Kategorie: Gesellschaft

  • Montpellier: Illegaler Flüchtling gewinnt 500.000 Euro in einem Rubbelspiel

    Montpellier: Illegaler Flüchtling gewinnt 500.000 Euro in einem Rubbelspiel

    In Montpellier gewann ein junger illegaler Flüchtling in der Woche vom 15. November 500.000 Euro, wie von Actu Occitanie berichtet.

    Ein unglaublicher Glücksfall. Ein etwa 20-jähriger Migrant ohne Aufenthaltsstatus war diese Woche der glückliche Gewinner eines Rubbelloses in Montpellier im Departement Hérault. „Er dachte, er hätte 25€ gewonnen, in Wirklichkeit hatte er fünfmal 100.000€ gewonnen“, berichtet die Leiterin des Tabakladens, in dem der junge Gewinner spielte, gegenüber Actu Occitanie.

    Für den jungen Mann, der sich seit mehr als drei Jahren in Frankreich aufhält, hatte die Woche jedoch schlecht begonnen. Er wurde von den Ordnungskräften wegen illegalen Zigarettenverkaufs aufgegriffen. Nun hofft der junge Algerier, dass er sein Leben zum Guten ändern kann, nachdem er seinen Gewinn von 500.000 Euro von der Française des Jeux abgeholt hat.

  • Paris: 18.000 Menschen demonstrieren gegen Gewalt gegen Frauen

    Paris: 18.000 Menschen demonstrieren gegen Gewalt gegen Frauen

    An einem Marsch gegen Gewalt gegen Frauen nahmen am Samstag, dem 20. November, in Paris nach Angaben der Polizei 18.000 und nach Angaben der Organisatoren 50.000 Menschen teil. Der Marsch „Nous Toutes“ fand zwei Jahre nach dem runden Tisch der Exekutive gegen häusliche Gewalt statt.

    Violett ist nun die Farbe des Protests gegen die Gewalt gegen Frauen. Am Samstagnachmittag, dem 20. November, versammelten sich 18.000 Demonstranten in Paris, vor allem Frauen. In ihren Augen tun die staatlichen Behörden nicht genug. „Die Gesetze werden nicht umgesetzt, die Mittel werden nicht bereitgestellt. Derzeit gibt es nur 360 Millionen Euro, die dem Kampf gegen häusliche Gewalt gewidmet sind“, kritisiert Marylie Breuil vom Kollektiv „Nous toutes“ gegenüber France 3.

    Unter den Teilnehmern des Demonstrationszuges befanden sich auch viele Opfer. Eine der Demonstrantinnen wird wohl nie vergessen, was ihr kürzlich in einem Bus passiert ist. „Links neben mir saß ein Mann und ich wurde gegen das Fenster gedrückt. Er nahm mit seinen Beinen viel Platz ein (…) Er kam mir immer näher, bis er seine Hand zwischen seinen und meinen Oberschenkel schob“, erzählt sie. Stalking, eine andere Form der Gewalt, ist für viele Frauen alltäglich, oftmals mit Worten, die verletzen und erniedrigen.

  • Solidarität: Franzosen spendeten 2.85 Milliarden Euro im Jahr 2020

    Solidarität: Franzosen spendeten 2.85 Milliarden Euro im Jahr 2020

    Trotz Krisen und Spannungen bleiben die Franzosen großzügig. Die jährliche Spendenaufkommen stieg im Jahr 2020 um mehr als 7%.

    Im Jahr 2020 brach die Großzügigkeit der Franzosen alle Rekorde: 2,85 Milliarden Euro an Spenden wurden gemeldet, ein Anstieg um mehr als 7%. Covid-19 und seine sozialen Folgen waren oft der Auslöser. „Ich betrachte es als Bürgerpflicht, helfen zu können, wenn man kann“, sagt eine junge Frau, die von France Télévisions befragt wurde.

