Kategorie: Frankreich

  • Mann in der Nähe von Perpignan auf offener Straße erstochen

    Mann in der Nähe von Perpignan auf offener Straße erstochen

    In einer Straße in Trouillas, einem Dorf in der Nähe von Perpignan, wurde die Leiche eines Mannes gefunden. Das Opfer wies Stichspuren an Bauch und Rücken auf.

    Ein Mann wurde am Dienstag in einer Straße in Trouillas, einem Dorf in der Nähe von Perpignan, tot aufgefunden. Er wies Spuren von Messerstichen an der Seite des Bauchs und im Rücken auf, wie die Gendarmerie mitteilte.

    Das Opfer, das von Dorfbewohnern gefunden wurde, konnte nicht sofort identifiziert werden. Der Tatort wurde abgesperrt, um die Arbeit der Kriminaltechnik nicht zu behindern.

    Die Forschungsbrigade der Gendarmerie in Perpignan und Montpellier hat die Ermittlungen übernommen.

  • Bioethanol im Tank: Ansturm auf die Umrüstungssets

    Bioethanol im Tank: Ansturm auf die Umrüstungssets

    Immer mehr Franzosen beschliessen, ihr Fahrzeug auf Bioethanol umzurüsten, um den steigenden Kraftstoffpreisen entgegenzuwirken. Der Kauf von Umrüstungssets ist innerhalb weniger Monate explosionsartig angestiegen.

    Angesichts der steigenden Kraftstoffpreise steigen immer mehr Autofahrer in Frankreich auf Bioethanol um. Innerhalb eines Jahres hat sich die Zahl der Installationen von Umrüstungssets verachtfacht. Vincent Gonzales, der mit seinem Auto mehr als 1.000 Kilometer pro Woche zurücklegt, erklärt gegenüber Franceinfo, dass seine Spritrechnung von etwa „100 bis 110 Euro alle drei Tage“ auf „maximal 40 Euro“ für die gleiche Anzahl von Kilometern zurückgegangen ist. Innerhalb von vier Monaten hat sich die Umrüstung, für die er 1.200 Euro bezahlt hatte, also bereits rentiert. David Soublin, ein Automechaniker aus dem Großraum Paris, hat seit dem Anstieg der Kraftstoffpreise etwa zehnmal so viele Umrüstungen durchgeführt, als zuvor.

    Prämien für die Umrüstung
    Die Umstellung wird in manchen Regionen sogar gefördert, sie bieten eine finanzielle Unterstützung für die Umstellung auf Bioethanol an. Dies ist zum Beispiel in der Region Hauts-de-France der Fall, die bereits seit drei Jahren eine Prämie von bis zu 400 Euro anbietet. Der Andrang ist jedoch so groß geworden, dass die Präfektur beschlossen hat, die Förderungen nur noch für Geringverdiener anzubieten.

  • Personalprobleme an französischen Flughäfen in diesem Sommer

    Personalprobleme an französischen Flughäfen in diesem Sommer

    Gewerkschaften warnen davor, dass der Personalmangel auf französischen Flughäfen im Sommer zu großen Verspätungen führen könnte, wie es in den letzten Wochen bereits auf Flughäfen in ganz Europa der Fall war.

    „Wir sollten uns keinen Illusionen hingeben, wir werden im Sommer unterbesetzt sein. Es ist klar, dass es zusätzliche Wartezeiten bei den Kontrollen und anderswo geben wird“, warnte Thomas Juin, Präsident der Union der französischen Flughäfen, in der Zeitung Le Figaro.

    In den letzten Wochen kam es auf Flughäfen in ganz Europa zu chaotischen Szenen, und die Gewerkschaften warnen, dass Frankreich den ganzen Sommer über vor ähnlichen Problemen stehen wird. In der Region Paris meldeten Reisende am Flughafen Charles de Gaulle bereits Anfang Mai lange Warteschlangen. Auf dem pariser Flughafen Orly sind die Kapazitätsgrenzen bisher noch nicht erreicht, aber auch dort ist die Situation bereits angespannt, so die Direktorin des Flughafens, Sandra Lignais, gegenüber Le Figaro.

