Kategorie: Frankreich

  • Kalbsbries in Haselnusskruste mit Selleriepüree und Apfelreduktion

    Kalbsbries in Haselnusskruste mit Selleriepüree und Apfelreduktion

    – Klassik trifft auf kreative Texturen und herbstliche Aromen – Sterne-Küche am eigenen Herd – ein Versprechen für Raffinesse, Präzision und pure Geschmacksexplosion. Heute begeben wir uns in die feine Welt der französischen Innereienküche, die in der Haute Cuisine einen Ehrenplatz innehat: Kalbsbri…

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  • Gratinierter Ziegenkäse auf Rote-Bete-Carpaccio mit Pistazienkrokant

    Gratinierter Ziegenkäse auf Rote-Bete-Carpaccio mit Pistazienkrokant

    Ein Spiel aus Temperatur, Textur und Aromen: cremiger Käse, erdige Süße, knackiger Crunch – so komponiert man einen Teller, der in einem Sterne-Restaurant als elegante Vorspeise serviert werden könnte. Heute entführen wir dich in eine kulinarische Liaison von französischer Raffinesse und moderner El…

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  • Grünes Licht für Beton: Die A69 darf weitergebaut werden

    Grünes Licht für Beton: Die A69 darf weitergebaut werden

    Ein Gerichtsurteil, das Wellen schlägt – nicht nur im Département Tarn, sondern im ganzen Land. Die Verwaltungsgerichtsbarkeit von Toulouse hat am 28. Mai 2025 entschieden: Die Arbeiten an der umstrittenen Autobahn A69 zwischen Castres und Toulouse dürfen fortgesetzt werden. Damit wird ein Projekt reaktiviert, das monatelang stillstand – in der Schwebe zwischen wirtschaftlichem Fortschritt und ökologischer Verantwortung.

    Baustart nach Pause: Ein Millionengrab oder notwendige Infrastruktur?

    Drei Monate lang herrschte Stillstand. Die Baustellen waren verlassen, Maschinen parkten ungenutzt, täglich schmolzen laut Experten etwa 180.000 Euro an zusätzlichen Kosten dahin. Jetzt gibt die Justiz wieder grünes Licht. Begründung: „zwingendes öffentliches Interesse“. Ein Ausdruck, der alles und nichts bedeutet – und in diesem Fall schwer wiegt.

    Der Hintergrund? Das Verwaltungsgericht in Toulouse hatte im Februar die Umweltgenehmigung für das Großprojekt aufgehoben. Zu groß seien die Risiken für Natur und Biodiversität. Nun hat das Berufungsgericht diese Entscheidung vorläufig ausgehebelt. Solange das Hauptverfahren nicht abgeschlossen ist – was für 2026 erwartet wird – dürfen die Arbeiten weitergehen. Was wie ein juristischer Winkelzug klingt, ist in Wirklichkeit ein politisches Statement: Infrastruktur vor Umwelt.

    Der Druck aus der Politik: Castres soll nicht länger abgehängt bleiben

    Jean Terlier, Abgeordneter des Départements Tarn, reagierte begeistert. Für ihn ist das Urteil ein „Segen für die Region“. Die Autobahn sei notwendig, um Castres besser an Toulouse anzubinden – wirtschaftlich, sozial, logistisch. Die Region sei zu lange vernachlässigt worden, und die A69 könnte das ändern.

    Doch was bedeutet das für die Menschen vor Ort? Für viele ist die Hoffnung auf bessere Jobs, mehr Unternehmen und kürzere Pendelzeiten greifbar geworden. Auch Bürgermeister in kleineren Orten entlang der geplanten Trasse erwarten sich einen Aufschwung. Die A69 ist für sie mehr als Asphalt – sie ist ein Versprechen auf Teilhabe.

    Protest auf der anderen Straßenseite: Wenn Umweltschutz auf der Strecke bleibt

    Aber natürlich gibt es auch die andere Seite. Der Widerstand ist laut und organisiert – vor allem unter dem Banner des Kollektivs „La Voie est libre“. Für sie ist das Projekt ein Albtraum: eine Straße, die Wälder zerschneidet, Böden versiegelt und das Klima weiter belastet. Dazu komme, dass es durchaus Alternativen gebe: Der Ausbau der bestehenden Nationalstraße oder die Modernisierung der Bahnverbindung zwischen Castres und Toulouse – beides wurde vorgeschlagen und verworfen.

