Kategorie: Frankreich

  • „Es darf keine weitere Pandemie geben“: Gesundheitsminister fürchtet Welle von Grippeinfektionen im Winter

    „Es darf keine weitere Pandemie geben“: Gesundheitsminister fürchtet Welle von Grippeinfektionen im Winter

    Der französische Gesundheitsminister François Braun ruft dazu auf, die am stärksten gefährdeten Personen gegen Covid zu impfen, aber auch gegen die Grippe, die im Winter stark grassieren könnte. Gesundheitsminister François Braun ruft in einem Interview mit der Zeitung Ouest-France am 2. Oktober alle gebrechlichen Personen dazu auf, sich „gleichzeitig gegen Grippe und Covid“ impfen zu lassen. Die Grippe, die seit Beginn der Pandemie durch die Abstandsregeln ebenfalls seltener worden war, könnte in der Tat in diesem Winter ein Comeback feiern. Laut dem seit dem 4. Juli amtierenden Minister „ist es nicht wichtig, besorgt zu sein, sondern man muss wachsam zu sein. Wir wissen, dass unser Gesundheitssystem unter Spannung steht, und es darf nicht zu einer weiteren Pandemie kommen“. Die französischen Gesundheitsbehörden rechnen mit einer besonders schweren Grippeepidemie in diesem Winter. Die Wissenschaftler stützen sich dabei unter anderem auf das Szenario, das sich in Australien abgespielt…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Ex-Offizier der französischen Armee: „Militärisch haben die Russen den Krieg bereits verloren“

    Ex-Offizier der französischen Armee: „Militärisch haben die Russen den Krieg bereits verloren“

    Laut Guillaume Ancel ist es wahrscheinlich, dass die Ukrainer gegenwärtig eine dritte Gegenoffensive vorbereiten, die für die russische Armee fatal sein könnte.

    Die Russen haben den Krieg militärisch bereits verloren, das jedenfalls meint Guillaume Ancel, ein ehemaliger Offizier der französischen Armee, gegenüber dem Sender Franceinfo, nachdem die ukrainische Armee am Samstag, dem 1. Oktober, in die strategisch wichtige Stadt Lyman im Osten des Landes, zurückerobert hat. Am Freitag wurde die Annexion des östlichen Teils des ukrainischen Territoriums durch Moskau von der internationalen Gemeinschaft scharf verurteilt. Oberstleutnant a.D. Guillaume Ancel zufolge sind die jüngsten Erklärungen von Wladimir Putin nur ein Mittel, um „das Debakel seiner Armee zu verschleiern“.

    Die Situation in Lyman ist ein perfektes Beispiel für die Situation der russischen Armee. Sie bekommt überall Risse, die Einheiten gehorchen nicht einmal mehr den Befehlen von Wladimir Putin, ganz einfach weil sie nicht mehr die Mittel haben, um Widerstand zu leisten. Die russische Armee hat den Großteil ihrer Ausrüstung und ihres Potenzials verloren. In Bezug auf Führung und Aufklärung sind besonders grosse Mängel zu beobachten. Die russischen Einheiten agieren praktisch blind, während die Ukrainer bemerkenswert gut informiert sind. An der Front bei Cherson in der Südukraine leisten die Russen mit mit Ach und Krach noch Widerstand. Es ist aber wahrscheinlich, dass die Ukrainer angesichts der Mittel, über die sie heute verfügen, eine dritte Gegenoffensive vorbereiten. Diese könnte dann für die Armee von Wladimir Putin fatal werden.

    Laut Guillaume Ancel haben die Russen den Krieg militärisch eigentlich schon verloren. Sie haben keine ausreichenden Mittel mehr, um Widerstand zu leisten. Sie können das Debakel lediglich ein wenig herauszögern. Es ist lediglich eine Frage der Zeit. Laut Guillaume Ancel hat Wladimir Putin seine Armee bereits zerstört. Das Gepolter aus Moskau, auch über den Einsatz von Atomwaffen, zeigt vor allem, dass Putin und die Armeeführung versucht, das Debakel vor Ort zu verschleiern.

    Könnte die Mobilisierung von 300.000 Reservisten die Situation zum Vorteil Russlands drehen?

