Kategorie: Paris, Ile de France

  • Paris stimmt über Verbot von Selbstbedienungs-Tretrollern ab

    Paris stimmt über Verbot von Selbstbedienungs-Tretrollern ab

    Sind Sie für oder gegen elektrische Tretroller in Selbstbedienung? Diese Frage wird am Sonntag, dem 2. April, den Pariser Bürgern gestellt. Das Thema spaltet die Gemüter. Die Pariser Tretroller-Vermieter, die sich gegen das Rathaus stellen, haben eine umfassende Kommunikationskampagne gestartet.

    Selbstbedienungs-Tretroller – werden sie verboten, oder geht es für sie weiter? Für die einen ist es ein praktisches Transportmittel, für die anderen ein sehr gefährliches Gerät – jeder hat seine eigene Meinung. „Die Leute, die Roller benutzen, haben nicht unbedingt alle einen Führerschein, also gibt es einige, die die Autos nicht durchlassen und Fehler machen“, meint eine Pariserin gegenüber dem Sender France 3. „Außerdem hört man sie nicht kommen“, ergänzt eine andere Frau. Es gibt Risiken, aber auch viele Vorteile. Für einige wäre die Lösung des Problems einfach etwas mehr Höflichkeit und Vorsicht. „Ich denke, jeder sollte etwas vorsichtiger sein“, urteilt ein Mann.

    Auch Influencer haben Stellung bezogen.
    Sollte man die Tretroller verbieten? Am Sonntag, dem 2. April, sind die Pariser Bürger aufgerufen, ihre Meinung zu äußern. Es wurden 21 Wahllokale zur Abgabe der Stimmen eingerichtet. Es ist jedoch nicht möglich, online abzustimmen, sehr zum Leidwesen der Betreiber von Tretrollern, die in den sozialen Netzwerken unter dem Schlagwort #sauvetatrott einen Gegenangriff starteten. Auf TikTok haben mehrere Influencer Stellung bezogen. Videos mit Millionen von Views, die das Ergebnis einer bezahlten Partnerschaft sind. Eine mehr als fragwürdige Methode, meint das Pariser Rathaus. Das Rathaus kritisiert auch die kostenlose Nutzung von Tretrollern, die für den heutigen Sonntag eingeführt wurde, um die Nutzer dazu zu bringen, zur Wahl zu gehen…

  • Inflation: Die Vendée ist das französische Departement mit den niedrigsten Preisen

    Inflation: Die Vendée ist das französische Departement mit den niedrigsten Preisen

    In Zeiten der Inflation machen sich die Preisunterschiede zwischen den einzelnen französischen Departements deutlich bemerkbar. In der Vendée ist das Einkaufen verglichen mit Paris am preiswertesten.

    Ein Einkaufskorb, dessen Preis je nach Wohnort variiert. 4 % weniger in einer Gegend, 8 % teurer ein paar hundert Kilometer weiter. Das Departement mit den günstigsten Preisen liegt im Westen Frankreichs. In der Vendée soll das Einkaufen am wenigsten kosten. „Ich finde, dass wir hier günstigere Preise haben“, stellt ein Mann aus der Vendée auf dem Sender France 2 fest. „Das merkt man im Vergleich zu anderen Departements, man sieht den Preisunterschied deutlich“, pflichtet eine Vendéenne bei. Ein Viererpack Joghurt kostet hier zum Beispiel 89 Cent.

    Produkte sind in Paris 20 % teurer als im Durchschnitt Frankreichs.
    Es gibt viele Preisunterschiede zwischen den Departements. Während die Vendée bei minus 5,5 % liegt, ist Paris im Vergleich zum französischen Durchschnitt 20 % teurer. Hier kostet der gleiche Viererpack Joghurt 93 Cent. Die Rechnungen in der Hauptstadt sind gesalzen, das stellen die Pariser jeden Tag fest. „Mit 15 Euro, hier, haben Sie nichts. Mit 15 Euro bekommen Sie auf dem Land viel mehr“, sagt eine Pariserin vor der Kamera.

  • Kraftstoff: Engpässe an vielen Tankstellen der Region Île-de-France

    Kraftstoff: Engpässe an vielen Tankstellen der Region Île-de-France

    Die anhaltende Blockade von Raffinerien durch Streikende führt dazu, dass an 14 % der Tankstellen in Frankreich mindestens ein Kraftstoff. Die Île-de-France zählt zu den am stärksten betroffenen Regionen.

