Kategorie: Frankreich

  • Kältewelle: in Frankreich fielen heute stellenweise bis zu 15 Zentimeter Schnee

    Kältewelle: in Frankreich fielen heute stellenweise bis zu 15 Zentimeter Schnee

    In den von der Schnee- und Eiswarnung betroffenen Departements wird am Freitag, den 1. April, dringend empfohlen, bestimmte Verkehrsachsen zu meiden. Das schlechte Wetter hat den Alltag der Menschen erheblich beeinträchtigt.

    In Flandern fällt am Freitag, dem 1. April, ununterbrochen Schnee. Unter einer dicken weißen Schicht sind manche Autos kaum zu erkennen. „Wir haben bestimmt 10 bis 15 Zentimeter“, sagt einn Autofahrer vor der Kamera von France 2. In den umliegenden Dörfern wirkt die Natur wie eine Polarlandschaft. Es ist schwer vorstellbar, dass wir uns im Frühling befinden. „Das überrascht im Vergleich zur letzten Woche, da waren wir ja in Shorts und Flip-Flops unterwegs und heute liegt hier Schnee“, wundert sich ein Einwohner.

    Der Schulbusverkehr fällt in einigen Orten aus.
    Auf den Straßen muss die Geschwindigkeit reduziert werden. Die Salzstreuer und Schneepflüge drehen ihre Runden im Pas-de-Calais, wo es stellenweise bis zu 15 Zentimeter geschneit hat. „Ich hoffe, dass es nicht liegen bleibt, weil es doch ein bisschen rutschig ist“, hofft eine Autofahrerin. Auf einigen Straßen im gesamten Departement ist der Schwerlastverkehr verboten. In der Normandie sind einige Fahrzeuge von der Straße abgekommen und der Schulbusverkehr wurde vorsichtshalber untersagt.

  • Engpässe: Manche Waren werden in belgischen und französischen Supermärkten rationiert

    Engpässe: Manche Waren werden in belgischen und französischen Supermärkten rationiert

    In Frankreich und Belgien befürchten einige Supermärkte, dass es durch den Ukraine-Krieg bei bestimmten Produkten zu Engpässen kommen könnte. In Perpignan rationiert ein Supermarkt nun Sonnenblumenöl.

    In Belgien sind in Supermärkten aufgrund von Lieferproblemen einige Regale mit Mehl oder Öl teilweise leer. Um Engpässe zu vermeiden, rationieren Handelsketten wie Lidl bestimmte Waren und bitten die Kunden, vernünftig zu bleiben. Die Verbraucher sind geteilter Meinung. „Man sollte vermeiden, wie wir es während der Covid-Krise gesehen haben, dass die Leute sich zum Beispiel auf Toilettenpapier stürzen“, amüsiert sich ein Kunde auf France 2.

    Auch in Frankreich
    In Frankreich wurde gerade ein Hinweisschild in einem Geschäft in der Nähe von Perpignan (Pyrénées-Orientales) ausgehängt: maximal drei Flaschen Sonnenblumenöl pro Kunde. „Ich nehme ein bisschen mehr Öl, Nudeln und so“, gesteht eine Kundin. Nachdem einige Einzelhändler schon mit der Rationierung beginnen, räumt einer von ihnen gegenüber France Télévisions ein, dass es Probleme bei der Versorgung gibt. Öl, Nudeln oder Zucker könnten die am stärksten betroffenen Produkte sein.

  • In Nizza lernen ukrainische Kinder Französisch und finden ihr Lächeln wieder

    In Nizza lernen ukrainische Kinder Französisch und finden ihr Lächeln wieder

    In Nizza lernen ukrainische Kinder und Jugendliche die Grundlagen der französischen Sprache. Der Unterricht wird von ukrainischen Lehrern erteilt, die auch aus ihrem Land geflohen sind.

    Seit dem 21. März werden in Nizza Französischkurse für Kinder und Jugendliche zwischen 11 und 18 Jahren, aber auch für ukrainische Erwachsene angeboten. Die Klassenräume befinden sich in dem Phoenix-Park, um alle Interessenten aufnehmen zu können. In zweistündigen Unterrichtseinheiten werden hier täglich mehr als 200 Schülerinnen und Schüler betreut.