    Die Kritik hat Rückendeckung: Der Nationale Rat für Naturschutz und die Umweltbehörde sprachen sich entschieden gegen die A69 aus. Ihre Argumente: zu hoher Flächenverbrauch, massive Eingriffe in empfindliche Ökosysteme und eine ökonomisch fragwürdige Nutzen-Kosten-Rechnung. Warum also an einem Projekt festhalten, das so viele rote Linien überschreitet?

    Ein Symbol für ein gespaltenes Frankreich

    Die A69 ist längst mehr als ein Straßenbauprojekt. Sie steht sinnbildlich für einen tiefgreifenden Konflikt: Wo hört sinnvolle Entwicklung auf, wo beginnt verantwortungslose Zerstörung? Es geht um mehr als 53 Kilometer Asphalt – es geht um Grundsatzfragen.

    Wie kann Frankreich gleichzeitig seine Regionen stärken und seine Klimaziele einhalten? Die Debatte um die A69 zeigt, dass das Zusammenspiel von Umweltschutz, Bürgerbeteiligung und Infrastrukturpolitik nicht nur schwierig – sondern manchmal schlicht unvereinbar scheint.

    Man fragt sich unweigerlich: Fahren wir hier in die Zukunft – oder ins Verderben?

    Ein Urteil, das noch lange nachhallen wird

    Die Arbeiten an der A69 gehen weiter – vorerst. Denn das Urteil der Verwaltungsgerichtsbarkeit ist lediglich ein Aufschub, kein Freibrief. 2026 wird das endgültige Urteil erwartet. Bis dahin dürfte es laut bleiben – auf der Baustelle und auf der Straße des Protests.

    Eines steht fest: Dieses Projekt hat sich tief in das kollektive Bewusstsein eingebrannt. Es zeigt exemplarisch, wie kompliziert, ja widersprüchlich die Aufgaben moderner Raumplanung sein können. Und wie schwierig es ist, den richtigen Weg zu finden, wenn alle Ampeln gleichzeitig rot und grün zeigen.

    Von Andreas M. Brucker

  • Verdeckter Mord auf Rädern: Wie manipulierte Dieselmotoren 16.000 Menschenleben in Frankreich kosteten

    Verdeckter Mord auf Rädern: Wie manipulierte Dieselmotoren 16.000 Menschenleben in Frankreich kosteten

    Ein Auto – Sinnbild für Freiheit, Fortschritt, Mobilität. Doch hinter diesem glänzenden Image verbirgt sich ein Skandal von historischem Ausmaß, der still und leise Zehntausende Menschenleben gekostet hat. Der VW-Dieselgate-Skandal, vor zehn Jahren aufgedeckt, zieht bis heute blutige Spuren durch Europa. Eine neue Studie des finnischen Forschungszentrums CREA enthüllt: In Frankreich allein starben seit 2009 rund 16.000 Menschen vorzeitig – wegen falscher Abgaswerte.

    Diese Zahl trifft einen wie ein Schlag ins Gesicht. Denn es ist das erste Mal, dass die gesundheitlichen Folgen dieses Skandals so konkret beziffert werden. Zwischen 2009 und 2019 wurden in Europa über 200 Dieselmodelle mit sogenannten Abschalteinrichtungen verkauft – Technik, die eigens dafür entwickelt wurde, die Abgasreinigung während echter Fahrbedingungen zu umgehen. Auf dem Prüfstand sauber, auf der Straße tödlich.

    Und das ist keine Übertreibung.

    Stickstoffdioxid – ein aggressives Reizgas, das in hohen Konzentrationen nachweislich Atemwegserkrankungen, Herz-Kreislauf-Leiden, Diabetes und Krebs begünstigt – wurde in enormen Mengen zusätzlich freigesetzt. Diese „illegalen Emissionen“, wie die CREA-Studie sie nennt, hätten laut Normen niemals in unsere Lungen gelangen dürfen. Und doch – sie sind es.

    Die Rechnung dafür ist tragisch: Bis 2040 sollen es insgesamt 24.000 Todesopfer in Frankreich werden. Davon wären 8.000 Leben noch zu retten – wenn Politik und Industrie endlich entschlossen handeln würden.

