Der Juli 2022 kündigt sich bereits als Rekordmonat an, was die Größe der verbrannten Fläche und die Anzahl der Brände in Frankreich betrifft. Die Zahlen von 2021 werden bei weitem übertroffen. In den meisten Fällen sind die Ursachen der Brände menschengemacht.
Am Dienstag, dem 26. Juli, begannen im Departement Hérault zwei Feuer fast gleichzeitig und trafen dann am Nachmittag aufeinander. Eine Frau alarmierte gegen 10:30 Uhr die Feuerwehr. Sie ist Besitzerin eines Ferienhauses, das sich in der Nähe der beiden Feuerausbrüche befindet, die etwa 1,5 km voneinander entfernt liegen. Laut dem Bürgermeister von Saint-Bauzille-de-la-Sylve (Hérault), Grégory Bro, haben die Ermittler bei den beiden Brandherden eine Vorrichtung gefunden, mit der Glut transportiert werden kann.
10% der Brände sind auf Brandstiftung zurückzuführen. In Frankreich gibt es durchschnittlich 4.040 Brandausbrüche pro Jahr, von denen 90% auf menschliche Aktivitäten zurückzuführen sind. Laut einem Bericht der Gendarmerie sind jedoch nur 10% der Brände direkt auf Brandstiftung zurückzuführen, während die anderen auf Ungeschicklichkeit oder Unvorsichtigkeit zurückzuführen sind. Ein Beispiel: Vor zwei Jahren wollte der Landwirt Gérald Le Grelle Baumstümpfe in einem sumpfigen Gelände verbrennen. Sehr schnell breitete sich ein Feuer aus, das 55 Hektar verwüstete und einen Schaden von 200.000 Euro verursachte. Da das Gericht von seinem guten Glauben überzeugt war, entschied es, ihn nicht mit einer Strafe zu belegen.
Das riesige Feuer hatte sich am Mittwoch nach fünf verschiedenen Brandausbrüchen innerhalb weniger Stunden 15 Kilometer weit ausgebreitet und 1.100 Hektar Land zerstört.
„Das Feuer gilt seit 6 Uhr morgens als unter Kontrolle“, berichtet Thierry Devimeux, Präfekt des Departements Ardèche, am Donnerstag gegenüber France Bleu Drôme Ardèche. Das Feuer, das am Mittwoch gegen 10 Uhr morgens in der Umgebung von Aubenas ausgebrochen war, hatte „zwischen 1.100 und 1.200 Hektar“ zerstört, bevor es vor den Toren der Gemeinde Vogüé zum Stillstand kam.
Die Feuerwehr identifizierte fünf verschiedene Brandherde, die zu einem riesigen Feuer zusammenflossen. Das Feuer breitete sich entlang des Flusses Ardèche aus und legte in wenigen Stunden 15 Kilometer zurück.
En Ardèche, 950 hectares sont partis en fumée dans un incendie ce mercredi 27 juillet, dans la région d'Aubenas. Cette vidéo @visactu montre la zone ravagée par les flammes dans la seule journée de mercredi. pic.twitter.com/s0tzMc36Vt
— France Bleu Drôme Ardèche (@francebleuDA) July 28, 2022
„Immer noch einige Brandherde“
„Am Mittwochabend waren wir besorgt, weil es sehr schnell voranging, es war windig, aber der Wind verlangsamte sich und die Canadair- Löschflugzeuge und die Feuerwehr am Boden haben sehr gute Arbeit geleistet. Dadurch konnte das Dorf Vogüé geschützt und das Feuer an dieser Stelle gestoppt werden“, berichtet der Präfekt.
400 Feuerwehrleute werden den ganzen Tag über im Einsatz bleiben, um die verbleibenden Brandherde abzulöschen und zu verhindern, dass das Feuer erneut ausbricht. Alle etwa 350 Personen, die am Mittwoch evakuiert worden waren, konnten in ihre Wohnungen zurückkehren.
Im Polizeigewahrsam gab der 61-jährige Mann zu, der Urheber des tödlichen Angriffs auf seine 50-jährige Lebensgefährtin in Cavaillon gewesen zu sein.