    Hundert Lehrer wurden kontaktiert.
    Um die Schüler in die Grundlagen der französischen Sprache einzuführen, haben die Organisatoren ukrainische Französischlehrer angeworben, die ebenfalls vor dem Krieg in der Ukraine geflohen sind. Im Zentrum der Maßnahme steht der Verein Francophonia, der pädagogische Schulungen für Lehrer und Studenten für Französisch als Fremdsprache anbietet.

    Die Organisation kontaktierte 120 Französischlehrer in der Ukraine, „um ihnen zu sagen, dass wir Lösungen für sie finden können, was Unterkunft und Verpflegung betrifft, wenn sie dafür ein wenig ihrer Zeit opfern. Aber einige haben zu viel Angst, die Ukraine zu durchqueren, sie sind mit Kindern unterwegs und haben Angst vor den Risiken“, sagte der Direktor der Schule, Yann Librati, gegenüber der Zeitung 20 Minuten in Nizza.

    Um ihre ukrainischen Kollegen zu unterstützen, wurden französische Lehrer im Ruhestand um Hilfe gebeten. Neben dem Erlernen der Sprache sind für die Kinder die Rituale wichtig, kleine Aktivitäten, die sich jeden Tag wiederholen.

    Und Fortschritte sind bereits spürbar, wie Nataliia Putivtsev, Französischlehrerin von der Universität Charkiw, feststellt: „Sie beginnen zu lächeln, sie werden offener, denn hier herrscht eine warme Atmosphäre“.

    Laut dem Direktor der Vereinigung Francophonia werden die Schüler etwa drei Wochen brauchen, um die elementaren Grundlagen der französischen Sprache zu erlernen, was es den Kindern ermöglichen soll, nach den Osterferien eine reguläre Schule zu besuchen.

    Bereits 780 Personen haben sich für zwei tägliche Stunden Unterricht von Montag bis Freitag angemeldet. Bisher hat die Stadt Nizza 1.600 der 30.000 Ukrainer aufgenommen, die in Frankreich registriert sind.

  • Inflation: Preis für Hühnchen steigt stark an

    Inflation: Preis für Hühnchen steigt stark an

    Die Beschleunigung der Inflation zeigte sich insbesondere auch bei Lebensmitteln. Der Preis für Hühnerfleisch ist innerhalb eines Monats um 15 Cent gestiegen, und die Branche ist besorgt.

    Schlechte Nachrichten für die französischen Verbraucher: Innerhalb von fünf Wochen ist der Preis für Hühnerfleisch bereits um 15 Eurocent gestiegen und wird bis zum Sommer voraussichtlich noch weiter ansteigen. In einem Hühnerzuchtbetrieb im ländlichen Elsass sind fast 4.500 Label-Rouge-Hühner wegen der Vogelgrippe in Stallhaltung. Die Getreidepreise schießen wegen des Krieges in der Ukraine in die Höhe, und das Geflügel wird ausschließlich mit diesem Getreide gefüttert. „Der Kurs explodiert. Er ist um 30 Prozent gestiegen, und in den nächsten drei Wochen wird er noch einmal 20 Prozent zulegen. In welcher Situation wir im Mai oder Juni sein werden, kann ich nicht sagen“, meint Jean-Michel Schaeffer, Züchter in Geispolsheim (Bas-Rhin) gegenüber France 2.

    Futterkosten machen 65% des Geflügelpreises aus
    Die Futterkosten machen 65% des Preises für Geflügelfleisch aus, dazu kommen noch die Energiekosten für die Beheizung der Ställe. „Es ist notwendig, dass die Verhandlungen wieder aufgenommen werden, damit die Vermarkter diese Erhöhungen berücksichtigen, die wirklich notwendig sind, damit wir unser Geschäft weiter betreiben können“, fügt Jean-Michel Schaeffer hinzu. Fast alle Hühner, die in französischen Supermärkten und Metzgereien gekauft werden, sind in Frankreich gezüchtete Hühner.

  • Covid-19: Omikron und BA.2 – ist die Strategie der Regierung richtig oder falsch?

    Covid-19: Omikron und BA.2 – ist die Strategie der Regierung richtig oder falsch?

