktober von Iloveretail und OpinionWay im Auftrag von Proximis durchgeführten Umfrage, die Le Parisien einsehen konnte, wird das Weihnachtsbudget der Franzosen dieses Jahr knapp bemessen sein. Laut der Studie planen die Franzosen, im Durchschnitt 282 Euro für ihre Geschenke auszugeben, ein Budget, das zwar leicht über dem des letzten Jahres (272 Euro) liegt, aber deutlich unter dem Niveau vor der Krise, das bei 342 Euro lag.

    58% der befragten Franzosen geben an, dass ihre Weihnachtsausgaben durch die Preiserhöhungen, besonders der Energiekosten, stark beeinträchtigt werden. 47% geben an, dass sie durch diese Situation gestresst sind. Die Franzosen sind umso zurückhaltender beim Konsum, als sie in den kommenden Monaten mit weiteren Erhöhungen rechnen, insbesondere bei Lebensmitteln.

    Die Umfrage ergab auch, dass mehr als jeder zweite Franzose (51%) beschlossen hat, weniger Geschenke zu kaufen, und 52% werden sparsamer kochen, so Le Parisien. Ein Drittel der Befragten erwägt außerdem, das von der Regierung versprochene Inflationsgeld von 100 Euro für den Kauf von Weihnachtsgeschenken zu verwenden.

    Lesen Sie dazu auch: Franzosen wollen dieses Jahr durchschnittlich 240 Euro für Weihnachtsgeschenke ausgeben

  • Covid-19: Mit der Gesundheitskrise nimmt die Kinderarbeit zu – auch in Frankreich

    Covid-19: Mit der Gesundheitskrise nimmt die Kinderarbeit zu – auch in Frankreich

    Derzeit arbeiten 160 Millionen Kinder in der Welt. Frankreich ist ebenfalls von der Kinderarbeit betroffen und hat gerade einen Plan zur Ausrottung dieses Phänomens vorgelegt.

    Das Phänomen der Kinderarbeit ist in den letzten Jahren stetig zurückgegangen, aber die Gesundheitskrise hat dazu geführt, dass wieder immer mehr Kinder zur Arbeit gezwungen werden. Derzeit gibt es weltweit 160 Millionen Kinderarbeiter, was einem Anstieg von mehr als acht Millionen in vier Jahren entspricht. Nach Angaben der Organisation internationale du travail könnte es bis Ende nächsten Jahres neun Millionen mehr Kinderarbeiter geben. Kinder arbeiten hauptsächlich in der Landwirtschaft (70%), aber auch im Dienstleistungssektor und in der Industrie.

    Auch Frankreich ist von diesem Trend betroffen. Insbesondere ist eine neue Form der Kinderarbeit im Entstehen begriffen: Minderjährige arbeiten als Fahrradkuriere, auch Schulkinder versuchen so, Geld zu verdienen. Die andere, weitaus schlimmere Form der Kinderarbeit betrifft die sexuelle Ausbeutung von Kindern, die durch digitale Kommunikation erleichtert wird. Im Jahr 2020 verzeichnete das Arbeitsministerium 431 Einsätze der Arbeitsaufsichtsbehörde im Zusammenhang mit der Beschäftigung von Minderjährigen in Frankreich. Und die Kinderarbeit ist weiter auf dem Vormarsch: Allein in diesem Jahr wurden zwischen Januar und Juni bereits 546 Einsätze verzeichnet.

    Insbesondere aber ist Wachsamkeit bei Importen geboten. Frankreich hat sich gerade zu einem Plan zur weltweiten Abschaffung der Kinderarbeit verpflichtet. In dieser Woche schloss sich Frankreich 25 anderen Staaten, hauptsächlich aus Afrika, Asien und Lateinamerika, an. Das Ziel ist, die Kinderarbeit bis 2025 weitestgehend zu beseitigen.

    Seit 2017 müssen französische Unternehmen einen Überwachungsplan anwenden, um sicherzustellen, dass sie durch ihre Aktivitäten keine Kinderarbeit in anderen Ländern unterstützen. Zum Beispiel, indem man Kleidung oder Spielzeug von Subunternehmern im Ausland herstellen lässt, die möglicherweise Kinder beschäftigen.

    Französische Unternehmen werden bei diesem Prozess unterstützt, es werden ihnen Instrumente, Schulungen und Leitfäden für bewährte Verfahren zur Verfügung gestellt. Ausserdem soll ein Ressourcenzentrum eingerichtet werden, das den Unternehmen helfen soll, ihre Subunternehmer besser zu überwachen.

  • Hunderte Bewohner werden aus einem einsturzgefährdeten 32-stöckigen Hochhaus evakuiert

    Hunderte Bewohner werden aus einem einsturzgefährdeten 32-stöckigen Hochhaus evakuiert

    Insgesamt fast 500 Bewohner des Obelisken-Turms in Épinay-sur-Seine (Seine-Saint-Denis) werden bis zum 8. Dezember ausziehen müssen. Sie werden evakuiert, weil das Gebäude einsturzgefährdet ist.

