Kategorie: Frankreich

  • Entführte und vergewaltigte Minderjährige: Reicher CEO der Versicherungsgruppe Assu 2000 inhaftiert

    Entführte und vergewaltigte Minderjährige: Reicher CEO der Versicherungsgruppe Assu 2000 inhaftiert

    Jacques Bouthier, 75, Chef der Gruppe Assu 2000 und einer der 500 reichsten Menschen Frankreichs, wurde am Samstag zusammen mit fünf weiteren Personen im Rahmen einer Untersuchung wegen „Menschenhandel“ , „Vergewaltigung von Minderjährigen“, „Förderung der Prostitution von Minderjährigen“ und „sexueller Übergriffe auf Minderjährige unter 15 Jahren“ angeklagt und inhaftiert.

    Ein sehr reicher französischer Geschäftsmann, der eine große Versicherungsgruppe leitet, hat sich äußerst skandalösen Praktiken hingegeben. Der 75-jährige Jacques Bouthier, Leiter der Gruppe Assu 2000 und einer der reichsten Männer Frankreichs, wurde am Samstag zusammen mit fünf weiteren Personen im Rahmen einer Untersuchung wegen „Menschenhandel“, „Vergewaltigung von Minderjährigen“, „Förderung der Prostitution von Minderjährigen“ und „sexueller Übergriffe auf Minderjährige unter 15 Jahren“ angeklagt und inhaftiert.

    Die Angeklagten werden außerdem der „kriminellen Vereinigung zur Begehung des Verbrechens der Entführung und Freiheitsberaubung in organisierter Bande und des Besitzes von kinderpornografischen Bildern“ verdächtigt. Die sechs Personen wurden noch am Tag ihrer Festnahme unter Anklage gestellt und in Untersuchungshaft genommen.

    Die Ermittlungen gegen Bouthier begannen im März 2022, als sich eine 22-jährige Frau bei der Pariser Polizei meldete und erklärte, dass sie seit fünf Jahren „Gefangene“ eines sehr reichen Mannes sei, der sie mehrfach vergewaltigt habe. Da sie nach ihren Angaben „zu alt für ihn“ geworden sei, sei die junge Frau gezwungen worden, eine „Ersatzfrau“ zu finden, die ihre Nachfolge antreten sollte. Eine 14-jährige Jugendliche nahm daraufhin ihren Platz in einer Wohnung Bouthiers ein. Der Klägerin gelang es, Bouthier und die Minderjährige in einem Bett zusammen zu filmen. Das Video übergab sie im Zuge ihre Anzeige den Ermittlern.

    Jacques Bouther wird ausserdem verdächtigt, dass er nach erfolgter Anzeige ein Team von „Spezialisten“ zusammenstellen wollte, um die junge Frau zu entführen, das Video zu entwenden und sie zu zwingen, Frankreich zu verlassen. Das jedenfalls meldet der Sender RTL. Zu diesem Zweck soll der 70-Jährige seine Ehefrau, zwei Angestellte seiner Firma, eine andere junge Frau, die der Klägerin nahestand, sowie einen ehemaligen Gendarmen der Einsatzgruppe GIGN um Hilfe gebeten haben. Alle diese Personen wurden am Samstag angeklagt und inhaftiert.

    Mindestens sieben junge Frauen, Minderjährige oder junge Volljährige, sollen sich nacheinander in einer Wohnung Bouthiers aufgehalten haben. Die Ermittlungen wurden der Brigade für den Schutz von Minderjährigen der Pariser Kriminalpolizei anvertraut.

    Eines der 500 größten Vermögen Frankreichs
    Im Jahr 2020 setzte das Magazin Challenges den Manager mit einem geschätzten Vermögen von 160 Millionen Euro auf Platz 487 seiner Rangliste der größten Vermögen Frankreichs.

    Die 1975 gegründete und von Jacques Bouthier geleitete Gruppe Assu 2000, die im Januar dieses Jahres in Vilavi umbenannt wurde, bezeichnet sich selbst als den „ersten Expertenmakler für Versicherungen und Kredite, der Privatpersonen in Frankreich gewidmet ist“ und behauptet, 1.800 Mitarbeiter zu beschäftigen und 163 Millionen Euro Umsatz zu erreichen.