    Seit mehreren Wochen sieht sich Frankreich mit einer sechsten Ansteckungswelle konfrontiert. Die Prognosen des Institut Pasteur besagten, dass das Land Ende März den Höhepunkt der Infektionen überschreiten würde. Aber wie sieht es heute aus? Seit einem Monat sieht Frankreich einen starken Anstieg der Covid-19-Infektionen. Die sechste Covid-19-Welle ist auf dem Vormarsch, beschleunigt von der Aufhebung der Restriktionen und der Ausbreitung der Untervariante BA.2. Auch wenn diese neue Epidemie nicht so gefährlich sein dürfte wie die vorangegangenen, entzeiht sie sich in gewisser Weise den Modellrechnungen, die das Institut Pasteur am 10. März vorgelegt hatte: Das Institut rechnete mit einer Spitze der Ansteckungen Ende des Monats März. Das Gesundheitsministerium schätzte die Lage damals ähnlich ein: „Wir erwarten, dass die Ansteckungen bis Ende März ansteigen, bevor sie im April zurückgehen“, sagte der Minister Olivier Véran noch letzte Woche auf Franceinfo. Entgegen aller dieser Vorhers…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Schnee am 1. April

    Schnee am 1. April

    Es schneit in Frankreich. Bilder und Videos gefunden auf Twitter:

    https://twitter.com/FishnowW/status/1509768028942217224
  • Ukraine-Krieg: Supermärkte haben Probleme beim Nachschub

    Ukraine-Krieg: Supermärkte haben Probleme beim Nachschub

    Der Krieg in der Ukraine hat inzwischen Auswirkungen auf den Alltag in Frankreich. Die Industrie ist besorgt und einige Geschäfte führen Rationierungen für Produkte wie Sonnenblumenöl ein.

    In einem Geschäft in Montpellier (Hérault) ist das Sonnenblumenöl im Regal halb leer. Darüber hängt ein Zettel, auf dem steht, dass der Kauf auf vier Flaschen pro Person beschränkt ist. In einem anderen Geschäft in Perpignan (Pyrénées-Orientales) sind es drei Liter pro Einkaufswagen. Die Supermärkte haben Lieferschwierigkeiten und bitten die Kunden daher, sich zurück zu halten. „Vielleicht ist es gar nicht so schlecht, dass wir uns jetzt einschränken, damit wir möglichst lange etwas davon haben“, meint eine Kundin gegenüber France 2. Eine andere findet die Situation besorgniserregend und plant, mehr auf Vorrat zu kaufen.

    Einige Geschäfte beginnen daher, solche Hinweise auszuhängen. Die großen Einzelhandelsunternehmen versichern jedoch, dass derzeit keine Gefahr einer allgemeinen Verknappung besteht, sondern dass die Geschäfte lediglich einem möglichen Ansturm auf bestimmte Grundnahrungsmittel zuvorkommen wollen. Nur ein Geschäft gibt an, Lieferschwierigkeiten zu haben. Aufgrund des Krieges in der Ukraine könnten sich solche Probleme in einigen Monaten vervielfachen, insbesondere bei Weizenprodukten. In Belgien, Deutschland und Spanien haben Geschäfte bereits damit begonnen, die Verkäufe zu rationieren.

  • Gérard Depardieu: „Das russische Volk ist nicht verantwortlich“für die „inakzeptablen Entgleisungen“ Putins

    Gérard Depardieu: „Das russische Volk ist nicht verantwortlich“für die „inakzeptablen Entgleisungen“ Putins

    Der französische Schauspieler, der oft wegen seiner Beziehungen zu den russischen Machthabern kritisiert wird, äußerte sich jetzt in einem Statement gegen die Invasion der Ukraine.

    Der französische Schauspieler Gérard Depardieu, weltweit bekannt als Obelix in den Asterix-Filmen, verurteilte am Donnerstag die „verrückten, inakzeptablen Entgleisungen“ von Wladimir Putin und kündigte an, dass alle Einnahmen aus seinen drei Konzerten, die er Anfang April im Théâtre des Champs-Elysées geben wollte, „den ukrainischen Opfern zugutekommen“ würden.