    Ellenlange Warteschlangen und Zapfsäulen, die teilweise außer Betrieb gesetzt sind. Seit Dienstag, dem 28. März, haben viele Autofahrer in der Region Île-de-France mit der Benzinknappheit zu kämpfen. „Ich hoffe, dass es hier welches gibt, denn ich habe schon zwei Tankstellen angefahren“, beklagt sich eine Autofahrerin auf dem Sender France 2. Und dann sieht sie, dass auch ihr dritter Versuch erfolglos bleiben wird. „Seit einer Woche tanken wir, sobald wir unseren Kraftstoff finden, direkt, um keine Probleme zu bekommen“, fügt ein anderer Mann aus der Region Paris hinzu.

    Verbesserungen in Sicht
    Um zu vermeiden, dass ihnen der Sprit ausgeht, fahren viele vorsichtshalber zu jeder verfügbaren Tankstelle, wie dieser Krankenwagen, der einen Patienten nach Mayenne zurückbringen muss. Die Fahrer brauchen Kraftstoff für eine 360 km lange Fahrt. „Es ist ärgerlich“, fasst der Rettungssanitäter zusammen. Zwischen dem 21. und 29. März wurde Bleifrei in Frankreich zu einer Mangelware. Der Grund dafür war die Blockade der meisten Raffinerien, insbesondere in der Normandie. Die Pipelines, die den Großraum Paris versorgen, arbeiteten nicht mehr mit voller Leistung. Zwar kam es letzte Woche zu Zwangsverpflichtungen von Personal, doch die Priorität lag darin, die Pariser Flughäfen mit Kerosin zu versorgen, auf Kosten von Bleifrei, das für die Autos bestimmt ist. Laut Frédéric Plan, dem Generaldelegierten des Verbands für Brenn- und Treibstoffe, sollte aber ab nächster Woche eine sichtbare Verbesserung eintreten.

  • Streik der Müllabfuhr in Paris: Wegen zu wenigen Streikwilligen ausgesetzt

    Streik der Müllabfuhr in Paris: Wegen zu wenigen Streikwilligen ausgesetzt

    Der Streik der CGT-Müllmarbeiter in Paris wurde am Mittwoch, dem 29. März, wegen zu wenigen streikwilligen Mitarbeitern ausgesetzt. France 2 berichtet, dass die Müllabfuhr in der Hauptstadt die Arbeit wieder aufgenommen hat, dass der Streik allerdings zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufgenommen werden könnte.

    Der Streik der CGT-Müllmänner wurde am Mittwoch, den 29. März, ausgesetzt. „Die Müllmänner der Stadt Paris nehmen am Mittwoch ihre Arbeit wieder auf. (…) Tonnen von Müll türmen sich hier im 17. Arrondissement von Paris auf, und sie werden nun von den Mitarbeitern der Stadt Paris wieder eingesammelt, weil am Dienstag die Gewerkschaft CGT déchets et assainissement angekündigt hat, diesen Streik auszusetzen, weil es nicht genügend Streikende gibt“, berichtet der Journalist Madjid Khiat für den Sender France 2 aus Paris. Das Team von France 2 war vor Ort, um zu sehen, wie die Müllmänner am Mittwochmorgen wieder begannen, den Müll einsammeln.

    Ein Streik, der „später wieder aufgenommen werden könnte“.
    „Dieser Streik könnte später wieder aufgenommen werden. Die Gewerkschaft CGT erklärt, dass man ‚Kraft tanken‘ müsse, aber diese Mitarbeiter der Pariser Stadtverwaltung haben am Mittwochmorgen tatsächlich ihre Arbeit wieder aufgenommen, in Straßen voller Müll. Fast 7.000 Tonnen Müll türmen sich in den Straßen von Paris“, so der Journalist Madjid Khiat.

  • Verdacht auf gigantische Steuerhinterziehung: Durchsuchungen bei fünf Banken in Frankreich

    Verdacht auf gigantische Steuerhinterziehung: Durchsuchungen bei fünf Banken in Frankreich

    Die Banken Société Générale, BNP Paribas, Exane (eine Tochtergesellschaft der BNP), Natixis und HSBC wurden durchsucht.

