Kategorie: Frankreich

  • Roter Schnee in den Alpen: Was ist das „Gletscherblut“, dieses Phänomen, das Wissenschaftlern Sorgen bereitet?

    Roter Schnee in den Alpen: Was ist das „Gletscherblut“, dieses Phänomen, das Wissenschaftlern Sorgen bereitet?

    Wenn der Sommer naht, wird der Schnee in den französischen Alpen scharlachrot. Ein rätselhaftes Phänomen, das Wissenschaftler beunruhigt.

    Immer wenn der Sommer naht, färben sich die Schneedecken in den französischen Alpen rot. Ein Phänomen, das die Einheimischen als „Blut der Gletscher“ bezeichnen und das bei Wissenschaftlern Besorgnis hervorruft. Tatsächlich sind es rote Mikroalgen, die sich so stark vermehren, dass sie am Ende den Schnee färben. Sie sind auch im Winter vorhanden, sind aber aufgrund ihrer Anzahl und grünen Farbe weniger sichtbar.

    „Wenn die Sonnenstrahlen sehr stark werden, etwa ab Mai, bauen die Algen ein Schild aus roten Molekülen auf, die wie Sonnencreme wirken. Das fällt auch mit der Zeit zusammen, in der sie sich vermehren und auf den Berggipfeln surreale Landschaften bieten“, erklärt Eric Maréchal, Forschungsleiter am Labor für Zell- und Pflanzenphysiologie in Grenoble, gegenüber Le Parisien.

    Das Phänomen hat jedoch in den letzten Jahren spürbar zugenommen. Und es ist möglich, dass der Anstieg des CO2 in der Atmosphäre, von dem sich die Algen ernähren, eine der Ursachen dafür ist. Außerdem beschleunigen diese Mikroalgen das Schmelzen von Schnee. „Leider begünstigt die rote Färbung das Abschmelzen der Gletscher, indem sie den Albedo-Effekt des Schnees unterdrückt. Es reflektiert weniger Sonnenstrahlung, erwärmt sich und schmilzt schneller. In Gebieten ohne Gletscher verkürzt sich dadurch die Dauer der Schneedecke, was wiederum Auswirkungen auf die Wasserversorgung von Dämmen und die landwirtschaftliche Bewässerung in den Ebenen hat“, sagt Éric Maréchal.

    Diese Mikroalgen haben aber auch ihre Vorteile. Sie sind reich an Antioxidantien und könnten im Kampf gegen die Zellalterung interessant sein.

  • Covid-19: Vielversprechende Ergebnisse beim Mischen der Impfstoffe

    Covid-19: Vielversprechende Ergebnisse beim Mischen der Impfstoffe

    Nach den Ergebnissen mehrerer Studien ist die Verwendung von zwei verschiedenen Impfstoffen gegen Covid-19 „genauso wirksam oder sogar wirksamer“ als die zweimalige Verwendung des gleichen Impfstoffs. Ursprünglich wurde es als einer der größten Fehler der französischen Impfkampagne gegen Covid-19 angesehen. Am Ende kann es sich als eine effektivere Strategie herausstellen. Ende März 2021 gab die französische Gesundheitsbehörde das Verbot des Impfstoffs von AstraZeneca für Menschen unter 55 Jahren bekannt, nachdem in Europa seltene Fälle von Thrombosen aufgetreten waren. Weil AstraZeneca, so wie die meisten Anti-Covid-Seren zwei Injektionen erfordert, hatten damals 600.000 mit AstraZeneca Erstgeimpfte ein Problem. Was tun für ihre zweite Dosis: AstraZeneca trotz des Verbots auch für die zweite Dosis verwenden? Oder einen anderen Impfstoff verwenden? Frankreich, wie auch andere Länder, vor allem Dänemark und Deutschland, wählten die letzte Option und forderten die Betroffenen auf, sich …

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  • Blutspende: Es fehlen Blutkonserven

