Kategorie: Frankreich

  • Einheit im Zentrum: François Bayrou wirbt für die Fusion der Parteien MoDem und Renaissance

    Einheit im Zentrum: François Bayrou wirbt für die Fusion der Parteien MoDem und Renaissance

    Frankreichs politische Mitte könnte vor einer bedeutenden Neuordnung stehen. François Bayrou, Vorsitzender der Partei Mouvement Démocrate (MoDem), hat sich erneut für eine Fusion seiner Partei mit der Partei Renaissance ausgesprochen – dem politischen Projekt von Emmanuel Macron. Die Idee ist nicht neu, wurde jedoch bislang aus taktischen Gründen zurückgestellt. Nun, angesichts einer sich wandelnden politischen Landschaft und eines schwindenden Führungszentrums, wird sie mit neuer Dringlichkeit diskutiert. Bayrou betont, er habe „sein ganzes politisches Leben lang die Einheit der Mitte verteidigt“. Die Zersplitterung schwäche das Zentrum und werde, so seine Einschätzung, lediglich durch organisatorische Eigeninteressen aufrechterhalten. Hinter diesem Appell steht nicht nur die Hoffnung auf strategische Geschlossenheit, sondern auch das Bedürfnis nach einer verlässlichen und anschlussfähigen Plattform für die Zeit nach Emmanuel Macron. Eine gemeinsame Geschichte mit getrennten Wegen Die…

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  • Hello Masters: Das neue Netzwerk für erfahrene Profis – endlich sichtbar jenseits der 45

    Hello Masters: Das neue Netzwerk für erfahrene Profis – endlich sichtbar jenseits der 45

    Ein neuer Wind weht durch die Welt der beruflichen Netzwerke in Frankreich – und er riecht nach Erfahrung, Kompetenz und einem gesunden Maß an Lebensklugheit. Der Name? Hello Masters. Der Anspruch? Hoch. Der Fokus? Klar: Hier geht es um Fach- und Führungskräfte, die mitten in ihrer Karriere stehen – oder diese bewusst neu ausrichten wollen. Keine Bühne für Berufsanfänger, keine Plattform für Selbstinszenierung – sondern ein Raum für Substanz.

    Weg mit dem Schubladendenken

    Seit sechs Monaten gibt es Hello Masters nun – und die Zahl der Mitglieder wächst stetig. Noch handelt es sich um einen Geheimtipp: 4.500 Nutzerinnen und Nutzer haben sich bislang registriert, davon 25 Prozent Führungskräfte, weitere 25 Prozent befinden sich in der beruflichen Neuorientierung, die restlichen 50 Prozent sind aktiv im Beruf, aber offen für neue Impulse. Das klingt nach Bedarf – und vielleicht auch nach einem bislang unerfüllten Wunsch vieler: ernst genommen zu werden, auch jenseits der magischen Grenze von 45.

    Denn genau dort fängt das Problem häufig an. „Bereits ab 45 Jahren berichten viele von einer Art beruflichem Abstellgleis“, sagt Mitgründerin Blandine Mercier, ehemals in der Werbung tätig. Die Folge: Deklassierung, Unsichtbarkeit – trotz (oder gerade wegen) jahrzehntelanger Erfahrung. Das Ziel von Hello Masters? Die Perspektive drehen. Statt auf Lücken oder Alter zu starren, soll endlich das gesehen werden, was wirklich zählt: Können, Know-how, Persönlichkeit.

    Kompetenz statt Karrieretitel

    Was sofort ins Auge fällt: Das klassische CV spielt hier nur noch eine Nebenrolle. Ein eigens entwickelter Algorithmus analysiert den Werdegang und filtert, was wirklich zählt: Kompetenzen, Fähigkeiten, Haltung. Es geht nicht mehr darum, ob jemand „Head of“ war, sondern darum, was er oder sie tatsächlich geleistet hat – und in welchem Kontext das heute hilfreich sein kann.

    Das Ergebnis? Ein Profil, das Angebote nicht nach Berufsbezeichnung, sondern nach Passung vorschlägt: Projektaufträge, Beratungstätigkeiten, Mandate in Aufsichtsräten, Ehrenämter oder auch Freelance-Jobs. Wer möchte, kann zudem E-Learning-Angebote nutzen – oder an Veranstaltungen und Roundtables teilnehmen, die auf dem Portal gesammelt werden.