    Guillaume Ancel sieht die Mobilisierung als reine Fiktion. Die Mobilisierung erfolgt seiner Meinung nach zu spät und völlig chaotisch. „Man sollte nicht in dem Moment, in dem ein Feuer ausbricht, losziehen und Feuerwehrleute rekrutieren!“ Ausserdem sieht man deutlich, dass die Russen nicht die Absicht haben, in den Kampf zu ziehen, und dass sie sich von den Ukrainern als Volk und Staat absolut nicht bedroht fühlen. Das könne als grosser Misserfolg Putins gewertet werden. Wenn man darüber hinaus den Zustand der vermeintlichen Elite-Einheiten vor Ort sieht, dann könne man sich vorstellen, schlecht ausgerüstete, absolut untrainierte und schlecht befehligte Einheiten aus Reservisten aussehen werden. Das hieße, die russische Armee als völligen Versager darzustellen.

    Guillaume Ancel ist ehemaliger französischer Offizier und Schriftsteller, geboren am 3. Dezember 1965. Er hat mehrere Bücher über militärische Auslandseinsätze Frankreichs in Ruanda, Kambodscha und Bosnien veröffentlicht. Nach 20 Jahren Dienst verliess er die Armee im Rang eines Oberstleutnants.

  • Kann Obst und Gemüse der Saison den Energieverbrauch senken?

    Kann Obst und Gemüse der Saison den Energieverbrauch senken?

    Gemüse oder Obst, die in gewärmten Treibhäusern gezüchtet oder künstlich gereift werden, verbrauchen viel mehr Energie als saisonale Produkte. Ist es bald vorbei mit den Erdbeeren, Tomaten und Kirschen, die selbst im Dezember in den Supermarktregalen zum Verkauf angeboten werden? Diese Frage kann man sich stellen, seit Frankreich mit allen Mitteln versucht, seinen Energieverbrauch zu senken.Ist die französische Gesellschaft auf dem Weg zu umweltbewussteren Entscheidungen und dem Ende des Überflusses an verschiedenen Gemüse- und Obstsorten? Tipps zum sparsamen Umgang mit Energie gibt es seit Beginn des Sommers, und je kälter die Monate werden, desto mehr rückt das Thema in den Vordergrund: nicht alle vier Herdplatten in der Küche gleichzeitig aufheizen, das WLAN vor dem Wochenendausflug ausschalten, den Fernseher nicht einschalten, wenn man nicht schaut, oder die Heizung nicht höher als 19 Grad aufzudrehen. Energie sparen fängt allerdings schon auch auf dem Teller an – ganz einfach, ind…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Montauban: Leiche eines Mannes in einem Auto in der Nähe des Bahnhofs entdeckt

    Montauban: Leiche eines Mannes in einem Auto in der Nähe des Bahnhofs entdeckt

    Makabre Entdeckung in Montauban. Die Leiche eines Mannes wurde in einem Auto gefunden, das auf einem Parkplatz in der Nähe des Bahnhofs geparkt war. Der Körper befand sich in einem Zustand fortgeschrittener Verwesung. Zeugen entdeckten die Leiche am Freitag, dem 30. September 2022, als sie sich einem Mitsubishi Pajero Geländewagen näherten, das abseits auf einem Parkplatz in der Nähe des Bahnhofs von Montauban geparkt war. Sie verständigten sofort die Polizei. Nach Öffnung des Fahrzeugs entdeckten die Polizisten eine Leiche, die sich bereits in einem Zustand fortgeschrittener Verwesung befand. Auf Anfrage von France 3 Occitanie bestätigte die Staatsanwaltschaft von Montauban, dass es sich um einen Mann handelte. Bei dem Toten handelt es sich um einen 58-jährigen Mann aus Castelsarrasin. Seine Leiche, die auf dem Rücksitz des Fahrzeugs lag, befand sich dort schon seit vielen Tagen. Die Türen des Fahrzeugs waren verriegelt. Da die Leiche nach ersten Erkenntnissen keine Spuren von Gewalteinwirkung aufwies, gehen die Ermittler von einem Selbstmord oder einem natürlichen Tod aus. Alle Türen des Fahrzeugs waren verriegelt. „Zum jetzigen Zeitpunkt wird jedoch keine Option ausgeschlossen“, betonte ein Ermittler. Die Staatsanwaltschaft Montauban ordnete eine Autopsie an, die für diesen Montag angesetzt ist, um die genaue Todesursache zu ermitteln. Außerdem wurde die Familie des Opfers am Freitagabend benachrichtigt.
  • Energiesparen: Eine gut gelüftete Wohnung kann man besser heizen