    Blutspende: Es fehlen Blutkonserven

    Pascal Morel, medizinischer und Forschungsdirektor des französischen Blutspendedienstes, war zu Gast in den Franceinfo-Nachrichten. Er erklärt, warum der französische Blutspendedienst einen Notruf für Blutspenden startet. Ein „Notruf“! Am Weltblutspendertag, der normalerweise eine Gelegenheit ist, den Spendern zu danken, schlägt der französische Blutspendedienst (EFS) Alarm. „Die Reserven reichen nicht aus“, sagte Pascal Morel, medizinischer Direktor des EFS, am Montag, 14. Juni, in den Nachrichten von Franceinfo. „Es ist außergewöhnlich, dass wir uns am 14. Juni in einer Situation befinden, wie wir sie derzeit erleben, mit weniger als 85.000 Blutkonserven auf Lager“, führte er aus. Während die Covid-19-Patienten in den Krankenhäusern immer weniger werden, nehmen die medizinischen Dienste ihre gewohnte Tätigkeit wieder auf und der Bedarf an Transfusionen steigt, während das Blutspenden durch die Gesundheitskrise mehrere Monate lang nur eingeschränkt funktionierte. „Der Engpass hängt wa…

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  • Massiver Rückruf von in Supermärkten verkaufter Eissorten wegen giftiger Substanz

    Massiver Rückruf von in Supermärkten verkaufter Eissorten wegen giftiger Substanz

    Carrefour, Netto, Picard und Extreme: mehr als sechzig Eiscremes werden zurückgerufen, weil der krebserregende Stoff Ethylenoxid in den Produkten entdeckt wurde. In der grossen Hitze dieser Tage haben sich viele Franzosen auf leckeren Eiscreme gestürzt. Nun werden derzeit mehr als sechzig Sorten zurückgerufen. Der Grund? Das mögliche Vorhandensein von Ethylenoxid in einer Konzentration, die über dem zulässigen Grenzwert liegt.

    Netto, Carrefour, Adélie (Intermarché), Extrême, Picard, … Viele Marken sind davon betroffen. Die vollständige Liste finden Sie auf der Seite „Rappel conso“. Ethylenoxid wird zur Desinfektion von Produkten verwendet und ist in Europa seit 2011 verboten, da es als krebserregend eingestuft ist. Das Gas wird verwendet, um Lebensmittel gegen Bakterien zu behandeln….

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  • EM: Keine Toleranz bei der Ausgangssperre für das Spiel Frankreich-Deutschland

    EM: Keine Toleranz bei der Ausgangssperre für das Spiel Frankreich-Deutschland

    Für das Halbfinale der French Open in Roland Garros, das auch nach 23 Uhr endete, war eine Ausnahmegenehmigung erteilt worden. Die Ausgangssperre ab 23 Uhr am Dienstag, 15. Juni, wird trotz des Spiels der französischen Fußballmannschaft gegen Deutschland, dem ersten Spiel der EM für beide Mannschaften, nicht aufgehoben, so das Innenministerium gegenüber Franceinfo. Das Spiel sollte deutlich vor 23 Uhr enden, argumentiert das Ministerium, da es in der Gruppenphase des Wettbewerbs keine Verlängerung gibt. Obwohl die Covid-19-Epidemie  in Frankreich weiter zurückgeht, wird die Ausgangssperre ab 23 Uhr bis zum 30. Juni in ganz Frankreich aufrechterhalten. In Roland Garros allerdings konnten Hunderte von Tennisfans am Freitagabend die Niederlage von Rafael Nadal gegen Novak Djokovic verfolgen und durften bis zum Ende des Spiels bleiben, obwohl dieses erst nach 23 Uhr endete. Die Sportministerin Roxana Maracineanu sagte am Samstag, dass eine Verallgemeinerung der Ausnahmen für Sportveranstal…

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  • Covid-19: Wilde Partys während der Ausgangssperre in ganz Frankreich

    Covid-19: Wilde Partys während der Ausgangssperre in ganz Frankreich

    Am Wochenende des 12. und 13. Juni vervielfachten sich in ganz Frankreich die wilden und oft nicht so heimlichen Partys. Die Polizei griff ein, um die Partygänger zu evakuieren, die gegen die Ausgangssperre verstossen hatten.