  • Cannes: Schauspielerin Sharon Stone setzt sich für humanitäre Zwecke ein

    Cannes: Schauspielerin Sharon Stone setzt sich für humanitäre Zwecke ein

    „Ich finde, dass Berühmtheit an sich, wenn sie nicht einer Sache dient, eine vulgäre Sache ist“. Sharon Stone ist Ehrengast des Better World Fund der Filmfestspiele von Cannes 2022. Sie spricht über ihr Engagement im Kampf gegen AIDS.

    „Ich möchte aus meiner Anwesenheit hier kein politisches Manifest machen“
    „Ich engagiere mich seit Jahrzehnten im Kampf gegen AIDS. Dieser Kampf war schon immer in meinem Leben präsent“. Die amerikanische Schauspielerin Sharon Stone, die derzeit in Cannes für den Better World Fund arbeitet, spricht über ihr Engagement.

    „Die Themen Gesundheit und Menschenrechte begleiten mich täglich. Ich denke, dass diese Probleme die ganze Welt betreffen. Wenn wir uns bewusst werden, dass die Menschheit uns alle angeht, wird es immer weniger Kriege geben“, erklärt die Schauspielerin.

    „Ich denke, das Wichtigste, was wir tun müssen, ist, aufeinander aufzupassen und andere als Menschen und nicht als Objekte zu betrachten“.

  • „Feministische Gegenwehr“: Protestaktion bei den Filmfestspielen in Cannes

    „Feministische Gegenwehr“: Protestaktion bei den Filmfestspielen in Cannes

    Schwarze Kleidung und Rauch, erhobene Fäuste und eine Liste mit 129 Opfern von Frauenmorden in den Händen… Anlässlich der Filmfestspiele von Cannes 2022 haben sich das Team des Films „Riposte féministe“ und Mitglieder der Bewegung „Colleuses“ zusammengefunden, um eine ganz besondere Botschaft zu v…

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  • Für Emmanuel Macron muss die neue Regierung „eine Erneuerung in Inhalt und Form bringen“

    Für Emmanuel Macron muss die neue Regierung „eine Erneuerung in Inhalt und Form bringen“

    Das Staatsoberhaupt sprach zur Eröffnung des ersten Ministerrats der neuen Regierung. „Die Regierung, die Sie bilden, ist eine Regierung zum Handeln, um unser Land zusammenzubringen, und eine Regierung, die dem Land ähnlich ist.“ Emmanuel Macron sprach zur Eröffnung des ersten Ministerrats seit der Ernennung der neuen Regierung am Montag, dem 23. Mai. Eine feierliche Rede in einer Atmosphäre, die von den Vergewaltigungsvorwürfen gegen Damien Abad, dem neuen Minister für Solidarität, belastet wurde. Der Staatschef fuhr fort: „Unsere Aufgabe wird es sein, das, was in den vergangenen fünf Jahren getan wurde, zu konsolidieren, denn eine zweite Amtszeit ist keine Amtszeit, in der man alles neu machen oder etwas rückgängig machen kann“. „Neue Herausforderungen annehmen“Diese Amtszeit „steht auf einem soliden Fundament, dem einer guten Bilanz und eines entschlossenen Handelns. Aber im Hinblick auf die neuen Herausforderungen, auf das, was wir in unserer Gesellschaft erleben, muss dieses neue…

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  • Ukraine-Krieg: Russischer Soldat wegen Kriegsverbrechen zu lebenslanger Haft verurteilt

    Ukraine-Krieg: Russischer Soldat wegen Kriegsverbrechen zu lebenslanger Haft verurteilt

    Wadim Schischimarin, der 21-jährige russische Soldat, der als erster Angehöriger des russischen Militärs wegen Kriegsverbrechen in der Ukraine vor Gericht gestellt wurde, wurde am Montag, dem 23. Mai, zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Sein Anwalt kündigte an, in Berufung zu gehen. Der russische Soldat, der im Mittelpunkt des ersten Kriegsverbrecherprozesses in der Ukraine stand, wurde wegen Mordes an einem Zivilisten zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Sein Anwalt kündigte an, in Berufung zu gehen. „Das Gericht hat entschieden, Schischimarin schuldig zu sprechen und ihn zu lebenslanger Haft zu verurteilen“, sagte Richter Sergej Agafonow, wie ein im Gerichtssaal anwesender AFP-Journalist berichtet. Der 21-jährige Unteroffizier Wadim Schischimarin hatte zugegeben, den 62-jährigen Zivilisten Oleksander Schelipow in den ersten Tagen der Invasion der Ukraine durch die russische Armee im Nordosten des Landes erschossen zu haben. Bei der Gerichtsverhandlung in der vergangenen Woche äusserte Vadim Schischimarin „aufrichtiges Bedauern“ und „bat die Witwe des Opfers um Verzeihung“. Er rechtfertigte seine Tat mit den „Befehlen“, die er erhalten hatte. Laut der ukrainischen Staatsanwaltschaft hat das Land seit dem 24. Februar, dem Beginn der russischen Invasion, mehr als 12.000 Ermittlungen wegen Kriegsverbrechen eingeleitet. Lesen Sie auch: 21-jähriger Wadim Schischimarin als erster russischer Soldat wegen Kriegsverbrechen vor Gericht
  • Produktrückruf: Mit Listeria verseuchtes Hähnchen in allen Leclerc-Filialen in Frankreich