    Energiesparen: Eine gut gelüftete Wohnung kann man besser heizen

    Entgegen der weit verbreiteten Meinung ist das Lüften und Belüften der Wohnung, auch im Winter, gut für den Energieverbrauch.

    In Zeiten der Energiekrise, in denen die Gas- und Strompreise in die Höhe schnellen, zählt auch die kleinste Geste, um die Rechnung in diesem Winter zu senken. Und dazu gehört auch das tägliche Lüften der Wohnung, selbst wenn es sehr kalt ist.

    Nicht lüften heißt mehr verbrauchen
    In der Winterzeit, insbesondere wenn die Außentemperaturen unter 0 °C fallen, ist man versucht, die Fenster geschlossen zu halten, um die Wärme zu bewahren. Dennoch ist es wichtig, wenn nicht sogar unerlässlich, Fenster und Türen zu öffnen, um weniger Heizenergie zu verbrauchen.

    Die Atmung der Bewohner und  tägliches Duschen, Waschen und Kochen erzeugen feinen Wasserdampf in einer Wohnung. Diese Luftfeuchtigkeit erhöht den Energieverbrauch. Denn je trockener die Luft in einer Wohnung ist, desto weniger schwer ist sie zu erwärmen und desto weniger Energie wird verbraucht. „Wenn Sie Ihr Haus durch Öffnen der Fenster lüften, wird die Luft erneuert, die Feuchtigkeit abgeführt und somit Ihre Heizkostenrechnung gesenkt“ wissen Fachleute.

    Wirksame Lösung
    Die beste Lösung für eine wirksame Belüftung der Wohnung ist es, die Fenster und Türen weit zu öffnen, um 5 bis 10 Minuten lang einen Luftzug zu erzeugen und sie nicht auf Kippstellung lassen. Auf diese Weise strömt ausreichend saubere und frische Luft in die Innenräume, während warme und feuchte Luft abgeführt wird. Die idealen Zeiten zum Lüften im Winter sind morgens zwischen 8:00 und 11:00 Uhr und abends nach 22:00 Uhr. Am Tag, zwischen 14 und 18 Uhr, ist – insbesondere in Städten – die Luftverschmutzung im Freien am höchsten, weshalb es nicht ratsam ist, ausgerechnet in diesen Stunden die Fenster zu öffnen, um die Luft auszutauschen.

  • Marseille: 21-jähriger Mann in der Nacht erschossen und zwei weitere Personen verletzt

    Marseille: 21-jähriger Mann in der Nacht erschossen und zwei weitere Personen verletzt

    Zwei Männer auf einem Motorroller schossen in der Nacht von Samstag auf Sonntag, dem 2. Oktober, mit Sturmgewehren auf das Opfer.

    Ein 21-jähriger Mann wurde in der Nacht von Samstag auf Sonntag, dem 2. Oktober, in Marseille (Bouches-du-Rhône) erschossen, wie France Bleu Provence am Sonntag berichtet und damit eine Meldung der Zeitung La Provence bestätigt.

    Kurz vor Mitternacht schossen zwei Männer auf einem Motorroller mit einem Sturmgewehr auf das Opfer, das versuchte, sich in eine Bar in der Avenue Camille Pelletan im Viertel La Villette im dritten Arrondissement zu flüchten. Zwei weitere Personen wurden verletzt.

    Die Kriminalpolizei in Marseille hat eine Untersuchung eingeleitet. Seit Anfang des Jahres sind im Departement Bouches-du-Rhône, vor allem in Marseille, etwa 20 Menschen durch Feuerwaffen ums Leben gekommen, meist im Zusammenhang mit Drogenhandel.