    Neben den Sachspenden an die Banques Alimentaires haben die Organisationen, die den Ärmsten der Armen helfen, im Jahr 2020 mehr als 600 Millionen Euro gesammelt. Allein bei den Restos du Coeur stiegen die Spenden um 15%. Laut der Organisation eine unverzichtbare Ressource, um eine soziale Krise zu bewältigen, die sich über einen längeren Zeitraum hinziehen könnte. „Es hat uns geholfen, durchzuhalten, (…) aber wichtig ist, dass wir uns auch auf die Zukunft vorbereiten können“, meint Patrice Douret, der Präsident der Organisation. Auch Umweltverbände verzeichnen 2020 einen Anstieg der Spenden um 19%.

    Lesen Sie auch: Solidarität: Spenden für Wohltätigkeitsorganisationen steigen im Jahr 2020

  • Morbihan: 14-jährige Schülerin nimmt sich nach Mobbing das Leben

    Morbihan: 14-jährige Schülerin nimmt sich nach Mobbing das Leben

    Eine 14-jährige Mittelschülerin nahm sich in der Nacht vom 11. auf den 12. November im Departement Morbihan das Leben. Sie soll über das soziale Netzwerk Snapchat Nacktfotos weitergeleitet haben, für die sie von anderen Schülern der Sekundarstufe I verspottet wurde. Es wurde eine Untersuchung wegen Mobbing eingeleitet.

    Mit nur 14 Jahren hat sich ein junges Mädchen in der Nacht vom 11. auf den 12. November im Schlafzimmer ihres Hauses in der Gegend von Lorient im Departement Morbihan das Leben genommen, wie die Zeitung Ouest France berichtet. Laut dem Staatsanwalt von Lorient, Stéphane Kellenberger, wurde eine Untersuchung eingeleitet, „insbesondere wegen des Vorwurfs des Mobbings“.

    Die Jugendliche und andere Minderjährige, die die vierte Klasse eines Privatgymnasiums in der Region Lorient besuchen, sollen vor mehreren Monaten über Snapchat, ein Netzwerk zum Austausch von Fotos, Nacktfotos von sich an Jungen aus ihrer Klasse weitergeleitet haben. Die Jungen hätten diese Schnappschüsse dann veröffentlicht.

    Laut der Aussage der Mutter einer Schülerin der Mittelschule sei die Jugendliche später Ziel von „Spott und Beleidigungen“ geworden, weshalb von Mobbing in der Schule ausgegangen wird.

    Insgesamt werden deshalb 40 Teenager von den Behörden befragt. Die jetzt verstorbene Mittelschülerin sollte Anfang der Woche angehört werden.

    Für die Mittelschüler wurde eine psychologische Zelle eingerichtet. Die Beerdigung der verstorbenen Jugendlichen fand am Donnerstag statt.

    Lesen Sie dazu auch:

  • Rechtsextremismus: Mein Kampf, Schießanleitung – die Telegram-Nachrichten des in Montauban verhafteten Mannes

    Rechtsextremismus: Mein Kampf, Schießanleitung – die Telegram-Nachrichten des in Montauban verhafteten Mannes

    Zwei Männer wurden am Dienstag, 16. November, in Polizeigewahrsam genommen. Gegen sie wird von der Antiterrorismus-Staatsanwaltschaft ermittelt. Es wird ihnen vorgeworfen, über die verschlüsselte Messenger-App Telegram zu gewalttätigen Aktionen aufgerufen zu haben.

    Zwei ultrarechte Aktivisten, denen vorgeworfen wird, über die Messenger-App Telegram zu gewalttätigen Aktionen aufgerufen zu haben, wurden am Dienstag, 16. November, von der DGSI (Generaldirektion für innere Sicherheit) festgenommen. Sie sind derzeit Gegenstand von Ermittlungen der Antiterrorismus-Staatsanwaltschaft und werden außerdem beschuldigt, über Telegram rassistische und antisemitische Äußerungen getätigt zu haben. Im Rahmen dieser Ermittlungen wurden sie am Mittwoch in Polizeigewahrsam genommen, der bis zu 96 Stunden dauern kann.

    Nach Informationen von Franceinfo, dessen Journalisten die Telegram-Nachrichten von Dominique D., dem 46-jährigen Aktivisten, der im Rathaus von Montauban im Departement Tarn-et-Garonne beschäftigt ist, einsehen konnten, verherrlichte er „Gewalt und survivalistische Thesen“. Bei der Durchsuchung seines Hauses wurden Waffen gefunden.