Der Lebensgefährte einer Frau, die am Montag auf dem Parkplatz ihres Arbeitsplatzes in Cavaillon (Vaucluse) erstochen wurde, wurde am Mittwoch, dem 27. Juli, wegen Mordes angeklagt und in Untersuchungshaft genommen, wie die Staatsanwältin von Avignon der Nachrichtenagentur AFP mitteilte.
Der 61-jährige Mann, der kurz nach der Tat in seiner Wohnung festgenommen wurde, gab in Polizeigewahrsam zu, der Urheber des tödlichen Angriffs auf seine 50-jährige Lebensgefährtin gewesen zu sein, teilte die Staatsanwältin Florence Galtier mit. „Der Beschuldigte hatte keine Vorstrafen und war früher nie wegen ehelicher Gewalt aufgefallen“, sagte die Vertreterin der Staatsanwaltschaft. Der Mann sei in seiner Wohnung festgenommen worden, als er versucht habe, sich mit einer Schusswaffe, die aber eine Ladehemmung gehabt habe, das Leben zu nehmen.
Die Gendarmerie war schon am Morgen des Tattages gegen 6 Uhr in die Wohnung des Opfers gerufen geworden, nachdem ein Nachbar Zeuge eines lauten Streits in der Wohnung geworden war. Offensichtlich wollte die Frau ihren Partner verlassen. Das Opfer wollte nach dieser Auseinandersetzung gegenüber der Gendarmerie keine Anzeige erstatten und hatte die Wohnung verlassen, um ihren Arbeitsplatz aufzususchen.
37 Wunden, sechs davon tödlich
Die Tat ereignete sich einige Stunden später in unmittelbarer Nähe des Unternehmens Sterne in Cavaillon, das auf die Herstellung von Silikon spezialisiert ist. Das Opfer hatte gerade ihre Mittagspause in ihrem Fahrzeug auf dem Parkplatz verbracht. Als sie „auf dem Beifahrersitz saß, kam der Angeklagte angerannt und versetzte ihr mehr als dreißig Stichwunden im Brustbereich und im Gesicht“, erklärte die Staatsanwältin von Avignon. Der Gerichtsmediziner stellte 37 Wunden fest, von denen sechs tödlich waren.
Die Auswertung der Videoüberwachung zeigte, dass der Täter über einen Zaun auf das Firmengelände geklettert war und sich dann zwischen zwei Fahrzeugen versteckt hatte, um auf sein Opfer zu warten. Mehrerer Mitarbeiter des Unternehmens versuchten, sich einzumischen, konnte den Täter aber nicht überwältigen. Anschliessend floh der Mann mit seinem eigenen Fahrzeug.
Etwa 50 Haiarten leben im Mittelmeer. Manchmal verirren sie sich sogar bis direkt an die Küsten, wie das Weibchen, das im April in Marseille gefilmt wurde. Die Angst vor Haien ist in der kollektiven Vorstellungswelt tief verwurzelt. Experten erklären jedoch, dass es dafür keinen Grund gibt.
Das letzte Exemplar, das im April 2019 in französischen Mittelmeergewässern gesichtet wurde, war ein weiblicher Blauhai. Sie war trächtig und hatte sich für einige Tage in den Hafen von L’Estaque in Marseille zurückgezogen.
Der Blauhai, auch Blaue-Haut-Hai genannt, wird regelmäßig im Mittelmeer – auch vor den Küsten Frankreichs – gesichtet. „Vor allem im Sommer gibt es Tausende von Blauhaien vor der Küste“, erklärt Nicolas Ziani, Meeresbiologe und Gründer der Groupe phocéen d’études des requins gegenüber France 3.
„Sie bleiben an der Oberfläche, weil sie sehr empfindlich auf die Wassertemperatur und die Sonne reagieren. Man sieht sie in den Häfen und Buchten. Sie kommen in die Küstengewässer, um nach Nahrung zu suchen oder zu gebären. Jeden Sommer sieht man einen von ihnen in einem Hafen. Der Blauhai ist ein Opportunist, er wird von essbarem Müll angezogen“.