    Produktrückruf: Mit Listeria verseuchtes Hähnchen in allen Leclerc-Filialen in Frankreich

    Geräuchertes Hähnchen der Marke Volandry, das in Leclerc-Geschäften in ganz Frankreich verkauft wird, soll nicht verzehrt werden. Grund: ein mögliches Vorhandensein von Listeria-Bakterien. Rappel Conso warnt am Montag, dem 23. Mai, vor dem möglichen Vorhandensein von Listeria-Bakterien in geräucherten Hähnchen, die in allen Leclerc-Filialen in Frankreich vertrieben werden. Es handelt sich um geräucherte und gegarte Hähnchen der Marke Volandry, die in Schalen unter Plastikfolie angeboten werden. Zur Erinnerung: Listerien können Listeriose verursachen, eine Krankheit, die schwerwiegend sein und deren Inkubationszeit bis zu acht Wochen betragen kann. Das betroffene Produkt wurde im Zeitraum vom 13. bis 19. Mai 2022 vermarktet und ist Teil der Charge 2 860050 (gefolgt von 6 Zufallszahlen). Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist der 8. Juni 2022.

    Wie bei Lebensmitteln mit Listerienverdacht üblich, empfiehlt Rappel conso, das Produkt nicht…

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  • Bildung: Warum die Schüler in Frankreich am 27. Mai keinen Unterricht haben werden

    Bildung: Warum die Schüler in Frankreich am 27. Mai keinen Unterricht haben werden

    Seit 2015 müssen die französischen Schüler am Freitag, der auf den Donnerstag von Christi Himmelfahrt folgt, nicht in die Schule. Die meisten Schüler werden in der kommenden Woche vier Tage Kurzferien geniessen können. Am Freitag, dem 27. Mai, dem Tag nach Christi Himmelfahrt (der selbst ein Feiertag ist), haben die Schülerinnen und Schüler keinen Unterricht. Das Bildungsministerium bestätigt diese Information auf seiner Website: „Die Klassen bleiben am Freitag, dem 27. Mai 2022, und am Samstag, dem 28. Mai 2022, leer“, so das Ministerium. In Frankreich schliessen an diesen Tagen Kindergärten, Grundschulen, Sekundarschulen und Gymnasien. Die Schüler werden unabhängig von der Schulzone in den Genuss von viertägigen Kurzferien kommen. Diese Praxis wurde im Jahr 2015 von der damaligen Bildungsministerin Najat Vallaud-Belkacem beschlossen. Vor der Einführung der Maßnahme war das Fernbleiben vom Unterricht an dem Freitag, der auf den Donnerstag nach Christi Himmelfahrt folgt, besonders hoch. Vor 2015 wurde die eventuelle Schließung von Schulen von den Rektoraten in den verschiedenen Departements beschlossen, oder auch nicht…
  • Paris: Wachmann vor der Botschaft von Katar getötet, Verdächtiger festgenommen

    Paris: Wachmann vor der Botschaft von Katar getötet, Verdächtiger festgenommen

    Ein Sicherheitsmitarbeiter der Botschaft von Katar in Paris wurde am Montag, dem 23. Mai, mit einem Faustschlag getötet. Ein Mann wurde festgenommen.

    Ein Wachmann, der in der Botschaft von Katar in Paris arbeitete, wurde am Montagmorgen von einem Mann getötet, der nach der Tat festgenommen wurde. Dies erfuhr die Nachrichtenagentur AFP aus einer der Untersuchung nahestehenden Quelle und von der Pariser Staatsanwaltschaft.

