Kategorie: Südost

  • Burgund modern interpretiert: Burgunder-Schnecken-Ravioli mit Trüffelschaum

    Burgund modern interpretiert: Burgunder-Schnecken-Ravioli mit Trüffelschaum

    Die französische Küche ist ein lebendiges Erbe, das sich stetig weiterentwickelt. Besonders das Burgund, eine Region, die für ihre reichen, erdigen Aromen und die enge Verbindung von Wein und Kulinarik bekannt ist, bietet eine beeindruckende Basis für moderne Interpretationen. Ein klassisches Gerich…

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  • Marseille: Nächtliche Schließung von Spätverkaufsstellen in mehreren Vierteln angeordnet

    Marseille: Nächtliche Schließung von Spätverkaufsstellen in mehreren Vierteln angeordnet

    Die Präfektur der Bouches-du-Rhône hat entschieden: Von 22 Uhr bis 6 Uhr müssen Spätverkaufsstellen im erweiterten Zentrum von Marseille für einen Monat schließen. Die Maßnahme tritt am 21. März in Kraft und gilt bis zum 21. April 2025.

    Betroffen sind mehrere Viertel, darunter der Vieux-Port, La Joliette, das Bahnhofsviertel Saint-Charles, La Plaine, der Cours Julien sowie der Bereich Françoise Duparc-Sakakini.

    Störungen durch nächtliche Menschenansammlungen

    Laut Präfektur tragen diese Läden dazu bei, dass sich nachts Gruppen auf den Straßen bilden – oft begleitet von Alkoholkonsum oder dem Inhalieren von Lachgas. Das wiederum führt zu aggressivem Verhalten, Streitigkeiten und chaotischen Parksituationen.

    Auch die dauerhafte Beleuchtung dieser Geschäfte störe das nächtliche Stadtbild und beeinträchtige die Anwohner.

    Doch bringt diese Schließung wirklich Ruhe oder verlagern sich die Probleme einfach nur?

    Die Entscheidung sorgt bereits für Diskussionen – zwischen Anwohnern, die auf ruhigere Nächte hoffen, und Ladenbesitzern, die um ihre Umsätze fürchten.

    Catherine H.

  • Burgund für junge Entdecker: Abenteuer, Kultur und Genuss in Frankreichs verborgenem Juwel

    Burgund für junge Entdecker: Abenteuer, Kultur und Genuss in Frankreichs verborgenem Juwel

    Burgund – klingt nach alten Schlössern, weltberühmtem Wein und deftiger Küche? Stimmt! Aber diese Region im Herzen Frankreichs hat noch viel mehr auf Lager – vor allem für junge Abenteurer, die das Ungewöhnliche suchen. Ob geheime Stadttouren, Naturerlebnisse mit Wölfen oder Nächte in mongolischen Jurten – Burgund bietet eine Mischung aus Tradition und Innovation, die […]

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  • Winterferien: Last-Minute-Trips in die milde Sonne des Var

    Winterferien: Last-Minute-Trips in die milde Sonne des Var

    In Saint-Raphaël, im Département Var, genießen Touristen das angenehme Winterwetter. Die Region bietet zudem zahlreiche Aktivitäten für Urlauber.

    Lissandre und ihre Mutter sind quer durch Frankreich gereist, um ein paar Tage an der Côte d’Azur zu verbringen. „Es ist fast niemand hier – einfach perfekt!“, freut sich die junge Frau. Ein Rentnerpaar hat sich ein sportlicheres Programm vorgenommen: Jeden Morgen stehen 10 Kilometer Spaziergang entlang des Meeres auf dem Plan.

    Milde Temperaturen und entspannte Atmosphäre

    Auch wenn die Sonne sich an diesem Freitag, dem 21. Februar, eher zurückhält, sorgt das milde Klima im Var für vielfältige Möglichkeiten. Die Temperaturen erreichen am Nachmittag angenehme 15 Grad – für eine Familie aus Paris genau richtig. „Man kann immer irgendwo gut essen gehen und das Meer genießen“, sagen sie entspannt.

    Während die Februarferien für die Tourismusbranche im Var zu den ruhigeren Zeiten des Jahres gehören, verzeichnet ein Hotel in Saint-Raphaël dennoch eine Auslastung von 30 Prozent – vor allem dank spontaner Last-Minute-Buchungen.

