Kategorie: Südwest

  • 20°C weniger in nur einer Stunde – die „Galerne“ hat am Montagabend die Küsten des Baskenlandes und der Region Landes getroffen

    20°C weniger in nur einer Stunde – die „Galerne“ hat am Montagabend die Küsten des Baskenlandes und der Region Landes getroffen

    Eine Galerne brach am Montag, dem 18. Juli, über die Küsten des Baskenlandes und der Landes herein und führte zu einem abrupten Temperaturrückgang von etwa 20°C. So beeindruckend dieses Phänomen auch ist, es ist den Einheimischen wohl bekannt.

    An der baskischen Küste wird sie von den Einheimischen „brouillarta“ oder auch „enbata“ genannt. Eine Galerne, ein Wetterphänomen, das den Meteorologen wohlbekannt ist, traf am Montagabend auf die Küsten des Baskenlandes und der Landes und bedeutete gleichzeitig das Ende der Hitzewelle in diesen Regionen.

    Galerne nennt man die Böen an der französischen West- und Nordwestküste, die im Allgemeinen aus nordwestlicher Richtung kommen. Sie gehen meistens mit schweren Regenfällen einher. Galerne ist dabei die bretonische und Giboulé die französische Bezeichnung für den Wind.

    Météo France kündigte an, dass ein „Temperatursturz von 15 bis 20 °C“, begleitet von „Westwindböen von 60 bis 70 km/h“, „zwischen 18 und 21 Uhr von der baskischen Küste bis zum Becken von Arcachon“ hereinbrechen wird. Das Ergebnis: Von 40 °C am späten Nachmittag auf 21 °C am nächsten Morgen.

    „Die Galerne ist ein recht häufig auftretendes Phänomen an der französischen Westküste. Es handelt sich um eine sehr brutale ozeanische Strömung, die von starken Windböen begleitet wird“, erklärt Claire Chanal, von Météo France. Die Galerne tritt zwischen den Monaten Mai und Oktober sehr häufig auf.

    Die Ursache des Phänomens ist ein kalter Wind, der vom Golf von Biskaya kommt und auf das Kantabrische Gebirge stößt. Die Folge: Ein plötzlicher Temperatursturz und starke Winde mit 60 bis 70 km/h.

  • Hitzewelle: Zahlreiche Temperaturrekorde wurden am Montag in Frankreich gebrochen

    Hitzewelle: Zahlreiche Temperaturrekorde wurden am Montag in Frankreich gebrochen

    Am Montag, dem 18. Juli, wurden in Frankreich zahlreiche Temperaturrekorde gebrochen. An manchen Orten kletterte das Thermometer auf über 42°C!

    Montag, der 18. Juli, sollte der heißeste Tag der Hitzewelle werden, die seit Tagen in Frankreich herrscht. Und das bestätigte sich am Montagabend mit historischen Temperaturrekorden in ganz Frankreich, von Brest über Nantes bis Biscarrosse, wie Meteo France mitteilt.

    Nach vorläufigen Werten um 17 Uhr zeigte das Thermometer in Brest 39,3°C (gegenüber einem vorherigen Rekord von 35,1°C im August 2003), in Saint-Brieuc 39,5°C (gegenüber 38,1°C im August 2003), in Nantes 42°C (gegenüber 40,3°C im Juli 1949) oder in Biscarrosse 42,6°C (gegenüber 41,7°C im Juni 2022).

    Die Rekorde wurden in den Departements Finistère, Côtes d’Armor, Loire Atlantique und Landes verzeichnet, die alle von Météo France auf die Warnstufe Rot gesetzt worden waren. Neben ihnen waren elf weitere Departements am Montag, dem 18. Juli, ebenfalls von der Warnstufe Rot betroffen.

    Auch in den 69 französischen Departments, in denen „nur“ Warnstufe Orange gilt, wurden große Hitzewellen registriert. Sieben dieser Departments liegen im Südwesten, wo die 40 °C-Marke häufig überschritten wurde.