    Die Flughäfen der Region Paris scheinen am stärksten von überdurchschnittlich langen Wartezeiten betroffen zu sein, während auf den regionalen Flughäfen Frankreichs weniger Beschwerden registriert werden. Der Personalmangel ist allerdings an allen französischen Flughäfen zu spüren, so dass Reisenden eine frühzeitige Anreise dringend empfohlen wird.

    Der pariser Flughafen Charles de Gaulle rät Passagieren, „zwei Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein, um ihr Gepäck abzugeben und alle Polizei- und Sicherheitsformalitäten zu erledigen“. Bei Reisen in die USA werden sogar mindestens 3 1/2 Stunden empfohlen!

    Seit 2020 haben die französischen Flughäfen 15 bis 20 % ihres Personals verloren. Auf dem Höhepunkt der Covid-19-Pandemie wurden viele Mitarbeiter von Fluggesellschaften und Flughafenbetreibern entlassen und suchten sich Jobs in anderen Branchen. Allein auf den Pariser Flughäfen Orly und Charles de Gaulle müssen rund 4.000 Stellen neu besetzt werden. Die Betreibergesellschaft der Pariser Flughäfen beklagt allerdings „enorme“ Schwierigkeiten bei der Rekrutierung und Einstellung neuen Personals.

    Auch bei der Zollabfertigung werden Wartezeiten immer mehr zum Problem, da sogar die Zahl der Grenzpolizisten an den Flughäfen zurückgegangen ist.

    Neben dem Mangel an Bewerbern erschweren Verzögerungen bei der Ausbildung die schnelle Besetzung von Stellen, vor allem für Mitarbeiter im Bereich der Flughafensicherheit, die eine drei- bis fünfmonatige Ausbildung benötigen.

    Die niederländische Fluggesellschaft KLM kündigte am 26. Mai an, dass sie den Ticketverkauf für alle Flüge ab dem Amsterdamer Flughafen Schiphol bis Montag aussetzen werde, da es an Personal fehle.

    Medien berichteten, dass sich die Schlangen am Flughafen Schiphol in den letzten Wochen bis ins Freie und auf die Straßen erstreckten.

    Die Luftfahrtindustrie meldete, dass im März bereits 75 Prozent der Passagierzahlen von vor der Pandemie erreicht worden seien und dass dies ein Zeichen dafür sei, dass man sich in diesem Sommer auf ein starkes Passagieraufkommen vorbereiten müsse.

  • Klima: Der wärmste Monat Mai, der je in Frankreich gemessen wurde

    Klima: Der wärmste Monat Mai, der je in Frankreich gemessen wurde

    Sogar auf der Insel Bréhat in der Bretagne wurden am 17. Mai 28°C erreicht.

    Météo-France hat es gerade bestätigt: Die Temperaturen in diesem Monat Mai lagen um mehr als 3 °C über den saisonalen Normalwerten und es wurden unzählige Rekorde gebrochen. In der dritten Maiwoche fiel die landesweite Durchschnittstemperatur nicht unter 20 °C, so hoch wie noch nie. Ebenfalls noch nie dagewesen: die 26°C in La Hague und fast 28°C auf der Insel Bréhat in der Bretagne am 17. Mai. Auch in Straßburg, Albi, Lyon, Tarbes und Aurillac wurden Hitzerekorde gebrochen. Es war nicht nur tagsüber, sondern auch nachts sehr heiß. Frankreich hatte noch nie so früh im Jahr so warme Nächte erlebt, mit einer durchschnittlichen Nachttemperatur von 16,5 °C, die am 19. Mai erreicht wurde. Der heute endende Monat war auch einer der trockensten, mit einem Niederschlagsdefizit, das die Rekorde von 1976, 1989 und 2011 erreichte.