    Laut AFP war es kurz vor 7 Uhr zu einer Auseinandersetzung zwischen dem Mitglied des Wachpersonals und dem Verdächtigen vor der Botschaft im achten Arrondissement von Paris gekommen.

    „Die Umstände des Todes des Wachmanns sind noch genau zu bestimmen“, erklärte die Staatsanwaltschaft und fügte hinzu, dass „der Gebrauch einer Waffe“ durch den mutmaßlichen Täter „derzeit nicht bestätigt“ worden sei. Die Pariser Kriminalpolizei hat Ermittlungen wegen vorsätzlicher Tötung eingeleitet.

    Laut einer Polizeiquelle scheint der Verdächtige „nicht im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte zu sein“, berichtet der Sender BFMTV.

  • Ukraine-Krieg: Erschütternde Berichte nach Vergewaltigungen durch die russischen Besatzer

    Ukraine-Krieg: Erschütternde Berichte nach Vergewaltigungen durch die russischen Besatzer

    Drei Monate nach Beginn der russischen Invasion in der Ukraine häufen sich die Vergewaltigungsvorwürfe gegen die russischen Besatzungstruppen, insbesondere in den inzwischen wieder befreiten Städten in der Region Kiew, wie z. B. Butscha.

    in junges Mädchen flüchtet sich in ein Auto und flüstert: „Hilf mir“. Seit zwei Monaten hat sich diese Szene im Gedächtnis von Konstantin Gudauskas festgesetzt. Dem kasachischen Menschenrechtsaktivisten, der seit 2019 im Exil lebt und in der Ukrain in Butscha wohnt, gelang es dank seines ausländischen Passes, 203 Menschen aus dieser Stadt und ihrer Umgebung zu evakuieren, meldet Franceinfo. Darunter befanden sich mindestens 17 Opfer von Vergewaltigungen unter der russischen Besatzung, darunter auch diese etwa 15-jährige Jugendliche. „Sie war zehn Tage lang in einem Keller gefangen. Es gab keinen einzigen Tag, an dem sie nicht vergewaltigt wurde“, erzählt Konstantin Gudauskas gegenüber Franceinfo.

    Die Berichte von Zeugen wie Konstantin Gudauskas, von Psychologen und Ermittlern belegen das Ausmaß der Gräueltaten, die von russischen Soldaten in der Ukraine verübt wurden. Zusätzlich zu den grausamen Hinrichtungen von Zivilisten werden Vergewaltigungen als „Strategie“ von den Besatzungstruppen eingesetzt, wie die Generalstaatsanwältin der Ukraine, Iryna Venediktova, anklagt. „Nur eine Lüge“, sagt hingegen der Kreml. Seit dem 1. April „haben wir 800 Anrufe erhalten, die meisten von ihnen haben eine Vergewaltigung erlitten“, berichtete die Menschenrechtsbeauftragte des ukrainischen Parlaments, Ljudmila Denisowa, gegenüber der französischen Zeitung Le Monde. In den sozialen Netzwerken berichtet die Menschenrechtsverteidigerin von mehreren konkreten Fällen von Vergewaltigungen, die vor allem in Butscha begangen wurden.

    „Es gibt viele Grausamkeiten“
    Das von Konstantin Gudauskas erwähnte 15-jährige Mädchen war das erste Vergewaltigungsopfer, das er während seiner Mission zur Evakuierung von Zivilisten traf. „Sie hat mir während der Fahrt alles erzählt“, beschreibt er gegenüber Franceinfo. Die Jugendliche und ihre Mutter wurden am 1. März in Butscha von Soldaten festgenommen und in einen Keller des nahe gelegenen Dorfes Vorzel gebracht. Die Vergewaltigungen „begannen am ersten Tag“. Die Mutter des Mädchens wurde gezwungen, Zeugin der Gruppenvergewaltigungen zu werden. Die Soldaten „vergewaltigten das Mädchen auf einem Tisch, einer nach dem anderen“, erzählt Konstantin Gudauskas sehr bewegt. „Am ersten Abend waren es acht, an den folgenden Abenden zwischen sieben und zwölf.“ Die Mutter des Mädchens wurde schliesslich von einem Schuss ins Bein getroffen und erlag in diesem Keller ihren Verletzungen.