    In fünf Bank- und Finanzinstituten in Paris und im Stadtteil La Défense wurden am Dienstag, dem 28. März, im Rahmen von fünf Ermittlungen, die 2021 wegen des Verdachts auf verschärften Steuerbetrug eingeleitet wurden, Durchsuchungen durchgeführt. Die Finanz-Staatsanwaltschaft Parquet national financier (PNF) bestätigte dies in einer Pressemitteilung an. „Diese Ermittlungen folgen in einigen Fällen auf eine Anzeige oder eine Selbstanzeige bei der Steuerverwaltung“, so die PNF.

    Die Banken Société Générale, BNP Paribas, Exane (eine Tochtergesellschaft der BNP), Natixis und HSBC waren von den Durchsuchungen betroffen, wie aus einer Meldung der Zeitung Le Monde hervorging. Sie werden verdächtigt, Steuerbetrug in Höhe von mehr als einer Milliarde Euro begangen zu haben. Die Durchsuchungen dauerten den ganzen Dienstag an.

    Die Tageszeitung Le Monde hatte 2018 über ein Betrugsschema namens „CumEx“ berichtet, eine Steuertrickserei auf Dividenden, deren Schaden für die betroffenen Staaten sich auf mehr als hundert Milliarden Euro belaufen soll. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft werden diese Operationen von 15 Ermittlern des Finanzministeriums, sowie 16 französischen und 6 deutschen Richtern und Staatsanwälten durchgeführt.

  • Ordnungskräfte erleben laut Pariser Polizeipräfekt einen „Anstieg der Radikalität“

    Ordnungskräfte erleben laut Pariser Polizeipräfekt einen „Anstieg der Radikalität“

    „Das Ziel der radikalen „schwarzen Blöcke“ ist es, unsere repräsentative Demokratie zu untergraben“, sagt Polizeipräfekt Laurent Nuñez und wirft ihnen vor, „ein aufständisches Klima schaffen“ zu wollen. „Wir erwarten wie üblich die Anwesenheit eines schwarzen Blocks“ am Dienstagnachmittag, dem 28. März, im Pariser Demonstrationszug des 10. Mobilisierungstages gegen die Rentenreform, „vor allem nach dem, was am Donnerstag und am vergangenen Wochenende in Sainte-Soline passiert ist“, sagt Laurent Nuñez, Polizeipräfekt von Paris, im Gespräch mit France Inter. „Was wir letzten Donnerstag festgestellt haben, ist ein Anstieg des Volumens dieses schwarzen Blocks, ein Anstieg der Radikalität“. Laurent Nuñez zeigt mit dem Finger auf „radikale Elemente, die der Ultralinken angehören und die Ordnungskräfte angreifen“.

    Nach seinen Informationen handelte es sich bei dem sogenannten schwarzen Block um „Personen, die von den Sicherheitsbehörd…

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  • Website der Nationalversammlung ausgefallen – russische Hackergruppe bekennt sich zu Cyberangriff

    Website der Nationalversammlung ausgefallen – russische Hackergruppe bekennt sich zu Cyberangriff

    Das Palais-Bourbon bestätigte gegenüber Franceinfo, dass die Webseite der Nationalversammlung „mit einem Übermaß an Anfragen“ konfrontiert war, was den Server am Montagnachmittag lahmgelegt hatten. Die Website der Nationalversammlung funktionierte am späten Nachmittag des 27. März wieder normal, nachdem sie mehrere Stunden lang aufgrund eines Cyberangriffs ausgefallen war. Die Dienststellen des Parlaments bestätigten gegenüber Franceinfo am Nachmittag, dass der Server „mit einem Übermaß an Anfragen konfrontiert ist, was die Seite lahmlegt“. Die Website der Nationalversammlung zeigte nur noch eine feste Seite mit der Meldung „504 gateway timeout“ oder auch „Website derzeit in Wartung“. Aber nur die Internetseite war betroffen, wie Franceinfo unter Berufuhng auf eine parlamentarische Quelle meldete. Der interne Server funktionierte weiterhin normal und die parlamentarischen Angestellten hatten Zugang zu ihren E-Mails und Arbeitsdokumenten. Gleichzeitig bekannte sich die pro-russische Hac…

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  • Trotz Müll in de Straßen und Demonstrationen: Der Paris-Marathon wird am Sonntag stattfinden

    Trotz Müll in de Straßen und Demonstrationen: Der Paris-Marathon wird am Sonntag stattfinden

    Eine Absage im wegen Demonstrationen gegen die Rentenreform und dem Streik der Müllabfuhr sei nicht vorgesehen, sagt der Organisator des Sportereignisses.

