Kategorie: Frankreich

  • Haut-Rhin: Wandern während der Wildschweinjagd verboten

    Haut-Rhin: Wandern während der Wildschweinjagd verboten

    Yannick Jadot, der Kandidat der Grünen für die Präsidentschaftswahlen, sprach sich gestern gegen die Jagd an Wochenenden und während der Schulferien aus. Zur gleichen Zeit nahmen 250 Jäger an einer großen Wildschweinjagd im schönen Munstertal im Elsass teil.

    In Munster, im Haut-Rhin, sind 250 Jäger in dem riesigen Tal postiert, versteckt hinter Bäumen und Büschen. Sie jagen Wildschweine, und diese Jagd ist sehr wichtig, da sich die Tiere in der Gegend stark vermehren und große Schäden an den Ernten verursachen. „Es ist unsere Aufgabe, die Wildschweinpopulation wieder auf eine normale Größe zu bringen.“, sagt Raymond Blaise, Präsident der Jagdvereinigung Munster in der Sendung von France 3.

    „Wir müssen wachsam sein“

    Eine Jagd mitten am Wochenende während der Schulferien und in einer belebten Gegend zu veranstalten, ist gefährlich, aber die Jäger sind sich dessen bewusst. Sie versuchen, wachsam zu sein. „Das Wetter ist nicht gut zum Wandern, aber wir müssen sehr vorsichtig sein. Wenn ich schieße, muss ich sehen, ob jemand um mich herum ist“, sagt der Jäger Paul Hild. „Ich wusste nichts von der Jagd und habe keine Hinweise gesehen, das ist die große Überraschung“, beschwert sich ein Wanderer, der sich über das Fehlen von Schildern ärgert.

    Lesen Sie auch: Umwelt: Wenn Wildschweine in städtische Gebiete eindringen

  • Jagdunfall: Autofahrer wird in der Nähe von Rennes durch einen Schuss schwer verletzt

    Jagdunfall: Autofahrer wird in der Nähe von Rennes durch einen Schuss schwer verletzt

    Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurde das Opfer lebensgefährlich verletzt. Dem geschockten, aber unverletzten Beifahrer gelang es, das Fahrzeug unter Kontrolle zu bringen und es am Straßenrand zu parken, bevor er die Rettungskräfte alarmierte.

    Und wieder gab es einen Jagdunfall. Wie die Staatsanwaltschaft am Sonntag, 31. Oktober, mitteilte, wurde am Samstag auf der Schnellstraße zwischen Rennes und Nantes ein Autofahrer durch eine Gewehrkugel lebensgefährlich verletzt und ein Jäger wurde festgenommen. Der 67-jährige Autofahrer war zwischen Orgères und Laillé (Ille-et-Vilaine) unterwegs, als er von einem Schuss getroffen und schwer verletzt wurde, sagte der stellvertretende Staatsanwalt Jean-Marie Blin und bestätigte damit Informationen der Zeitung Ouest-France.

    „Der Schuss wurde von einem Jäger abgefeuert“, sagt die Staatsanwaltschaft in einer Erklärung vom Sonntagmorgen. Das Opfer ist lebensgefährlich verletzt und es wurde ein Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet. Ein Jäger wurde am Samstag in Gewahrsam genommen, meldet die Staatsanwaltschaft. Nach Angaben der Tageszeitung Ouest-France gelang es dem geschockten, aber unverletzten Beifahrer, das Fahrzeug unter Kontrolle zu bringen und am Straßenrand zu parken, bevor er die Rettungsdienste alarmierte. Der aus Maine-et-Loire stammende Fahrer wurde in kritischem Zustand in das Universitätskrankenhaus von Rennes eingeliefert.

    Lesen sie auch: Die Brigitte-Bardot-Stiftung startet eine Anti-Jagd-Kampagne – Jäger erstatten Anzeige

  • Winterzeit: das ewige Kopfzerbrechen der Franzosen

    Winterzeit: das ewige Kopfzerbrechen der Franzosen

    In der Nacht von Samstag, den 30. auf Sonntag, den 31. Oktober stellte Frankreich wieder auf Winterzeit um. Aber wieder einmal werden manche Menschen davon überrascht.

    Seit fünfundvierzig Jahren stellt man in Frankreich zwei mal im Jahr die Zeit um, aber noch immer sind viele Menschen vollständig verwirrt. „Ich weiß immer noch nicht, ob ich die Uhr vorwärts oder rückwärts stellen muss. Jedes Mal vergesse ich es und wir müssen uns gegenseitig daran erinnern, damit wir nicht vergessen, die Zeit umzustellen“, erklärt ein Schüler auf dem Sender France 3. Zur Erinnerung: Um drei Uhr wurden die Uhren um eine Stunde zurückgestellt. Es war erneut zwei Uhr und wir haben alle eine Stunde mehr Schlaf bekommen. Die Sonne wird in den kommenden Wochen nun früher auf- und untergehen – und jeder hat dazu seine eigene Meinung.