    Am Sonntag, dem 13. Juni, lange nach Inkrafttreten der Ausgangssperre, herrschte eine festliche Stimmung in den Tuileriengärten in Paris, wo sich fast 200 junge Leute versammelt hatten. Während des gesamten Wochenendes waren ähnliche Szenen in ganz Frankreich zu beobachten, vor allem jedoch in der Hauptstadt, an den Ufern der Seine oder auf der Esplanade des Invalides. Tausende von Minderjährigen und jungen Erwachsenen versammelten sich zu riesigen Partys, jenseits der Ausgangssperre, trotz aller Gesundheitsvorschriften, und das trotz polizeilicher Eingriffe.

    Die Aufhebung der Ausgangssperre wird immer lauter gefordert
    Für alle diese jungen Leute war das Bedürfnis, zusammenzukommen und zu feiern, als ob die Covid-19-Epidemie der Vergangenheit angehörte, stärker als alle Vorsicht und Regeln. Was kann und sollte gegen diese Riesenpartys unternommen werden? Sollte die Ausgangssperre aufgehoben werden, wie es einige Abgeordnete bereits fordern? Die Ausgangssperre bleibt bestehen und streng überwacht, versichert dagegen das Innenministerium, und die Ordnungskräfte sind angewiesen, möglichst jede nicht genehmigte Feier im öffentlichen Raum aufzulösen.

  • Covid-19: Ende der Maskenpflicht im Freien ab 1. Juli?

    Covid-19: Ende der Maskenpflicht im Freien ab 1. Juli?

    Jérôme Salomon, der Generaldirektor für Gesundheit, hat angedeutet, dass das Tragen von Masken im Freien am 1. Juli aufgehoben werden soll. Am Montag, 14. Juni, äußerte sich der Generaldirektor für Gesundheit, Jérôme Salomon, auf dem Sender RTL über die Möglichkeit der Aufhebung der Pflicht zum Tragen einer Maske im Freien. „Wenn alles gut geht, werden wir am 30. Juni noch eine Reihe von Einschränkungen aufheben können“, sagte er. Trotz eines gewissen Optimismus überdie Entwicklung der Epidemie erinnerte die Nummer 2 des Gesundheitsministeriums daran, dass die Maske in Innenräumen noch länger die Regel bleiben wird. „Dort gibt viel es mehr Risiken. Ab dem 1. Juli allerdings wird es im Freien nicht mehr verpflichtend sein, aber die Barrieremaßnahmen bleiben bestehen, nämlich Händewaschen, Abstand halten und Wachsamkeit bei großen Menschenansammlungen“, erklärte Jérôme Salomon auf RTL.

    Während er die Aufhebung der Maskenpflich…

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  • Wetter: Grosse Hitze – fast 40°C im Südwesten an diesem Sonntagnachmittag

    Wetter: Grosse Hitze – fast 40°C im Südwesten an diesem Sonntagnachmittag

    Météo France hatte für diesen Sonntag im Südwesten Temperaturen über 35°C angekündigt. Die 35°C wurden am späten Nachmittag in Okzitanien weitgehend überschritten. Für Mittwoch ist eine weitere Hitzespitze angekündigt.

    An diesem Sonntagnachmittag wurden in Südwestfrankreich fast 40°C erreicht. Eine Temperatur von 39,1°C wurde in Cabestany in den östlichen Pyrenäen gemessen. Überall in den Pyrenees-Orientales war es sehr, sehr heiß mit 37,8°C in Céret, 37,7°C in Le Boulou und 37,1°C in Perpignan, inklusive Föhneffekt, so La Chaîne Météo.

    Viel Sonne und vor allem grosse Hitze gab es bei 33,9°C in Carcassonne, 33,7°C in Toulouse-Francazal, 33,6°C in Muret, 33,4°C in Toulouse-Blagnac oder 33,1°C in Montauban, laut den Messwerten von Météo Ciel am späten Nachmittag.

    Auch andernorts in Okzitanien und Neu-Aquitanien wurden die 30°C weitgehend überschritten mit 32,8°C in Pau, 32,7°C in Auch, 32,4°C in Agen, 31,7°C in Tarbes, 31,3°C in Saint-Girons und 30,8°C in Gourdon. Nur Aveyron blieb unter der 30°C-Marke mit 29°C in Millau und 28,4°C in Rodez.

