Kategorie: Paris, Ile de France

  • RATP: 50 Beschäftigte in unbefristetem Streik – seit über fünf Jahren!

    RATP: 50 Beschäftigte in unbefristetem Streik – seit über fünf Jahren!

    Unglaublich, aber wahr: Rund 50 Beschäftigte der Pariser Verkehrsbetriebe befinden sich seit mehr als fünf Jahren im Streik! Sie folgen einem unbefristeten Streikaufruf. Auch wenn sie kein Gehalt mehr erhalten, profitieren sie weiterhin von der sozialen Absicherung der RATP.

    Bei der RATP sind etwa 50 Beschäftigte seit mehr als fünf Jahren nicht mehr zur Arbeit erschienen. Dennoch gehören sie immer noch zur Belegschaft der Pariser Verkehrsbetriebe. Der Grund, warum diese Mitarbeiter nicht mehr zur Arbeit gekommen sind, ist sehr ungewöhnlich, sie befinden sich seit fünf Jahren im Streik!

    Diese Mitarbeiter verschanzen sich tatsächlich hinter einer Ankündigung eines unbefristeten Streiks, die von mehreren Gewerkschaften bei der RATP eingereicht wurde. Ihre Haltung schockiert jedoch selbst in den Reihen der Gewerkschaften. „Das ist eine Aushöhlung des Streikrechts“, meint der Vorsitzende der CGC bei der RATP, Frédéric Ruiz, im Gespräch mit der Zeitung Le Figaro, die den Fall aufgedeckt hat.

    Der Gewerkschaftsvertreter bedauert, dass die Unternehmensleitung kein rechtliches Mittel gefunden hat, um diesen seiner Meinung nach „Missbrauch“ zu verhindern. Die Leitung der RATP kann jedoch nichts tun. „Wenn der Arbeitnehmer seinem Arbeitgeber angekündigt hat, dass er streiken wird, und wenn diese Bewegung als legal gilt, weil sie darauf abzielt, berufliche Forderungen durchzusetzen, kann das Unternehmen nichts dagegen unternehmen“, erklärte Aymeric Hamon von der Anwaltskanzlei für Wirtschaftsrecht Fidal gegenüber der Zeitung Figaro.

    Nach fünf Jahren Streik werden diese fünfzig Beschäftigten nicht mehr von der RATP bezahlt. Sie profitieren aber weiterhin von der Krankenkasse, für die sie ihren Beitragsanteil zahlen, und können weiterhin die Sozialwerke des Verkehrsbetriebs in Anspruch nehmen.

    Was ist der Grund für die Haltung der Beschäftigten? Die wahrscheinlichste Hypothese ist, dass die „streikenden“ Beschäftigten bereits seit fünf Jahren eine andere Tätigkeit haben. Sollte ihnen diese nicht mehr gefallen, könnten sie dann jederzeit wieder in die RATP eintreten.

  • Schwarzer Donnerstag im Pariser Nahverkehr – Metro steht aufgrund eines Streiks fast still

    Schwarzer Donnerstag im Pariser Nahverkehr – Metro steht aufgrund eines Streiks fast still

    Der Verkehr in Paris wird an diesem Donnerstag aufgrund eines eintägigen Streiks bei der RATP und eines Aufrufs der CGT zu einer branchenübergreifenden Streikmobilisierung stark beeinträchtigt sein. Bei den U-Bahnen werden nur die vollautomatisierten Linien normal funktionieren, wobei mit überfüllten Zügen gerechnet werden musss.

    Aufgrund eines Streiks, zu dem alle Gewerkschaften der RATP aufgerufen haben, wird am Donnerstag, dem 10. November, in Paris kaum eine U-Bahn fahren. Es wird erwartet, dass der Streik sehr gut befolgt sein wird, während in anderen Bereichen, die nur von der CGT zur Arbeitsniederlegung aufgefordert wurden, eine schwächere Streikwelle zu erwarten ist.

    Nur die vollautomatisierten Linien 1 und 14 der RATP werden normal fahren, allerdings mit einem „Überfüllungsrisiko“. Fünf Linien werden vollständig geschlossen (2, 8, 10, 11 und 12), die anderen fahren nur zu Spitzenzeiten, mit einem stark eingeschränkten Service.

    Die RATP fordert alle, für die es möglich ist, auf, zu Hause zu bleiben und aus dem Homeoffice zu arbeiten. Auf der RER Linie A wird die Situation nicht besser sein, da im Durchschnitt nur einer von drei Zügen fahren wird. Auf der RER B wird die Frequenz bei einem von zwei Zügen liegen.