Ungefährlich für den Menschen Der Blauhai ist für den Menschen ungefährlich. Das gilt für die meisten der 50 im Mittelmeer nachgewiesenen Arten, von denen die große Mehrheit ihren Lebensraum in der Tiefe nie verlässt. Einige Haie leben in einer Tiefe von bis zu 4.000 Metern.
Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Mensch jemals ein Exemplar von ihnen zu Gesicht bekommt, ist gering. Die anderen, an der Meeresoberfläche lebenden Haiarten, werden von Experten als harmlos eingestuft und bewegen sich in der Regel sehr weit von der Küste entfernt im offenen Meer.
Der einzige für den Menschen gefährliche Hai ist der Weiße Hai, und der ist so gut wie ausgestorben, nur in der Adria gibt es noch ein paar vereinzelte Exemplare. Im Jahr 2012 glaubte man, einen an der französischen Küste gesehen zu haben, aber es handelte sich um einen Mako-Hai und der ernährt sich nur von großen Fischen.
Der Mako gehört zur Familie des Weißen Hais. Ein Prachtexemplar wurde von dem Taucherbiologen und Unterwasserfotografen Anthony Leydet eingefangen, der den Schnappschuss, der in den Gewässern des Nationalparks Calanques in der Nähe von Marseille aufgenommen wurde, auf seinem Instagram-Account geteilt hat:
Die Haifischpopulation im Mittelmeer wird auf etwa 500 Tiere geschätzt. Unter ihnen gibt eine sehr große Vielfalt. Die meisten werden nicht größer als zwei Meter.
In der Tiefsee leben auch größere Exemplare wie der großäugige Fuchshai, der Hammerhai oder der Riesenhai, ein völlig harmloser, wenn auch beeindruckender Plankton fressender Riese mit einer Länge von 10 Metern.
Mako, Heringshai, Weißer Hai, Bullenhai, Grimmiger Hai, Blauhäutiger Hai, Hammerhai, Grauer Hai, Dornhai, Gemeiner Zentriner, Gemeiner Kummerhai, Gemeiner Engelhai – diese 12 Arten aus dem Mittelmeer stehen auf der weltweiten Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Arten, die von Experten der International Union for Conservation of Nature (IUCN) erstellt wurde.
Der Verein Longitude 181, der seit 2002 Sensibilisierungsmaßnahmen für die breite Öffentlichkeit durchführt, hat ein Poster mit den schützenswerten Arten des Mittelmeers veröffentlicht:
Laut IUCN sind die Populationen von Blauhai, Gewöhnlichem Hammerhai, Weißem Hai, Schwarzem Hai und Gewöhnlichem Kummerhai zwischen 2007 und 2016 stark zurückgegangen.
Dafür sind mehrere Faktoren verantwortlich, vor allem der Beifang in Netzen, Plastikmüll und die Schädigung ihres natürlichen Lebensraums durch den Menschen. Auch die langsame Fortpflanzung einiger Arten wirkt sich gegen sie aus. Weibchen des Weißen Hais erreichen ihre Geschlechtsreife erst mit 12 Jahren, sie bekommen nur wenige Junge und die Tragezeit dauert zwischen 7 Monaten und 2 Jahren.
„Der Klimawandel und seine Auswirkungen auf das marine Ökosystem führen ebenfalls zu Veränderungen der Umwelt, die die Art bedrohen, indem sie die Verteilung der Populationen sowie die ihrer Beutetiere beeinflussen“, mahnt der WWF, der sich weltweit für das Überleben der Haie einsetzt. Im Mittelmeer sind 16 von 32 Arten einem hohen Aussterberisiko ausgesetzt, also die Hälfte!
Ein schlechter Ruf Der Hai ist unbeliebt und es fällt schwer, Mitgefühl der breiten Öffentlichkeit für ihn zu wecken. Die Pappmaché-Kiefer des Film-Hais von Steven Spielberg haben Badegäste auf der ganzen Welt nachhaltig traumatisiert. Seit 1975 hält sich die Angst vor dem vermeintlichen Menschenfresser hartnäckig. Dabei sollen seit dem Mittelalter nicht mehr als 100 Angriffe auf Menschen im Mittelmeer gezählt worden sein. In Frankreich wurden in überhaupt nur fünf Angriffe gezählt. Der letzte Hai-Angriff fand 1989 in italienischen Gewässern bei einer Unterwasserjagd statt. Der Hai wurde durch die Nervosität und Verletzungen der Fische angelockt.