    „Es ist total deprimierend“

    „Es wird viel früher dunkel werden, und das ist total deprimierend. Ich finde das lächerlich, wir könnten das ganze Jahr über bei der gleichen Zeit bleiben“, sagt ein Rentner vor der Kamera. Das Thema spaltet die Europäer, die keinen Konsens für eine dauerhafte Beibehaltung von Sommer- oder Winterzeit finden können. Eines ist jedenfalls sicher: Die Menschen haben es satt, zweimal im Jahr die Zeit auf der Uhr umstellen zu müssen.

    Lesen Sie auch:

  • Post-Brexit-Fischereistreit: Boris Johnson will die Interessen des Vereinigten Königreichs verteidigen

    Post-Brexit-Fischereistreit: Boris Johnson will die Interessen des Vereinigten Königreichs verteidigen

    Die Streitpunkte zwischen den beiden Nachbarn häufen sich. Das für dieses Wochenende geplante Treffen zwischen Boris Johnson und Emmanuel Macron ist bereits vielfàltig in der Presse kommentiert worden. London hat seinerseits mit Vergeltung im französisch-britischen Streit um die Fischereilizenzen nach dem Brexit gedroht. Boris Johnson versprach am Freitag, 29. Oktober, die „Interessen“ des Vereinigten Königreichs zu verteidigen. Der französische Präsident und der britische Premierminister werden am Rande des G20-Gipfels in Rom Gespräche führen, teilte Downing Street am Freitag mit. Dies geschieht zu einer Zeit, in der die beiden Nachbarn immer mehr Meinungsverschiedenheiten haben, nicht nur in der brennenden Frage der Fischerei, sondern auch in Bezug auf die illegale Einwanderung über den Ärmelkanal und die Folgen des Brexit in Nordirland. Die französische Botschafterin im Vereinigten Königreich wurde am Abend einbestellt Ein Sprecher der britischen Regierung sagte am Freitag, dass sic…

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  • Heizöl: Preis pro Liter erreicht die Ein-Euro-Marke

    Heizöl: Preis pro Liter erreicht die Ein-Euro-Marke

    Der beginn der winterlichen Temperaturen wird ab dem 1. November zu spüren sein. Und der Preis für Heizöl steigt. Er hat jetzt die symbolische Grenze von einem Euro pro Liter überschritten. Die Franzosen spüren das in ihrem Geldbeutel.

    Monique Degardin, die in Varengeville-sur-Marne in der Region Seine-Maritime wohnt, lässt sich dreimal im Jahr Heizöl liefern. Ihr Tank hat ein Fassungsvermögen von 900 Litern. Doch als es an der Zeit war, die Rechnung zu bezahlen, erlebte sie eine böse Überraschung: Der Preis war erneut gestiegen. Vergleicht man die Rechnung mit der vom letzten März, muss sie nun 160 € mehr bezahlen. „In der Region haben wir kein Stadtgas, also müssen wir mit Heizöl heizen“, erklärt sie dem Sender France 3.

    Wie Monique Degardin haben alle Kunden den Anstieg des Heizölpreises bemerkt. „Das ist so, als wenn Sie Ihr Auto volltanken, Sie sind davon betroffen.“, befürchtet Jean-Michel Chandelier. Für die Verteilerunternehmen haben diese Preiserhöhungen wirtschaftliche Auswirkungen. „Es handelt sich um einen ziemlich hohen Bargeldvorschuss für uns, denn wenn man von einem Preis von 70 Cent auf einen Euro kommt, sind die Auswirkungen enorm. Glücklicherweise bezahlen uns unsere Kunden recht schnell“, sagt David Marchant, Geschäftsführer von Établissements Marchand. Er glaubt, dass der Heizölpreis erst in fünf oder sechs Monaten wieder fallen wird.

    Lesen Sie auch: Energie: Die Franzosen setzen auf alternative Heizsysteme

  • Wie hoch sind die Kosten der Einwanderung für Frankreich?

    Wie hoch sind die Kosten der Einwanderung für Frankreich?

    Die Frage der Kosten für die Einwanderung kommt in den politischen Debatten regelmäßig zur Sprache, insbesondere in Wahlkampfzeiten. Die OECD hat soeben einen Bericht zu diesem Thema veröffentlicht.