    Lesen Sie auch: Rechtsextremismus: 2 Männer im Südwesten von der Antiterror-Staatsanwaltschaft verhaftet

    Ein „Handbuch für Scharfschützen“, eine Zusammenfassung von „Mein Kampf“, ein „Handbuch für Aktivisten, geschrieben von und für Männer der Tat“, Bücher über „Überleben im Chaos“, „Kampf in städtischen Gebieten“ oder „Ein Bürgersoldat werden“ gehörten zu den Dokumenten, die in seinem Telegram-Account an mehrere Dutzend „Abonnenten“ weitergegeben wurden. Antisemitische und rassistische Äußerungen begleiteten diese Documente.

    Der Mann sei ein „weißer Supremacist“, der der „akzelerationistischen Tendenz“ angehöre, berichtete eine mit dem Fall vertraute Quelle gegenüber Franceinfo. Das Gleiche wird auch über den anderen Mann gesagt, der sich ebenfalls in Polizeigewahrsam befindet. In der Telegram-Gruppe, die dieser leitete, soll zu lesen sein: „Beschleunigen wir den Zusammenbruch“. Er soll auch dazu aufgerufen haben, Politiker zum Schweigen zu bringen, indem man sie „erschießt“.

    Lesen sie auch: Verschwörungstheoretiker Rémy Daillet wegen Putschplänen und geplanten Anschlägen in Haft

  • Gelbwesten: Was bleibt von der Bewegung drei Jahre später?

    Gelbwesten: Was bleibt von der Bewegung drei Jahre später?

    Vor drei Jahren hatte der Anstieg der Kraftstoffpreise eine Wut ausgelöst, die niemand hatte kommen sehen. Die Gelbwesten besetzten monatelang die Kreisverkehre. Heute mobilisieren sich nur noch wenige von ihnen. Was bleibt von dieser Revolte im Jahr 2021 übrig? Drei Jahre nach Beginn der Gelbwestenbewegung sind nur noch einige Unentwegte auf den Kreisverkehren übrig geblieben. Was ist aus der Bewegung, die Hunderttausende Menschen zusammengebracht hatte, geworden? Millau (Aveyron) ist einer der symbolträchtigen Orte der am 17. November 2018 begonnenen Protestbewegung der Gelbwesten. Auf einem der Kreisverkehre der Stadt sind sie mittlerweile nur noch eine Handvoll Menschen. Wenn man ihnen zuhört, hat sich nichts geändert. „Schon drei Jahre und immer noch derselbe Kampf, wir wissen nicht, ob wir am Ende etwas durchgesetzt haben werden oder nicht“, gesteht eine Demonstrantin gegebnüber dem Sender France 3. Auch in Montpellier (Hérault) versammeln sich dienstags und samstags immer noch …

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  • Kampf gegen Tierquälerei: Parlament verabschiedet neues Tierschutzgesetz