    Selbst Themen wie Ruhestandsplanung oder Vermögensverwaltung finden ihren Platz – also alles, was Berufstätige in der zweiten oder dritten Karrierestufe beschäftigt. Eine echte Hilfe, besonders in Übergangsphasen.

    Wertschätzung ohne Showeffekt

    Was die Mitglieder besonders schätzen? Authentizität. Lydia, 47, Beraterin in einem Strategiehaus, spricht von einer „Community mit ähnlichen Lebensfragen und Herausforderungen“. Sie genießt es, Gedanken zu teilen, ohne sich verstellen zu müssen – oder sich wie auf anderen Plattformen in einem Kampf um Sichtbarkeit zu verlieren.

    Marc, 60, Vertriebsleiter einer mittelständischen Firma, findet klare Worte: „Weniger Narzissmus, mehr Inhalt.“ Was ihn außerdem begeistert: die Ruhe. Keine automatisierten Nachrichten, keine KI-generierten Videos, keine Push-Flut. Einfach nur Menschen – mit echter Erfahrung und echtem Interesse an Austausch.

    Eine Antwort auf einen stummen Ruf

    Der Erfolg von Hello Masters zeigt, wie groß der Bedarf an einem professionellen Netzwerk ist, das die Lebensrealitäten der „Generation Erfahrung“ ernst nimmt. Denn während in vielen Unternehmen und Netzwerken die Glorifizierung von „jung, dynamisch, digital“ dominiert, geht hier jemand bewusst einen anderen Weg – und bietet genau jenen eine Bühne, die in der klassischen Arbeitswelt oft übersehen werden.

    Das macht Hoffnung. Und Mut.

    Und was bringt die Zukunft?

    Noch ist Hello Masters eine Nische – doch vielleicht genau deshalb so wertvoll. Die Macher setzen auf organisches Wachstum, keine gekauften Reichweiten oder Werbekampagnen. Man will die richtigen Leute anziehen – nicht die lautesten.

    Wer sich also nach einem Netzwerk sehnt, das auf Inhalte statt auf Likes setzt, auf Erfahrung statt auf Statussymbole – sollte sich hier mal umsehen. Vielleicht liegt genau darin die neue Stärke unserer Zeit: Nicht lauter zu werden, sondern klarer.

    Von Andreas M. B.

  • Julien Doré: Der Poet mit Pop-Appeal – zwischen Kunsthochschule, Chanson und Stadion

    Julien Doré: Der Poet mit Pop-Appeal – zwischen Kunsthochschule, Chanson und Stadion

    Wer Julien Doré einmal live gesehen hat, weiß: Hier steht nicht nur ein Sänger auf der Bühne – hier lebt jemand seine Kunst. Zwischen verspieltem Charme, ironischem Ernst und musikalischer Vielfalt hat sich der 1982 in Alès geborene Künstler längst einen festen Platz in der französischen Musiklandsc…

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  • Wenn Schokolade gefährlich wird: Rückrufe bei Lidl verunsichern Kunden in Frankreich

    Wenn Schokolade gefährlich wird: Rückrufe bei Lidl verunsichern Kunden in Frankreich

    Ein Bissen Schokolade – normalerweise ein Moment purer Freude. Doch in Frankreich hat dieser Genuss in den vergangenen Monaten einen bitteren Beigeschmack bekommen. Gleich mehrere Rückrufe von Schokoladenprodukten bei Lidl sorgten für Verunsicherung. Besonders betroffen: die beliebten Brezeln der Marke Alpenfest. Süßes mit scharfem Nachgeschmack Am 5. Februar 2025 veröffentlichte der ungarische Hersteller Felföldi Édességgyártó Kft. eine Warnung: Die „Bretzels enrobés de chocolat“ – mit Schokolade überzogene Brezeln in der 140-Gramm-Packung – könnten gefährlich sein. Konkret ging es um die Charge mit der Nummer 8509 und dem Mindesthaltbarkeitsdatum 28.02.2025. Diese waren seit April 2024 in allen französischen Lidl-Filialen erhältlich. Was wie ein harmloser Snack aussieht, entpuppte sich für einige Konsumenten als Risiko: Es wurde davor gewarnt, dass der Verzehr ein brennendes Gefühl im Mund hervorrufen und sogar Verletzungen an Zunge und im Rachenbereich verursachen könne. Eine konkre…