    Temperaturrückgang ab Dienstag
    Laut Météo France werden die Temperaturen ab Dienstag, 19. Juli, soweit sinken, dass die rote Hitzewarnung aufgehoben werden sollte.

    Am Mittwoch „wird die große Hitze nur noch das südöstliche Viertel betreffen, mit weiterhin sehr warmen Nächten“, erklären die Meteorologen.

    Parallel dazu hat Météo France auch einen „Temperatursturz von 15 bis 20 °C“ angekündigt, der von „Westwindböen von 60 bis 70 km/h“ begleitet wird und „von der baskischen Küste bis zum Becken von Arcachon zwischen 18 und 21 Uhr“ hereinbrechen wird. Die Temperaturen werden somit von 40 °C am späten Nachmittag auf 21 °C am nächsten Morgen fallen.

  • Brände in der Gironde: Auch die Tiere aus dem Zoo müssen evakuiert werden

    Brände in der Gironde: Auch die Tiere aus dem Zoo müssen evakuiert werden

    Angesichts der heftigen Brände, die seit dem 12. Juli in der Gironde wüten, mussten etwa 30.000 tausend Menschen evakuiert werden. Die Pferderennbahn in La Teste-de-Buch und der Zoo im Becken von Arcachon wurden am Montag, den 18. Juli, ebenfalls evakuiert.

    Die heftigen Brände, die seit dem 12. Juli in der Gironde wüteten, führten zur Evakuierung Tausender Bewohner. Allein am Montag, dem 18. Juli, wurden im Gebiet um La Teste-de-Buch etwa 3.000 Menschen evakuiert.

    Lesen Sie auch: Brände in der Gironde: Bewohner retten Tiere vor den Flammen

    Aber auch die Tiere sind betroffen. Angesichts der Entwicklung der Lage wurden die Pferde von der Pferderennbahn Le Béquet in der Gegend von La Teste-de-Buch evakuiert. Transporter brachten die Tiere aus der Gefahrenzone.

    Nach Angaben der Zeitung Sud-Ouest sind etwa 450 Pferde und 100 Personen betroffen.

    Der Zoo im Becken von Arcachon ist ebenfalls Gegenstand einer Evakuierung. Nach Angaben des französischen Zoo-Verbands wurden am Montagnachmittag mehr als 1.000 Tiere evakuiert. „Nach den entsprechenden Empfehlungen der Behörden werden wir alles tun, um alle Tiere aus dem Zoo von Bassin d’Arcachon zu evakuieren. Das Einpacken in Kisten für den Transport hat begonnen“, sagte die Direktorin des französischen Zooparkverbands AFdPZ (Association française des parcs zoologiques), Cécile Erny.

    „Tierärzte und Tierpfleger kommen aus mehreren Zoos des Landes mit Fahrzeugen, Transportkisten und veterinärmedizinischer Ausrüstung, um bei der Evakuierung der Tiere zu helfen und für ihre Sicherheit und ihr Wohlergehen zu sorgen“.

    Wie eine Arche Noah werden die Tiere, von denen zum Beispiel die Primaten empfindlich auf Rauchgase reagieren, auf den Parkplatz des Zoos von Pessac am Stadtrand von Bordeaux gebracht, „bis die Rauchwolke vorbeigezogen ist“, sagte sie. „Das ist eine einzigartige Operation“.

    Kurz vor 18 Uhr luden etwa ein Dutzend LKWs kleine Kisten mit Tieren auf und verließen den Zoo, wie eine AFP-Journalistin meldete. Ein weiterer Konvoi machte sich unter anderem mit einem Orang-Utan an Bord auf den Weg.