    Anne Lassman-Trappier von France Nature Environnement bringt es auf den Punkt: „Wir müssen handeln – sofort!“ In den USA wurde nach dem Aufdecken des Dieselgate-Skandals konsequent durchgegriffen. Fahrzeuge wurden zurückgerufen, Software-Updates aufgespielt, Strafen verhängt. In Frankreich? Fehlanzeige.

    Warum schützt man hierzulande eher die Hersteller als die Bevölkerung?

    Lassman-Trappier spricht von tausenden vermeidbaren Asthmaerkrankungen, Millionen verlorenen Arbeitsstunden – ein enormer Schaden für Wirtschaft und Gesellschaft. Die CREA-Studie beziffert den wirtschaftlichen Verlust auf sage und schreibe 146 Milliarden Euro. Davon allein 2,4 Millionen Krankheitstage, verursacht durch vermeidbare Abgasbelastung.

    Man stelle sich das einmal vor: Schulen, in denen Kinder mit Asthma kämpfen. Menschen, die frühzeitig ihre Arbeit verlieren – oder gar ihr Leben. Und all das, weil einige Manager glaubten, sie könnten sich über Umweltgesetze hinwegsetzen.

    Dabei ist das Problem nicht auf Frankreich beschränkt. EU-weit, inklusive Großbritannien, sind laut Studie 205.000 vorzeitige Todesfälle zu beklagen. Der volkswirtschaftliche Schaden? Über 1.200 Milliarden Euro – eine kaum fassbare Summe.

    Währenddessen haben Gerichte langsam, aber sicher begonnen, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. In Deutschland wurden vier Ex-Volkswagen-Manager jüngst zu Haftstrafen verurteilt – bis zu viereinhalb Jahre. Rupert Stadler, ehemaliger Audi-Chef, erhielt 21 Monate auf Bewährung. Ein Anfang. Doch reicht das?

    Natürlich nicht.

    Solange die betroffenen Autos weiterhin auf unseren Straßen unterwegs sind, solange keine umfassende Nachrüstung oder Entschädigungspflicht durchgesetzt wird, geht das schmutzige Spiel weiter – und die unsichtbaren Opfer nehmen kein Ende.

    Es bleibt die Frage: Wie viele müssen noch sterben, bis Europa den gleichen Mut zeigt wie die USA? Vielleicht ist es an der Zeit, den Mythos vom „sauberen Diesel“ endgültig zu beerdigen. Und die Autobranche daran zu erinnern, dass Profit niemals über Menschenleben stehen darf.

    Von Andreas M. Brucker

  • Schüsse auf Jugendliche: Marseille erlebt erneut blutige Gewaltwelle

    Schüsse auf Jugendliche: Marseille erlebt erneut blutige Gewaltwelle

    Es war ein sonniger Frühlingstag in Marseille, als sich am 27. Mai 2025 eine weitere Tragödie abspielte, die die zweitgrößte Stadt Frankreichs erschütterte. Vor einem bekannten Drogenumschlagplatz im 14. Arrondissement eröffneten zwei Bewaffnete das Feuer auf eine Gruppe von Jugendlichen. Ein 14-jähriger Junge verlor dabei sein Leben – zwei weitere Kinder, 14 und 8 Jahre alt, wurden verletzt. Wie konnte es so weit kommen?

    Tod vor der Haustür

    Der erschossene Junge hatte keine Vorstrafen, war kein polizeibekannter Dealer. Er stand möglicherweise einfach zur falschen Zeit am falschen Ort. Die Angreifer zielten offenbar gezielt – ein kaltblütiger Anschlag, mitten am Tag. Für die Bewohner des Viertels ist es leider kein Einzelfall. Sie leben mit der ständigen Angst, dass auch ihre Kinder Opfer dieser Gewaltspirale werden könnten.

    Der 14-jährige und das 8-jährige Kind, die verletzt wurden, schweben glücklicherweise nicht in Lebensgefahr. Aber die seelischen Wunden – die sind unsichtbar und oft noch viel tiefer. Wie erklärt man einem Achtjährigen, dass er beinahe auf offener Straße erschossen worden wäre?

    Immer jünger, immer brutaler

    Marseille ist längst ein Synonym geworden für das, was Experten „ultrarajeunissement“ nennen: die immer frühere Rekrutierung von Kindern durch Drogenkartelle. Jugendliche im Grundschulalter übernehmen Botengänge, dienen als Späher – oder halten sogar selbst Waffen in der Hand.