    „Inakzeptable verrückte Entgleisungen Putins“
    „Das russische Volk ist nicht verantwortlich für die verrückten, inakzeptablen Entgleisungen ihrer Führer wie Wladimir Putin“, erklärte der Star, der dem russischen Präsidenten in der Vergangenheit sehr nahe stand, in einer Erklärung gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Vom 1. bis 3. April wird er im Théâtre des Champs-Elysées in Paris auftreten.

    Lesen Sie auch: Schauspieler Gérard Depardieu, enger Vertrauter Putins, fordert, “die Waffen ruhen zu lassen und zu…

    „Die gesamten Einnahmen der drei Konzerte, die ich im Théâtre des Champs-Élysées gebe, (…) werden den ukrainischen Opfern dieses tragischen Bruderkriegs zugutekommen“, bekräftigt der Schauspieler. „Ich hatte schon immer eine eigenartige Vorliebe für das russische Volk, das von Dostojewski, Tolstoi, Gogol, Pasternak und so vielen anderen Künstlern so treffend beschrieben wurde, Tschaikowsky, Prokofjew, Schostakowitsch…“, betont Gérard Depardieu. Am 1. März, dem sechsten Tag der russischen Invasion in der Ukraine, hatte Gérard Depardieu bereits dazu aufgerufen, „die Waffen ruhen zu lassen und zu verhandeln“.

    Russischer Reisepass und Lob für Putin.
    Das Enfant terrible des französischen Kinos, das sowohl die französische als auch die russische Staatsbürgerschaft besitzt, hatte im Januar 2013 einen russischen Pass erhalten, da er mit der Steuerpolitik von Präsident François Hollande nicht einverstanden war. „Ich finde es normal, zu zahlen, aber nicht an Arschlöcher, die denken, dass sie Gutes tun“, hatte er 2014 der Wochenzeitung Le Point gesagt. Seitdem hat Gérard Depardieu immer wieder seine neue Heimat Russland als „große Demokratie“ gepriesen und Wladimir Putin gelobt, den er unter anderem mit Papst Johannes Paul II. verglichen hat.

  • Kein russisches Gas mehr? Nicht sofort dramatisch für Frankreich – aber Preisanstieg wird befürchtet

    Kein russisches Gas mehr? Nicht sofort dramatisch für Frankreich – aber Preisanstieg wird befürchtet

    Wladimir Putin kündigte am Donnerstag, 31. März, an, dass ab 1. April Käufer von russischem Gas aus „unfreundlichen“ Ländern Konten in Rubel haben müssen. Sollten sie sich weigern, „werden die laufenden Verträge gestoppt“. Was wären die Folgen für Frankreich?

    Wenn sie weiterhin in den Genuss von russischem Gas kommen wollen, müssen die europäischen Länder, wie auch andere als „unfreundlich“ eingestufte Länder, „Rubelkonten bei russischen Banken eröffnen (…), und zwar ab morgen“. Wladimir Putins Erklärung im Fernsehen am Donnerstag, 31. März, erfolgte nach der Unterzeichnung eines entsprechenden Dekrets, das die Gazprombank, eine Tochtergesellschaft des Gasriesen Gazprom, mit den Operationen beauftragt. Der russische Präsident fügte hinzu, dass im Falle einer Ablehnung „die laufenden Verträge gestoppt werden“.

    Diese Erklärung des russischen Präsidenten kommt einem Vertragsbruch gleich, wird Jacques Percebois, emeritierter Professor für Wirtschaftswissenschaften an der Universität Montpellier und Experte für Energiefragen in der Zeitung Dépêche du Midi zitiert: „Gasverträge haben Klauseln, und es gibt insbesondere eine, die vorsieht, dass der Preis in Dollar angegeben wird und die Zahlung in Dollar oder Euro erfolgen kann. Mit Russland wird übrigens ein großer Teil der Zahlung in Euro abgewickelt. Wenn er also selbst die Vertragsklauseln ohne die Zustimmung beider Parteien ändert, liegt ein Vertragsbruch seinerseits vor. In dem Moment, in dem er verlangt, dass die Zahlung in Rubel und nicht mehr in Euro erfolgt, ist er es, der den Vertrag bricht.“

    Lesen Sie auch: Ukraine-Krieg: Frankreich und Deutschland erwarten Stopp der russischen Gaslieferungen

    Experten zweifeln allerdings daran, dass die Gasleitungen an diesem Freitag gekappt werden. dafür wären die Folgen für Russland zu gravierend, schliesslich sind die Länder Europäischen Union zu wichtige Kunden für das russische Gasgeschäft. Und Putin wird die Verluste nicht mit Chinesa oder Afrika ausgleichen können.