    Laut einer Erklärung des AFdPZ erfolgte die Evakuierung der Tiere „in Partnerschaft mit den Behörden und der Feuerwehr“. Der Zoo von La Teste-de-Buch, in dem sich im Übrigen die Einsatzleitstelle (Poste de Commandement Opérationnel, PCO) der Feuerwehr befindet, wurde bisher vom Feuer nicht bedroht.

    Rund 8.000 Personen hatten am Montag laut Präfektur etwa die Hälfte der weitläufigen Gemeinde vorsorglich evakuiert. „La Teste ist nicht von den Flammen bedroht. Aber manche Wohnviertel liegen unter dem Rauch“, erklärte Arnaud Mendousse, Oberstleutnant des Sdis 33, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

    In einer Pressemitteilung äußerte sich die Stiftung „30 Millionen Freunde“ besorgt über das Schicksal der Wildtiere, die in die Brände geraten sind, die seit Dienstag in der Region Gironde mehr als 15.000 Hektar ihres Lebensraums vernichtet haben. „Zahlreiche Wildtiere sind bereits den Bränden zum Opfer gefallen. Von den Überlebenden irren einige auf den Straßen herum, desorientiert und erschöpft“, schrieb die Stiftung in einer Erklärung und appellierte „an die Wachsamkeit und Verantwortung eines jeden, um die Wildnis wiederherzustellen“.

  • Brände in der Gironde: Weitere 3.500 Menschen sollen im Laufe des Tages evakuiert werden und etwa 14.000 Hektar sind verbrannt

    Brände in der Gironde: Weitere 3.500 Menschen sollen im Laufe des Tages evakuiert werden und etwa 14.000 Hektar sind verbrannt

    Inzwischen sind mehr als 1.700 Feuerwehrleute im Einsatz und versuchen, die beiden Brände in der Gironde unter Kontrolle zu bringen.

    Die beiden massiven Brände, die seit mehreren Tagen in der Gironde wüten, sind immer noch nicht unter Kontrolle. Mindestens 14.000 Hektar (4.200 in La Teste-de-Buch und 9.800 in Landiras) sind abgebrannt, wie die Präfektur der Regionen Nouvelle-Aquitaine und Gironde am Montag, 18. Juli, auf Twitter mitteilte. „Umfangreiche Mittel zu Land und aus der Luft“ seien „im Einsatz“, erklärte die Präfektur und betonte, dass „1.700 Feuerwehrleute“ sowie „Canadairs und Dash-Flugzeuge“ mobilisiert worden seien. Im Laufe des Tages müssen nochmal fast 3.500 Personen evakuiert werden.

    „Das ist der schlimmste aller Tage“. Das sagte Bruno Lafon, Präsident von Défense des forêts contre les incendies (DFCI) in der Region Gironde, am Montagmorgen im Radiosender France Bleu Gironde. „Am Sonntag sah es nach einem halbwegs ruhigen Tag aus, aber leider waren 2.000 Hektar in fast anderthalb Stunden weg. Das Wiederaufflammen des Feuers war in La Teste schrecklich. Am heutigen Montag befürchten wir wegen der Temperaturen und Windgeschwindigkeiten von 50-60 km/h das Schlimmste„.

    Die „Situation verschlechtert sich“ in La Teste-de-Buch. „Das Feuer hat das Meer erreicht und bewegt sich in Richtung Süden“, so ein Tweet der Präfektur, die die manschen dazu aufrief, „extrem vorsichtig“ zu sein. In den sozialen Netzwerken veröffentlichten Internetnutzer Fotos und Videos, die vom Meer aus aufgenommen wurden. Sie zeigen ein riesiges, „30 Meter hohes“ flammendes Inferno, das auf den Strand der Lagune südlich der Pilat-Düne zu rollt.

  • Brände in der Gironde: Beeindruckende Bilder der riesigen Flammen in den Dünen des Bassin d’Arcachon

    Brände in der Gironde: Beeindruckende Bilder der riesigen Flammen in den Dünen des Bassin d’Arcachon

    Die Lage in der Gironde verbessert sich nicht, insbesondere in dem von dem Brand betroffenen Gebiet in der Nähe von La Teste-de-Buche, wo die Flammen immer weiter voranschreiten.