    „Die Soldaten waren ständig betrunken. Wenn das Mädchen bewusstlos wurde, schütteten sie Wasser über sie. Die medizinischen Untersuchungen ergaben, dass sie niemals mehr ein Kind bekommen kann.“ (Konstantin Gudauskas gegenüber Franceinfo)

    Auf der Straße zwischen Butscha und Kiew berichteten mehrere Opfer ihrem Retter Konstantin Gudauskas von den Drohungen der russischen Angreifer: „Wir werden dich vergewaltigen, um sicherzugehen, dass du nie ein Kind von einem ukrainischen Mann bekommst.“ Der Menschenrechtsaktivist sagt: „Mein Leben wird nach diesem Krieg nicht mehr dasselbe sein“.

    Vergewaltigungen vor Zeugen, um „Panik“ zu erzeugen
    Das Zentrum für bürgerliche Freiheiten, eine NGO, die derzeit Kriegsverbrechen in der Ukraine dokumentiert, sammelte ebenfalls Hinweise auf Vergewaltigungen in der Region Kiew. Diese Verbrechen „gehen sehr oft mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen der Überlebenden dieser Vergewaltigungen einher. Es gibt viele Grausamkeiten“, wird Oleksandra Matviychuk, die Leiterin der NGO, von Franceinfo zitiert.

    „Die sexuelle Gewalt ist Teil des Terrors, den die russischen Soldaten in den besetzten Gebieten anwenden, um schnell die Kontrolle über diese Gebiete zu erlangen und sie zu behalten.“ (Oleksandra Matviychuk, Direktorin des Zentrums für bürgerliche Freiheiten in der Ukraine gegenüber Franceinfo)

    In dem Bestreben, unter der besetzten Bevölkerung „Terror“ zu verbreiten, „werden die Vergewaltigungen sehr oft vor anderen Menschen, Nachbarn, Verwandten begangen“, fügt sie hinzu. Die Anwältin Julia Anosowa, deren Organisation La Strada Ukraine den Opfern psychologische und rechtliche Unterstützung bietet, beschreibt, dass die Verbrechen „in den Häusern der Opfer und auch außerhalb der Häuser“ verübt werden, um „Panik in den Gemeinden“ zu erzeugen. Fast alle von La Strada gesammelten Zeugenaussagen berichten auch von Massenvergewaltigungen, die von Gruppen von Soldaten unter Alkohol- oder Drogeneinfluss begangen wurden.

    Aliona Kryvuliak ist Psychologin und begleitet zwei Frauen, die über sexuelle Gewalt während der Besetzung von Butscha berichtet haben. Eine von ihnen wurde eines Abends in ihrem Haus von drei Soldaten mehrfach vergewaltigt, „vor den Augen ihres dreijährigen Kindes“, berichtet die Psychologin gegenüber Franceinfo. Wiederholt sagten Soldaten dem Opfer, dass sie sie vergewaltigen würden, „bis sie sich vor ukrainischen Männern ekelt“.

    „Als sie das Erlebte einer Freundin erzählte, sagte sie, dass sie sich selbst und ihren eigenen Körper hasse. Sie dachte an Selbstmord.“ (Aliona Kryvuliak von der Organisation La Strada Ukraine gegenüber Franceinfo)

    Auch in Butscha hatte sich die zweite von Aliona Kryvuliak betreute Frau mit acht weiteren Frauen und vier Kindern in einen Keller geflüchtet, als fünf Soldaten eintrafen. Die Soldaten forderten die Ukrainerinnen auf, aus der Gruppe zwei Frauen auszuwählen, die sie vergewaltigen würden. In Todesangst flehten die Frauen die Soldaten an, sich nicht an ihnen zu vergehen. „Die Soldaten kamen später am Abend zurück, sie wählten selbst zwei Frauen aus, die sie vor allen vergewaltigten“, schildert die Psychologin. „Sechs weitere Frauen wurden gezwungen, sich auszuziehen“, darunter auch ihre Patientin. Seitdem lebt diese „in einem ständigen Zustand der Angst“.

    Nach Aussagen der Überlebenden von Butscha haben auch andere Opfer wiederholt sexuelle Gewalt erlitten, eine Hölle, die sich über einen längeren Zeitraum hinzog. Fünfundzwanzig Teenager und junge Frauen im Alter von 14 bis 24 Jahren sollen während der Besetzung im Keller eines Hauses in Butscha systematisch vergewaltigt worden sein. Der Horror dauerte laut New York Times 25 Tage, und neun der Vergewaltigungsopfer wurden schwanger.