    In einem von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) veröffentlichten Bericht werden die Kosten der Einwanderung in den untersuchten Ländern mit Null angegeben.

    Wie aber ist die Lage in Frankreich? Der Nettobeitrag der im Ausland geborenen Personen zum Haushalt beträgt 1,02%. „Konkret bedeutet dies, dass die von den Einwanderern gezahlten Steuern und Abgaben etwas höher sind als das, was Frankreich für ihre Sozialversicherung, ihre Gesundheit und ihre Bildung ausgibt“, erklärt die Journalistin Élodie Largenton am Donnerstag, 28. September, auf dem Sender Franceinfo.

    Migranten tragen zur Finanzierung der Ausgaben bei

    Ein Ergebnis, das für den Zeitraum von 2006 bis 2018 gilt. „Entgegen der landläufigen Meinung tragen Einwanderer mehr zu den Sozialleistungen und Steuern bei, als sie an individuellen Leistungen erhalten“, bestätigt Jean-Christophe Dumont, Leiter der Abteilung Internationale Migration der OECD. Damit tragen sie zur Finanzierung der Staatsausgaben bei.

  • Starkregen: 4 Departements im Südosten in Alarmstufe Orange

    Starkregen: 4 Departements im Südosten in Alarmstufe Orange

    Nach der Ardèche, dem Gard und der Lozère hat Météo-France am Samstagmorgen auch das Departement Var wegen Regen und Überschwemmungen in Alarmstufe Orange versetzt, womit nun vier Departements im Südosten von dieser Wetterwarnung betroffen sind.

    Im Var „werden die vom Meer kommenden Schauer zahlreicher und verstärken sich am Morgen“, so Météo-France in seinem Bulletin um 06:00 Uhr, und sie werden „im Laufe des Tages auf den Inseln und an der Küste stärker und stürmisch werden“.
    „Zwischen Samstag 9 Uhr und Sonntag 9 Uhr werden 120 oder sogar 150 Liter/m2 Niederschlag erwartet“, so der Wetterdienst.

     

  • Umstellung auf Winterzeit an diesem Sonntag: Gibt es Auswirkungen auf unsere Gesundheit?

    Umstellung auf Winterzeit an diesem Sonntag: Gibt es Auswirkungen auf unsere Gesundheit?

    In der Nacht von Samstag, den 30. auf Sonntag, den 31. Oktober 2021, wird die Uhr um 3 Uhr auf 2 Uhr zurückgestellt. Wirkt sich die Umstellung auf die Winterzeit auf unsere Gesundheit aus?

    Zahlreiche Studien haben sich mit den Auswirkungen der Umstellung auf die Sommerzeit auf die Gesundheit befasst. Die meisten weisen darauf hin, dass bei der Umstellung auf die Sommerzeit im Frühjahr die verlorene Stunde Schlaf negative Auswirkungen auf die Konzentrationsfähigkeit, die Stimmung und das Herz-Kreislauf-System hat.

    Die Umstellung auf die Winterzeit im Herbst scheint jedoch nicht die gleichen Auswirkungen zu haben. Und das aus gutem Grund: Wir verlieren nicht eine Stunde Schlaf, sondern gewinnen eine. Wie der Chronobiologe René Clarisse 2017 feststellte, „hat diese einstündige Verschiebung keinen Einfluss auf unsere biologischen Rhythmen, da diese eigentlich erst durch einen Unterschied von 6 Stunden gestört werden“.

    So die Theorie, aber in der Praxis könnten sich manche Menschen von dieser zusätzlichen Stunde verwirrt fühlen. Die beste Art und Weise, mit der Zeitumstellung umzugehen, besteht darin, sofort seinen Lebensrhythmus so umzustellen, dass er der neuen Zeit entspricht. Mit anderen Worten: Stehen Sie auf, essen Sie und gehen Sie zu Bett zu denselben Zeiten wie bisher. Wenn Sie zum Beispiel gewohnt sind, um 22 Uhr ins Bett zu gehen, gehen Sie um 22 Uhr ins Bett, auch wenn Sie nach der Zeitumstellung um 21 Uhr schon müde sind.

    Noch ein letzter Ratschlag: Nutzen Sie das Tageslicht, auch wenn es knapper werden sollte. Das natürliche Licht spielt eine wichtige Rolle für unseren zirkadianen Rhythmus. Es hilft uns, unsere biologische Uhr zurückzustellen.