    Die 46. Ausgabe des Paris-Marathons soll am Sonntag in jedem Fall stattfinden, wie France Bleu Paris am Montag, 27. März von der Amaury Sport Organisation erfuhr. Der Veranstalter des großen Sportereignisses dementiert die in sozialen Netzwerken kursierenden Gerüchte über eine mögliche Absage im Zusammenhang mit Demonstrationen gegen die Rentenreform und dem Streik der Müllabfuhr.

    Der für Sport zuständige stellvertretende Bürgermeister von Paris, Pierre Rabadan, bestätigte auf Twitter, es sei „nie die Rede davon gewesen, den Paris-Marathon in diesem Jahr abzusagen oder zu verschieben“. 

    Der Paris-Marathon 2023 soll auf den Champs-Élysées starten und dann am Place de la Concorde, der Opéra Garnier und dem Hôtel de Ville vorbeiführen. Der Marathon soll auch durch den Bois de Vincennes und den Bois de Boulogne führen und in der Avenue Foch (16. Arrondissement) enden. Diese Entscheidung wurde unabhängig von möglichen Demonstrationen gegen die Rentenreform getroffen.

  • Gewalt bei Demonstrationen: Paris verzeichnet Rückgang der Hotelbuchungen von Ausländern um 30%

    Gewalt bei Demonstrationen: Paris verzeichnet Rückgang der Hotelbuchungen von Ausländern um 30%

    Der Präsident des nationalen Hotel- und Gaststättenverbandes klagte am Freitag auf dem Sender Franceinfo über die „Trägheit der Bürgermeister der großen Städte“, die von den gewalttätigen Ausschreitungen betroffen waren, und nannte Paris, Nantes und Rennes als Beispiele.

    Paris verzeichnet einen Rückgang der Buchungen von Ausländern für Hotels um 20 % bis 30 % und für Seminare um 15 %, sagte Didier Chenet, Präsident des Groupement national des Indépendants de l’hôtellerie et de la restauration, am Freitag, dem 24. März, auf dem Sender Franceinfo. „Der Hauptgrund dafür ist das herrschende Chaos und de schmutzige Zustand von Paris“. Die Gewalt am Rande der Proteste gegen die Rentenreform traf besonders kleine Geschäfte.

    Gastronomiebetriebe, die sich in den Gebieten der Hauptstadt befinden, die von diesen gewalttätigen Auseinandersetzungen besonders betroffen waren, verzeichnen „einen Umsatzrückgang, der zwischen 50 und 80 Prozent oder sogar 100 Prozent liegt“, sagt Didier Chenet. Für diejenigen, die sich nicht in diesen Zonen befinden, stellen die Umsatzrückgänge „eine Größenordnung von 30 bis 50 %“ dar. Bei den Hotels „haben wir einen Rückgang in der Größenordnung von 15 %“. Auch in den Regionen außerhalb der Großstädte „liegt der Umsatzrückgang bei 20 bis 30 %. (…) In der Provinz sind es aber eher der Treibstoffmangel und die Schwierigkeiten bei der Anreise, die diesen Geschäftsrückgang verursachen“.

    Der Präsident des französischen Hotel- und Gaststättenverbandes prangert insbesondere „ein Bild der Verwüstung“ in den Straßen des Pariser Opernviertels an. Bei vielen Geschäften wurden die Schaufenster eingeschlagen. Außerdem kritisierte er die „Trägheit der Bürgermeister der von der Gewalt betroffenen Großstädte“ und nannte Paris, Nantes und Rennes als Beispiele. „Angesichts der Trägheit der Bürgermeister fordere ich die Regierung auf, 1) die Sicherheit von Eigentum und Personen zu gewährleisten und 2) den gesamten Müll von den Straßen entfernen zu lassen, der Brandherde und Gesundheitsinfektionen darstellt. Paris und die Großstädte müssen gesäubert werden“. Aufgrund des Streiks der Müllabfuhr werden in Paris seit Tagen keine Mülltonnen mehr abgeholt. Die Zwangsverpflichtung von Müllarbeitern, die die Müllberge abholen sollen, reichte bisher nicht aus, um die Straßen der Hauptstadt zu reinigen.