    Aber auf jeden Fall muss man wohl mit einem weiteren schnellen Anstieg der Gaspreise rechnen. Und nicht nur das. Dabei ist ein Problem, dass in Europa auch Strom mit Gas erzeugt wird, Strom, dessen Preis auf den Märkten im Moment schon sehr hoch ist. Die Marktpreise nicht nur für Gas, sondern auch für Strom werden in die Höhe schnellen.

    Eine Abschaltung der Gaspipelines aus Russland käme für Europa zu einem ungünstigen Zeitpunkt, da es nach dem Winter Gas benötigt, um seine Vorräte für den nächsten Winter aufzufüllen. Norwegen, Algerien und die USA haben angeboten, mehr Gas zu liefern, aber das wird nicht reichen.

    Frankreich importiert allerdings „nur“ 17% seines Gases aus Russland: Sollten die Leitungen gekappt werden, ist das mit den Vorräten, die Frankreich im Moment noch hat, kurzfristig nicht wirklich dramatisch. Spannend wird es für den nächsten Winter. Deutschland jedoch importiert 55% seines Gases aus Russland. Dort ist die Lage entsprechend dramatischer.

  • Toulouse: Extinction Rebellion bekennt sich zur Sabotage von Bankautomaten

    Toulouse: Extinction Rebellion bekennt sich zur Sabotage von Bankautomaten

    Aktivisten, die gegen den ökologischen Kollaps kämpfen, haben sich am Donnerstag dazu bekannt, Geldautomaten von vier Banken sabotiert zu haben, um die Rolle dieser Finanzkonzerne bei der Klimaerwärmung anzuprangern.

    Nachdem sie am Mittwochmorgen Farbe auf die Fassade einer Bank geschüttet hatten, gaben die Aktivitäten von Extinction Rebellion bekannt, dass sie in der darauffolgenden Nacht zwölf Bankautomaten sabotiert haben.
    Sie wollen damit die Rolle der Bankinstitute bei der Finanzierung fossiler Energien und deren Folgen für den Klimawandel bekannt machen.

    Am Mittwochmorgen haben die Aktivisten die Fassaden der BNP-Paribas-Filiale in der Rue de Metz in Toulouse symbolisch mit blutroter Farbe „umdekoriert“. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag gingen die Aktivisten der Bewegung Extinction Rebellion zur „nächsten Stufe“ über und sabotierten zwölf Geldautomaten in Toulouse, die vier verschiedenen Banken gehören, darunter die Caisse d’épargne oder der Crédit Agricole.

    Sie bekennen sich zu dieser Aktion und wollen so über die Praktiken der vier Finanzkonzerne und ihre Auswirkungen auf die globale Erwärmung bekannt machen. „Die vier Banken haben trotz ihrer grünen Rhetorik 70% ihrer Geldanlagen in Öl, Kohle und Schiefergas investiert. Insgesamt bringen uns diese 41,5 Milliarden Euro an ’schwarzen Finanzierungen‘ laut den letzten Oxfam-Berichten zu einer Erderwärmung von mehr als 4 °C. Und das, obwohl der letzte IPCC-Bericht eindeutig ist“, so die Aktivisten in einer Pressemitteilung.

    Extinction Rebellion Toulouse kritisiert auch die Praktiken dieser Banken, die dazu führen, dass „Millionen von Franzosen bis zu 50 Euro pro Monat für indirekte Bankgebühren zahlen, was zusammengenommen jedes Jahr 7 Milliarden Euro an gestohlenen Geldern ausmacht. Euro für Euro leiden die Ärmsten unter der Diktatur des Geldes, die die Ungleichheit verstärkt und sie in einer Teufelsschleife gefangen hält“, klagen sie an und fordern die sofortige Einstellung der Finanzierung fossiler Energien oder die Deckelung der Bankgebühren auf 10 Euro pro Monat und 100 Euro pro Jahr.

    Extinction Rebellion fordert von den Konzernen Transparenz über die ökologischen und sozialen Auswirkungen ihrer Aktivitäten.