    Am Fuße des 32-stöckigen Obelisken-Turms in Épinay-sur-Seine herrschen am Mittwoch, 10. November, große Aufregung und Wut. Etwa hundert Bewohner der Südseite des Gebäudes haben bis zu diesem Abend Zeit, ihre Wohnung zu verlassen. Sie erfuhren die die schlimme Nachricht nur eine Woche zuvor.

    Die Evakuierung ist Teil einer Präfekturanordnung, die die vollständige Evakuierung des Hochhauses mit 162 Wohnungen bis zum 8. Dezember vorschreibt. Insgesamt sind 500 Bewohner betroffen. Eine weitere Anordnung hat den Zugang zu den Balkonen auf der Südseite des Gebäudes wegen Einsturzgefahr aufgrund des baufälligen Zustands untersagt.

    Eine „unmittelbare und extrem starke“ Gefahr
    Jacques Witkowski, Präfekt von Seine-Saint-Denis, sagt, er verstehe die Emotionen der Bewohner, aber es handele sich um einen Fall von höherer Gewalt. Der Präfektur und dem Bürgermeister liegt ein gerichtliches Gutachten vor, das einen äußerst knappen Zeitplan für Maßnahmen auferlegt. Es bestehe ein hohes Risiko, das Experten als äußerst bedrohend einschätzen.

    Das Gutachten wird von der Gemeinde Epinay angefochten, die sich gegen die Evakuierung wehren will.

  • Missbrauch in der Kirche: Bischöfe diskutieren über Entschädigung und Sanktionen

    Missbrauch in der Kirche: Bischöfe diskutieren über Entschädigung und Sanktionen

    Die französischen Bischöfe wollen am Montag, dem 8. November, über Maßnahmen zur Entschädigung der Opfer von Pädokriminalität in der Kirche und zur Verhinderung einer Wiederholung solcher Vorfälle entscheiden.

    Die 120 französischen Bischöfe sollen am Montag, dem 8. November, darüber abstimmen, wie sie ihren Weg und ihre Pflicht zur Wiedergutmachung gegenüber den Opfern sexuellen Missbrauchs klar und konkret zum Ausdruck bringen wollen. Zu diesen Maßnahmen gehört auch die Entschädigung von Opfern schon verjährter Straftaten, aber nicht nur: Alle Anträge werden berücksichtigt, versicherten die Bischöfe.

    Es könnte ein Diözesantribunal eingerichtet werden, das Sanktionen gegen pädophile Priester verhängen könnte, einschließlich der Entlassung aus der Kirche. Bereits am vergangenen Freitag haben die Prälaten die systemischen Dimensionen des Sachverhalts anerkannt. Die Bischöfe haben Wiedergutmachung gelobt und von einem „Sinneswandel“ gesprochen, während die Opfer nur einen kleinen Schritt in. die richtige Richtung sehen, erklärt die France Télévisions-Journalistin Muriel Lassaga aus Lourdes (Hautes-Pyrénées).

    Lesen Sie auch: Missbrauch: Bischöfe erkennen “institutionelle Verantwortung” der Kirche an

  • Italienischer Polizist rettet syrisches Mädchen und wird zum Helden

    Italienischer Polizist rettet syrisches Mädchen und wird zum Helden

    Sein Foto ist überall in den Medien und in den sozialen Netzwerken zu shene. Wenige Tage nach der erfolgreichen Rettung eines Bootes mit Migranten erzählte Luigi Crupi der Presse von seinen Gefühlen – ein seltenes Zeugnis für einen Polizisten, das ganz Italien bewegte.

    Das ganze Wochenende wurde er interviewt, weil er ein kleines Mädchen vor dem sicheren Tod bewahrt hat, ein syrisches Mädchen, das mit seinem Vater und 76 anderen Migranten auf einem unsicheren Boot versuchte, das Mittelmeer zu überqueren. Alles geschah am vergangenen Donnerstag in der Nähe der Küstenstadt Crotone in Kalabrien.

    Gegen 21 Uhr erhielt Inspektor Luigi Crupi, 42, 18 Jahre im Dienst, den Anruf einer Frau, die ein sinkendes Boot etwa 100 Meter vor der Küste meldete. „Der Wind blies stark“, berichtet er der Zeitung Corriere della Sera, „es gab eine Brandung, die Wellen drohten uns ins Meer zu spülen. Es war unmöglich, mit dem Rettungsboot dorthin zu gelangen, also beschlossen wir, eine Menschenkette im Wasser zu bilden.“

    Von seinen Kollegen ist Luigi Crupi mit 1,84 m der Größte, also geht er zuerst und entdeckt verzweifelte Menschen und etwa 15 Kinder auf dem Boot. Doch der Inspektor hat keine Zeit zum Zählen, als ihm ein Mann ein verängstigtes kleines Mädchen übergibt: „Er hat sie mir fast in die Arme geworfen, ich habe sie gepackt, sie hat sich ganz fest an meinen Kragen geklammert, also habe ich ihr auf Englisch gesagt ‚don’t worry‘ und bin ans Ufer gewatet“.