Ein Schüchterner Bursche Bei einer zufälligen Begegnung mit einem Menschen ist es meist der Hai, der von beiden am meisten Angst hat. Der Hai ist scheu. 2012 wurde ein 5-Meter-Hai gesehen, der um ein Boot herumschwamm, als man sich ihm näherte, floh er. Beim Anblick eines Menschen suchen die meisten Haie ihr Heil in der Flucht. „Er interessiert sich nicht für den Menschen, es sei denn, er wird mit blutenden Fischen im Wasser geködert“, betont der Biologe Nicolas Ziani gegenüber France 3.
Dennoch Tauchern und Schwimmern, die einem Hai begegnen, empfohlen, sich nicht zu nähern und nicht zu versuchen, den Hai zu berühren. Dies könnte ein Abwehrverhalten auslösen. Man weiß nie, wie ein Hai reagiert, wenn er gestresst oder verletzt ist.
Regulatoren für andere Arten Wer einen Hai in den Küstengewässern der französischen Mittelmeerregionen beobachtet, sollte die Behörden und Tierschutzorganisationen alarmieren, da Haie für die Erhaltung der marinen Ökosysteme unerlässlich sind.
„Sie sind endständige Raubtiere, sie fressen kranke und tote Tiere. Sie sind Schlüsselregulatoren für andere Arten“, sagt Nicolas Ziani, „man muss sie respektieren“.
Er hat sein Leben lang von Lyon und seinen Geheimnissen erzählt. Gérard Corneloup, wurde am 18. Juli vor seinem Wohnhaus in Lyon überfallen. Er starb acht Tage später im Alter von 76 Jahren. Es wurde ein Zeugenaufruf gestartet.
Der 76-jährige Journalist und Historiker Gérard Corneloup starb nach einem Überfall im Eingangsbereich seines Wohnhauses im dritten Arrondissement von Lyon an den Folgen seiner Verletzungen.
Gérald Bouchon, Präsident der Mediengruppe Lyon Demain Média, kommentierte: „Die ganze Angelegenheit muss aufgeklärt werden, Gérard hat das nicht verdient…“.
Nathalie Perrin Gilbert, stellvertretende Bürgermeisterin von Lyon und zuständig für Kultur, sagte im Namen der Stadtverwaltung: „Der Bürgermeister und die Mitglieder des Stadtrats von Lyon gedenken Gérard Corneloup, eines bemerkenswerten Lyoners, der zum Ruhm unserer Stadt beigetragen hat“.
Zeugenaufruf
Gérard Corneloup war wahrscheinlich nicht aufgrund seines Berufs, sondern vielmehr aufgrund seines Alters das Ziel des Überfalls. Ihm wurde eine Tasche gestohlen, die einige Straßen weiter aufgefunden wurde.
Die Polizei hat einen Zeugenaufruf gestartet, um den Fall aufzuklären. Jede Person,die etwas über die Umstände des Überfalls am 18. Juli im Haus 100 Cours Lafayette wissen könnte, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 04 72 82 15 05, 04 72 82 16 66 oder 17 zu melden.
Ein Werdegang aus Leidenschaft
Gérard Corneloup war ausgebildeter Bibliothekar und erlebte eine lange Karriere als Journalist, insbesondere für die Zeitungen Le Progrès und Le Figaro Lyon.
Als Autor mehrerer Bücher über die Geschichte Lyons wurde er für seine Vorliebe für Recherchen und ungewöhnliche Geschichten bekannt.
Météo France hat auch am Montagmorgen die Hitzewarnung Orange für 13 Departements aufrechterhalten, die sich überwiegend im Südosten Frankreichs befinden.
Die große Hitze ist noch nicht vorbei, ein Teil Frankreichs leidet noch immer unter hohen Temperaturen. Nachdem Frankreich fast den ganzen Juli über von einer Hitzewelle heimgesucht wurde, die vor allem im Westen für Rekorde sorgte, ist die Hitzewelle immer noch in vollem Gange, diesmal jedoch im Südosten.