    Kampf gegen Tierquälerei: Parlament verabschiedet neues Tierschutzgesetz

    Am Donnerstag hat das Parlament ein neues Gesetz gegen Tierquälerei verabschiedet. Der Text sieht unter anderem vor, dass der Verkauf von Welpen und Katzen in Zoohandlungen ab dem 1. Januar 2024 verboten wird. Das französische Parlament hat am Donnerstag, dem 18. November, einen Gesetzesvorschlag gegen Tierquälerei angenommen. Das neue Gesetz sieht ein schrittweises Verbot von Wildtieren in Zirkussen und Delfinarien, ein Verbot des Verkaufs von Welpen und Kätzchen in Zoohandlungen und härtere Strafen für Tierquälerei oder Aussetzung von Haustieren vor. Die Präsidentenmehrheit sieht darin eine neue „historische Etappe im Kampf für die Sache der Tiere“. „Die Tierschutzfrage ist weder eine Laune naturverbundener Städter noch eine vorübergehende Modeerscheinung, sondern ein Thema, für das eine wachsende Zahl von Franzosen empfänglich ist“, erklärte der Mitverfasser des Gesetzentwurfs, Loïc Dombreval, der von Beruf Tierarzt ist, am Dienstag bei der letzten Abstimmung in der Nationalversammlung mit 118 Ja-Stimmen, einer Nein-Stimme und vier Enthaltungen. Die Palette der Maßnahmen zielt in erster Linie auf Haustiere ab, die „weder Spielzeug noch Verbrauchsgüter“ sind, wie Landwirtschaftsminister Julien Denormandie betonte. Jeder zweite Franzose besitzt ein Haustier und jedes Jahr werden etwa 100.000 Tiere ausgesetzt. Um Spontankäufe zu vermeiden, wird vor jedem Kauf eine „Bescheinigung über Engagement und Kenntnisse“ ausgestellt. Der Verkauf von Welpen und Kätzchen in Zoohandlungen wird ab dem 1. Januar 2024 verboten. Die Präsentation von Tieren in Schaufenstern wird nicht mehr erlaubt sein. Der Online-Verkauf von Tieren wird besser geregelt. Im Rahmen der Verschärfung der strafrechtlichen Sanktionen wird die absichtliche Tötung eines Haustieres nicht mehr nur als Ordnungswidrigkeit, sondern als Straftat geahndet. Personen, die wegen Misshandlung von tieren verurteilt werden, müssen an einem Sensibilisierungstraining teilnehmen. Personen, denen das Halten eines Tieres untersagt wird, werden in eine Fahndungsliste aufgenommen. Die 1.000 Wildtiere, die derzeit in den 120 Wanderzirkussen gehalten werden, sind Gegenstand eines Kompromisses. Innerhalb von zwei Jahren soll es verboten werden, Wildtiere öffentlich vorzuführen, und innerhalb von sieben Jahren sollen sie nicht mehr in Gefangenschaft gehalten werden dürfen. Auch die Haltung von Meeressäugetieren in Aquarienarien – 21 Delfine und 4 Orcas in Frankreich – soll innerhalb von fünf Jahren verboten werden. Lesen Sie auch: Haustiere: Die SPA warnt vor einer weiteren Zunahme von Aussetzungen
  • Rechtsextremer Präsidentschaftskandidat Eric Zemmour wegen Volksverhetzung vor Gericht

    Rechtsextremer Präsidentschaftskandidat Eric Zemmour wegen Volksverhetzung vor Gericht

    Der Politiker wurde von der Staatsanwaltschaft wegen siener Äusserungen am 29. September 2020 auf CNews der Beihilfe zur Aufstachelung zum Rassenhass und Rassenbeleidigung angeklagt. Éric Zemmour steht vor Gericht. Der rechtsextreme Polemiker und Präsidentschaftskandidat wurde am Mittwoch, 17. November, vor das Pariser Strafgericht geladen, um sich wegen seiner Äußerungen über unbegleitete minderjährige Migranten zu verantworten, die er auf CNews als „Diebe, Vergewaltiger und Mörder“ bezeichnet hatte. Zemmour erschien jedoch nicht persönlich bei der Anhörung, die um 9.30 Uhr begann, sondern hat sich von seinen Anwälten vertreten lassen. „Er ist nicht anwesend, um zu vermeiden, dass der Gerichtssaal in ein Fernsehstudio verwandelt wird“, sagte einer seiner Anwälte. Dreißig Nebenkläger Unterstützer von Eric Zemmour, die sich in der Gruppe Génération Z zusammengeschlossen haben, haben für 8.45 Uhr eine Kundgebung vor dem Gericht angekündigt. Éric Zemmour, der an kontroverse Auftritte und …

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  • Frauenmorde: Schweigekundgebung in Paris zum Gedenken an das 100. und 101. Opfer des Jahres

    Frauenmorde: Schweigekundgebung in Paris zum Gedenken an das 100. und 101. Opfer des Jahres

    Anlässlich des Internationalen Tages gegen die Gewalt gegen Frauen werden in ganz Frankreich Dutzende von Veranstaltungen organisiert.

    Am Dienstag, 16. November, versammelten sich einige hundert Menschen in Paris, um dem Aufruf des Kollektivs #NousToutes zu folgen und dem 100. und 101. Opfer von Frauenmorden seit Anfang des Jahres 2021 zu gedenken. Schweigend und in einer kontemplativen Atmosphäre versammelten sich die Teilnehmer, meist Frauen, in der Nähe des Pantheons. Die meisten von ihnen trugen Kerzen und bildeten gegen 20 Uhr einen Kreis, „um all derer zu gedenken, die ermordet wurden, und um das mangelnde Engagement der Regierung bei der wirksamen Bekämpfung männlicher Gewalt anzuprangern“, heißt es in einer am Nachmittag veröffentlichten Erklärung. 