  • Covid-19: „Die Zunahme der Epidemie bestätigt sich“ berichtet Santé publique France

    Covid-19: „Die Zunahme der Epidemie bestätigt sich“ berichtet Santé publique France

    Am Freitag, 29. Oktober, teilte Santé publique France mit, dass in der Woche vom 18. Oktober „die Wiederaufnahme der Viruszirkulation im französischen Mutterland bestätigt wird“. Es wird angenommen, dass inzwischen die Delta-Variante für annähernd 100% der in Frankreich zirkulierenden Viren ausmacht. In seiner wöchentlichen Aktualisierung vom Freitag, 29. Oktober, teilte Santé publique France mit, dass in der Woche vom 18. Oktober „die Wiederaufnahme der Viruszirkulation im französischen Mutterland bestätigt wird“. Die Gesundheitsbehörde meldet auch, dass „die Zahl der Einweisungen in Krankenhäuser und auf Intensivstationen wieder zunimmt“. „In 44 Departements des französischen Mutterlandes lag die Inzidenzrate über 50 pro 100.000 Einwohner“, berichtet die Agentur. Nach Angaben von Santé publique France nehmen auch die Einweisungen in Krankenhäuser und auf Intensivstationen wieder zu. „Auf nationaler Ebene ist die Inzidenzrate in Woche 42 mit 55 neuen Fällen pro 100 000 Einwohner erneu…

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  • Zwangsräumungen, Stromabschaltungen etc – am Montag beginnt die Winterschonfrist

    Zwangsräumungen, Stromabschaltungen etc – am Montag beginnt die Winterschonfrist

    Die Winterschonfrist tritt am 1. November in Kraft. Sie wurde 1956 eingeführt und hat sich im Laufe der Jahre weiterentwickelt. Was bedeutet sie für Vermieter und Mieter?

    Mit Ankunft des Novembers tritt auch die Winterschonfrist wieder in Kraft. Zum Beispiel die Zwangsräumung eines Mieters, der seine Miete nicht bezahlt hat, ist ab nächster Woche und während der gesamten Wintersaison verboten. Es gibt jedoch besondere Situationen, in denen eine Räumung immer noch möglich ist.

    Wie lauten die Daten?
    Die Winterschonfrist tritt am 1. November 2021 in Kraft und endet am 31. März 2022, wie gesetzlich festgelegt. Jedes Jahr finden in Frankreich nach Ende der Winterpause etwa 10.000 Räumungen statt. Ursprünglich dauerte sie vom 1. Dezember bis zum 15. März. Aber die Regierung kann die Daten jeweils ändern. Mit Covid-19 endete die Schonfrist erst am 1. Juni dieses Jahres und in 2020 am 10. Juli.

    Was bedeutet die Winterschonfrist?
    Während der fünf Monate der Schonfrist ist es einem Vermieter generell untersagt, einen Mieter, der seine Miete nicht zahlt, zu räumen. Das Gesetz gilt sowohl für Häuser als auch für Wohnungen, unabhängig davon, ob sie möbliert sind oder nicht. Ein Vermieter, der seinen Mieter zwangsräumen will, kann sich an einen Notrichter oder an das zuständige Gerichts wenden. Die Räumung kann jedoch erst am Ende der Winterpause erfolgen.

    Ein Vermieter kann seinen Mieter nicht selbst räumen: Er muss einen Gerichtsvollzieher und möglicherweise die Polizei hinzuziehen.

    Ist die Regel für alle Räumungsgründe gleich?
    Die Winterruhe gilt unabhängig vom Grund für die Räumung, z. B. unbezahlte Miete, Nachbarschaftsstreitigkeiten oder fehlende Versicherung.

    Kann der Strom oder das Gas abgestellt werden?
    Die Strom-, Gas- oder Wasserversorgung eines Mieters, der seine Rechnungen nicht bezahlt, kann während der Winterpause nicht abgestellt werden. Die Leistung des Stromzählers kann jedoch reduziert werden. Nach der Winterpause sind die ausstehenden Rechnungen und Mieten weiterhin in voller Höhe fällig, auch wenn der Mieter in finanziellen Schwierigkeiten ist.

    Gibt es irgendwelche Ausnahmen?
    Es gibt Sonderfälle, in denen ein Mieter auch während der Winterpause geräumt werden kann:

    1. wenn für den Mieter und seine Familie eine geeignete Unterkunft zur Verfügung gestellt wird
    2. im Falle einer Scheidung oder bei Gewalt gegen einen Ehepartner oder ein Kind, wenn der Familienrichter die Räumung des Ehepartners anordnet
    3. Hausbesetzer können durch Entscheidung eines Richters oder des Präfekten geräumt werden
    4. wenn sich die Wohnung in einem Gebäude befindet, für das eine Gefahrenabwehrverordnung gilt (zum Beispiel wegen Einsturzgefahr).