    Bei der SNCF hingegen wird der Streik, zu dem die Gewerkschaft CGT-Cheminots aufgerufen hat, weit weniger beachtet werden. Der Verkehr auf den TGV-Zügen wird normal und auf den Intercités nur leicht beeinträchtigt sein. Zur grossen Erleichterung der Reisenden, steht doch wieder ein verlängertes Wochenende bevor.

    Auf den TER-Linien werden im Durchschnitt neun von zehn Zügen fahren. In der Île-de-France allerdings ist auf einigen Transilien-Linien mit Störungen zu rechnen.

    Die Gewerkschaften CGT, FO, Unsa, Solidaires haben bei der RATP zu den Streiks aufgerufen, um Lohnerhöhungen und eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen zu fordern.

    Die RATP leidet wie andere Unternehmen des Verkehrssektors aufgrund von Einstellungsschwierigkeiten unter einer chronischen Unterbesetzung und unter einem explosionsartigen Anstieg des Krankenstandes, insbesondere wegen an Covid erkrankten Busfahrern.

    Einstellungen neuer Mitarbeiter werden nach seinem Amtsantritt „das erste Thema auf dem Tisch“ sein, betonte Ex-Premierminister Jean Castex bei seiner Anhörung am Dienstag vor dem Senat. Er versprach neue Gehaltsverhandlungen ab Dezember.

    Die Beschäftigten der RATP erhielten nach Angaben der Geschäftsleitung in diesem Jahr eine durchschnittliche Lohnerhöhung von 5,2%.

    Ein weiterer Grund für den Streik ist die bevorstehende Rentenreform, die eine mögliche Heraufsetzung des gesetzlichen Rentenalters und das Ende von Sonderregelungen vorsieht.

    Zum frühen Nachmittag hat die CGT zu Demonstrationen in Paris und andernorts aufgerufen.

  • Das beste Pain au Chocolat Frankreichs gibt es in Poissy

    Das beste Pain au Chocolat Frankreichs gibt es in Poissy

    Am Samstag, dem 29. Oktober, wurde das beste Schokoladenbrot Frankreichs gekürt. Didier Ledemé, Chefkonditor in Poissy (Yvelines), gewann den nationalen Wettbewerb gegen 37 andere Handwerksbäcker. Goldbraun und knusprig. Seit Samstag, dem 29. Oktober, reißen sich die Kunden der Bäckerei „Au Soleil“ …

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  • Außergewöhnliche Versteigerung von Zollbeschlagnahmungen in Paris

    Außergewöhnliche Versteigerung von Zollbeschlagnahmungen in Paris

    Am Freitag, dem 4. November, fand in Paris-Bercy eine Versteigerung der beschlagnahmten Schätze des Zolls statt. Unter anderem wurden Edelsteine, Luxusuhren oder auch Napoleonmünzen verkauft.

    Hochwertige Taschen, Python-Pumps, 14 Platinbarren, die am Gare du Nord beschlagnahmt wurden, Diamanten… Hinter jedem dieser Gegenstände verbirgt sich eine Geschichte, die eines Krimis würdig ist. Alle wurden vom französischen Zoll beschlagnahmt und wurden am Freitag, dem 4. November, in Paris-Bercy versteigert. Unter den Zuschauern befinden sich natürlich auch viele Neugierige. unter den Käufern allerdings sind Luxusuhren ein Muss. Angesichts der Konkurrenz „muss man ein bisschen kämpfen“, sagt eine Käuferin auf dem Sender France 2.

    „Wir hoffen, eine Million zu erreichen“

    Im Saal steigt mit jedem Hammerschlag die Spannung ein wenig an. Bis in den Abend hinein streiten sich die Käufer um die Objekte. Es werden „350 Lose“ mit einem Gesamtwert von „700.000 Euro“ versteigert, erklärt Alain Caumeil von der nationalen Zolldirektion. „Wir hoffen, die Million zu erreichen, aber vielleicht ist das eine etwas ehrgeizige Prognose“. Eine Summe, die helfen soll, den Staatshaushalt aufzufüllen.