    Eine Flammenwand, die die Dünen überragt. Das ist der atemberaubende Anblick, dem sich einige Segler am Sonntag an den Ufern des Strandes La Lagune, einige hundert Meter südlich der weltberühmten Düne von Pilat, gegenübersehen.

    Das Feuer, das die Wälder im Süden des Bassin d’Arcachon an der Grenze zum Departement Les Landes verwüstet, hört nicht auf, alles auf seinem Weg zu vernichten, obwohl die Feuerwehr seit nunmehr fast einer Woche im Einsatz ist und mit allen Mitteln versucht, die Flammen einzudämmen.

    Während die Rettungskräfte in einer Operation mehrere Dutzend Tiere retteten, die in Cazaux – auf der anderen Seite der Landenge – nach der Evakuierung der Bewohner zurückgelassen worden waren, breiteten sich die Flammen in Richtung Ozean aus und erreichten am Sonntagnachmittag den Strand der Lagune.

    Nach den letzten Bilanzen vom Sonntag Abend, gingen in diesem Gebiet über 3.400 Hektar Wald in Flammen auf, das ist aber nur halb so viel wie der Schaden, der Dutzende Kilometer entfernt in der Gemeinde Landiras festgestellt wurde. Laut dem Ingenieur für Computerdatenverarbeitung, Guillaume Rozier, entspricht die Gesamtfläche, die durch die beiden Brände in Rauch aufgegangen ist, „der Fläche von Paris“.

    Die Befürchtungen der Behörden sind umso größer, als der Montag aufgrund der Hitzewelle als besonders gefährlich gilt. „Wir erwarten schwierige Wetterbedingungen, am Montag 41-42 Grad am Nachmittag und einen Wind, der auch stärker werden könnte (…)“, erklärte der Unterpräfekt von Langon, Vincent Ferrier, am Sonntag.

    An beiden Feuerfronten sind mindestens 1.200 Feuerwehrleute im Einsatz, die von Löschflugzeugen (3 Canadair und 2 Dash) unterstützt werden.

  • Brände in der Gironde: Bewohner retten Tiere vor den Flammen

    Brände in der Gironde: Bewohner retten Tiere vor den Flammen

    Mehrere Dörfer mussten in den vergangenen Tagen in der Gironde evakuiert werden. Einige Bewohner waren gezwungen, ihre Tiere zurückzulassen. Eine Welle der Solidarität entstand, um sie nun in Sicherheit zu bringen.

    Das Feuer bedroht auch die Tiere in der Gegend von Landiras (Gironde), wo am Sonntag, 17. Juli, immer die Flammen wüteten. Seit Mittwoch wurden Dutzende von Tieren vor dem sicheren Tod gerettet. „Hier haben wir einen Ziegenbock. (…) Dort sind Ziegen, Esel, Ponys, Pferde. Wir warten auf Adressen, wo es Leute gibt, die ihre Tiere evakuieren wollen. Wir stehen zur Verfügung“, erklärt eine Frau auf dem Sender France 3.

    Lesen Sie auch: Brände im Südwesten: Feuer noch nicht unter Kontrolle aber Rettung der Haustiere wird organisiert

    Die Magie der sozialen Netzwerke
    Der Ziegenbock kommt zu einer Gruppe anderer geretteter Tiere. Das Reitzentrum in Cabanac-et-Villagrains (Gironde) zentralisiert einen Teil der Rettungsanfragen. „Das geht mit den sozialen Netzwerken, das ist toll. Ich habe einen Aufruf gestartet, und alle antworten ‚ich habe Platz‘, ‚ich kann transportieren’“, freut sich Ludivine Guichon, Besitzerin des Ponyclubs „La Voile“. der Notruf einer Ziegenzüchterin wurde in nur 24 Stunden mehr als 6.000 Mal geteilt.