    Die Klimaforscher von Météo-France führen diese außergewöhnlichen Temperaturen auf die Luftmassensituation (mit einem Hochdruckgebiet, das sich über Europa aufgebaut hat, und der Zufuhr warmer Luft aus dem Süden) und auf die Auswirkungen des Klimawandels zurück. Das bedeutet, dass sich diese frühen Hitzerekorde in den kommenden Jahren wiederholen werden, dank der Rekordwerte der Treibhausgase in der Atmosphäre. Die Weltorganisation für Meteorologie hatte diesen Trend übrigens im Januar dieses Jahres bestätigt: Die letzten sieben Jahre waren die wärmsten, die je auf der Erde gemessen wurden.

    Ein warmer Mai bedeutet nicht zwangsläufig einen heißen Sommer.
    Der vorangegangene wärmste Mai in Frankreich war der des Jahres 2011. Ihm folgte damals ein klassischer Sommer mit normalen jahreszeitlich bedingten Durchschnittstemperaturen.

    Für das Jahr 2022 wird Météo-France am Wochenende seine Drei-Monats-Prognose vorlegen, aber die Prognostiker gaben bereits Anfang des Monats Mai an, dass das wahrscheinlichste Szenario in Frankreich tatsächlich wärmere Temperaturen als normal im Juni und Juli seien.

  • Angesichts der Klimakrise beschließen Studenten den Boykott bestimmter Unternehmen

    Angesichts der Klimakrise beschließen Studenten den Boykott bestimmter Unternehmen

    Sie nennen sich „Bifurqueurs“. Immer mehr Studenten von französischen Elitehochschulen weigern sich, für Unternehmen zu arbeiten, die nicht genug für die Umwelt tun, und rufen angesichts der Klimadringlichkeit zu einem Umdenken auf.

    Es war Anfang Mai, bei der Abschlussfeier der Ingenieurschule Agro Paris Tech. Acht Studenten kommen auf die Bühne, jeder mit einem kleinen Zettel in der Hand. Sie wenden sich an ihre Mitschüler und Kollegen mit einer Botschaft des Aufbruchs. „Agro Paris Tech bildet jedes Jahr Hunderte von Schülern aus, um in der Industrie auf verschiedene Arten zu arbeiten (…) Diese Jobs zu wählen, bedeutet, allen zu schaden, indem man den Interessen einiger weniger dient“, sagt einer von ihnen.

    Das Video machte schnell die Runde in den sozialen Netzwerken. Die Studenten bezeichnen sich selbst als „Bifurkatoren“. Mit anderen Worten: Sie weigern sich, an einem System teilzunehmen, das ihrer Meinung nach die Natur und die biologische Vielfalt zerstört. Es handelt sich um eine Art Elitenrevolte, wie Julia, eine der acht Studenten, erklärt: „Wir glauben nicht daran, dass wir die Dinge von innen heraus ändern können. Innerhalb des Systems glauben wir, dass eher das System uns verändern wird, als dass wir es verändern werden.“

    Sie wollen nützlich sein und das Bewusstsein für die globale Erwärmung schärfen: Welche Berufswahlmöglichkeiten hat die grüne Jugend?

    Trotz ihrer Abschlüsse an den bekanntesten französischen Hochschulen haben diese Studenten nun andere Pläne. Für einige könnte es die Gründung einer kollektiven Farm sein. Die meisten aber sind der Meinung, dass es die lokale Ebene ist, die die Gesellschaft so verändern kann, dass sie wieder mit den natürlichen Grenzen und Begebenheiten nachhaltig vereinbar wird.

    Junge französische Agraringenieure nicht die einzigen, die sich auflehnen. Aber bei ihnen handelt es sich um eine erste radikale Bewegung. Die anderen Aktionen sind eher konventionell. So haben beispielsweise die HEC und die Écoles Normales Supérieures offene Briefe veröffentlicht, nachdem vor vier Jahren ein Kollektiv mit dem Namen „Pour un réveil écologique“ (Für ein ökologisches Erwachen) gegründet wurde, um auf Schulen und Unternehmen Einfluss zu nehmen. Das Manifest wurde von 30.000 Hochschul-Absolventen unterzeichnet.