  • Rassismus in der Nationalversammlung: Emmanuel Macron zeigt sich „verletzt“ wegen „unerträglicher Worte“

    Rassismus in der Nationalversammlung: Emmanuel Macron zeigt sich „verletzt“ wegen „unerträglicher Worte“

    Der Präsident sei verärgert über rassistische Beleidigungen, die sowohl im Plenarsaal als auch außerhalb des Plenarsaals nicht tolerierbar seien, hieß es am Donnerstagabend, dem 3. November, aus dem Umfeld des Staatschefs. „Soll er doch nach Afrika zurückkehren“. Emmanuel Macron zeigt sich betroffen von diesen „unerträglichen Worten“, die ein Abgeordneter des Rassemblement National am Donnerstag, dem 3. November, gegenüber einem Abgeordneten von La France Insoumise ausgerufen hatte. Macron drückte seine Unterstützung für den so beleidigten Parlamentarier aus, wie das Umfeld des Staatschefs am Donnerstagabend mitteilte. „Der Präsident fühlt sich durch diese Worte verletzt, die sowohl im Plenarsaal als auch außerhalb des Plenarsaals nicht tolerierbar sind. Unterstützung für den beleidigten Parlamentarier“. Während einer Rede des aus dem Kongo stammenden LFI-Abgeordneten Carlos Martens Bilongo über das „Drama der illegalen Einwanderung“ warf der RN-Abgeordnete Grégoire de Fournas ein „sol…

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  • Brigitte Giraud erhält den Prix Goncourt für ihr Buch „Vivre vite“ (Flammarion)

    Brigitte Giraud erhält den Prix Goncourt für ihr Buch „Vivre vite“ (Flammarion)

    Bei ihrem Treffen im Restaurant Drouant in Paris haben die zehn Juroren des Prix Goncourt soeben den Namen der Preisträgerin 2022 bekannt gegeben. Es handelt sich um Brigitte Giraud für ihr Buch „Vivre vite“, das bei Flammarion erschienen ist. Der Goncourt 2022, der prestigeträchtigste Literaturprei…

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  • Tod von Pierre Soulages: Frankreich ehrt einen seiner größten Maler

    Tod von Pierre Soulages: Frankreich ehrt einen seiner größten Maler

    Am Mittwoch, dem 2. November, würdigte Präsident Emmanuel Macron im Hof des Louvre in Paris den Künstler Pierre Soulages, der letzte Woche im Alter von 102 Jahren verstorben war. Der am Mittwoch, dem 26. Oktober verstorbene Maler Pierre Soulages ist nach Georges Braque, Le Corbusier und André Malraux erst der vierte Künstler in 70 Jahren, dem im Herzen des Louvre eine offizielle Ehrung zuteil wird. „Welchen anderen Ort als diesen quadratischen Hof, umgeben von tausendjährigen Meisterwerken und ewigen Genies, und von seinen Freunden, von so vielen zeitgenössischen Talenten, könnte es geben, um ihm in der Stunde seines Abschieds die Ehre zu erweisen“, sagte Präsident Emmanuel Macron bei der Zeremonie am Mittwoch, dem 2. November. Der große französische Maler war neben Pablo Picasso und Marc Chagall einer der wenigen, die schon zu Lebzeiten eine Retrospektive ihres Werkes in den Mauern des Louvre erleben durften. Er ist einer von ganz wenigen Künstlern, dem in seiner Heimatstadt Rodez (Av…

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  • „Wo ist die französische Flagge?“ Rechtsextreme empört über Video von Emmanuel Macron

    „Wo ist die französische Flagge?“ Rechtsextreme empört über Video von Emmanuel Macron

    Am Montag, dem 31. Oktober, rief Emmanuel Macron Lula, der als Präsident Brasiliens wiedergewählt wurde, an, um ihm zu gratulieren. Der Präsident veröffentlichte ein kurzes Video auf seinem Twitter-Account, was prompt den Zorn der französischen Rechtsextremen hervorrief. „Monsieur le Président, wo ist die französische Flagge, die Sie eigentlich in Ehren halten sollten? Außerhalb des Bildes zweifellos, wie die nationalen Interessen, die schon lange nicht mehr in Ihrem Kopf sind.“ Marine Le Pen war höchst erzürnt, dass die französische Flagge in dem neuesten Video, das der Präsident auf seinem Twitter-Account hochgeladen hatte, nicht zu sehen war. Dieser hatte am Montag von seinem Büro im Elysée-Palast aus Präsident Lula angerufen, der gerade als Präsident Brasiliens wiedergewählt worden war, um ihm zu gratulieren. Das Problem: In dem Video ist nur die europäische Flagge zu sehen. Ein unverzeihlicher Fehler für die Chefin der Abgeordneten des Rassemblement National. https://twitter.com/M…

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  • In der Nähe von Paris: Autofahrer zerren Umweltaktivisten von der Autobahn

    In der Nähe von Paris: Autofahrer zerren Umweltaktivisten von der Autobahn

    Umweltaktivisten beschlossen am Freitagabend, die Autobahn A6a südlich von Paris zu blockieren, indem sie sich auf den Asphalt legten. Die militante Aktion erregte den Unmut mehrerer Autofahrer.