  • Hitzealarm: Rekordhitze am Montag in ganz Frankreich erwartet

    Hitzealarm: Rekordhitze am Montag in ganz Frankreich erwartet

    Die heißen Temperaturen schreiten in ganz Frankreich voran und erreichen am heutigen Montag Spitzenwerte. Die gesamte Westküste ist betroffen. In 15 Departements herrscht Alarmstufe Rot und es werden Rekordtemperaturen erwartet.

    Wird dieser Montag, der 18. Juli, wirklich der heißeste Tag seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in Frankreich? Die Vorhersage-Karte hat sich in weiten Teilen der Atlantikküste eine scharlachrote Farbe angenommen. In 15 Departements herrscht Hitzewarnung Rot, darunter auch in der Gironde, wo die Feuer am Sonntagabend wieder an Intensität zugenommen haben. Die Höchsttemperaturen werden überall über 30°C liegen und in der westlichen Hälfte Frankreichs, vom Atlantik bis zum Rhonetal, zwischen 38 und 40°C.

    Der Höhepunkt der seit 1947 45. Hitzewelle in Frankreich wird auf der Westseite des Landes erwartet, insbesondere in der Bretagne, die bislang von der grossen Hitze verschont blieb. Gestern Nachmittag, am Sonntag, wurden bereits in den Departements Landes, Gironde, Gers, Haute-Garonne, Lot und Pyrénées-Atlantiques Spitzenwerte von über 40°C gemessen.

    Der Höhepunkt wird im Laufe des Tages erwartet.
    Gegen 5 Uhr am Montagmorgen wurden von der Mittelmeerregion bis zur Atlantikküste meist mehr als 20°C gemessen. In Dourgne im Departement Tarn ist das Thermometer auch in der Nacht nicht unter 30°C gesunken!

    Der Montag markiert den Höhepunkt dieser Hitzewelle auf der Westseite des Landes mit extremen Werten: Die 40-Grad-Marke soll in den Departements mit Warnstufe Rot häufig erreicht oder überschritten werden. Gleichzeitig gewinnt die große Hitze in Richtung Norden und Osten des Landes an Fahrt, während sie im Südosten anhält.

    Die Temperaturen sind hoch: 33°C in Lille, 39°C in Nantes, 32°C in Marseille, 37°C in Toulouse und Biarritz.

    Es werden einige Temperaturrekorde gebrochen. In Brest wurde der absolute Rekord von 35,2°C vom Juli 1949 (im August 2003 wurden 35,1°C gemessen) bereits am gestrigen Sonntagnachmittag erreicht. Er soll am heutigen Montagnachmittag überschritten werden. In der Bretagne ist ein solches Hitzenniveau absolut außergewöhnlich.

    Alarmstufe Rot ab Dienstagmorgen aufgehoben
    Die am Sonntag ausgegebene „rote“ Warnung, die den Bewohnern der betroffenen Gebiete empfiehlt, angesichts „gefährlicher Phänomene von außergewöhnlicher Intensität“ „absolute Wachsamkeit“ walten zu lassen, gilt für die folgenden Departements: Charente, Charente-Maritime, Côtes-d’Armor, Dordogne, Finistère, Gers, Gironde, Ille-et-Vilaine, Landes, Loire-Atlantique, Lot-et-Garonne, Maine-et-Loire, Morbihan, Deux-Sèvres und Vendée.

    Einundfünfzig Departements sind außerdem auf der Warnstufe Orange (was so viel bedeutet wie „Seien Sie sehr wachsam“) und der Rest Frankreichs – mit Ausnahme von Corse-du-Sud – auf Gelb („Seien Sie aufmerksam“).