    In einem erschreckenden Tempo verschmilzt Kindheit mit krimineller Realität. Einem 14-Jährigen wird eine Pistole in die Hand gedrückt und gesagt: „Mach deinen Job.“ Was wie ein Gangsterfilm klingt, ist für viele Jugendliche bittere Realität – mit tödlichem Ausgang.

    Polizeieinsätze ohne Wirkung?

    Ja, es gibt Polizeiaktionen. Razzien, Durchsuchungen, Festnahmen. Aber sie gleichen dem berühmten Kampf gegen Windmühlen. Jeder zerschlagene Drogenring wird ersetzt – schneller, effizienter, brutaler. Und oft durch noch jüngere Rekruten.

    In den nördlichen Stadtteilen von Marseille – insbesondere im 13. und 14. Arrondissement – herrscht ein Klima der Angst. Anwohner berichten von Schüssen in der Nacht, von brennenden Rollern, von Maskierten mit Sturmhauben. Die Gewalt ist kein Schatten mehr – sie steht mitten auf der Straße.

    Hoffnung oder Ohnmacht?

    Trotz all dieser düsteren Entwicklungen gibt es auch Stimmen, die sich nicht mit der Situation abfinden. Sozialarbeiter, Lehrer:innen, engagierte Nachbarn – sie kämpfen mit Herz und Verstand um jeden einzelnen Jugendlichen.

    Doch ihre Mittel sind begrenzt. Die öffentlichen Gelder – oft ein Tropfen auf den heißen Stein. Die politischen Lösungen? Viel Papier, wenig Veränderung. Wo sind die großangelegten Präventionsprogramme? Wo bleiben Mentoren, Freizeitangebote, Bildungsinitiativen, die den Kids Alternativen zeigen?

    Eine Gesellschaft am Scheideweg

    Diese Tat zeigt wieder einmal, wie dringend eine umfassende Strategie gegen Drogenkriminalität nötig ist – aber nicht nur mit Schlagstöcken und Einsatzwesten. Es braucht Aufklärung, Perspektiven, echte Chancen.

    Denn am Ende geht es um mehr als um Statistiken. Es geht um Kinder, die zur Schule gehen sollten, nicht zur Beerdigung eines Freundes. Es geht um Familien, die wieder Hoffnung schöpfen wollen – in einer Stadt, die viel zu lange schon Opfer von Drogenkriminalität und tödlicher Gewalt ist.

    Wie viele Kinder müssen noch sterben, bevor sich wirklich etwas ändert?

    Von Andreas M. Brucker

  • Verheerendes Feuer im Urlaubsparadies: Großbrand im Cap d’Agde zwingt Hunderte zur Flucht

    Verheerendes Feuer im Urlaubsparadies: Großbrand im Cap d’Agde zwingt Hunderte zur Flucht

    Was als entspannter Urlaub an der Mittelmeerküste begann, endete für viele mit einem Albtraum: Am Dienstagnachmittag, dem 27. Mai 2025, brach im beliebten Campingplatz „Les Sables d’Or“ im südfranzösischen Cap d’Agde ein verheerendes Feuer aus. Innerhalb kürzester Zeit stand ein Großteil des Geländes in Flammen – und das mitten in der Vorsaison, kurz vor einem langen Feiertagswochenende.

    Die Sonne brannte vom Himmel, ein kräftiger Wind fegte über die Region. Genau diese Bedingungen machten den Einsatzkräften das Leben schwer. Wie sich herausstellte, waren das mehr als nur widrige Umstände – es waren der perfekte Brandbeschleuniger. Ein Flammenmeer im Ferienidyll 180 Feuerwehrleute, 48 Einsatzfahrzeuge, Sirenen, Schreie, Rauchschwaden – das beschauliche Urlaubsidyll verwandelte sich in ein Katastrophengebiet. Der Brand breitete sich rasend schnell aus, vernichtete 181 Wohnwagen und 12 Fahrzeuge. 1,5 Hektar – eine Fläche …

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  • Harte Zeiten für Frankreichs Staatskasse – Bayrous Sparhammer naht