  • PFAS-Skandal in der „Vallée de la Chimie“ – Bewohner fordern Gerechtigkeit

    PFAS-Skandal in der „Vallée de la Chimie“ – Bewohner fordern Gerechtigkeit

    In der Nähe von Lyon, in der sogenannten „Vallée de la Chimie“, wächst der Widerstand. Die Bewohner fordern, dass Industrieunternehmen für die jahrzehntelange Verschmutzung zur Rechenschaft gezogen werden. Ihr Hauptgegner: die berüchtigten PFAS – langlebige Schadstoffe, die mittlerweile überall in der Umwelt zu finden sind.

    Die französische Nationalversammlung hat am 20. Februar ein neues Gesetz verabschiedet, das den Verkauf von Produkten mit PFAS ab 2026 verbietet. Doch für die Menschen in Oullins-Pierre Bénite kommt das zu spät – ihr Boden, ihr Wasser und womöglich auch ihre Gesundheit sind bereits betroffen. Jetzt kämpfen sie für Entschädigungen.


    „Die Erde ist verseucht“ – ein Kampf gegen unsichtbare Gifte

    Thierry Mounib steht auf einer Brücke und blickt auf die Industrieanlagen unter sich. Er kennt diesen Ort wie seine Westentasche – und die Geschichten der Menschen, die hier leben. Links sieht er das riesige Werk von Arkema, das jahrelang PFAS in die Umwelt entlassen hat. Daneben Daikin, ein weiterer Chemieriese. Direkt vor ihm: eine Grundschule.

    „Dort unten“, sagt er und zeigt auf die Häuser, „haben wir Proben genommen. Der Boden ist vergiftet. Die Kleingärten gegenüber – kontaminiert. Die Menschen? Natürlich auch.“

    Für viele ist der Zusammenhang offensichtlich. Krebsfälle häufen sich in der Nachbarschaft. „Die Frau im Haus da drüben? Gestorben an Krebs. Ihr Mann? Auch. Die Dame links hat Krebs, meine Frau hat Krebs. Bei unseren Freunden hinten, die Frau hat Krebs.“ Mounib klingt wütend, aber auch resigniert. „Und es gibt keine Studien! Niemand untersucht das.“


    Industrie in der Pflicht – aber reicht das?

    Die Beweisführung ist schwierig. PFAS sind zwar als „ewige Chemikalien“ bekannt, da sie sich kaum abbauen, doch ihr exakter Einfluss auf die menschliche Gesundheit ist noch nicht vollständig erforscht. Deshalb laufen nun Gerichtsverfahren.

    „Unser Ziel ist es, die Unternehmen zu verpflichten, endlich umfassende Studien durchzuführen“, erklärt Mounib. „Sie müssen herausfinden, wie stark die Bevölkerung belastet ist – und die Kosten dafür tragen! Schließlich haben sie uns in diese Lage gebracht.“

    Arkema bestreitet eine Verantwortung. Das Unternehmen beteuert, seit drei Monaten keine PFAS mehr in die Umwelt abzugeben und sich an alle Vorschriften zu halten. Für die Anwohner ist das nur ein Tropfen auf den heißen Stein.


    220.000 Betroffene – und ein wachsender Widerstand

    Die Umweltanwältin Louise Tschanz hat eine Sammelklage auf den Weg gebracht. Ihr Ziel: Entschädigungen für die Betroffenen. „Wir reden hier nicht nur über Oullins-Pierre Bénite, sondern über den gesamten Süden und Westen von Lyon. Bis zu 220.000 Menschen könnten betroffen sein“, sagt sie.

    Der Schaden für die Menschen ist vielfältig. „Ich kann mein eigenes Gemüse nicht essen, meine Eier nicht essen. Das ist ein erheblicher Verlust an Lebensqualität“, so Tschanz. Dazu kommt die Angst: „Was ist, wenn ich krank werde? Was ist mit dem Wert meines Hauses? All das verursacht enormen Stress.“

    Die Hoffnung der Anwältin: Je mehr Menschen sich der Klage anschließen, desto größer der Druck auf die Konzerne. „Wenn 1.000, 2.000 oder 3.000 Leute klagen, dann wird es für die Unternehmen teuer. Sie müssen endlich Verantwortung übernehmen.“

    Tschanz und ihr Team sammeln nun Fälle, um sie bereits im nächsten Monat vor Gericht zu bringen.