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  • Trumps Strafzölle treffen Frankreich ins Mark: Wirtschaft im Alarmzustand

    Trumps Strafzölle treffen Frankreich ins Mark: Wirtschaft im Alarmzustand

    Die Nachricht schlug ein wie ein Donnerschlag: Am 2. April 2025 kündigte US-Präsident Donald Trump Strafzölle in Höhe von 20 Prozent auf Importe aus der Europäischen Union an. In Frankreich schrillen seither die Alarmglocken – betroffen sind nicht nur ein paar Branchen, sondern gleich mehrere tragende Säulen der Wirtschaft. Vom Flugzeughersteller Airbus über die weltberühmten Weinkellereien bis hin zu Luxusgiganten wie Kering – niemand bleibt verschont. Airbus: Turbulenzen über dem Atlantik Wenn einer derzeit unter Hochdruck steht, dann ist es Airbus. Seit Jahrzehnten ist der europäische Flugzeugbauer ein Aushängeschild französisch-europäischer Industriekompetenz. Die neuen US-Zölle durchkreuzen jedoch diese Erfolgsgeschichte. Denn sie beenden eine seit 45 Jahren bestehende Zollbefreiung – ein Privileg, das plötzlich Geschichte ist. Die Folgen? Für US-Fluggesellschaften verteuern sich Airbus-Flugzeuge drastisch. Und wenn ein Dreamliner oder A350 plötzlich nicht nur mit technischen Vort…

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  • Le Pens Verurteilung spaltet das Land – Demonstrationen in Paris

    Le Pens Verurteilung spaltet das Land – Demonstrationen in Paris

    Kaum zwei Jahre vor der nächsten Präsidentschaftswahl sorgt das Gerichtsurteil gegen Marine Le Pen und ihre Partei Rassemblement National (RN) für eine tiefgreifende politische Erschütterung in Frankreich. Der Vorwurf: Veruntreuung öffentlicher Gelder im Zusammenhang mit der Beschäftigung europäischer Parlamentsassistenten. Das Urteil in erster Instanz hat nicht nur rechtliche, sondern auch weitreichende politische Konsequenzen – denn Marine Le Pen droht nun die politische Unwählbarkeit. Ein Sonntag, drei Lager Paris steht an diesem Sonntag, dem 6. April 2025, im Zentrum der innenpolitischen Spannungen. Während sich der RN um 15 Uhr auf der Place Vauban versammelt, um seiner Anführerin demonstrativ den Rücken zu stärken, formiert sich wenige Kilometer entfernt eine Gegenbewegung auf der Place de la République. Auch der „zentrale Block“ um die Macron-Partei Renaissance veranstaltet parallel einen seit Langem geplanten Parteitag in Saint-Denis, der durch die aktuellen Ereignisse eine gan…

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  • Tragödie am Himmel: Ultraleichtflugzeug stürzt bei Fontenay-le-Comte ab

    Tragödie am Himmel: Ultraleichtflugzeug stürzt bei Fontenay-le-Comte ab

    Ein sonniger Samstag im Département Vendée wurde plötzlich von einem tragischen Ereignis überschattet: In der Nähe von Fontenay-le-Comte stürzte am 5. April 2025 ein Ultraleichtflugzeug ab. Der 74-jährige Pilot überlebte das Unglück nicht.

    Ein ruhiger Tag mit fatalem Ausgang

    Das Fluggerät, ein Ultraleichtflugzeug (kurz ULM), ging auf einem Feld nieder – weit entfernt von Straßen oder Wohngebieten. Augenzeugen berichten von einem abrupten Abfall der Maschine, bevor sie hart aufschlug. Der Mann wurde aus dem Cockpit geschleudert und erlag seinen Verletzungen noch am Unfallort.

    Was genau zum Absturz führte, ist derzeit unklar. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Ob ein technischer Defekt, ein Pilotenfehler oder äußere Umstände wie ein plötzliches Wetterphänomen eine Rolle spielten – das bleibt vorerst Spekulation.