    Es war ein schwieriges Unterfangen gegen die Strömung, in der Dunkelheit der Nacht, und der Polizist beschrieb seine Angst. Die Angst, es nicht zu schaffen, seinen Schützling loszulassen, vom Meer mitgerissen zu werden. „Sie sagte immer wieder ‚danke, danke‘, und ich dachte an meine Tochter“, sagte er, „denn sie ist ungefähr im gleichen Alter, acht, und wenn ich sie im Arm halte, dann um zu spielen, Spaß zu haben und zu lachen“.

    Ein Fotograf verewigte die Szene und das Bild ging in den sozialen Medien um die Welt: der Polizist, der aus dem Wasser steigt und das kleine Mädchen im grauen Mantel in den Armen hält. Luigi Crupi vertraute die Kleine den Helfern des Roten Kreuzes an und kehrte dann zum Boot zurück. Kurze Zeit später gab es eine Welle von Lob und Dank in den sozialen Netzwerken für den Polizisten.

  • Weniger verschmutzte Luft und keine Staus mehr: Paris soll zu 100 % fahrradtauglich werden

    Weniger verschmutzte Luft und keine Staus mehr: Paris soll zu 100 % fahrradtauglich werden

    Mehr Radwege, weniger Autoverkehr im Zentrum… Ende Oktober stellte der Pariser Stadtrat einen Plan vor, der die Hauptstadt bis 2026 zu 100% fahrradtauglich machen soll. Ein 100-Millionen-Euro-Projekt, das die Umweltverschmutzung begrenzen soll. Seit ihrem Amtsantritt im Pariser Rathaus im Jahr 2014 ist es eine der Prioritäten von Anne Hidalgo, die Nutzung von Fahrrädern zu fördern und die Pariser zu ermutigen, ihre Autos in der Garage zu lassen. Zu ihren Hauptmotivationen gehören die Verbesserung der Luftqualität in einer Zeit, in der die Stadt regelmäßig unter Smog leidet, aber auch die Bekämpfung der globalen Erwärmung und die Verringerung der Lärmbelästigung. Innerhalb von sechs Jahren hat sich die Zahl der Radwege in Paris dank eines 150-Millionen-Euro-Investitionsplans verzehnfacht und beträgt nun fast 1.000 Kilometer. An einigen Stellen, vor allem an den Quais der Seine, ist der Autoverkehr inzwischen vollständig verboten und den Fußgängern und Fahrrädern vorbehalten. Seit Ende…

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  • COP26: ein Tag der Kundgebungen und Aktionen für das Klima

    COP26: ein Tag der Kundgebungen und Aktionen für das Klima

    Nachdem Tausende von jungen Menschen am Freitag in Glasgow zum Handeln gegen den Klimawandel aufgerufen haben, sind für Samstag weltweit weitere Aktionen für Klimagerechtigkeit geplant.

    Auch nach der Halbzeit der COP26 wird die Mobilisierung für das Klima nicht schwächer. Nach der Demonstration junger Menschen unter der Leitung von Greta Thunberg am Freitag in Glasgow (Schottland) werden am Samstag, dem 6. November, erneut Zehntausende von Demonstranten in der Gastgeberstadt der Klimakonferenz und in der ganzen Welt zu Demonstrationen erwartet.

    Mehr als 200 Demonstrationen. Von Sydney (Australien) über London (Vereinigtes Königreich), Nairobi (Kenia) oder Mexiko-Stadt (Mexiko) sind nach Angaben der Koalition von Organisationen, die hinter der Mobilisierung stehen, mehr als 200 Veranstaltungen geplant.

    Klimagerechtigkeit steht im Mittelpunkt der Demonstrationen. Zu den Forderungen der Demonstranten gehört „Klimagerechtigkeit“. Dieses Konzept basiert auf der Tatsache, dass die Reichen als Hauptverursacher von Treibhausgasemissionen für die globale Erwärmung hauptsächlich verantwortlich sind und dass die Armen unter den Folgen besonders stark zu leiden haben.

    Pariser Demonstration vor dem Rathaus. In Frankreich sind Demonstrationen in Marseille, Toulouse, Nantes und Rennes geplant, zu denen 112 Organisationen wie Attac und Greenpeace aufgerufen haben. In Paris findet eine Versammlung seit Mittag vor dem Rathaus statt.

  • Sänger Jean-Luc Lahaye wegen Vergewaltigung zweier Minderjähriger in Untersuchungshaft

    Sänger Jean-Luc Lahaye wegen Vergewaltigung zweier Minderjähriger in Untersuchungshaft

    Jean-Luc Lahaye, der im Verdacht steht, zwei Mädchen im Teenageralter sexuell missbraucht zu haben, wurde am Freitag angeklagt und inhaftiert. Er wurde in Untersuchungshaft genommen. Der Sänger Jean-Luc Lahaye, der verdächtigt wird, 2013 zwei Teenager im Alter von 15 bis 17 Jahren sexuell missbrauc…

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