Météo France hat daher in seinem Warnbericht vom Montag, dem 25. Juli um 6 Uhr, die Warnstufe Orange für 13 Departements aufrechterhalten.
Am Montag erwarten die Vorhersagen erneut Temperaturen zwischen 35 und 38 °C in den Departements im Südosten. Die Vorhersagen gehen davon aus, dass das Quecksilber ab Dienstag „spürbar“ zu sinken beginnt.
In weiteren Departements im Osten Frankreichs gilt Hitzewarnstufe Gelb.
Neben der Hitzewelle sagt Météo France auch Gewitter in einem großen Teil Frankreichs voraus. Vom südlichen Zentralmassiv bis zum Nordosten des Landes und in den Alpen wird mit Gewittern gerechnet. Auch ein Teil der Pyrenäen ist betroffen.
Das Feuer war am Sonntagabend noch nicht unter Kontrolle. Ein Reiterhof musste evakuiert werden, mehrere Dutzend Hektar Vegetation sind gefährdet.
In der Gemeinde Vallabrix im Département Gard ist am Sonntagnachmittag ein Feuer ausgebrochen, wie Franceinfo unter Berufung auf die Feuerwehr des Départements meldete. Über 40 Hektar Wald sind bereits abgebrannt, mehrere Dutzend weitere sind gefährdet. Das Feuer ist noch nicht unter Kontrolle.
Fünf Canadair-Löschflugzeuge unterstützen die Feuerwehr. Am Sonntagabend traf Verstärkung aus anderen Departements ein, 250 Feuerwehrleute sind mobilisiert.
Ein Reiterhof wurde evakuiert
„Die Ersthelfer waren mit mehreren Feuersprüngen konfrontiert“, meldet der Service Départemental Incendie et de Secours (SDIS) des Departements Gard. Ein Reiterhof musste evakuiert werden.
Zwei Stunden später kam es in demselben Autobahnabschnitt zu einem weiteren Unfall mit sieben beteiligten Fahrzeugen.
Zwei Männer im Alter von 80 und 40 Jahren starben in der Nacht von Samstag auf Sonntag bei einem Verkehrsunfall auf der Autobahn A7 in der Nähe von Auberives-sur-Varèze (Isère), berichtet France Bleu Isère. Der 80-Jährige fuhr in der falschen Richtung auf der Autobahn, als er mit einem anderen Fahrzeug zusammenstieß, in dem sich eine Familie befand. Bei dem Unfall gab es auch drei Schwerverletzte, darunter ein zehnjähriges Kind. Die Familienmitglieder wurden in Lyon ins Krankenhaus eingeliefert.
Der Unfall ereignete sich auf der Autobahn A7 in der Nähe von Auberives-sur-Varèze (Isère). (SCREENSHOT GOOGLE MAPS)
Zwei Stunden später ereignete sich in derselben Gegend ein weiterer Unfall: eine Massenkarambolage zwischen sieben Autos. Dieser zweite Unfall ereignete sich kurz nach 5.30 Uhr bei relativ geringer Geschwindigkeit. Eine Person wurde leicht verletzt.
06h19 : ✅ Fin de la coupure de l'autoroute #A7 en direction de Lyon après la sortie n° 12 Chanas. Reprise de la circulation sur 1 voie. L'#Accident est toujours en cours. #InfoTrafic Ecoutez @radio1077https://t.co/zddHyoshiT
Beide Unfälle ereigneten sich mitten in dem Wochenende, an dem die meisten Franzosen in ihre Ferien aufbrachen. Der Samstag wurde von Bison Futé in der Region Auvergne-Rhône-Alpes in Abreiserichtung als schwarz eingestuft. Auch am Sonntag ist das Verkehrsaufkommen in der Region immer noch sehr hoch.
Für Sonntag, den 24. Juli, wird in Frankreich erneut grosse Hitze erwartet.
Der Sonntag wird überall von ruhigem und trockenem Wetter dominiert. Eine neue Hitzewelle wird in der Südhälfte Frankreichs erwartet, vor allem im Südosten, wo 13 Departements weiterhin unter orangefarbener Hitzewarnung stehen.