    Am Dienstag hatte das Kollektiv Feminizid durch Partner oder Ex auf Facebook den 100. und 101. Feminizid des Jahres 2021 in Frankreich bekannt gegeben. Nach Angaben des Innenministeriums wurden im Jahr 2019 146 Frauen Opfer eines Frauenmordes, d. h. sie wurden von ihrem Ehepartner oder Ex-Ehepartner getötet. Im Jahr 2020 zählte das Ministerium 102 getötete Frauen. Die Kundgebung fand wenige Tage vor dem Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen (25. November) statt. Rund um dieses Datum, zwischen dem 20. und 27. November, sind „Dutzende von Demonstrationen“ in ganz Frankreich geplant, so #NousToutes in seiner Erklärung.

    Lesen sie dazu auch: 102 Frauenmorde in Frankreich im Jahr 2020, Gérald Darmanin kündigt neue Maßnahmen an

  • SNCF: Der Regionalverkehr wird am Mittwoch durch Streik für höhere Löhne behindert

    SNCF: Der Regionalverkehr wird am Mittwoch durch Streik für höhere Löhne behindert

    Die Streikaufrufe der CGT-Cheminots und SUD-Rail sollen laut SNCF keine Auswirkungen auf den Fernverkehr haben.

    Der Regionalverkehr der SNCF wird am Mittwoch wegen eines Streiks für eine Lohnerhöhung durcheinander gebracht, der sich „je nach Region sehr unterschiedlich“ auswirken wird, teilte die SNCF mit.

    Die Streikaufrufe der Gewerkschaften CGT-Cheminots und SUD-Rail sollen aber keine Auswirkungen auf den Fernverkehr haben, während es bei den Regionalzügen in der Ile-de-France und den TER „Anpassungen“ geben wird, so ein Sprecher der SNCF.

    Störungen auf RER und Regionalzügen
    Im Regionalverkehr der Ile-de-France rechnet die SNCF damit, dass „vier von fünf Zügen in der Hauptverkehrszeit und drei von vier Zügen in der Nebenverkehrszeit“ fahren werden.

    Auch auf der RER-Linie D (3 von 4 Zügen) und auf der RER-Linie E (7 von 10 Zügen) kommt es zu Verkehrsbehinderungen. Auf der Transilien-Linie N wird der Verkehr „stark beeinträchtigt“ sein. Auf der Linie R werden Züge „gestrichen“ und in Seine-et-Marne werden Ersatzbusse eingesetzt.

    „Alles steigt, nur nicht unsere Löhne“
    Die Eisenbahner mobilisieren sich am Mittwoch während gerade die obligatorische jährliche Verhandlungssitzung zwischen den Gewerkschaften und der Unternehmensleitung über die Löhne stattfindet. Die Geschäftsleitung möchte 2021 ein siebtes Jahr des Lohnstopps einführen. Die CGT-Cheminots fordert dagegen „deutliche“ Lohnerhöhungen: „Sieben Jahre ohne Lohnerhöhung“, so die Gewerkschaft, „und die Lebenshaltungskosten sind in den letzten Jahren weiter gestiegen“.

    „Sieben Jahre ohne Lohnerhöhung, es ist Zeit, damit aufzuhören! (…) Alles wird erhöht, nur unsere Gehälter nicht“, protestiert auch die Unsa ferroviaire (zweitgrößte Gewerkschaft der Eisenbahner), SUD-Rail (drittgrößte Gewerkschaft) und CFDT-Cheminots (viertgrößte Gewerkschaft) in einem gemeinsamen Flugblatt, in dem die Gewerkschaften die Eisenbahner zu einer Demonstration am Mittwoch vor dem Sitz der SNCF in Saint-Denis (Seine-Saint-Denis) aufrufen. Von diesen drei Organisationen ruft nur SUD-Rail ebenfalls zum Streik auf.