    Ein Kampf David gegen Goliath?

    Es ist eine Geschichte, die sich weltweit wiederholt: Gemeinden kämpfen gegen mächtige Industrieunternehmen, während Wissenschaftler noch Beweise sammeln. Doch in Lyon scheint sich etwas zu verändern. Der öffentliche Druck wächst, die Politik hat reagiert – zumindest mit einem Verbot ab 2026.

    Aber was ist mit den Menschen, die bereits betroffen sind? Wer sorgt dafür, dass sie Gerechtigkeit bekommen?

    Die Bewohner der „Vallée de la Chimie“ wollen nicht länger warten. Sie fordern Antworten. Und sie fordern, dass diejenigen zahlen, die sie in diese Lage gebracht haben.

    Von C. Hatty

  • Ravioli au Citron de Menton: Ein Hauch von Sonne auf dem Teller

    Ravioli au Citron de Menton: Ein Hauch von Sonne auf dem Teller

    Die Zitrone von Menton ist weit mehr als nur eine einfache Zitrusfrucht – sie ist ein Symbol für die französische Riviera, ein Produkt von außergewöhnlicher Qualität und der Stolz einer ganzen Region. In der Kulinarik Südfrankreichs hat sie seit Jahrhunderten ihren festen Platz und verleiht zahlreic…

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  • Roussillon – Das farbenfrohe Herz der Provence

    Roussillon – Das farbenfrohe Herz der Provence

    Inmitten der hügeligen Landschaft des Vaucluse, umgeben von Weinbergen, Lavendelfeldern und knorrigen Olivenbäumen, liegt Roussillon – eines der schönsten Dörfer Frankreichs. Und nicht nur das: Laut Booking.com wurde es als gastfreundlichste Gemeinde des Landes ausgezeichnet. Aber was macht diesen Ort so besonders? Ist es die einmalige Landschaft, die herzlichen Bewohner oder die einzigartige Geschichte des […]

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  • À Menton, la tarte au citron est un art

    À Menton, la tarte au citron est un art

    Menton, eine charmante Küstenstadt an der französischen Riviera, ist berühmt für ihre Zitronen – eine Frucht, die nicht nur die lokale Wirtschaft prägt, sondern auch tief in der Kultur der Stadt verwurzelt ist. Die Tarte au Citron de Menton ist weit mehr als nur ein Dessert – sie ist eine kulinarisc…

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  • Isère: Das Ende einer Ära für die Skistation L’Alpe du Grand Cerf

    Isère: Das Ende einer Ära für die Skistation L’Alpe du Grand Cerf

    In der malerischen Isère-Region bereitet sich eine traditionsreiche Skistation auf ihre letzte Saison vor. Trotz guter Schneeverhältnisse und zahlreichen Skifahrern ist die Stimmung gedrückt – die L’Alpe du Grand Cerf wird nach diesem Winter schließen. Für viele Bewohner ist das ein schwerer Schlag, denn ihr Leben drehte sich um den Wintersport.

    Ein bitterer Abschied

    Die Skistation auf 1.400 Metern Höhe hat eine lange Geschichte. Seit 1938 zieht sie Wintersportbegeisterte an und war einst die erste Station ihrer Art in Isère. Doch nun ist Schluss. Für einen langjährigen Besucher, der hier mit seiner Familie viele Winter verbracht hat, fühlt es sich an wie das Ende einer Ära. „Es ist hart. Eine ganze Zeit verschwindet einfach“, sagt er.

    Der Grund? Das Zusammenspiel aus unvorhersehbarem Schneefall, hohen Wartungskosten und alternden Infrastrukturen. Die 14 Skilifte sind in die Jahre gekommen, die Kosten für Reparaturen und Instandhaltung steigen stetig. Seit Jahren hängt die Station am finanziellen Tropf – und jetzt ist der Punkt erreicht, an dem es nicht mehr weitergeht.

    Millioneninvestitionen ohne Zukunft

    Die Zahlen sprechen für sich: Seit 2017 hat die zuständige Gemeindeverwaltung 2,7 Millionen Euro investiert, um die Skistation am Leben zu halten. Doch trotz der Finanzspritzen blieb die wirtschaftliche Situation angespannt. Nun ist die Entscheidung gefallen – es gibt keinen weiteren Aufschub.