    Ihr Ziel ist es, von innen heraus auf das Klima aufmerksam zu machen, erklärt Rémi Vanel, Ingenieur und Mitglied des Kollektivs: „Wir haben das Glück, dass wir uns unser Unternehmen aussuchen können. Wir haben einen gewissen Handlungsspielraum. Wir werden also ein Unternehmen auswählen können, das sich wirklich engagiert und in dem wir etwas verändern können. Wie sieht die Strategie des Unternehmens aus? Welche Unternehmenspolitik wurde eingeführt, um diese Themen zu behandeln?“

    „Es ist besser, bestimmte Unternehmen zu boykottieren und zu Unternehmen zu gehen, die diese Themen wirklich berücksichtigen“, sagt Rémi Vanel, Ingenieur und Mitglied des Kollektivs „Pour un réveil écologique“ (Für ein ökologisches Erwachen) gegenüber Franceinfo.

    Für die Einen ist es eine Revolte, für die Anderen ein Erwachen. Allen gemeinsam ist das steigende Engagement einer Generation für das Klima. Die jungen Leute begnügen sich nicht mehr damit, den Müll zu sortieren, erklärt Théo Rougier, ein Aktivist und Organisator der Klimamärsche. „Es gibt eine Generation, die schon ein bisschen zu sehr im System verankert ist. Das sind Leute, die heute zwischen 40 und 50 Jahre alt sind, die einen Kredit aufgenommen und drei Kinder zu ernähren haben. Sie können noch so sehr auf diese Themen sensibilisiert sein, es ist kompliziert für sie, aus diesem System auszusteigen“, erklärt Rougier. „Deshalb findet der Umschwung in der Generation der 18- bis 24-Jährigen statt…“

    Junge Menschen mit höheren Ansprüchen an den Klimaschutz
    Gelingt es aber diesen Studenten wirklich, Einfluss auf die Unternehmen zu nehmen? Der Chef der Personalverantwortlichen in Frankreich, Benoît Serre, versichert gegenüber Franceinfo, dass das mittlerweile tatsächlich der Fall ist. Da Ingenieure sehr gefragt sind, müssen sich die Unternehmen als beispielhaft erweisen, wenn sie Studierende der Grandes Ecoles anziehen wollen. „Die gesamte neue Generation, insbesondere nach der Pandemie, ist in diesen Fragen ziemlich anspruchsvoll. Wir merken das, weil sie uns darauf ansprechen, wenn wir sie anwerben wollen.“

    Auch die Schulen tragen mittlerweile der neuen Bewegung Rechnung. Die Elite-Universität HEC in Paris zum Beispiel hat kürzlich ihr Programm überarbeitet, um die neuen klimatischen Anforderungen ihrer Studenten zu integrieren.

    Das Motto der HEC lautet: „Einfluss zu nehmen, nicht nur auf die Wirtschaft, sondern auf die Gesellschaft im weitesten Sinne, ist die wichtigste Berufung der HEC Paris.“

  • Tod von Frédéric Leclerc-Imhoff: Russische Presse bezeichnet den französischen Journalisten als „Söldner“

    Tod von Frédéric Leclerc-Imhoff: Russische Presse bezeichnet den französischen Journalisten als „Söldner“

    Frédéric Leclerc-Imhoff, 32, arbeitete für den französischen Sender BFMTV und begleitete am Montag, dem 30. Mai, Zivilisten in einem humanitären Bus in der Ukraine, als er Opfer eines russischen Bombardements wurde. Die russische Presse veröffentlicht jedoch eine andere Version der Ereignisse. Nur w…

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  • Schloss Versailles: Die Wohnungen von Madame du Barry werden restauriert

    Schloss Versailles: Die Wohnungen von Madame du Barry werden restauriert

    Im Schloss von Versailles im Departement Yvelines werden die Gemächer der Gräfin du Barry, der Geliebten von König Ludwig XV., restauriert, um ihren alten Glanz wiederzuerlangen. Im rechten Flügel des Schlosses von Versailles, über den Gemächern von Ludwig XV., befinden sich die Gemächer der berühm…

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  • Vorfälle bei Champions-League-Finale: UEFA kündigt „unabhängige Untersuchung“ an