Bis zu 39°C im unteren Rhonetal. Laut den Vorhersagen von Météo France wird es ab dem frühen Morgen des Sonntags in den meisten Regionen einen klaren Himmel geben. An der Küste des Ärmelkanals können ein paar Wolken vorhanden sein. Der Himmel über der Bretagne wird zunächst bedeckt sein, aber im Laufe des Tages werden sich Aufhellungen entwickeln. Die Sonne wird sich in den anderen Teilen des Landes durchsetzen und die Hitze wird im gesamten Süden dominant sein.
Es werden zwischen 23 und 28°C in der Bretagne und an der Kanalküste erwartet, 29 bis 34°C in der Nordhälfte und bis zum östlichen Zentrum. Im Süden ist es wieder sehr heiß mit nicht weniger als 34°C und Spitzenwerten von 38/39°C im unteren Rhonetal.
Auch im Südwesten ist es heiss 35°C werden in Cahors, Carcassonne, Albi und Saint-Affrique erwartet, 34°C in Toulouse und 33°C Montpellier. In Saint-Céré, Castres und Nîmes werden Temperaturen um die 36°C erwartet und in Alès könnten sogar 37°C erreicht werden.
In der Camargue vernichtet die globale Erwärmung einen Teil der Weinreben, die hier auf dem Sand wachsen. Und sie sind nicht die einzigen Opfer des Salzes, das immer stärker an die Oberfläche kommt: Auch die Bäume leiden.
„Dieser Weinberg war bis vor eineinhalb Jahren noch voll in Betrieb. Jetzt ist alles tot, es ist zu einem Friedhof geworden“, beklagt Gilles Bardon, ein Winzer in der Nähe von Aigues-Mortes in der Petite Camargue gegenüber Franceinfo. Seine Weinstöcke wachsen im Sand. Sie produzieren seit Generationen Grauwein und sind nun vom Salz bedroht, das an die Oberfläche aufsteigt. „Wir sind in der Camargue und Salz gab es schon immer“, sagt der Winzer.
„Historisch gesehen kennen wir die Probleme mit Salz. Andererseits hat man noch nie ein solches Ausmaß gesehen. Es kam blitzartig.“ (Gilles Bardon, Winzer gegenüber franceinfo)
Das Syndikat zur Erhaltung und Förderung der Sandweine stellt seit einem Jahr immer grössere Schäden fest. Man schätzt, dass mittlerweile 600 Hektar betroffen sind. Und nicht nur die Weinberge leiden unter dem Salzüberschuss: Das Camargue-Forschungszentrum La Tour du Valat weist auch auf Schwierigkeiten für die Bäume hin: Viele von ihnen sterben ebenfalls ab. Nicolas Beck, der für das Forschungszentrum arbeitet, hat Salzmessungen vorgenommen und die Konzentrationen sind spektakulär: „In den Jahren 2012, 2013, 2014 lagen wir bei einem Maximum von zehn Gramm Salz pro Liter Wasser. Aktuell liegen wir bei über 66 Gramm. Wir haben also innerhalb von fünf Jahren den doppelten Salzgehalt im Wasser. Wir stellen eine Veränderung fest, insbesondere durch das Absterben der großen Bäume“.
Auswirkung des „Klimawandels“
Die derzeitige Situation ist das Ergebnis eines unterirdischen Tauziehens zwischen Süß- und Salzwasservorkommen. Normalerweise wird das Salz in der Tiefe gehalten, aber es regnet nicht mehr genug, um ausreichenden Druck des Süßwassers zu gewährleisten. „Die Hauptursache ist die Klimaveränderung“, sagt Cédric Santucci von der Landwirtschaftskammer des Departements Gard gegenüber Franceinfo. „Wir beobachten eine Regenknappheit, vor allem im Frühjahr. Wir hatten im Frühjahr sonst immer ein paar Brunnen, jetzt haben wir kaum noch einen. Intensivere Hitze bringt zwangsläufig mehr Verdunstung. Das ist der Hauptgrund für unsere Probleme“.
Eine Beobachtungsstelle wurde eingerichtet, um das Phänomen zu bewerten und zu versuchen, künstlich mehr Wasser zuzuführen.