    Zu beachten ist eine teilweise ausgeprägte Gewitterentwicklung heute Nachmittag auf der Alpensüdseite (gelbe Wachsamkeit „Gewitter“): Schauer, die in kurzer Zeit zu starken Niederschlägen führen können.

    Die rote Hitzewarnung wird aller Voraussicht nach Dienstag ab 6 Uhr aufgehoben werden können. Am Mittwoch „werden die starken Hitzewellen nur noch das südöstliche Viertel betreffen, mit weiterhin sehr warmen Nächten“, so Météo France.

    Ganz Europa betroffen
    Die Zunahme solcher extremen Wetterphänomene ist laut Wissenschaftlern eine direkte Folge der globalen Erwärmung, da der Ausstoß von Treibhausgasen sowohl die Intensität als auch die Dauer und Häufigkeit dieser Phänomene erhöht.

    Die große Hitze facht die Brände an, die sich in den letzten Tagen insbesondere in den Wäldern der Gironde und in Bouches-du-Rhône vervielfacht haben.

    Die Hitzewelle betrifft ganz Westeuropa und hat auch in Spanien und Portugal zu Waldbränden geführt. Im Vereinigten Königreich gab die Wetterbehörde die erste „rote Warnung für extreme Hitze“ in der Geschichte des Landes heraus.

  • Brände in der Gironde: Das bedeutet eine Fläche von 11.000 Hektar in Paris, Lyon und Marseille

    Brände in der Gironde: Das bedeutet eine Fläche von 11.000 Hektar in Paris, Lyon und Marseille

    Sechs Tage nach Beginn der Feuer haben die beiden gigantischen Waldbrände in der Gironde am 17. Juli etwa 11.000 Hektar Vegetation verwüstet und sind immer noch nicht unter Kontrolle, so die letzte Bilanz der Präfektur am Sonntagmittag, dem 17. Juli.

    Die Flammen haben über 3.400 Hektar in der Gegend von La Teste-de-Buch und über 7.200 Hektar in der Gegend von Landiras vernichtet.
    Da es schwierig ist, sich solche Flächen vorzustellen, hat Franceinfo sie über die Karten der drei größten französischen Städte Paris, Marseille  und Lyon gelegt.

    Das Resultat ist erschütternd – die drei grössten Städte Frankreichs wären durch Brände eines solchen Ausmasses vollständig zerstört:

    Im Vergleich zur Grösse der Stadt Paris

    Im Vergleich zur Grösse der Stadt Marseille

    Im Vergleich zur Grösse der Stadt Lyon und ihrer Umgebung

    Rauchfahnen aus dem Weltraum gesehen
    Diese Brände setzen aufgrund ihres Ausmaßes eine Rauchfahne frei, die von Satelliten beobachtet werden kann, wie das folgende animierte Bild zeigt, das aus Aufnahmen zwischen dem 12. und 17. Juli zusammengesetzt ist.

    Die Brände in La Teste-de-Buch und Landiras aus der Satellitenperspektive (SENTINEL HUB)

    In der Gegend von Landiras hatte das Feuer am Sonntag immer noch einen Umfang von 9 bis 12 km, wie ein Sprecher der Feuerwehr sagte. „Es ist eine richtige Krake. Es gibt nicht nur einen Feuerkopf. Es gibt mehrere Feuerköpfe“, erklärte der Bürgermeister von Biganos, Bruno Lafon, gegenüber Franceinfo. Die Feuerfront in Landiras ist 43 Kilometer lang. Sie sehen ein wenig die Aufgabe, die auf die Rettungskräfte zu bewältigen haben“.

  • Brände in der Gironde: Eine Nacht bei den Feuerwehrleuten (Video)

    Brände in der Gironde: Eine Nacht bei den Feuerwehrleuten (Video)

    Mehr als 10.600 Hektar brannten bis Sonntag, dem 17. Juli, in der Gironde ab. In Landiras und La Teste-de-Buch sind die Feuerwehrleute noch immer im Einsatz. Ein Team von France 2 verbrachte die Nacht bei den Löschmannschaften.