    Vorfälle bei Champions-League-Finale: UEFA kündigt „unabhängige Untersuchung“ an

    Die höchste europäische Fussballinstanz verspricht, „die Entscheidungsfindung, die Verantwortlichkeiten und das Verhalten aller am Finale beteiligten Parteien zu untersuchen“. Die UEFA verspricht, „die Entscheidungsfindung, die Verantwortlichkeiten und das Verhalten aller am Finale beteiligten Parteien zu untersuchen“. Die UEFA kündigte am Montag, dem 30. Mai, die Einleitung einer „unabhängigen Untersuchung“ der Vorfälle an, die sich am Samstag während des Champions-League-Finales im Stade de France ereigneten. Mit der Untersuchung wurde eine unabhängige Persönlichkeit, der ehemalige portugiesische Minister für Bildung, Jugend und Sport, Tiago Brandão Rodrigues, beauftragt. „Es werden Beweise von allen relevanten Beteiligten gesammelt und die Schlussfolgerungen dieses unabhängigen Berichts werden am Ende des Untersuchungsprozesses veröffentlicht“, veröffentlicht die UEFA, die sich vorbehält, dann „die nächsten Schritte“ zu prüfen. Zunächst hatte die UEFA am Samstagabend lediglich von Tausenden von gefälschten Tickets gesprochen, die die Drehkreuze auf der Seite der für Liverpool reservierten Tribünen blockierten. Lesen Sie auch: Champions League: 105 Festnahmen in Paris am Rande des Endspiels Liverpool-Real Madrid In Frankreich leitete die Staatsanwaltschaft von Bobigny am Montag Ermittlungen wegen bandenmäßigen Betrugs ein, wie Franceinfo unter berufung auf eine Justizquelle meldet. Die Justiz wurde eingeschaltet, nachdem der Pariser Polizeipräfekt Didier Lallement einen „massiven Betrug“ mit gefälschten Tickets gemeldet hatte, der dazu führte, dass 30-40.000 zusätzliche Fans zum Stadion strömten.
  • Auf Korsika begeistert die Autovermietung durch Privatpersonen die Touristen

    Auf Korsika begeistert die Autovermietung durch Privatpersonen die Touristen

    Ein Besuch auf Korsika kann sich ohne Auto schnell als schwierig erweisen. Doch angesichts explodierender Preise bei den klassischen Autovermietern und eines begrenzten Fuhrparks entscheiden sich immer mehr Urlauber für die Anmietung von Fahrzeugen von Privatpersonen.

    Die île de beauté (Insel der Schönheit) zieht jedes Jahr Millionen von Touristen an, die es kaum erwarten können, die berühmten Landschaften zu erkunden. Doch ohne eigenes Fahrzeug kann die Reise zu einer Tortur werden. Ein Problem sind die Preise der Autovermieter, die seit Covid-19 mächtig in die Höhe geschnellt sind. Laut dem Sender France 3 Corse wurde der Fahrzeugpark der klassischen Autovermieter um 30% reduziert.

    Ein Umstand, der die Rechnung für Urlauber schnell drastisch in die Höhe treiben kann, weshalb inzwischen immer mehr von ihnen die Autovermietung zwischen Privatpersonen bevorzugen. „Wenn man ein Auto bei einem professionellen Anbieter mietet, liegt man bei über 1.000 Euro pro Woche. Hier liegt man bei 250 Euro“, erklärt ein Touristenpaar, das sich für das Fahrzeug eines Einheimischen entschieden hat, gegenüber France 3. Bei einem Unfall oder einer Panne springt die Versicherung des Vermieters ein, sodass für die Nutzer keine zusätzlichen Versicherungskosten anfallen. Diverse Plattformen, die Fahrzeuge von Privatpersonen anbieten, bieten gleichzeitig auch die notwendigen Zusatzversicherungen für Schäden an den gemieteten Fahrzeugen.