    Ein riskantes Hobby mit vielen Facetten

    Ultraleichtflugzeuge sind bei Hobbypiloten beliebt. Sie gelten als kostengünstige Möglichkeit, die Faszination des Fliegens zu erleben. Doch genau diese Maschinen bergen auch Risiken. Im Gegensatz zur kommerziellen Luftfahrt fehlt es hier oft an doppelten Sicherheitsnetzen.

    Wer ein ULM steuert, trägt große Verantwortung – für sich selbst und für andere. Ein kleiner Fehler, ein technisches Versäumnis oder ein Moment der Unachtsamkeit kann fatale Folgen haben. Und selbst erfahrene Piloten, wie offenbar in diesem Fall, sind nicht vor Unglücken gefeit.

    Auch in Frankreich keine Einzelfälle

    Frankreich ist Heimat zahlreicher kleiner Flugplätze und Flugschulen, insbesondere im Westen des Landes. In Regionen wie der Vendée, wo das Wetter oft ideale Bedingungen bietet, ist der Luftsport weit verbreitet. Doch mit der Beliebtheit steigen auch die Unfallzahlen.

    Allein in den letzten fünf Jahren wurden landesweit mehrere Abstürze von Ultraleichtflugzeugen registriert – viele davon mit tödlichem Ausgang. Die Ursachen reichen von mangelnder Wartung über plötzliche Wetterumschwünge bis hin zu gesundheitlichen Problemen der Piloten.

    Regelungen und Sicherheitsstandards

    Zwar gibt es auch für Ultraleichtflugzeuge klare Vorschriften in Frankreich: regelmäßige technische Überprüfungen, Flugtauglichkeitsnachweise und medizinische Checks sind Pflicht. Dennoch zeigt sich in der Praxis immer wieder, dass einzelne Faktoren unterschätzt oder nicht ausreichend berücksichtigt werden.

    Hinzu kommt: ULMs sind deutlich anfälliger für Turbulenzen, Windböen oder thermische Effekte. Wer damit fliegt, braucht nicht nur technisches Verständnis, sondern auch eine gehörige Portion Erfahrung und Besonnenheit.

    Ein Moment des Innehaltens

    Der Absturz bei Fontenay-le-Comte ist ein trauriger Anlass, über die Verantwortung im Luftsport nachzudenken. Für viele ist das Fliegen mehr als ein Hobby – es ist Freiheit, Abenteuer, Leidenschaft. Doch wie schnell diese Freiheit in Tragik umschlagen kann, zeigt dieses Unglück auf erschütternde Weise.

    Unsere Gedanken sind bei der Familie des Verstorbenen. Es ist ein harter Schlag, der nicht nur eine Lücke reißt, sondern auch eine stille Mahnung hinterlässt – an alle, die sich in die Lüfte erheben.

    Andreas M. B.

  • Frühling in der Luft – und Pollen leider auch

    Frühling in der Luft – und Pollen leider auch

    Mit dem Erwachen der Natur und den ersten warmen Sonnenstrahlen zieht es die Menschen wieder ins Freie. Parks füllen sich, Straßencafés erleben ihren Frühling – doch nicht alle genießen diese Zeit unbeschwert. Für viele beginnt jetzt ein regelrechter Hürdenlauf: Die Pollensaison in in Frankreich hat begonnen – und das in voller Wucht.

    Wenn die Natur die Nase kitzelt

    Was romantisch klingt, kann zur täglichen Qual werden. Die sogenannte saisonale allergische Rhinitis – umgangssprachlich als Heuschnupfen bekannt – trifft jedes Jahr Millionen. Auslöser sind winzige Pollenpartikel, die in die Atemwege gelangen und das Immunsystem auf Hochtouren bringen. Die Folge? Ein Dauerfeuer aus Niesen, laufender Nase, juckenden Augen und manchmal sogar asthmatischen Beschwerden.

    Vor allem für Asthmatiker kann die Pollensaison eine regelrechte Belastungsprobe sein. Was viele unterschätzen: Die Symptome können nicht nur lästig, sondern im Alltag wirklich einschränkend sein – Konzentration, Schlafqualität und sogar das Sozialleben leiden mitunter mit.

    Der Übeltäter: Der Birkenpollen

    In der Île-de-France steht aktuell ein Hauptschuldiger fest: die Birke. Ihre Pollen schweben derzeit in besonders hoher Konzentration durch die Luft. Wer allergisch auf sie reagiert, spürt das schon bei einem kleinen Spaziergang. Der April gilt als Hochphase – erst gegen Monatsende ist mit einer Entspannung zu rechnen.