    Harte Zeiten für Frankreichs Staatskasse – Bayrous Sparhammer naht

    Frankreich steht vor einem finanzpolitischen Kraftakt: Premierminister François Bayrou hat angekündigt, Anfang Juli einen ambitionierten Sanierungsplan vorzulegen. Ziel ist es, das chronische Haushaltsdefizit innerhalb von drei bis vier Jahren auszugleichen. Eine Mammutaufgabe – und Bayrou lässt keinen Zweifel daran, dass alle Franzosen mitziehen müssen. „Jeder muss seinen Beitrag leisten“, sagte er dieser Tage. Was wie eine Mahnung klingt, ist in Wahrheit ein stilles Alarmsignal. Denn das Staatsbudget des Landes ist seit Jahren aus dem Gleichgewicht – und die Lage verschärft sich zusehends. Ein Defizit, das Frankreichs Fundament wackeln lässt Im Jahr 2024 lag das Haushaltsdefizit bei alarmierenden 6,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Für das Jahr 2025 will man es auf 5,4 Prozent drücken. Doch dafür braucht es nicht weniger als eine finanzielle Rosskur: 50 Milliarden Euro an Einsparungen und Steuererhöhungen sollen das Ruder herumreißen. In einem politischen Klima, das von Polarisier…

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  • Autodiebstahl im XXL-Format: Wie ein kriminelles Netzwerk den Hafen von Marseille nutzte, um gestohlenen Luxusautos nach Algerien zu verschiffen

    Autodiebstahl im XXL-Format: Wie ein kriminelles Netzwerk den Hafen von Marseille nutzte, um gestohlenen Luxusautos nach Algerien zu verschiffen

    Ein verdecktes Katz-und-Maus-Spiel fand über Jahre hinweg im Herzen eines der größten französischen Häfen statt – und fast niemand bemerkte etwas. Erst jetzt wird das ganze Ausmaß eines raffiniert orchestrierten Netzwerks sichtbar, das sich auf den Diebstahl und Export von Fahrzeugen spezialisiert hatte. Und das mitten in Europa. Luxuskarossen auf Abwegen Die Story beginnt nicht in dunklen Hinterhöfen oder zwielichtigen Werkstätten, sondern in hochmodernen Autovermietungen – bevorzugt im Ausland. Dort mieteten Mitglieder des Netzwerks Fahrzeuge, die sie nie zurückbrachten. Stattdessen ging es auf eine gut geplante Reise Richtung Frankreich, genauer gesagt: Marseille. Dort wurden die Fahrzeuge umgehend umgebaut. Neue Fahrgestellnummern, gefälschte Papiere, provisorische Kennzeichen – alles, was nötig war, um den Autos ein neues Gesicht zu verpassen. Anschließend verschwanden sie diskret in Richtung Algerien, über das weit verzweigte Frachtsystem des Grand Port Maritime de Marseille. Ohn…

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  • Menschenkette in Rot: Grenoble zeigt Flagge für Gaza

    Menschenkette in Rot: Grenoble zeigt Flagge für Gaza

    Ein roter Fluss menschlicher Solidarität zog sich am Dienstag, dem 27. Mai 2025, durch Grenoble. Rund 300 Menschen bildeten eine beeindruckende Menschenkette entlang des Cours Jean-Jaurès – für Gaza, für den Frieden, für die Menschlichkeit. Die Aktion unter dem Motto „Tous en rouge pour Gaza“ war nicht nur ein visuelles Statement, sondern auch ein lautloses, aber eindringliches Zeichen für Empathie und Gerechtigkeit.

    Kein Lärm, keine Parolen – nur rote Kleidung und klare Botschaften

    Manchmal braucht es keine Worte, um laut zu sein. Rote Shirts, Palästina-Flaggen, Keffiyehs und Plakate ersetzten an diesem Tag Sprechchöre und Megafone. Von Pont-de-Claix bis zum Quai de l’Isère reihte sich Mensch an Mensch. Die Farbe Rot – Symbol für Blut, Liebe und Widerstand – wurde zum stillen Protest gegen die anhaltende Gewalt in Gaza.

    Beeindruckend war nicht nur die Anzahl der Teilnehmenden, sondern auch die Vielfalt: Menschen jeden Alters, unterschiedlichster Herkunft, vereint in einer einzigen Forderung – Frieden.