    Die wirtschaftliche Attraktivität brachte eine steigende Begeisterung für diese Art der Autoanmietung. Die Zahl der spezialisierten Online-Plattformen explodiert (Ouicar, Zecar, Getaround, Roadstr…) und die Zahl der Privatvermieter wächst stetig. „Ich bin bis Mitte Juni ausgebucht, ich habe noch zwei Wochen im Juli frei und ich denke, dass ich im August ausgebucht sein werde“, freut sich Didier Thébaud, ein privater Vermieter. Die Gelegenheit für den 40-Jährigen, sein Auto aus der Garage zu holen und den Sommer über sein Taschengeld aufzubessern.

  • Hohe Preise für Zugtickets schockieren die Franzosen

    Hohe Preise für Zugtickets schockieren die Franzosen

    Es hagelt Kritik an der SNCF. Die Nutzer beklagen einen außergewöhnlichen Anstieg der Preise für Zugtickets kurz vor dem Sommer. 

    In einer Studie des französischen Statistikamtes INSEE wurde festgestellt, dass die Fahrpreise in den letzten drei Monaten um 15% gestiegen sind. Diese Zahlen werden von der SNCF jedoch bestritten, die behauptet, dass die Preise viemehr um 7% gesunken seien.

    Für die Reisenden ist der Anstieg dennoch spürbar: Eine einfache Fahrt von Paris nach Nizza kostet 250 Euro und eine Hin- und Rückfahrt von Paris nach Nantes 215 Euro, wie der Sender RTL berichtet. Da der Sommer vor der Tür steht und die Kraftstoffpreise explodieren, befürchten die Franzosen nun, dass sie wegen der exorbitanten Preise der SNCF noch nicht mal mehr mit dem Zug fahren können.

    Wie viel kostet ein Zugticket?
    Laut INSEE sind die Preise für Zugtickets innerhalb eines Jahres im Februar um 11,7%, im März um 13,8% und im April um 14,6% gestiegen. Die SNCF behauptet jedoch, dass die Preise um 7% gesunken sind. Um zu diesen unterschiedlichen Schlussfolgerungen zu gelangen, haben beide Seiten unterschiedliche Berechnungsmethoden angewandt: Das INSEE schaut sich die Preise an, die auf den Websites beim Online-Fahrkartenverkauf angegeben werden, während die SNCF sich auf die Preise der Fahrkarten im analogen Verkauf stützt.

    Die Reisenden scheinen allerdings eher der Meinung des INSEE zu sein. Auf dem Sender RTL beklagen einige Reisende, dass die Preise unerschwinglich geworden seien: „Ich fahre von London nach Paris, Paris-Lyon, Lyon-Marseille und Marseille-Saint Raphaël. Das kostet 1.200 Euro“, sagt eine Reisende.

    Trotz dieser horrenden Preise bleiben andere Fahrten erschwinglich. Eine einfache Fahrt mit einem Intercités zwischen Toulouse und Paris kann diese Woche zwischen 53 und 110 Euro kosten. Eine Fahrt von Toulouse nach Nizza kostet zwischen 48 und 77 Euro, wenn man bis Dienstag oder Mittwoch bucht. Für viele Franzosen sind die Tarife jedoch insgesamt viel zu teuer.

    Die SNCF verteidigt sich
    Christophe Fanichet, CEO von SNCF Voyageurs, äußerte sich gegenüber der Zeitung Journal Du Dimanche zu der Preiserhöhung. „Die Preise sind bezüglich der Alltagszüge stabil geblieben, da keine Region die Tarife erhöht hat. Eine von vier TGV-Fahrkarten hat eine Preisobergrenze“, sagte er. Seiner Meinung nach wäre es „interessanter“, die Preise von 2022 „mit denen von 2019“ zu vergleichen. In beiden Zeiträumen hat die Covid-19-Gesundheitskrise keinen Einfluss auf die Preise.

    Christophe Fanichet gibt aber immerhin zu, dass einige Preise in diesem Jahr „im Vergleich zu 2021 leicht gestiegen“ seien. Die Preiserhöhung kommt zu einem kritischen Zeitpunkt, kurz vor dem Sommer, und vertieft die Vorbehalten, die viele Franzosen sowieso schon gegenüber der SNCF haben.