    Die Feuerwehr hatte in der Nacht von Samstag auf Sonntag, den 17. Juli, stellenweise mit immer stärker werdenden Bränden zu kämpfen. Der Kampf um Landiras (Gironde) wird unermüdlich ohne Unterlass geführt. Sobald die Feuerwehren mit einem Brandherd fertig sind, müssen sie einen weiteren bekämpfen. Und in der Nacht ist alles noch komplizierter. „Es ist schwieriger, weil man natürlich weniger vom Gelände sieht, man muss auf Löcher im Boden und Äste achten und darf sich nicht darin verfangen“, erklärt Nicolas Lesgourgues vom Brand- und Rettungsdienst des Departements Gironde gegenüber France 2.

    10.600 Hektar sind inzwischen verbrannt.
    Angesichts der Flammen muss der Kampf gegen das Feuer Meter für Meter geführt werden. Nach mehreren Stunden endlich ein erste Sieg. „Wir wurden eingesetzt, um das Feuer einzudämmen, damit es nicht über die Straße springt und auf die andere Seite der Piste gelangt. Die Aktion wurde mit einem Schlauch durchgeführt, das war effektiv“, erzählt Robin Thomas, Teamleiter des Feuerwehr- und Rettungsdienstes des Departements Gironde. Auch in La Teste-de-Buch (Gironde) sind die Feuerwehrleute noch im Einsatz. Seit Beginn der Brände sind insgesamt bereits 10.600 Hektar verbrannt.

  • Brände in der Gironde: „Die Bedingungen sind dantesk“ mit Bränden von einer „nie gekannten“ Intensität, so der Bürgermeister von Biganos

    Brände in der Gironde: „Die Bedingungen sind dantesk“ mit Bränden von einer „nie gekannten“ Intensität, so der Bürgermeister von Biganos

    Feuerwehrleute bekämpften die ganze Nacht über das Feuer in La Teste-de-Buch, wo bereits 3.400 Hektar Wald in Flammen aufgegangen sind.

    „Es ist sehr schwierig. Die Bedingungen sind dantesk, denn die Hitze ist enorm. Die Winde drehen sich, es gibt keine eigentliche Richtung“, berichtet Bruno Lafon, Bürgermeister von Biganos (Gironde) in der Nähe von La Teste-de-Buch, wo die Feuerwehr am Sonntag, dem 17. Juli, noch immer im Einsatz ist. Die Brände, die in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch ausbrachen, haben in dem Departement bereits 10.500 Hektar Wald verbrannt. „Die Brände nehmen eine Intensität an, die wir noch nie oder zumindest seit sehr langer Zeit nicht mehr erlebt haben“, beschreibt der Bürgermeister die Situation gegenüber Franceinfo.

    Fast 1.200 Feuerwehrleute sind im Einsatz, davon 400 allein in Landiras. Die Brände sind „eine wahre Krake. Es gibt nicht nur einen Feuerkopf. Es gibt mehrere Feuerköpfe. Der Umfang des Feuers in Landiras ist 43 Kilometer lang. Sie sehen ein wenig die Aufgabe, der die Rettungskräfte gegenüberstehen“. In La Teste-de-Buch, wo bereits 3.400 Hektar Wald in Rauch aufgegangen sind, blieben die Feuerwehrleute die Nacht über wachsam: Das Feuer wollte um 3 Uhr morgens mitten in der Nacht wieder aufflammen, aber sie konnten es eindämmen.

    „Seit dem Beginn der Brände gab es allein in der Gironde 112 Brandausbrüche. Gestern allein waren es ein Dutzend“, sagt Bruno Lafon. „Wir stoppen 99,9% der Brände. Aber es reicht, wenn es einen oder zwei gibt, die ausser Kontrolle geraten. Das Schicksal wollte es, dass es zwei Brände gab“.