  • Brände in der Gironde: Der Wald von La Teste-de-Buch erwacht zu neuem Leben

    Brände in der Gironde: Der Wald von La Teste-de-Buch erwacht zu neuem Leben

    Der Wald von La Teste-de-Buch wurde im Sommer durch riesige Brände verwüstet. Können sich Flora und Fauna erholen? France 2 berichtet aus der Gironde.

    Am Samstag, dem 1. Oktober, ist es weiterhin verboten, den Wald von La Teste-de-Buch (Gironde) zu betreten. Der Vorsitzende des örtlichen Verbands der Jäger, Frédéric Mora, gehört zu den wenigen Personen, die an den Ort des Riesenbrands zurückkehren dürfen. „Es besteht erhebliche Gefahr, deshalb gibt es einen Gemeindeerlass“, sagte er gegenüber France 2. In dem abgebrannten Gebiet ist die Jagd weiterhin verboten. Aber inzwischen sind Farne bereits wieder aufgetaucht. Am Fuße der Bäume wachsen Triebe nach, etwa bei Eichen und Erdbeerbäumen. Auch die Tierwelt ist zurückgekehrt. „Viele Füchse, man sieht einige Hasen, wir haben auch schon einige Rehe gesehen“, stellt Frédéric Mora fest.

    Umweltverbände befürchten jedoch, dass diese natürliche, aber zerbrechliche Renaissance durch die Forstarbeiten, die zur Entfernung des verbrannten Holzes durchgeführt werden sollen, gestört werden könnte. Sie beanstanden die Abholzung von Kiefern. „Bäume, Farne, Gräser, alles wächst in voller Schönheit nach, sogar die Sträucher“, beobachtet Françoise Brangré, Mitglied der Vereinigung Bassin d’Arcachon écologie, und fügt hinzu: „Jeder noch so kleine mechanisierte Eingriff wird dieser natürlichen Wiederbelebung ganz sicher schweren Schaden zufügen“.

  • Ukraine-Krieg: Der ehemalige vierfache Boxweltmeister Nikolai Valuev wurde in die russische Armee einberufen

    Ukraine-Krieg: Der ehemalige vierfache Boxweltmeister Nikolai Valuev wurde in die russische Armee einberufen

    Der ehemalige Boxer und vierfache Weltmeister Nikolai Valuev kündigte gegenüber russischen Medien an, dass er an der Front kämpfen wolle, um seinem Land im Ukraine-Konflikt zu helfen.

    Und wieder ein Boxer, der in dem Konflikt zwischen Russland und der Ukraine aktiv ist. Während die ukrainischen Brüder Klitschko, Wladimir und Vitali, seit Beginn dieses Krieges auf Seiten ihres Landes engagiert sind, will sich der Russe Nikolai Valuev erst jetzt für die russische Armee verpflichten. Der ehemalige Boxer und vierfache Weltmeister im Schwergewicht kündigte dies gegenüber der russischen Zeitung Iswestija an.

    Der 49-Jährige, der seit 2009 im Ruhestand ist, engagiert sich seit dem Ende seiner Boxerkarriere in der Politik. Seit 2011 ist er Abgeordneter im Unterhaus des russischen Parlaments, der Duma.

    Der 2,13 m große und 146 kg schwere Mann erklärte gegenüber Iswestija: „Meiner Meinung nach hat jetzt jeder eine Vorladung erhalten, ich habe auch eine Vorladung erhalten. Werde ich hingehen? Natürlich werde ich hingehen. Ich werde mich umgehend zum Rekrutierungsbüro begeben„.

    Lesen Sie auch: Ukraine-Krieg: Selenskij bezeichnet Russlands Führung als “Terroristen” und “blutrünstiges Gesindel”

    Vergangene Woche musst Putin Fehler bei der „teilweisen Mobilisierung“ der Russen für die Offensive in der Ukraine einräumen, diese sollen nun „korrigiert“ werden.

  • Umwelt: Dreijährige Expedition soll weltweit im Plastikrecycling schulen

    Umwelt: Dreijährige Expedition soll weltweit im Plastikrecycling schulen

    Von Marseille aus wird die NGO Plastic Odyssey mit einem experimentellen Schiff, auf dem eine Mikro-Recycling-Fabrik installiert ist, drei Kontinente durchqueren.