    Die Birke gehört zu den allergenstärksten Bäumen Europas. Bereits winzige Mengen ihrer Pollen reichen aus, um massive Symptome auszulösen. Besonders heimtückisch: Der feine Blütenstaub ist leicht, langlebig – und macht sich ungebeten überall breit.

    Ein neuer Hoffnungsschimmer: Das digitale Pollentool

    Bis vor Kurzem sorgte der RNSA (Réseau National de Surveillance Aérobiologique) für die tägliche Pollenüberwachung. Doch nach dessen Auflösung im März 2025 hat Atmo France das Steuer übernommen – und gleich ein neues digitales Werkzeug ins Leben gerufen. Seit dem 2. April liefert ein moderner Pollenindex tägliche Vorhersagen für sechs verschiedene Pollentypen – präzise bis auf Gemeindeebene.

    Online abrufbar, ermöglicht dieser Dienst Betroffenen, ihren Alltag besser zu planen. Ein Ausflug ans Flussufer? Oder doch lieber Netflix auf der Couch? Mit dem Pollenindex im Blick fällt die Entscheidung leichter – und ist meist klüger.

    Was hilft wirklich gegen die Pollenplage?

    Klar, ganz entkommen kann man ihnen nicht. Aber mit ein paar Tricks lässt sich die Belastung deutlich reduzieren:

    • Fenster mit Köpfchen öffnen: Am besten frühmorgens oder spätabends lüften – dann ist die Pollenbelastung geringer.
    • Haare waschen – nicht vergessen! Nach einem Tag im Freien lagern sich Pollen gern im Haar ab. Wer abends duscht, trägt sie nicht mit ins Bett.
    • Wäsche drinnen trocknen: So schön frische Luft auch ist – draußen getrocknete Kleidung ist ein Magnet für Pollen.
    • Sonnenbrille nicht nur für den Look: Sie schützt die Augen effektiv vor Pollen und reduziert das nervige Jucken.
    • Täglich informiert bleiben: Der neue Online-Pollenindex ist ein echtes Must-have für Allergiker.

    Wenn’s schlimmer wird: Ärztliche Hilfe holen

    Bei anhaltenden Beschwerden hilft kein Hausmittel der Welt. In solchen Fällen führt der Weg direkt zum Arzt. Antihistaminika können schnelle Linderung verschaffen. Und wer langfristig genug von der Allergie hat, für den kommt möglicherweise eine Desensibilisierung infrage – eine Therapie, bei der der Körper langsam an das Allergen gewöhnt wird.

    Übrigens: Viele Betroffene schwören auch auf Nasenduschen mit isotonischer Kochsalzlösung – ein einfacher Trick mit großer Wirkung.

    Frühling? Ja – aber mit Plan!

    Wer sagt eigentlich, dass man entweder leiden oder auf Frühlingsfreuden verzichten muss? Mit etwas Umsicht, digitaler Hilfe und der richtigen Strategie lässt sich der Pollenzeit die Schärfe nehmen.

    Und mal ehrlich – wäre es nicht schade, sich von ein paar unsichtbaren Pflanzenteilen den ganzen Frühling vermiesen zu lassen?

    Von Andreas M. Brucker

  • Proteste gegen Trump in Paris: Gesänge, Schilder und ein klares Statement

    Proteste gegen Trump in Paris: Gesänge, Schilder und ein klares Statement

    Am 5. April 2025 vibrierte die Place de la République in Paris nicht nur vom Straßenverkehr – sondern auch von Protesten. Rund 200 Menschen, überwiegend amerikanische Staatsbürger, versammelten sich dort, um ein deutliches Zeichen gegen die Politik von Donald Trump zu setzen. Und das nicht zum ersten Mal.

    Mit Schildern wie „Resist Tyrant“, „Rule of Law“ und „Feminists for Freedom not Fascism“ machten die Demonstrierenden klar, worum es ihnen ging: den Schutz demokratischer Werte. Andere wiederum intonierten Bob Dylans Song „Masters of War“, begleitet von Gitarrenklängen – fast wie eine Mahnwache in Liedform. Die Stimmung war friedlich, aber bestimmt.

    Doch Paris stand an diesem Tag nicht allein.