    „Sie sagten zu mir: ‚Deine Tochter ist sehr schön‘. Ich habe sie angefleht, sie nicht anzufassen. Ich sagte ihnen: ‚Macht mit mir, was ihr wollt, aber fasst sie nicht an‘.“ (eine in Butscha lebende Ukrainerin gegenüber dem Sender RTS)

    Damit „die ganze Welt weiß, wer sie sind und wozu sie fähig sind“ beschreiben die Frauen und Mädchen die Gräueltaten, die sie von den russichen Besatzern erleiden mussten…

    Auch Kinder unter den Vergewaltigungsopfern
    La Strada Ukraine und das Zentrum für Bürgerliche Freiheiten wurden über zwei Fälle informiert, in denen Männer Opfer von Vergewaltigungen wurden. Auch Kinder, Jungen und Mädchen, erlitten laut der Menschenrechtsbeauftragten des ukrainischen Parlaments die gleichen Gräueltaten. Ein elfjähriger Junge wurde vor den Augen seiner Mutter vergewaltigt – sie war an einen Stuhl gefesselt und gezwungen zuzusehen. Kurz nach der Befreiung der Stadt berichtete die Psychologin und Psychiaterin Lilya Shakalova auf der Website Babel, dass eine ihrer jungen Patientinnen – neun Jahre alt – in ihrem Haus in Butscha Opfer einer Vergewaltigung geworden war. Laut der Psychologin „vergewaltigten Soldaten das kleine Mädchen, sie begann zu schreien, dann schlugen sie eine Frau, die versuchte, sie zu retten“.

    Hinweise deuten darauf hin, dass von russischen Streitkräften getötete Frauen vor ihrem Tod vergewaltigt wurden, wie ukrainische Gerichtsmediziner in der Zeitung The Guardian zitiert werden. Die New York Times berichtet über den Fall einer Frau aus Butscha, die vor ihrer Hinrichtung als „Sexsklavin“ festgehalten wurde. Die Polizei fand geöffnete Kondomverpackungen und ein gebrauchtes Kondom in der Nähe ihres nur mit einem Mantel bekleideten Körpers.

    Da immer mehr Überlebende ihr Schweigen brechen, ist die Psychologin Aliona Kryvuliak der Ansicht, dass diese Sexualverbrechen „keine Einzelfälle“ sind. „Das ist in allen besetzten Städten im Kiewer Gebiet passiert“, sagt sie. Butscha, Irpin, aber auch die Regionen Charkiw und Mariupol seien betroffen. Für Aliona Kryvuliak ist Vergewaltigung zweifellos eine der Kriegswaffen der russischen Armee.

  • Hagelkörner mit bis zu 8 Zentimetern, Gewitter und große Schäden im Zentrum und im Westen

    Hagelkörner mit bis zu 8 Zentimetern, Gewitter und große Schäden im Zentrum und im Westen

    In Zentral- und Westfrankreich kam es zu schweren Hagelschlägen. Die Unwetter folgten auf die starke Hitze in der vergangenen Woche.

    Nach der extremen Hitze der vergangenen Tage folgten besonders heftige Gewitter. Meteo France hatte für 21 Departements im Zentrum und im Westen des Landes aufgrund der großen Unwettergefahr die Warnstufe Orange ausgerufen. Die Warnung wurde aufgehoben, aber in ihrer Prognose von 07.00 Uhr am Montag, den 23. Mai, behielt die Wetterorganisation Warnungen für nicht weniger als 86 Departements des Hexagons bei.

    Bevor die Warnstufe aufgehoben wurde, kam es in mehreren Gebieten zu schweren Blitzeinschlägen und besonders beeindruckenden Hagelschlägen. So zum Beispiel in Deux-Sèvres: Zwischen Niort und Parthenay beschädigten Hagelkörner mit einem Durchmesser von bis zu acht Zentimetern zahlreiche Häuser.

    Auch in Châteauroux (Indre), wo Fahrzeuge zahlreiche Hagelschäden aufweisen, war die Lage ähnlich. „Die Feuerwehren des Departements Indre sind zu zahlreichen Einsätzen ausgerückt: Bäume oder Objekte auf öffentlichen Straßen, Überschwemmungen, Dächer…“, teilten die Behörden im Laufe der Nacht mit.

    Laut der Zeitung La Nouvelle République wurden durch den Hagelschlag vier Personen verletzt, die in die Notaufnahme von Châteauroux eingeliefert wurden. Sie seien aber zum Glück nicht schwer verletzt worden.