    Drei Jahre, um von Plastikverschmutzung betroffene Menschen auf der ganzen Welt zu schulen. Die NGO Plastic Odyssey startet am Samstag, dem 1. Oktober, von Marseille aus eine Expedition zu drei Kontinenten und dreißig Ländern an Bord eines experimentellen Schiffes mit einer Mikro-Recycling-Fabrik. Ziel ist es, Unternehmer zu ermutigen, in das Geschäft der Abfallverwertung einzusteigen.

    Von außen sieht das vierzig Meter lange Schiff mit seinem weiß-blauen Rumpf recht klassisch aus. Erst wenn man an Bord geht, stößt man auf etwas ungewöhnliche Maschinen. „Im hinteren Teil des Schiffes haben wir fast 200 Quadratmeter Werkstatt“, erklärt Simon Bernard, einer der Gründer von Plastic Odyssey. „Mit verschiedenen Maschinen, um den Abfall zu zerkleinern und daraus nützliche Gegenstände zu machen. Das können Dachziegel für Hausdächer oder Rohre für Abwasserkanäle sein“, erklärt der 30-Jährige, der an der Ecole nationale supérieure maritime in Marseille studiert hat.

    Länder, die am stärksten von der Plastikverschmutzung betroffen sind, sollen ins Visier genommen werden.
    Die Idee ist, das Schiff zu Demonstrationen für Lösungen zu nutzen. Die NGO wird ihr Know-how kostenlos weitergeben. Der erste Halt ist in Beirut im Libanon geplant. Danach sollen Ägypten, Marokko und Guinea folgen. „Was wir anstreben, sind die dreißig Länder, die zur Zeit die größten Probleme mit der Plastikverschmutzung haben. Viele davon in Afrika, Südostasien und Südamerika“, sagt Simon Bernard.

    „Wir interessieren uns also nicht so sehr für die reichen Länder, sondern für die Länder, die unter Druck stehen und unter dem Plastikmüll zusammenbrechen. Aber gerade dort kann dieser Abfall zu einer Ressource werden, weil es dort viele Bedürfnisse gibt und es Geschäftsmodelle gibt, die lokal funktionieren können“, erklärt Simon Bernard. Es gibt eine Menge Ausbildungsarbeit vor Ort, so Alexandre Dechelotte, Mitbegründer von Plastic Odyssey. „Wir bilden Unternehmer aus, die wir bei jedem Anlaufhafen auswählen, aber es ist keine reine Weitergabe von Informationen aus den Ländern des Nordens an die Länder des Südens. Es ist ein Austausch“.

    Nicht aufzwingen, sondern gute Praktiken „teilen“.
    Das Team lernt auch von Technologien, die seit Jahren entwickelt werden. So haben sie zum Beispiel einen in Alexandria, Ägypten, erdachten Plastikschredder an Bord ihres Schiffes nachgebaut.

    Ein weiteres Ziel ist es, lokal herzustellen, aber auch reparieren zu können. „Es handelt sich nicht um Maschinen für die breite Masse. Wir werden sie nicht in jedermanns Wohnzimmer stellen, um Mikro-Recycling-Fabriken zu errichten, aber wir wollen sie zugänglich machen“, schränkt Alexandre Dechelotte ein. „Es geht nicht darum, Patente anzumelden und dann irgendein Recht auf eine der Maschinen zu beanspruchen. Unser Ziel ist es, dass sie während der Expedition so weit wie möglich auf der ganzen Welt eingesetzt und bekannt gemacht werden“.

    Mit einem Budget von zehn Millionen Euro über drei Jahre, das größtenteils von Privatinvestoren finanziert wird, hofft die NGO, 300 Fachleute auszubilden, um jeweils vor Ort Mikro-Recyclingfabriken entstehen zu lassen.

  • Paris: Er vermietet 5-Quadratmeter-Wohnung und wird mit Geldstrafe belegt

    Paris: Er vermietet 5-Quadratmeter-Wohnung und wird mit Geldstrafe belegt

    Ein Pariser Vermieter wurde zu einer Zahlung von mehr als 20.000 Euro verurteilt, weil er eine Wohnung vermietet hatte, die nur fünf Quadratmeter groß ist und damit unter dem gesetzlichen Minimum von 9 Quadratmetern Wohnfläche liegt.