    In mehreren europäischen Städten, darunter Frankfurt, Berlin, London und Lissabon, regte sich zeitgleich Widerstand. In Frankfurt etwa rief die Gruppe „Hands Off!“ zur Kundgebung auf. In Berlin versammelten sich Demonstrierende vor einem Tesla-Showroom – ein stiller Seitenhieb auf Elon Musks enge Verbindung zu Trump.

    Die Protestwelle erinnert stark an die Jahre 2017 und 2018, als Trump zum Ziel weltweiter Polarisierung wurde. Damals, kurz nach seinem Amtsantritt, sorgte sein Einreiseverbot für Menschen aus mehrheitlich muslimischen Ländern für Empörung – auch in Europa. Tausende protestierten damals vor der US-Botschaft in Paris. Und als Trump im Juli 2017 Frankreich besuchte, wurde kurzerhand eine „No Trump Zone“ eingerichtet.

    Dass sich 2025 erneut Menschen auf den Straßen zeigen, ist Ausdruck einer tiefen, unveränderten Unruhe. Zwar liegt Trumps erste Amtszeit Jahre zurück, doch seine Rückkehr auf die politische Bühne – mitsamt polarisierender Rhetorik und konservativer Agenda – scheint alte Wunden wieder aufzureißen. Seine Positionen zu internationalen Bündnissen, dem Klimaschutz und den Rechten von Minderheiten stoßen auf Widerstand – nicht nur in den USA.

    Warum aber gerade Paris?

    Die französische Hauptstadt war schon immer ein Ort des Protests, des Widerstands, der politischen Symbolik. Vom Sturm auf die Bastille bis zu den Gelbwesten: Wer in Paris demonstriert, sendet ein Signal an die Welt. Dass es dabei vor allem US-Amerikaner sind, die nun auf französischem Boden protestieren, macht die globale Tragweite der Trump-Debatte noch deutlicher.

    Ein Teilnehmer erzählte, er sei extra aus Brüssel angereist. „Ich wollte nicht nur online wütend sein. Ich wollte zeigen, dass wir auch hier in Europa nicht wegschauen.“ Eine andere Demonstrantin sagte, sie fühle sich als Feministin und Aktivistin in Trumps Amerika nicht mehr sicher – auch wenn sie gar nicht dort lebt.

    Solche Stimmen sind es, die dem Protest Gewicht verleihen. Sie zeigen, dass die Politik eines US-Präsidenten längst nicht mehr nur nationale Angelegenheit ist. Globalisierung bedeutet eben auch: Globale Verantwortung – und globale Reaktion.

    Klar ist: Die Demos von Paris & Co. sind keine Eintagsfliegen. Sie fügen sich ein in ein Mosaik aus Widerstand, Sorge und dem Wunsch nach Veränderung. Dass der Protest diesmal in kleinerem Rahmen stattfand, schmälert seine Bedeutung nicht. Im Gegenteil. Die Intimität – der Gesang, die Gespräche, die Gesichter – machen ihn umso greifbarer.

    Bleibt die Frage: Was bewirkt all das?

    Verändert ein Schild auf der Place de la République wirklich etwas im Weißen Haus? Vielleicht nicht sofort. Doch es erinnert. Daran, dass Politik immer beobachtet wird. Dass Worte Gewicht haben. Und dass selbst ein einzelner Song an einem Frühlingstag in Paris Teil eines größeren Ganzen sein kann.

    Denn eines steht fest – der Protest ist lebendig. Und er hat eine Stimme.

    Von C. Hatty

  • Leserfrage: Marine Le Pen und das Misstrauen gegenüber der Justiz

    Leserfrage: Marine Le Pen und das Misstrauen gegenüber der Justiz

    Leserfrage: „Ich habe nun oft gelesen, dass Frau Le Pen verurteilt wurde, aber ich habe noch nicht gelesen, dass Frau Le Pen bewiesener Maßen gegen Französisches Recht gehandelt hat. Warum wird die Rechtsprechung angezweifelt?“

    Die Verurteilung der französischen Oppositionsführerin Marine Le Pen hat eine hitzige Debatte über die Unabhängigkeit der Justiz und den Umgang mit politischen Gegnern entfacht. Obwohl ein Pariser Gericht Le Pen jüngst für schuldig befand, EU-Gelder zweckentfremdet zu ha…

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