    „Diese Kette war einfach schön.“

    Imen Ben Rejeb, Sprecherin von Isère Palestine, zeigte sich tief berührt: „Wir waren völlig überrascht, wie viele gekommen sind. Die letzten Ereignisse in Gaza haben viele wachgerüttelt. Diese Aktion war wirklich überwältigend – und einfach schön.“

    Was ursprünglich als kleine Bürgerinitiative gedacht war, wurde zur bewegenden Demonstration der Solidarität. Spontan, friedlich und ganz ohne politische Banner.

    Stillstand auf Schienen und Straßen – Bewegung in den Köpfen

    Natürlich blieb ein solcher Protest nicht folgenlos für den Alltag in Grenoble. Die Linie E der Straßenbahn stand zeitweise still, besonders zwischen den Stationen Louise-Michel und Annie Fratellini-Esplanade. Auch auf den Linien A bis D ging nichts mehr. Der Verkehr auf dem Cours Jean-Jaurès kam für eine Weile zum Erliegen.

    Doch während die Fahrzeuge stillstanden, bewegte sich etwas anderes – das Bewusstsein.


    Ein Mosaik des Widerstands: Grenoble bleibt wachsam

    Diese Aktion war kein Einzelfall. Bereits in den letzten Monaten hatten sich in Grenoble immer wieder Menschen für die palästinensische Bevölkerung eingesetzt. Mahnwachen, Kundgebungen, Redebeiträge – die Stimmen werden nicht leiser. Im Gegenteil.

    Grenoble entwickelt sich zu einem Zentrum der zivilgesellschaftlichen Solidarität mit Palästina. Kein Spektakel, sondern echte Anteilnahme. Keine parteipolitischen Machtspiele, sondern Menschlichkeit.


    Was bringt Menschen dazu, an einem Dienstag rot gekleidet auf die Straße zu gehen?

    Vielleicht ist es das Gefühl, nicht tatenlos zusehen zu wollen. Oder der Wunsch, sichtbar zu machen, dass Gewalt nicht anonym ist – dass hinter jeder Nachricht aus Gaza ein Mensch, ein Kind, eine Familie steht. Wer diese Menschenkette sah, spürte: Hier ging es nicht um Politik, sondern um Mitgefühl.


    „Tous en rouge“ – vielleicht bald wieder

    Die Organisatorinnen und Organisatoren denken bereits an die nächste Aktion. Denn eines steht fest: Die Geschichte ist nicht zu Ende. Solange Bomben auf Gaza fallen, wird es auch in Grenoble rote T-Shirts geben. Solange die Lage eskaliert, bleibt das Thema auf der Straße.


    Diese stille, aber tief berührende Menschenkette war ein Weckruf – kein lauter, aber ein eindringlicher. Sie hat gezeigt, dass Bürgerengagement keine Megafone braucht. Dass Farbe mehr sagt als tausend Worte. Und dass Solidarität ganz einfach sein kann: Manchmal reicht es, einfach nur dazustehen – in Rot.

    Von C. Hatty

  • Der letzte Patriarch der Pariser Rechten – Jean Tiberi ist tot

    Der letzte Patriarch der Pariser Rechten – Jean Tiberi ist tot

    Jean Tiberi, ehemaliger Bürgermeister von Paris und Symbolfigur der konservativen Hauptstadtpolitik, ist am 27. Mai 2025 im Alter von 90 Jahren gestorben. Mit ihm endet ein Kapitel der Pariser Geschichte – eines, das von ehrgeizigen städtebaulichen Visionen, langjähriger Macht und nicht zuletzt von dunklen Schatten geprägt war. Geboren am 30. Januar 1935 in Paris, mit korsischen Wurzeln, hat Tiberi über ein halbes Jahrhundert lang die politische Bühne der französischen Hauptstadt mitgestaltet. Eine Ära, die vielen bis heute in Erinnerung geblieben ist – aus den unterschiedlichsten Gründen. Der Aufstieg eines Urgesteins Alles beginnt 1965. Damals betritt der junge Jean Tiberi das Pariser Rathaus als Mitglied des Gemeinderats. Schon drei Jahre später wird er Abgeordneter – ein Mandat, das er unglaubliche 44 Jahre lang hält. Kaum jemand kennt sich mit den politischen Mechanismen des Landes so gut aus wie er. Enge Verbindungen zum späteren Staatspräsidenten Jacques Chirac ebnen Tiberi schl…

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