    Einem Gericht zufolge wurde der 66-jährige Mieter François in dem Glauben gelassen, die kleine Wohnung sei 11 m² groß – zwei Meter über dem gesetzlichen Mindestmaß von 9 m² für die Vermietung einer Wohnung. In Wirklichkeit musste François – der eine monatliche Miete von immerhin 400 € zahlte – feststellen, dass die Wohnung nicht nur viel zu klein war, sondern obwohl als „möbliert“ beworben, keine wesentliche Einrichtung bot.

    François lebte sieben Jahre lang in der 5 m2 großen Wohnung, und wurde schließlich von seinem Vermieter, nachdem er 2019 wegen eines schweren Unfalls ins Krankenhaus eingeliefert worden war, wegen Nichtzahlung der Miete verklagt und gekündigt. Jetzt wurden François 19.463 € als Schadenersatz und weitere 2.000 € als Wiedergutmachung für den „moralischer Schaden“ gerichtlich zugesprochen.

    François‘ Fall ist aber leider wohl kein Einzelfall: Nach Angaben der Stiftung Abbé-Pierre sind 1,3 Millionen Menschen in der Region Île-de-France (Großraum Paris) schlecht untergebracht, und die Vermietung von Wohnungen mit weniger als 9 m² nimmt stetig zu.

    Obwohl die Stadt strenge Beschränkungen für die Wohnungsgröße, den Mindestwohnstandard, den Vermieter bieten müssen, und eine Mietobergrenze hat, sind viele Menschen aufgrund des chronischen Wohnungsmangels in Paris und Umgebung dazu bereit, illegale Mietobjekte und Mieten zu akzeptieren.

    Allein in Paris gibt es nach den neuesten Zahlen der Vereinigung „Recht auf Wohnen“ (DAL) mehr als 58.000 illegale Mietverhältnisse.

    Das französische Gesetz schreibt vor, dass eine Mietwohnung mindestens 9 Quadratmeter groß sein muss, mit einer Mindesthöhe von 2 Metern. Das bedeutet, dass das „bewohnbare Volumen mindestens 20 Kubikmeter betragen muss“.

    Neben der Mindestgröße dürfen die Wohnungen auch einen bestimmten Quadratmeterpreis nicht überschreiten („encadrement des loyers“).

    Was Paris betrifft, so zeigte ein Bericht aus dem Jahr 2021, dass mindestens 40 Prozent der in der Stadt inserierten Wohnungen technisch gesehen illegal waren, weil sie die in den städtischen Verordnungen festgelegten Mietobergrenzen überschritten.

    Im Durchschnitt lagen die Preise für Wohnungen in Paris im Jahr 2021 um 121 Euro über den gesetzlichen Höchstgrenzen.

    Vermieter riskieren zwischen 300 € und 1060 € Bußgeld für das Inserieren und Vermieten von Wohnungen, die die Mietobergrenzen nicht einhalten.

    Eine „möblierte“ Wohnung wie im Fall von François muss ausserdem mit folgenden Dingen ausgestattet sein: Bett und Bettzeug, einschließlich Bettdecke; Vorhänge oder andere Mittel, um das Außenlicht in dem als Schlafzimmer genutzten Raum abzuschirmen; Kochfeld; Backofen oder Mikrowellenherd; Kühlschrank mit einem Fach zur Aufbewahrung von Lebensmitteln bei -6 °C oder Gefrierschrank; Essgeschirr und Kochutensilien; Tisch und mindestens eine Sitzgelegenheit; Ablagefächer; Beleuchtungskörper; Geräte zur Instandhaltung der Wohnung.

    Nach einem Bericht von Franceinfo ist das Mieten in Paris mindestens 20 Mal teurer als vor 60 Jahren.

    Für Ein-Zimmer-Wohnungen in Frankreich ist Paris die teuerste Stadt. Hier kostet eine Ein-Zimmer-Wohnung durchschnittlich 1.292 € pro Monat. Im Jahr 2022 verdient ein Mindestlohnempfänger in Frankreich bei Vollzeitbeschäftigung 1.269 Euro nach Steuern!