    Für rund 200 Menschen, die direkt oder indirekt von der Station lebten, bedeutet das eine ungewisse Zukunft. Darunter sind nicht nur Saisonarbeiter, sondern auch Einwohner, die hier ihre Geschäfte führen. Die Schließung reißt ein wirtschaftliches Loch in das Dorf.

    Ein Bewohner bringt es auf den Punkt: „Wenn die Station schließt, stirbt die Wirtschaft. Der kleine Laden, die Restaurants – ohne Skifahrer gibt es keine Kunden mehr.“

    Ein Schicksal, das viele Skigebiete trifft

    L’Alpe du Grand Cerf ist nicht die einzige Skistation, die mit solchen Problemen kämpft. Immer mehr kleine und mittlere Skigebiete in den Alpen stehen vor ähnlichen Herausforderungen. Der Klimawandel sorgt für unsichere Schneeverhältnisse, während große, höher gelegene Resorts mit künstlicher Beschneiung konkurrenzfähig bleiben. Doch kann künstlicher Schnee die Lösung für alle sein?

    Die Frage bleibt offen – ebenso wie die Zukunft der Menschen, die einst von diesen Pisten lebten.

    Von C. Hatty

  • Grenoble: Brandanschlag auf neue Bibliothek schockt die Bewohner

    Grenoble: Brandanschlag auf neue Bibliothek schockt die Bewohner

    Eine erst zwei Monate alte Bibliothek in Grenoble wurde in der Nacht zum 19. Februar durch einen Brandanschlag mit einer Auto-Ramme zerstört. Während die Ermittlungen laufen, sitzt der Schock tief – und die Stadt verspricht einen schnellen Wiederaufbau.

    1.300 Quadratmeter Kultur in Flammen

    Am Morgen nach der Katastrophe hängt der Geruch von verbranntem Papier und geschmolzenem Plastik noch in der Luft. Feuerwehrleute kämpfen mit den letzten Glutnestern, während fassungslose Anwohner vor der ausgebrannten Ruine der Bibliothek Chantal-Mauduit stehen.

    „Ich verstehe nicht, warum man so etwas macht. Was bringt das?“, fragt eine Mutter, die gekommen war, um Bücher zurückzubringen. Ihre Worte stehen für viele in der Nachbarschaft, die von dem Angriff auf ihr kulturelles Herzstück erschüttert sind.

    Die im Dezember eröffnete Bibliothek erstreckte sich über 1.300 Quadratmeter und sollte ein Ort des Lernens, der Begegnung und der Inspiration sein. Nun ist sie nur noch ein verkohltes Gerippe.

    Eskalation nach Krawallen

    Am Abend vor dem Brand kam es im nahegelegenen Viertel Mistral zu Ausschreitungen zwischen der Polizei und mutmaßlichen Drogendealern. Ob der Brandanschlag damit in Verbindung steht, ist noch unklar. Doch gegen Mitternacht raste ein Auto in die Fassade des Gebäudes – kurz darauf brach das Feuer aus.

    „Als ich den zerstörten Bau gesehen habe, war ich einfach nur enttäuscht“, sagt ein Junge, der regelmäßig nach der Schule hierherkam. Für viele Kinder und Jugendliche war die Bibliothek ein sicherer Hafen.

    Die Stadt verspricht Wiederaufbau

    Trotz des Schocks gibt sich die Stadt Grenoble kämpferisch: Die Bibliothek soll genau an derselben Stelle wieder aufgebaut werden. „Wir lassen uns nicht einschüchtern“, verspricht die Stadtverwaltung.

    Die Ermittlungen laufen, doch bislang gibt es keine Hinweise auf die Täter. Die Polizei geht Hinweisen nach und prüft, ob der Angriff eine gezielte Eskalation im Zusammenhang mit dem Drogenmilieu war oder eine andere Motivation dahintersteckt.

    Eines steht fest: Die Bewohner Grenobles wollen ihre Bibliothek zurück – und sie werden nicht zulassen, dass Gewalt und Zerstörung über Kultur und Bildung siegen.

    Von C. Hatty