    Im Schneidersitz mitten auf der Autobahn: Am Freitag, dem 28. Oktober, beschlossen Umweltaktivisten in orangefarbenen Westen, die Autobahn A6a im Süden von Paris zu blockieren. Die Aktivisten, die dem Kollektiv „Dernière Rénovation“ angehören, wollten mit dieser Protestaktion die Nutzung fossiler Energieträger anklagen.

    Diese Aktion der militanten Aktivisten führte zu zahlreichen Verzögerungen auf der Verkehrsachse, die in der Zeit der Schulferien besonders stark frequentiert wird. Sie erregte darüber hinaus den Zorn zahlreicher Autofahrer, die im Stau festsaßen. Schon bald kam es zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Aktivisten und Autofahrern: Einige erboste Fahrer zögerten nicht, die auf dem Asphalt liegenden Demonstranten von der Strasse auf die Seite zu schleifen.

    „Ich muss in zehn Minuten ein Flugzeug erwischen“, rief eine Autofahrerin und zögerte nicht, selbst einzugreifen.

  • Umwelt: Das Kollektiv „Dernière rénovation“ blockiert Autobahn bei Paris

    Umwelt: Das Kollektiv „Dernière rénovation“ blockiert Autobahn bei Paris

    Ein Dutzend Aktivisten der Umweltbewegung „Dernière rénovation“ blockierten am Freitagabend die Autobahn A6a in der Nähe von Arcueil südlich von Paris. Außerdem unterbrach ein Aktivist eine Aufführung der „Zauberflöte“ in der Opéra Bastille.

    Etwa zehn Aktivisten der Umweltbewegung „Dernière rénovation“ blockierten am Freitag, dem 28. Oktober, die Autobahn A6a in der Nähe von Arcueil südlich von Paris, was zu großen Staus führte. Am Abend unterbrach ein Aktivist der Umweltorganisation eine Aufführung der Oper „Die Zauberflöte“, die gerade in der Bastille aufgeführt wurde.

    Ziel der Aktion des „zivilen Ungehorsams“ auf der Autobahn, die etwa eine halbe Stunde andauerte, war es, „die Regierung zu zwingen, einen ehrgeizigen Plan zur thermischen Sanierung von Gebäuden bis 2040 zu verabschieden, als ersten Schritt zu einer deutlichen Reduzierung der Kohlenstoffemissionen Frankreichs“, wie es in einer Erklärung hieß.

    Die um 18 Uhr begonnene Blockade der Fahrbahnen führte zu spannungsgeladenen Auseinandersetzungen mit den Autofahrern, die teilweise gewalttätig wurden. Die Ordnungskräfte begannen gegen 18.30 Uhr einzugreifen. Die Aktion wurde etwa zehn Minuten später beendet.

    Am Abend unterbrach ein junger Mann in einem weißen T-Shirt mit der englischen Aufschrift „We have 879 days left“ (Es bleiben nur noch 879 Tage) eine Aufführung der Zauberflöte in der Pariser Opéra Bastille, indem er sich mit einem Fahrradschloss am Hals an eine Leiter festkettete, die Teil des Bühnenbildes war.

    Der junge Mann, der während des zweiten Akts gegen 21.30 Uhr auf die Bühne kletterte, hatte nur noch die Zeit, „Wenn ich heute Abend hier bin, dann nicht zum Vergnügen“ zu rufen, bevor der Vorhang unter Pfiffen und Buhrufen des Publikums, das „dégage“ (verschwinde) rief, fiel.

    Die Vorstellung wurde für etwa zehn Minuten unterbrochen und der junge Mann wurde evakuiert. „Dernière Rénovation“ bekannte sich auf Twitter zu dieser Aktion des „zivilen Widerstands“, die einem „Victor, 25 Jahre, engagierter Bürger“ zugeschrieben wurde, der „angesichts der Gefahr des Klimawandels warnen“ wollte.