  • Europarat alarmiert über „exzessive Gewaltanwendung“ gegen Demonstranten in Frankreich

    Europarat alarmiert über „exzessive Gewaltanwendung“ gegen Demonstranten in Frankreich

    Die Gewalt, mit der Angehörige der Polizei in Frankreich gegen Demonstranten vorgingen, die gegen die Rentenreform protestierten, hat die Menschenrechtskommissarin des Europarats alarmiert. Sie kritisierte am Freitag eine „exzessive Anwendung von Gewalt“.

    Die Menschenrechtskommissarin des Europarates, Dunja Mijatovic, hat sich am Freitag, dem 24. März, alarmiert über „exzessive Gewaltanwendung“ gegenüber Demonstranten gegen die Rentenreform geäußert und Frankreich aufgefordert, das Demonstrationsrecht zu respektieren.

    „Es kam zu gewalttätigen Zwischenfällen, von denen sich einige gegen die Ordnungskräfte richteten“, schrieb die Kommissarin in einer Erklärung. „Aber sporadische Gewalttaten einiger Demonstranten oder andere verwerfliche Handlungen anderer Personen während einer Demonstration rechtfertigen nicht die übermäßige Anwendung von Gewalt durch Staatsbeamte. Diese Handlungen reichen auch nicht aus, um friedlichen Demonstranten das Recht auf Versammlungsfreiheit zu verwehren“, so Dunja Mijatovic.

    „Es ist Aufgabe der Behörden, die wirksame Ausübung der Demonstrations- und Versammlungsfreiheit zu ermöglichen, indem sie friedliche Demonstranten und Journalisten, die über diese Demonstrationen berichten, vor Polizeigewalt und vor gewalttätigen Einzelpersonen schützen, die in oder am Rande der Demonstrationszüge agieren“, betonte sie.

    In den letzten Tagen haben Anwalts- und Richtervereinigungen sowie linke Politiker Polizeigewalt bei den Demonstrationen gegen die Rentenreform angeprangert.

    Die NGO Reporter ohne Grenzen (RSF) forderte Innenminister Gérald Darmanin am Freitag auf, „der Polizeigewalt gegen Journalisten ein Ende zu setzen“.

    Menschenrechtskommissarin Dunja Mijatovic äußerte sich außerdem besorgt über die Festnahme und den Polizeigewahrsam einiger Demonstranten und Personen, die sich in der Nähe der Demonstrationen aufhielten, und stellte die Frage nach der „Notwendigkeit und Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen, denen sie unterzogen wurden“.

    „Das Versäumnis, eine Demonstration anzumelden, reicht an sich nicht aus, um einen Eingriff in das Recht der Demonstranten auf friedliche Versammlung oder eine strafrechtliche Sanktion für die Teilnehmer einer solchen Demonstration zu rechtfertigen“, stellte sie mit Bezug auf entsprechende Äußerungen des französischen Innenministers Gérald Darmanin fest.

    Der Minister hatte am Dienstag erklärt, dass die Teilnahme an einer „nicht angemeldeten Demonstration“ ein „Vergehen“ darstelle, das eine „Festnahme“ „verdiene“.

    Gérald Darmanin kündigte am Freitag die Einleitung von elf gerichtlichen Ermittlungen wegen mutmaßlicher Polizeigewalt in der vergangenen Woche im Rahmen der Mobilisierung gegen die Rentenreform an.

    Ermittlungen, die der Generalinspektion der nationalen Polizei (IGPN) nach Drohungen und Einschüchterungen von Polizisten gegen junge Demonstranten in Paris anvertraut wurde. Eine Tonaufnahme, die der Zeitung Le Monde und der Website Loopsider vorliegt, macht besonders von sich reden.

    In diesem Zusammenhang nahmen laut Le Monde und Loopsider Polizisten der Brav-M, einer Einheit, die für ihre muskulösen Einsatzmethoden verschrien ist, sieben Jugendliche fest, die verdächtigt wurden, an Sachbeschädigungen beteiligt gewesen zu sein.

    Einer der Festgenommenen zeichnet daraufhin diskret den Austausch mit den Polizisten auf. Man hört, wie die Beamten eine Reihe von erniedrigenden, bedrohlichen und einschüchternden Äußerungen aneinanderreihen, insbesondere gegenüber einem der sieben Jugendlichen, der afrikanischer Herkunft ist.