    Eine neue Hitzespitze am Mittwoch
    Die grosse Hitze wird sich in der nächsten Woche fortsetzen. Météo France prognostiziert Höchstwerte zwischen 35°C und 37°C in der Nähe des Mittelmeers und heiße Nächte, oft über 20°C.

    Am Mittwoch wird ein landesweiter Hitzehöhepunkt erwartet, bevor es zu teils kräftigen Gewittern und damit auch einem Temperaturrückgang kommen soll.

  • Bouches-du-Rhône : Die Feuersaison beginnt stark – warnt die Feuerwehr

    Bouches-du-Rhône : Die Feuersaison beginnt stark – warnt die Feuerwehr

    Ein Feuer zerstörte am Samstag, 12. Juni, 20 Hektar in Arles, so die Feuerwehr in den Bouches-du-Rhône.

    „Die Feuersaison ist bereits in vollem Gange“, warnte die Feuerwehr der Bouches-du-Rhône am Sonntag, 13. Juni, auf France Bleu Provence. Mit der starken Hitze, dem Mangel an Regen und dem immer wieder aufkommenden Wind, rufen sie zu höchster Wachsamkeit auf.

    Allein an diesem Samstag, 12. Juni, zerstörte ein Feuer 20 Hektar Brachland bei Arles, „in einem Sektor, der normalerweise feucht ist“, so Denis Bargès von der Feuerwehr Bouches-du-Rhône gegenüber France Bleu Provence. „Es hat nicht genug geregnet, und das spüren wir. Wir haben bereits jetzt große Brandherde, die die Einsatzkräfte mobilisieren“.

    An diesem Sonntag, 13. Juni, rückte die Feuerwehr zu einem weiteren Brand am Rande der Autobahn in der Nähe von Arles aus. Das Feuer wurde vermutlich durch eine aus einem Autofenster geworfene Zigarettenkippe verursacht, so die Feuerwehr. „Sie sollten auf keinen Fall Zigarettenstummel aus dem Autofenster werfen. Es sollte auch vermieden werden, zu dieser Zeit draußen Feuer zu machen. Ausserdem sollten Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden, wenn man einen Grill anmacht“, betont Denis Bargès am Mikrofon von France Bleu.

  • Paris: Riesige illegale Partys – Ausgangssperre und Barrieregesten werden immer weniger beachtet

    Paris: Riesige illegale Partys – Ausgangssperre und Barrieregesten werden immer weniger beachtet

    Riesige illegale Partys wurden von der Polizei in Paris auf der Esplanade des Invalides aufgelöst. Seit dem Beginn der Lockerungen und der Rückkehr des guten Wetters haben diese Vorfälle zugenommen.

    Seit der Rückkehr des warmen Wetters wurden mehrere illegale Partys organisiert, vor allem in Paris, auf der Esplanade des Invalides. Bei der letzten versammelten sich zwischen 1.500 und 2.000 Menschen und der Rasen wurde in eine Tanzfläche verwandelt. Die Barrieregesten und die Ausgangssperre wurden weitgehend nicht respektiert. „Ich bin geimpft, wir haben Partys, wenn das Wetter schön ist, wollen wir feiern“, erklärt ein Teilnehmer vor der Kamera von France 3, und ein anderer ergänzt: „Die Leute waren seit Monaten eingesperrt. Dadurch, dass wir zusammenkommen, können wir ein bisschen unsere Problemen vergessen.“

    Die Fête de la musique kommt
    Diese Partys wurden über soziale Netzwerke organisiert und für die Behörden ist es schwierig, dies zu verhindern. „Wir haben nicht die personellen Mittel, um Überwachungszellen einzurichten, die Aufrufe zu Versammlungen in sozialen Netzwerken kontrollieren“, beklagt Stanislas Gaudon, Sprecher der Gewerkschaft Alliance Police Nationale. Da die Fußball-Europameisterschaft und die Fête de la musique vor der Tür stehen, gelten strenge Regeln ohne Ausnahmen: Wenn Publikum, dann mit festen Sitzplätzen. Straßenkonzerte und spontane Partys sind verboten.